Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Basis für Esoterik

    15.12.2014, Martin Piehslinger
    Solche Artikel sind leider die Basis für Missverständnisse, die Esoteriker (gezielt oder aus Unwissenheit) für ihre zwielichtigen Praktiken und Geschäfte ausnützen. Darauf beruht die sogenannte "Quantenheilung" und ähnliche "Quantenmystik", die sich auf echte angeblich Quantenphysik beruft.

    Es wäre wichtig gewesen zu erwähnen das auch mit dem instantanen Kollaps der Wellenfunktion keine Information zu einem anderen Ort transportiert werden kann, also dass deshalb keine Verletzung der Allgemeinen Relativitätstheorie stattfindet.

    Ich zitiere Martin Bäker, der das wundervoll formuliert hat:

    "Ihr könnt an diesem Experiment auch gleich ein sehr wichtiges Ergebnis sehen: Um die Verschränkung tatsächlich nachzuweisen, müssen die beiden ihre Ergebnisse auf herkömmlichen Wege austauschen. Alice kann allein aus ihren Daten nicht sehen, was Bob gemacht hat (nicht einmal, ob Bob nicht lieber einen Kaffee trinken gegangen ist, weil er Quantenmechanik langweilig findet). Obwohl also die Messungen sich gegenseitig beeinflussen, so dass immer derselbe Polarisationszustand herauskommt, kann man mit Hilfe der Verschränkung keine Nachrichten verschicken."
  • Schon lange bekannt

    15.12.2014, Thomas Wäscher, Rauenberg
    Ich erlaube mir bescheidenerweise darauf hinzuweisen, dass meine Veröffentlichung vor 23 Jahren (Wäscher, Th.: Generation of slanted gas-filled icicles. In: Journal of Crystal Growth, Volume 110, Issue 4, April 1991, Pages 942–946 (Online-Abruf)) bereits die wesentlichen Angaben zur reproduzierbaren Erzeugung von schräg hochwachsenden Eiszapfen enthält.
     
    2011 hatte ich bereits darauf aufmerksam gemacht, dass zu diesem Thema eine ausführliche Veröffentlichung von mir vorliegt, die die zitierten Arbeiten (Hill, L. et al. und Libbrecht, K.G., Lui, K., 2004) lange vorwegnimmt.

    Durch den jetzt nochmaligen Abdruck des Artikels von 2011 ist es für mich um so ärgerlicher, dass wiederum meine Veröffentlichung nicht zitiert wurde. Für mich bleibt es rätselhaft, warum nur kanadische/amerikanische Autoren (Univ. of Toronto, Caltech) aus dem Jahr 2004 zitiert werden, wenn immerhin schon 1991 von einem inländischen Autor genau die Phänomene detailliert beschrieben und in einer internationalen Fachzeitschrift publiziert wurden.
  • Der Schaden

    15.12.2014, Stefan Golla
    wäre vermeidbar gewesen und war sicher ein Fauxpas. Ich persönlich findes es auch nicht schön, auch wenn ich bei Greenpeace engagiert bin. Soviel erstmal zum Thema Unabhängigkeit und Kritikfähigkeit. Langsam muß ich jedoch auch mehr Zweifel an der Unabhängigkeit des Autoren erheben. Es gibt sehr viele Aktionen, die Greenpeace macht, wie z.B. gerade vor Lanzarote, wo die die Arctic Sunrise von der Spanischen Regierung, gegen den Wunsch der Kanarischen Lokalregierung festgesetzt wurde. Die Kanarische Regierung wurde höchst undemokratisch daran gehindert Ölvoruntersuchungen gegen das staatliche Bergbauunternehmen zu unterbinden. Warum wird hiervon nicht berichtet? Schließlich geht es hier um die recht unerforschte Heimat von 24 Walarten oder den Voruntersuchungen, die sich aus wissenschaftlicher Sicht negativ auf die Tiere auswirken. Darüber wird nicht geredet. Den Schaden den die Ölfirmen im Nachbarland im ITT-Yasuni gegen die Weltöffentlichkeit und Fauxpas bei der BRD aktuell ausrufen - kein Wort. Wie groß ist der Schaden, wenn Grönland exploriert wird, wenn das Eis der Arktis fällt und die Klimaveränderungen in den nächsten Jahrzehnten die Nacza Linien durch Stürme oder Regen erst beschädigen oder auslöschen? Was ist das Handeln eines Einzelnen, der darauf, wenn auch unvorsichtig aufmerksam macht, gegenüber das andere legal daran Geld verdienen, diese und alle anderen Naturgüter großzügig zerstören. Sie Great Barrier Rief- Australien. Das vermisse ich...es ist Zeit zu hinterfragen, wie politisch wissenschaftliche Berichterstattung sein darf, und wenn ja, von von welchem Blickwinkel?
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Golla,

