Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Respekt Herr Lingenhöhl!

    22.10.2016, René Maçon
    Bevor sich hier nun wieder die Freunde der samtpfotenen Killermaschinen echauffieren werden, möchte ich Herrn Lingenhöhl für seine standhafte Berichterstattung zum Thema danken! Ich kann aus meiner eignen Beobachtung mittlen, dass Katzen nicht nur Vögel und Kleinsäuger jagen, sondern auch Reptilien.

    Die Katzen unserer Nachbarn haben immer ein Auge auf die Europäischen Sumpfschilkröten in unserem Gartenteich, wenn sich diese im Sommer sonnen. Normalerweise schaffen sie den Sprung ins Wasser, bevor die Katze da ist; ich habe aber auch schon einmal eine Katze verscheucht, die eine Schildkröte erwicht hatte und mit ihr "spielte".

    Ebenso sitzen die "knuddeligen Monster" bei schönem Wetter auch gerne vor der alten Trockenmauer, in der sich bislang noch eine kleine Population von Mauereidechsen hält... Wieviel Tausende dieser Reptilien (die autochthon sind und unter Naturschutz stehen!) könnte man retten, wenn man der Forderung der American Bird Conservancy folgen würde, und den Freigang von Katzen verbieten würde? Stattdessen geben wir Millionen aus und nehmen die erhebliche Verzögerung von Großbauprojekten in Kauf, um ein paar hundert Zauneidechsen umzusiedeln. Katzenliebhaber sind halt Wählerstimmen, da traut sich niemand ran...
  • Schutzzäune als Alternative?

    22.10.2016, DC
    Wildtiere suchen sich ihr Futter selbst, tragen kräftezehrende Rang- und Revierkämpfe aus, können von Parasiten oder ungünstiger Witterung wie langer Kälte/Trockenheit geschwächt sein. Und die schwachen, langsamen Tiere werden von Raubtieren getötet - richtig, das ist Natur. Doch diese Raubtiere leben unter den gleichen Bedingungen, DAS ist Natur! Liebe Katzenfreunde, Eure gut gepflegten, sorgfältig ernährten, tierärztlich überwachten, gut erholten, oft in hoher Zahl auf engstem Raum auftretenden Miezen sind schlichtweg kein fairer Gegner - meine Jagdhunde wären das ebensowenig - DAS ist nicht Natur!!

    Wer nicht die Zeit aufbringen kann, seine Katzen im Haus zu beschäftigen, sollte - statt grenzenlosem, unüberwachten Freigang - den Garten so einzäunen, dass die Katze dort frei herumstreifen kann - also quasi Freilauf in einem abgesicherten Areal. Wo ist da das Problem?

    Ist kein Garten vorhanden, sollte man sich damit abfinden, die Katze eben nicht als Freigänger halten zu können und das Tier im Haus beschäftigen. Wer das auch nicht kann, wird hoffentlich genug Verantwortungsbewußtsein aufbringen um zu erkennen, dass die eigene Lebenssituation derzeit eben keine Haustierhaltung zuläßt. Denn Haustiere bedeuten nunmal Zeitaufwand und Mühe.

    Herzliche Grüße von einer Hundehalterin, die viel Mühe in die Erziehung ihrer Hunde investierte und jeden Tag mehrere Stunden mit ihnen spazieren geht - weil die Tiere nunmal ihren Auslauf brauchen (auch wenn ich bei Platzregen und Kälte garantiert lieber auf dem Sofa bleiben würde...).
  • Life´s life...

    22.10.2016, Torsten Irion
    hat das nicht vor allem damit zu tun, dass die meisten anderen Beutejäger ausgerottet sind?

    Ich würd´s mal so sehen: wenn auf 300Mio Amerikaner 80 Mio Katzen kommen, müsste sich das in der Fläche doch eh verlaufen.

