Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Das Leibnitz-Institut GIGA, die GIZ u.a. sehen das anders

    10.02.2013, Wissenschaft und Schreie
    Sehr geehrte Frau Hennemann,

    schade, dass Sie Herrn Becker nicht auf nachfolgende Studie angesprochen haben. Dort bestätigen die Autorn viele der Vorurteile gegen das Land Grabbing. Die lokale Bevölkerung hätte nur selten Vorteile:

    Anseeuw, Ward, Mathieu Boche, Thomas Breu, Markus Giger, Jann Lay, Peter Messerli & Kerstin Nolte, 2012: Transnational Land Deals for Agriculture in the Global South. Analytical Report based on the Land Matrix Database, Number 1: April 2012. The Land Matrix Partnership (Hrsg.): The International Land Coalition (ILC), The Centre for Development and Environment (CDE), Centre de coopération Internationale en Recherche Agronomique pour le Développement (CIRAD), The GIGA German Institute of Global and Area Studies (Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien) & Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
  • Ich freue mich ...

    10.02.2013, sabrina
    ... dass es Menschen gibt, die noch die Fähigkeit haben wahrzunehmen, was um sie herum passiert ...
    Vielen Dank für diesen guten Artikel.
  • Recht von Wissenschaft trennen

    10.02.2013, Georg Lokowandt
    Juristisch betrachtet hat Frau Schavan eine falsche eidesstatliche Versicherung abgegeben und ihren ersten Arbeitgeber betrogen, der diese Stelle sicherlich nicht an eine Abiturientin vergeben hätte (zumindest nicht zu einem vollen Gehalt). Diese Angelegenheiten sind nach 30 Jahren verjährt und das ist gut so.

    Wissenschaftlich betrachtet hat sie sich mit fremden Federn geschmückt. Die verbleibende, eigene Leistung war anscheinend nicht genug für einen Doktortitel. So etwas kann nicht verjähren und deshalb ist es richtig, dass Ihr der Titel entzogen wird. Nur weil 30 Jahre vergangen sind, ist ihr eigener Beitrag zu der damaligen Doktorarbeit ja nicht größer geworden. Egal aus welchem Grund eine wissenschaftliche Arbeit im Nachhinein als Fehlerhaft erkannt wird, sie muss korrigiert werden. Pech für Frau Schavan war, dass durch den Fleiß vieler, koordiniert im Internet, ihre Fehler plötzlich sichtbar wurden.

    @Fritz Kronberg: Jeder ist aufgefordert, beliebige Doktorarbeiten oder sonstige wissenschaftliche Texte nach Plagiaten zu durchsuchen. Das wurde auch bei Anhängern anderer Parteien versucht, nur nicht mit so offensichtlichem Erfolg wie bei Herrn Guttenberg, Frau Saß oder Frau Koch-Mehrin.

    @Dr. Peter Ziegler / Jakob Aigner:
    Frau Schavan scheint vorsätzlich gehandelt zu haben. Also muss man davon ausgehen, dass sie gezielt nach Prüfern und Gutachtern gesucht hat, die aufgrund von persönlichen Interessen, aus Freundschaft, aus Überlastung oder wegen des Parteibuchs nicht korrekt arbeiten.

    Für besonders schlimm halte ich, dass in vielen Kommentaren nicht die unredliche Doktorandin oder die laxen Prüfer, sondern die Entdecker des Fehlverhaltens kritisiert werden. Dieser Chorgeist vertreibt viele redliche Forscher aus dem Wissenschaftsbetrieb. Es geht nicht nur um den Ruf der Wissenschaft, sondern auch um die Wissenschaft als solche.
  • Vorzüglich

