Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Frei verkäufliche Antibiotika

    27.08.2013, Irmi
    Wichtiger Beitrag, der das Problem dort benennt, wo es entsteht: fehlende Krankenhaushygiene.
    Das damit Leben gerettet werden kann, zeigen positive Beispiele aus den Niederlanden und dem Klinikum Münster (Deutschland, NRW), wo durch "einfachste" Hygienemaßnahmen die MRSA-Infektionen auf beinahe Null zurückgefahren werden konnten.
    Erstaunlich auch, dass sich in der Veterinärmedizin die Resistenzproblematik zu entspannen scheint (http://www.animal-health-online.de/gross/2013/08/09/niederlande-anstieg-resistenter-humankeime-bessere-resistenzlage-bei-tieren/26111/), in der Humanmedizin dagegen nicht.
    Ob dies hiermit zusammenhängt? http://www.animal-health-online.de/gross/2010/12/14/niedersachsen-humanmediziner-verordnen-ueber-ein-viertel-mehr-antibiotika/15438/

    Bitte dringend Humanmediziner schulen, wie dieser WDR-Film zeigt: http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2013/0723/005_medikamente_2.jsp
  • Ja, das liebe "Vieh" konkurriert mit uns, um Land weniger als um Futtermittel.

    27.08.2013, Lydia Werner
    Sehr interessant finde ich auch den 'virtuellen Wasservrerbrauch' von der "Nahrungsproduktion", der auf der, unter anderem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geförderten, Seite www.virtuelles-wasser.de aufgezeigt wird; am Beispiel der Rinderhaltung:
    "Die Berechnung des Wasserfußabdrucks geht von der Intensivhaltung von Rindern aus, die nach drei Jahren ihr Schlachtgewicht erreicht haben. Bis dahin hat ein Tier etwa 1.300 kg Kraftfutter aus verschiedenen Getreiden und Soja, 7.200 kg Raufutter (Weidefutter, Heu, Silage), und 24.000 l Wasser zum Tränken gebraucht. 1 kg Rindfleisch ohne Knochen steht für rund 15.500 l virtuelles Wasser, von dem allein 15.300 l für das Futter aufgewendet wurden."
    Nun komme ich zu der Überlegung wie lange ich und viele andere Menschen von diesen Getreide- und Wassermengen leben könnten. Wer also kein Mitleid mit Tieren hat, der hat ihn auch nicht mit Menschen, die in unzumutbaren Verhältnissen leben (nicht zu letzt durch unseren Wohlstand).
    Die genannte Seite weist nicht nur auf den Ressourcen-Verbrauch der Fleisch"produktion" hin, sondern gibt auch Aufschluss über denselben bei anderen Nahrungs- und Genussmittelproduktionen (beispielsweise Kaffee).
  • Statine wirken auf Muskeln?

    26.08.2013, Christa Beermann
    "Herzkranke müssen Statine nehmen." und dann der Satz "Etwa ein Drittel der Statineinnehmenden Klagen über Muskelschmerzen." Da das Herz ebenfalls ein Muskel ist, kann sich Statin doch nicht positiv auf das Herz auswirken, es sei denn, man will den Herzrhythmus verlangsamen?!
  • Bescheidener Erfolg?

    26.08.2013, Magnus Dobler
    "Die konkreten Zahlen lesen sich allerdings bescheidener: "Wenn 1000 Personen fünf Jahre lang ein Statin einnehmen, werden 18 einen Herzinfarkt vermeiden", lautet das Ergebnis einer kürzlich durchgeführten Metaanalyse der Cochrane Collaboration."

    Ob die konkreten Zahlen wirklich so bescheiden sind wie durch das Zitat versucht wird zu suggerieren, lässt sich Anhand des Zitates nicht feststellen. Es fehlt die Angabe wie viele Herzinfarkte in einer solchen 1000 Personen Gruppe über 5 Jahre ohne die Einnahme von Statinen zu erwarten wäre.

