Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Diskussionsbeitrag zu Rahmstorfs Beitrag auf WUWT

    28.11.2016, Sebastian Lüning
    Wir haben die Kritikpunkte von Stefan Rahmstorf nun in einem Diskussionbeitrag auf WUWT aufgegriffen. Interessierte Leser können sich dort ein eigenes Bild zur Thematik machen:

    https://wattsupwiththat.com/2016/11/28/record-heat-despite-a-cold-sun/
  • Kein gesellschaftlicher Prozess?!

    28.11.2016, Matthias Boesner
    Ich dachte, es wäre Allgemeinwissen, dass jede Generation die Sprache ihrer Vorgängergeneration altmodisch findet und sich davon durch die Schaffung oder Verwendung eigener "cooler" Wörter abzugrenzen versucht. 14 Jahre wären genau die Zykluslänge, die ich dafür erwarten würde.
    Antwort der Redaktion:

    Ein Generationenprozess kann es meiner Ansicht nach nicht sein. Erstens müssten unter dieser Annahme Autoren ihre Tätigkeit ungefähr 14 Jahre nach ihrer Elterngeneration aufnehmen, was mir reichlich kurz erscheint, zweitens bleiben ja Autoren aller Altersstufen weiterhin aktiv, sofern sie ihre "altmodische" Sprache nicht ändern, würde diese weiterhin erfasst, und drittens wurde das Phänomen eigentlich nicht so sehr an typischen Modewörtern beobachtet, sondern an einer Art erweitertem Grundwortschatz, das heißt, es geht um Begriffe, die im Allgemeinen durch das gewählte Thema vorgegeben werden.

    Beste Grüße, jd/Red

  • Mythos Welthunger

    28.11.2016, Quirin
    Solange im Westen die Hälfte der Lebensmittel im Müll landet und wir deutlich zu viel (Rind-)Fleisch essen, ist das Argument wir müssten intensivere Landwirtschaft betreiben, mit größeren Mengen an Pestiziden, nicht haltbar. Zusätzlich führt die intensive Bewirtschaftung zur Verarmung der Böden und sorgt mittelfristig für schlechtere Erträge. Es wäre an der Zeit mit der Natur zu arbeiten, statt gegen sie. Wenn hoher Pestizideinsatz das einzige Mittel für gute Erträge ist, dann spricht das von einem Mangel an Kreativität und Wissen. Natürlich machen weltweit verbreitete Sorten die Situation nicht besser. Es ist nur logisch, dass eine Sorte nicht an allen Orten der Welt gleich wächst. Wir müssen dafür sorgen, dass uns die genetische Vielfalt nicht verloren geht.
  • Den Hanf nicht vergessen

    28.11.2016, Wolf Niese
    Hanf ist die urbarst umweltfreundlichste Nutzpflanze. Er ist weniger durstig wie die Baumwolle beispielsweise. Hanf verbessert die Böden, während aus ihm Nahrung, Medizin, Treib-, Brenn- und Kunststoffe, Textilien, Baumaterial und Farben hergestellt werden kann - äußerst ergiebig, denn auf einen Hektar gedeihen bis zu 28 Tonnen Rohmasse Hanf. Längere Dürreperioden verkraftet die jahrtausende alte Kulturpflanze auch besser als Raps oder Getreide. Und: Hanf braucht im Gegensatz zu allen anderen gängigen Nutzpflanzen keine Pestizide.
  • Geht Landwirtschaft auch ohne Pestizide?

    28.11.2016, Heinrich Rott
    Mit Hilfe aller Pestizide wird man zwar Schlachten gewinnen, aber nicht den Krieg, denn man darf die evolutiven Mutationen nicht vergessen. Andererseits waren unsere Vorfahren mit der Landwirtschaft in Fruchtfolgen und kleinteiligen Feldern nicht so "einfältig", wie sie manche sog. moderne Ökonomen gerne sehen. Das olympische Prinzip von schneller, höher, weiter hilft hier nicht weiter. Auch Bayer/Monsanto gewinnen nur Schlachten, damit zwar viel Geld, aber ihr Ansatz ist prinzipiell falsch, siehe oben.
  • noch schöner ?

