Lesermeinung - Spektrum.de

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  • Think Big

    20.10.2017, Gerd Knoll
    Alles gut und schön, sicher kann jede Privatperson einiges tun. Es ist dann aber doch frustrierend, wenn trotz aller persönlichen Bemühungen (kein Licht, wilder Garten, strenge Auswahl der Lebensmittel usw) die Artenvielfalt schwindet. Es ist allerdings wohl auch zuviel erwartet, dass ein kleiner Garten nun die ganze Entwicklung der letzten Jahrzehnte aufhalten oder gar rückgängig machen soll. Es geht ja um andere Dimensionen: "ausgeräumte Feldflur", "Monotonisierung, Überdüngung, Zerstörung kleinräumiger Landschaftselemente wie Hecken oder Feldraine" usw.
    Wie wäre es mit einer Dimension von etwa 1 Million Hektar? Schön verteilt in ganz Deutschland? Auf dieser Fläche wird laut "Deutsche Maiskomitee e. V. (DMK, Bonn)" Mais allein für die "Verstromung von Biogas" angebaut (Anbaufläche Mais insgesamt circa 2,5 Millionen Hektar).

    http://www.maiskomitee.de/web/public/Verwertung.aspx/Biogas
    http://www.maiskomitee.de/web/Statistik/Maisanbaufl%C3%A4chen_D_je_BL_in_ha_2016_2017.pdf

    Wenn man diesen Raum nutzen würde für eine Vergrößerung der "meist zu kleinen Naturschutzgebiete", für Wiesen, Büsche, "Hecken, Feldraine" - kurz, für insektenfreundliche Lebensräume?

    Ach, das geht natürlich gar nicht, wir brauchen diese Flächen ja dringend im Kampf gegen den Klimawandel. Der ist ja auch schuldhaft beteiligt am Artenschwund bei Insekten und Vögeln, so jedenfalls nach Information durch unsere Regionalzeitung, dem Südkurier (Konstanz).