    Es mach eben einen Unterschied, ob von 20 Herzinfarkten 18 verhindert werden oder von 200.
    Leider ist die zitierte Metaanalyse nicht frei zugänglich so dass man die Zahlen leider nicht nachschlagen kann. Bezieht man die Aussagen der Senkung des Risikos um ca. ein Drittel auf die 18 verhinderten Infarkte, dürften die Maßnahmen in absoluten Zahlen dann 18 von ca. 54 Infarkten pro 1000 Personen verhindern, was dann doch wiederrum nicht mehr ganz so bescheiden ließt wie 18 verhinderte Infarkte pro 1000 Personen.
  • Wissen scheint nicht Endgültig zu sein

    25.08.2013, Peter Arndt
    Wenn Cholesterin den Herzinfarkt doch nicht so begünstigt, wie bisher gepredigt, was dann? Ich würde es begrüßen, wenn von den Erträgen der Cholesterinsenker etwas für Forschungen zu dieser Fragestellung aufgewendet würde.
  • zu Gigerenzers weiteren Themen,

    25.08.2013, Krimm
    ich schätze obigen wegen seiner Sachlichkeit, zugleich ist er halbkollegial aus meiner nächsten bayrischen Gegend stammend (lt. Spiegelartikel v. 10.4.06 !! "Gefühltes Wissen…Intuition"), und jetzt im MPI Berlin, lt. Angaben zweier Bücher, die ich von ihm seit Jahren habe, die noch um die Hälfte billiger waren, verkürzt genannt: "Bauchentscheidungen…" und "Einmaleins der Skepsis…."
    Natürlich wiederholen sich Beispiele, wie obige Krebsschätzungen. Vermutlich sind im neuen Buch mehr neue Beispiele (mehr auf Medizin fokussiert, heißt es), wobei man Adjektive/Adverbien wie "wahrscheinlich- vermutlich-anscheinend-scheinbar" in der fein differenzierten deutschen Sprache nicht verwechseln sollte. Das wurde bei uns im strengerem Schulsystem abgefordert, bei dem es nicht die " Abi-Einser" falsch "klientenzentriert", entschärfend, verwöhnend-einschmeichelnd- gießkannenartig-inflationär gab, mit folgender falscher Selbsteinschätzungs-Statistik. Schön wäre, wenn im obigen neuen Buch wirklich ein m.o.m. freier und spielerischer Test für Risiko-Einschätzung drinnen wäre, denn die Bücher sind anstrengend-zeitraubend-angelesen, wenn gleich interessant und lehrreich. Man muss da z.B. die alten Lehrbücher zur Statistik/Stochastik usw. hervorholen.
    Dass der Medizin-Dr.- Grad , gelinde gesagt, auf Schmal(-spur)-Basis steht, weiß der langerprobte Laien-Patient. Die Bankenberatungen kennt man auch, wie G. beschreibt, mit der scheinwissenschaftlichen-PC-strotzenden Beratung. Letztlich bleibt jedem sein nach vielen Erfahrungen erprobtes-geschärfteres Bauchgefühl, nach dem System: je mehr und fein -abgestimmte Daten /Infos oben rein gehen, um so feineres Ergebnis müsste unten rauskommen. Gigerenzer sei wahrscheinlichkeitstheoretisch (Vor-)Dank. copy u. gez. Krimm Hans
  • Loesung

    24.08.2013, Anna
    Fuer mich ist die Loesung des Problems ziemlich offensichtlich: Den Schweinen anstelle der Antibiotika Neem ins Futter geben, und wenn sie krank werden, mehr Neem. In meiner Erfahrung wirkt es echt sehr gut gegen alle moeglichen Infektionen und scheint keine Nebenwirkungen zu haben, und soweit ich weiss gibt es damit auch keine Probleme mit Resistenzen. Und da es rein pflanzlich ist, waere es auch bestimmt viel gesuender fuer die Schweine.
    Natuerlich koennen Pharmakonzerne nicht so viel Geld verdienen, wenn pflanzliche Arzneimittel grossflaechig genutzt werden, von daher werden sie wohl weiterhin versuchen, den Leuten ihre schaedlichen Antibiotika aufzudraengen, obwohl es eine viel bessere Alternative schon immer gegeben hat.
  • Ursache der Verstopfung?

