Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Nach so lange lügen

    03.09.2015, bart wakker
    Nachdem die Behörden so lange gelogen hat und die Gefahren von Cannabis stark übertrieben hat, ist es nur logisch dass immer mehr Leute gar nichts mehr ernst nehmen. Aussagen von der Obrigkeit (ob Behörden, Politiker oder auch Forscher) werden einfach nicht mehr geglaubt nach 70 Jahre lügen.

    Zudem, negative Ergebnisse werden von Politik nicht verwendet um den Leuten zu warnen aber trotzdem selbst die Entscheidung zu lassen. Nein, sie werden gebraucht/misbraucht um Erwachsene zu bevormunden und das Verbot zu rechtfertigen.

    Wenn jeder wüsste, dass negative Auswirkungen nicht als Anlass genommen werden die Prohibition zu rechtfertigen, sondern nur als Fakt um verantwortliche Erwachsene selbst entscheiden zu lassen, bin ich überzeugt dass solche Erkenntnissse viel besser akzeptiert würden.

    Allgemein: Politiker müssen mal verstehen dass die meiste Leute nicht gegen sichselbst beschützt werden wollen, sondern Souverän sind. Informieren ja, bevormunden nein.
  • zu 3)

    03.09.2015, Schorsch
    Der Artikel ist sehr einseitig, teilweise unlogisch und unterschlägt andere, positive(re) Studien (auch Langzeitstudien!) über und Erfahrungen mit Cannabis.

    Das kann man kritisieren.

    Wie auch immer. Tatsache ist, dass das Verbot nicht funktioniert – und nie funktioniert hat. Und dass die Gründe dafür aus heutiger Sicht nicht nachvollziehbar sind.

    Schön, dass man darüber endlich diskutieren kann und dass sich weltweit etwas bewegt.
  • Lieber Daniel,

    03.09.2015, Schorsch
    versuchen Sie es trotzdem weiter.
    Irgendwann klappt’s... ;)


    Anmerkung:
    Es sind in dem Text eben absolute Denkfehler enthalten. Zum Beispiel die Aussage über den (angeblich steigenden; auch hier gibt es Studien, die das nicht bestätigen) THC-Wert.

    "Würde der Staat etwa per Gewicht besteuern, so könnten Kunden nach potenteren THC-Produkten greifen, um Geld zu sparen."

    Schnaps kostet ja auch mehr als Bier (wobei der Preisunterschied da viel zu gering ist!). Aber da steht der Alkoholwert eben deutlich auf der Flasche.
    Mehr THC, höhere Steuern, höherer Preis. Wo ist das Problem? Bei einem staatlich reguliertem Handel kann der THC-Wert zusätzlich begrenzt werden, wie das beim Nikotin/Teer in Zigaretten ja auch gemacht wird.

    Dem Dealer auf der Straße ist Verbraucherschutz genauso egal wie Jugendschutz. Die immer wieder vorgebrachten Nachteile bei einer Legalisierung werden so schnell zu Vorteilen.

    oder
    "Die Legalisierung der Produktion erhöht die Wahrscheinlichkeit eines massiven Preisverfalls"

    Auch eine Aussage, die ich nicht verstehe. Der (illegale) Dealer wird Cannabis garantiert nicht massiv (!) günstiger verkaufen als im legalen Handel, die Herstellung kostet schließlich auch. Und das Risiko erwischt zu werden, bleibt.

    Immer vorausgesetzt, die Steuern sind "vernünftig", werden die allermeisten dann im Fachhandel einkaufen: Bessere und gleichbleibende Qualität / keine Streckmittel / mehr Auswahl / Beratung / ein Gramm = 1 Gramm / legal. Der Schwarzmarkt wird nicht komplett verschwinden, abde deutlich schrumpfen.

    Die verbleibenden illegalen Händler können dann genauso verfolgt werden wie bei Zigaretten, bei denen es durch die massiven Steuern leider ein (kleiner) Schwarzmarkt entwickelt hat. Polizei und Justiz werden dadurch entlastet und können sich wesentlich besser um harte Drogen und Jugendschutz kümmern. Zusätzlich könnte man die eingenommenen Steuern zur Unterstützung ihrer Arbeit und für Aufklärung verwenden.


