Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Supraleitung

    18.12.2014, Dipl.Phys. Ulrich Schulz
    Jetzt wollte ich doch gerade in die Garage, um mit dem von Forschungsgeldern gesponserten FerraBenzMW 'nen kleinen Ausritt zu wagen. Bitte lesen Sie, Herr Frank, den Artikel doch noch einmal durch. Es handelt sich um Grundlagenforschung; und dabei geht es tatsächlich auch mal etwas langsamer. Schneller schießen halt die alten Preußen! Und noch etwas: Wenn in nächster Zeit die entsprechenden Anwendungen auf den Markt kommen, die dann (natürlich Glaskugel!) nicht nur mit Ihrer und meiner Energie - mehr als bisher möglich - sparsamst umgehen können, sollten Sie doch bitte auf die jeweiligen Anschaffungen verzichten. Ginge es nach Ihnen, gäbe es diese ja nicht. Noch ein kleines Rechenbeispiel: In NRW wurden im letzten Jahr 150 Millionen Liter Apfelwein abgefüllt, wahrscheinlich auch verkauft und getrunken. Kosten 500 Millionen Euro. Gehen wir jetzt in die Kneipe oder lassen Sie uns im Labor weiterarbeiten? Ich verspreche auch, den gesponserten Sportwagen wieder zurückzugeben. (Ironie Ende, und nicht böse sein).
    Gruß USCHU
  • übertrieben?

    17.12.2014, Weidi Phi
    Was regensich die Leute denn auf... sie sind nicht AUF den Linien gegangen und haben das Banner nicht AUF die Linien gelegt...
    Wenn man zmB die EU ansieht die massig Umweltschutzrichtlinien auf Kosten von Wirtschaft gekippt haben bzw diese nicht mehr behandeln verstehe ich die Aktivisten...
  • Halleluja !

    17.12.2014, Frank
    Wenn ich sehe, bei welchen Drücken und Temperaturen selbst die neuste Entdeckung gemacht wurde, kann ich über die Euphorie der Beteiligten nur den Kopf schütteln.
    Im Elfenbeinturm scheint jeder Bezug zur Realität und Anwendbarkeit flöten gegangen zu sein.
    Hauptsache die Fördergelder fließen weiter. Dazu ist jedes Mittel recht.
  • Rezension

    17.12.2014, Johnny Doepp
    Ich bin selbst Physiker und durchaus sehr interessiert an der Astronomie und der Astrophysik. Vor kurzem hatte ich Gelegenheit besagtes Buch von Herrn Hanslmeier zu lesen. Allerdings bin ich mehr als enttäuscht. Neben meiner üblichen Kritik, dass Springer doch bitte seinen Autoren (insbesondere der Fachbücher) ein Rechtschreibkorrekturprogramm und vermutlich auch ein Fehlerlesen nahelegen sollte, weist dieses Buch nichts auf, mit dem man wirklich was anfangen kann. Häufig werden einfach nur Formeln hingeschmettert, ohne ihre Symbole zu definieren oder zu erklären. Von einer Einleitung erhoffe ich mir im Allgemeinen etwas, mit dem ich bspw. selbst mal einfache Beobachtungen machen kann und mit einem Modell auswerten. Dazu müsste man dann also insbesondere die Formeln verstehen. Bestes Beispiel: Boltzmann-Faktor und Saha-Gleichung. Herr Hanslmeier schreibt einfach irgendwelche Formeln auf, benutzt Worte wie "Zustandssumme", und das ist es dann. Offenbar hat Herr Hanslmeier noch NIE versucht, die Zustandssumme des Wasserstoffatoms zu berechnen! Woher ich das weiß? Man möge es doch mal selbst versuchen ;) Die Energienieveaus liegen bei etwa E_n = -13.6 eV / n^2 (n=Hauptquantenzahl; 1, 2, 3, ... , unendlich), und die Entartungsgrade sind g_n = 2*n^2 (Spin eingeschlossen).
    Mein trauriges Fazit: Wieso ist sojemand Professor? Und wieso darf sojemand Bücher veröffentlichen?
  • Antwort auf den Brief von Ingo Mehling