    28.11.2016, Marc Schwartz
    Berechnet man höhere Potenzen dieser Zahl, kommt man immer näher einer ganze Zahl, zb Phi ^ 12 = 2206,999 (solche Zahlen sind sehr selten, und nach dem mathematiker Charles Pisot genannt). Die irrationellste aller Zahlen wird also irgendwie von den ganzen Zahlen angezogen !
  • Mitten in Berlin?

    28.11.2016, Martin Guardini
    ein paar Abgeordnete konnte ich erkennen.
  • Faktum

    28.11.2016, Fakt
    Fakt ist die 10 größten Öl und Gas Konglomerate setzen im Jahr fast 2000 Milliarden um. Also ja es ist richtig, richtig viel Geld im Spiel Herr Sonnenmann.
    2000 000 000 000 ich schreibs nochmal aus, wenn es hilft mal ich ihnen auch ein Bild.
  • Ganz diskret...

    28.11.2016, Andreas Grund
    Sehr geehrter Herr Freistetter,
    cool, dass Sie gerade jetzt im Spektrum diesen Artikel veröffentlichen.

    Während einer Diskussion mit meinem Sohn kam unlängst die Idee auf, mit einem Zellulären Automaten die Physik nachzubilden. Damit sollte es prinzipiell möglich sein, alle Grundgesetze nachzubilden.
    Neu ist diese Idee nicht, Stephen Wolfram (der von Mathematica) hatte darüber schon einmal vor zehn Jahren philosophiert.

    Hört sich einfach an: Man beginnt mit den physikalischen Systemzuständen und parametrisiert sie in den Zellen des Automaten. Dann noch die Umsetzung von Feldern...fertig :-). Vermutlich rechnet sich so ein Automat selbst mit dem schnellsten Computer der Welt noch elendig langsam, aber die Zeit ist langsam reif dafür.

    Ich könnte mir vorstellen, dass dies eine nette Knobelaufgabe für physikalisch Interessierte ist. Wäre schon interessant zu sehen, wie viele Dimensionen so eine Automatenzelle haben muss, damit das funktioniert.

    Ich hatte eigentlich angenommen, dass Spektrum dafür kein geeignetes Forum ist. Schließlich wird hier immer quasi einbahnstraßenmäßig Wissenschaft zum Leser transportiert und nicht umgekehrt.

    Dennoch wäre so eine Beschäftigung für unbeschäftigte Weltformelsucher wohl auch eine ergiebige Quelle für neue Einsichten. Bei Heise können Leser ja auch an elektronischen Basteleien teilnehmen.

    Ich würde so etwas auf jeden Fall unterstützen.
    Wann fangen wir an?
  • Contra Falsifikationstheorie

    28.11.2016, Paul Kalbhen
    Zur Falsifikationstheorie Karl Popper's, die für mich fast wie ein Dogma "gläubig" angenommen wird, schreibt der Physiker und Philosoph Norman Sieroka (Philosophie der Physik, Verlag C.H. Beck, München 2014, S. 111): "Damit wirft der Falsifikationismus allerdings ein sehr eigenartiges Licht auf die Motivation und das Ziel von Experimenten. Laut Popper können diese sinnvollerweise nur darin bestehen, Gegenbeispiele zu finden, um Theorien zu widerlegen. Doch ist es plausibel, anzunehmen, Physiker würden Experimente lediglich machen, um ihre eigenen Ansichten zu Fall zu bringen?" Ich schlie0e mich dem mit der "ketzerischen" Frage an: Ist die Falsifikationstheorie Karl Popper's in sich selbst falsifizierbat, d.h. in sich selbst widerlegbar?
  • Bei Obst steigt durch pestizidarme Methoden Ertrag und Qualität sogar an?

    28.11.2016, Harald
    Der Artikel beschreibt den Zwiespalt der heutigen Landwirtschaft recht gut. Bei folgendem Satz musste ich jedoch stutzen:
    "Bei Obst steigt durch pestizidarme Methoden Ertrag und Qualität sogar an."

