Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Alles wie immer

    26.06.2017, Gertrud H.
    "In jüngster Zeit streiten Politiker und Ökologen zudem heftig über geplante Erdgasbohrungen im direkt Grenzbereich des Naturschutzgebietes."

    Genauer:

    https://twitter.com/Keblar65/status/879218126742839296

    1. Es wurde ein neues Gesetz erlassen, welches erlaubt abgebrannte Wälder zu requalifizieren, wenn die Regierung dies als "der Allgemeinheit nützlich" deklariert. (2014)
    2. Gas Natural Fenosa präsentiert ein Projekt namens Marisma, um Gasanlagen im (Naturschutzgebiet) Parque Doñana zu installieren. (2015)
    3. Die Regierung deklariert das Projekt Marisma als "der Allgemeinheit nützlich". (2016)
    4. Der Parque Doñana brennt ab. (2017)

    Also alles wie immer.
  • Der Knoten für die Hängematte

    26.06.2017, Klaus Gims
    Der Artikel ist informativ, kurios, aber leider unvollständig.

    Es fehlt der Rauschknoten. Während das untere Bild auf S. 71 eindeutig einen Altweiberknoten oder Großmutterstek darstellt, kann das obere Bild sowohl ein Rauschknoten, als auch ein echter Kreuzknoten sein. Beide unterscheiden sich nur an den so genannten losen Parten - also den Enden. Liegen beide Enden oben oder unten, so ist es ein echter Kreuzknoten. Ist jeweils eines der Enden oben, das andere aber unten, so handelt es sich um einen Rauschknoten.

    Der Rauschknoten springt nach wenigen ruckartigen Lastwechseln sofort auf. Er ist noch unsicherer als der Großmutterstek, sieht dem echten Kreuzknoten aber noch ähnlicher. Der Erzählung nach sollen die alten Fahrensleute auf den Großseglern die Hängematten der Seekadetten mit dem Rauschknoten an Stelle des Kreuzknotens angebunden haben. Wer dann einmal mit seiner Hängematte auf den harten Schiffsplanken gelandet ist, wird diese Knoten sein Leben lang sicher unterscheiden können. Eine etwas rüde Art, Knotenkunde zu vermitteln.

    Während der Schnürsenkel beidseitig auf Slip gesetzt wird, binden die Segler ihre Reffbändsel mit einem einseitig auf Slip gesetzten Kreuzknoten. Das erhöht dessen Festigkeit, ohne ein leichtes Öffnen zu erschweren.

    Die Festigkeit eines Kreuzknotens hängt übrigens nicht nur von der Glätte des Tauwerks ab, sondern auch von seine Biegsamkeit, der so genannten Lehnigkeit. Bei dicken, und dadurch steifen Tauen hält der Kreuzknoten trotz rauer Oberfläche nicht. Da hilft ein anderer Knoten - der Trossenstek. Auch wenn die beiden Leinen ungleich dick sind, hält ein Kreuzknoten nur schlecht. Dafür gibt es den Schotstek, bei dem das eine lose Ende anders geführt wird.
  • Entropie vs. Komplexität

    26.06.2017, Hrimfaxi
    Wenn die Entropie beständig wächst (und das ist wohl so), wie können dann komplexe Strukturen entstehen (Planeten, Planzen, Tiere, Zeit-Redakteure)?
    Mit wachsender Entropie müsste alles in einer Einheitsoße verschwimmen. Vielleicht passiert das auch irgendwann, aber in der Zwischenzeit gibt es zumindest stellenweise einen Trend hin zu mehr Ordnung.
    Wie erklären Sie das?
    Antwort der Redaktion:
    Dass die Entropie nicht abnehmen kann und in der Regel zunimmt, gilt für geschlossene adiabate Systeme - nicht aber für offene Systeme, die mit ihrer Umgebung Energie und Materie austauschen können. Die Erde ist ein offenes System, das mit seiner kosmischen Umgebung sowohl Energie (etwa elektromagnetische Wellen von der Sonne) als auch Materie (etwa kosmische Strahlung) austauscht. Deshalb können auf der Erde komplexe Strukturen niedriger Entropie entstehen. Der Preis dafür ist eine Entropie-Erhöhung in der Umgebung der Erde (etwa in der Sonne).

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.
  • Selbstkritik

    26.06.2017, Georgeee
    Sind Sie sicher, daß Sie nicht aufgrund unbewiesener Glaubensvorstellungen so schreiben? Haben Sie die Hypothesen überprüft.
    Bitte bedenken Sie, daß der männliche Autor ein profunder Kenner des Quantentheorie ist.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Georgeee,

    der Rezensent stützt sich bei seiner Kritik auf (empirische) Erkenntnisse der Experimental- und theoretischen Physik, die in der Fachliteratur publiziert werden. Es liegt im Wesen solcher Erkenntnisse, dass sie permanent überprüft und hinterfragt werden, nicht nur beim Peer-Review und im kritischen Austausch unter Wissenschaftlern, sondern auch bei direkten, systematischen und konzeptionellen Reproduktionsversuchen, denen solche Erkenntnisse immer wieder unterworfen werden.