    16.12.2014, Frank Wohlgemuth, Tornesch
    Die Evolution selektiert Fähigkeiten, die benutzt werden und dabei die individuelle oder genetische Fitness (> kin selection) erhöhen - das heißt, die Evolution beginnt immer mit dem geänderten Verhalten, das zu einer neuen Selektion führt. Eine anatomische Mutation, die nicht in ein vorhandenes Verhalten passt, kann deshalb nicht "belohnt" werden und stellt keinen Vorteil dar, wird also nicht selektiert. So ist die besondere Ausdauer des Menschen, die ihn im besonderen Maß zur Ausdauerjagd befähigt, nur dadurch erklärbar, dass er auf diese Weise jagte - es gibt keine andere tierische Tätigkeit, die evolutionär mit diesen Fähigkeiten belohnt würde - sonst hätten die Herdentiere, die so gejagt werden, die selbe Ausdauer - bei der Flucht vor einem schnelleren Jäger nutzt Ausdauer nicht viel, und bei der "Verfolgung" von Pflanzen (der Übergang in das nächste Weidegebiet) kommen Tiere auch nicht in den Grenzbereich des "steady state", wie die Sportwissenschaft die obere Grenze der Ausdauerleistung nennt. Hier fehlt also nicht nur die zwanglose andere Erklärung, es wird auch in der Begründung der angeblichen Unplausibilität dieses Verhaltens einfach übersehen, dass es sich bei der Ausdauerjagd nicht nur um ein Postulat handelt, sondern diese Jagdform bei steinzeitlichen Völkern bis in die Gegenwart beobachtet werden kann / konnte. Damit ist Mehlings pseudoenergetische Betrachtung durch die Praxis widerlegt (siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%A4ger_und_Sammler#Ausdauerjagd). Ganz abgesehen davon hat Mehling anscheinend eine falsche Vorstellung von der Wehrhaftigkeit eines lange gehetzten Tiers: Die Ausdauerjagd wird durch den Kreislaufkollaps der Beute beendet.



    Nun zum Werfen: Die großen Menschenaffen gewinnen ihre Wehrhaftigkeit außer aus den anatomischen und zerebralen Möglichkeiten der Individuen aus ihrem Gruppenzusammenhalt. Und in der Gruppe werfen auch Schimpansen mit allem, was ihnen in die Hände kommt, wenn sie sich bedroht oder gestört fühlen, in Zoos zum Leidwesen der Besucher auch mit ihren Exkrementen - zum Abwehren reicht das also offensichtlich. Nur erreichen sie weder das Geschosstempo noch die Präzision, zu der der Mensch fähig ist, wie wir es heute in sportlichen Ausprägungen wie etwa dem Baseball messen können. Und dass das eine spezifisch menschliche Fähigkeit ist, kann uns jeder kleine Junge demonstrieren, gegen den auch ein ausgewachsener Schimpanse als Werfer ein Stümper ist. Möglich wird diese Präzision durch sowohl die besondere Anatomie als auch durch die besondere Rechenleistung unseres Hirnes - wir müssen zur Vergegenwärtigung der Anforderungen im Kopf behalten, dass wir die Präzision, also das Gelingen eines Wurfs erst bestimmen können, nachdem das Geschoss unsere Hand verlassen hat, so dass die Präzision nicht durch eine Rückkopplung innerhalb der Bewegung erklärt werden kann. (Näheres zu diesem Thema findet man bei Eduard Kirschmann: http://armedapetheory.de/blog/?p=70), der sich dieses Themas wohl als erster gründlich angenommen hatte.) Und wenn die Verteidigung nicht reicht, um eine derartige Selektion zu erklären (siehe Schimpansen), ist die Jagd das naheliegende Verhalten, um diese Anpassungen zu erklären.



