Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Sehr empfehlenswert

    16.06.2013, Gerfried Wagner
    Eines der besten Bücher, die ich je zu diesem Thema gelesen habe! Erfrischend, verständlich. Niemand muss nach der Lektüre seinen religiösen Glauben aufgeben (habe ich auch nicht getan). Aber Krauss macht deutlich, dass Naturwissenschaft und Religion 2 Paar Schuhe sind und es gar keinen Sinn macht, wenn der eine dem anderen seine "Wahrheiten" zu verkaufen versucht. Der Ursprung von Allem hat eine natürliche Erklärung - Gott ist dazu nicht notwendig.
    Ein Glossar wäre hilfreich gewesen.
  • Nur mal so kurz dahin überlegt

    16.06.2013, Matthias Thiermann
    Die Argumentationslinie aus diesem Buch scheint hinlänglich bekannt. Sie taucht selbstverständlich in etlichen Büchern zum Thema auf. Gott als Residual-Kategorie ist also schon älter und nicht neues. Apropos "Nichts". Selbiges mag ja im heutigen Universum besagte Eigenschaften besitzen. Nichtsdestotrotz ist diese Nichts ja in "Etwas" eingebettet, nämlich dem Universum. Es ist also nicht auszuschließen, dass seine Eigenschaften nur, oder in gewissem Umfang, im Zusammenspiel mit jenem hervortritt. Mithin, vielleicht ist diese "Nichts" und jenes "Etwas", was heute unser Universum konstituiert, aus Einem "Anderen" entstanden. Oder kurz gesagt: die Geltungsgrenzen der Kernaussage des Buches sind ein Problem für sich.
  • NACH der Lektüre des Buchs

    16.06.2013, Walter Weiss
    Inzwischen (seit meinem Kommentar vom 12-6-2013) habe ich das Buch gelesen und möchte ergänzend festhalten:

    Die in Technik, Wirtschaft und Politik bestehende undurchsichtige und nie dagewesene Gemengelage aus Energiewende, Atomausstieg, sehr schneller Entwicklung alternativer Energiegewinnung, handfesten undemokratischen oligarchischen Interessen und meist recht verschwiegenen Verflechtungen der Politik mit der Wirtschaft, sowie der alle gegenwärtigen und künftigen Resourcen okkupierenden wirtschaftlichen Kollapse der südlichen europäischen Länder machen es selbst wirklichen Fachleuten (aber wo kann es solche in allen diesen heterogenen Sachgebieten überhaupt geben, wo sind sie wirklich unabhängig?) äußerst schwer, wenn nicht unmöglich, auch nur richtige Momentaufnahmen darzustellen, geschweige denn richtige Prognosen zu stellen und Ratschläge zu erteilen. Die bestausgebildeten Kenner der Materie sitzen ohnehin in der Wirtschaft - wenigstens sind unsere Politikrepräsentanten ihnen rettungslos unterlegen, wobei es inzwischen gleichgültig sein dürfte, ob ihre Entscheidungen auf Kollaboration oder auf Unkenntnis beruhen.

    Was sollen wir normalen Bürger, die doch das Volk darstellen und mit ihrer Stimme die künftige Gestaltung der großen Dinge festlegen sollen, denken, wie sollen wir diese Situation richtig beurteilen, die richtige Partei für die Bewältigung der Probleme finden können? Wo doch erkennbar auch die heutigen Bundestagsabgeordneten die wesentlichen Zusammenhänge überhaupt nicht verstehen, verstehen können (wollen)?

    Wenn man wenigstens schon heute wissen würde, in welche Wirtschaftsstellungen unsere jetzigen politischen Großkopfeten nach der verlorenen Wahl, die bevorsteht, wechseln werden - dann könnte man zumindest sektoriell bestimmte Konstellationen ausscheiden...

    Claudia Kemfert schafft es mit ihrem Buch, dieser allgemeinen Ratlosigkeit zu begegnen, umfassende Entscheidungshilfen zu liefern - und auch: in dieser Stellung nahezu völlig alleinzustehen. Keine der etablierten Parteien ist in der Lage, Ähnliches zu leisten, in einer Situation, die dringend danach schreit. Keine Partei liefert wenigstens vage Konzepte, wie der Staat aus dieser Misere herauskommen könnte, alle bemühen sich stattdessen, kleinklein auf aktuelle Problemchen reagieren zu wollen und sich gegen die anderen Parteien in dieser Kleinkariertheit abzugrenzen.

    Ich habe als interessierter Bürger in den letzten 20 Jahren alle greifbaren Fakten der oben umrissenen Gemengelage für mich zusammengetragen, bin zu fast genau übereinstimmenden Resultaten wie die Verfasserin gelangt (was also auch jedem anderen Bürger möglich gewesen wäre) und kann daher nur jedem Wähler, der wirklich etwas ändern und sich vor der Wahlentscheidung wenigstens über diese Fakten zuverlässig unterrichten möchte, dringend die Lektüre des Buches empfehlen.