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.
  • Tipp

    25.06.2017, Dr.Werner Thurner
    meist sind von der Sonne aufgewärmte Steine in der Nähe.
    Diese für mindestens 5 Minuten aufgelegt lindern die Schmerzen erheblich und machen sie erträglich.
    Der Tipp mit dem Essig ist als Zusatz ist natürlich gut, aber den muß man am Strand erstmal haben.
  • Blümchenkaffee und Luftnummer

    24.06.2017, Eva
    Entgegen einer weit verbreiteten Meinung schmeckt Kaffee auch noch in starker Verdünnung sehr gut -- und wenn man das gewöhnt ist, trinkt man keinen Krankenschwesternkaffee mehr! Mein Kaffee sieht in der Tasse aus wie Tee, und ich finde ihn wunderbar. Auch in der Türkei erlebte ich, dass der Mokka nicht so stark angesetzt wurde wie bei uns.
    Eine sehr hilfreiche Rolle spielt mein Kaffee -- nicht ganz so dünn -- als Hilfsmittel gegen Asthma. Heiß und schwarz getrunken, ersetzt er sogar einen kleinen Stoß aus dem Inhalator.
  • Ursache des Insektensterbens ist doch wohl bekannt?

    23.06.2017, Dr. Holger Casselmann
    Es ist sehr löblich, die Hilfemöglichkeiten für die Insektenwelt aufzuzeigen. Leider fehlt mir in dem Artikel die Auseinandersetzung mit den Ursachen. Mit dem Insektensterben werden auch die Singvögel zu großen Anteilen verschwinden.

    Es scheint doch ganz offensichtlich ein Zusammenbruch ganzer Nahrungsketten vorzuliegen. Hier sind die Landwirtschaft und das Verbraucherbewusstsein gefragt. Wir verzeichnen einen ungebremsten Anstieg der Einsatzes von Pestiziden: in Europa mindestens 200.000 t pro Jahr. Zum Beispiel ist die jährliche Produktion von Glyphosat nach Ablauf der Patente weltweit auf enorm angestiegen. Für 2017 wird ein weltweiter Verbrauch von 1,35 Millionen Tonnen erwartet (Global Industry Analysts). Während Insektizide die behandelten Pflanzen für Insekten tödlich machen und damit noch vergleichsweise gezielt und lokal wirken (Nutzpflanze - zugehöriger Schädling), sind Herbizide geradezu verheerend: unspezifisch wirkend und weitgehend "kahlschlagende" Effekte sind die Folge. Herbizid-tolerante Nutzpflanzen stehen auf völlig verödeten Flächen. Früher (während meiner Kindheit) waren die Getreidefelder bunt von Kornblumen, Klatschmohn, Kamille und sonstigen Wildkräutern. Wo findet man das noch heute?

    Wir haben es aber in der Hand - wie schon gesagt, kann jeder etwas tun, es ist aber auch die Politik gefragt. Leider wird erst aufgewacht, wenn der Schaden da ist - den haben wir aber bereits und es scheint immer noch nicht erkannt zu werden. Der Verbraucher kann aber sofort etwas tun und auf Produkte aus naturnahem Anbau zurückgreifen. Damit es aber in unserer eigenen Umgebung Wirkung zeigt, sollten diese unbedingt aus dem Inland, oder zumindest aus der EU stammen.
  • Musikwechel...

    23.06.2017, Ola
    Wenn Heavy Metal zum vertreiben nicht klappt, mal mit Helene Fischer versuchen...
  • ...und es saugt doch

    22.06.2017, Norbert Stelte
    wie es jede Masse in einem System bewegter Massen durch Abstrahlung von Gravitationswellen tut. Da man einem schwarzen Loch viel näher kommen kann als der Sonne, kann es auch viel stärker saugen als diese.

    In diesem Fall haben die Frager recht, nicht der Autor.
  • Präsidentin Dilma Rousseff wurde zurückgetreten

    22.06.2017, Gast
    Es ist sicherlich sehr schwierig, sich aus der Ferne zu den Vorgängen in Brasilien einen objektiven Überblick zu verschaffen, aber den "parlamentarischen Putsch" gegen Dilma Rousseff ganz lapidar und sachlich objektiv falsch als "Präsidentin Dilma Rousseff trat zurück" zu bezeichnen ist dann doch schon ein so starkes Stück, dass ich mich beim Rest des Artikels die ganze Zeit nur noch frage wie akkurat der wohl sein mag?

