Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • @Birke

    26.09.2016, Markus Landgraf
    "Freisetzung der Kernkraft"? Damit können Sie ja nur den Urknall meinen, denn damals wurde zum ersten Mal die Kernkraft "freigesetzt". Warum sollte der Urknall lebensfeindlich sein? Ohne ihn gäbe es doch gar kein Leben.
  • Immer das gleiche:

    26.09.2016, cab-killa
    Wo Autofahrer ihr Unwesen treiben, nimmt Mensch und Umwelt schaden. Hoffentlich müssen wir nicht 1400 Jahre warten, bis diese überflüssige Gattung Mensch ausgestorben ist.
  • Sollten wir Radioaktivität fürchten oder schätzen?

    26.09.2016, Hirche
    Radioaktivität ist sicher ein faszinierende Erscheinung. Das Problem fängt ja auch erst mit der Wechselwirkung mit biologischen Zellen an. Da kann auch natürliche Strahlung gefährlich werden, man denke nur an den Austritt von Radon in Gebäuden.
    Richtig gefährlich wird es aber dann, wenn durch technische Prozesse (z.B. Anreicherung) langlebige Nukleide in hoher Konzentration entstehen oder eben auch bei Krenreaktionen in Atomkraftwerken. Dann verlieren diese Stoffe an Faszination und stellen eine erhebliche Gefahr dar. Wer kann denn heute mit Sicherheit sagen, was mit diesen langelebigen Stoffen (Halbwertzeiten von >100 Jahren) in der Zukunft passiert. Oder wohin mit den strahlenbelasteten Überresten von abgebauten Atomanlagen. Darin liegt eine reale Gefahr. Dieses ist eine Tatsache und hat nichts mit Ängsten zu tun.
  • Typisch Wissenschaftler

    26.09.2016, Dr. Lothar Birke
    Ihr meint, Ihr wüsstet so unglaublich genau, wie alles funktioniert. Und Resultate, die nicht in Euer Bild passen (Stichwort ORANUR), werden einfach mal totgeschwiegen...
    Die Freisetzung der Kernkraft ist wohl, selbst angesichts der harten Konkurrenz von der Gentechnik, das ganz klar lebensfeindlichste, was die Menschheit bisher zustande gebracht hat.
  • haben Seen nicht ein Gefälle ?

    24.09.2016, carsten
    Seen haben doch ein Ufer und eine Mitte, die entweder flach oder tief ist ..also es gibt ein Gefälle ... kann es nicht einfach sein, dass der Stein sich immer dann bewegt, wenn wie oben beschrieben, der Boden feucht ist .. durch die Schwerkraft ???
    Das Foto zeigt einfach durch die Perpektive das Gefälle nicht.

    Man sollte da einfach mal eine Wasserwaage positionieren und diese mitfotografieren.
    Antwort der Redaktion:
    Racetrack Playa ist - wie andere Playas bzw. Salzpfannen sehr flach. Das Gefälle reicht also nicht aus, um die schweren Steine in Bewegung zu versetzen. Die "wandernden" Steine sind deshalb auch kein Massenphänomen, sondern kommen nur an zwei bekannten Stellen weltweit vor.
  • Immer auf die Vandalen

    24.09.2016, Norbert Fiks
    Ich dachte bisher, die Vandalen seien im sechsten Jahrhundert aus der Geschichte verschwunden. Tatsächlich treiben sie sich also in den USA rum und fahren mit Autos durch die Wüste? Bitte, bitte, liebe Autoren, Redakteure, Kollegen - lasst Geiserich & Co. in Friede ruhen und hängt ihnen nicht jede sinnlose Zerstörung von irgendetwas an, auch wenn diese allgemein als Vandalismus bezeichnet wird. "Autofahrer ruinieren mysteriöses Naturphänomen" wäre die zutreffende Überschrift für diesen Beitrag gewesen, wobei man Autofahrer auch durch Idioten ersetzen könnte.
    Antwort der Redaktion:
    Na gut - ich habe die Überschrift amerikanisiert ;-)
  • Sozialistische Milchmädchenrechnung