    09.02.2013, Tede
    Wegen persönlicher Erfahrungen dachte ich mir schon lange, dass autistisch veranlagte Menschen - auch Betroffene des Asperger-Syndroms - nicht schlechter und nicht besser als "Normale" ausgestattet sind. Ich hatte nur immer den Eindruck, dass ihr ganzes Spektrum einen (kleinen) Zacken "verschoben" ist. Dinge wie "Sozialverhalten" sind nicht mehr so flächig abgedeckt und erfordern mehr Rekonstruktion statt Gefühl, wie das andere machen, dafür hat sich der Bereich "Muster/-erkennung" o. ä. verbreitert. Es ist schade, dass man versucht, anstrengendere Individuen passend zu quetschen, wo man doch einander so sehr von Nutzen sein könnte, immerhin deckt der eine gründlicher Bereiche ab, die dem anderen kaum zugänglich sind. Es ist auch nicht verwunderlich, dass manche Menschen mit anderem Spektrum anders und vllt. sogar auffallend negativ auf gewisse Dinge im Alltag reagieren. Ihre Wahrnehmung rückt manches so sehr in den Vordergrund, an dem andere achtlos vorbei gehen, dass es für sie unmöglich wird, einen normalen Ablauf zu leben, aber das will ein "Normaler" ja auch nicht verstehen. Irgendwie läuft schon was nicht richtig, wenn man Menschen pauschal in "richtig" und "falsch" teilt, wobei "richtig" alles ist, was Mehrheit hat ...
  • Einige Gedanken

    09.02.2013, Nadin Weisze
    Ich finde den Artikel echt gut. Er lockert das strenge Bild, Autismus als eine zu behandelnde Krankheit zu betrachten. Die meisten Menschen sind überzeugt von ihrem Wesen und ihrem Handeln. Autisten hingegen fällt es schwer, zu sich und ihrer eigenen Persönlichkeit zu stehen und stark zu vertreten, was sie wissen. Ich glaube, dass das auch ein Grund dafür ist, dass Autismus als Krankheit betrachtet wird. Es hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass das andere Verhalten, was von außen zu beobachten ist, "unnormal" ist. Doch ist es nicht fragwürdig, wieso sich viele Autisten ziemlich ähnlich verhalten? Ich finde es unglaublich interessant mit so einem Blick auf diese Tatsachen zu schauen. Vielleicht ziehen wir zu voreilige Rückschlüsse und nehmen einfach das an, was vor Jahren herausgefunden wurde, ohne es zu hinterfragen. Einer hat irgendwann mal eine Theorie aufgestellt, an die alle glauben, weil sie zu der Zeit gepasst hat. Aber die Zeiten ändern sich und ich finde es wichtig, auch an den Wurzeln nach möglichen Ursachen zu suchen, aus denen über die Jahre wohlmöglich nur viele Rückschlüsse gezogen wurden, über die sich heute gewundert wurde. Wenn ein falscher Ansatz vorliegt, führt das fern ab der Realität ...
  • Ist Hoffnung etwa wissenschaftlicher?

    08.02.2013, Dr. Thilo Arlt, Lengnau (Schweiz)
    Im Gegensatz zu Brian Hayes habe ich als Geologe offenbar weniger Mühe, eine zeitliche Prognose mit einem Fehler von 100 Jahren oder mehr dennoch als Wissenschaft zu verstehen. Wir reden vom Schicksal der Menschheit, nicht vom morgigen Wetter. Anders als bei einer Klimaprognose muss man sich der Einfachkeit des Modells und der hohen Fehler der Annahmen und Gleichungen bewusst sein. Dennoch, die Grundaussagen von Meadows et al. sind auch nach 40 Jahren unwidersprochen, und so erscheint es seltsam, wenn das Modell als unwissenschaftlich abgetan und gleichzeitig als Gegenargument der Glaube herangezogen wird, Zitat: „Allerdings glaube ich im Gegensatz zu den Autoren der "Grenzen", dass wir fähig sind, die Probleme zu bewältigen …“. Ist diese "Prognose" des Autors etwa durch ein besseres Modell belegt?
    Natürlich, die Konsequenzen die sich aus den „Grenzen des Wachstums“ ergeben, sind unangenehm; die denkbaren Maßnahmen, nämlich das Bevölkerungswachstum einzudämmen, erscheinen uns unethisch und sind politisch nicht durchsetzbar. Deshalb klammert sich der Autor an das Prinzip Hoffnung, was noch unwissenschaftlicher ist als das Modell von World3.
    Zu empfehlen: Der Wikipedia-Eintrag zum Thema "World3".
  • Uralte Geschichte

