Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Begrifflich unlösbares Problem

    09.06.2015, Walter Weiss
    Dem Rezensenten sei Dank für diese offensichtlich sehr gute Übersicht des Inhalts dieses Buchs: man merkt sehr schnell, dass das Werk wieder nichts anderes als tausende andere ist, die Dinge und Vorgänge 'erklären' wollen, die begrifflich gar nicht verstanden werden KÖNNEN. Unser Denkapparat erlaubt uns nur, solche Dinge/Vorgänge zu VERSTEHEN, die sich im Bereich unserer körperlichen Sinne bewegen - alles jenseits dieses Bereichs kann man nur BERECHNEN, also in die Form mathematischer Formeln bringen. Ungeachtet des Umstands, dass inzwischen ganze Bibliotheken existieren, die sich mit dem genannten begrifflich unlösbaren Problem befassen, hat hier wieder einmal ein Physiker (meistens gegen Ende seines Forscherlebens) einen neuen, natürlich wieder untauglichen, Versuch unternommen.
    Ich danke, wie gesagt, dem Rezensenten, denn sein Bericht erleichtert mir die Entscheidung: Dieses Buch werde ich nicht erwerben und nicht lesen.
  • ..Auch Katzen schauen.......

    08.06.2015, Gerd Ryck Ludwig
    Dem kann ich nur zustimmen!
  • Biodiversität – Der Zauber der Natur

    08.06.2015, IsabellR.
    Bio-Pionier Werner Lampert sagt es wunderschön: In der Biodiversität spiegelt sich der Zauber der Natur wider. http://blog.wernerlampert.com/2015/06/biodiversitaet/

    Ich hoffe, die Weideammer kann gerettet werden.
  • Tomatensaft-Geschmack plötzlich von Lärmpegel abhängig?

    07.06.2015, Kosta
    In einer früheren Studie des Fraunhofer-Instituts hatte man angeblicherweise eine Beziehung mit dem Luftdruck aufklären können:
    http://www.zeit.de/lebensart/essen-trinken/2010-02/tomatensaft-flugzeug-beliebtheit

    Im allgemeinen würde man durch Hinweise auf frühere Studien einen Artikel auf Spektrum.de mehr Glaubwürdigkeit schenken.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Leser,

    ein guter Punkt! Ich habe den Link und die Information nun noch im Text nachgefüttert.

    Viele Grüße,
    Jan Osterkamp,
    Redaktion Spektrum.de

  • je auffälliger desto giftiger

    06.06.2015, dom semper
    wenn der käfer ohne sorgen durch die gegend lümmelt oder
    wenn er auffällig gefärbt ist, also nicht in die umgebung passt
    ist er eher giftig, weil er sich (bzw seine ahnen) nie sorgen machen musste von einem tier auf die speisekarte gesetzt zu werden - wegen seine Giftigkeit-Unverträglichkeit
  • Es wäre interessant,

    06.06.2015, ricardicus
    den Grund für dieses Verhalten zu wissen: Meine Vermutung ist, dass Menschen, die sich besonders davor fürchten, Ungerechtigkeiten ausgesetzt zu sein und zu erleben, ein besonderes Interesse an Machtpositionen entwickeln, um sich sicherer fühlen zu können. So herum wäre das ein sinnvoller und nachvollziehbarer Zusammenhang.

    Aber die These müsste man natürlich testen, z.B. indem man bei Menschen mit besonderer Furcht vor Ungerechtigkeit (davon gibt es eine ganze Menge) das Interesse an der Vorstellung einer eigenen Machtposition erfragt - im Vergleich zu einer Gruppe, in der die Leute keine besondere Furcht vor Ungerechtigkeit haben (auch davon gibt es viele).
  • Selbsterfahrung

    06.06.2015, Andreas Vogt
    Was Vögel wissen, müssen Menschenkinder erst lernen.
    An den Geschmack eines Marienkäfers erinnere ich mich noch genau. Und ich sehe das Gesicht meines kleinen Neffen vor mir, der, nach dem Verzehr eines Kartoffelkäfers meinte: "Schmeckt gar nicht nach Kartoffel"
  • Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen

