Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Selektion....

    18.10.2015, Sabine Menssana
    wir sortieren schon seit ewigen zeiten aus, wer leben darf und wer nicht. wir hebeln die selektion mit technischen mitteln aus, jede flächendesinfektion ist ein eingriff in die artenvielfalt, jedes antibiotikum auch. evolution im natürlichen sinne gibt es schon lange nicht mehr - wir gestelten und verwalten ohne das system jemals wirklich verstanden zu haben. und da verwundert es nicht, dass es in erster linie die hübschen und kuscheligen tiere und pflanzen sind die geschiützt werden. und dass es letztlich eine gesellschaftspolitische entscheidung und keine wissenscahftliche ist.
    jeder kulturraum hat da eigene vorstellungen. aus welchem grunde sollten europäer bestimmen können wo was geschützt werden soll?
    den versuch einen irrtum wieder gut zu machen, muss man einfach auch mal anerkennen, auch wenn kuschelige tiere betroffen sind, oder man wieder mal an einem ende etwas gut macht um am anderen ein problem zu schaffen.....
  • Leider richtig!

    18.10.2015, DasBertl
    Leider ist das, was die australische Regierung dort vorhat notwendig und richtig. Sonst sterben die heimischen Arten aus. Das lässt sich allerdings nicht mit der Situation hierzulande vergleichen, da unsere Tierwelt durchaus an Katzen gewöhnt ist. Von "Landplage der Katzen" kann hier keine Rede sein, hierzulande ist das größte Unglück für die heimische Fauna immer noch der Mensch (z.B. Singvögel: Frag mal in Italien nach, wo die geblieben sind..).
    In Australien hingegebn ist es einfach geboten dem Raubtier Hauskatze Einhalt zu gebieten. Sie gehört einfach nicht in diesen Lebensraum.
  • Wie kann etwas zustimmen, dessen Inhalt man zum Großteil gar nicht kennt, ...

    18.10.2015, AZ
    ... bei dem der Inhalt, der bereits bereits ist (u.a. Schiedsgerichte), in allen Aspekten negativ ist?
  • Besserwisserei

    18.10.2015, Rolf Tolerant
    Wir glauben mittlerweile gegenüber allen Ländern die Moralapostel spielen zu können. Das ist Besserwisserei. Ein wenig Anerkennung der Unterschiedlichkeit in Vielfalt würde uns sehr gut tun. Die Bedingungen in der Türkei, in China, in Russland oder eben auch in Australien sind nun einmal anders als hier.
  • Katzenhaft

    18.10.2015, Alex Vanderbilt
    Warum die Aufregung? Es sind nur Katzen, keine außergewöhnlichen Tiere. Regen sich die Tierschutzverbände und Menschen hierzulande auch so auf, wenn sie gesagt bekommen, das hundertausende Katzen und andere Haustieren in Tierheimen sitzen, weil die vormaligen Halter nichts mehr von ihnen wissen wollten? Hauskatzen mit Cecil zu vergleichen, dramatisiert die Lage vollkommen grundlos und verharmlost das, was mit Cecil gemacht wurde.

    Und ja, die einzigartige Tierwelt von Australien und ihr Status Quo sind um jeden Preis aufrecht zu erhalten. Wir müssen dort nicht dieselben Fehler begehen wir hier in Europa. Damit zu argumentieren, ist verantwortungslos.
  • Völlig richtig

    18.10.2015, Karl Rienz
    Früher nannte man das "wildern" und das war ein Delikt das mit dem Abschuss quittiert wurde. Gibt es den Begriff hier nicht mehr?
    Selbst alltägliche Arten von Singvögeln sind mittlerweile bei uns unter Druck, das Massaker an den Arten geht immer weiter. Was Städter oft gar nicht merken. Heute, wo sie nur noch auf ihr Smartphone glotzen beim Spazieren gehen, ohnehin nicht mehr.
    Die verwöhnten und gepflegten Stubentiger lässt man also den ganzen Tag heumstreunen und wildern damit sie es schön artgerecht haben. Zu ihrem Glück killen sie sinnlos Millionen wildlebende Kleintiere, – die "Tierlieben" Halter finden das völlig unproblematisch. Die könnten ja wenigstens den Radius der Katzen auf ihren Garten einschränken, mal "Freilauf-System" oder "Katzennetze" googlen.

  • Doppelmoral?

    17.10.2015, Fuchs
    Katzen führen zum Aussterben von 27 Arten in den letzten Jahrzehnten, so im Beitrag zu lesen. Und sollen millionenfach getötet werden. Hier in Deutschland führt die Agrarindustrie in wenigen Jahren zum Aussterben von wesentlich mehr Arten in Fauna und Flora. Stichwort Biodiveristät und Massensterben der Bienenvölker. Überdüngung zur Nitratverseuchung von Grundwasser, subventionierte Geflügelrestexporte aus der Massentierhaltung nach Afrika zum Absterben der Kleinbauern dort.
    Aber hier wird der Agrarindustrielle gegen jedes bessere Wissen gleichsam unter Naturschutz gestellt und mit EU-Subventionsgeldern geradezu zugesch.... Wer richtet mehr Schaden an? Wer sollte abgeschossen werden? (Achtung Ironie!!)
  • Morissey meint: Katzen dürfen, wir nicht.

