Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Rechenschieber

    23.08.2016, Eckart Stetter, Nabburg
    In diesem Artikel hätte man vielleicht noch erwähnen können, dass der Rechenschieber ebenfalls auf dem Prinzip log(xy)=log(x)+log(y) beruht. Mit diesem Gerät, das in der einfachsten Version zwei gegeneinander verschiebbare Skalen von 1 bis 10 in logarithmischer Teilung aufweist, kann man mit hinreichender Genauigkeit zwei Zahlen mit bis zu 3 gültigen Ziffern multiplizieren oder dividieren. Zum Multiplizieren verschiebt man die 1 (oder 10) der ersten Skala auf die Position des Teilungsstrich auf der zweiten Skala, der den Wert des einen Faktors darstellt, und liest das Ergebnis (das Produkt) auf der zweiten Skala an der Stelle des den zweiten Faktor darstellenden Teilungsstrichs der ersten Skala ab: graphische Addition (bei der Division dementsprechend: Subtraktion). Solche Rechenschieber waren bis Anfang der 1970er Jahre, als Taschenrechner verfügbar wurden, die man sich finanziell auch leisten konnte, bei Ingenieuren und Physikern recht populär, sofern die Rechenergebnisse nicht genauer als ein paar Promille sein mussten. Luxuriösere Ausführungen wiesen zusätzlich Skalen 1 bis 100, 1 bis 1000, eine lineare Teilung sowie einen Schieber mit Strich über alle Skalen auf. Damit konnte man dann auch quadrieren, eine Quadrat- oder Kubikwurzel und den Logarithmus berechnen. Wie bei Logarithmentafeln liefert der Rechenschieber nur die Ziffernfolge des Ergebnisses. Die richtige Zehnerpotenz musste man separat ermitteln.
  • Frage

    23.08.2016, Rudolph Gerlach
    Sollte man die bevorzugte Nahrung nicht anhand des Gebisses bestimmen?
    Ein Tier frisst, was es findet. Und stirbt, wenn es dauerhaft das Falsche ist.
    Auch, wenn es in diesem Fall richtig ist, dass der Höhlenbär en Pflanzenfresser war, und Kommentar 2 die Sache richtig beleuchtet.
    Liegt hier vielleicht ein methodischer Fehler vor?
    Antwort der Redaktion:
    Die Gebisse von Höhlenbären deuten ebenfalls auf eine überwiegend pflanzliche Nahrung hin, sowohl was die Form der Molaren angeht als auch die Abnutzungsspuren. Die Frage ist, wie groß der pflanzliche Anteil war.
  • Überschrift ist falsch - 2

    23.08.2016, Heinrich Sauer
    Die Höhlenbären waren wohl Herbivoren. Das sind sich von Pflanzen ernährende Tiere (oder Pflanzen). Nicht umsonst gibt es diesen Fachausdruck. Um Opfer oder Profiteur von -ismen, hier Veganismus, sein zu können, muss man der entsprechenden _Ideologie_ anhängen - hier: Aus Überzeugung nichts (fr)essen, was tierischen Ursprungs ist. Dass Höhlenbären aus einer solchen Überzeugung heraus Pflanzenfresser waren, bestreite ich. Die Überschrift ist also schon aus sprachlicher Sicht falsch. Ich schließe mich Herrn Jenne an: ts ts!
  • Die Überschrift ist schlicht falsch,

    23.08.2016, Martin Jenne
    denn nicht der Veganismus hat den Bären ausgerottet, sondern das geringe Pflanzenangebot. Wenn ein Pflanzenfresser keine Pflanzen mehr bekommt, stirbt er - Sie können Kühe auch nicht mit Fleisch füttern!
    Und sowas erscheint im Spektrum - ts ts.
  • Nicht überzeugend

    23.08.2016, Ulrich Hartmann
    Daß der Höhlenbär ein Pflanzenfresser war, ist nichts Neues. Aber wieso soll ihm das zum Verhängnis geworden sein? Anders als der Braunbär kam er in Mitteleuropa in Kalt- wie in Warmzeiten vor, konnte sich also an unterschiedliche Klimaverhältnisse anpassen. Auch starb er schon vor Ende der Eiszeit aus, also nicht zur Zeit der größten Klimaveränderungen.
  • Plausibel. Aber vielleicht war es viel einfacher.