    05.06.2015, Manu
    "Cannabis zu rauchen hat ganz viele negative Folgen - vielleicht aber auch ganz wenige positive." - Ernsthaft?
    Ich dachte Spektrum sei ein Wissenschaftsmagazin. Da können doch nicht einfach solche (für Leute, die sich ein bisschen auskennen sogar lächerlichen) Behauptungen aufgestellt werden. Fundierte Artikel erwarte ich von solch einem Magazin... da bin ich echt enttäuscht.
    Lachen könnte ich über einen solchen Satz, wenn er in der BILD gestanden hätte, aber wenn sowas hier auftaucht, finde ich das schon ein bisschen traurig. Das klingt mir zu sehr nach Reefer Madness.
    Ein spannendes Forschungsthema wäre, wie sich das Meinung über Cannabis entwickelt hat und warum - also Einfluss von Lobby-Propaganda bis in die Schulen und alles - sollte echt mal Gegenstand von Untersuchungen werden. Ein Auseinandersetzung mit dem Thema könnte vielleicht allgemein dazu führen, dass die Menschen ein wenig mehr zweifeln und nicht einfach alles hinnehmen und glauben, was sie in der Schule (und im sozialen Umfeld) lernen. Zum Abschluss Nietsche: "Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen." Voltaire: "Es ist klug und weise, an allem zu zweifeln", Karl Marx: "An allem ist zu zweifeln".

    Liebe Grüße
    Manu
    Antwort der Redaktion:
    Hallo Manu,

    zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Cannabis finden Sie in dem kurzen Text, unter dem Sie kommentieren (in dem es übrigens um die Wirkung von Cannabis auf Wurmparasiten ging), ja noch weitere verlinkte Studien. Ansonsten bin ich in Bezug auf Lobby-Propaganda ganz auf Ihrer Seite. Zum Abschluss von mir Götz Widmann:
    https://www.youtube.com/watch?v=Zg2oI1VIIO4

    Liebe Grüße
    Jan Osterkamp



  • Sind Sie sich das 100 %ig Sicher?

    05.06.2015, Dominique Boursillon
    a) "mit einer Genauigkeit von 94 Prozent". In sechs Prozent der Fälle komme ich nicht oder ein anderer an meine Daten. Sicher ist das sicherlich nicht. b) "im Zweifelsfall auch wieder löschbar wäre." Über den Weg der Lobotomie?

    Bitte verzeihen Sie mir, aber der Artikel ist, so wie er da steht, unseriös. Er könnte unter der Überschrift "Interessates aus der Kryptographie " firmieren. Auf jeden Fall ohne Hinweis auf "Einrichtungen mit hohen Sicherheitsstandards". Da schließe ich mich dem Vorschreiber an: Das Problem sind nicht die Passwörter, sondern die Sicherheitsstandards an sich!
  • Polyglotte Vögel

    05.06.2015, Robert Orso
    Das Verhalten ist sehr bemerkenswert. Noch bemerkenswerter finde ich die Voraussetzungen, damit so eine Strategie überhaupt funktioniert.

    Damit sich der angreifende Vogel irritieren lässt ist es nämlich erforderlich, dass er nicht nur die Warnrufe der verschiedenen Beutevögel als solche erkennt, sondern auch noch deren spezifische Bedeutung, dass eben NICHT er selbst sondern ein auch für ihn gefährlicherer Gegner gemeint ist.
  • Aktive Immunisierung

    04.06.2015, zarathustra²³
    Sowas ist doch nur für hypersensitive Menschen von Belang und soweit sollte man es nicht kommen lassen. Ich habe kein Problem meine Zahnbürste von anderen benutzen zu lassen oder andere zu benutzen, z.B.: bei einem Besuch der zur Übernachtung wird. Besser als sich nicht die Zähne putzen. Sinnloser Pharmalobby Bericht.
  • nur p- Wert?

    04.06.2015, Simon Schuhmacher
    Also bei uns in der Statistik 2 Vorlesung wird nur mit dem p- Wert verworfen. Besonders in der Kombination mit R.

    Was ich aber viel besorgniserregender finde, ist die traurige Tatsache, dass in der Staistik die englische Sprache nahezu alle deutschen Begriffe ersetzt und somit keine neuen Begrifflichkeiten mehr entstehen werden.

