Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Was im Vortrag nicht angesprochen wurde

    07.01.2013, Franz Hrubes
    Um die angesprochene Auflösung überhaupt realisieren zu können, braucht es entsprechende Sensoren (Edge-Sensors), mit denen die Einzelsegmente zueinander auf Nanometer genau vermessen werden können, um sie auch ausregeln zu können. Die Anforderungen in Hinsicht Auflösung, Temperaturstabilität, Langzeitstabilität und Feuchtigkeitsunabhängigkeit sind extrem - aber erreicht. Als Entwickler dieser Sensoren habe ich mich sehr über diesen Beitrag gefreut. Ich hoffe, dass die Finanzierung baldmöglichst gesichert wird.
  • Synthese eines N-invertierten Porphyrins an der WWU Münster im Jahr 1990

    07.01.2013, Dr. Heinich Tumbrägel, Langenfeld
    Die Synthese eines N-invertierten Porphyrins war bereits 1990 das Thema meiner Promotionsarbeit an der WWU Münster unter Leitung von Prof. Dr. Franck. Es gelang damals die Synthese eines Octamethyl-N-invertierten Porphyrins. Es ist daher nicht ganz richtig, dass vorher noch niemand auf diese Idee gekommen war.

    Titel der Arbeit: Erstmalige Synthese eines Invertophyrins mit einer umgewendeten Pyrroleinheit
  • Gefahr aus der Nachbarschaft

    07.01.2013, Ulrich Köhler
    In Ihrem die Möglichkeiten der Asteroidenabweh erläuternden "Kasten" am Ende des Textes hätten Sie auch auf das Projekt NEOShield der Europäischen Union hinweisen können: NEOShield ist eine im Januar 2012 gegründete internationale Kooperation zur Abschätzung von Methoden zur Asteroidenabwehr. Es wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) angeführt. Insgesamt 13 Partner aus Forschung und Industrie, darunter auch amerikanische und russische Weltraumorganisationen, forschen daran, wie Einschläge von Asteroiden und Kometen verhindert werden können. Weiterhin wollen die NEOShield-Partner zusammen mit anderen Organisationen wie der NASA, ESA und der UN eine weltweit koordinierte Vorgehensweise entwickeln, die sofort und dann in Kraft tritt, wenn eine konkrete Einschlagsgefahr erkannt wird. In diesem Fall soll je nach Art des gefährlichen Asteroiden eine schon vorher entwickelte Abwehrstrategie für diesen Fall vorhanden sein, damit unverzüglich eine Abwehrmission mit den richtigen Parametern gestartet werden kann. Im Idealfall ist eine solche Mission bereits zuvor an einem vergleichbaren Asteroiden getestet worden. Die Europäische Union unterstützt das Projekt für 3,5 Jahre mit vier Millionen Euro. Weitere 1,8 Millionen Euro steuern die beteiligten Partner bei.
  • Asteroidenabwehr

    06.01.2013, Fritz Kronberg
    Eine vergleichsweise einfache und billige Methode der Ablenkung hat der Autor vergessen. Man lasse eine möglichst massereiche Sonde auf Parallelkurs mitfliegen, und zwar auf der Seite des Asteroiden, auf die man ihn lenken möchte. Mit hinreichend Zeit wird die gegenseitige Gravitationskraft ihn hinreichend ablenken. Das gilt auch für Schutthaufen, die sonst kaum beherrschbar wären.
  • Warum das Risiko?

    06.01.2013, Markus Flad
    12 Jahre Unabhängigkeit - mit unabsehbaren Folgen. Statt nach erneuerbaren Alternativen zu suchen, pressen wir alle fossilen Energieträger, die wir noch haben mit viel Aufwand aus der Erde. Den nachfolgenden Generationen überlassen wir nur noch das CO2. Fracking - nein danke!
  • Gammastrahlung im "Sonnenfeuer" des Fusionsreaktors?

    05.01.2013, Michael Jungnickl, Neunkirchen am Brand
    Im Artikel "Der lange Weg zum künstlichen Sonnenfeuer" wird erwähnt, dass 80 Prozent der Leistung durch die Fusion anhand von Neutronen abgegeben wird. Wie sehen genau die restlichen 20 Prozent aus?

    Meine Frage ist: Wieviel Gammastrahlung wird darin enthalten sein? Röntgenstrahlung entsteht ja schon bei der nur 6.000 k heißen Sonnenoberfläche. Im Reaktor existiert aber ein Plasma, dessen Druck und Dichte gering ist, weshalb die Temperatur mehrere Millionen Kelvin erreicht.

    Gammastrahlung durchdringt Metalle und läßt sich wohl nicht abschirmen. Der Fusionsreaktor würde dann schon im Normalbetrieb ständig Strahlung in die Umwelt abgeben.

