Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Insektenleichen auf der Windschutzscheibe

    20.06.2017, H. Kaiser
    Die "saubere" Windschutzscheibe nach Autobahnfahrten ist mir schon vor Jahren aufgefallen, jedoch führte ich sie auf die stromlinienförmigere Bauweise der modernen Autos, insbesondere die flacheren Windschutzscheiben zurück.
    Dagegen waren R 4 oder eine Ente eher wie Schuhkartons geformt und boten mannigfaltige Aufprallflächen.
    Ist dieser Unterschied berücksichtigt?
    Stellungnahme:
    Diese Frage wird tatsächlich diskutiert, wie sie diesem Artikel entnehmen können:

    http://www.sciencemag.org/news/2017/05/where-have-all-insects-gone

    Die Aussagen darin sind eher anekdotisch, aber einer der zitierten Insektenforscher fährt einen ziemlich kastenförmigen Landrover, der dennoch sauber bleibt.

    Es gibt offensichtlich nur wenige Untersuchungen, die sich gezielt dem "Auto-Effekt widmen:

    https://simonleather.wordpress.com/2016/12/05/insects-in-flight-whatever-happened-to-the-splatometer/

    Dass die Zahl vieler Insektenarten (Schmetterlinge, Wildbienen, Hummeln, Käfer) zurückgegangen ist, lässt sich dagegen nicht von der Hand weisen: Die Hauptursache dafür sind ohnenhin nicht die Autos, sondern Landwirtschaft, Lichtverschmutzung und Lebensraumzerstörung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Fliegende Götter

    19.06.2017, howetzel
    Der Beitrag gefangen im Eis hat mich angeregt mal was zu den Fliegenden Göttern zu fragen.
    Wolfgang Volkrodt hat in seinem Buch "Zeitalter der Götter - Die Inteligente Technik der Vorzeit" versucht ohne Außerirdische zu bemühen die fliegenden Götter zu entzaubern. Ich halte es für nachvollziehbar, denn ich habe in den 80igern auch mal Heißluftballons aus Papier gebastelt und in den Himmel steigen lassen. Erst neulich ist das Aufsteigen solcher heute als Spielzeug gefertigter Ballons sehr Verboten/eingeschänkt worden. Haben sich schon andere Forscher damit beschäftigt?
  • "Dem einen sin Uhl ist dem andern sin Nachtigal"

    19.06.2017, Hans-Jürgen Steffens
    Bei allem Respekt, aber man sollte auch als begeisterter Naturschützer einmal daran denken, dass die Interessen, die man vertritt eher ästhetischer Natur sind und die an den Lebensproblemen der Normalbürger vorbeigehen.

    Konkret: Man kann in höchsten Tönen über Insektenvielfalt und Feuchtgebiete schwärmen. Wenn ich von Feuchtgebieten höre, denke ich selbst aber reflexhaft an Schnakenplagen.

    Benennen wir solche (ästhetischen) Interessen doch als das, was sie sind: Partikularinteressen. Und widerstehen wir der Versuchung, diese Partikularinteressen mit - was ja allzu häufig vorkommt - dem Überleben der Menschen in Verbindung zu bringen. Das zwanghafte Bewahrenwollen eines historisch zufälligen status quo hat etwas Kleinbürgerliches.

    Die Autorin hat ja recht:
    "Für ihn zeigt dieses Beispiel sehr deutlich, dass Naturschützer den Schwund der Insekten nicht resigniert hinnehmen müssen. "Wenn man es richtig macht, kann man diesen Prozess durchaus umkehren", meint der Biologe. "Allerdings ist das aufwändig und teuer.""

    Was aber machen wir mit denjenigen Menschen, die den Aufwand nicht treiben wollen, denen es das nicht wert ist, die ihre Zeit anders einteilen müssen, denen es schlicht egal ist? Das sind dann Naturbanausen? Ja, vielleicht. So wie es Kulturbanausen gibt.

    Aber es ist deren Entscheidung.