    23.08.2016, Konrad Lehmann
    Als zusammenhängende Story erzählt, klingt die Sache mit den Projektilen zur Jagd gewiss sehr überzeugend. Aber es bleibt eine Geschichte, die sich jedem Beweis entzieht.
    Auf Spiegel Online war in den letzten Tagen von einem Norditaliener zu lesen, der im Bett der Etsch Tausende von Steinen mit interessanten Formen gesammelt hat. Meine Frau und Töchter haben im Strandurlaub gerade Säcke voller Meeresschnecken zusammengeklaubt. Zweck? Sammlerlust.
    Von Natur aus kugelrunde Steine sind auffallend und reizvoll. Gut möglich, dass eine prähistorische Sammlernatur sie einfach nur zum Vergnügen aufgehäuft hat.
    (Denn wenn es Wurfgeschosse waren: Warum wurden sie dann nicht ge- und verbraucht? Warum so viele?)
  • Wirtschaftlichkei?

    23.08.2016, amphibol
    Wenn schon heute "im Schnitt" 87% aller Fahrten ohne Probleme mit dem Elektroauto erledigt werden können, so kann das sehr gut sein. Die meisten Wege sind sicher unter 100 Kilometern, da sollte die Reichweite noch kein echtes Problem sein. Nur ist es fraglich, ob ein teures Fahrzeug, immerhin kosten E-Autos noch deutlich mehr als herkömmliche, für die Leute wirtschaftlich sein kann, wenn sie zusätzlich noch Mitfahrzeuge mieten oder Carsharing betreiben müssten.
  • Goldgewinnung

    23.08.2016, Fred Ammon
    Die Frage, wann sich Goldgewinnung lohnt, ist nicht einfach zu beantworten.
    Die Förderbedingungen sind sehr unterschiedlich und eine wesentliche Rolle
    spielen auch Nebenprodukte, wie zum Beispiel Kupfer.
    Südafrika ist als Hauptproduzent inzwischen von China abgelöst worden
    und die Fördermenge in der Welt ist im Jahre 2015 auf über 3.000 Tonnen angestiegen. Auch die Nachfrage und der Preis machen es möglich.
  • Eine Erklärung für dunkle Materie und Energie innerhalb der ART ist möglich

    23.08.2016, L. K.
    Die ART liefert aber möglichwerweise selbst eine Erklärung für diese Phänomene. Die allgemein betrachteten kosmologischen Modelle basieren auf Lösungen der Feldgleichungen, die frei von Drehimpuls sind bzw. nur sehr einfache Situatonen beschreiben (Kerr-Lösung für ein rotierendes schwarzes Loch). Kurt Gödel fand dagegen eine Lösung, die ein Universum mit Gesamtdrehimpuls größer Null beschreibt. Darin entfernen sich Objekte durch eine Art Fliehkraft beschleunigt voneinander, ohne dass eine besondere Dunkle Energie nötig wäre. Und es gibt Ansätze, die die Diskrepanz bei den Winkelgeschwindigkeiten von Galaxien und Galaxienhaufen durch lokale Wirbel in der Raumzeit erklären. Die ART beschreibt die Raumzeit durch das Aquivalent einer hydrodynamischen, nichtlinearen Gleichung in der es eine Entsprechung zu den Navier-Stokes Gleichungen gibt. Damit sind theoretisch Strömungen und Verwirbelungen möglich, die die sichtbare Materie mitreißen können. Dunke Materie und Energie wären somit eine Manifestation des Drehimpulses der Raumzeit selbst. Problem dieses Ansatzes ist die extrem komplizierte Mathematik dahinter. Selbst die bekannten Gravitationswellen, deren Ausbreitung ja auch ein Phänomen allein der nackten Raumzeit ist, können bisher nur näherungsweise in linearer Näherung beschrieben werden. Die Feldgleichungen mit komplett besetzem allgemeinen Energie-Impuls Tensor sind ein ziemlicher Alptraum. Die wenigen Veröffentlichungen zu diesen Ansätzen kommen daher bisher kaum über allgemeine Überlegungen hinaus, die zumindest die Möglichkeit einer Erklärung komplett innerhalb der ART ins Spiel bringen.
  • Re: vielleicht nochmal nachdenken

