Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Was kann ich damit machen?

    25.12.2015, Arnd-Matthias Langner
    Im Sinne dieser Frage bin ich philosophisch Konstruktivist im Sinne von Foerster, Glasersfeld und Vollmer.

    Eine naturwissenschaftlicher Theorie zeichnet sich eben dadurch aus, dass sie mit dem nicht treffend zu übersetzenden englischen Ausdruck "viable" ist, dass sie mir Wege bahnt und eröffnet, die vorangegangene Theorien nicht boten.

    Mit der klassischen Maxwell'schen Elektrodynamik kann ich ein Funkgerät oder ein Radio bauen. Aber erst die relativistische Elektrodynamik seit Einstein ermöglicht mir eine metergenaue Satellitennavigation.

    In soweit bin ich "Popperianer", dass eine Theorie einen praktischen Nutzeffekt liefern muss um wissenschaftlich nützlich zu sein.

    Das Multiversum? Nun ich bin Science Fiction Fan und habe da regalmeterweise Unterhaltungsromane. Und eben genau das sind sie, Unterhaltungsromane. Die Hypothese des Multiversums eröffnet mir keine neuen Handlungsmöglichkeiten, die zugegeben ein wenig kontraintuitive Quantentheorie z.B. schon, Stichwort etwa Memory-Sticks
  • Seltsam, dass "Schwein" eine Beleidigung ist

    25.12.2015, Thomas Schmidt
    Die ultimative Beleidigung sollte eigentlich "Du Mensch!" sein. Ich kenne zumindest kein Lebewesen auf diesem Planeten, das systematisch jedes andere Lebewesen erbarmunglos, grausam in jeder erdenklichen Art und und Weise quält, ausbeutet und missbraucht. Um das Leben einer kleinen, finanzstarken Elite auch nur ein bisschen zu verlängern oder zu erleichtern, scheint absolut jedes Mittel recht. Ich will mir gar nicht ausmalen, was Menschen alles tun würden, wenn die Natur ihrer Fantasie freien Lauf ließe ohne physikalische und biologische Grenzen zu setzen.
  • Urwald im Kopf

    24.12.2015, Th. Rieder
    Statt das Brett vor müssen wir den Urwald erstmal im Kopf zulassen.
    Man ist manchmal schockiert von der rückständigen Mentalität von Beamten, und Forstleuten, die zutiefst empört sind dass man sie mit all ihrer Kompetenz sozusagen arbeitslos macht, weil man der Natur selbst die Gestaltung einer Landschaft überlässt.
    Ein Schein-Argument ist dann das man ja ohnehin nicht nostalgisch zurück zum germanischen Urwald könne. Darum geht es aber auch gar nicht. Sondern einfach wieder zuzulassen was die Weisheit der Natur genau an diesem Standort, eben jetzt für angemessen hält. Wenn das etwas anderes ist, ist es völlig in Ordnung.
    2% sind aber wirklich zu wenig...

    Statt dass man den Rückgang der Bevölkerung auch als Chance für mehr Natur und weniger Landverbrauch sieht versucht man offenbar auf Biegen und Brechen die Bevölkerungszahl oben zu halten. Aber die Sinnhaftigkeit davon ist ein anderes Thema.
  • Endlich - Unendlich

    24.12.2015, Siegfried
    Weil wir glauben, dass alles einen Anfang und ein Ende haben soll(te).
    Jeder Tisch, jeder Stuhl, alles Leben auf dieser Erde hat einen Anfang und
    ein Ende.
    Deshalb können wir uns nicht vorstellen, dass das Universum unendlich sein
    soll - und wir erfinden einfach mehrere Universen.
    Aber diese sind ja dann auch wohl irgendwo begrenzt in ihrer Anzahl.
    Warum können wir den Gedanken der Unendlichkeit einfach nicht akzeptieren ?
    Die Mathematik macht es uns vor und eben die von uns erfundene Zeitkonstante.
  • Weihnachtsbäume häufig mit Pestiziden belastet

    24.12.2015, Maja
    Der Tipp des Autors, Weihnachtsbäume zu essen, sollte mit der Warnung versehen werden, dass Bäume aus Monokulturen, die oft aus dem Ausland importiert sind, häufig stark mit Pestiziden und Düngemitteln belastet sind. (s. auch http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/bund-test-mehr-als-jeder-zweite-weihnachtsbaum-mit-pestiziden-belastet/) Diese möchte man wahrscheinlich nicht so gerne auf dem Teller haben. Wenn möglich, sollten daher regionale Bäume aus Bio-Anbau verwendet werden, die aber nur schwer zu finden sind.
  • Jeder wählt seine eigene Lügenpresse

