Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • CNT

    28.03.2017, Peter Pan
    CNTs (CarboNanoTubes) hatte ich bisher aufgrund ihrer fibrillären Struktur als krebserregend eingestuft (analog zu Aspest). Die Idee selber ist schon sehr witzig und interessant, aber ins Gesicht würde ich mir das nicht sprühen wollen ;).
  • Eine Antwort zur Antwort an Vince Ebert

    27.03.2017, TR
    Ein jeder sollte Fehler nachvollziehen und verzeihen können. Es wurde recht schnell klar, dass es nicht Ihr Fachgebiet ist. Das man als Physiker auch anhand limitierter Daten schnelle Berechnungen für Trends bereitstellen möchte ist auch nachvollziehbar. Wünschenswert wäre auch eine öffentliche Richtigstellung. Das mindeste wäre eine Entschuldigung anstelle einer versuchten Verteidigung als „Trend“.

    Energiegewinnung, selbst aus Fossilen Brennstoffen, ist günstiger und sauberer in Kraftwerken als über Verbrennungsmotoren. Der Energietransport ist bereits flächendeckend gewährleistet.

    Verbrennungsmotoren und deren Antriebe sind schwerer als beim Elektrischen Pendant. Das Tesla Model S wiegt 2100kg. Vergleichbare Verbrenner wiegen das gleiche zumeist sogar etwas mehr mit all den Nachteilen der Konstruktion.

    Wie häufig tankt der Otto Normalverbraucher? Tanken von mehr als 10l ist die Bequemlichkeit nicht alle paar Tage zur Tankstelle zu müssen. Das in den Urlaub fahren beschreibe ich hier nicht weiter und überlasse ich als Denkaufgabe mit dem Vermerk „trivial“.

    Da wir von Elektromobilität sprechen darf das autonome Fahren nicht verschwiegen werden. Denn bereits heute ist autonomes Fahren sicherer. Es ist also nur eine Frage der Zeit bis zur Implementierung. Dies wird zu einer drastischen Reduktion der privat besessenen Autos führen.

    Was wäre also, wenn wir alle elektrisch fahren würden?
  • Super!

    27.03.2017, Viktor
    Also mir hat das echt gefallen. Toll geschrieben und eine schöne Mischung aus Geschichte und "Geschichten".
  • Anonymisierungstool

    27.03.2017, Pollo Asado
    Ja klasse. Das wird dann wohl demnächst beim Einbruch in die Bank zur Anwendung kommen, und die Kamera guckt in die Röhre, bzw. aufs Nichts alias Vantablack.
  • Klimaforschung?

    27.03.2017, G. Scholzen
    @hermse
    Bis jetzt ist nichts eingetroffen, was die CO2-Klimawissenschaft "prophezeit" hat, von wissenschaftlichen Experimenten und richtigen Berechnungen nicht die geringste Spur.
    Und warum ist Methan 30x "stärker" als CO2?
    In den 1980er Jahren spielte Methan keine Rolle beim Klima. Und warum? weil der Großteil des CH4 irgendwann mal mit den Sauerstoff der Luft reagiert und zu CO2 wird. CH4 ist auch ein natürliches Gas, das sich auch im Wasser in Form von Methanhydrat wiederfindet.
    Und noch was zum CH4 in Sibirien. Im Mittelalter war es wärmer als heute, und eine solche Wärmeperiode kommt wieder zurück. Auch im Mittelalter ging viel Methan in die Atmosphäre. Komisch, dass danach die kleine Eiszeit kam....
  • Kein DNA-Gel

    27.03.2017, Stephan
    Bei dem oben gezeigten Bild handelt es sich um eine SDS-PAGE zur Auftrennung von Proteinen. Somit handelt es sich nicht um ein Gel, welches zur Auftrennung von DNA-Fragmenten verwendet wird.
  • So viel Energie wird nicht gebraucht, wenn nur in eine Richtung abgestrahlt wird

    26.03.2017, Frank
    sondern "nur" ein Bruchteil, aber weniger die Energie einer Sonne. Dann werden die Schiffe aber wohl zufälligerweise genau in unsere Richtung geschickt.
  • Gelelektrophorese von Proteinen gezeigt?

    25.03.2017, Ingrid Wenk-Siefert
    Danke für den interessanten Artikel. Das gezeigte Gel mit der Bezeichnung "DNA-Elektrophorese" sieht für mich eher wie ein gefärbtes Gel mit aufgetrennten Proteinen aus (SDS-PAGE?).
    Freundliche Grüsse
    Antwort der Redaktion:
    Das ist korrekt. Da haben wir im letzten Moment bei der Bildauswahl nicht aufgepasst...
  • Im Computer gespeicherte Binärwerte 0,111... sind nicht 1.

    24.03.2017, Karl Lütjen
    Der Bezug zum Binärsystem von Computern sollte entfallen, weil ein Computer nur eine endliche Anzahl der Stellen speichern kann, so dass im Binärsystem 0,111... ungleich 1 ist und die Anmerkung des Autors dazu verführen könnte, fälschlicherweise anzunehmen, dass Computerprogramme 0,111... mit 1 gleichsetzen dürfen.

