Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • 2 Definitionen

    14.01.2013, Zara Eckhardt
    Da gibt es die Definition der Temperatur nach der Boltzmannstatistik.
    Geläufiger ist aber die Definition nach der brownschen Molekularbewegung (oder entsprechende Bewegungen anderer Teilchen).
    Danach gibt es tatsächlich keine negativen Temperaturen und bevor eine Temperatur unendlich werden würde, würde ein schwarzes Loch entstehen und je höher die Temperatur, desto größer das schwarze Loch.
    Dass sich Atome auch anziehen können ist unabhängig von den beiden Definition und nach der brownschen Molekularbewegung ist bei den genannten Quantengasen entgegen der Boltzmannstatistikdefinition natürlich überall positiv, aber das besondere: entgegen der Boltzmannstatistikverteilung (umgekehrt, also negativ) ist das Quantengas dort dichter, wo es heisser ist!
    In der Tat könnte man in Motoren dieses Phänomen wie eine negative Temperatur benutzen. Das ist in etwa so als würde man beim Motor nebenbei erzeugte Aufheizungen direkt in Strom umwandeln. Nach klassischer Motorendefinition wäre das eine Effizienz von über 100%. Das wäre jedoch kein Perpetuum Mobile! Die absolute Motoreneffizienz ist dann bloß näher dran an 100%!
    Bei der unendlichen Temperatur nach der Boltzmannstatistikdefinition handelt es sich um beliebige, positive, aber endliche Temperaturen nach der Molekularbewegungsdefinition, die gleich verteilt sind.
  • Schwangerschaft = Erstkontakt mit Homöopathie

    14.01.2013, Nana
    Bei meinem Kinderarzt lag einmal ein Bericht aus, in dem es darum ging, dass Frauen häufig den Erstkontakt mit Globulis in der Schwangerschaft haben. Hebammen arbeiten oft mit diesen kleinen Kügelchen und öffnen so bei den Müttern die Pforte zur Alternativen Heilmethoden.
  • Mut

    14.01.2013, Fritz Kronberg
    völlig richtig howetzel, aber auch Ihnen fehlt der Mut, offen hinzuschreiben, daß der Ausstieg aus der Kernenergie schlichter Schwachsinn ist und hierzulande vermutlich aus koalitionspolitischen Motiven erfolgte.
  • Niederlagen? Wohl eher kontraproduktive Siege!

    13.01.2013, Tim
    Das Problem der Umweltschutzbewegung ist eher, dass sie in vielen Bereichen inzwischen eine Religion geworden ist, die sich teilweise extrem weit von den wissenschaftlichen Grundlagen entfernt hat und keinem Rechtfertigungszwang mehr unterliegt. Die Position der sogenannten Umweltbewegung zur Gentechnik oder neuen Entwicklungen in der Atomkraft etwa ist einfach nur ein Trauerspiel. Bei der umweltschädlichen Produktion von Solarzellen oder dem immensen Landschaftsverbrauch in der Biolandwirtschaft hingegen wird bedenkenlos weggeschaut.

    Und dann immer wieder dieser peinliche Gegensatz zwischen "Umweltschutz" und den fiesen "wirtschaftlichen Interessen", den ja auch der Rezensent hochzuhalten scheint ... Die Umweltwirtschaft vertritt selbst eisenhart ihre Interessen, die oft meilenweit von echtem Umweltschutz entfernt sind, siehe etwa die unsinnigen Photovoltaik-Subventionen oder das kontraproduktive Glühbirnenverbot. Umweltschutz ist leider zu einem Geschäftsmodell geworden, bei dem angebliche Moral als Produktvorteile verkauft wird.

    PS: Die meisten Pazifikinseln, die angeblich untergehen, haben in den letzten Jahrzehnten an Fläche gewonnen. Aber das ist ja eine geologische Beobachtung, darum hat sie in angesagten Umweltschutzdiskussionen natürlich nichts zu suchen.
  • Keine Panik

    13.01.2013, Robert Orso
    Wer sich unbedingt fürchten will, findet immer einen Grund. Da helfen auch keine noch so genauen Zahlen.

