Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Es heißt "sich erinnern"

    31.08.2016, Alexander R.
    Sehr geehrter Herr Fischer,

    vielen Dank für diesen interessanten Artikel. Ich möchte lediglich anregen, das Verb "erinnern" reflexiv zu gebrauchen, wie es im Deutschen bisher noch üblich ist. Wenigstens noch so lange, bis die andere Variante als vollwertige Alternative in den Duden aufgenommen wird. Vielen Dank.
  • Datenschutzerklärungen wird nie jemand lesen wollen.

    31.08.2016, Klaus Schröder
    @Wolfgang J.
    Und? Dann klicken alle die Ja's durch, weil das einfach nur nervt. Die Leute wollen sie ja auch nicht verstehen. Alle vertrauen darauf, dass alles schon seine Richtigkeit haben wird. Und das Vertrauen darauf, das alles funktionieren wird, ist die Grundlage aller Verträge. So funktioniert das halt.

    Am Ende ist eine Datenschutzbestimmung immer nur ein juristisches Konstrukt, welches nur nachträglich professionell daraufhin geprüft werden kann, ob die Klauseln überhaupt gültig sind. Letztlich kann man den Datenschutz daher auch nur durch Gesetze regeln.

    Das gleiche gilt ja auch für AGBs und andere allgemeine Bestandteile eines Vertrags. Haben Sie schon mal in Ihrem Supermarkt nach den AGBs gefragt? Da könnte man auch ohne Probleme sein Kind für ein Bier verkaufen, wenn es denn rechtlich zulässig wäre. Ich glaube nicht, dass ein Kunde die dort je sehen wollte.

    Als ich mal im Krankenhaus lag und eine OP durchgeführt werden sollte, stand bei der Einverständniserklärung ebenfalls etwas von allgemeinen Bestimmungen, denen ich ebenfalls zustimme. Da habe ich damals nachgefragt, wo die denn seien. Ich musste dann letztlich zur Pforte und habe danach gefragt. Die haben mich erst mal nur doof angeschaut. Dann kam der Kommentar: "Das wollte hier noch nie jemand haben." Aber ich habe sie immerhin bekommen.

    Aber so ist es halt: Die Datenschutzbestimmungen wird nie jemand lesen wollen.
  • Wenn ich nein sage, bin ich raus!

    31.08.2016, S. Bernstein
    Wozu soll ich also die Bedingungen lesen? Nur wenn ich ja sage darf ich mitspielen.
    Unmoralische Klauseln sind sowieso ungültig.
    Im Prinzip sind alle diese Nutzungsbedingungen einseitige Vorgaben an denen ich sowieso nichts ändern kann.
  • Publiziert in Current Biology (Cell Press)

    31.08.2016, EinGuterFreund
    Die Darstellung von Spektrum.de ist gar nicht so falsch wenn mich meine Englischkenntnisse gerade nicht aufs übelste hintergehen.
    Hier der Abstract der Authorin aus der Orginalpublikation

    "Summary

    The presence of mitochondria and related organelles in every studied eukaryote supports the view that mitochondria are essential cellular components. Here, we report the genome sequence of a microbial eukaryote, the oxymonad Monocercomonoides sp., which revealed that this organism lacks all hallmark mitochondrial proteins. Crucially, the mitochondrial iron-sulfur cluster assembly pathway, thought to be conserved in virtually all eukaryotic cells, has been replaced by a cytosolic sulfur mobilization system (SUF) acquired by lateral gene transfer from bacteria. In the context of eukaryotic phylogeny, our data suggest that Monocercomonoides is not primitively amitochondrial but has lost the mitochondrion secondarily. This is the first example of a eukaryote lacking any form of a mitochondrion, demonstrating that this organelle is not absolutely essential for the viability of a eukaryotic cell."
    Karnkowska et al, 2016
  • Wenig verwunderlich

    31.08.2016, Lupus Yonderboy
    Wenig verwunderlich eigentlich. Längst überfällig, dass es mal nachlesbar festgestellt wird. Das Konzept von AGB, Datenschutzerklärungen und Nutzungsbedingungen ist nicht pracistauglich.