    dieser Artikel ist ein Kommentar und gibt meine Meinung zu dieser "Aktion" wieder. Ich habe mich u.a. auf Twitter auch schon mehrfach lobend dazu geäußert, was Greenpeace z.B. für den Regenwaldschutz leistet. Meine Meinung zum Thema Ölförderung in Nationalparks o.ä. können Sie hier nachlesen:

    http://www.spektrum.de/news/die-naechsten-oel-krisen/1213845

    Wer dagegen protestieren will, darf aber eben nicht derartig grobe Schnitzer wie in Nazca begehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Empirische Belege?

    14.12.2014, Tim
    Liefern die Autoren denn Belege für die recht starke These, daß Religionen "Angst reduzierende Symbolsysteme" sind? Wann, wo und in welchem Maß haben Religionen Angst reduziert? Kann man nicht umgekehrt auch behaupten, daß Religionen Angst eben auch induzieren?

    Die Rezension vermittelt eher den Eindruck, daß das Buch bei genau dieser wichtigen These empirisch wenig untermauert ist.
    Antwort der Redaktion:
    Das ist eine gute Frage. Die Rezension bezieht sich ja auf mehr oder weniger ausgestorbene Religionen, insofern sind empirische Belege schwierig. Allerdings gibt es in den Psalmen des Alten Testaments und anderen Zeugnissen aus der altorientalischen Umwelt zahlreiche Erfahrungsberichte, wonach die religiöse Gebetspraxis Angst reduziert. Von allgemeinen religionspsychologischen Überlegungen her kann man das sicher auch sagen. Ein Analogon zur Angst reduzierenden Religionspraxis über Symbolisierung kann Freuds Mechanismus der "Konversion", einer seiner Abwehrmechanismen, gelten. Das wollte ich ursprünglich noch in der Rezension anmerken. Meine Antwort ist daher: Wenn Religionen dabei helfen, innerpsychische Angstzustände in Symbole zu verwandeln, schaffen sie eine Entlastung und damit Angstreduktion. Wenn sie dies nicht tun, dann können sie auch Angst fördern, z.B. wenn sie sehr gesetzlich orientiert sind und den Menschen mit allerlei Vorschriften oder gar Angst machenden Vorstellungen (z.B. von einer Hölle) belasten.

    Mit freundlichem Gruß
    Wolfgang Achtner
  • hm legt aber Grundsteine

    14.12.2014, Köhler
    Heißt die Erde ist ein Kulturgut und darf nicht beschädigt werden.
  • Der Zweck rechtfertigt nie die Mittel

    14.12.2014, Robert Orso
    So sehr ich die Forderung nach nachhaltiger und umweltgerechter Lebensweise unterstütze, wenn derartige, unreparierbare Schäden durch solche sinnlosen(!) Aktionen verursacht werden, hat sich Greenpeace in eine Linie mit den Taliban als Kulturterroristen gestellt und den Bogen weit überspannt. Aufmerksamkeit hätten sie auch anders bekommen.

    Was kommt als nächstes? Sprengen sie den Artemis Tempel um auf die schlimme Luftverschmutzung in Athen hinzuweisen? Vergiften sie die Brunnen von Los Angeles um auf das Problem der Übernutzung der Grundwasservorräte hinzuweisen?

    Hier von "bedauerlichen Einzelfällen", "nicht abgesprochen" und "Kollateralschäden" zu sprechen ist blanker Hohn. Offenbar hat Greenpeace ihre Mitglieder nicht (mehr) unter Kontrolle und damit ihre Legitimation "für die Gute Sache" verwirkt.

    Ich werde meine Unterstützung für eine lebenswerte Umwelt künftig anderen Organisationen zukommen lassen.
  • ganz vergessen: was ist denn DENKEN?

    14.12.2014, Walter Weiss
    Wenn die moderne Physik Geschehnisse untersucht und definiert (dieses ausnahmslos in mathematischen Formeln), dann handelt es sich stets um Geschehnisse AUSSERHALB der Reichweite unserer menschlichen Sinne - der Bereich INNERHALB dieser Reichweite ist identisch mit dem Bereich der sog. Klassischen Physik.

