Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Glyphosat im Bier

    26.02.2016, Martin Ziebell
    Sehr geehrter Herr Hummel,
    wenn Sie das vorgehen des Umweltinstituts München als unseriös beschreiben, weil das Labor aus ersichtlichen Gründen nicht genannt wird, dann müssen Sie auch die Studie des BFR für unseriös halten, denn die BfR gibt für Ihre Beurteilung von Glyphosat ihre Quellen ebenfalls nicht preis. Obwohl das BfR kein Risiko eingeht Aufträge zu verlieren. Obwohl die Einschätzung des BfR eine riesige Tragweite hat, nämlich dass die nächsten 10 Jahre dieses Gift weiter auf unsere Böden ausgebracht wird. Hier (!) sollte man totale Offenheit und Veröffentlichung der Quellen anmahnen. Das Umweltinstitut hat einen "ist"-Zustand festgestellt, der jederzeit nachgeprüft werden kann und dieser ist erschreckend. Fest steht damit, dass Glyphosat entgegen der gängigen Behauptungen der Industrie nicht nach 2-3Wochen zerfällt und sich in unserer Nahrungskette in erheblichen Maße verteilt hat. Testen Sie doch einmal Ihren Urin!
  • Audiocast zum Thema: "Gibt es außerirdisches Leben?":

    26.02.2016, Volker Hoff
    Ich empfehle zu diesem Thema den sehr interessanten Audiocast Folge 505 des ComputerClubs2 zum Sonderthema "Gibt es außerirdisches Leben?":

    http://www.cczwei.de/index.php?id=issuearchive&issueid=596#a983
  • Der Referenzwert des Wassers taugt für Lebensmittel nicht

    26.02.2016, Bernhard Keim
    Wasser ist das am strengsten überwachte Lebensmittel in Deutschland, aber seine Grenzwerte taugen nur bedingt um die Güte anderer Lebensmittel zu testen. Jedes Mineralwasser müsste aus dem Handel gezogen werden, wenn man nur noch die Grenzwerte des Wassers gelten ließe. Natriumcholrid, gemeinhin als Kochsalz bekannt, ist halt nun einmal Bestandteil in den meisten Wässern. In geringen Dosen notwendig, in hohen Dosen tödlich. Dasselbe trifft aber aber auf die meisten Stoffe zu. Die alte Weisheit, dass die Dosis das Gift macht, wurde hier ausser Kraft gesetzt.
    Lebensmittel ohne antimikrobakerielle Stoffe sicher zu machen, ist fast unmöglich. Lieber Chlordioxid, als Keime auf dem Hühnerfleisch. Lieber Herbizide, als Mutterkorn im Getreide etc. Natur pur ist nicht immer ganz so bekömmlich, wie mancher dies mit oft religiöser Inbrunst behauptet.
  • Substitution

    26.02.2016, Dirk Patze
    Das es wirklich dazu kommt, dass sich Lobbyisten über Lobbyarbeit aufregen. Die Chemie- , Pharma- und Lebensmittelindustrie inkl. Landwirte machen natürlich NIEMALS Lobbyarbeit... und falls doch, sind sie dabei immer ehrlich, zuvorkommend und moralisch aufrecht!

    Wirklich erstaunlich, dabei ist durch den Nachweis eben auch die Langlebigkeit des Wirkstoffes in den Expositionspfaden nachgewiesen. Da sollte doch im Rahmen des hochwertigen QMs, das unsere Wirtschaftsprimaten .. Verzeihung --- Prioren durchführen die Frage auftauchen, inwieweit sich das direkt in die Umwelt abgegebene Gift über mehrere Expositionspfade zurück in den Menschen begibt, und wie es sich verhält nachdem es schnell wieder ausgeschieden wurde. G. ist nur langsam biologisch abbaubar. (2% in 28d) Wenn Glyphosat in den Kreislauf in der Umgebung des Menschen, der Pflanzen und der Nutztiere gelangt, wie wird ausgeschlossen, dass nicht durch einen kontinuierlichen Rückfluß über Gülle / Substratausbringung, Abwassereinleitung usw. nicht ein dauerhaft erhöhter Spiegel an Glyphosat und seiner Abbauprodukte im Körper gehalten wird, da Spuren von G. dann auch in (unbefleckten) Lebensmitteln auftauchen können? Ein erhöhter Spiegel, der bedingt durch die Wirkung von G. neben der potentiellen Karzinogenität auch zu einem Mangel der Spurenelemente Mangan und Kobalt führen kann (http://gmoevidence.com/wp-content/uploads/2013/09/Glyphosat-D%C3%A4nemark.pdf). Vielleicht nicht beim 40 jährigen gut genährten Lobbyisten, aber wie sieht es mit Kleinkindern oder Senioren aus?
  • Lobbyarbeit für Mainstream Politik und Glyphosathersteller

    26.02.2016, Karl Heinz Westphal
    Selbstverständlich sind die Ergebnisse keine groß angelegte Studie.