    Wer ist schon ein Anwalt und kann sich durch verworrene juristisch sauber formulierte Texte kämpfen? Selbst wenn das in halbwegs verständlicher Sprache geschrieben ist: Wer liest schon 10 Seiten darüber, wer wem was schuldet, wenn der Dienst wegen Regen ausfällt oder dass man lieb und höflich sein sollte, um dann auf Seite 11 zu erfahren, dass man gerade seinen linken Arm verkauft.

    Das alles ohne wirklich eine Chance zu haben, zu wissen, welches Recht überhaupt anwendbar ist. Da ist so arg nachzuarbeiten - und so wenig Interesse, bei denen, die das erzwingen müssten...
  • Bewußte Format- und Formulierungswahl

    31.08.2016, Wolfgang J.
    Schon die ersten Nutzungsbedingungen für Programme und Rechner waren von vornherein als großes Täuschungsmanöver angelegt. Man gab dem Leser viel mehr als erforderlich auf eine Art und Weise, von der man wußte, dass sie inhaltlich den Leser zu mehr als 70% überfordert. Für die übrigen wählte man ein Format, das dann auch den letzten vom Lesen abhielt.
    Die Nutzer wären interessiert, wenn die Bestimmungen in verständlicher Form und lesbarem Format veröffentlicht würden. Jedes einzelne Kapitel müßte mit ja/nein bestätigt werden müssen und ein Nein dürfte für den Kunden grundsätzlich nicht zum Nachteil gereichen. Ist der Anbieter mit den "Neins" nicht einverstanden, müßte er dem Kunden erklären müssen, warum er dann keinen Vertrag abschließen will. Dieser Schritt müßte anfechtbar sein.
    Möglicherweise würden dann weniger Verträge im Netz abgeschlossen. Ob das auch ein Manko wäre? Auf jeden Fall gäbe es binnen relativ kurzer Zeit lesbarere Nutzungsbedingungen mit weniger Phrasen.
  • Generalisierungen

    31.08.2016, Dr. Werner Thurner
    wie:
    "Und ich wünsche mir ein deutlich besseres Medizinstudium sowie eine bessere Ärztefortbildung. Denn wenn sich wie bei uns etwa 15 Prozent der Ärzte skeptisch gegenüber Impfungen äußern, wirkt sich das verheerend aus. Mediziner und Gesundheitsbehörden müssen über die vorliegenden Daten besser informiert sein"

    können die (berechtigte!) Skepsis vieler Ärzte bezüglich mancher neu auf den Markt gebrachten Impfungen, wozu auch die HPV Impfung gehört, n i c h t beseitigen.

    vgl. hierzu
    https://www.individuelle-impfentscheidung.de/

    Damit werden die Leistungen des Wissenschaftlers (aber in Bezug auf Impfungen medizinischen Theoretikers) und Nobelpreisträgers Prof. Harald zur Hausen nicht geschmälert.

    Bereits in den 70er Jahren forschte Harald zur Hausen am Hygiene-Institut in Freiburg am HP-Virus, während ich ein Stockwerk höher an meiner drei Jahre dauernden experimentellen Dissertation arbeitete. H. zur Hausen blieb in der Wissenschaft, mein Weg führte in die medizinische Praxis.
    Und exakt da muss man im Interesse des Patienten zwischen sinnvollen und (eben) entbehrlichen Impfungen unterscheiden lernen.
    Kritik z.B. an der HPV-Impfung muss erlaubt und möglich sein. Umsatz und Gewinn darf kein Fetisch zum Nachteil der Impflinge sein.

  • die Nachfrage ist das Problem

    31.08.2016, Dr. Oliver Boekels
    Man sollte die Hörner mit einem Gift tränken (sofern die Tiere darunter nicht leiden) und dieses Vergiften in Asien bekannt machen. Somit weiß kein Käufer dort, ob er nicht Gift schluckt, wenn er sich illegal Nashornmehl kauft. Dann würde die Nachfrage wegbrechen, die einzige Methode, die wirklich funktioniert
    Antwort der Redaktion:
    Das Thema wurde tatsächlich schon diskutiert. Hier das ausführliche Statement einer Schutzorganisation https://www.savetherhino.org/rhino_info/thorny_issues/poisoning_rhino_horns

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Die Sensation: Mein Hund hoert auf mich!