    'Verstehen' kann man aber nur Geschehnisse, die sich INNERHALB der genannten Reichweite befinden. Geschehnisse AUSSERHALB dieser Reichweite können also begrifflich nicht verstanden, sondern nur berechnet werden. Sie verstehen zu wollen, ist erkennbar unsinnig. Daran kann auch eine wie immer geartete Philosophie nichts ändern.

    Dass unser Denken so funktioniert, wie ich es oben umrissen habe, habe ich vor einigen Jahren in meinem Text 'Exzerpt' niedergelegt (ISBN 978-3-8442-2681-2, Epubli-Verlag, auch Amazon).

    Leider befassen sich die Physiker und die meisten Philosophen, bevor sie 'loslegen', überhaupt nicht mit dem Werkzeug, das sie dabei benutzen, eben dem 'DENKEN'. Dabei sollten sie, um nicht sogleich gänzlich ins Schwimmen zu geraten, erst einmal dieses Werkzeug definieren - und dann natürlich auch nur nach der entsprechenden Definition benutzen. Wenn sie es richtig machen, wird mancher Text (wenn nicht ganze Büchereien) zur Makulatur.
  • Also bitte...

    14.12.2014, Maria
    Ich find die Aktion auch nicht gut. Aber wer redet von der Zerstörung, die andere anrichten, und die viel größer ist? Wer zerstört die Akropolis? Nicht Greenpeace, sondern die, gegen die Greenpeace antritt. Es gibt weitere Beispiele - Regenwald etc pp. Ohne NGOs wäre die Zerstörung der Natur viel schlimmer, nur der Druck von NGOs und daraus resultierende Gesetzgebung kann eine Änderung bewirken. Von selber verzichtet niemand auf seinen SUV, ohne den man nicht leben kann.
    Antwort der Redaktion:
    Liebe Maria,

    wer Zerstörungen anprangert, sollte eben nicht selbst wie ein Bulldozer auftreten. Warum projizierte man nicht einfach die Botschaft per Laserstrahl auf die Fläche?

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Pellets auch mit Gewinnmaximierung

    13.12.2014, Krimm hans
    Pellets werden bzw. wurden jahrelang als umweltfreundlich und praktikabel geschildert. Das war in den Anfangsjahren. Aber mit wachsender Zahl von Verbrauchern und somit von Groß- und Kleinfirmen-Inhabern/Innen, die sozus. auf den Verkaufszug aufspringen, muß auch die Qualität sinken.
    Ich hab seit ca 7 Jahren ca 7 verscheiden Marken von Pelletsäcken jährlich anhängerweise gekauft, bei der letzten Sorte hatte ich immer wieder Heizschwierigkeiten bis Ofenschäden- Bis ich den Zusammenhang rausbrachte, verging fast 1 Jahr, da man an Kamin dachte(fragte Kaminkehrer…), falsche Heiztechnik, unsauberen Ofen, Ventilatorstörung usw. usw. bis Schalter-Fehler (den ich ebenso von jemand beheben lassen wollte, mit vergebl Zahlung…), dazwischen kaufte ich immer neue Sicherungen, die täglich "rausflogen"…Ich suchte also Schuld bei mir, mit ca. 30 Std Forschungen,Kontakten und Vermutungen... Letztlich sagte mir der teure Kundendienst, die Pellets seien unbrauchbar, fehlerhaft, zu bröselig, verstopften ,ruinieren teuren Motor usw, wie bei anderen Leuten schon, also , solche Pellets werden auch minderwertig hergestellt ,Mischung aus Abfall, Bruchholz, Spänen, sogar Kuh-und Pferd-Fladen usw…, …Der langen Rede peinlicher Sinn: Prozeß, Anwalt, Schreibereien, Versicherungen ,Gegenseite mit Falschgutachten usw… wobei beim Prozess m.E. für Kleinverbraucher (auch lt. Anwalt) wenig Chancen sind , da Industrie (Wirtschaft -Wachstum…) die große heilige Kuh ist…also kein Schadenersatz, höchstens einige Pellets tauschen, auch wenn ich sagte, will da nichts mehr…
  • Unverständliche Methoden