    Tatsächlich wurde damals ein korrigierter Wert für den Wahrscheinlichkeitswert veröffentlicht, der so viel kleiner als 2,7% war, dass "definitiv" definitiv angebracht ist: 1:45.000 oder 0,002%. DAS hat aber nicht so viel Wirbel in den Medien verursacht. Abgesagte Katastrophen verkaufen sich nicht. (http://neo.jpl.nasa.gov/apophis/)

    Aber immerhin verbleibt ja für die ängstlichen Naturen noch eine 0,0005% Wahrscheinlichkeit einer Kollision im Jahr 2068

    - Was ist, wenn Aphophis zwischenzeitlich durch eine Kollision mit einem Gesteinsbrocken
    geringfügig abgelenkt wird ?

    Nichts. Die Wahrscheinlichkeit der Kollision mit etwas GROSSEM, wie der Erde ist astronomisch viel höher als die Wahrscheinlichkeit der Kollision mit einem kleinen Brocken. Die Menschen machen sich ja gar keine Vorstellung davon wie leer der Raum da draußen in Wirklichkeit ist. Und selbst wenn: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Bahn dadurch zu unseren GUNSTEN verändert ist noch einmal um ein mehrfaches größer als der umgekehrte Fall.

    Es gibt bestimmt unangenehme Dinge, deren Eintreten "unendlich" wahrscheinlicher ist.
    Konsultieren Sie die Sterbetafel (http://www.cdc.gov/nchs/data/nvsr/nvsr54/nvsr54_14.pdf) um herauszufinden, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass Sie (statistisch) morgen tot umfallen. Falls sie US-Amerikaner, über 30, weiblich, weiß und wohlhabend sind, haben Sie 2% Chance, das nächste Jahr nicht zu überleben. Sind sie schwarz, männlich und arm, sind das 5%. Leben Sie in einem "Entwicklungsland", sieht's wirklich düster aus.

    Ganz unabhängig vom Astreroiden.
  • Inhärente Entwicklung?

    13.01.2013, Splitterraum
    Müssen wir im dringenden Bestreben darum, für mehr Verständnis autistischer Menschen und deren Bedürfnisse zu sorgen, hinnehmen, dass solche Wellen über uns rollen?

    Spreche ich für autistische Kinder, dann wäre schon eine Liste der fehlenden Bestandteile für eine gerechte Entwicklungschance lang und frustrierend. Lahme Bürokraten, rückständige Kliniken, zu wenig Therapeuten, und und und und und...

    Und dann noch eine Öffentlichkeit die nach Amokläufern fahndet und dabei von übereifrigen Journalisten Vokabeln wie 'Asperger' ins Heft geschrieben bekommt?

    Wenn es denn sein muss...





  • zwischen den Zeilen

    13.01.2013, Walter Weiss
    In der Rezension schwingt nicht nur ein - nicht eben besonders bedauerndes - Vergeblichkeitsempfinden mit, sondern leider auch eine nicht zu übersehende Herablassung, die das sehr engagierte Buch nun wirklich nicht verdient hat - so als seien die Verfasserin und ihre 'Mitstreiter' selbst schuld an der generell miesen Gesamtsituation.

    Dabei ist gerade die bei uns in Deutschland beschlossene Energiewende nicht nur ein sehr positives Zeichen, sondern auch, sollte sie wirksam umgesetzt werden, ein durchaus wirksames Mittel, die Steigerung der negativen Einflüsse abzufedern - obwohl unsere Regierung fest in der Umklammerung der vier großen Stromlieferanten steht, die im Einvernehmen mit dem zuständigen Europakommissar Oettinger alles tun, um die Energiewende wieder rückgängig zu machen, insbesondere durch superteure angeblich 'alternativlose' Riesenleitungen quer durch Deutschland, Befreiung aller etwas größeren Stromverbraucher von den Stromkosten und Belastung aller kleinen Stromverbraucher mit den unnötigen Riesenausgaben.

