Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Ähnlicher Effekt in Australien

    13.06.2013, Dr. Norbert Meyer
    Der ADFC hatte in der "Radwelt" vor geraumer Zeit von einem ähnlichem Befund in Australien berichtet (leider kann ich gerade die betreffende Ausgabe gerade nicht finden): Nach Einführung der Helmpflicht wurden die Gelegenheits- und Schönwetter-Radler abgeschreckt und die Gefährdung für die verbliebenen Radler wuchs. Es ist halt ein Unterschied, ob man mal eben zum Bäcker um die Ecke oder ins Grüne fährt oder sich in den Innenstadtverkehr stürzt. Ganz davon abgesehen, dass man auf diese Weise den Leuten den Zugang zu einer gesunden Bewegungsart vermiest und sie wieder zum Autofahren animiert. Die Politik sollte zum Thema Helmpflicht lieber die Füße still halten. P.S.: Ich selbst bin seit fast30 Jahren behelmt.
  • Alchemie der modernen Datenanalyse. Rezension über Der Hund der Eier legt

    13.06.2013, Dr.Alfred Richter
    Habe seit vielen Jahren einen weit erhöhten PSA wert. Vor 1 Jahr 85 ng. Bin aber noch nicht in der
    Statistik mit 65 000 Neurekrankung/Jahr als Prostatakrebskranker erfaßt Und wieviel Männer gibt es in Deutschland, bei denen noch kein PSA-Test durchgeführt wurde !
    Also erst wenn ich mich entschließen würde , mich einer weiteren Diagnostik zu unterziehen, würde ich in der Statistik als der 65 001 Patient erscheinen.
    Fazit: Das Buch ist ein großartiger Beitrag den wirklichen Wert und Unsinn unserer Wissenschaft zu entlarven.
  • Klima ist nicht Wetter. Oder doch?

    13.06.2013, J, Schobelig
    << ... Und noch etwas müsse man bedenken, so der Freiburger Geograf: "Der Klimawandel erhöht das Risiko zusätzlich, weil warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann. Noch größere Regenintensitäten wären also möglich." ...>>
    -
    Und warum gab es dann nicht in der vorausgegangenen Warmzeit diese Flut sondern in der sich anbahnenden Kaltzeit?
    Unsere Klima- "Experten" lassen keine Gelegenheit aus ihre zeitgeistigen Schreckensszenarien zu gebetsmühlen.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr (?) Schobelig,

    das Klima macht das Wetter, einzelne Wetterereignisse aber natürlich noch kein Klima. Deshalb kann es auch in einer kalten Phase zu derartigen Niederschlagsereignissen kommen. Die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Wetterlagen steigt oder fällt jedoch, wenn sich das Klima verändert. Physikalisch besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen höheren Temperaturen und größerer Aufnahmekapazität für Wasserdampf.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
    Redaktion Spektrum.de
  • Bevölkerungswachstum

    12.06.2013, Ingrid
    Ich habe das Buch noch nicht gelesen und hoffe, daß er das Bevölkerungswachstum miteinbezogen hat. Vielleicht hat er ja eine bessere Lösung wie im aktuellen Buch von "Inferno" von Dan Brown. Glaub' nicht, daß wir uns die Unsterblichkeit wünschen sollten.
  • Primfaktorzerlegung

    12.06.2013, Welli
    ist mein Hobby seit ich rechnen kann und dabei habe ich auch sämtliche Gesetzmäßigkeiten gefunden. Die Krux ist der Beweis und da scheidet sich der kreative Denker vom fleißigen Mathematiker. Mir fehlt das Wissen, um zu beurteilen, wie wertvoll oder bekannt meiner Erkenntnisse sind.
  • Es bleiben Zweifel

