Lesermeinung - Spektrum.de

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  • Falsche Annahmen? Naja...

    20.03.2017, ART
    Bei Ebert muss man immer ein wenig vorsichtig sein. Allerdings betrifft dies seine Deutungen. Bei den reinen Zahlen macht er fast nie Fehler. Wenn er davon spricht, dass bereits zehn Prozent einer Million Elektrofahrzeuge ein Versorgungsproblem darstellen, dann lässt sich dies auch von seiner Zeitachse lösen. Hunderttausend Fahrzeuge, die jeden zweiten Tag vollladen, also vielleicht 50 kW ziehen, bedeuten 2.5 GW pro Tag für diesen immer noch kleinen Anteil. Real werden alle E-Autos irgend wann tanken wollen, egal wo und wie lange das dauert, und politisch heißt das Motto totale Umstellung. Wenn ich mal dreißig Millionen Fahrzeuge annehme, die im Schnitt nur einmal pro Woche tanken - was sicherlich zu gering gegenüber dem heutigen Strecken"bedarf" ist - dann macht das doch einen Strombedarf von 1500 GigaWatt pro Woche, oder? Etwas mehr als 200 GW pro Tag. Sind seine Folgerungen da nicht eher noch zu gering?