Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • ah ja...

    04.08.2015, maschinenbäuerin
    und was ist mit der Heizung im Winter?
    Bin sehr froh, das Büro nur mit Männern teilen zu dürfen. Dieses Gequake meiner Geschlechtsgenossinnen immer mit: "oh, es ist aber viel zu kalt hier..." Es gibt so tolle Erfindungen - die heißen Pullover und diese kann man im Zweifelfall sogar im Büro hinterlegen. Etwas mehr Pragmatismus bitte.

    Ok, zugestanden, ob es nötig ist, bis auf unter 20°C herunterzukühlen, sei dahingestellt. Aber 22°C ist nicht zuu kalt!
  • Endlager? Grimms Maerchen!

    04.08.2015, Otto Albrecht
    Ein Endlager fuer Atommuell (so wie es hier beschrieben wird, ist undenkbar. Unsere ganze Geschichte (technische: 200 Jahre, zivilisatorische: 6000 Jahre, Menschheits: 500000 Jahre, Tiergruppen-Geschichte: 5 000 000) ist viel zu kurz fuer so was.
    Das einzige was geht ist: das Zeug einlagern so dass es einfach wieder herausgeholt werden kann um neu verpackt und (woanderst) wieder eingelagert zu werden. Eventuell kann das Zeug auch wiederverwendet werden (in 10 mal der Zeitspanne unserer technischen Geschichte kann ja einiges passieren).
    Vor allem muessen wir auf die einfachsten Fehler achten: Kein Lager so knapp ueber dem Meeresspiegel dass es untergeht wenn das Polareis abschmilzt (oder Tsunamis - von einem Meteoriten ausgeloest - 100 meter Wellen machen?).
    Nicht in der Oberrheinebene, die vollaeuft wenn ein kleiner Vulkanausbruch in der Eiffel den Rheidurchbruch zumacht. Nicht so nahe an der Erdoberflaeche dass ein kleiner Meteor schon durchbricht....

    Mit freundlichen Gruessen
    Otto Albrecht
  • Dresscode

    04.08.2015, Matze
    Man könnte auch Männern erlauben in kurzer Hose und T-Shirts im Büro zu sitzen.
  • Noch ein Nachteil fehlenden Schutzes

    03.08.2015, Rüdiger Kuhnke
    Man kann die Eltern auch darauf hinweisen, dass ihr Kind nie in Länder reisen kann, die einen vollständigen Impfnachweis verlangen. (Sogar beim Schulausflug musste mein Sohn seinen Impfausweis vorzeigen.)
  • mathe braucht praxis

    03.08.2015, Mordred
    aus meiner erfahrung als gymnasiast und wirtschaftsinformatiker, welcher selber nachhilfe in mathematik von unter- bis oberstufe gegeben hat und im studium auch bekommen hat:
    ich gebe dem verfasser vollkommen recht.
    Jeder kann bis zu einem gewissen grade mathematik lernen, wenn denn nie der anschluss zwischendurch verloren geht. extrem wichtig ist das arbeiten mit praktischen beispielen. nehmen sie eine kurvendiskussion in der oberstufe. wieso habe ich erst während des studiums in einer bwl-vorlesung die erste praktische anwendung dazu kennengelernt?
  • Schaden Katzen unserer Vogelwelt?

    03.08.2015, Stickel
    Katzen jagen leider auch Tiere die wir gerne schützen würden, aber ohne freilaufende Katzen muss der Hausbesitzer sehr viel häufiger den Schädlingsbekämpfer zum Einsatz bitten, den Katzen jagen zwar auch Vögel, aber die Strecke besteht in erster Linie aus Mäusen.
    Und in der Stadt ist eine unbegrenzte Vermehrung von Mäusen sicherlich das
    größere Problem. Die sind zwar nett zu beobachten, aber bei feuchter Witterung stinken ihre mit Urin markierten "Strassen" ganz gewaltig.
    Letztlich besteht dann die Alternative aus Katze oder Gift.
  • Antwort auf '4. Merkwürdige Argumente':

    03.08.2015, Steffen Seidel
    Sehr geehrte(r) (Frau /) Herr Kronberg,

    ich schreibe gern etwas zu ausschweifend, und zu lang für eine Veröffentlichung und wollte mich diesmal kurz fassen. Ich muss nun wohl doch etwas ausführlicher werden.

    Da ich u.a. studierter Kaufmann und Unternehmensberater bin, finde ich Gewinne durchaus als sehr schön. Als Science Fiction Fan bin ich der Grundsätzlichen Idee 'Smarter Städte' keineswegs generell abgeneigt. Für die nächsten mehr als 50 Jahre kann man aber als Warnung nur aus dem 'Zauberlehrling' zitieren: “Die Geister die ich rief, ich werd' sie nicht mehr los!“ Für die nächste Zeit gilt, weniger ist mehr.