    Aber die wichtigste Information ist nicht, dass nur eine Flasche bzw. von den höchst belasteten mehrere getestet wurden. Alle Flaschen zu testen ist auch nicht sinnvoll – aber nur dann kann man sicher sein, dass in der aktuell vorliegenden Flasche die entsprechende Menge Schadstoff vorliegt.

    Die Untersuchungen zeigen jedoch, dass in allen Biersorten Glyphosat vorhanden ist. Das bedeutet – ein prinzipieller Fehler ist höchst unwahrscheinlich, weil jedes Labor positiv und negativ Kontrollen durchführt.

    Die Untersuchungen zeigen auch, dass der Grenzwert für Glyphosat im Trinkwasser (0,1 Mikrogramm pro Liter) bei allen Biersorten (29, 74 – 0, 46 Mikrogramm) um ein mehrfaches überschritten wird.

    Den Bezug zu den Trinkwassergrenzwerten in einem wissenschaftlichen Magazin zu unterschlagen, ist ein starkes Stück.

    Warum ist der Grenzwert im Trinkwasser so niedrig? Weil die Folgen einer Langzeitexposition mit Glyphosat nicht bekannt sind – und es ernstzunehmende Hinweise auf schädliche Wirkungen bei Mensch und Tier gibt.

    Zu schreiben, nur beim Konsum von 1000 Litern Bier pro Tag könnte man gesundheitliche Schäden durch Glyphosat erwarten, ist Polemik. Weil die Situation, dass 1 Liter Bier für 1000 Tage bzw. mehrere tausend Tage getrunken wird, ist absolut realistisch. Die Folgen einer solchen Langzeit Glyphosat Exposition und einer möglichen Akkumulation sind schlicht unbekannt. Daher ist der Trinkwassergrenzwert so niedrig.

    Die Kardinalfrage ist – muss Glyphosat im Bier in Konzentration vorkommen, die den Trinkwassergrenzwert um ein vielfaches übersteigt? Nein dafür gibt es keinen plausiblen Grund, und es ist immer besser vorsichtig zu sein.

    Die Annahme, wenn man „Meinung“ über einen Artikel schreibt, dann kann man die Fakten beiseite lassen, ist für die Mainstream Presse unangebracht, aber für ein wissenschaftliches Magazin aber völlig inakzeptabel.
  • Geschickte Lobbyarbeit

    26.02.2016, Wolf Polzin
    Vielleicht beruhigt es die Leser, zu wissen, dass Roundup nicht nur im Bier vorkommt, sondern auch in unzähligen anderen Lebensmitteln, und die Beistoffe die Giftigkeit von Glyphosat um den Faktor Tausend übersteigen. Obwohl sich die Gifte im Körper akkumulieren, hat man bisher noch nicht gehört, dass jemand daran gestorben wäre.
    Wie bereits gesagt: Geschickte Lobbyarbeit.
  • Das ist keine Studie

    25.02.2016, Manfred Raida
    Jeder wesentliche Bestandteil einer wirklich wissenschaftlichen (oder klinischen) Studie fehlt einfach, die Autoren und "Tester" sollten einmal die Literatur über Studiendesign lesen. ELISA kann sehr schnell falsche Werte durch Crossreactions messen, einfach falsch dann und wie bei manchen klinischen Tests belegt. LC-MS/MS unterliegt immer noch guten Antikörpern, ist aber wesentlich spezifischer und verhindert bei guter Ausführung Fehlbestimmungen. SCIEX z.B. hat ein Protokoll für Glyphosat veröffentlicht, Frage ist nur in der Nichtstudie wer hat die Messungen gemacht.
  • tolle Verharmlosung

    25.02.2016, Frank Fischell
    Die Gegenlobbyarbeit scheint ja schon in vollem Gang zu sein.