    HG H.-J.
  • Verständnisversuch

    19.06.2017, Hannes Partsch
    Die Verschränkung ist kaum zu verstehen, und man ist geneigt, sich Erklärungsversuche zu basteln. So stelle ich mir folgendes vor:
    Ein zweidimensionales Wesen macht denselben Verschränkungsversuch mit zwei Photonen. Ein Photon ist "weg". Das zweidimensionale Wesen weiß aber nicht, daß sich das zweite Photon genau unterhalb des ersten befindet, weil es in die dritte Dimension verschwinden kann. Die Photonen "kleben" also aneinander, das zweidimensoipnale Wesen kann sich die dritte Dimension aber nicht vorstellen. Und genauso glaube ich, daß die Photonen beim oben beschriebenen Versuch zwar räumlich getrennt sind, aber über eine x-te Dimension, die uns nicht zugänglich ist, "aneinanderkleben", sodaß wenn eines gestört wird, das andere ebenfalls verschwindet. Die Geschwindigkeit, mit der das passiert, ist dann offenbar kein Hindernis.

    Vielleicht etwas einfach gedacht, aber ich stelle mir das nun mal so vor.
  • Problem ist die Politik

    19.06.2017, Bob Frei
    Eine kontinuierliche Einführung der E-Mobilität auf Basis erneuerbarer Energien mit ausgereifter Technik und sukzessive ausgebaute Stromnetzen halte ich für durchaus sinnvoll. Das Problem ist eine ideologisch motivierte Umsetzung durch unserer Politiker, welche leider jeglichen Sachverstand völlig vermissen lassen. Ähnlich wie bei der Energiewende wird auch bei der E-Mobilität das Pferd von hinten aufgezäumt. Unstrukturiert und Planlos werden abermals Milliarden der Steuerzahler (von dir und mir) verschwendet und letztendlich sogar gute oder richtige Ansätze dadurch zerstört, da verständlicherweise die Akzeptanz der Bevölkerung sinkt, weil alles nur Unsummen kostet aber kaum etwas messbares bringt. Nahezu jedes wichtige Thema, welches unserer Regierung / Politiker in den letzten Jahrzehnten angefasst haben, offenbart unter genauer Betrachtung deren Dilettantismus und Unfähigkeit. Das ist meiner Meinung nach unser größtes Problem in diesem Land. Es macht mich traurig, da ich hier leider auch zukünftig keinen Weg der Besserung sehe.
  • Top-down planning fallacy

    19.06.2017, Werner Simsek
    Top-down Planung is ja immer so eine Sache. Da erscheinen mir die US- Start-Ups weitaus dynamischer.

    Hoffe jedoch, dass die EU etwas hinbekommt.

    Werner
  • Ich widerspreche dem Artikel vehement

    19.06.2017, Jay
    Ich finde den Artikel äußerst unsachlich und tendenziös.
    Dass die modernen Antidepressiva nicht mit denen aus den 50er Jahren zu vergleichen sind, sollte selbst einem Medizin-Laien verständlich sein. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass die Psychiatrie seitdem große, umwälzende Innovationen in Sachen Diagnostik und Therapie erlebt hat. Desweiteren gibt es erst seit den späten 80ern (Prozac) überhaupt Antidepressiva, die in der Lage sind, mehr als eine kleine Stimmungsaufhellung herbeizuführen, sondern Patienten längerfristig aus einem Tief herauszuholen und ihnen ein einigermaßen beschwerdefreies Leben zu ermöglichen.
    Obendrein ist die Wirkweise kein Hokuspokus, sondern neurobiologisch zweifelsfrei geklärt.
    Die Wirksamkeit insgesamt zu bestreiten ist absurd und widerspricht sämtlichen Zulassungskriterien, die ein Antidepressivum erfüllen muss, um überhaupt zur gesetzlichen Marktreife zu gelangen.
    Im Punkt Verschreibung durch Hausärzte gebe ich dem Autor allerdings Recht: Diese verschreiben aus Unkenntnis teils wirklich die falschen Psychopharmaka zu lange und zu häufig...
  • das Paradoxon des absoluten Anfangs