    (und wieso um Odins willen bringen Menschen überhaupt kranke und verletzte Tiere in eine Klinik??? Laufen die auch hinter Maulwürfen her, die Würmer futtern, oder sind Würmer einfach weniger knuddelig als Eichhörnchen? Lasst die Natur mal machen, Hauskatzen gehören ohnehin kastriert, aber davon ab machen Waschbären oder Nutria hier in D mehr Probs als wildernde Haustiere, oder liege ich da völlig falsch?)
  • komisch

    22.10.2016, BB
    hat schon mal jemand eine Katze mit einem Vogel im Maul gesehen?
    Ich bin jetzt seit fast einem halben Jahrhundert auf diesem Planeten. In dieser Zeit habe ich viele Katzen gesehen. Mit meinem Stubentiger bin ich viel im Garten und bei kleinen Spaziergängen zusammen. Dabei beobachte ich immer wieder amüsiert, wie Katzen u.a. vom Vogelgesang in ihren Bann gezogen werden. Doch amüsiert von dieser Szene bin dann nicht nur ich. Denn auch die Vögel scheinen an dem Spiel Gefallen zu haben, denn sie sind stets, sobald sich die Katze auch nur auf ein paar Meter nähert - ruckzuck in der Luft und verschwunden. Die Katze hat bei einem halbwegs gesunden Vogel - ÜBERHAUPT KEINE CHANCE!
  • Ist doch alles normal.

    22.10.2016, Roland
    Und welcher Teil in dem Bericht ist nun das erschreckende Ausmaß?
  • Hier läuft watt deftig schief

    20.10.2016, Görge Danner
    Ich finde es gruselig, dass der Mensch über die Oberfläche des Mondes mehr Kenntnisse besitzt als über die irdischen Ozeanböden...

  • Fehlende Quelle zur Aussage im Artikel

    20.10.2016, Arne T.
    Hallo Spektrum Team,

    darf ich fragen warum mein Kommentar hier einfach nicht freigeschaltet wurde? Er entspricht ja wohl mit Sicherheit der Kommentarrichtlinie?

    Können Sie bitte eine Quelle für die Aussage im Artikel: "Auch das bekannte Psilocybin greift die Nerven an;" nachliefern?

    Diese Aussage ist ein Novum für mich und eine belastbare Quelle hätte ich gerne gelesen.
    Antwort der Redaktion:
    Hallo Arne T.,

    ich bitte um Entschuldigung: Bei der Vielzahl an Kommentaren, die in letzter Zeit eingetragen wurden, ist dieser leider durchgerutscht.

    Es gibt Studien, die zeigen, dass Psilocybin in missbräuchlichen Mengen die Persönlichkeit verändern kann - das versteht die Autorin als "Nerven angreifen":

    http://www.livescience.com/16287-mushrooms-alter-personality-long-term.html

    Unter klinischen Bedingungen kann die Substanz allerdings auch positive Wirkung entfalten und neuronale Schäden im Gehirn beheben. Sie regt das Wachstum neuer Neuronen an:

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23727882

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
    Spektrum.de
  • Keine wirklich neue Information

    19.10.2016, Dr. J. Götz
    Natürlich schmecken bei Sonnenschein und Wärme im Garten bis zur Vollreife gelangte Tomaten am besten. Aber da jahreszeitlich bedingt die Einstrahlung der Sonne deutlich weniger geworden ist, kann man die im Supermarkt gekauften Tomaten vor dem Verzehr noch einige Tage bei Raumtemperatur der Sonne aussetzen. Wir machen das auf der Fensterbank des nach Süden gerichteten Küchenfensters mit Erfolg und schon seit längerem. Insofern kann die Aussage am Ende des Artikels bestätigt werden. Aber gleich eine Studie zu bemühen......
  • Alter Wein in neuen Schläuchen

    19.10.2016, Stephan Eichenlaub
    Das (iterierte) Gefangenendilemma ist sehr interessant und hat ein breites Anwendungsspektrum, aber die Schlußfolgerungen sind keinesfalls eine neue Erkenntnis, sondern wurden bereits 1965 formuliert und in den 80ern tiefgehend erforscht.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gefangenendilemma

    Viel Vergnügen bei der Lektüre.
    Antwort der Redaktion:

    Das Gefangenendilemma wurde allerdings nicht iteriert gespielt. Die Teilnehmer spielten vier verschiedene Spiele, Details finden Sie im verlinkten Originaltext.

    Beste Grüße, jd/Red

  • Befremdliche Wortwahl

    19.10.2016, Reinhard Heisterhagen
    Die Bezeichnungen für die vier Typen sind erstaunlich: Optimist, Pessimist, Kooperativer und ... eine biblische Todsünde! Das hat wohl weniger mit Wissenschaft zu tun als mit der politischen Ideologie der Autoren. Schade.
  • ungeschützter GV...