    Auch greift - insbesondere bei den weiblichen Verbrauchern - immer mehr die Einsicht durch, dass der immense Fleischverbrauch verheerende Auswirkungen auf die Ernährung der Weltbevölkerung und die Abholzung der Wälder hat, auch dass es nicht nur moralisch eine Sauerei ist, Mais, Weizen und Palmöl zu verdieseln und nicht zur menschlichen Ernährung - und zwar unmittelbar, nicht erst über die Fleischherstellung - zu verwenden. Immer mehr Menschen in Deutschland lernen diese Zusammenhänge und vermeiden dann das Tanken von E10.
  • 2,7 Prozent Kollisionswahrscheinlichkeit oder 0 - 0 ist "definitiv" falsch

    12.01.2013, Rudolf Uebbing
    Zitat aus dem Aphophis-Artikel:
    "Bald zeigten jedoch nachfolgende Untersuchungen, dass sich Apophis zwar an diesem Datum bis auf etwa 30 000 Kilometer der Erde annähern, aber definitiv unseren Planeten verfehlen wird."

    Zu "definitiv":
    Ein umgangssprachlicher Gebrauch des Wortes "definitiv" kann hier in die Irre führen -
    informativ und besser wäre die Angabe einer neuen, bezifferten Irrtumswahrscheinlichkeit (z.B. viel kleiner als 2,7 Proz. und die Nennung eines zugehörigen, aktualisierten Wahrscheinlichkeitswertes) .

    Was ist, wenn Aphophis zwischenzeitlich durch eine Kollision mit einem Gesteinsbrocken
    geringfügig abgelenkt wird ?
  • Persönliche Überzeugungen des Rezensenten

    10.01.2013, Michael v. Adelberg
    Für jemanden der dieses Buch nicht gelesen hat, ist diese Rezension leider nur wenig geeignet sich ein neutrales Bild über dieses Buch zu machen, und darauf basierend eine Kaufentscheidung zu treffen. Dazu hat der Rezensent das Buch zu sehr unter dem Blickwinkel seiner persönlichen Überzeugungen bewertet. Wenig hilfreich!
  • Re: 1. Kühlung

    10.01.2013, B. Wendel
    Ja, es ist ein Problem, weil dann keiner mehr an den Computer ran kommt, um ihn zu warten.
    Flüssiger Stickstoff? - Der (Super-)Computer soll schon länger als ein paar Stunden laufen, bevor er spröde wird.
  • Die Meerwalnuss ist keine Qualle

    09.01.2013, Franziska Just
    Entgegen dem Text der Rezension gehört die Meerwalnuss (Mnemiopsis leidyi) nicht zu den Quallen, sondern zu den Rippenquallen (Ctenophora). Diese werden als mögliche Schwestergruppe zu den Nesseltieren (Cnidaria) diskutiert, die unter anderem auch die Quallen beinhalten.
  • http://www.spektrum.de/alias/klimaschutz/anatomie-des-scheiterns/1180445

    09.01.2013, howetzel
    Es reicht nicht, wenn man lautmalend „schmutzig" schreibt! Man darf nicht nur die Qualität beschreiben, sondern sollte sich auch in die Tiefen der Quantität vorwagen. Wie lässt sich schmutzig charakterisieren?

    Ursprünglich war der Begriff Schmutz mit den Ruß- und Staubemissionen verbunden, das lässt sich, wenn gewollt, beherrschen. Ähnlich ist es mit den NOx und SOx. Die Kraftwerke in den Neuen Bundesländern haben gezeigt, dass man in 3 Jahren das Nachholen kann, wozu die Alte BRD 8 Jahre brauchte. Schwefelfreie, bleifreie Kraftstoffe und -gase sind ebenfalls mittlerweile Stand der Technik. Das gleiche gilt für die Energieträger zum Heizen. Feinstaub ist ein aktuelles Arbeitsgebiet, wo schon viel erreicht ist. Und CO2 ist an sich nicht "schmutzig". Hier wird die klimaschädliche Auswirkung von mehr CO2 als schmutzig bezeichnet. Das ist zwar rhetorisch gut gemacht, trägt aber leider wenig zur Aufklärung bei. Ja ganz im Gegenteil die Mystifizierung verschleiert viele notwendige Hintergrundinformationen.

    Warum ist Gas so vielbesser? Nur weil es bei der Verbrennung weniger alshalb so viel CO2 freisetzt?