    08.02.2013, Walter Weiss
    Seit es geschichtliche Überlieferungen gibt, spielen die "überzähligen Jungmänner" ganz entscheidende Rollen. Zum Beispiel bestanden die immer wieder aus den "unendlichen Steppen Südrusslands" Europa, Kleinasien und Ägypten überfallenden, z. T. erobernden Hyksos, Skythen, Hunnen, wohl auch die indoeuropäischen Völker (Inder, Perser, Kurden, Griechen, Italiker, Germanen, Kelten...) im Kern aus solchen Jungmännern. Gleiches gilt für die altgriechischen Kolonisatoren, die Sizilien, Unteritalien, Nordspanien und Südfrankreich eroberten, und in neuerer Zeit für die Wikinger und Nordmannen, ja letzten Endes auch die Insassen der Forschungs-, Eroberungs- und Räuberschiffe, die von Spanien und Portugal aus Amerika entdeckten. Immer waren es solche wagemutigen Jungmänner, bei denen das Testosteron jede persönliche Vorsicht beseitigte.

    Zu erwähnen wären noch in der späten Bronzezeit die so geannten "Seevölker" und überhaupt die gar nicht nur immer gepressten, sondern zu sehr großen Teilen freiwillig und sogar sehr willig mitgezogenen Soldaten aller Heere in der geschichtlich bekannten Zeit.

    Die schönste Zusammenfassung dieses allumfassenden äußerst gefährlichen Problems (das allein in der Urzeit seinen evolutionären Sinn hatte!) hat der unübertroffene Kabarettist Georg Schramm über die wahren Gründe der arabischen Revolutionen und der damit vielfach verbundenen Selbstmordattentate von Terroristen geliefert.
  • Ein Artikel, der in die richtige Richtung weist

    08.02.2013, Hanna Urban
    Es gibt, denke ich, viel mehr Asperger-Autisten als bislang angenommen. Viele fallen jedoch nur dadurch auf, dass sie im sozialen Kontext eher zurückhaltend sind oder auch nicht, aber einfach als "unsympathisch" gesehen werden, Mobbing zum Opfer fallen und durch kleinere Einschränkungen schulisch sowie beruflich nicht zu den Erfolgen (überdurchschnittlichen!) kommen, die sie unter etwas anderen Bedingungen eigentlich erzielen könnten. Aber die wenigsten würden bei diesen Menschen an eine so gravierend beschriebene Andersartigkeit wie Autismus denken, sondern hierbei einfach auf einen bestimmten vielleicht seltsamen, etwas minderbemittelten Charakter schließen. In der heutigen Zeit sind die "äußere Verpackung" und Kommunikation immer mehr gefragt und weniger die tiefer liegenden Kompetenzen eines Menschen. Da Autisten sich in der Regel weniger gut "verpacken" können und vieles nicht geeignet kanalisieren können, werden sie weit unter ihrem Potenzial eingestuft. Viele Symptome des Autismus werden durch frühe Ausgrenzung und Mobbing außerdem verstärkt.

    Die Zahl der Diagnosen steigt sicher vor allem deshalb, weil das Augenmerk mehr auf Themen wie Autismus oder Ad(h)s gerichtet wird. Mehr Autisten als vorher gibt es nicht.

    Die Theorie, dass Autisten ursprünglich hochsensibel sind, aber durch den ständigen Overload und dadurch auftretende Tramata "dicht machen" und die anderen Autismus typischen Symtome ausbilden, wäre die schlüssigste, vor allem in Anbetracht der Art und teils zunächst paradox wirkender Symtome (z.B. Reizüberflutung und wiederum oft beschriebenen angäblichem Empathiemangel).

    Autismus sollte allerdings nur dann als Krankheit angesehen werden, wenn er dem Betroffenen schadet, ansonsten ist hier von einer Andersartigkeit zusprechen, die teilweise überdurchschnittliche Fähigkeiten, aber auch Einschränkungen im Vergleich zu Nichtautisten mit sich bringt ...
  • Viel kürzer

    08.02.2013, Walter Weiss
    wäre besser - und so kann mich diese Rezension weder zum Erwerb dieses Buchs bewegen, noch seines Vorgängers, denn die zugrunde liegende Frage läßt sich recht präzise und abschließend beantworten, dazu braucht man weder ein ganzes Forscherleben, noch die Darstellung vieler einzelnen - sicher je für sich spannender - erforschter Projekte.