    17.10.2015, dazydee
    Wenn Katzen hunderte Millionen Vögel und Kleintiere töten ist das OK, wenn Menschen 2 Millionen Katzen töten nicht.

    Aber was gilt schon das Wohlergehen und die Würde von australischen Beuteldingsbumsen, deren Namen hier keiner kennt,...
  • Künstliche Evolution?

    17.10.2015, Udo
    Die Katzen wären ja normalerweise nicht auf natürlichem Weg nach Australien gekommen. Würde man nichts unternehmen, gäbe es dort irgendwann nur noch Katzen, die aus Ermangelung an Nahrung verhungern würden. Und die ursprünglichen Tiere wären weggefressen.
    Ich mag übrigens Katzen gerne. Aber anscheinend läuft dort leider etwas total aus dem Ruder.
  • In der Vielfalt liegt die Kraft

    17.10.2015, Einhand
    Richtig, Herr Wagenknecht. Allein in Deutschland werden pro Jahr über 750 Millionen Tiere von Menschenhand getötet, aber über 2 Millionen Katzen die nicht nach Australien gehören und andere Tierarten bedrohen, wird sich aufgeregt.
  • Wie sagte schon mein Prof:

    17.10.2015, Günther Danzer
    Ökologie ist eine Wissenschaft und keine Heilslehre von Naturschützern (oder hier wohl besser "selbsternannten" - wie man an dem hinkenden Vergleich mit Cecil sieht). Katzen gehören nach Australien, wie Beuteltiere nach Europa. Leider ist man bei (nach oben genannten Zahlen) 100.000.000 gefressenen Kleintieren pro Tag ziemlich spät dran mit dieser Entscheidung.
  • Erhaltung der Artenvielfalt um jeden Preis?

    17.10.2015, Gerhard Pahl
    Jawoll!!! Und noch mal: Jawoll!!!
    Und zwar nicht nur in Australien sondern überall, weil wir Menschen derzeit für ein größeres Massensterben verantwortlich sind als es im Laufe der Jahrmillionen jemals auf diesem Planeten stattgefunden hat!
    Und das heißt auch: Wachstum begrenzen, auf Palmöl und damit auf Regenwaldzerstörung verzichten, Nahrungsmittel nicht weiter als Energiepflanzen in Biogasanlagen und Verbrennungsmotoren zweckentfremden usw.
    Danke Australien für einen kleinen Beitrag, dem viele weitere weltweit folgen müssen!
  • Das ist keine Evolution,

    17.10.2015, Stefan Räbiger
    Evolution ist ein selektiver Vorgang der nicht vom Menschen beeinflußt wird, sondern nach anderen Gesetzmäßigkeiten funktioniert. Hier wird von Herrn Freder übersehen welche Aufgaben z.B Singvögel und kleine Säugetiere haben, die nicht mehr erledigt werden wenn es sie nur noch zu wenigen oder überhaupt nicht mehr gibt. Katzen sind in Europa, Nord-Amerika und auch in Australien zu einer Landplage geworden. Leider ist das einem Fehler durch Menschen zuzuschreiben und jetzt muß das korrigiert werden. Entweder die Überzahl an Katzen wird getötet oder es werden in den nächsten Jahrzehnten eine erhebliche Anzahl von sehr nützlichen Tierarten, die uns vor zu vielen Insekten z.B. bewahren. Das hat auch einen Einfluß darauf wieviel Gift zur Insektenvernichtung in die Landschaft gesprüht wird. Alles andere ist unheilvolle Gefühlsduselei von schlecht informierten Tierschützern.
  • Australiens Plan

    17.10.2015, Josef Werner Schill
    Der Regierung von Australien sei ins Stammbuch geschrieben: Wer gut zu seiner Katze ist, den wird sie niemals verlassen, also auch nicht verwildern.
  • "Tut nicht viel zur Sache"?

    17.10.2015, Tom Omer
    Dass der Mensch diese Arten eingeschleppt hat ist der Unterschied ums ganze. Mit natürlicher Evolution hat das überhaupt nichts zu tun: Evolutionsbiologisch ist es eher eine Revolution, wenn in verhältnismäßig kurzer Zeit viele überangepasste Fressfeinde eingeschleppt werden. Werden endemische Arten dann im wahrsten Wortsinn einfach aufgefressen ist es einfach vorbei mit Entwicklung.
    In natürlichen Evolutionsprozessen, in denen sich Arten langsam entsprechend der geographischen und klimatischen Bedingungen und Entwicklungen Lebensräume nach und nach erschließen, hat das nichts zu tun. Wenn der Mensch den Regenwald abholzt, sagt ja auch niemand: Naja, der stärkere setzt sich eben durch.