    Also da kann man schon Effekte erreichen, aber das wird der Größe der Aufgabenstellung nicht gerecht. Keiner denkt nach, welche Prozesse von der Förderung bis zum Ankommen in Deutschland schon absolviert wurden. Was ist, wenn man beispielsweise einen stofflichen Verlust von 2% Methan in diesen Prozess einrechnet? Die hohe Klimawirksamkeit von Methan macht dann all Vorteile platt!

    Also nochmal: der Menschheit steht eine große Aufgabe bevor, die nur mit Aufklärung und nicht mit ideologischer Mystifizierung zu lösen ist. Es gibt da keine Wunderwaffe, mit der alle Probleme erschlagen werden können.

    Wie ist die moderne Argumentation?

    - Ergebnis offen!
    - Brückentechnologien

    Mein Hinweis: Bei letzteren sollte man die Brücke nicht schon einreisen bevor das andere Ufer erreicht wurde.

    Die Vorreiterrolle von Deutschland bei der CO2-Einsparung ist kein Erfolg, sondern nur Trittbrettfahren. Die Quelle der deutschen CO2-Einsparung ist die nichtgeförderte ostdeutsche Braunkohle, deren Effekte sich gerade zu dem deutschen Beitrag von 250 Mio t CO2 summieren. Der Einsatz erneuerbarer Energien hat also maximal das Mehr an anderer Stelle kompensiert!
    Ein weniger an „Grüner“ Ideologie, wäre da hilfreicher als über „schmutzig“ zu debattieren!
  • Kühlung

    09.01.2013, W. Scheel und K. Wittke
    Wie wäre es, wenn man die Räumlichkeiten mit flüssigem Stickstoff flutet?
  • …unreflektierte Werbung und Versprechungen?

    08.01.2013, L. Mc Grath
    Die Frage nach einer "kommerziellen Nutzung" behindert den Erkenntnisgewinn? Ich denke eher, dass bei einem Phänomen wie dem diskutierten, sich auch die Frage nach den Konsequenzen stellt - und eine theoretische Maschine mit mehr als 100% Effizienz wirft doch genau die Fragen auf, denen wir uns letztlich stellen müssen. Wenn unser bisheriges Modell eine Effizienz größer 100% nicht zulässt, zugleich aber unser Modell die theoretische (!) Möglichkeit aufzeigt, werde ich neugierig. Diese "Maschine" ist ein Gedankenmodell, das insbesondere jenen, die sich nicht speziell mit dieser Art der Physik auseinandersetzen, eine interessante Eselsbrücke bietet - ich fühle mich eher inspiriert weiterzudenken.

    In anderen Fragen sieht das sicher anders aus, letztlich sind die Fragen einer Nutzung immer auch ein Mittel Aufmerksamkeit zu erheischen, vor allem bei denen die sich fachlich nicht mit dem Thema befassen. Und machen wir uns nichts vor, Forschung als Selbstzweck hat einen schwierigen Stand! Das ethische Fragen bezüglich einer Anwendung nicht unter den Tisch fallen sollten, halte ich für selbstverständlich, trifft hier aber schlicht nicht zu.

    L. McGrath

  • Mathematik

    08.01.2013, Albrecht Storz
    Sogar die Mathematik ist von solchem Bias nicht verschont. So wird heute gelehrt, dass die Mengenlehre auf der Basis der Zermelo-Fraenkel-Axiome praktisch die Grundlage der Mathematik darstellte.
    Dass ZF(C) aber nur eine bestimmte Sichtweise ist und Konsequenzen wie transfinite Zahlen keine notwendige Wahrheit, sondern nur eine mögliche Sichtweise unter der Voraussetzung sehr unnatürlicher Annahmen (wie die, dass es Mengen mit x Elementen ohne x-tes Element gibt) darstellt, wird leider i.d.R. unterschlagen - mit der notwendigen Konsequenz, dass Studenten keine Anreize bekommen außerhalb von ZF(C) zu arbeiten und Arbeiten, die nicht im ZF(C)-Rahmen formuliert werden keine oder nur wenig Beachtung finden.
    Mathematik wird damit auf einen sehr engen Sichtwinkel beschränkt - ganz gewiss nicht "im Sinne des Erfinders" Georg Cantor, der doch eben die Freiheit des Denkens gefordert hat.
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