    Na dann prost!
  • Geschickte Lobbyarbeit

    25.02.2016, Dr. Berger Lois
    Das trifft möglicherweise auch auf den Artikel zu !
  • Na dann ...

    25.02.2016, Ralf Neitzert
    beauftragen Sie doch eine glaubwürdigere Studie für diesen Bereich oder initiieren sie eine solche. Da Ihnen ja der deutsche Verbraucher auch am Herzen liegt und sie nicht in den Verdacht einer Monsanto-freundlichen Berichterstattung geraten möchten, wäre dies ein für alle dienlicher Weg, Gewissheit zu erlangen.
  • Kosmologische Zeitspannen vs. menschliche Zeitspannen

    25.02.2016, Florian
    Wenn wir in unserer Entwicklung etwa vier Milliarden hinter dem allgemeinen Trend hinterherhängen und man davon ausgeht, dass eine Spezies bzw. eine interstellare Zivilisation nicht über solche kosmologischen Zeiträume wie Milliarden Jahre existieren kann, sondern höchstwahrscheinlich nach spätestens wenigen Millionen Jahren untergegangen ist, müsste der verbleibende, mit menschlichen Maßstäben kaum zu fassende, Zeitraum doch ausreichen, um die verbleibenden Spuren von Zivilisation fast vollständig auszulöschen und damit eine Entdeckung selbiger unfassbar schwer zu gestalten.
  • Zensur, Bevormundung

    25.02.2016, Volker Schmidt
    Wie beschrieb es einer der obigen Kommentatoren? QED – der beste Bewies für die sogenannten, angeblich tendenziellen Behauptungen ist also erbracht, die Einflussnahme bestätigt. Auch mich erinnert das ganze an Zensur, fast an „Bücherverbrennung“, einer Demokratie nicht würdig, zudem fühle ich mich als „mündiger“ Bürger bevormundet und als minderbemittelt eingestuft, nicht in der Lage differenziert mit Meinungen und/oder Theorien umzugehen, armes Deutschland!
    Ich habe das Dokument (leider) noch nicht gelesen, werde es aber alsbald nach Wiederpublikation bestimmt , wie viele andere, tun! Das hat man nun davon…
  • Drake-Gleichung enthält als wesentliche Variable die Lebensdauer einer Zivilisation

    25.02.2016, Falken
    Wenn noch keine Signale von anderen Zivilisationen gefunden worden sind, kann das u.a. daran liegen, dass sie sich zu schnell "zerbombt" haben (wird in der Drake-Gleichung berücksichtigt und steht somit nicht im Widerspruch dazu), oder dass sie zu intelligent sind, um auf sich aufmerksam zu machen.
  • Erste Menschen seit 5000 Jahren?

    25.02.2016, Friedrich Gebhardt
    Nach dem Text des Artikels begann der Bergbau dort vor etwa 5000 Jahren, endete aber vor gut 3000 Jahren.
    Antwort der Redaktion:

    Lieber Herr Gebhardt,

    laut den Aussagen der Forscher sind Abschnitte der Mine aus der Frühzeit des Silberabbaus zugeschüttet worden oder anderweitig unzugänglich. In diese Bereiche sind sie nun bei ihren Untersuchungen vorgedrungen.
    Die Minen waren übrigen noch weit länger in Gebrauch als bis vor 3000 Jahren. Wie im Beitrag angedeutet, dürfte die Hochphase im Klassischen Athen, also im 5. und 4. Jh. v. Chr., gewesen sein. Aus dem Silber hat man beispielsweise einen nicht unwesentlichen Teil der griechischen Münzen hergestellt.

    Beste Grüße, jd/Red

  • Nicht nur radioaktiv

    24.02.2016, Jutta Paulus
    ...sondern auch giftig ist das Schwermetall Uran. Insbesondere die leicht wasserlöslichen Verbindungen (Uranylacetat, Uranylnitrat) lösen schwere Nierenschäden aus und sollten keinesfalls in die Umwelt gelangen.
    Die Wasserelektrolyse wird mit hohen Wirkungsgraden ganz ohne dieses gefährliche Material seit Jahrzehnten durchgeführt. Aktuelle Forschungsprojekte arbeiten an der Verbesserung der diskontinuierlichen Elektrolyse, um volatile "erneuerbare" (ich finde ja den Begriff "unerschöpfliche" angebrachter) Energien besser nutzen zu können. Dieses Ziel erscheint mir sinnvoller.