    Man kann sie wohl bei unterirdischen Beschleunigern vernachlässigen, weil deren Leistung gering ist. Ist dagegen ein Reaktor mit Leistungen im Gigawattbereich noch genehmigungsfähig?
    Antwort der Redaktion:
    Das restliche Fünftel der Energie geht an den bei der Fusion entstehenden Heliumkern. Er behält es aber nicht für sich: Indem er mit benachbarten Teilchen zusammenstößt und dabei diese Energie nach und nach wieder abgibt, sorgt er für eine hohe Temperatur des Plasmas. Anders gesagt: Bei der Fusionsreaktion geht praktisch sämtliche Energie in Bewegungsenergie über.

    Eine kleine Ausnahme gibt es. Verschmelzen Deuterium und Tritium, entsteht zunächst das sehr instabile Helium-5, das wiederum in ein Helium-4 plus Neutron zerfällt. In 7 von 100.000 Fällen kommt es allerdings vor, dass das Helium-5 unter Aussendung eines Gammaquants direkt in den Grundzustand fällt.

    Eine Gammaabschirmung benötigt man aber in jedem Fall. Die Neutronen, die in den Wänden des Reaktors ihre Wärme abgeben, lösen dort auch weitere Reaktionen aus, bei denen Gammaquanten entstehen. Diese werden allerdings von den Außenwänden des Reaktors abgefangen, in denen auch die eventuell entkommenen Neutronen "stecken bleiben".
  • Verärgerung über die ständigen Hinweis für die wirtschaftliche Anwendbarkeit von Erkenntnis

    05.01.2013, Georg Wawczyniak
    Sehr geehrte Redaktionsmitglieder,

    der Leserbrief von Herrn Harald Kirsch in SdW 1/2013 spricht mir aus tiefstem Herzen, besonders als ich den theoretischen Artikel "Boltzmann steht auf dem Kopf" gelesen habe und dazu die hirnrissigen Spekulation über einen Motor, basierend auf diesen Überlegungen.

    Warum muss fast jeder ihrer Artikel sowohl in Spektrum der Wissenschaft als auch in Spektrum.de mit einem Absatz schließen, wie und wo vielleicht diese Erkenntnis in Geld umsetzbar ist. Es verärgert mich in den letzten Jahren in zunehmenden Maße, dass alles materiell verwertbar gemacht werden muss, besonders auch im biologisch medizinischen Bereich. Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung (gewonnen häufig in Experimenten an Tieren oder Bakterien) werden angepriesen als fast schon einsetzbare Heilmittel für Krankheiten (Alzheimer, Krebs, AIDS), bei denen bis jetzt kaum Heilungschancen erkennbar und auch in Zukunft wenig Aussicht auf Erfolg zu erkennen sind.

    Bei diesen Aussagen habe ich ich den unguten Eindruck, als ob Sie sich auf Biegen und Brechen um Drittmittel bemühen müssten, wie es leider in vielen Forschungseinrichtungen der Fall ist. Ich finde ich es nicht angemessen für eine respektable Wissenschaftszeitschrift, dass Sie als verantwortliche Redaktion teilweise unreflektierte Werbung und Versprechungen für die verschiedenen Bereiche der Wirtschaft machen. Ich erwarte nicht nur als Naturwissenschaftler von einer Wissenschaftszeitschrift nüchterne, seriöse und verständliche Aussagen und keine wilden und irrealen Spekulationen, wie es in vielen anderen Medien so häufig und teilweise abstoßend zu finden sind.

    Ich bitte Sie also, in Ihren Redaktionskonferenzen diese Problematik doch eingehender und grundsätzlich zu diskutieren und dann sorgfältiger, soweit überhaupt notwendig, über mögliche Konsequenzen zu referieren.

    Mit freundlichen Grüßen, als aufmerksamer Leser seit Bestehen von SdW 1979

    Georg Wawczyniak
    Antwort der Redaktion:

    Sehr geehrter Herr Wawczyniak

    ,

    vielen Dank für Ihre Zuschrift, die teilweise sicherlich berechtigt ist. Vielfach berichten wir aber auch über reine Grundlagenforschung, ohne dass wir dabei gleich auch auf etwaige Anwendungen eingehen.

    Im speziellen Fall dieses Artikels möchte ich Ihnen zudem ein wenig widersprechen: Viele Leser interessiert es tatsächlich, ob eine derartige Forschungsarbeit auch praktische Konsequenzen hat und in Produkte umgesetzt werden kann. Diese sind bei dieser Arbeit sicherlich sehr spekulativ, doch spekulieren die Forscher selbst über den potenziellen Nutzen - wenngleich es sich dabei um ein sehr utopisches Gedankenexperiment handelt. Wir haben uns entschlossen, es zu bringen, weil es sich dabei um ein sehr verblüffendes "Produkt" handelt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
    Redaktion Spektrum.de