    Man braucht allerdings vorab mangels genügend effektiver Hirnforschungsergebnisse eine schlüssige Arbeitshypothese darüber, was 'Denken' im Gehirn ist. Ich habe eine solche glaubhafte Arbeitshypothese in Abstimmung mit den Ergebnissen der Evolutionsfprschung entwickelt ('Exzerpt', ISBN 978-3-8442-2681-2, eBook bei Epubli und Amazon), worauf ich zur Abkürzung verweise. Kurze Definition: im Gehirn ist genetisch ein abstrahiertes Bild einer für die Frühzeit des Menschen typischen Umwelt mit entsprechenden typischen abstrahierten Ereignissen (etwa im Sinn der 'klassischen Physik') gespeichert, demgemäß ausdrücklich auf die Reichweite der menschlichen körperlichen Sinne begrenzt, und das Denken besteht im jeweiligen Vergleich der gegenwärtigen Wahrnehmung durch die Sinne (oder eines Vorganges aus der Erinnerung) mit diesem genetisch angelegten Raster. Stammt die gegenwärtige Wahrnehmung auch aus dem Bereich der Wahrnehmung der körperlichen Sinne,kann Wahrnehmung und genetisches Raster in Übereinstimmung gebracht werden - stammt der zu untersuchende Vorgang aus einem Bereich außerhalb der Reichweite der Sinne, ist eine solche Übereinstimmung nicht möglich, und die differierende Nichtschnittfläche muß geklärt werden, was dann regelmäßig durch mathematische Formeln geschieht (das ist der Vorgang der moderne physikalischen und überhaupt naturwissenschaftlichen Forschung). D.h. solche Vorgänge außerhalb der Reichweite unserer körperlichen Sinne können niemals VERSTANDEN, sondern stets nur BERECHNET werden. Damit lösen sich auch die - viele Bücherregale füllenden - Versuche in Nichts auf, solche außerhalb liegende Vorgänge verständlich zu machen, sie entziehen sich einfach unserem Verständnis, eben weil das im Gehirn genetisch festgelegte Raster nicht paßt.
  • Faszinierend

    08.02.2013, Walter Weiss
    sind diese Hinweise auf die Einzelheiten der Autismus-Forschung, vor allem auch den Gesichtspunkt, den Autismus der Betroffenen zumindest AUCH unter dem Aspekt nicht einer Behinderung, sondern einer (besonderen) Begabung zu sehen.

    Wie wäre folgende Überlegung? Möglicherweise sind die Gehirne aller Menschen, was die Wahrnehmung über die Sinne angeht, grundsätzlich identisch, auch mit den Gehirnen der "Autisten" - nur fehlt den Gehirnen der Autisten die für die Beherrschung eines "normalen" Lebens notwendige Eigenschaft, diese Wahrnehmungen ständig zu filtern, also die z.Zt. völlig unnützen gleich zu vernichten, andere je nach Grad der Wichtigkeit mehr oder weniger zwar zu erhalten, aber zu unterdrücken, eventuell in das Kurzzeitgedächtnis zu verschieben usw. (vgl. Qualia-Forschung).

    Wichtig wäre dann nicht nur eine "Tablette", die es den Autisten ermöglicht, ein einigermaßen normales Leben zu führen; wichtig und verlockend wäre auch eine ganz andere "Tablette", die es "normalen" Menschen ermöglicht, wenigstens eine Zeit lang das Leben eines Autisten zu führen - etwa in Perioden vor Examina, bei denen es auf die Beherrschung umfangreichen Lernstoffs ankommt ...
  • "Handystrahlung"