    23.09.2016, Dr. Armin Quentmeier
    „Man kann… die tödliche Wirkung millionenfacher Armut nicht dadurch bekämpfen, dass einzelne Menschen unfassbar reich werden.“ Man kann die Armut aber auch nicht beseitigen, indem man die reichsten Menschen dieser Erde enteignet und ihr Vermögen gleichmäßig an die Armen dieser Welt verteilt. Abraham Lincoln hat einmal gesagt: „Ihr macht die Armen nicht reich, indem Ihr die Reichen arm macht“. Genau das ist der Denkfehler aller Sozialisten: Umverteilung der großen Vermögen – und die Welt wird ein Paradies aus Gleichheit und Gerechtigkeit. Heraus kommt dabei nur wirtschaftlicher Niedergang: „Ruinen schaffen ohne Waffen“, siehe DDR, Sowjetunion u.a. – und ein gerütteltes Maß an Unfreiheit, Unterdrückung und Gewalt.
    Gäbe es Bill Gates und Mark Zuckerberg und ihre riesigen Vermögen nicht, würde es vermutlich keinem Menschen in der Dritten Welt besser gehen. Die beiden Herren haben ihr Vermögen schließlich nicht erworben, indem sie den Armen und Entrechteten dieser Welt die letzten Cents aus der Tasche gezogen haben und wie Dagobert Duck in ihre Geldspeicher gelegt haben. Nein, sie haben Erfindungen gemacht und Dienstleistungen angeboten, wie in aller Welt nachgefragt worden sind und nach wie vor nachgefragt werden! Die erschreckende Armut in vielen Drittweltländern ist nicht Folge des sagenhaften Reichtums einiger hundert Milliardäre dieser Welt, allen voran die Gates`und Zuckerbergs, sondern beruht in erster Linie auf schlechter Bildung, fehlenden Arbeitsplätzen, unfähigen Regierungen, korrupten Politikern und nicht zuletzt einem ungebremsten Bevölkerungswachstum. Und warum sollen kluge Köpfe in der ersten Welt für die Unfähigkeit der heimischen Eliten in Haftung genommen werden?
    Herr Fischer beklagt die Zustände z. B. in Ghana, in Bangladesh und in Indonesien. Gibt es in diesen Ländern nicht auch zahlreiche reiche und sehr reiche Menschen? Was tun diese für die untere Hälfte der Gesellschaft in ihren Ländern?
  • Keine 'Continental' Uni an der Spitze

    23.09.2016, Hugo LUEDERS
    Könnten Sie bitte die "13 Kriterien" präsentieren, analysieren und kommentieren. Das wäre hilfreich. Wenn man die Kriterien kennt, kennt man, zumeist zumindest, bereits vorab auch das Resultat des 'Rankings', ja? Vielen Dank.
    Antwort der Redaktion:

    Die Kriterien sind auf dieser Seite und in dem dort verlinkten Report ausführlich dargestellt. Zu jeweils 30 Prozent fließen in die Gesamtpunktzahl die Bereiche "Forschung", "Lehre" und "Zitationen" ein. Die verbleibenden zehn Prozent entfallen auf das Ausmaß der internationalen Kooperation bzw. der internationalen Studierendenschaft sowie auf die Verflechtung mit der Privatwirtschaft.

    Unser Kommentar: Die Methodik erscheint uns solide, die Ergebnisse glaubwürdig.

    Beste Grüße, jd/Red

  • Charakteristik der Laute

    23.09.2016, Olaf Ladden
    Irgendwann wird man schon auch in der etwas rückschrittlichen Lautsemantik dahinter kommen, dass jeder Laut im Grunde genommen eine gesprochene und ganz charakteristische Gebärdennachbildung ist.

    Es gibt dazu einige sehr aussagekräftige Abhandlungen, schon seit den frühen 30er Jahren des zwanzigsten Jahrunderts, die mit wissenschaftlichem Anspruch versucht haben, diesen Tatbestand, der nun erstmals anhand einer großen Datenbankauswertung andeutend nachgewiesen werden konnte, aufzuzeigen. Es ist ja nicht so, dass nicht schon Humboldt von einer Lautcharakteristik sprach. Und jeder, der ein wenig hören kann, wird klar sehen, dass Lauten eine Art Charakter zugewiesen werden kann, wie das auch Dirk Schulte oben schon ansprach.
    Ich denke da an die Werke des Sprachwissenschaftlers Dr. Arnold Wadler, der dies schon in Bravour herausarbeitete oder an das kaum noch erhältliche Buch von Ernst Moll "Die Sprache der Laute" aus den 50er Jahren.

    Es wird aber, voraussichtlich im nächsten Jahr, endlich eine umfassende Studie dazu veröffentlicht werden, die sich diesem Befund aus einem weit ausführlicheren Blickwinkel her widmet, als es die Forschergruppe um Damián E. Blasi tun konnte.