    19.10.2016, H. Gutmann
    Zit: 'Neandertaler und moderner Mensch hatten offenbar weitgehend ungeschützten Geschlechtsverkehr.'
    Donnerwetter!
    'Offenbar' ist offenbar.
    Aber 'weitgehend'?! Welche Alternative zum ungeschützten GV gab es denn vor 40.000 Jahren, den Lümmeltütenautomaten in der Kneipe 'Zum Mammutknochenhaufen'?
  • Schade

    19.10.2016, Helmut B.
    Das solche "Erkenntnisse" inzwischen als Wissenschaft gesehen werden stimmt mich traurig. Erstens ist nichts von dem Geschilderten nicht banal. Und zweitens ist der politische Unterton etwas, was in der Wissenschaft nichts verloren hat. Wie so oft bei einer solchen Form von Wissenschaft ist das Ergebnis gegen Kritik immunisiert: Man darf ja schließlich die Autorin nicht schwächen. Und doch wäre Kritik so furchtbar wichtig: Es werden ein paar Implikationsbröckchen hingeworfen doch nicht weiter ausgeführt. Was will uns die Autorin nun sagen? Dass man als Lehrer seine Schüler nicht kränken, sondern motivieren sollte? hmm. Oder, dass man nicht "schimpfen" darf? Soll Ärger grundsätzlich als "böse" hingestellt werden, auch, wenn er sich gegen die Mächtigen richtet?
  • Variable

    19.10.2016, Hero Pattner
    Die von den Forschern als "Optimisten" Genannten, könnte man auch die "Spekulierenden/Risikoreichen" bezeichnen. Die "Pessimisten" als die "Vorsichtigen/Überlegenden" und die Neider als die "Strategische/Optimierer". Und schon wirkt das Ergebnis des Experimentes ganz anders.

    Die verwendeten Begriffe alleine sind nicht neutral. Mag sein, daß Experimentersteller da für sich das rein sachlich belegen, der Leser tut dies meist nicht.

    Als Leser weiß man nicht um genauen (detaillierten) Ablauf des Experimentes. Mir stellt sich zB. die Frage, inwieweit berücksichtigt wird, daß bei einem Spiel das Ziel ist zu gewinnen. Oder bei einem Experiment halt "es nicht falsch" zu machen. Es ist halt - eine wie auch immer geartete - "Aufgabe" zu erledigen. Da handelt man anders, als wenn es keine Aufgabenrahmen gäbe. Der Anreiz von Lotteriescheinen verstärkt das Ziel "zu gewinnen". Und da handeln dann vermutlich halt die meisten strategisch, oder sind Zocker. Die "Neider" versuchen es mit Gewinnen und den anderen "schädigen" (zurückwerfen). So wie das bei Spielen halt ist, um zu gewinnen.

    Lose Gedanken dazu, vielleicht ist auch all das berücksichtigt gewesen bzw. gewollt gewesen.
  • Re-Aktion

    19.10.2016, Defender
    Ich hatte einmal einen Gesprächspartner, der stellte die Theorie auf, daß ICH die Verantwortung für SEINE Beschimpfungen habe, ICH also die Entscheidung habe, ob ich mich in meinem eigenen Wahn beschimpfen lasse. Ich legte ihm dar, daß Beschimpfungen in jedem Fall Kosten verursachen, entweder in der Unterdrückung oder in der Ausführung einer Reaktion, ich also in jedem Fall ein Opfer bin. Er mochte meiner Argumentation nicht folgen.

    Ich ließ anschließend eine Hetztirade los - nicht persönlich auf ihn, daß wäre ja eine objektive Beleidung gewesen, sondern auf mich! Er reagierte. Hereingefallen.
  • Hyperhidrose

    19.10.2016, M.N.
    Als Betroffene (riesige Schweißflecken, tropfende Hände, tropfnasse Füße) bin ich neben der Anwendung einer Iontophorese auf die Verwendung von Aluminiumsalzen angewiesen. Aluminiumchlorid lasse ich mir als halbflüssiges Gel in der Apotheke anmischen. Ich benutze es zweimal wöchentlich unter den Achseln und an Händen und Füßen. Zusätzlich benutze ich ein aluminiumfreies Deo.
    So komme ich ganz gut über die Runden. Die Hyperhidrose ist eine schwere und schwierige Erkrankung, die sich vor allem negativ auf soziale Kontakte auswirkt, mit allen Konsequenzen.
    Doch sollte der Preis Brustkrebs und Alzheimer sein? Eine schreckliche Vorstellung!!! Ich bin froh über den vorstehenden Artikel, der die oft populistisch aufgemachten Alarmmeldungen in der Presse auf ihr realistisches Maß zurückschrauben und eine vernünftige Risikoeinschätzung zulassen. Danke!