    Die Wissenschaft in den deutschen Landen sollte sich eiligst von diesem devoten Verhalten entfehrnen und in die Fußstapfen berühmter Forscher wie Planck, Einstein etc zurückgehren.
    Es hat schon einen Grund warum kaum noch deutsche Forscher Preise erhalten sondern nur noch Angelsachsen. Es ist ein dummes Verhalten von uns, uns freiwillig einen Hemmschuh ans Bein - die für uns fremde Sprache Englisch- zu binden. Während die Angelsachsen ihre Gedanken ohne Umleitung mitteilen können und somit ihre Intuition volle Früchte tragen kann.
    Die Forscher in den deutschen Landen sollten vereinbaren die ersten Veröffentlichungen ihrer Arbeit ausschließlich in deutschsprachigen Publikationen zu machen.
    Denn wenn man wie es zurzeit Usus ist nur in Englisch veröffentlicht dann wird es sich nie ändern, dass eine Veröffentlichung vor den Augen der Welt nur wirklich veröffentlicht ist wenn sie in Englisch veröffentlicht ist. So fördern wir das Monpol der angelsächsischen Forschung und werden nie zu ihnen aufschließen oder gar überholen.

    Und nach einiger Zeit wird sich vielleicht zeigen, dass so die deutsche Sprache wieder ihren gerechten Platz in der Wissenschaft einnimmt wie sie ihn zu Zeiten Plancks und Einsteins hatte.

    Es braucht auch in der Wissenschaft ein wenig Patriotismus!
    Aber nicht die Unterwürfigkeit von uns, zu den Füßen der Angelsachsen.

    MfG
  • Sinnhaftigkeit solcher Studien?

    04.06.2015, Jzee
    Was ist denn gegen einige Bakterien einzuwenden? Gut - dann gibts davon mehr im Badezimmer. Die dort lebenden Studenten werden wahrscheinlich im Endeffekt weniger krank sein oder seltener Allergien entwickeln.
    Der Hang zur Überhygiene nimmt wirklich schon paranoide Züge an!
  • Sicher?

    04.06.2015, Ulrich Heemann
    Mit welcher Begründung kann man 94% Erkennungssicherheit als sicher bezeichnen?
  • Lösung des Paradoxes nach Sainsbury und Smullyan

    03.06.2015, Gerhard Fender
    Die Schlusspointe des Artikels, dass sich ein Widerspruch in nichts auflösen könne, weil es ihn gibt, halte ich für gewagt.

    Ich glaube dagegen, dass zur Auflösung des Paradoxons der Hinweis von Quine entscheidend ist, nämlich dass der Verurteilte bei seinem Widerspruchsbeweis nicht nur von der Wahrheit von p (= Aussage des Richters) ausgeht, sondern er setzt vielmehr voraus, dass er von der Wahrheit von p überzeugt ist. (In der von Ihnen beschriebenen “harten Version” des Paradoxons gilt dies zumindest für den Schritt ab dem Donnerstag.)

    Um den Schluss des Verurteilten zu korrigieren, muss man also ausgehen von der Aussage q:= “der Verurteilte ist zum Zeitpunkt der Urteilsverkündung davon überzeugt, dass p wahr ist”. Unter gewissen Bedingungen, insbesondere unter der Annahme, dass der Verurteilte konsistent ist, also nicht an widersprüchliche Aussagen glaubt, lässt sich nun zeigen, dass q falsch ist. Man hätte dann das Ergebnis, dass der Verurteilte, wenn er konsistent ist, von der Wahrheit des Richters nicht überzeugt sein darf. So wäre man also tatsächlich bei Gödel gelandet. Jedenfalls aber gibt es kein Problem damit, dass sich die Aussage p als wahr erweist.

    Diese hier angedeutete Auflösung des Paradoxons lässt sich präzisieren mit den Methoden von R. M. Sainsbury (“Paradoxien”) und R. Smullyan (“Logik-Ritter und andere Schurken”). Insbesondere die eleganten Methoden von Smullyan ermöglichen eine sehr elementare Darstellung.

    Näheres findet sich in meiner Ausarbeitung "Das Paradox der unerwarteten Klassenarbeit à la Gödel", die oben zum Download bereitsteht.