  • gefährlich, jetzt echt

    03.09.2015, Hero Lucky King Unchanged
    Nachdem legale Kräutermischungen ca. 100 mal stärker als Cannabis sind und massenhaft konsumiert werden, frage ich mich, welche Personen bei Cannabis von einem Rauschgift reden. Ist das alles nur ein intellektuelles Problem?
    Cannabinoide verhindern Krebs, Schlaganfall, Diabetes, Alzheimer und ...
    Einfach nochmals richtig recherchieren und kurzen aussagekräftigen Artikel schreiben. Viele der Kommentatoren verstehen den Inhalt einfach nicht richtig.
  • 30,4 Billionen Bäume...

    03.09.2015, Paul R. Woods
    ...ist sicher eine ganze Menge, aber von was?
    "Wikipedia: Die Botanik definiert Bäume als ausdauernde, verholzende Samenpflanzen, die eine dominierende Sprossachse aufweisen, die durch sekundäres Dickenwachstum an Umfang zunimmt."
    Demnach keine Baumfarne, keine Palmen, keine Euphorbiaceae, keine Kakteen, und auch das undurchdringliche Grünzeug in den Mittelmeerländern nicht und auch nicht die Bananenstauden in den Plantagen und Gärten der Tropen.
    Wurde das alles mitgezählt oder nicht? Und wie steht es mit den Mangroven, die ganz sicher keine "dominierende Sprossachse" aufweisen? Kann es sein, dass ein wichtiger Anteil der Landpflanzen, die ebenfalls landschaftsprägend, wenn nicht sogar vielfach flächenhaft dominant sind, unbeachtet geblieben ist? Dann wäre eine Kautschukplantage mitgezählt worden, die sie umgebenden Ölpalmen jedoch nicht?
  • Von Artikeln dieser Art

    03.09.2015, Dorf Tunken
    Von Artikeln dieser Art und vor allem dieses Themenkomplexes wünscht man sich doch mehr auf Spektrum. Solche Themen sollten künftig vermehrt aufgegriffen werden. Das hohe Interesse zeigt sich allein darin, dass hierzu reichlich Kommentare abgegeben werden.

    MfG Dorf Tunken
  • Leider

    03.09.2015, Schorsch
    Leider ein Artikel, bei dem das Fazit schon vor dem Schreiben feststand.

    Muss man das kommentarlos so übernehmen? Das könnt ihr besser, Spektrum. Wie wäre es mit einem eigenen, etwas ausgewogeneren?

    Antwort der Redaktion:
    Lieber Schorsch,

    wir können es so ausgewogen schreiben, wie wir wollen - irgendeine(r) fühlt sich immer auf den Schlips getreten ;-)

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel
  • Kommentar 1 und 2

    03.09.2015, Abstinenzler
    spiegeln ja genau das wider, was im Text (der offensichtlich nicht so ganz verstanden wurde, soviel zum Thema kognitive Fähigkeiten) angemahnt wurde: "Alte Kiffer" kann man nicht heranziehen, da sich das Produkt fundamental veränderte. "Mythen" wurden hier von zwei Seiten angesprochen, m.E. also durchaus recht ausgewogen.
    Aber so scheint es nun zu sein: Selbst Artikel, die keine Verdammung der Droge vornehmen, werden von "Legalize it!"-Anhängern angegriffen - q.e.d.!
  • Ik lack mick nicht schäpps

    03.09.2015, B. Geldner
    Na, Drovtzycchan, so skurril-witzig ist die Sache auch wieder nicht...
  • Mythen, Ammenmärchen und längst widerlegte Behauptungen...

    02.09.2015, Mr. Big Bud
    finde sich leider auch in diesem Bericht.
    Wissenschaftlich nicht gut bzw. an falscher Stelle recherchiert und mit einseitiger Intention verfasst!
  • Bitte Nicht

    02.09.2015, Jack Herer
    Der Text enthält, trotz guter Ansätze soviele Inhaltliche Fehler, dass man nicht weiss wo anfangen....Aber immerhin tut sich in den USA was. Schade wartet Europa seit über 100 Jahren immer erst ab was der grosse Bruder tut. PS: Langzeitfolgen laut Forschung noch unklar? Dann fragt doch mal einen alten Kiffer...nee, darauf ist die "Forschng" noch nich gekommn...
  • Wie geht es denn besser?