    Jedes Konzept ist selbst Ausdruck einer Ideologie, auch wenn möglicherweise jedes einer anderen. Völlig ideologiefreie Debatten sind dadurch gar nicht möglich. Die einzelnen Konzepte miteinander zu vergleichen würde Bücher füllen, da es viele Nuancen und Details gibt. Einige dieser Konzepte sind auf einzelne Klimazonen oder spezielle Standorte oder regionale kulturelle Eigenheiten zugeschnitten. Diese spezialisierten Konzepte gegeneinander zu vergleichen ist nicht sinnvoll. Das heißt nicht, das man nicht einige gute Ideen übernehmen könnte. 'Smart Citys' sind so Komplex, dass nur zwei detaillierte Konzepte auf nur 100 Seiten wirklich zu vergleichen ein ambitioniertes Vorhaben wäre, selbst wenn geklärt ist, was eigentlich Vor- und was Nachteile sind. Ein Millionär, ein Handwerker und ein Rentner werden darüber völlig andere Vorstellung haben, derjenige, der das Konzept verkaufen will, ohnehin. Mehr als ein paar spezielle Aspekte herauszugreifen kann ein Artikel in Spektrum nicht. Das in einem Leserbrief zu versuchen wäre Unfug. Man kann da nur einzelne Punkte herausgreifen oder Recht pauschale Aussagen machen.

    Zunächst, wie im Artikel angedeutet, die Konzepte sind noch etwas unausgegoren und weltfremd. Was kein Wunder ist, den die benötigten Technologien gibt es großteils noch gar nicht. Bis sie zur Verfügung stehen, sind viele Konzepte bereits Makulatur.

    Außerdem sind einige Konzepte mit viel Enthusiasmus und Euphorie erstellt worden. Bei dem Versuch alle technischen Möglichkeiten einzusetzen, wird da öfter mal mit Kanonen auf Spatzen geschossen, wie man so sagt. Man sollte ein wenig einen alten Wahlspruch aus der Autoindustrie im Hinterkopf haben: Ein Auto ist nicht perfekt, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern wenn man nichts mehr entfernen kann, ohne dass es seine Funktion verliert.

    So eine 'Smart City' verbraucht enorm viele Rohstoffe, solche, die heute schon knapp sind. Man wird deshalb möglicherweise, ohne neue, ressourcensparende Technologien, nur wenige bauen können.

    Je „smarter“ so eine Stadt wird, d.h. je weniger der einzelne Bürger auf Elemente dieser Stadt Einflussnehmen kann, desto höher wird der Anspruch an Moral, Ethik und Gesetzes- und Regeltreue von der Konzepterstellung bis zur Fertigstellung und beim Betrieb.
    Für ethisches Handeln ist ein wesentliches Kriterium der Umgang mit den Schwächsten. Die finden sich in den Drittweltländern. Wie eine Firma sich dort verhält, wird symptomatisch sein, wie sie sich verhalten wird, wenn man ihr und ihren Repräsentanten nicht mehr ständig auf die Finger klopfen kann.

    Um nicht immer wieder Konzerne zu bemühen, die EU beispielsweise hat vor erst vor kurzem mal wieder bewiesen, dass sie zu Gunsten von Reibach auf Ethik pfeift und dabei tausende von Afrikanern ihrer Existenz beraubt. (Stichwort Hühnchenfleisch.)

    Bei Konzernen ist es aber besonders schwer, jemanden zur Rechenschaft zu ziehen, wenn er oder der Konzern unethisch handelt. Einige Konzerne haben zudem bereits mehrfach bewiesen, dass sie Gesetze nicht einhalten. Dazu gehören nicht nur Banken. Es gibt auch zugängige Quellen, wie sich einige Firmenchefs vorstellen, Macht über eine Stadt oder gar über ein Land zu gewinnen – und wie sie diesen Macht für eigene Interessen verwenden wollen. Der Begriff des Konzerns mag dabei etwas plakativ sein. Aber um eine 'Smart City' schlüsselfertig hinzustellen, ist eigentlich nur ein Konzern groß genug.

    Für eine Organisation wie der NSA wäre es heute ein Kinderspiel, so eine Stadt unbemerkt, komplett zu kontrollieren.

