Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Was spricht gegen den Kauf eines Elektroautos? Eigentlich alles!

    20.08.2016, Dr. Armin Quentmeier
    Jeder Normalbürger, der beim Autokauf sorgfältig rechnen muß (im Gegensatz zu unseren Politikern mit fünfstelligen Monatseinkommen), wird die Finger von einem Elektroauto lassen. Ca. 10.000 Euro mehr als ein vergleichbares Auto mit Verbrennungsmotor, aber dafür nur ein Bruchteil der Reichweite – da muß es einem schon sehr gut gehen, am besten so gut, dass man sich noch ein Fahrzeug mit Benzin- oder Dieselantrieb leisten kann. Elektroautos sind ein teures Spielzeuge für Reiche: nicht nur die hochgelobten Teslas, auch die kleinen Modelle.
    Eigentlich spricht alles gegen ein Elektroauto: die geringe Reichweite, der Mangel an Ladestationen (wie soll das überhaupt funktionieren bei den Millionen Autobesitzern, die ihr Gefährt mangels Garage jeden Abend am Straßenrand parken müssen?) und die negativen ökologischen Folgen (hoher Rohstoff- und Energiebedarf bei der Herstellung). Die Hoffnung auf eine nennenswerte CO2-Einsparung durch Elektroautos ist reines Wunschdenken, ebenso wie die ganze Energiewende (s. u.!). Jegliche Förderung der Elektroautos ist eine Verschwendung von Steuergeldern. Bitte sofort beenden!
    Die Politiker wollen bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen und glauben, so einen Beitrag zum Klimaschutz leisten zu können. Die CO2-Einsparung, die damit erreicht werden kann, ist für Deutschland lächerlich gering: da es über 40 Millionen KfZ, vom „Smart“ bis zum 40 t-LKW gibt, würden eine Million Elektroautos die Emissionen im automobilen Bereich um höchstens 2,5 % senken, also ein vernachlässigbarer Betrag. 2013 betrugen die CO2-Emissionen in Deutschland 840 Millionen t, davon entfielen auf den Verkehr (inkl. Flug-Schiff- und Bahnverkehr) 158 Millionen t; d.h. auf den PKW-Verkehr entfallen ca. 100 Millionen t. 2,5 % Einsparung davon sind 2,5 Millionen t CO2 – und dafür sollen die Steuerzahler gleich Milliarden Euro ausgeben, um reichen Bürgern ihre neuen Spielzeuge zu subventionieren? Geht´s noch?

    PS. Wie sieht die Ökobilanz für Elektroautos aus; wie viel Energie erfordert allein die Batterieherstellung - und deren Entsorgung nach wenigen Jahren Nutzung? Vielleicht hilft ein geneigter Leser mit einer ehrlichen Bilanz, aber bitte „cradle to cradle“ - und wie wird der benötigte Strom für die Herstellung aller Komponenten und für die Batterieladungen erzeugt?
  • Freier Wille

    20.08.2016, Fritz Kronberg
    Die oben erwähnten naturwissenschaftlichen Experimenten, die zeigen, daß eine bestimmte Handlung bereits im Gehirn festgelegt ist, bevor sie bewußt wird, widersprechen nicht der Willensfreiheit. Die Vertreter der gegenteiligen Meinung vergessen, daß die Persönlichkeit eines Menschen, sein Ich, im Gehirn liegt; ja, praktisch gesehen das Gehirn ist. Wenn das also eine Entscheidung trifft, habe ich sie getroffen, ob bewußt oder nicht.
  • Pandos oder Pindos?

    20.08.2016, Peter Heim
    Meinten Sie das Pindos-Gebirge? Zu Pandos findet man nichts.
    Antwort der Redaktion:
    Japp.
  • Bohrkern?

    20.08.2016, Eduard Heinrich Alfons Jolmes
    Die haben den Baum angebohrt?

    Hoffentlich übersteht er den nächsten Orkan mit dieser Wunde.
    Antwort der Redaktion:
    Ja. Man verwendet dazu einen Hohlbohrer, der dünne Kerne ausschneidet.
  • Doping

    20.08.2016, Chris
    "Dopingfälle ... weil den griechischen Athleten die passenden Mittelchen fehlten"
    Das ist so nicht richtig. Die Mittelchen fehlten nicht (wenn auch nicht in der heutigen Auswahl), nur das Verbot fehlte.
    Auch den alten Griechen waren aufputschende, schmerzstillenede, leistungssteigernde (etc.) Mittelchen schon bekannt und sie wurden auch benutzt. Sie waren nur nicht verboten. Und die alten Mittel stehen i.d.R. auch heute (unter Umständen als chemische Formel bzw. "chemische Bezeichnung des Wirkstoffs") auf der Verbotsliste.
    Alkohol ist übrigens auch heute noch weitgehend "nach WADA" erlaubt.
  • Falscher botanischer Name

