Zwei Forscher sehen klare Indizien dafür, dass das große Tohoku-Erdbeben von 2011 die Wahrscheinlichkeit schwerer Erschütterungen in Tokio erhöht hat. Kleine Beben verraten zusätzliche Spannungen im Untergrund.
Große Erdbeben bauen nicht nur Spannungen an einer Verwerfung ab, sondern transferieren auch Stress in andere, weit entfernte Bereiche der Erdkruste. Wo, wie vor der Ostküste Japans, eine Erdplatte unter eine andere abtaucht, wird das besonders deutlich. Wenn nämlich in einem Bereich dieser so genannten Subduktionszone die Spannung zu groß wird und die Platten sich vorübergehend wieder – oft mit katastrophalen Folgen - zurechtruckeln, beeinflusst das benachbarte Bereiche der Plattengrenze. Dort kann die Wahrscheinlichkeit weiterer großer Beben je nach Situation durch andere Erdstöße zu- oder abnehmen.
Welche von beiden eintritt, hängt von der konkreten Situation ab. Besonders dringend stellt sich die Frage in der japanischen...
Wenn Sie "Spektrum - Die Woche" zwei Wochen lang kostenlos und völlig unverbindlich testen möchten, bestellen Sie einfach hier ein kostenloses Schnupperabonnement. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an service@spektrum.com