Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Zu 12.

    13.08.2015, Michael
    Gutes Auge, ich stelle das "R" ebenfalls in Frage. In dem von der Redaktion weiter oben verlinkten Fachaufsatz (http://www.gustavianum.uu.se/digitalAssets/203/203037_3medieval-christian-invocation-inscriptions-on-sword-blades.pdf) wird in Abbildung 26 bei einem finnischen Schwert ein fast identisch aussehender Buchstabe als "N" gedeutet. Kurioserweise kommt in der dortigen Inschrift (wie bei unserem Rätsel) das "N" auch noch in einer "normaleren" Schreibweise vor. In dem Fachaufsatz wird in dem in Abbildung 29 dargestellten Alphabet der fragliche Buschstabe als "N, zweite Variante" beschrieben. Folgt man dieser Deutung, ergibt sich ein leicht anderes Rätsel, nämlich:

    +NDXOXCHWDNGHDXORVI+
  • Ist das wirklich ein R?

    13.08.2015, Jennifer
    Der 10. Buchstabe, nach ...WD soll laut Artikel ein R sein, sieht dem R am Ende der Reihung aber nur geringfügig ähnlich.
  • Die Lautsprache darf man nicht vergessen

    13.08.2015, Klaus
    Wie wir aus den modernen Chat, bzw. SMS-Sprachen wissen, können Menschen bei Abkürzungen sehr kreativ werden, wenn man unbedingt etwas abkürzen möchte.

    Beispielsweise wird aus "cul8ter" ein "see you later". Ohne die genaue Aussprache ist das nicht zu entziffern.

    So kann auch das W in den Lauten der Umgangssprache im Zusammenhang mit dem Kontext einen Sinn im Lateinischen ergeben. Dazu müsste man aber wissen, wie der alte Ritter und oder sein Schmied damals palavert haben. Da habe ich jetzt keine Vorstellung, wie man das heute noch entziffern möchte.
  • Das wird wahrscheinlich ähnlich sein

    13.08.2015, Werner
    wie mit den Tätowierern, die kein Chinesisch können.
  • Rechtschreibung

    13.08.2015, willis
    Damals konnten nur wenige Menschen Schreiben und Lesen.
    Man sollte in Betracht ziehen, dass der Schmied einen Text quasi falsch abschrieben hat beim Gravieren
  • DATIS NEPIS POTUS COLONIA

    13.08.2015, Peter Zapp
    In moderner Rechtschreibung:

    Dat is ne Pisspott us Colonia
  • Analphabeth

    13.08.2015, haselhuhn
    Eventuell konnte der Schmied auch einfach nicht lesen, hatte aber ein fotografisches Gedächtnis und konnte so einige zu der Zeit übliche Schriftzüge auf seine Schwerter "malen".
  • Mal bei der NSA nachfragen...

    13.08.2015, Torsten
    Eine Nachfrage beim NSA könnte evtl. Klarheit bringen (kein Witz). Die knacken doch alles.
  • Einfache Erklärung für Raum und Zeit

    13.08.2015, Jürgen Altenbrunn
    Mir sind einige der oben genannten Thesen unklar. Wie kann man aus der nicht vollständigen Lokalisierbarkeit bei einigen Prozessen auf das Nicht-vorhandensein des Raumes schließen ? Es ist doch sehr vermessen, aus der Nichtwarnehmbarkeit in einigen Fällen auf das Nichtvorhandensein zu schließen. Wir können elektromagnetische Wellen im Bereich von 400nm bis 700nm als Licht warnehmen. Und jeder weiß, daß es elektromagnetische Wellen mit ganz anderen Wellenlängen gibt, die wir nicht warnehmen können.

    Eine einfache Erklärung für das, was Raum (und Zeit) sind, wird auf der Seite www.altenbrunn.de/wissen.htm gegeben. In der dort ladbaren Datei RZEIT.pdf werden Raum und Zeit
    ausführlich erklärt.

    Ich persönlich halte Zeit und Raum für ganz wesentliche (grundlegende) Begriffe in der Physik (und auch in der Philosopie), ohne die Physik und jede Diskussion über Erscheinungen in unserer Umwelt unsinnig wird. Und insofern kann ich der Behauptung meines Vorschreibers Herrn Kober "Der Raum ist nicht fundamental" nicht zustimmen.
  • Lesen können?