    13.12.2014, Werner Gradwohl
    Ich war noch nie ein Befürworter der Methoden von Greenpeace und ähnlicher "Umweltschutzorganisationen". Auch wenn sie diesmal überwiegend "nur" ein Kulturgut beschädigt haben (was in diesem Zusammenhang in keinster Weise zu rechtfertigen ist), so zeigt es doch, dass es ihnen weniger um die Umwelt (zu der eben auch kulturelle Aspekte gehören), sondern nur um den Aktionismus geht. Hauptsache sie können irgendwie auffallen und gegen die böse Mehrheit protestieren. Sachliche Argumente werden ignoriert oder uminterpretiert. Sicher ist die Forderung hinter manchen Aktionen sinnvoll, aber die Aktionen selbst sind es selten.
    Das einzig Sinnvolle an Greenpeace war schon immer nur ihr Name.
    Grüner Frieden.
    Wobei auch dieses Konzept der Komplexität der Welt nicht gerecht wird.
  • Wo Menschen aktiv werden ...

    13.12.2014, Herbert A. Eberth
    ... werden Fehler gemacht. Das ist auch bei Greenpeace hin und wieder der Fall. Doch angesichts der Vielzahl der sinnvollen und gut verlaufenen Aktionen der Umweltschutzorganisation im Lauf ihrer Geschichte sowie ihrer schon jetzt historischen Bedeutung für den Umweltschutz insgesamt hinterlässt dieser Kommentar in seiner Schärfe den Eindruck, dass der Kommentator - wie viele bei anderen Medien auch - endlich mal wieder eine Gelegenheit fand, einer unbequemen Organisations so richtig eins aufs Dach zu geben. Schade.
  • Gesundheitsbelastung Kamine

    13.12.2014, K. Schulz
    Hallo Herr Fischer, dass Holzheizungen nicht nur nicht nachhaltig sind, hat diese Studie bereits belegt (http://www.sciencedaily.com/releases/2011/11/111115175352.htm); der eigentliche "Skandal" ist, dass die Energiequelle politisch motiviert gefördert wird, und daher Überschreitungen einer max. Nutzungshäufigkeit von 8 Mal je Monat (Bundesimmissionsschutzgesetz) nicht geahndet wird. Den Gestank einer übermäßigen Nutzung erleben heute jeder Vorstadtbewohner hautnah - ab Außentemperaturen < 5 Grad.
    Am Schlimmsten aber ist, dass "Kleinfeuerungsanlagen" (private Kamine) mittlerweile zu zweitwichtigstgen Dioxinschleuder zählen. (Quelle: zentrales System Emissionen des Umweltbundesamtes, Stand: 18.01.2011).
  • Ende fehlt.

    12.12.2014, Mario Jahnert
    Sollte der Beitrag tatsächlich auf "und" enden?
    Antwort der Redaktion:
    Ich hätte jetzt behaupten können, dass es sich um ein raffiniertes literarisches Stilmittel ("offenes Ende") handelt, aber tatsächlich hat nur ein Fehler im Code den letzten Link verschwinden lassen...


    L.F.
  • Sehr interessante Ergebnisse

    10.12.2014, Dipl.-Phys. Ulrich Schulz
    Dann schlagen Sie doch bitte mal diese Alternativen vor, Herr Weigelt. Tatsächlich gibt es noch eine Vielzahl von Hinweisen auf Dunkle Materie, hingegen haben sich viele der anderen Ideen von selbst erledigt.
  • Naja...

    10.12.2014, D. Schneider
    Erstens: Tierquälerei vom feinsten, zweitens womöglich tatsächlich eher kontraproduktiv in Hinsicht auf die Phobie manch eines humanen Lebewesens. Aber... Ich denke sein Hauptziel hat er erreicht. Weltweit wird nun nicht nur über ihn sondern eben auch über Amazonien gesprochen und geschrieben und das auch noch in renommierten Zeitschriften etc. Anders machen es Schauspieler auch nicht um ins Rampenlicht zu kommen. Aus der Sicht heraus aus eine gute Idee, besonders jetzt vor den Feiertagen wo viele Menschen lieber einen Beitrag zum Naturschutz leisten anstatt viel Geld für Dinge auszugeben die sie nicht brauchen, um damit Leute zu beeindrucken, die sie garnicht mögen.
    Ich bin zwigespalten, würdige aber die Aktion als solches eher als positiv mit einem verdammt bitteren Beigeschmack.
Anzeige