    Nur wenn man 0,111... als Grenzwert einer Folge interpretiert mit einer unendlichen Anzahl von 1-en, dann ist der Grenzwert gleich 1. Ein in einem Computer gespeicherter binärer Wert 0,111... kann aber keinen Grenzwert angeben, sondern nur einen Wert < 1. Beides gleichzusetzen kann für die Berechnung eines Gleitkommawertes gut gehen. Mit Festpunktrechnung wäre es aber immer falsch.
    Antwort der Redaktion:

    Vorsicht, Missverständnis! Computer verarbeiten Zahlen im Binärsystem: richtig. Das Binärsystem ist, wie das Dezimalsystem, ein Mittel zum Rechnen mit reellen Zahlen, darin eingeschlossen das Rechnen mit unendlichen Folgen und deren Grenzwerten: richtig. Computer arbeiten beim Rechnen mit unendlichen Folgen: falsch!


    Genauer gesagt: Die in die Rechenwerke der Computer eingebaute Gleitkommaarithmetik nutzt nur einen Teil der theoretischen Möglichkeiten des (in diesem Fall binären) Zahlensystems. Insbesondere kann sie einen Grenzübergang nicht vollziehen. (Ersatzweise kann sie runden, aber das ist ein äußerst kläglicher Ersatz, weswegen man in einem Computerprogramm niemals zwei Gleitkommazahlen auf Gleichheit abfragen sollte.) Dem steht nicht entgegen, dass ein Grenzübergang auch im Binärsystem ein gültiges Konzept ist (und man muss die Lehrbücher dafür nicht umschreiben, weil das Grenzwertkonzept ohnehin keinen Bezug auf die Zahldarstellung nimmt).


    Christoph Pöppe, Redaktion

  • Eine Antwort von Vince Ebert

    24.03.2017,
    Zur Berechnung:

    In fast allen Rechenschritten gibt es natürlich erhebliche Spielräume. Z.B.:
    - die tatsächliche Leistung von Windkraftanlagen liegt zwischen 10-20% der Nennleistung. In meinem Beispiel habe ich 1MW angenommen. Man könnte zur Berechnung aber auch 3 MW Maximalleistung annehmen oder eben nur 0,3 MW.
    - Bei Photovoltaik-Anlagen liegt der Schwankungsbereich ähnlich hoch (1 kW pro Quadratmeter Maximalleistung bei vollem Sonnenschein, die aber praktisch nie erreicht wird)
    - auch die Reichweite eines Elektroautos schwankt erheblich. Tesla gibt 500 km Reichweite an bei vollaufgeladener Batterie und Idealbedinungen. Leistungstests zeigen, dass bei zügiger Fahrweise und eingeschalteter Heizung - teilweise bereits bei unter 200 km Schluss ist. Das wirkt sich erheblich auf die in der Rechnung veranschlagten kWh pro 100 km aus.
    - Auch bei der Jahresfahrleistung in Deutschland gibt es unterschiedliche Ansätze. Wenn man z.B. die 3 Mio LKW, die pro Jahr jeweils 200.000 km fahren und wesentlich stärkere Batterien bräuchten, einberechnet, so wirkt sich das natürlich auch massiv auf die benötigte Energiemenge aus.

    Fazit: Meine Berechnung sollte zeigen, dass die komplette Umstellung auf E-Autos einen immensen Strombedarf erfordern würde. Es ging mir hierbei um eine Abschätzung, die eine grundsätzliche Tendenz aufzeigen sollte.

    Grüße
    Vince Ebert
  • Minderheitsvoten auch unterrepräsentieren?

    24.03.2017, Paape
    Die Rezension des Buches leidet etwas darunter, dass beide, die Rezensentin wie der der Autor aus derselben wissenschaftlichen Community stammen, der Biochemie. Damit sind zumindest in der Rezension auch die etablierten Verfahren zur „Wahrheitsfindung“ (zu sehr ?) auf dieses Gebiet fokussiert.

    Was ist mit der Mathematik? Dort gibt es Beweise. Beweise sind etwas anderes als Konsensbildungsverfahren, auch wenn es mitunter nur sehr wenige Mathematiker gibt, die einen großen und umfangreichen Beweis (kurzfristig) bestätigen oder falsifizieren können. Das gilt im Übrigen auch für komplizierte Theorien der mathematischen Physik.

    Was an der Rezension zudem bedenklich stimmt, ist die Einschätzung, die Darstellung von unterschiedlichen wissenschaftlichen(!) Positionen müsse von der Stärke ihrer jeweiligen Anhängerschaft abhängen; Minderheitsvoten sollten also auch eine im Umfang, der Genauigkeit, der Qualität etc. reduzierte Darstellung erfahren. Bei dieser Einschätzung wirken offenbar doch andere als die hochgehaltenen Mechanismen der „Konsensbildung“, nämlich die dem Journalismus(!), nicht der Wissenschaft, eigenen Mainstream-Mechanismen. Das müsste (unter Wissenschaftlern) eigentlich klar sein.
    Antwort der Redaktion:
    Skeptik, Dissens und Konsensfeststellung spielen in der Wissenschaft eine entscheidende Rolle. Sie betreffen nicht nur die Biochemie, sondern alle Wissenschaftsdisziplinen.