    18.06.2017, Erich Noergelt
    ist ein Problem des menschlichen Denkens, nicht des menschlichen Seins. Das realisiert sich Jetzt. Weder Anfang noch Ende. Weder Zeit noch Raum.
  • Probleme in PT-Systemen

    18.06.2017, Christian Schuhmacher
    Na ja ? Ist schon wieder 1. April ?
    "...die Abhängigkeit der Übertragungseffizienz von der genauen Orientierung der Spulen zueinander aus den Gleichungen für eine starke Kopplung herauskürzt. " Das ist leider nicht ganz so. Werden die Spulen in einem Winkel von 90° gegeneinander ausgerichtet sinkt der Wirkungsgrad auf fast 0%. Überhaupt liegt der Wirkungsgrad der aktuellen System (z.B. Zahnbürste) bei ca. 60% erheblich höher als der Wirkungsgrad von PT-Systemen der bei ca. 10-15% liegt. ("Die Theorie sagte voraus, dass innerhalb des Gültigkeitsbereiches immer die maximale Energie übertragen wird." suggeriert, dass immer 100% übertragen werden!) Um die bestmöglichste Wirkung zu erhalten haben die Jungs die Spulen sich exakt gegenüber gestellt und einen (sehr großen) Durchmesser von 50cm gewählt. (bei Zahnbürsten ca. 2 cm). Dieser große Durchmesser hat sicherlich Auswirkungen auf die Reichweite. Über die Geschwindigkeit wie schnell sich das System einpendelt (fahrende Autos und so) brauchen wir uns gar nicht zu unterhalten da es keinen Resonanzkreis mehr bildet, wenn z.B. zwei Empfänger vorhanden sind. Würde ich also ein zweites Mobiltelefon in den 70cm Laderadius legen, würde keines der zwei Telefone geladen werden (höchstens ich lege sie so, dass beide die gleiche Resonanzfrequenz mit dem Energiesender bilden können).
  • 18.06.2017, creezy
    „Auch andere äußere Faktoren wie die Fellfarbe spielten in der Untersuchung keine Rolle beim Adoptionserfolg. ”

    Halte ich für komplett falsch den Satz. Ein sehr großer Teil von künftigen Katzenbesitzern orientieren sich vorrangig genau an der Fellfarbe, wählen also sehr bewusst die dreifarbige Katze, das „Whiskas-Modell” (silver tabby), den Tiger, die rote Katze – oder z. B. die schwarze Katze nicht, denn die stehen in der Auswahlliste bei den Tierheimen nachgewiesenermaßen leider ganz hinten.
  • Verwendung von Vollblut

    17.06.2017, Martin Schlatter
    Gibt es denn eine Statistik, für welche med. Fälle Vollblut gebraucht wird?
  • Nun ja Herr Elsen

    17.06.2017, Georg Simmel
    Das mag ja so sein wie Sie schreiben Herr Elsen, aber wenn man sagt, "ist halt so", ja, dann kann man es sich sparen damit zu beschäftigen. Man möchte ja herausfinden wie es war und das benötigt eben klare und bestimmte Regeln, hier die Naturgesetze. Daran orientieren sich diese Wissenschaftler und Forscher.
    Wenn man jetzt sagt "ok, da galten halt noch keine Naturgesetze", dann entzieht man dem ganzen ja die wissenschaftliche Grundlage. Und das ist eben nicht sehr wissenschaftlich. Dann sollte man lieber weiterhin jeden Sonntag in die Kirche gehen. ;)
  • Zwei weitere Artikel speziell dazu:

    17.06.2017, Axel Krüger
    http://www.aei.mpg.de/2062152/ohne-urknall-geht-es-nicht

    http://www.astronews.com/news/artikel/2017/06/1706-012.shtml

    Dieser allgemeinere ist für Laien wie mich leichter zu lesen:

    http://www.aei.mpg.de/183262/Theoretische_Kosmologie
  • Die blinden Männer und der Elefant ...

    16.06.2017, Jürgen Elsen
    Kann es sein, dass hier verschiedene Sichtweisen ein und dasselbe Phänomen unterschiedlich beschreiben wollen und jeder dabei meint, es könne nur eine Sichtweise geben, bzw. das die Unterschiedlichen sich ausschließen?