    24.12.2015, Matthias Junk
    In dem Digitalen Manifest fehlt mir der Aspekt, dass jeder auch in der Verantwortung steht, sich umfassend und möglichst aus neutralen Quellen zu informieren. Die Themen Filterblase und Beeinflussung sind nicht gänzlich neu, sie werden durch die neuen technischen Möglichkeiten lediglich auf die Spitze getrieben. Schon in vor-Internet-Zeiten haben die Leute die Zeitung abonniert, die ihrer Gesinnung am ehesten entsprach, was auch damals schon zielgerichtete Propaganda ermöglichte. Der Unterschied: Heute braucht niemand mehr zu befürchten, dass der Nachbar sieht, welches Hetzblättchen man sich aus seinem Briefkasten holt. Auch findet der Leser im Internet leichter die Autoren, die ihm zusagen und Jeder kann Autor sein.

    Ich bin strikt gegen Zensur, jedoch brauchen wir Instrumente, die dem Zerbröseln des gesellschaftlichen Konsenses entgegenwirken. Beispielsweise könnte eine unabhängige Stelle die Medien evaluieren und laufend ein Ranking hinsichtlich falscher Tatsachenbehauptungen, Meinungsmache und Agitation veröffentlichen. Ein solches Leuchtturmprojekt würde Orientierung bieten.
    Außerdem brauchen wir eine klarere Abgrenzung zwischen Medien und den Meinungsäußerungen von Privatpersonen. Wer im Internet professionell genug auftritt, kann leicht den Eindruck erwecken, es handele sich um ein ernst zu nehmendes Medienunternehmen. Aktuell wird niemand daran gehindert, beliebigen Stuss zu verbreiten. Daruter sind auch gerne geglaubte Lügen wie z. B. die von den angeblich über hundert Studien, die die Gefährlichkeit von Infraschall durch Windräder belegen würden (Thema Informationsverschmutzung). Ich würde mir wünschen, dass jeder Autor für seine Veröffentlichung stärker als bisher verantwortlich ist, z. B. auch dass man ihn ermitteln und verpflichten kann, nachweislich falsche Tatsachenbehauptungen zurück zu nehmen und dass Medienunternehmen sich strikt an einen Kodex für sorgfältige Recherche halten. Und wenn bei einem solchen Kodex nicht alle Medien mitmachen wollen, so könnte man für die Medien, die sich daran halten, ein Qualitätssiegel einführen.
  • Wieder Ermittlungen gegen italienische Wissenschaftler

    23.12.2015, Braun Josef
    Das Olivenöl ist ein Exportprodukt, deshalb gibt es da eventuell ein Verdrängungswettbewerb. Heute zutage kann man, unliebsame Konkurrenz, auch auf diese Weise loswerden in dem man die Plantagen, unbrauchbar macht.
  • Instabil?

    22.12.2015, Ulrich Heemann
    Was bedeutet es, wenn Gaswolken um ein Schwarzes Loch instabil werden? Entschweben sie dann "nach oben"? Oder lösen sie sich im Nichts auf? Oder bleiben sie auf dem Abstand, den sie einmal eingenommen haben, werden also superstabil?
    Ich hätte hierzu auch gerne eine Antwort.
    Danke
    Antwort der Redaktion:
    Laut dem Forscher werden die Verwirbelungen so stark, dass sie sich tatsächlich auflösen. Teilweise fusionieren sie sogar zu neuen Sternen fusionieren. Aber das beruht auf Simulationen, da noch kein derart großes Schwarzes Loch (indirekt) beobachtet werden konnte.
  • Schweinerei

    22.12.2015, Maren Emmerich
    Wenn man anstelle der Xenotransplantation embryonale Stammzellen dazu verwenden würde, Ersatzorgane zu züchten, könnte man sich solche brutalen Methoden sparen. Im Gegensatz zu Schweinen haben Stammzellen kein zentrales Nervensystem ausgebildet. Daher sind sie in Bezug auf ihre Leidensfähigkeit wesentlich weniger mit dem Menschen vergleichbar als jedes Schwein und jeder Affe. In Ländern wie den USA, in denen das therapeutische Klonen erlaubt ist, trotzdem an der Xenotransplantation zu arbeiten, ist in meinen Augen eine Schweinerei. Eine ausführliche Variante dieser Argumentation befindet sich auf meinem Blog: http://www.marenemmerich.net/Blog-Zwischen-den-Fronten
  • Mutiger Beginn

