Es ist einer der letzten weißen Flecke der Erde. Nachdem Kontinente kartografiert, Meere durchsegelt und selbst die Lufthülle exakt vermessen wurde, ist das irdische Magnetfeld vielleicht das letzte große Mysterium. Ein kleiner Satellitenschwarm soll diese Wissenslücke nun schließen: SWARM, so sein Name, besteht aus drei Sonden, die im November 2012 vom russischen Raketenbahnhof Plessetzk aus ins All geschossen werden. Mit dem Satellitentrio will die Europäische Raumfahrtagentur ESA die Magnetosphäre genauer untersuchen als je zuvor. Die Mission soll helfen zu verstehen, wie die Erde ein derartig starkes Magnetfeld aufrechterhalten kann, das eine wichtige Aufgabe erfüllt. Denn es bewahrt uns vor den rauen Teilchenwinden von der Sonne und aus den Tiefen des Alls. Derzeit verhält es sich jedoch merkwürdig: Seit Jahrzehnten wird es schwächer, was den Betreibern von Satelliten und von Kraftwerken am Boden Sorge bereitet. ...