    Warum muss überhaupt vor der Urknall-Singularität "gerettet" werden ?
    Ist die Krümmung der Raumzeit unendlich, gibt es zwar ein mathematisches Problem - wieso aber soll sich das Phänomen streng und ausschließlich mathematisch definieren lassen?
    Wenn die Theorie bei diesem Grenzfall zusammenbricht, bedeutet das jedoch nicht zwingend, dass sie falsch ist - genausowenig wie dadurch, dass die Division durch Null grenzwertig ist, damit ja nicht die Division als solche zusammenbricht!

    Wenn das Universum aus dem Nichts in endliche Krümmung gechannelt wurde - das beschreibt eben genauso diesen Grenzfall, wie auch die Aussage, wenn nur Raum vorhanden gewesen sei (man beachte hier einmal Hegels Dialektik von Nichts und Alles oder meinetwegen auch Kandinsky Punkt, Linie zu Fläche).

    Die Physik hat es hier mit nichts anderem, wie die Philosophie zu tun, nämlich mit dem Paradoxon des absoluten Anfanges.

    Allein der Energieerhaltungsatz, der besagt, dass Energie weder vernichtet noch erzeugt werden kann - setzt damit also die Energie als Anfang. Sie existiert durch diese Definition aus sich selbst heraus.

    Da nun Energie verschiedene "Formen" annehmen kann, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie in eine "Form" transformieren kann, die jenseits von Zeit und Raum ist und in dieser "jenseitigen" Dimension(en) auch keinesfalls mathematisierbar oder mit physikalischen Methoden messbar ist.

    Das Weltall verschwindet also für eine solche Sichtweise, welche nur die Zeit-Raum-Bezüge denkt. Hier hat Burkhardt Heim einiges geleistet ...

    Aber solches wird mitnichten in Schule und Studium erörtert und mir ist auch recht schleierhaft, wie Mathematiker und Physiker, die ständig mit Intervallbegrenzungen, Klassen, Inertialsystemen - also definierten Begrenzungen - umgehen, nicht die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass ihre Methoden eben selbst auch nur auf ein begrenztes Gebiet anwendbar sind und wenn man dann an die Grenzen kommt, die Theorien und Modelle kollabieren ...

  • Die Sache mit der Kommunikation ...

    15.06.2017, Jürgen Elsen
    Jede Sprache setzt voraus die Trennung vom Sein (Wesen) - denn sie verwendet Bezeichnungen (Wörter, Symbole, Zeichen usw.) für die dem Bewusstsein zugängliche Erscheinungsform(en).
    Wenn ich z.B. eins mit Wasser wäre, hätte ich für Wasser kein Wort, da obsolet.
    Ich brauche also keine Chiffre oder sonstige Brücke der Kommunikation (communicare: gemeinsam machen), wenn mein Bewusstsein ein solches ist, das im anderen sein kann (= gemeinsam ist).

    Bei einer "Alien-Kommunikation" setzen wir also unser anthropozentrisches Bewusstsein (gegenständliches Verstandesbewusstsein) voraus bzw. projiziert unser Bewusstsein.

    Was wäre aber, wenn "Aliens" bewusstseinsmäßig so entwickelt wären, dass sie (auch) ohne materiellen Leib in andere Bewusstseine hineingehen könnten und sich dann für diese ausgäben (Trojanisches Pferd).

    Der Mensch glaubt dann, der Gedanke würde ihm entspringen - es ist jedoch ein Implantat eines anderen Bewusstseins, welches ihn zu Handlungen drängt, die z.B. alles andere als menschlich sind und ihn in Abhängigkeiten und Stress stürzen - Situationen in denen er viel psychische und Lebens-Energie abgibt (wo geht die hin?).

    Das wäre also ALIEN (fremd) ... und vielleicht wäre es in so einem Fall einmal angesagt, die wahre Identität (der Mensch selbst) käme in eine innere Beobachtung, welche die ALIEN entlarvt und sich somit völlig andere Handlungsoptionen ergeben könnten.