    Wie kommen Sie darauf, die Rezensentin würde behaupten, der Journalismus solle abweichende Standpunkte weniger genau und mit reduzierter Qualität darstellen? Die Rezensentin schreibt lediglich, der Journalismus solle abweichende Standpunkte nicht überrepräsentieren.

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.
  • Das Ende?!?

    24.03.2017, hermse
    Hieß es nicht schon von etlichen Wissenschaftlern, dass wenn der Permafrost taut das Klima endgültig außer Kontrolle ist? Eben weil Methan um 30x stärker den Treibhauseffekt ankurbelt als CO2?

    Na dann... Viel Spaß uns noch!
  • Und was bedeuten die Quantenphänomene für dein und mein Leben? –

    24.03.2017, Ulrich Scholz
    Seit der Erfindung der Quanten ringen Physiker und Mathematiker um die Stimmigkeit ihrer Experimente und Berechnungen. Die Fragen der Wissenschaftler nach der Bedeutung ihrer Beobachtungen beziehen sich aber eben nur auf die Stimmigkeit im wissenschaftlichen Sinn. Dabei bekommt die Stimmigkeitsdiskussion erst durch Hinzunahme der Philosophie ihre entscheidende Bedeutung (Im Artikel werden Kant und Popper oberflächlich erwähnt). Die vielleicht wichtigste Frage muss doch lauten:
    Was bedeuten die Quantenphänomene für dein und mein Leben? – Hier ist der Versuch einer einfachen Antwort: http://www.kamus-quantum.de/kamusquantum

  • Die philosophische Konsequenz der Unschärfe ist überbewertet

    23.03.2017, Albrecht Giese
    Einer der wesentlichen Väter der Quantentheorie, der französische Physiker Louis de Broglie, hatte eine sehr anschauliche Erklärung für die Unschärfe als reines Messergebnis. Nach de Broglie erklärt sich der Teilchen-Welle-Dualismus derart, dass ein Teilchen im Grund doch eine Art Korpuskel darstellt, das jedoch von einem Wellenfeld umgeben ist. Wenn wir nun eine Teilchenbahn vermessen wollen, haben wir es mit diesem Wellenfeld zu tun. Und dieses folgt den ganz klassischen Ungenauigkeiten einer Welle. Das bedeutet eben nicht, dass sich das Teilchen (Korpuskel) selbst unbestimmt verhält.
    Bezeichnend ist, dass diese berühmte Unschärferelation jedem Hochfrequenz-Ingenieur gut bekannt ist. Sie beschreibt schlicht die Genauigkeit, mit der sich eine hochfrequente Welle bestimmen lässt. Und das führt in dieser Anwendung in keiner Weise zu den im Artikel beschriebenen philosophischen Konsequenzen.
    Heisenberg sagte einmal, Quantentheorie müsse sich am Weltbild des Philosophen Plato orientieren, sonst könne sie nicht gelingen. Er war humanistisch gebildet, das war wohl ein wesentliches Motiv für seine Betonung philosophischer Bezüge.
  • Und ich habe eine 6 erhalten - grrr.

    23.03.2017, Schulz-Hoos
    In der Unter- oder Obertertia lang vergangener Jahre sollte ich in Physik einen Vortrag über die stabile Längsbewegung des Fahrrads halten. Gefordert war eine Darstellung, warum die Kreiselpräzession das Rad stabilisiert.

    Ich habe das damals nicht geglaubt, weil Fahrräder auch bei sehr geringer Rotationsfrequenz und mit sehr leichten Felgen und Reifen stabil laufen, wenn nur die Vorderradgabel nach vorne steht und die klassische Kröpfung vor der Aufnahme der Achse aufweist - den Bogen nach vorne. (Vaterland-Typ)

    Diese bewirkt, dass sich das Rad in die Achse Fahrrades stellt, wenn sich der Schwerpunkt seine tiefste Lage sucht, was er naturgemäß tut. Also habe ich vorgetragen, die "Schwerkraft" stelle das Rad bei richtiger Auslegung der Gabel gerade. Und laufe es unter dem Schwerpunkt weg, kippe das System entsprechend, was aber aufgrund der Gabelgeometrie auch dazu führe, dass das Vorderrad einschlage und das System wieder unter den Schwerpunkt führe.

    Setzen: 6.

    Neue Ideen waren in der Physik noch nie beliebt, wenn sie von Dummköpfen geäußert wurden und werden. Mich hat das damals sehr aufgebracht, weil ich mir wirklich ernsthafte Gedanken gemacht hatte, statt nur abzupinnen. Doch diese Erfahrung sollte mich wohl nur auf mein späteres Leben mit Erfindungen, die gut funktionierten und das auch heute noch tun, z.B. als manntragende Boxwings, vorbereiten. Bei denen die Fachleute auch immer abwinkten.