    > http://www.nachdenkseiten.de/?tag=rousseff-dilma
  • Ansicht von oben auf Stern-Planetensysteme

    22.06.2017, Henning Papendorf
    Weiß man inzwischen, wie hoch die Anzahl der Sonnensysteme ist, bei denen die planetare Scheibe aus Erdsicht nicht vor dem Stern liegt, (so dass es aus unserer Sicht zu minimalen Abschattungen kommt), sondern wir von von oben auf das System schauen und die möglichen Planeten um den Stern kreisen ohne ihn aus unserer Perspektive zu verdunkeln und wir sie deshalb nicht finden können?
    Natürlich kann man dann ev. ein Wackeln des Sterns beobachten, aber wenn der/die Planeten fast exakt kreisförmige Bahnen haben, kann man vielleicht keine Positionsänderung des Sterns beobachten und somit auch keine Planeten detektieren, oder?
    Angesichts der optischen wie zeitlichen Limitierungen der beobachtenden technischen Systeme ist die Zeit für eine abschließende Beurteilung nach der Anzahl erdähnlicher Planeten m.E. noch viel zu früh.
    "Rund jeder fünfte sonnenähnliche Stern besitzt einen erdähnlichen Planeten in seiner bewohnbaren Zone. Das ergibt eine statistische Auswertung der Beobachtungsdaten des Weltraumteleskops "Kepler" in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften ("PNAS"). 8,8 Milliarden in habitabler Zone und etwa in Erdgröße schrieb rp-online.de

    Nur ca. 14% der Sterne gehören der G- (Sonne) und K-Klasse an, die wahrscheinlich am besten für die Bewohnbarkeit von erdgroßen Planeten in der habitablen Zone geeignet sind. Bei ev. 28-30 Milliarden Sonnen dieser Spektralklassen könnten wir wieviele erdähnliche Planeten in gemäßigten Temperaturzonen finden? Laut PNAS müssten es rechnerisch ca. 6 Milliarden sein! Da gibt es noch lange etwas und sehr viel zu entdecken!
  • Antwort an Freddy Kraus

    22.06.2017, WolfgangL.
    "In Deutschland gehen täglich eine Million Männer in ein Bordell oder in ähnliche Einrichtungen wie Saunen oder Singletreffs. Diese Männer sind angeblich keiner HIV-Gefahr ausgesetzt und dürfen spenden."
    Das ist so nicht richtig. In der Selbstauskunft vor jeder Blutspende wird man genau nach solchem Verhalten gefragt. Und dies ist auch ein Ausschlussgrund.
    Mein Rat an Sie: Versuchen Sie mal Blut zu spenden. Es ist nicht nur sozial sondern auch informativ.

    Saunen selber sind übrigens nicht mit Saunaclubs oder Swingerclubs zu vergleichen. Es gibt keinen Grund Saunagänger von der Blutspende auszuschließen.
  • Suche nach Ausweichplanet?

    22.06.2017, Beate Winzer
    Ein schöner Beitrag aber warum sollte der Steuerzahlende die Suche nach einer zweiten Erde finanzieren? Damit die ungeheuer aggressive Menschenaffenart weiter Raubbau am Planeten und Ausbeutung der eigenen Art ohne Gnade und ohne Mitgefühl weiter betreiben kann? Das halte ich nicht für einen Grund- wenn unsere Art sich selbst erledigt halte ich das für im höchsten masse bedauerlich- nichts weiter. Andere Arten sind aus anderen Gründen ausgestorben, die Welt, das All, in dem wir leben, ändert sich. Ich halte es für ausserordentlich interessant, das All in unserer mittelbaren und unmittelbaren Nachbarschaft weiter zu erforschen und zu verstehen, nicht nur um das Licht zu verstehen sondern auch mehr über Anfang und Ende des Planeten zu erfahren. Alles andere ist Fantasy. Sicher hat diese ihren Platz aber genießen wir die Erde, die noch vorhandenen Landschaften mit all ihren Gaben solange wir können.
  • Sehr informativer Artikel - aber Mangel Hausgemacht

    22.06.2017, WolfgangL.
    Der Mangel an Blutspenden ist zum Teil auch Hausgemacht. Denn wenn ein Spender gewissenhaft Auskunft über seinen Medikamentenkonsum gibt fällt er schnell mal als möglicher Spender weg.
    Dabei recht es schon wenn man präventiv Lippenherpescreme verwendet um nicht zu erkranken. Denn Virostatika jeder Art sind ein Ausschlussgrund für die Blutspende.
    Dabei muss man sich die Frage stellen, ob das wirklich Sinnhaftigkeit ist. Denn ein großer Teil der Bevölkerung verwendet mehr oder weniger Regelmäßig solche Präparate. Damit ergeben sich immer wieder lange Zeitspannen in denen nicht gespendet werden kann.

    Der Konsum von Nikotin (einem starken Nervengift) schließt interessanterweise nicht von der Spende aus...
  • Roboter-Ethik

    22.06.2017, Paul R. Woods
    Warum das Rad ein zweites Mal erfinden?

    Die Asimov’schen Gesetze lauten:

    1) Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
    2) Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen – es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel eins kollidieren.
    3) Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel eins oder zwei kollidiert.

    Das müsste doch eigentlich reichen.
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