    12.08.2015, Matthias
    Wer konnte im Mittelalter schon lesen? Ritter kaum und Schmiede schon gar nicht. Also kann es auch eine Aneinanderreihung von Buchstaben sein, um den Schein zu wahren. Und wer von den Rittern lesen konnte, wird schon Vorgaben gemacht haben.
  • W oder M?

    12.08.2015, Tillman Bessmer
    Auch der beste Schmied verdreht mal das Stempeleisen und schon ist es passiert: Das "M" für den Schmied[er] Gerhard (CHMDR GHD) endet als "W" und damit zum zeitlosen Mirakel. Ich wette, das Schwert kam in den Sonderpostenverkauf^^
  • Schwert-Inschrift

    12.08.2015, Tatjana P.
    Erst dachte ich an einen Segen, wie "Möge Gott das Schwert zum Siege führen".
    Aber vielleicht beherrschte der Schmied einfach kein Englisch (oder eine andere Sprache) in Wort und Schrift und hat es mit Lautmalerei versucht.
  • Bedeutung

    12.08.2015, EdlerWaechter
    Es könnte sich aber auch nur um eine Werkstattmarke, wie hier
    https://de.wikipedia.org/wiki/Schwert_aus_dem_Teufelsmoor#Inschriftenschwerter
    beschrieben, handeln.
  • Bedeutung?

    12.08.2015, Abahatchi
    Es ist kurios, dass einige lateinische Zeichen gleich als entschlüsselbares Rätsel mit literarischem Hintergrund bezeichnet werden. Vielleicht bedeuten sie nichts, also so gar nichts. Wenn solche Schwerter begehrte Objekte waren, dann mag ein aliterater Schmied sie mit Zeichen versehen haben, um den Verkauf anzukurbeln. Parallelen gäbe es z.B. In der antik griechischen Vasenmalerei.
    Antwort der Redaktion:

    Das ist eine Möglichkeit. Aber ist es unter dieser Annahme auch plausibel, dass dann sämtliche Inschriften unleserlich sind? Siehe dazu auch diesen Fachaufsatz.
    Mit besten Grüßen, jd/Red

  • Nun ja ...

    12.08.2015, Kronberg
    ... ich kann Ihnen offenbar meinen Gedankengang nicht hinreichend klar machen. Wenn Sie das Studienergebnis für sekundär (ich vermute, das war mit sekulär gemeint) halten, dann frage ich mich, welchen Sinn Studien zu welchem Thema auch immer für Sie haben. Ein Ergebnis, das sachlich nicht zu beanstanden ist (und das scheint hier der Fall zu sein), sollte im Dienste der Wahrheit nicht aus anderen Gründen zurückgezogen werden. Verfehlungen der Verfasser, welche das auch sein mögen, sind disziplinarrechtlich und gegebenenfalls auch strafrechtlich zu verfolgen, können aber nicht dazu führen, daß ein richtiges Ergebnis als falsch deklariert wird.

    Was die "braune Flut" angeht, haben Sie vermutlich eine andere Wahrnehmung als ich. Ich vermag da nur ein ziemlich bedeutungsloses Rinnsal zu erkennen, übrigens im Einklang mit der öffentlichen, wie auch der veröffentlichten Meinung (Mainstream natürlich). Wenn Sie allerdings neben den paar People NPD auch AfD und Pegida dazu zählen sollten, werden das schon mehr. Dann allerdings sollten Sie sich einmal damit beschäftigen, was der Nationalsozialismus für Inhalte hatte und wie er sie umgesetzt hat, und das dann mit den genannten vergleichen. Als Physiker sollten sie eigentlich zu vorurteilslosem Herangehen fähig sein. Ich kann nicht über Ihre persönlichen Erfahrungen urteilen, vermutlich stimmt das so, wie Sie geschrieben haben, aber solche Ergebnisse sind dann von der Sache her angreifbar und nicht von der Gesinnung der Verfasser.

    Doch, Ihr Schreiben ist sachlich genug, auch wenn in Ihren Urteilen einiges an sachlich nicht begründeter Meinung zu stecken scheint. Und zum Schluß: Ich kann Sie genausowenig überzeugen, wie Sie mich, und deshalb denke ich, setzen wir hier einen Schlußpunkt.

    Mit den besten Grüßen, F. Kronberg