    Es ist in der Wissenschaft eben (normalerweise - und vor allem nicht ausschließlich) nicht so, dass die Interpretation aus dem geschöpft wird, was man gerne hätte: Zur kausalen Interpretation der Zusammenhänge gehört die Gesamtschau. Das heißt bei diesem Beispiel in der Praxis, dass folgende Fakten auch innerhalb des hier zur Frage stehenden Menschenbilds erklärt werden müssen: Die menschliche Sonderbildung des "getunten" Großhirnes hatte offensichtlich bereits vor der Stellung des Menschen als Kulturwesen eine Aufgabe innerhalb des menschlichen Verhaltens, die zur Selektion immer größerer "Rechenleistung" führte, der Mensch war anatomisch und damit auch zerebral schon lange fertig, bevor er seine Karriere als Kulturwesen begann: Der Anfang der Sprache und damit der Möglichkeit einer generationsübergreifenden Akkumulation von Wissen (=Kultur) wird größenordnungsmäßig auf vor 100 000 Jahren geschätzt. Gleichzeitig mit der Vergrößerung des Gehirns kam ein Mehrbedarf an Eiweiß, der besonders während der Aufbauphase nur noch über kulturelle Techniken (Ackerbau besonders gezüchteter Pflanzen, besondere Zubereitungsarten, Nutzung von Haustieren usw.) ohne Jagd gestillt werden kann: Der Beginn der Menschheit, der lange vor der der Errungenschaft Kultur liegt, funktioniert also ohne Jagd nicht. Außerdem kennen wir bereits zum Beginn der Menschwerdung Knochenhaufen mit eindeutig äffischen Spuren, die ein stark ausgeprägtes Jagdverhalten belegen. Das von Mehling angesprochene Bearbeiten von Gegenständen mit beiden Händen beginnt in der Bedeutung, in der Mehling es anführen möchte, erst mit der Kultur. Bis dahin reichten, wenn man von der bewaffneten Jagd absieht, für das Greifen Pulen und Graben die manuellen Fähigkeiten der anderen Menschenaffen, deren derartiges Verhalten aber eben nicht zu unserer Anatomie geführt hat. Gleichzeitig können wir feststellen, dass die ersten eindeutig zuzuordnenden Artefakte, die bisher gefunden wurden, sich ganz zwanglos als waffentechnisch einordnen lassen, zwanglos deshalb, weil es zu den durch die Kochenabfälle kenntlichen Jägern passt. Dass auch der Verdauungsapparat der untersuchten Art Anpassungen an eine Nahrung mit großem Fleischanteil zeigt, ist da nur das Tüpfelchen auf dem i.
  • sehen wir doch mal nach den fakten,

    16.12.2014, michael m.
    und hinterfragen folgende aussage:
    "Die stärkste Dürre seit 1200 Jahren hielt Kalifornien in den letzten Monaten im eisernen Griff.."

    ist es wirklich die stärkste dürre?
    sehen wir uns mal die daten der letzten 120 jahre an (1895 bis heute). wie man bei http://www.wrcc.dri.edu/ leicht herausfinden kann ist 2014 nicht nicht einmal das zweittrockensde jahr seit 1895...
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr M.,

    die Aussage "stärkste Dürre seit 1200 Jahren" basiert auf dem jüngst veröffentlichten Paper von Daniel Griffin und Kevin J Anchukaitis in "Geophysical Research Papers":

    http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/2014GL062433/abstract

    Entscheidend ist, dass sich die Dürre über mehrere Jahre hinweg fortsetzt(e).