    02.09.2015, Henrik Ullrich
    Die immer wieder zu lesende Behauptung, das Auge sei eine Fehlkonstruktion, ist empirisch nicht zu halten und sollte 150 Jahre nachdem Helmholtz diese Disussion begonnen hat, als gescheitertes Argument, Evolution plausibel zu machen, aufgegeben werden. Wir wissen so viel mehr als Helmholtz damals!
    Wenn es uns gelänge, ein Auge zu konstruieren, das vergleichbare anatomische, physiologische und biochemische Qualitäten hätte und auch seine eigene embryonale Bildungsgeschichte realisieren könnte und dabei die Bildungsprozesse der Gesichts- und Gehirnbildung mindestens so meistert wie unser Auge (bzw. das Auge irgend eines anderen Tieres), dann hätten wir eine solide Basis, über das Thema Fehlkonstruktion zu sprechen. Soweit ich weiß, sind wir von einer besseren Konstruktion des Auges noch sehr, sehr weit entfernt - und das ist sicher noch untertrieben.
  • Zufall und Freiheit

    02.09.2015, Gunter Berauer, München
    Wie Herr Müller schreibt, sind elementare mikrokosmische Ereignisse in der Tat teilweise oder ganz zufällig. Diese Zufälle transformieren sich aber auch in den Meso- und Makrokosmos. So macht zum Beispiel ein Geigerzähler den absolut zufälligen, durch nichts vorhersagbaren Zerfall eines einzelnen Atoms für uns im Mesokosmos als zufälliges Knacken hörbar. Nun gibt es noch viele andere solche Transformationsmechanismen; der Zufall ist deshalb auch auf unserer menschlichen Größenskala in der ganzen Welt allgegenwärtig, und ganz sicher natürlich auch im menschlichen Gehirn. Herr Klein schreibt richtig, dass der Zufall allein keine befriedigende Antwort auf die Frage gibt, was Freiheit ist. Allerdings ist andererseits in einer strikt deterministischen Welt, in der es keinen (absoluten) Zufall gibt, in der damit vom Beginn aller Zeit alles zwangsläufig so abgelaufen ist, wie es a priori musste, Freiheit, in welcher Definition auch immer, unmöglich. Der Zufall ist damit eine notwendige Bedingung für so etwas wie Freiheit. Eine hinreichende und zufrieden stellende Definition findet man, wenn man zu dem für Freiheit notwendigen, und in unserer Welt ja auch wirkenden Zufall noch die Notwendigkeit hinzunimmt und dann das Zusammenspiel von beiden, dem Zufall und der Notwendigkeit betrachtet, welches in der biologischen Evolution bekanntlich alles hat werden lassen. Betrachten wir einen Menschen bei einer Entscheidungsfindung: Vor der Entscheidung bieten sich ihm im Allgemeinen mehrere Alternativen, die sich aus dem gesamten früheren Zusammenspiel von Zufall und Notwendigkeit in seiner Welt herausgebildet haben, und die im Moment der Entscheidungsfindung tatsächlich (zufällig) nebeneinander gegeben sind. Zwischen diesen wählt dann der Mensch im Allgemeinen rational logisch eine aus, meist nach Sinn und Nutzen für ihn in seiner momentan gegebenen Lebenswelt. Genauso wie in der Biologie unter zufälligen Mutanten nach ihrem Nutzwert für die Erhaltung der Art in der momentan gegebenen Umwelt ausgewählt oder verworfen wird. Auch wenn bei gegebener Menge von Alternativen die Wahl des Entscheidenden streng rational, logisch und zwangsläufig ausfällt (was meist gar nicht der Fall ist; ein wenig spielt der Zufall meist auch hier mit), ist der Entscheidungsprozess ohne die zufällig entstandenen Alternativen nicht möglich gewesen. Menschliche Entscheidungsfreiheit manifestiert sich damit in demselben Mechanismus, der auch der Evolution unterliegt, nämlich im Zusammenspiel von Zufall und Notwendigkeit. Mehr dazu findet sich in meinem Buch "Vom Irrtum des Determinismus" und in den Schriften von Professor Dieter Hattrup. Dualismus ist zur “Rettung“ der menschlichen Freiheit auch nicht erforderlich, wenn man nur unserer physikalischen Welt erlaubt, so zu sein wie sie ist, eben nicht deterministisch. Und damit eine Welt zu sein, in der es die kantsche absolute Spontaneität tatsächlich gibt (Kant nannte diese auch transzendentale Freiheit), ohne die wir schon nach diesem großen Denker der Aufklärung auch keine praktische Freiheit haben könnten.
  • Vorsicht mit Interpretationen