    Als ein besonderes Feature so einer 'Smart City' wird meist angepriesen, wie viel Arbeit von Robotern übernommen wird. Für ein überwiegend mit 'Smart Citys' zugebautes Land bedeutet das vereinfacht, dass weit über 90 % derer, die in einer einfachen Stadt Arbeit hätten, arbeitslos werden. Daraus Folgt, dass dem Staat 90 % der Einnahmen aus der Einkommensteuer fehlen werden. Er ist damit praktisch bankrott. Staatliche Sozialleistungen kann es dann keine geben. Da die Arbeitslosen keine Ausweich- oder Ausstiegsmöglichkeiten hätten, bliebe ihnen nur die Auswahl zwischen verhungern in ihren Slums oder Revolution und Bürgerkrieg (gegen den, der das Schlamassel angerichtet hat). Verzichtet der auf den Einsatz von Kampfdrohnen und hält die Leute mit Lebensmittel-Almosen ruhig, sind wir schon wieder beim Faschismus angekommen.

    Das ganze Wirtschafts- und Steuerwesen muss komplett umgebaut werden um so etwas zu verhindern. Und zwar bereits vor dem Baubeginn von 'Smart Citys'. Und es muss weltweit einheitlich und gleichzeitig geschehen. Da kein Geld von Arbeitslosen zu erwarten ist, können nur noch die Großunternehmen zur Kasse gebeten werden. Die werden dann gar nicht erfreut sein.

    Die Bereitschaft, die Gesellschaft vollständig umzubauen, kann ich auch nicht erkennen.

    Meine Besorgnis, dass jemand die Möglichkeiten so eine 'Smart City' missbrauchen könnte, wird nicht nur durch NSA und Co. gespeist, Es gibt auch große Sekten, die heute bereits eigene Konzerne besitzen und ihre Anhänger in den Führungsspitzen einer nicht geringer Zahl anderer Konzerne haben. Mindestens eine davon ist auch in Deutschland aktiv und gilt als verfassungsfeindlich. So eine 'Smart City' wäre für sie ein gefundenes Fressen.

    Da alles zentral geregelt wird, könnten eine Hand voll von Terroristen so eine Stadt kapern und kontrollieren. Versucht man, sie zu verjagen, - ein, zwei Bomben reichen, damit sie die ganze Stadt lahmlegen können.

    Weder ist die heutige Gesellschaft reif für 'Smart Citys', noch sind die bisher konzipierten 'Smart Citys' reif für unsere Gesellschaft. Da muss noch vieles durchdacht werden. Also Leute, kommt auf die Hufe, und fangt damit an.
  • Keine Autos, wo Fußgänger vorhanden sind!?

    02.08.2015, Rotbraut
    Wie hoch ist die Anzahl der Studien, welche die Schädlichkeit von Autoabgasen belegen? Sicher höher als bei E-Zigaretten. Also verbieten wir die Autos in der Nähe von Fußgängern!
  • Zeit nimmt mir den Platz weg, Kugeln verschwenden meine Zeit

    02.08.2015, Daniel Wehlmann
    Ein mathematisches Uni- / Multiversum ist teilweise und nur bedingt richtig. Die Formeln passen elegant zusammen wenn man selbst sogar die Zeit auf ein geometrisches Objekt reduziert und sie nicht so nimmt wie sie ist. Ich nahm mehrere Jahre an, dass diese Theorie sogar möglich sei. Je tiefer man in die Physik eintaucht merkt man jedoch schnell das es verschiedene Meinungen gibt, die zwischen Theorien, Dogmen oder sogar Esoterik pendeln. Da wird selbst der renommierteste Nobelpreisträger, Sternengucker oder Raketenwissenschaftler zu einem glaubenstreuen Schaf ohne Toleranz.

    Ein Gaspedal ist keine Zeitmaschine. Man kann nur aus der Erfahrung heraus annehmen, dass man früher ankommt wenn man mehr Gas gibt. Genauso verhält es sich mit der Dilatation die man versucht hat mit Atomuhren in Flugzeugen zu messen, welche Veränderungen sich jedoch nur auf die Gravitation (in diesem Fall ein Messfehler) zurück führen ließen. Der genaue Grund dafür ist das wir uns im Weltall ohnehin sehr schnell bewegen und wir wissen nicht einmal wie schnell. Die Erde dreht sich um die Sonne mit 29,78 Km/s, Die Sonne um die Milchstraße mit 240 km/s ... der Virgohaufen bewegt sich auf den großen Attraktor mit nahezu 5000 km/s zu und wir sind deren Insassen. Noch viel mehr. Bei diesem Tempo ist es unmöglich zu behaupten am Rand des Universums befinden sich Temperaturschwankungen die auf einen "Anfang" vor 13 Milliarden Jahren zurückführen.

    Bei der ESA gibt es sogar Leute die sich damit seit 30 Jahren beschäftigen und es ist nicht ein Billionstel Grad kälter geworden. All diese wunderbaren Geräte wurden die letzten 80 Jahre mit Daten gefüttert wo "Zeit" wie ein mathematisches Konstrukt behandelt wird als wäre es ein geometrisches Objekt. Und das stört mich ein wenig.
  • Wie Angst vor den Menschen aberwitzige Ideen hervorbringt.