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • lieber herr lingenhöhl,

    16.12.2014, michael m.
    können sie ihre nachfolgende aussage bitte belegen?
    zitat: "Zudem sollen die Regenmengen südlich des Amazonas mittelfristig wegen der Erderwärmung abnehmen, was sich gegenwärtig bereits andeutet. "

    ihre aussage ist einfach nur grotesk falsch...

    im verlinkten artikel, der wohl als beleg für ihre aussage dienen sollte, ist leider nicht die rede davon, das der klimawandel die ursache ist!
    ursächlich wird dort die abholzung der wälder und die dadurch einhergehende änderung des lokalen klimas und der wetterverhältnisse genannt.

    wo bleibt die objektive berichterstattung?
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr M.,

    Sie haben Recht, meine Aussage war leider zu verkürzt - zumal der verlinkte Artikel ja auch von mir stammt: Die Abholzung des südlichen Amazonasraums beeinflusst maßgeblich - negativ - die Regenmenge in den angrenzenden Regionen. Ich habe den Artikel entsprechend ergänzt. Allerdings legen auch viele Klimamodelle einen Zusammenhang mit zunehmenden Dürren und der Erderwärmung im südlichen Amazonasbecken nahe:

    http://www.nature.com/nclimate/journal/v3/n1/full/nclimate1633.html

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • "Wer dagegen protestieren will, darf aber eben nicht derartig grobe Schnitzer wie in Nazca begehen."

    15.12.2014, Katja Walther
    Ich bin durchaus der Ansicht, dass derart engagierten Menschen wie Aktivisten bei Greenpeace Fehler passieren können. Gegen Ölförderung in Nationalparks (um Ihr Beispiel zu nennen, Herr Lingenhöhl) und ähnliche katastrophale Zustände dürfen durchaus auch diejenigen protestieren, die eben auch einmal sehr tief in die Schüssel greifen bei ihren ehrlichen Versuchen, Missstände anzuprangern und aufzudecken. Ich wage zu behaupten, dass niemand auf dieser Erde Ihrer Ansicht nach, lieber Herr Lingenhöhl, das Recht zum Protest gegen die Klimazerstörung hätte. Auch wenn die "groben Schnitzer" von uns anderen eher in unseren CO2-Footprints bestehen - was natürlich praktischerweise nicht so plakativ zu zeigen und so wunderbar anzugreifen ist, wie die Nazca-Linien-Aktion.

    Das Recht zum Protest von einer ansonsten blütenweißen Weste abhängig zu machen, das ist mit Verlaub eines der fragwürdigsten Argumente, das in diesem Zusammenhang angebracht werden kann.
    Antwort der Redaktion:
    Liebe Frau Walther,

    ich verstehe Ihre Argumentation leider nicht ganz. Natürlich darf Greenpeace demonstrieren, protestieren und Botschaften deklamieren, so viel die Organisation mag. Das stelle ich doch überhaupt nicht in Abrede: Wer aber von hoher moralischer Warte aus handelt, sollte einfach vorher darüber nachdenken, warum beispielsweise man in Nazca eben nicht einfach zu den Geoglyphen hinlaufen darf - eben weil die Gefahr von Zerstörungen extrem groß ist. Oder um es anders zu sagen: Um gegen Ölförderung im Regenwald zu demonstrieren, kann man es ja auch nicht gutheißen, ein Stückchen Wald zu roden, um ein Banner auszulegen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Löblicher Einsatz

    15.12.2014, Walter Rippberger, Mannheim
    Bravo, Herr Powell, für Ihren Einsatz, Ihren Artikel und die so positiven Ergebnisse Ihrer Forschung zum Wohl der Amerikanischen Kastanie! Ich wünsche Ihnen noch viel mehr finanzielle Mittel, um auch zur Wiederansiedlung anderer, schwer bedrängter Baumarten wie zum Beispiel der Weymouthskiefer (Pinus strobus) beitragen zu können.
  • Basis für Esoterik

    15.12.2014, Martin Piehslinger
    Solche Artikel sind leider die Basis für Missverständnisse, die Esoteriker (gezielt oder aus Unwissenheit) für ihre zwielichtigen Praktiken und Geschäfte ausnützen. Darauf beruht die sogenannte "Quantenheilung" und ähnliche "Quantenmystik", die sich auf echte angeblich Quantenphysik beruft.

    Es wäre wichtig gewesen zu erwähnen das auch mit dem instantanen Kollaps der Wellenfunktion keine Information zu einem anderen Ort transportiert werden kann, also dass deshalb keine Verletzung der Allgemeinen Relativitätstheorie stattfindet.