    22.08.2016, Ingo
    Ihr Beispiel hinkt gewaltig, denn der christliche Glaube hat nicht signifikant mit der Sexualpraktik der Spender zu tun. Fakt ist, dass Analverkehr ein höheres Ansteckungsrisiko in sich birgt und dass Homosexuelle zu häufigeren Partnerwechseln ohne Schutz neigen. Genau aus diesem Grund sind MSM ja 200fach gefährdeter als die Normalbevölkerung. Lesen Sie mal die Berichte des RKI: Es sind in Deutschland kein Dutzend Fälle rein heterosexueller Übertragung bekannt. Auch bei den Heterosexuellen Übertragungen hat die Ansteckung zu 95% entweder direkt in Hochpräventialländern (Subsahara, Kambodscha etc.) stattgefunden, es war ein Hetero-MSM Kontakt oder es handelt sich um Migranten, die sich in Deutschland in ihrem (z.B. Subsahara) Milieu in Deutschland angesteckt haben (deshalb sind die Zahlen in den letzten Monaten ja auch stark gestiegen). Dass sich Ließchen Müller bei Herbert Schulze mit HIV anstecken kann, ist ein Mythos, der sich lange fest gehalten hat. Weil das Ansteckungsrisiko innerhalb der Normalbevölkerung so gering ist, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auch letztes Jahr nach 20 Jahren eine Kehrtwende in der öffentlichen Werbung gemacht. Den Spruch "Gib Aids keine Chance" werden Sie nur noch in Schwulenklubs finden. Anderswo wird nur noch vor sexuell übertragbare Krankheiten im Allgemeinen gewarnt.
    Zur Sicherheit der Bevölkerung ist auf ideologische Scheuklappen zu verzichten: MSM haben ein höheres Infektionsrisiko!!
  • Danke für Termitennews (+Mecker für das Foto)

    22.08.2016, @humorkritik
    Mein lieber @Fischblog, ich bin dir ja sehr gewogen und freue mich, dass du meinen kleinen Termitenfreunden einen längeren Blurb mit wunderbar verklickbaiteter Überschrift widmest. Aber das Foto! Das ist doch gar nicht Reticulitermes flavipes (Kollar, 1837)! Da hätte es tatsächlich auch PD-Fotos mit der rochtigen Art gegeben! *meckermoeperflipsyaussi*

    Aber das Foto ist schon sehr geil. Ich hab mir mal gerade den Acc con goopholidon da angesehen und bin arg neidisch. Ich hab selbst Bilder von den Mistviechern geschossen, in situ, und kann die leider sagen: die sind arg schnell, so dass fast alle meine Fotos bewegungsunschaft sind. Zudem sind sie klein, so dass die Schärfentiefe meist für'n Arsch ist. Und zahlreich, so dass ich nie ein Bild mit einer oder zwei Termiten allein hinbekommen habe - immer wuselte irgendwo noch was rum, was die Ausschnittsauswahl versaut hat.
    FTR, in Kombination ist klein & schnell & zahlreich nicht nur für's Foto, sondern auch für Fotografierende eine Pest. Spätestens, wenn dir die Soldaten bis in den Schritt gekrabbelt sind wird die Fotosession abgebrochen. Wenigstens entzünden sich die Bisse nicht, das sezernierte Sekret scheint Staphylococcus aureus keine Chance zu lassen.
    Antwort der Redaktion:
    Ich bekenne mich schuldig - das Foto zeigt den Beißwerkzeugen nach auch keine Männchen, sondern irgendeine Verteidigungskaste. Aber es ist zu gut um es liegenzulassen.
  • Weitere mögliche Erklärung für (angebliche) Dunkle Energie

    22.08.2016, Albrecht Giese
    Ein wesentlicher Aspekt der Bestimmung dieser "beschleunigten" Expansion des Universums ist die Bestimmung der Geschwindigkeit von Sternen über die Rotverschiebung aus dem Dopplereffekt. In diese Bestimmung geht die Lichtgeschwindigkeit c mit 1/c ein. Nimmt man an, dass die Lichtgeschwindigkeit früher einen höheren Wert hatte, dann verschwindet dieses ganze Phänomen sofort.