    08.02.2013, luetzgendorff
    In "grüner" Logik ist das nur zu verständlich, denn dann würde wirklich intelligentes Leben da draußen auf alle zivilisatorischen Fortschritte verzichten, hätte die schädliche Mobilfunkstrahlung ebenso abgeschafft wie elektrisches Licht und Verbrennungsmotoren und würde sich nur von Rohkost ernähren und per Telepathie miteinander kommunizieren. An Flugzeugen und interplanetarer Raumfahrt hätten die dann auch kein Interesse, im Gegenteil, es wäre ihr Bestreben, sich zurück zur Mikrobe zu evolutionieren, um mit Mutter Gaia oder wie immer die Planetin in ihrer Sprache heisst, eins zu werden. Ironie off.
    Meine Frage: wie empfindlich sind denn die Empfangsgeräte? Könnten sie tatsächlich aus mehreren Lichtjahren Entfernung die Strahlung von Mobilfunkmasten detektieren?
    Zurück zur Ironie: wenn das so ist, verstrahlen unsere Handys sogar außerirdische Zivilisationen? Und wir beschwören ihren Zorn herauf?
    Antwort der Redaktion:

    Zur Empfindlichkeit haben die SETI-Forscher folgende Überlegung angestellt: Legt man den leistungsfähigsten Radarsender der Erde (am Arecibo-Observatorium in Puerto Rico) zugrunde, könnte ihre Empfangseinrichtung die Signale noch aus einer Entfernung von 10 000 Lichtjahren auffangen. Allerdings nur, wenn der Strahl direkt auf die Erde ausgerichtet wäre. Die Chance dieses spezielle Signal aufzufangen, tendiert also stark gegen Null.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jan Dönges / Redaktion

  • GROßE BITTE!

    07.02.2013, Hermann Schultka
    Erbitte Hilfe!
    Situation: Ein Student,Schüler schreibt ab(Belegarbeit,schriftliche Klausur usw.)
    Ich merke es. Was passiert??? So frage ich Sie?
    Gibt es noch ein wenig Ehre,Gewissen,Anstand?
    Was passiert mit jedem Normalen Menschen in diesem Fall?
    Abschließend eine Bitte. Ich suche Vorbilder gerade aus der Politik für
    junge Menschen,bitte helfen Sie mir welche zu finden!
    In der Wirtschaft,überall jeder kleine Fehler wird geandet und mit Recht schnell bestraft.
    Was passiert mit unseren Volksvertretern,egal welcher Partei? Wir haben sie schließlich gewählt,sie haben unser Vertrauen und was passiert wenn sie gravierende Fehler machen?
    Auf EuerenRat bin ich gespannt. Ich möchte niemanden verurteilen,aber was geht wirklich
    in diesen Menschen vor?
    Hermann Schultka
    Lehrer
  • Ungelöste Fragen der Kernenergie

    07.02.2013, Otto Schult, Jülich
    Die Artikel über Partitioning und Transmutation habe ich mit Interesse gelesen. Bitte gestatten Sie mir dazu einige Bemerkungen.

    Wenn Fachleute "Energiegewinnung" schreiben, dann stimmt mich das traurig, weil sie doch wissen müssten, dass sich Energie nie gewinnen lässt. Das passende Wort ist "Stromerzeugung". Wissenschaftler und Ingenieure drücken sich genauer aus.

    Die Sicherheit von Reaktoren wird gern besprochen. Aber geht es nicht meistens darum, dass das Betriebspersonal, wenn es richtig geschult ist, in voller Sachkenntnis mit anspruchsvoller Technik auch entsprechend sorgfältig und, hoffentlich ordentlich bezahlt, auch verantwortungsbewusst umgeht? Bei Tschernobyl hat das Betriebspersonal ein völlig überflüssiges Experiment durchgeführt und in gröbst fahrlässiger Weise den Unfall verursacht. Bei Fukushima hat die Betreiberfirma ein Kraftwerk so gebaut, dass die in Japan vorgekommenen Tsunamis außer Acht gelassen wurden. Auch hat TEPCO die Lehren von Three Mile Island nicht gezogen. Die japanischen Atomenergiebehörden haben den Betrieb dieser Anlage trotzdem genehmigt! Also: In allen Fällen ging es weniger um Reaktorsicherheit sondern um menschliches Versagen, um menschliche Schlamperei.

    Trotzdem: Man möge doch einmal erkunden, wie viele Menschen durch diese beiden Reaktorunfälle durch Strahlung zu Tode gekommen sind. Allein in Deutschland kamen im Jahr 2010 insgesamt 3648 Personen im Straßenverkehr zu Tode. Wie viele Tote gab es durch Strahlung an allen deutschen Reaktoren, seit sie in Betrieb waren? Ich weiß von keinem einzigen. Aber in 30 Jahren hatten wir mehr als 100 000 Tote auf der Straße.