    Nach meinem Geschmack (ich bin gestählter und sehr deutlich formulierender Leserbriefschreiber und 79 Jahre alt) hätte das Buch durchaus auch MEHR Direktheit, Verurteilung, Empörtheit, ja Wut und maßlose Enttäuschung zum Ausdruck bringen können, nicht WENIGER! Was unserer Gesellschaft durch unverschämteste persönliche Bereicherung und Umverteilung von unten nach oben angetan wird, kann gar nicht genug gegeißelt und an den Pranger gestellt werden. Als ob es unzulässig sein sollte, derartige Dreistigkeiten und Frechheiten, derartige Schädigungen der Allgemeinheit und derartige Unterdrückungshandlungen wenigstens mit Worten als das zu bezeichnen, was sie sind.

    Ich beglückwünsche die Verfasserin zu diesem Buch und wünsche ihm weiteste und schnellste Verbreitung - vor alllem: VOR der Bundestagswahl.

    Ich habe bei der Lektüre auch keinerlei angeblich fehlende 'Wissenschaftlichkeit' oder Begründung vermißt (dass ich persönlich manche Teile anders gestaltet hätte, meist wohl einfacher und weniger kompliziert - trotz der generellen beträchtlichen Kompliziertheit der Materie, tut nichts zur Sache).
  • Verantwortung

    15.06.2013, Mein Name (erforderlich)
    Warum sollen Nichtautofahrer Autofahrern die Verantwortung abnehmen?

    Bevor ich als Radfahrer oder Fußgänger einen Helm aufsetze, fahren Autos in meiner Umgebung gefälligst erst mal Schrittgeschwindigkeit.

    Dann schauen wir mal, wie "common" Kopfverletzungen von Radfahrern so sind.
  • Klimawandel hin oder her,

    14.06.2013, Quentin Quencher
    die Beschreibung unterstreicht eindrücklich, dass wir mit einem derartigen Wetter immer rechnen müssen, selbst dann wenn es keinen Klimawandel geben würde, oder die Bekämpfung der menschengemachten Klimawandels eine Aussicht auf Erfolg haben würde.

    Die vordringliche Frage kann daher nur sein, wie gehen wir damit um? Wetterextreme verhinden kann keiner.
  • Motivationspsychologie

    13.06.2013, Marko Huemer
    Toller Artikel, Google hat sogar eine Couch für die Mitarbeiter im Büro, weil die wissen, wie wichtig es ist, wenn die Mitarbeiter Pausen machen und wieder runter kommen vom "Work-Flow".

    Hier habe ich euch einen sehr interessanten Artikel zum Thema Motivation geschrieben: http://www.markohuemer.com/entry/motivationspsychologie-ist-der-schluessel.html

    alles liebe
    Marko Huemer
  • Ähnlicher Effekt in Australien

    13.06.2013, Dr. Norbert Meyer
    Der ADFC hatte in der "Radwelt" vor geraumer Zeit von einem ähnlichem Befund in Australien berichtet (leider kann ich gerade die betreffende Ausgabe gerade nicht finden): Nach Einführung der Helmpflicht wurden die Gelegenheits- und Schönwetter-Radler abgeschreckt und die Gefährdung für die verbliebenen Radler wuchs. Es ist halt ein Unterschied, ob man mal eben zum Bäcker um die Ecke oder ins Grüne fährt oder sich in den Innenstadtverkehr stürzt. Ganz davon abgesehen, dass man auf diese Weise den Leuten den Zugang zu einer gesunden Bewegungsart vermiest und sie wieder zum Autofahren animiert. Die Politik sollte zum Thema Helmpflicht lieber die Füße still halten. P.S.: Ich selbst bin seit fast30 Jahren behelmt.
  • Alchemie der modernen Datenanalyse. Rezension über Der Hund der Eier legt

    13.06.2013, Dr.Alfred Richter
    Habe seit vielen Jahren einen weit erhöhten PSA wert. Vor 1 Jahr 85 ng. Bin aber noch nicht in der
    Statistik mit 65 000 Neurekrankung/Jahr als Prostatakrebskranker erfaßt Und wieviel Männer gibt es in Deutschland, bei denen noch kein PSA-Test durchgeführt wurde !
    Also erst wenn ich mich entschließen würde , mich einer weiteren Diagnostik zu unterziehen, würde ich in der Statistik als der 65 001 Patient erscheinen.
    Fazit: Das Buch ist ein großartiger Beitrag den wirklichen Wert und Unsinn unserer Wissenschaft zu entlarven.
  • Klima ist nicht Wetter. Oder doch?