    Bei welchem Obst? Zumindest meine persönlichen Erfahrungen mit ein paar privaten Obstbäumen widersprechen dem. Schorf und Insektenfraß mögen mit vorbeugenden nicht-chemischen Maßnahmen zumindest teilweise zu verhindern sein, insgesamt dürfte dies aber doch eher zu Ertrags- und Qualitätsverlusten führen. Wie sich auch noch ein Mehrertrag und Qualitätssteigerungen ergeben sollen, erschließt sich mir gar nicht.
  • Warum immer gleich Mord?

    28.11.2016, Bluto Blutarski
    Das Thema fasziniert mich seit meiner Kindheit. Und seitdem frage ich mich, warum man seinen Vater immer gleich umbringen muss um ein Paradoxon zu verursachen.
    U.U. reicht es bereits, ihm im entscheidenden Moment im Weg zu stehen, wenn er den ersten Blick auf die potentielle Mutter seiner Kinder werfen würde!
  • Auch schön:

    28.11.2016, Jost Neigenfind
    Man nehme die Fibonacci-Folge

    1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, ... 4807526976, 7778742049, 12586269025, ...

    und teile Folgenglied i+1 durch i

    1/1, 2/1, 3/2, 5/3, 8/5, ... 12586269025/7778742049 ...

    und man erhaelt

    1, 2, 1.5, 1,666..., 1,6, ... , 1.6180339887498948, ...

    Der goldene Schnitt betraegt etwa

    1.6180339887
  • Schwacher Artikel

    27.11.2016, Wolfram Obermanns
    Wie bereits andere Leser monierten, im Artikel fehlen für praktisch jede Behauptung die Belege.
    Wer hatte wann wofür wieviel Geld?
    Anhand welcher Erhebung wird festgemacht, die Anzahl der Kreationisten in Deutschland oder Westeuropa nimmt zu?
    Die bestenfalls essayistische Qualität mit dräuenden Verschwörungsduktus läßt mich an Verlautbarungen aus dem Umfeld der GBS denken, deren wissenschaftlich geringe Ambitionen sich inzwischen herumgesprochen haben dürften.

    Wissenschaft ist Methode. Die Frage ob die Autoren sie kennen und beherrschen, muß nach diesem Artikel leider unbeantwortet bleiben.
    Will man den Theorien zur Evolution zu einer weiteren Akzeptanz verhelfen, wäre es m. E. im übrigen vordringlich dem pseudowissenschaftlichen, religiös aufgeladenen, u. a. heftig "häckelndem" Unsinn in der Evolutionsbiologie (z.B. Stillstand der menschlichen Evolution wegen Kulturleistungen) entgegenzutreten, statt propagandistisch letztlich sowieso sinnlose "Glaubenskriege" zu führen. Mich beschleicht so langsam der leise Verdacht, daß gerade die schlampigen Vertreter der Evolutionstheorie weniger die Kreationisten bekämpfen als brauchen, um aus der Schußlinie zu bleiben.
    So sind mir im Vergleich auch keine "Glaubenskriege" aus der Physik bekannt um die Gesetze der Gravitation populärer zumachen, obwohl sie gefühlt 95% der Bevölkerung überhaupt nicht kennen.
    Unsere Gesellschaft nimmt durch diese Unkenntnis auch eher geringen Schaden. Die Schäden sozialdarwinistischer Lehren hingegen, lassen sich leicht zeigen.
    Mein Fazit: Ein inhaltlich in mehrfacher Hinsicht schwacher Artikel mit obendrein falschen Prioritäten.
  • widersetzt sich jeder "ordentlichen" Beschreibung??

    27.11.2016, Kurt Kudwien
    Eigentlich geht es hier nur um die (Quadrat-)Wurzel aus 5 als "irrationalste" aller Zahlen, also "irrationaler" als alle anderen. Das klingt ein wenig aufgebauscht. Aber schön, so kam ich dazu, das nochmal durchzurechnen.
    Für den goldenen Schnitt rechne man noch (sqrt(5)-1)/2 oder nimmt den Kehrwert davon.