Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Irreführender Titel

    14.10.2015, Jan-Hendrik Sibberns
    Da mein gestiger Kommentar wohl zu zynisch war, kommentiere ich hiermit gerne in einer hoffentlich respektvolleren Form. In Deutschland gibt es 258 zugelassene PSM-Wirkstoffe (Quelle UBA) in der leider nur teilweise vorgestellten Studie werden lediglich 42 Wirkstoffe untersucht - Die Überschrift müsste korrekter Weise also "Die meisten in der vollgenden Teildarstellung einer Studie über die Auswirkungen von Pestiziden in der Landwirtschaft schadet Bienen" - Leider scheint es dem Verfasser nicht klar zu sein, dass die genannten Hauptverursacher in Deutschland eine Kennung als Bienengefährlich haben und somit nicht in blühenden Beständen eingesetzt werden dürfen. Ferner gibt es viele bekannte Formulierungshilfstoffe wie z.B. Azole, die eigentliche bienenungefährliche Pestizde bienengefährlich machen. Ferner scheint dem Verfasser nicht klar zu sein, dass z.B. synthetische Phyretoide besonders von Ökobetrieben im Rapsanbau eingesetzt werden dürfen, da die Phyretoide die einzige Wirkstoffklasse darstellen, die den Schaderreger nicht tötet sondern lähm. Daher ist der Artikel in seiner Darstellung meines Erachtens wenig wissenschaftlich gehalten, da 1. zu viele Fakten verborgen bleiben und 2. bekannte Tatsachen nicht mit den Eu-weit geltenden Rechtsvorschriften in Zusammenhang gebracht werden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jan-Hendrik Sibberns
  • hätte man ja nicht gedacht

    13.10.2015, Jan-Hendrik Sibberns
    Die 3 Hauptwirkstoffarten gegen Insekten, die als Bienengefährlich eingestuft sind und deshalb nicht in blühenden Beständen angewandt werden dürfen, sind tatsächlich Bienengefährlich - ich kanns kaum glauben - Bitte berichten sie demnächst über Reissäcke die in China umfallen
  • Toter Bartliest!

    13.10.2015, Wulf Weber
    Sie hätten ruhig erwähnen können, dass die US-Forscher auch diesen Vogel "gesammelt" - sprich: zu Forschungszwecken getötet - haben, obwohl sie die Population nicht einschätzen, sondern nur vermuten können...
  • Zur Begrifflichkeit: "Schrapnell"

    13.10.2015, Moralinsaurer
    Auch wenn es nur der sachlichen und sprachlichen Korrektheit dient: Schrapnell-Geschosse waren zuletzt im 1. Weltkrieg up to date - machen Sie sich bitte mal kundig.
    Was hier offenkundig passierte, war die Explosion einer Sprenggranate, und die erzeugt Splitter, nicht "Schrapnells".
  • unrealistisch

    13.10.2015, MS
    Wenn ich Bienen mit Insektiziden besprühe (die meisten beschriebenen Stoffe gehören in diese Pflanzenschutzmittelkategorie), dann muss ich doch erwarten, dass die Bienen sterben, den sie sind Insekten. In der landwirtschaftlichen Praxis passiert das so aber nicht, da die Mittel nur angewendet werden dürfen, wenn keine Bienen da sind. Zum Beispiel unter der Erde (Beizung), oder zu Jahreszeiten bzw. Tagenzeiten in denen Bienen nicht fliegen oder auf Flächen, in denen sich keine Biene verirrt, weil es dort keine blühenden Pflanzen gibt. Die Auflagen im Pflanzenschutzmitteleinsatz durch Profis (Landwirte) sind so hoch, dass das Risiko für die Bienen sehr gering ist. Problematischer sind die vielen Hobbyanwender, die in Mittel im Baumarkt kaufen und dann unkontrolliert damit hantieren (übrigens auch Glyphosat).
  • Lianen vs. Bäume