    Ich zitiere Martin Bäker, der das wundervoll formuliert hat:

    "Ihr könnt an diesem Experiment auch gleich ein sehr wichtiges Ergebnis sehen: Um die Verschränkung tatsächlich nachzuweisen, müssen die beiden ihre Ergebnisse auf herkömmlichen Wege austauschen. Alice kann allein aus ihren Daten nicht sehen, was Bob gemacht hat (nicht einmal, ob Bob nicht lieber einen Kaffee trinken gegangen ist, weil er Quantenmechanik langweilig findet). Obwohl also die Messungen sich gegenseitig beeinflussen, so dass immer derselbe Polarisationszustand herauskommt, kann man mit Hilfe der Verschränkung keine Nachrichten verschicken."
  • Schon lange bekannt

    15.12.2014, Thomas Wäscher, Rauenberg
    Ich erlaube mir bescheidenerweise darauf hinzuweisen, dass meine Veröffentlichung vor 23 Jahren (Wäscher, Th.: Generation of slanted gas-filled icicles. In: Journal of Crystal Growth, Volume 110, Issue 4, April 1991, Pages 942–946 (Online-Abruf)) bereits die wesentlichen Angaben zur reproduzierbaren Erzeugung von schräg hochwachsenden Eiszapfen enthält.
     
    2011 hatte ich bereits darauf aufmerksam gemacht, dass zu diesem Thema eine ausführliche Veröffentlichung von mir vorliegt, die die zitierten Arbeiten (Hill, L. et al. und Libbrecht, K.G., Lui, K., 2004) lange vorwegnimmt.

    Durch den jetzt nochmaligen Abdruck des Artikels von 2011 ist es für mich um so ärgerlicher, dass wiederum meine Veröffentlichung nicht zitiert wurde. Für mich bleibt es rätselhaft, warum nur kanadische/amerikanische Autoren (Univ. of Toronto, Caltech) aus dem Jahr 2004 zitiert werden, wenn immerhin schon 1991 von einem inländischen Autor genau die Phänomene detailliert beschrieben und in einer internationalen Fachzeitschrift publiziert wurden.
  • Der Schaden

    15.12.2014, Stefan Golla
    wäre vermeidbar gewesen und war sicher ein Fauxpas. Ich persönlich findes es auch nicht schön, auch wenn ich bei Greenpeace engagiert bin. Soviel erstmal zum Thema Unabhängigkeit und Kritikfähigkeit. Langsam muß ich jedoch auch mehr Zweifel an der Unabhängigkeit des Autoren erheben. Es gibt sehr viele Aktionen, die Greenpeace macht, wie z.B. gerade vor Lanzarote, wo die die Arctic Sunrise von der Spanischen Regierung, gegen den Wunsch der Kanarischen Lokalregierung festgesetzt wurde. Die Kanarische Regierung wurde höchst undemokratisch daran gehindert Ölvoruntersuchungen gegen das staatliche Bergbauunternehmen zu unterbinden. Warum wird hiervon nicht berichtet? Schließlich geht es hier um die recht unerforschte Heimat von 24 Walarten oder den Voruntersuchungen, die sich aus wissenschaftlicher Sicht negativ auf die Tiere auswirken. Darüber wird nicht geredet. Den Schaden den die Ölfirmen im Nachbarland im ITT-Yasuni gegen die Weltöffentlichkeit und Fauxpas bei der BRD aktuell ausrufen - kein Wort. Wie groß ist der Schaden, wenn Grönland exploriert wird, wenn das Eis der Arktis fällt und die Klimaveränderungen in den nächsten Jahrzehnten die Nacza Linien durch Stürme oder Regen erst beschädigen oder auslöschen? Was ist das Handeln eines Einzelnen, der darauf, wenn auch unvorsichtig aufmerksam macht, gegenüber das andere legal daran Geld verdienen, diese und alle anderen Naturgüter großzügig zerstören. Sie Great Barrier Rief- Australien. Das vermisse ich...es ist Zeit zu hinterfragen, wie politisch wissenschaftliche Berichterstattung sein darf, und wenn ja, von von welchem Blickwinkel?
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Golla,

