Schlichting!
Lange Winter, lange Zapfen
Erst beim genauen Hinsehen zeigt sich, dass selbst ein Eiszapfen noch Geheimnisse verbirgt.
Kein Wunder, dass die Worte des Dichters sogleich die Vorstellung eines besonders kalten Winters in uns entstehen lassen. Denn Eiszapfen wachsen offenbar dann am besten, wenn schnee- oder eisbedeckte Flächen zwar immer wieder von der Sonne erwärmt werden, sonst aber lange Zeit tiefen Temperaturen ausgesetzt sind. Das sorgt einerseits für Nachschub an flüssigem Schmelzwasser, andererseits kann dieses bald wieder gefrieren und sich an die Zapfen anlagern.
Um die Entstehung von Eiszapfen zu beschreiben, genügen eigentlich wenige Worte. Doch schnell stellen sich weitere Fragen: Wieso nehmen


H. Joachim Schlichting
war bis 2011 Direktor
des Instituts für Didaktik
der Physik an der
Universität Münster.
2008 erhielt er für seine
didaktischen Konzepte
den Pohl-Preis
der Deutschen Physikalischen
Gesellschaft.
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1. Faltige Luftballons
27.02.2012, Nicolas Ziegler, KarlsruheSeit langen Jahren lese ich im Abonnement Spektrum der Wissenschaft. Eine besondere Freude sind dabei insbesondere auch die Beiträge von Joachim Schlichting. Vielleicht wäre Herr Schlichting so nett und in der Lage, für das folgende Symptom eine wissenschaftliche Erklärung zu finden:
Wenn Luftballons mit der Zeit ihre Luft verlieren, fangen sie langsam an zu "schrumpeln". Schaut man genauer hin, erfolgt dies aber nicht gleichmäßig, sondern es bleiben partiell straffe Bereiche. Der Ballon erinnert dann mehr und mehr an eine Kartoffel. Der eigentlich faszinierende Effekt findet statt, sobald man einen solchen Ballon mit dem Finger berührt: Er beginnt sich an der berührten Stelle zu straffen. Greift man den Ballon an ganz vielen Stellen an, glättet er sich mehr und mehr und sieht schließlich fast wieder wie neu aus, vorausgesetzt, der Luftverlust ist noch nicht allzu weit fortgeschritten.
Insbesondere der letztgenannte Effekt ist es, den ich mir bis heute nicht erklären kann. Könnte Herr Schlichting mir hier weiterhelfen? Gerne auch in Form eines Artikels in einer der nächsten Ausgaben von Spektrum der Wissenschaft.
2. Faltige Luftballons @ Nicolas Ziegler
27.02.2012, Kai HiltmannWenn Sie den Luftballon anhauchen oder sonstwie erwärmen, ziehen sich die Runzeln der Oberfläche ebenfalls wieder glatt.