    13.10.2015, Paul R. Woods
    Von Februar 1982 bis August 1984 war ich im bäuerlichen Kautschukprogramm in West Sumatra tätig.
    Bei der Auswahl von Flächen, die mit Kautschuk bepflanzt werden sollten, wurden bereits gerodete Flächen (Brandrodungsflächen des Wanderfeldbaus (= "shifting cultivation")) und/oder Sekundärwald (der dann gerodet wurde) vom Projekt ausgewählt.
    Dabei waren Lianen (u.a. Rattan) das wichtigste Indiz. Aber auch alte Kautschuk-Bäume und Bananen waren wichtige Zeigerpflanzen, die aber gegenüber den Lianen weitaus weniger wichtig waren. Es ist also der bereits gelichtete oder flächenmäßig reduzierte Wald, der von Lianen weiter geschädigt wird.
    Hingegen hat der Primärwald zumeist etwas von einer gotischen Kathedrale, wie ich im Norden von Kalimantan Timur (indon. Ost Borneo) sehen konnte, mit wenig Unterwuchs und vor allem keine Lianen.
  • Genau genommen

    12.10.2015, Jan Rothkegel
    Der Artikel ist sehr interessant. Wenn man genauer darüber nachdenkt, entpuppt sich die Strategie als "elementar", sobald man sich das Problem auf der Zunge zergehen lässt. Das erste Immobilienangebot liegt nicht in der Zielspanne? Ja selbstverständlich ist es dann ratsam, auf das zweite Angebot zu warten... Dem geneigten Leser kann ich zur Vertiefung diese Quelle empfehlen: http://was-die-welt-im-innersten-zusammenhaelt.de/2015/09/20/das-zwei-zettel-spiel/
  • Tststs...

    12.10.2015, bossel
    "muss vor ungefähr 3500 Jahren eine große Völkerwanderung aus Europa nach Afrika stattgefunden haben"
    Im Originaltext steht nichts dergleichen, sondern:
    "the genomes suggest a major migration into Africa by farmers from the Middle East, possibly about 3500 years ago"
    &
    "European farmers and living Africans inherited this DNA from the same source—a population in the Middle East, perhaps Anatolia or Mesopotamia"

    Mal abgesehen davon ist der Wortlaut auch im Original etwas seltsam, da dort immer nur von Afrika die Rede ist. Europide Populationen gab es in Nordafrika aber auch schon, bevor Mota lebte. Die alten Ägypter sind da wohl das beste Beispiel. Mit Afrika ist hier dann wohl nur Schwarzafrika (Afrika südlich der Sahara, engl. Sub-Saharan Africa). Was übrigens dadurch bestätigt wird, daß das englische Middle East normalerweise Ägypten umfasst.

    Manica hat dies wohl auch an anderer Stelle entsprechend erklärt. Falls ich das richtig sehe, spekuliert er, daß es Entwicklungen im Ägyptischen Reich waren, die zu den Wanderungsbewegungen Richtung Schwarzafrika führten.
  • Polarfüchse in der Subantarktis?!?

    11.10.2015, Yadgar
    In der Subantarktis? Wirklich? Also z. B. auf Südgeorgien, den Kerguelen-Inseln, den Crozet- und Prinz-Edward-Inseln, auf Macquarie? Das glaube ich erst, wenn ich es mit eigenen Augen sehe! Zweifellos könnten Polarfüchse in der Lage auf den genannten Inseln gut überleben - aber wie sollten sie dorthin gekommen sein? Mir sind lediglich verwilderte Hauskatzen als vom Menschen eingeschleppte Neozoen auf subantarktischen Inseln bekannt (die man in den letzten 20 Jahren zwecks Erhaltung der einheimischen Seevogel-Fauna mit großem Aufwand versucht, auszurotten)...
    Antwort der Redaktion:
    da hat sich ein "ant" versehentlich eingeschmuggelt - er lebt tatsächlich nur in der Subarktis!