    dieser Artikel ist ein Kommentar und gibt meine Meinung zu dieser "Aktion" wieder. Ich habe mich u.a. auf Twitter auch schon mehrfach lobend dazu geäußert, was Greenpeace z.B. für den Regenwaldschutz leistet. Meine Meinung zum Thema Ölförderung in Nationalparks o.ä. können Sie hier nachlesen:

    http://www.spektrum.de/news/die-naechsten-oel-krisen/1213845

    Wer dagegen protestieren will, darf aber eben nicht derartig grobe Schnitzer wie in Nazca begehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Empirische Belege?

    14.12.2014, Tim
    Liefern die Autoren denn Belege für die recht starke These, daß Religionen "Angst reduzierende Symbolsysteme" sind? Wann, wo und in welchem Maß haben Religionen Angst reduziert? Kann man nicht umgekehrt auch behaupten, daß Religionen Angst eben auch induzieren?

    Die Rezension vermittelt eher den Eindruck, daß das Buch bei genau dieser wichtigen These empirisch wenig untermauert ist.
    Antwort der Redaktion:
    Das ist eine gute Frage. Die Rezension bezieht sich ja auf mehr oder weniger ausgestorbene Religionen, insofern sind empirische Belege schwierig. Allerdings gibt es in den Psalmen des Alten Testaments und anderen Zeugnissen aus der altorientalischen Umwelt zahlreiche Erfahrungsberichte, wonach die religiöse Gebetspraxis Angst reduziert. Von allgemeinen religionspsychologischen Überlegungen her kann man das sicher auch sagen. Ein Analogon zur Angst reduzierenden Religionspraxis über Symbolisierung kann Freuds Mechanismus der "Konversion", einer seiner Abwehrmechanismen, gelten. Das wollte ich ursprünglich noch in der Rezension anmerken. Meine Antwort ist daher: Wenn Religionen dabei helfen, innerpsychische Angstzustände in Symbole zu verwandeln, schaffen sie eine Entlastung und damit Angstreduktion. Wenn sie dies nicht tun, dann können sie auch Angst fördern, z.B. wenn sie sehr gesetzlich orientiert sind und den Menschen mit allerlei Vorschriften oder gar Angst machenden Vorstellungen (z.B. von einer Hölle) belasten.

    Mit freundlichem Gruß
    Wolfgang Achtner
  • hm legt aber Grundsteine

    14.12.2014, Köhler
    Heißt die Erde ist ein Kulturgut und darf nicht beschädigt werden.
  • Der Zweck rechtfertigt nie die Mittel

    14.12.2014, Robert Orso
    So sehr ich die Forderung nach nachhaltiger und umweltgerechter Lebensweise unterstütze, wenn derartige, unreparierbare Schäden durch solche sinnlosen(!) Aktionen verursacht werden, hat sich Greenpeace in eine Linie mit den Taliban als Kulturterroristen gestellt und den Bogen weit überspannt. Aufmerksamkeit hätten sie auch anders bekommen.

    Was kommt als nächstes? Sprengen sie den Artemis Tempel um auf die schlimme Luftverschmutzung in Athen hinzuweisen? Vergiften sie die Brunnen von Los Angeles um auf das Problem der Übernutzung der Grundwasservorräte hinzuweisen?

    Hier von "bedauerlichen Einzelfällen", "nicht abgesprochen" und "Kollateralschäden" zu sprechen ist blanker Hohn. Offenbar hat Greenpeace ihre Mitglieder nicht (mehr) unter Kontrolle und damit ihre Legitimation "für die Gute Sache" verwirkt.

    Ich werde meine Unterstützung für eine lebenswerte Umwelt künftig anderen Organisationen zukommen lassen.
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