    13.06.2013, J, Schobelig
    << ... Und noch etwas müsse man bedenken, so der Freiburger Geograf: "Der Klimawandel erhöht das Risiko zusätzlich, weil warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann. Noch größere Regenintensitäten wären also möglich." ...>>
    -
    Und warum gab es dann nicht in der vorausgegangenen Warmzeit diese Flut sondern in der sich anbahnenden Kaltzeit?
    Unsere Klima- "Experten" lassen keine Gelegenheit aus ihre zeitgeistigen Schreckensszenarien zu gebetsmühlen.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr (?) Schobelig,

    das Klima macht das Wetter, einzelne Wetterereignisse aber natürlich noch kein Klima. Deshalb kann es auch in einer kalten Phase zu derartigen Niederschlagsereignissen kommen. Die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Wetterlagen steigt oder fällt jedoch, wenn sich das Klima verändert. Physikalisch besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen höheren Temperaturen und größerer Aufnahmekapazität für Wasserdampf.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
    Redaktion Spektrum.de
  • Bevölkerungswachstum

    12.06.2013, Ingrid
    Ich habe das Buch noch nicht gelesen und hoffe, daß er das Bevölkerungswachstum miteinbezogen hat. Vielleicht hat er ja eine bessere Lösung wie im aktuellen Buch von "Inferno" von Dan Brown. Glaub' nicht, daß wir uns die Unsterblichkeit wünschen sollten.
  • Primfaktorzerlegung

    12.06.2013, Welli
    ist mein Hobby seit ich rechnen kann und dabei habe ich auch sämtliche Gesetzmäßigkeiten gefunden. Die Krux ist der Beweis und da scheidet sich der kreative Denker vom fleißigen Mathematiker. Mir fehlt das Wissen, um zu beurteilen, wie wertvoll oder bekannt meiner Erkenntnisse sind.
  • Es bleiben Zweifel

    12.06.2013, Stefan Pschera
    Wiederum Danke für die Antwort. Sie schreiben von "Lehrbuchwissen" und "bereits vor längerer Zeit". Aber erst jetzt und mit viel Tricks werden Details sichtbar, z.B. Astrozytenkontake um die Präsynapse (Pampersthese, dreiteilige Synapse). Wie war es also früher möglich, die Details an den Endknöpfchen zu erkennen? Ich nehme an, hier wurde geschludert und dank einer Autorität "Lehrbuchwissen" generiert. Folgerung: Es ist noch offen, was im Axon und an den Endknöpfchen passiert. Wenn die relativ großen und langen Axonen zu den Muskelfasern alle Endknöpfchen gleichzeitig aktivieren, so ist eine Verallgemeinerung für die kurzen Axone in der Rinde fraglich.
  • Eine typisch deutsche Reaktion

    12.06.2013, Walter Weiss
    kann man da in sämtlichen abgedruckten - offensichtlich nur von Männern stammenden - Stellungnahmen kennenlernen, mit dem deutlichen Tenor: 'Ich habe zwar das Buch nicht gelesen, werde es aber nach dieser sehr positiven Rezension gewiß nicht kaufen, denn es kann einfach in der heutigen politischen und wirtschaftlichen Situation nichts taugen!'

    Ich werde mir das Buch insbesondere wegen dieser Stellungnahmen der deutschen Besserwisser auf jeden Fall kaufen. Und da ich in dieser Materie (in der man bei wohl allen Gesprächen mit Mitmenschen immer wieder nur hört, die Sache sei viel zu kompliziert, als dass man sie verstehen könne, man halte sich daher heraus und vertraue - ausgerechnet! - den Politikern, die es sicher richtig machen würden) alles nur Greifbare seit Ausspruch der Energiewende gesammelt und daraus offensichtlich zu den gleichen Annahmen wie die Autorin gelangt bin, sollte die Lektüre des Buchs wohl Pflichtlektüre für alle sein, die entweder zu den genannten geistig Bequemlichen oder zu den ewig Bedenklichen oder zu den mehr oder weniger offenen Gegnern der Energiewende oder zu den wirtschaftlich/politisch mit der Atom-, Großstromlieferanten-, Großindustrie-Lobby und ihren Parteien und sonstiogen Gruppierungen Verbandelten gehören - wobei es für eine lebendige Demokratie eine Schande ist, wie groß diese Gruppen sind.

    Und ich werde mich nach der Lektüre des Buchs mit Sicherheit wieder melden.
  • Vielleicht finden wir jetzt heraus....

    11.06.2013, wolfgang
    warum warmes Wasser schneller gefriert als kaltes, ein bisher ungeklärtes Rätsel
  • logisch !

    11.06.2013, ugur
    Meiner Meinung nach zwingend erforderliches Ergebnis.
    Man kann die noch vorhandene kinetische Bewegungsenergie der Elektronen nicht in Luft auflösen.
    Sie wird irgenwann wenn der Druck groß genug ist, auch die stabilste Molekülverbindung knacken.


    Thermodynamik,
    je kleiner der Raum in dem sich das Molekül befindet, abhängig vom Außendruck, umso größer die kinetische Energie der Elektronen pro Raumeinheit, die irgendwann das Gebilde außereinander reißt und zu neuen Anordnungen zwingt.

    Ob der Versuch den natürlichen Bedingungen (im inneren eines Planeten) 1:1 entpsrechen kann steht auf einem anderen Blatt.