  • Eine viel bessere Lösung

    05.01.2013, Martin Pflugradt
    wäre m.E. ein grosses Netz aus Kohlefaser (geringes Gewicht, große Reissfestigkeit) mit 4, 6 oder 8 Ionentriebwerksblöcken (ein Haupttriebwerk, kleine Steuertriebwerke zur Navigation) an den Zugseilen, die sich leicht per Steuercomputer synkronisieren und lenken liessen, so dass ein planbarer Zugvektor zustande kommt. Im Prinzip liesse sich das beliebig engmaschig gestalten, so dass auch schutthaldenmäßige Masseansammlungern sicher erfasst und in eine ungefährliche Bahn gezogen werden könnten. Außerdem wären auch wirklich große Brocken auf diese Weise mit m.E. großer Aussicht auf Erfolg "entsorgbar" - frühzeitige Entdeckung und Start der Zugmission vorausgesetzt. Der einzige wirklich schwierige Aspekt könnte das Eigendrehmoment der Brocken sein. Dem müsste sich das Netz vorher anpassen und es dann mit Hilfe der Triebwerke so ab- bzw. umbauen, dass der gewünschte Vektor ohne viel Reibebelastung für das Netz resultiert. M.M.n. sind die im Artikel erwähnten Vorgehensweisen im Vergleich mit dieser noch dazu relativ billigen Methode alle ziemlich risikoreich....
  • "... Folge der historischen Definition der Temperatur"

    04.01.2013, R. Rurländer
    Da kommt mir die "technische Stromrichtung" in den Sinn: auch eine historisch begründete Definition, die den Stromfluss ganz allgemein vom Plus- zum Minuspol festlegte ... bis man die Elektronen als Ladungsträger in elektrischen (metallischen) Leitern und auch als "Elektronenstrahlen" (Brownsche Röhre) entdeckte und feststellen musste, dass diese Elektronen NEGATIV geladen sein mussten. War auch eine irritierende Überraschung damals. Wir haben uns inzwischen daran gewöhnt und durften zum Trost feststellen, dass z.b. in elektrolytischen Lösungen und Schmelzen durchaus auch positive Ladungsträger materiell und greifbar vorkommen, als Kationen (zumeist Metallionen) und diese sich der technischen Stromrichtung gemäß bewegen. Derzeit gewöhnen wir uns daran, dass sich in Halbleitern auch positive Ladungsträger bewegen. Das sollen wandernde Orte sein, von Atom zu Atom weitergereicht, "Löcher" bei denen die negative elektrische Ladung (= Elekronen) fehlt. Fast schon so etwas wie "dunkler Strom"? Und mit diesen Löchern wird unser elektronisches Zeitalter betrieben (ok, nicht nur allein mit diesen).
  • Dieser alte Artikel hilft...

    04.01.2013, madphilosophist
    ...vielleicht besser zu verstehen, was es bedeuten soll, wenn man von Temperaturen unter dem absoluten Nullpunkt spricht (zumindest mir half er): http://www.spektrum.de/alias/naklar/ultrakalt/1056876
  • Nicht nachvollziehbar

    04.01.2013, Hubert Kreft
    Wie stellt man denn mit dem Experiment die Energieverteilung auf den Kopf? Was ist eine unendliche Temperatur (mittleres Bild)? Vielleicht gibt es noch eine genauere nachvollziehbare Erklärung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hubert Kreft
  • ich versteh´s auch nicht

    04.01.2013, ti
    hat das irgendwer verstanden und kann´s mir mal erklären?

    ich hab verstanden, dass die Boltzmann Verteilung Kopf stehen soll, aber das angedeutete Gitter limitiert die Beweglichkeit bzw. ergibt eine Obergrenze der Energie?...

    grübelnde Grüße, ti
  • Besetzungsinversion

    04.01.2013, M.H.
    Eine Besetzungsinversion, d.h. die "überproportionale" Besetzung höherenergetischer Zustände, findet man in jedem Laser. Da spricht auch niemand von negativen Temperaturen. Insofern ist der Gegenstand des Artikels zwar immer noch durchaus interessant, aber nichts so Unerhörtes, wie der Titel weismachen will.
  • Zur Bemerkung von J_Bork zum Artikel "Boltzmann steht Kopf".

    04.01.2013, Dr. Harald Paul
    Spannung und Druck können durchaus als positiver bzw. negativer Druck betrachtet werden. Ein übliches Vorgehen, z.B. in der Theorie deformierbarer Medien. (Dies ist auch bereits über die Definition Kraft/Fläche ersichtlich.)

    Mit freundlichen Grüßen,
    Harald Paul
  • Übertreibung ;=(

    04.01.2013, Joachim K. H. Friedgé
    "Tecchnikgeschichte" kann vielleicht beschrieben sein (ich kenne das "Buch" nicht), aber zu Zeiten dieses Radios hat's noch keinen Transistor (der war gerade im Kommen) und keine farbkodierten Widerstände gegeben. Das Radio hatte 7 Röhren - Ich weiß, dass man solche "Hochspannungsexperimente" nicht verkaufen kann, aber man sollte sich auch vor obigen Übertreibungen hüten.
    Man hat ja bei dem Verlag schon gelernt, denn vor drei Jahren war noch "Löten erforderlich" - heiß
    ;=) M.f.G. J. Friedgé
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