    24.08.2013, Diane de Reynier
    Ein Stoff allein dürfte kaum die Ursache für ein Herzinfarkt sein, und die Plaque bestehen aus mehr als nur Cholesterin. Wenn Männer und Frauen das selbe essen, weshalb sind Frauen weniger gefährdet? Die Augsburger Statistik 1985/6 und 2009/11 zeigen eine Abnahme der Mortalität und Morbidität, deren Ursache interessant wäre. Degeneration in diesem Fall scheint lediglich zu bedeuten, die Plaque brauchen viel Zeit um sich zu bilden, denn ich sehen hier keinen Zusammenhang mit Abnutzung, wie z.B. bei Knorpel in Gelenken. Der Artikel scheint Cholesterin in Zusammenhang mit Herzinfarkt auszuschließen, statt seine Rolle zu relativieren.
  • Spielen mit dem Limbischen System gleicht meiner Meinung nach Russisch Roulette

    23.08.2013, Frank Nano
    Ich denke nicht, dass LSD unbedenklich ist, denn physiologisch wirkt LSD vor allem auf das Stamm- und Zwischenhirn, hier besonders auf das "Limbische System", das die emotionalen Reaktionen auf Sinnesreize steuert und auf das "Retikuläre System", das die Auswahl der Informationen beeinflußt.

    Wer in diesen Hirnregionen mit LSD die Stellgrößen chemisch manipuliert, geht meiner Meinung nach das Risiko ein, dass die Wahrnehmungsfilter, die eigentlich nur vorübergehend verstellt werden sollten (um einen typischen Rausch zu erleben), im Anschluss dauerhaft verstellt bleiben können. Das ist meiner Meinung nach ursächlich für das sog. "Hängenbleiben".

    Dieses Risiko nimmt der Anwender bei Konsum der Droge - wissend oder unwissend - in Kauf.
    Selbst wenn Set und Setting stimmen, bleibt halt manchmal ein Schalter hängen.

    Von dieser Seite der Medaille wird jedoch immer erst dann gesprochen, wenn es zu spät ist. Uuups ...
  • Es muss ein völlig neuer Ansatz her!

    23.08.2013, Schmitt
    Der grundlegende Fehler den die Politiker und Juristen hier machen ist, dass sie absolute Zahlen mittels Proporz ausgleichen wollen, und man von keinem extremen Ergebnis ausgeht! Dies ist aus folgender Überlegung Unsinn bzw. grenzwertig bei der Durchführung:

    Die Wähler wählen zu 100 % den Direktkandidaten der gleichen Partei A, da aber der Wähler keine Alleinherrschaft möchte erhält die Partei A keine Zweitstimme, d.h. Proporz = 0%.

    D.h. der Bundestag hat in diesem Augenblick unendlich viele Sitze, um die 299 auf 0 % auszugleichen, zumindest 6.102.401 nicht Direktmandate (bei 299 Dirktmandate = 0,0049%) und 299 Direktmandate!

    Selbst bei einem Verhältnis 25% Zweitstimme für die Direktmandate hätte der Bundestag dann immer noch 1.196 Mandate!

    Folglich ist anzunehmen, dass die Väter der Bundesrepublik von einer "Gleichverteilung" ausgehen, daher stellt sich mir die Frage: Warum nicht Direktmandat + Zweitstimme und ein Direktkandiat darf nicht auf die Liste seiner Partei, er darf nur zweimal / dreimal als Direktkandidat antreten und evtl ein bestimmtes Alter nicht überschreiten (ähnlich Bürgermeister) !

    M.E. würde hier mehr Bürgernähe erzielt, und eine gewisse Kontinuität im Land gegeben ( weniger Wahlkrampf während der Legislaturperiode!
  • Zeit ?

    22.08.2013, ugur
    Es gibt keine Zeit !
    Aller Wandel im Universum erfolgt durch Größenveränderung in den Parametern Energie und Materie die unmittelbar voneinander abhängig sind und ohne Ausnahme miteinander interagieren.
    Beginnend bei den Elementarteilchen. Diese beschriebenen Zeitmesser funktionieren deshalb so genau, weil der Mensch ihnen in dem Zeitraum der Beobachtung konstante energetische Zustände gewährleistet, sprich gleichbleibende Temperaturen (Abschirmung von aggressiver elektromagnetischer Strahlung) und des fernhaltens von Magnetismus.