    19.08.2016, Jochen Emrich
    Die Schlangenhaut-Kiefer heißt Pinus heldreichii, nicht P. heidenreichii.
    Antwort der Redaktion:
    Ups. Freud'scher Vertipper. Vielen Dank für den Hinweis.
  • Unangemessene Berichterstattung

    19.08.2016, Heinz
    Sehr geehrter Herr Könneker,

    vielleicht kennen Sie ihn nicht, aber hier noch einmal zur Erinnerung ein Auszug aus dem Pressekodex (http://www.presserat.de/pressekodex/pressekodex/)

    Ziffer 14 – Medizin-Berichterstattung
    Bei Berichten über medizinische Themen ist eine unangemessen sensationelle Darstellung zu vermeiden, die unbegründete Befürchtungen oder Hoffnungen beim Leser erwecken könnte. Forschungsergebnisse, die sich in einem frühen Stadium befinden, sollten nicht als abgeschlossen oder nahezu abgeschlossen dargestellt werden.
  • marienglas

    19.08.2016, Jörg Stange
    Seite 81 werden Materialien für frühes Fensterglas aufgeführt, neben dünn geschliffenem Alabaster und Marmor auch " nahezu durchscheinender Glimmer" (ebenfalls als Marienglas bekannt)" Meiner Meinung nach wird der Begriff Marienglas nur für eine Varietät des Gips CaSO4 verwendet. Ansonsten hat sich das Buch flüssig gelesen und ist dem interessierten Laien zu empfehlen.
  • Interessante Forschungsansätze

    19.08.2016, Dr. Werner Thurner
    und Zusammenhänge mit Vitamin D3. Danke.
    Bezüglich der Aussagen zu Impfungen ist es m.E. notwendig zu differenzieren zwischen absolut sinnvollen Impfungen (gegen Krankheiten, die eine hohe Mortalität und/oder Komplikationsrate haben), gegen die sich kein vernüftiger Arzt stellen wird, und weniger sinnvollen Impfungen, wozu z.B. auch die HPV-Impfung gehört. Für diese Impfung gibt es nach wie vor noch keinen Beleg, dass sie Gebärmutterhalskrebs verhindert.
    Vgl. hierzu
    https://www.individuelle-impfentscheidung.de/index.php/29-kongresse/122-steigerung-der-hpv-impfquoten-das-deutsche-krebsforschungszentrum-ist-in-jeder-hinsicht-dabei
  • Infektiöse DNA in Babynahrung?

    19.08.2016, Karl H. Westphal
    Eine offensichtlich wichtige Frage ist, ob die entsprechenden verdächtigen DNA Sequenzen auch in Babynahrung enthalten sind, bzw. ob die untersucht wurde bzw. untersucht wird.

    Dies wäre ein früher und effektiver Weg der Infektion, weil das Immunsystem der Säuglinge noch nicht vollständig entwickelt ist.

  • Es gibt auch noch Züge und Flugzeuge

    18.08.2016, Kessi
    Und zumindest letztere werden immer häufiger auch dort benutzt, wo man früher das Auto nahm, wie ein Urlaub in Spanien oder Italien, oder ein Städtetrip. Die Reichweite scheint mir also ein mehr als nur vorgeschobenes Argument zu sein. Spannend daran ist, dass das Flugzeug das größte Ökomonster ist. Züge und insbesondere Autozüge scheinen hingegen die reinsten Nischenprodukte zu werden.

    Die Frage sollte meines Erachtens nicht einfach lauten, ob ein Ostseeurlaub mit dem E-Auto drin ist, sondern eher, ob man da überhaupt hin will.
    *Nach Mallorca fliegt man schließlich ohnehin, wenn auch nicht mehr so gerne, seit da alles voll mit deutschen Touristen ist.*
  • 2. Lob

    18.08.2016, Anonyma
    Sehr schön, auch die letzten Sätze.
  • Ja, und selbst wenn das eine wenigstens eingeschränkt wird,