    Ein noch ungelöstes Problem der Kernenergienutzung ist die Endlagerung. Ich bin gegenwärtig gegen Endlagerung, weil ich nicht genau weiß, welche Möglichkeiten uns die zukünftige Entwicklung beschert. Ehe wir einen Blick in die Zukunft werfen, sollten wir zuerst in die Vergangenheit schauen und uns daran erinnern, dass es vor 50 Jahren weder Laser noch miniaturisierte Elektronik gab, auch kein Handy. Wenn wir radioaktive Abfallstoffe zwischenlagern, können wir jederzeit "dran". Und dann können wir sie so aufbereiten, wie der Stand der Technik es dann erlaubt. Woher wissen wir, ob nicht dann das, was wir jetzt als "Müll" bezeichnen, nicht "Wertstoffe" werden?

    Den Transmutationsfreunden möchte ich empfehlen, international zusammenzuarbeiten, so wie die Grundlagenforscher das seit Jahrzehnten höchst erfolgreich am CERN tun.

    Meine größte Sorge ist, dass manche Medien Unfälle dramatisieren, um so die Einschaltquote zu maximieren und Angst in der Bevölkerung zu verbreiten, wodurch die Politik unter unnötigen Druck gerät. Und, wenn man im Zusammenhang mit schnellen Brütern von technischen, sicherheitstechnischen und wirtschaftlichen Gründen spricht, darf man die politischen nicht unterschlagen.

    Was allgemein unterlassen wird, ist eine solide Aufklärung und Bildung der breiten Bevölkerungsschichten, damit der Mensch nicht aus Angst heraus handelt, sondern rational entscheiden kann. Dazu kommt, dass der Mensch gern alles möglichst "sofort" haben möchte, anstatt die Dinge reifen zu lassen. Zuerst muss geforscht werden. Und Forschung braucht Zeit. Dann muss Entwicklung greifen, bis die Produkte eine vernünftige Marktreife erlangt haben. Erst danach kommt die praktische Umsetzung in großem Maß. Die überzogene Hast beim EEG hat die deutsche Photovotaik-Industrie in die Insolvenz getrieben!

    Mehr Sachlichkeit, Besonnenheit, mehr Sorgfalt, wahrheitsgetreue Berichterstattung durch die Medien und kluge, mit der EU und global abgestimmte menschlich faire politische Entscheidungen sind die Voraussetzung für eine gute Zukunft.
  • Scharlatanerie und gezielte Fehlinformation

    07.02.2013, Michael Kremnitzer
    Wer allen Ernstes Gerald Hüther als seriösen Kritiker anführt, hat entweder überhaupt keine Ahnung oder aber ist nicht intelligent genug, um sein Geschäftsmodell zu durchschauen.

    Hüther hat bisher keinen einzigen Patienten psychotherapeutisch behandelt und verkauft Mittelschichtsmuttis genau das, was sie hören wollen. Dafür bekommt er von den Reformhauskunden und Klangschalenkäufern tosenden Applaus. (-> Jedes Kind ist hochbegabt)

    Wer, wie er, der Gesellschaft als Ganzes die Schuld für das Unvermögen Einzelner gibt und dabei die Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung fundamental angreift, sagt über seine Seriösität meines Erachtens mehr aus, als ihm lieb sein sollte.

    Das sage ich übrigens als von der Störung sowohl direkt als auch indirekt Betroffener.
  • Bei der Verleihung des Titels ...

    06.02.2013, Jakob Aigner
    Der Hinweis von M. Wechsweis macht nachdenklich: Weder dem Doktorvater, noch dem Erstgutachter, noch dem Zweitgutachter, noch den Beteiligten am Rigorosum, noch den Mitgliedern des Promotionsausschusses sind offensichtlich die jetzt festgestellten "gravierenden Mängel" in der Doktorarbeit von Frau Schavan aufgefallen. Ich bin kein Experte. Aber könnte es nicht sein, dass der eigentliche Schaden für die Wissenschaft durch solche Schlampereien im Verlauf des Promotionsverfahrens entsteht?