    Es gibt kein konstantes Energieniveau in der Natur. Dinge laufen laufen schneller ab, Dinge laufen langsammer ab, je nach Veränderung des Energieniveaus.
  • LSD unbedenklich für die Psyche

    22.08.2013, Matthias Weiß
    LSD holt nur das aus der Psyche heraus, was schon vorhanden ist. Also, unter therapeutischer psychologischer Aufsicht lassen sich so psychische Defizite sogar noch besser behandeln. Hab einen Beitrag darüber im Netz gefunden der dies bestätigt.
    http://www.youtube.com/watch?v=aJsuZ92jP1M
  • Die Anzahl der Sinne

    21.08.2013, Amélie Rosenberger
    Der Text "Wie viele Sinne hat der Mensch?" ist einfach geschrieben und daher leicht zu verstehen. Die kleine Zeitreise und die ERläuterung verschiedener Ansichten mit Begründung hat mir sehr bei meiner Biologie-Unterrichts-Hausaufgabe geholfen. Meine Biologielehrerin war begeistert wie gut ich das Thema erläutern konnte und wie zusammengefasst dass Thema, insbesondere dieser Artikel, ist. Ich kann den Text nur weiterempfehlen und auch um einfach nur einen kleinen Exkurs zum Thema Sinne zu unternehmen und somit mehr über den eigenen Körper zu lernen.
  • Gleiche Technik aber unterschiedliche Anwendung

    20.08.2013, Robert Orso
    So wie ein Messer einmal als Werkzeug und einmal als Waffe dienen kann, sind die drei genannten Anwendungsgebiete der Gentechnik nicht ohne weiteres vergleichbar.

    Modifizierte Mikroorganismen, die durch neue Gene als Werkzeug zur Herstellung spezifischer Substanzen dienen, können technisch gut kontrolliert werden. Insbesondere kann verlässlich sichergestellt werden dass versehentlich oder absichtlich freigesetzte Exemplare außerhalb des Labors nicht lebensfähig sind und daher die Gene nicht in der Natur unkontrollierbar freisetzen können. Diese genetischen Mutationen nehmen nicht am darwinschen Wettbewerb in der Natur teil.

    Die aktuelle "grüne Gentechnik" produziert aber Organismen mit Eigenschaften, die außerhalb der betroffenen Einzel Pflanze als hochgradig unerwünscht gelten. Trotzdem werden diese quasi in der Wildnis ausgesetzt wo sie sich in direktem Kontakt zu unmodifizierten Pflanzen, Blütenbestäubern, Parasiten usw. bewähren können. Eine unkontrollierbare Verbreitung der Eigenschaft ist praktisch vorprogrammiert. Die Natur hat 4 Milliarden Jahre Erfahrung darin genetische Vorteile zu nutzen.

    Bei der "Roten Gentechnik" sind Nutzen Risiken derzeit auf das jeweilige Individuum beschränkt. Auch hier besteht nicht die Gefahr einer unkontrollierbaren Freisetzung der Gene.

    Eine gentechnische Manipulation der Keimbahn, die sich auf nachfolgende Generationen vererbt oder eine Variation, bei der die eingeschleusten Viren nicht nur das Gen übertragen sondern auch das Virus selbst - etwa um die benötigten Gene im Körper selbst zu erbrüten, würde wohl eine ganze Reihe Gegner auf den Markt rufen.
  • DNA als Enzym

    20.08.2013, Karen Heller
    Auch DNA kann als Enzym wirken. Schon 1994 wurde das erste Desoxyribozym (DNAzym) entwickelt. Es gibt in der Tat keine natürlichen DNAzyme, bzw. wurden noch keine nachgewiesen. Aber es wurden etliche DNAzyme entwickelt, die ein breites Spektrum an chemischen Reaktionen katalysieren können.
    Ich arbeite übrigens selbst mit DNAzymen ;)
    Antwort der Redaktion:

    Liebe Frau Heller,

    kurz gesagt: Da haben Sie Recht. Was natürlich unserer schönen Rätselfrage völlig die Grundlage entzieht. Wie wir schon beim Ausdenken der Frage gemerkt haben, gibt es offenbar wirklich "nichts", was DNA nicht kann. Das als 5. Antwortmöglichkeit hinzuzufügen, wäre aber dann wohl doch ein bisschen zu gewagt.

    Wir grübeln jetzt noch ein wenig, wie man das Rätsel noch retten kann, aber bedanken uns bei Ihnen schon mal ganz herzlich für den Hinweis!

    Mit besten Grüßen, die Redaktion