    31.08.2016, Margit Alm
    Diese Studie geht durch die Medien der Welt.
    Und was gibt es sonst noch Neues? Hundehalter und Hundetrainer wissen das schon seit Adam kurze Hosen trug.
  • Sedimentschicht

    31.08.2016, Detlef Kroll
    Allein schon die AOL Werbe-CDs aus den 90ern dürften eine ordentliche Sedimentschicht hinterlassen.
  • Realität ? Wirklichkeit !

    30.08.2016, Daniel Hage
    Besser wäre es Sie schrieben, "Mann soll der WIRK-lichkeit keine Vorschriften machen, ausser dass es Sie schon gegeben hat bevor es Irgendein Individual"Bewusstsein" gab das für sie Interessierte !
    Realitäten zimmert sich jeder jederzeit beliebig zurecht - legt man diese Konstrukte aber an die WIRK-lichkeit an so zerschellen praktisch 100% von Ihnen sofort... und das wenige was den Erstkontakt mit Ihr überlebt, das ist dann eine winzig kleine "besser-Annäherung" an die Wirklichkeit- ohne diese jemals Deckungsgleich abbilden zu können !
  • Zweigeteilt

    30.08.2016, Kolja Hagenow
    Der erste Teil dieses Interviews hat mich sehr interessiert, der zweite Teil, so scheint mir, ist wohl eher Werbug in eigener Sache für den Herrn Doktor. Und das nicht mal subtil.

    Man könnte fast meinen, dass Herrn zur Hausen hier eine recht unkritische Bühne zur Selbstdarstellung gegeben wird.

    Wie kam es überhaupt, das sich das Interview plötzlich um Impfen gegen GH-Krebs dreht?

    Außerdem scheint es mir, als versuchte er, jede Art von kritischer Betrachtung auf das Thema Impfen als das Werk von Spinner oder Religiösen (lies Erstere) erscheinen? Wo sind die Eltern, die sich kritisch und differenziert mit dem Thema Impfen auseinandersetzen, auf einer fundierten, wisseschaftlichen Basis? Wie kann man kritisches Denken im Bezug auf Impfen per se als "verheerend" bezeichnen? Dem Herrn sollte klar sein, dass das Feld "Impfen" unglaubliche Dimensionen hat und dass es sich bei diesem, wie auch in jedem anderen Feld (das nennt man gute wissenschaftliche Praxis) lohnt, ein kritisches Auge darauf zu werfen.
  • Etruskische Schrift und Sprache

    30.08.2016, Dr. Peter Festin
    Die etruskische Schrift in Italien leitet sich aus der Schrift der Phöniker ab, ist seit langem entziffert und selbst für Amateure kein großes Problem. Nur teilweise enträtselt ist hingegen nach wie vor die Sprache der Etrusker.
  • Drohne ausgerüstet mit Rakete/n

    30.08.2016, Klaus Muller
    Warum können Drohnen nicht mit Raketen ausgerüstet werden, vielleicht ohne explosiv Körper, aber Farbstoff oder non lethal Gas, leider lesen wir in unseren Zeitungen fast täglich dass Nashörner bestialisch erlegt werden.
  • Spezies vs. Umwelt

    30.08.2016, Uwe Engmann
    Es ist ja wohl auch so, das jedwede Spezies auch einen Entwicklungsdruck auf ihre belebte (organische) und unbelebte (anorganische) Umwelt ausübt was wiederum zur Evolution dieser Spezies rückkoppelt.
    Diese Rückkopplung kann dämpfend oder anregend wirken. Da die Menschheit ihre Umwelt, d.h. den gesamten Planeten zu ihrem "Vorteil" entwickelt, erscheint es konsequent wenn physische wie mentale Fähigkeiten sich auch rückentwickeln oder ganz verschwinden.