    12.06.2013, Stefan Pschera
    Wiederum Danke für die Antwort. Sie schreiben von "Lehrbuchwissen" und "bereits vor längerer Zeit". Aber erst jetzt und mit viel Tricks werden Details sichtbar, z.B. Astrozytenkontake um die Präsynapse (Pampersthese, dreiteilige Synapse). Wie war es also früher möglich, die Details an den Endknöpfchen zu erkennen? Ich nehme an, hier wurde geschludert und dank einer Autorität "Lehrbuchwissen" generiert. Folgerung: Es ist noch offen, was im Axon und an den Endknöpfchen passiert. Wenn die relativ großen und langen Axonen zu den Muskelfasern alle Endknöpfchen gleichzeitig aktivieren, so ist eine Verallgemeinerung für die kurzen Axone in der Rinde fraglich.
  • Eine typisch deutsche Reaktion

    12.06.2013, Walter Weiss
    kann man da in sämtlichen abgedruckten - offensichtlich nur von Männern stammenden - Stellungnahmen kennenlernen, mit dem deutlichen Tenor: 'Ich habe zwar das Buch nicht gelesen, werde es aber nach dieser sehr positiven Rezension gewiß nicht kaufen, denn es kann einfach in der heutigen politischen und wirtschaftlichen Situation nichts taugen!'

    Ich werde mir das Buch insbesondere wegen dieser Stellungnahmen der deutschen Besserwisser auf jeden Fall kaufen. Und da ich in dieser Materie (in der man bei wohl allen Gesprächen mit Mitmenschen immer wieder nur hört, die Sache sei viel zu kompliziert, als dass man sie verstehen könne, man halte sich daher heraus und vertraue - ausgerechnet! - den Politikern, die es sicher richtig machen würden) alles nur Greifbare seit Ausspruch der Energiewende gesammelt und daraus offensichtlich zu den gleichen Annahmen wie die Autorin gelangt bin, sollte die Lektüre des Buchs wohl Pflichtlektüre für alle sein, die entweder zu den genannten geistig Bequemlichen oder zu den ewig Bedenklichen oder zu den mehr oder weniger offenen Gegnern der Energiewende oder zu den wirtschaftlich/politisch mit der Atom-, Großstromlieferanten-, Großindustrie-Lobby und ihren Parteien und sonstiogen Gruppierungen Verbandelten gehören - wobei es für eine lebendige Demokratie eine Schande ist, wie groß diese Gruppen sind.

    Und ich werde mich nach der Lektüre des Buchs mit Sicherheit wieder melden.
  • Vielleicht finden wir jetzt heraus....

    11.06.2013, wolfgang
    warum warmes Wasser schneller gefriert als kaltes, ein bisher ungeklärtes Rätsel
  • logisch !

    11.06.2013, ugur
    Meiner Meinung nach zwingend erforderliches Ergebnis.
    Man kann die noch vorhandene kinetische Bewegungsenergie der Elektronen nicht in Luft auflösen.
    Sie wird irgenwann wenn der Druck groß genug ist, auch die stabilste Molekülverbindung knacken.


    Thermodynamik,
    je kleiner der Raum in dem sich das Molekül befindet, abhängig vom Außendruck, umso größer die kinetische Energie der Elektronen pro Raumeinheit, die irgendwann das Gebilde außereinander reißt und zu neuen Anordnungen zwingt.

    Ob der Versuch den natürlichen Bedingungen (im inneren eines Planeten) 1:1 entpsrechen kann steht auf einem anderen Blatt.
  • Esoterik

    11.06.2013, Rainer Ostendorf
    "Früher besprach man Warzen, heute betreibt man Esoterik." Harald Schmid
    Der Artikel gefällt mir.
    Schöne Grüsse aus der Freidenker Galerie
    Rainer Ostendorf
    www.freidenker-galerie.de
  • Ausnahme Bayern

    11.06.2013, Roland Schröder
    Herr Funk relativiert meine Aussage offensichtlich mit Recht. In Bayern ticken die Schuluhren - zum Vorteil der Schüler - anders als in der übrigen Republik. Auch Teilbarkeit im Zusammenhang mit der Bruchrechnung ist in sechsten Klassen z.B. Niedersachsens kein Thema. Das machen doch ab Klasse 7 die Taschenrechner. Goldbach und Fermat bleiben mindestens niedersächsischen Schülern vorenthalten. Deren mathematische Fragestellungen sind im Alltag nicht relevant. In den meisten Bundesländern dient Anwendbarkeit als einzige Motivationsgrundlage für Schüler. Das ist sehr schade, weil mathematischer Wissenserwerb nicht unbedingt nach Anwendbarkeit schielt und das Erlebnis mathematischen Wissensgewinns außen vor bleibt.
  • Zu Lesermeinung "1. Erstaunlich"