    Ich habe den Fehler ausgebessert. Vielen Dank
  • N-Acetylcystein ist nicht nur ein Antioxidans

    11.10.2015, Stengel
    N-Acetylcystein ist von einer Aminosäure abgeleitet und ein Arzneimittel, das schleimlösend in den Atemwegen wirkt. Von seiner Wirkung (und der eines weiteren nicht näher bezeichneten Stoffs) Rückschlüsse auf Antioxidantien im allgemeinen zu ziehen, ist (noch) nicht gut begründet.
  • Neid Debatte

    11.10.2015, Manfred Schweizer
    Schade, dass sich SdW auf diese Neid Debatte einlässt. Die traditionellen Hirnforscher hatten doch schon 100 Jahre Zeit, ohne dass viel grundlegendes dabei herauskam. Langfristig führt doch eh kein Weg an Simulationen vorbei wenn wir verstehen wollen wie ein Gehirn funktioniert. Warum also nicht jetzt den Grundstein legen, selbst wenn das Ziel noch in weiter Ferne liegt.
  • Freudscher Versprecher?

    10.10.2015, Volker Scholz
    Langes Schamhaar? Oder Schnurr-, Tast- oder sonstiges Barthaar?
    Antwort der Redaktion:
    Nein, es ist tatsächlich das Schamhaar: "pubic hair" bzw. urogenital hairs laut Abstract der Veröffentlichung
  • Fällt das nur mir auf?

    10.10.2015, A. Lesemann
    Vllt. sehe ich ja "Gespenster", will auch garnicht anzweifeln, daß man da etwas entdeckt hat, aber der Name kommt mir denn doch irgendwie "schräg" vor.
    "Hyorhinomys stuempkei" (oder kurz "H.Stuempkei") erinnert zumindestens mich an jene wundervolle Publikation "Bau und Leben der Rhinogradentia" unter dem Autoren-Pseudonym "Harald Stümpke" (kurz:"H. Stümpke").
    Wurde dieses Putzige Tierchen nun in Erinnerung an dieses Werk benannt oder ist es im Ganzen ein mit modernen Mitteln ausgeführter Hoax (ggf. recht gelungen) und die Namenswahl ein kleiner Hinweis darauf? Jedenfalls bin ich schon gespannt auf weitere Berichte zu dieser Tierart?
    Antwort der Redaktion:
    es gibt zumindest eine wissenschaftliche Publikation, die im Text verlinkt ist... ;-)
  • Das erinnert mich...

    10.10.2015, Alex Berger
    ...an eine Aussage, die ich vor ein paar Jahren in einem Artikel über den Sinn und Unsinn von Antioxidanzien als Nahrungsergänzungsmittel gelesen habe.
    Da sagte ein Physiologe: Wir sind nicht gesund wegen der Antioxidanzien in der Nahrung sondern trotz deren Anwesenheit.
    Seine Forschungsergebnisse deuteten damals ebenfalls darauf hin, dass, einfach ausgedrückt, so genannte freie Radikale eine bedeutende Rolle bei der Reparatur von Zellschäden spielen.
    Wie auch der Artikel "Entzauberte Antioxidazien" hier auf der Seite zeigt, ist das schon lange keine Aussenseitermeinung mehr.
    Umso schlimmer finde ich es, dass noch immer in jedem zweiten Artikel in Mainstreammedien zur Ernährung Antioxidanzien als Wundermittel gegen Zellalterung und was weiß ich nicht alles angepriesen werden.
    Warum ist diese Erkenntnis oder zumindest der Zweifel an der Nützlichkeit noch nicht in der Ernährungswissenschaft angekommen?
    Ich versteh es einfach nicht.
  • Ziemlicher Unsinn der Kinderbegrenzung

    10.10.2015, renatus isenberg
    Der aktuelle Flüchtlingsstrom offenbart die Wahrheit. Es geht den amtierenden Politikern aufgrund ihrer besonderen Kenntnisse darum, unsere Bevölkerungszahl drastisch zu erhöhen. Aus Mangel an Willen bzw. an Möglichkeiten der eingesessenen Bevölkerung werden massenweise Ausländer eingeladen, die noch unbelastet von Ängsten Kinder machen wollen. Das ist einer der pragmatischen Gründe Merkels, die Völkerwanderung loszutreten. Das angeblich grosse Herz hat Merkel nicht, was sie schon beim syrischen Flüchtlingsmädchen im Juli bewiesen hatte. 3-4 Kinder sollte jede Familie haben, um die Millionen Singles zu kompensieren.