Lesermeinung - Spektrum.de

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  • Ökologische Nachhaltigkeit im Außen beginnt bei der Eigenverantwortung

    25.10.2017, Daniel G-K
    Als langjähriger Naturliebhaber ist mir das rasante Insektensterben schon vor einigen Jahren aufgefallen, denn egal ob beim Sparziergang im Wald oder gar beim Sitzen in meinem eigenen Garten - gewisse Nützlinge wie Hummeln, Wildbienen, Schmetterlinge und Co. sind nicht mehr so zahlreich vorhanden wie noch vor einigen Jahrzenten.

    Trotzdem bin ich der Meinung, dass u. a. nicht nur die Landwirtschaft dieses verstärkte Insekten-Sterben zu verschulden hat, sondern vielmehr der Endverbraucher; also wir Menschen, denn wir sind es, die immer unbewusster konsumieren und somit der Landwirtschaft einen Spielraum bieten, der sich durch immer größere Produktionsmengen und die damit verbundenen landwirtschaftlichen Intensivierungsprozesse immer weiter vergrößert und somit die ökologische Nachhaltigkeit weitgehend zerstört.

    Naturschutz - und damit sind selbstverständlich auch Tiere gemeint, beginnt deshalb bei jedem Menschen selbst. Es würde z. B. keine Massentierhaltung geben, wenn Menschen wesentlich seltener Fleisch konsumieren würden bzw. dieses - wenn überhaupt - aus Qualitätsschlachtereien erwerben würden.

    Jeder Mensch kann etwas tuen, wenn er wieder lernt, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen und die beginnt meines Erachtens im Kontext des Insektensterbens im eigenen Garten, insofern dieser vorhanden sein sollte.

    Das Anpflanzen von bestimmten, naturbelassenen Pflanzen, welche Insekten wertolle Nahrung bieten sowie der Verzicht Pestizide - wie Sie bereits in Ihrem Artikel erwähnt haben - wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, aber vor allem auch das Anbringen spezifischer Insektenhotel´s/Nisthilfen, welche es günstig offline wie auch online zu erwerben gibt, so z. B. hier: https://insektus.org trägt maßgeblich dazu bei, dem Verlust von wertvollen Nützlingen entgegenzuwirken.

    Würde sich jeder zweite hier in Deutschland mit einem eigenen Garten oder einer größeren Terasse mit anliegender Gründfläche daran halten, wäre schon zu einem großen Teil dafür gesorgt, dass sich das Insektensterben zumindest deutlich verringern würde.