    Warum wird das nicht betrachtet? Angeblich hat Einstein die ewige Konstanz der Lichtgeschwindigkeit postuliert. Aber erstens hat er das nicht, in der Relativitätstheorie spielt nur die momentane Lichtgeschwindigkeit eine Rolle. Und zweitens wäre es ein Postulat, keine bewiesene Tatsache. Darüber hinaus würde das ebenfalls unverstandene Phänomen der kosmischen Inflation einfach verständlich werden, wenn man eine Variation von c zulässt.

    Es gibt eine berühmte Arbeit von A. Albrecht und J. Magueijo (1999), die zeigt, dass eine angenommene Veränderlichkeit der Lichtgeschwindigkeit über die Zeit zu keinerlei Konflikten in der Physik führt.
  • Ohne die (kooperativen) Trolle ...

    22.08.2016, Jürgen Paape
    in den Patentämtern, die "vage definierte, triviale Anwendungsfälle einer Technologie" erst einmal patentieren, gäbe es kaum erfolgreiche "Patenttrolle". Dort liegt doch wohl das Problem.
  • Kylonischer Frevel

    21.08.2016, Wilhelm Wolff
    "Doch die Machtübernahme scheiterte an der athenischen Aristokratie, die den so genannten 'Kylonischen Frevel' postwendend niederschlug und die Putschisten zu Tode steinigte." Der Kylonische Frevel bestand nicht im Putsch, sondern in der Tötung der Putschisten, da die Putschisten in einem Tempel Schutz gesucht hatten und ihre Tötung somit einen Bruch des Asylrechts darstellte.
    Insgesamt aber ein interessanter Artikel, danke dafür!
    Antwort der Redaktion:

    Danke für den Hinweis, Sie haben Recht - wir haben die Textstelle jetzt geändert.


    Viele Grüße, jd/Red

  • Das Elementarquantum Dunkler Energie

    21.08.2016, Peter Pohling
    Riess und Livio stellen auf Seite 14 die Frage: „Warum ist die Vakuumenergie so gering?“ Hier meine Lesermeinung zu der brisantesten Frage des Artikels:
    Einen Fingerzeig zu deren Beantwortung könnten uns möglicherweise die Feldkonstanten der Kräfte geben. 1898 berechnete Max Planck mit Newtons G, mit c und dem Wirkungsquantum eine erste Längenkonstante der Natur. Mit der Länge von 4∙10^-35 m ergibt sich die extreme Planck-Energie von 4,9∙10^9 J. Den Wert der hier gesuchten geringen Vakuumenergie liefert eine Verwandte von G. Das ist die Coulomb-Konstante im Coulombschen Gesetz. Deren Strukturgleichung ist gegenüber der von G noch einfacher. Sie besteht nur aus den Quadraten von h und einer zweiten Längenkonstante. Analog zu Plancks Intention ergibt die Coulomb-Konstante eine elektrische Elementarlänge von 5∙10^38 m und – was die Kosmologen besonders freuen dürfte - die extrem geringe, „fast euklidische“ Krümmung des Kosmos. Diese Minimal-Krümmung liefert nicht nur eine Erklärung für die innere Struktur der Elementarladung. Das Elementarquantum h∙c/l(E) der Dunklen Energie füllt ein Raumelement von der Größe des Elektrons. Meine Vermutung deckt sich mit den Erwartungswerten der Kosmologen für die Dichte der Dunklen Energie und für die Relation zwischen den Elektron- und den Proton-Radien unter www.naturkonstanten.de Aus dem Wert 3,9∙10^-64 J des Quantums Dunkler Energie folgen sowohl die Energiedichte des Skalarfeldes der Dunklen Energie als auch der Zahlenwert für die kosmologischen Konstante. Vielleicht bauen uns die Eigenschaften der Partikel eine Brücke für das Verständnis der „brisanten“ Dunklen Energie.