    02.09.2015, Jan Timm
    Leider ist mir auch nicht genau klar, wie diese Karte entstanden ist. Nur liegt das eigentliche Interesse dieser Datenanalyse in der Verteilung der Emission von Anti-Elektronneutrinos im inneren der Erde. Dieses setzt eine Information über den Ort der Emission voraus, also (in Kugelkoordinaten betrachtet) auch eine Information über den Radius vom Erdmittelpunkt aus gesehen. Um eine solche Karte zu erstellen, kann man dann ganz leicht nur Emissionen betrachten, deren Ursprungsort größer als der Erdradius ist, in erster Näherung. Das würde erklären, warum auf dieser Karte das Wasser "strahlungsfrei" ist, und die "natürliche Strahlung" fast nur auf das Himalaya-Gebirge beschränkt ist. Abweichungen der Erdkugel von einer perfekten Kugel, könnte man dann mit einer logarithmischen Farbdarstellung, wie hier geschehen, "verstecken". Auch ließen sich so sehr leicht weitere Karte erstellen, in dem man den betrachteten Radius leicht variiert. Die beiden anderen Karten sehen genauso aus, wie ich dieses dann erwarten würde.
    Ich bin keine Geologe, aber geologische Feinheiten fallen hier wohl weniger stark ins Gewicht, denke ich!?
    Zum Wasser als Abschirmung: Neutrinos kann man sicher nicht Abschirmen. Die Halbwertsdicke, also die Dicke bei der die Strahlung um die Hälfte reduziert wird, beträgt je nach Material für Neutrinos einige Lichtjahre, ja genau Lichtjahre! Genau das ist ja auch zum einen der Grund, warum Neutrinos so Interessant für solare und kosmologische Fragestellungen sind, sie durchdringen einfach alles in großer Zahl. Zum anderen sind deshalb die Detektoren sehr groß dimensioniert, um noch genügen Ereignisse/Wechselwirkungen zu bekommen. Und die Detektoren liegen sehr weit unter Tage, um diese wenigen Ereignisse nicht von der kosmischen Strahlung überdecken zu lassen.
    Richtig ist aber auch, dass gerade Wasser und Eis als Detektionsmaterial dien (Cerenkov-Detektor wie Super-Kamiokande, IceCube und ANTARES). Nur wird hier tatsächlich nur ein kleinster Bruchteil der Neutrinos registriert.

    Eine Interpretation dieser Karte bedarf sicherlich mehr Informationen und interdisziplinärer Erfahrung. Was aber keiner Diskussion im Wege stehen sollte und es bringt ja auch Spaß sich darüber Gedanken zu machen ;)
  • Bitte etwas sachlicher

    02.09.2015, Jutta Paulus
    Der Titel suggeriert, dass die Nutzung der Windenergie bereits heute an ihre Grenzen stößt. Denn "große" Windfarmen gibt es ja durchaus.
    Im Artikel heißt es dann eher verschämt: "Allerdings gestehen sie ein, dass keine bisher gebaute oder geplante Windkraftanlage auch nur annähernd groß genug ist, dass der Effekt relevant wird."
    Wer nur die Überschrift liest, nimmt eine ganz andere Botschaft mit. Dieses Niveau bin ich bei Spektrum der Wissenschaft eigentlich nicht gewöhnt.
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