    18.08.2016, Angela Franke
    dann droht wieder der nächste, ganz ähnlich wirkende Bienenkiller zugelassen zu werden.
    Es ist zum Schreien.
    "Für unsere Arbeit gegen Pestizide ist es zudem sehr ärgerlich, dass die Anträge auf Zulassung von Pestiziden mit Sulfoxaflor in Deutschland nicht in der europäischen Pestiziddatenbank auftauchen. Offenbar hat das BVL - anders als Behörden in Österreich, Irland, Tschechien, den Niederlanden und Bulgarien - die Anträge nicht an die EU-Kommission gemeldet. In einem weiteren Brief an das BVL fragen wir deshalb nach, wie sich das Verfahren in Deutschland in europäische Institutionen einfügt.
    Das ist wichtig, weil es unter anderem die Frage betrifft, wie wir überhaupt erfahren können, dass ein Antrag auf Zulassung in Deutschland gestellt wurde. Im Fall von Sulfoxaflor wissen wir davon nur, weil der Bundestagsabgeordnete Harald Ebner konkret danach gefragt hatte. Auf der Homepage des BVL findet sich nichts darüber. Wer die Anträge gestellt hat und wie weit das Verfahren fortgeschritten ist, wollte die Bundesregierung jedoch auch den Abgeordneten nicht sagen."
    http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/neues-bienengift-kommt-jetzt-sulfoxaflor.html
    Hauptsache die Konzerne machen ihre Gewinne und die Agrarindustrie ihre kriegt ihre Gifte.
  • Haarspalterei

    18.08.2016, Robert Orso
    ... ein kleiner Ausrutscher ist noch im Text:
    "Das zeige, dass die Photonenpaare miteinander verschränkt waren"
    sollte sicher "Phononen" heißen.

    Stephen Hawking ist mein großer Held. Er ist sicher ein weitaus brillanterer Mathematiker als ich.

    Trotzdem konnte mir noch keiner vernünftig erklären wie GENAU nun eine theoretische und in der Praxis wohl eher verwaschene Grenze wie der Ereignis Horizont messerscharf genau durch zwei virtuelle Teilchen schneiden kann. Und zwar so, dass deren spezielle Quanteneigenschaften, allen voran die Möglichkeit "unmögliche" Barrieren auf kurze Distanz zu durchtunneln, nicht mehr gelten.

    Wenn Heisenberg Recht hat, ließe sich die Position der beiden Partner in Bezug auf den Ereignis Horizont gar nicht genau genug festlegen um eine solche Trennung überhaupt zu definieren. Es geht ja um virtuelle Teilchen, also solche die sich nie freiwillig weit genug voneinander trennen um real in zwei verschiedene Richtungen zu fliegen.

    Die Differenz der Kräfte und Geschwindigkeiten auf Längen die dem Abstand so einer Quanten Fluktuation entsprechen, sind ungeachtet der speziellen Position am Ereignis Horizont außerordentlich gering. Weder Gezeitenkräfte noch Scherkräfte wären stark genug oder würden den Raum in der kurzen Zeit der Fluktuation so weit dehnen, dass eine Wiedervereinigung nicht mehr möglich wäre.

    Aus dem Bauch heraus und ohne mathematischen Beweis würde ich eher darauf tippen, dass die beiden virtuellen Teilchen sich sehr wohl wieder vereinigen und nicht getrennt werden. Und sei es so, dass das "innere" seinen äußeren Partner hinter den Ereignis Horizont herein zieht, wenn wir schon darauf bestehen, dass nichts diesen von innen nach außen überqueren kann - wo ich allerdings den Tunneleffekt dagegen halten möchte. Von außen nach innen geht immer und mir ist auch kein Gesetz bekannt, das dem "äußeren" Quasiteilchen verbieten würde, zu seinem Partner ins Innere zu tunneln und den Nullzustand wiederherzustellen.

    Vielleicht wird das Bild vom geschnittenen Teilchen aber nur für uns Laien so bildlich präsentiert und die mathematische Wirklichkeit ist zwar viel komplizierter, aber dennoch konsistent. So kann ich es mir zwar vorstellen, aber nicht, dass es funktioniert.
  • Praxisbericht Nie wieder Verbrenner

    18.08.2016, Manfred Ell
    Der Praxisbericht von Andreas Dannhauser ist nett, jedoch für viele realitätsfern.
    Zum einen kostet der Zweitwagen ( Verbrenner ) zusätzlich. Die Kilometerpreise der Elektrofraktion sind viel zu hoch. Der Ökorucksack auch. Aber was interessieren uns schon vergiftete Landschaften in China oder Südamerika (Neodymabbau, Lithiumabbau) Für die Städte tolle Abgasbilanz, aber vielleicht ist gerade dort weniger mehr. ÖPNV oder ein Fahrrad und für besondere Strecken den Stinkie, oder ein Carsharing-Stinkie. So wird das mit den Elektroautos nie was. Aber Weniger ist halt für die Konzerne und den Finanzminister keine Alternative zum Wachstumodell. Noch nicht!