    22.12.2015, Wolfgang Wittwer
    Ich bin begeistert, dass Spektrum, das ich übrigens seit der ersten Ausgabe beziehe, sich hier eindeutig exponiert. Die häufig propagierte Sage, dass Wissenschaft per se mit Politik nicht zu tun habe oder nichts zu tun haben solle, wird ja seit Beginn (einigermaßen) rationalen Denkens tagtäglich widerlegt. Immer wieder werden Gründe gesucht (und konstruiert), bürgerliche Freiheiten zu begrenzen und aufzuheben. Insbesondere die Digitalisierung unseres Lebens ist weit gediehen, unsere gerade erst erworbenen Rechte unter dem Vorwand paternalistischer Fürsorge wieder zunichtezumachen. Die Sciencefiction der 1950er und 1960er Jahre war hier klarsichtiger als viele unserer heutigen Wissenschaftler. Danke für diesen mutigen Beginn!
  • 11. Stoff

    21.12.2015, Boese Wolfgang
    Zumindest bei uns in Österreich wirkt die Stoffliste unvollständig, wenn nicht auch der Äthylalkohol Erwähnung findet, das quantitativ wohl bedeutsamste Molekül auf unseren Weihnachtsmärkten. :-)

    mit freundlichen Grüßen
  • Reichlich wacklige Studie.

    21.12.2015, O. meckes
    Zitat:
    " Immerhin nahm die Konzentration auch bei neun Zuschauern des Horrorfilms ab"
    Bei Insgesamt nur 24 Probanden ist ein negatives Ergebnis bei 9 Personen weit weg von einer statistisch verlässlichen Aussage. Mal wieder eine Studie die so keine ist....
  • Wir benötigen kritische Stimmen in der Klimadiskussion

    21.12.2015, Hubertus Feldmann
    Das "beschlossene Weltklimaabkommen" ersetzt leider noch nicht eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem derzeitigen Wissen um die Zusammenhänge der klimarelevanten Parameter. Auch mit den besten Rechnern kann das multifaktorielle Geschehen des Klimas nicht hinreichend genau abgebildet werden, zumal wenn man auf dem einen Auge blind ist und nur die "passenden" Daten für die Analyse verwendet. Dies ist in der Vergangenheit zu häufig geschehen und hat immerhin zu dem bekannten Rückrudern geführt (beispielsweise im Hinblick auf das falsch berechnete Zurückschmelzen der Himalaja-Gletscher). Insofern sind (system-)kritische Bücher, wie das von Konrad Kleinknecht, zu begrüßen, da sie verhindern können, dass zu schnelle Entscheidungen, in welche Richtung auch immer, kostbare Ressourcen binden, die dann für andere, möglicherweise bessere technische Lösungen fehlen.
    Die vorgefasste Meinung des Rezensenten (wer Fakten gegen die Klimaerwärmung darstellt ist zumindest "seltsam") hilft nicht weiter. Nur wenn wir lernen, auch die weniger passenden Fakten - in welchen Modellen auch immer - zu berücksichtigen, kann es uns gelingen, Fehlentwicklungen zu vermeiden. In diesem Sinne brauchen wir nicht mehr vom gleichen, sondern den Blick über die Grenzen der "Betriebsblindheit" hinweg.
  • Ist Reimund Schwarze Pessimist?

    20.12.2015, Tobias
    "Man muss schon für das Zwei-Grad-Ziel riskante Technologien einsetzen."

    Dem muss man lediglich zustimmen, wenn man die Ausbaustrategie der Bundesregierung Deutschlands zugrunde legt. Oder Photovoltaik als riskante Technologie betrachtet.
    Nach meinen bisherigen Informationen, wird sich diese bremsende Strategie aber nicht behaupten, denn aus wirtschaftlichen Gründen wird der Photovoltaikausbau schneller vorangehen als von der Bundesregierung prognostiziert.
  • CO-2 Schwindel

    20.12.2015, Wolfgang Brocke
    Die exakte Analyse der IR-Photonenabsorption von CO-2 ergibt auf der Basis der QEM berechnet, dass CO-2 nicht in der Lage ist, eine Erderwärmung herbeizuführen.
    Bei gleichem Gas-Volumen speichert Wasserdampf fast das 10-fache an Energie.
    Gleichzeitig ist das angenommene Abstrahlungsverhalten der Erdoberfläche physikalisch falsch.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Brocke,

    dass Kohlendioxid in der Atmosphäre den Treibhauseffekt verstärkt, wurde empirisch nicht nur in Laborversuchen belegt, sondern auch in einer zehnjährigen Feldstudie:
    http://www.nature.com/nature/journal/v519/n7543/full/nature14240.html

    Mit freundlichem Gruß, d. Red.