    Der Autor der genannten Studie ist Oliver Heinl. Sie soll mehr als 600 Seiten umfassen und ein breites Licht auf den obigen Befund werfen. Man darf gespannt sein.
  • Hier geht es um Analyse, nicht um "Neid"

    23.09.2016, Jared J. Myers
    Anderen Neid vorzuwerfen, ist wohlfeil. Hier geht es jedoch um die simple Tatsache, dass ein System mit dauerhaft selbstverstärkenden Komponenten instabil wird. So lange nicht Zuckerberg, Gates & Co. ihren Reichtum überall dort einsetzen, wo Systemteile zu kollabieren drohen, sondern nur dort, wo sie selber es gerade für wichtig halten, wird der Kollaps weitergehen und schließlich auch die positiven Regelkreise sprengen, denen sie ihren Reichtum verdanken.
    Eine angemessene Besteuerung Aller im Sinne einer negativen Rückkopplung der Vermögensumverteilung wäre für alle besser, auch für die Milliardäre.
  • Beitrag der Pestizide?!

    23.09.2016, Jutta Paulus
    Der dramatische Rückgang der Insektenpopulationen betrifft nicht nur nachtaktive Spezies; auch am Tage sind viel weniger Falter, Bienen, Fliegen, Mücken und Käfer unterwegs. Die professionellen und die ehrenamtlichen Kartierer weisen seit Jahren darauf hin. Da die (zweifellos folgenreiche) Lichtverschmutzung nicht am Tag stattfindet, muss dies andere Ursachen haben. Man vermutet die Gründe in der immer intensiveren Landwirtschaft, in der kein Platz für Blühstreifen ist und die mit immer stärkeren Pestiziden arbeitet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Probleme für die nachtaktiven Arten nicht existieren.
  • Hitlers Atombombe – warum es sie nicht gab

    23.09.2016, Markus Kraffczyk
    Der Versuch einer Antwort in einem Satz:
    Weil Hitler nichts von "jüdischer" Physik (so nannte er sie) hielt. Genau die ist aber nötig.
  • Haltet den Dieb

    23.09.2016, Gast
    oder wenn der Neidhammel zwar nichts verstanden und nichts zu sagen hat aber gerne anderen seinen eigenen Neid vorwirft.
  • Unfälle

    23.09.2016, Karl Bednarik
    Die beiden tödlichen Unfälle bei der Bestimmung der kritischen Masse
    fanden erst nach der Zündung der ersten drei Atombomben statt.
    Fat Man: 9. August 1945, Demon Core (1): 21. August 1945.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Bednarik, danke für Ihren Kommentar. Bei dem begrenzten Raum für einen Artikel kann man nicht alle interessanten Einzelheiten unterbringen. Dass die kritische Masse auch noch nach dem Krieg experimentell bestimmt wurde, unterstreicht ja mein Argument, dass es während des Krieges nicht möglich war, sie genau genug zu berechnen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Manfred Popp
  • Und was soll das bringen?

    22.09.2016, Gottfried Heumesser
    Wenn ein heutiges Schiff sinkt, ist die Besatzung mit großer Wahrscheinlichkeit von den Phillippinen. Sind die damit transportierten Hightech-Produkte deswegen phillippinisch?

    Auch schon das Uluburun-Schiff hatte einen Ägyptischen Skarabäus neben Kupfer- und Zinnbarren an Bord. War das Rohmetall deswegen aus Ägypten? Sicher nicht! Die sind irgendwie hin- und hergefahren und haben dabei in diversen Häfen Güter gelöscht und dafür andere an Bord genommen. Die Herkunft der Besatzung sagt dabei gar nichts.

    Und bei den Ruderern römischer Kriegsgaleeren wird man unter der Rudersklaven alles mögliche finden, an wenigsten aber Römer.
    Antwort der Redaktion:
    Danke für Ihre Zuschrift,

    von Rudersklaven ist in dem Artikel allerdings nicht die Rede. Dass auf antiken Schiffen in der Regel Rudersklaven eingesetzt wurden, ist zudem ein Mythos. Rudergetriebene Schiffe kamen vor allem bei den Seestreitkräften zum Einsatz, mussten dort sehr beweglich sein und komplizierte Manöver fahren können (zum Rammen, zum Anlegen und Entern etc.). Das ließ sich nur mit gut trainierten, eingespielten und motivierten Ruderern realisieren, die deshalb in der Regel keine Sklaven waren. Galeerensklaven sind vielmehr eine typische Erscheinung der Neuzeit: Die Schiffe waren jetzt primär Trägerplattformen für Geschütze, kämpften auf sehr viel größere Distanzen und mussten nicht mehr so komplizierte Manöver fahren, was sich auch mit Zwangsverpflichteten bewerkstelligen ließ.

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.