    11.06.2013, Reinhard Funk
    Die Aussage "In deutschen Gymnasien lernt man heute nichts mehr über Primzahlen." kann ich in dieser Allgemeinheit nicht nachvollziehen. An (bayerischen) Gymnasien werden die Primzahlen Ende der 5. Jahrgangsstufe im Zusammenhang mit der Teilbarkeit (wichtig für die Bruchrechnung am Anfang der 6. Jahrgangsstufe!) behandelt. Es hängt dann allein vom Lehrer ab, wie weit man dies dann vertieft. Nach meiner Erfahrung gab es keine Verständnisschwierigkeiten beim Euklid'schen Unendlichkeitsbeweis für die Menge der Primzahlen und es gab auch durchaus Interesse für die (starke) Goldbachvermutung und die Anwendung der Primzahlen in der Kryptographie. Auf ungläubiges Erstaunen bei den Schülern stieß allerdings meist die Erwähnung, daß es Mathematiker gibt, die sich ihr Leben lang fast ausschließlich mit Primzahlen beschäftigen. Übrigens kommen die Fermat'schen Primzahlen in der 7. Jahrgangsstufe in der Geometrie bei den mit Zirkel und Lineal konstruierbaren regulären n-Ecken vor (natürlich ohne Beweis). Dieser Zusammenhang zwischen Algebra und Geometrie interessiert die meisten Schüler.
  • Erstaunlich

    11.06.2013, Roland Schröder
    In deutschen Gymnasien lernt man heute nichts mehr über Primzahlen. Außerdem hat dort die Mathematik die Aufgabe, lebensweltliche Probleme zu lösen. Die Zahlentheoretiker sehen das offenbar ganz anders. Mathematik ist offenbar doch nicht ganz dasselbe, wie es Schulmathematik der Gesellschaft weismachen möchte.
  • Erratum SdW 6/2013

    10.06.2013, Julian Penzinger,Taufkrichen/Tr.
    Beim Erratum Ihrer Juniausgabe von SdW, über den Artikel "Giganten im All" im SdW 5/2013 auf S.30, wurde die Masse des Supermassiven Schwarzen Lochs (SMSL) im Zentrum unserer Heimatgalaxie Sgr A* auf 4,1 Milliarden Sonnenmassen korrigiert.

    Ich glaube, dass der ursprüngliche Wert von 4,1 Millionen Sonnenmassen der eigentlich richtige wäre. Er wird im Text zweimal vom Autor erwähnt. Auch andere Literaturquellen geben letzteren Wert an.

    Andernfalls würde unser SMSL zu den seltenen "Schwergewichten" zählen, deren Rekordhalter in der Galaxie NGC 1277 mit etwa 17 Mrd. Sonnenmassen nur viermal mehr massereicher ist.
    (Max-Planck-Forschung 4.2012 S. 45 bzw. Nature 29.November 2012)
  • bitte kein sinnloses Dreinschlagen auf Politiker

    10.06.2013, Fritz Kronberg
    Zitat aus obigem Kommentar: "Politiker schaffen es sonst doch auch, Gesetze innerhalb kürzester Zeit durchzusetzen - wenn es Ihnen selbst oder irgendeiner Lobby nutzt."

    In Grimma waren es Bürgerinitiativen, die den Hochwasserschutz verhindert haben, wie dadurch im Zusammenspiel mit endlosen Gerichtsverfahren bei Klagen vieles Andere sinnvolle und nützliche verhindert wird, weil es ein paar Leuten nicht paßt. Da die Justiz (glücklicherweise) unabhängig ist, haben die viel gescholtenen Politiker keine Möglichkeit, da einzugreifen. Auch Gesetzgebungsverfahren sind langwierig und die Gesetze können auf dem Rechtsweg überprüft und gegebenenfalls verhindert werden!
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