    02.08.2015, Sam Todt
    Wir leben in einer chaotischen Welt, in der Korruptionen und Manipulationen jeglicher Art und Weise genau dieses Chaos am Leben halten.
    "Teile und hersche" heißt das Prinzip, für dessen Funktionieren man bis zum Äußersten geht, zu allem bereit ist.

    So lange sich also alle Menschen als Besitzer des seit ca. 2,8 Millionen Jahre entwickelten Gehirns mit den bekannten Konditionierungen diesem Prinzip entweder verschrieben oder untergeordnet haben, ist noch nicht einmal auf einen Quantensprung in der Bewusstseinsentwicklung zu hoffen, geschweige denn davon auszugehen.

    Unser Denken speist sich also aus unserem unvollständigen Wissen. Somit ist alles Denken ebenfalls unvollständig.
    Von welchen erdenklich besseren Modell sollten dann diese neuen Moloche künden können, haben doch Diejenigen sie erdacht, die sich bisher nicht aus den alten Schemata verbschiedeten.

    Und diejenigen Menschen, für die diese Zentren errichtet werden sollen, zählen nicht in erster Linie als Menschen und noch nicht einmal als Bürger, sondern als reine Konsumenten unter Kontrolle eines nun offensichtlichen, übermächtigen Systems, das seine Vorstellungen von einer "besseren Menschheit" per Diktat umsetzt.

    Nein danke, liebe Freunde der Fiktion.
    Schlimmstenfalls lasse ich mich als "ewig Gestriger" beschimpfen und pflege mein Dasein weiterhin in meiner selbstgeschaffenen Oase mit anderen Menschen.
  • Was ist mit koffeinfreiem Kaffee und was mit Süßstoffzugabe?

    31.07.2015, Rotbraut
    Koffeinfreier Kaffee schmeckt ohne Zucker ebenfalls bitterer. Wenn ich zu beiden Kaffeesorten Süßstoff zugebe, schmecken sie weniger bitter. Wie kommt das?
  • Koffein ist nur für ca. 15% der Bitterkeit im Kaffee verantwortlich

    31.07.2015, Bernd Schuster
    Es sind spannende und aufschlussreiche Ergebnisse, die hier präsentiert werden - allerdings bin ich mir um die Relevanz nicht so sicher. Die Forschungsgruppe um Thomas Hofmann (TU München) hat schon vor einiger Zeit gezeigt, dass Chlorogensäure-Laktone und Phenylindane hauptsächlich zur Bitterkeit im Kaffee beitragen. Diese quantitativ zu analysieren, benötigt einiges an Erfahrung und Können im LC-MS Bereich, weshalb wohl immer noch viele Forschungsgruppen der Hoffung nachhängen, dass sie das leicht zu messende Koffein als 'Proxy' für Bitterkeit nutzen können. Es wurde aber in verschiedenen Publikationen gezeigt, dass kein statistischer Zusammenhang gefunden werden kann zwischen Bitterkeit und Koffeingehalt. Es ist wohl die Krux an dermassen interdisziplinären Forschungsgegenständen wie Kaffee, dass gewisse Erkenntnisse sich in der Forschergemeinschaft eher langsam verbreiten.
  • 19. Jahrhundert?

    31.07.2015, Antonius Ziegler
    Dass vermögende Europäer, Amerikaner, Australier etc. auf Großwildjagd gehen, um ihre Kaminzimmer mit den präparierten Köpfen ihrer Strecke zu dekorieren kennt man aus Romanen oder Filmen, welche im letzten oder gar vorletzten Jahrhundert spielen.
    Während es damals als Heldentat galt, einen kolossalen Elefanten oder einen furchteinflößenden Löwen geschossen zu haben wissen wir ja inzwischen, dass diese Art der Jagd nichts anderes sein kann, als die perverse Befriedigung eines Tötungstriebs, der einen riesigen Minderwertigkeitskomplex zur Grundlage hat.
    Leute wie dieser Amerikaner, die sich auch noch auf "legale" Jagd berufen, die sich keiner Schuld bewusst sind, kotzen mich an.
  • Bravo Dominique

    30.07.2015, Kronberg
    Ein erfreulicher Beitrag
  • Macht der Alkohollobby in der Regierung

    30.07.2015, Paule
    "Wir müssen alles vermeiden, was den Eindruck erweckt, es sei ein harmloses Genussmittel."

    Bitte Frau Mortler, dann beginnen sie bitte auf ihrem Hopfenhof. Hier ist die Verwendung wohl eindeutig...