Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Interessanter Ansatz! Geringe Gifte lösen ...

    28.03.2016, Böhme
    ... ein positive Resonanz des Körpers aus. Er reagiert darauf und wird gestärkt. Interessant schon deswegen, weil das der Logik der Homöopathie entspricht, deren Wirksamkeit ja erst einmal rundherum von der Wissenschaft geleugnet wird.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Böhme,

    zur Homöopathie äußert sich der Autor wie folgt:

    "In geringen Mengen verzehrt, kann [Selen] das Risiko für Herz- und Krebserkrankungen senken, indem es die Aktivität eines Enzyms fördert, das solchen Erkrankungen entgegenwirkt. In großen Mengen eingenommen, wirkt Selen jedoch stark toxisch und vergiftet Leber und Lunge. Dieses Beispiel zeigt, wie Hormesis funktioniert – und was sie von Homöopathie unterscheidet, deren Vertreter ohne belastbaren Beweis und ohne plausiblen Mechanismus behaupten, kleinste Mengen von etwas Krankmachendem könnten heilen."

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.
  • Es gibt noch Ulmen in Europa

    27.03.2016, Elli Helfer
    Hier im Auwald stehen vereinzelt Bergulmen und Feldulmen. Und das sind bestimmt nicht die letzten. Es sind zwar nicht viele, die wir sehen. Aber doch mehrere an verschiedenen Stellen. Auch für das Ulmensterben war ein Pilz verantwortlich. Aber da noch einige da sind, ist es möglich, dass sich der Bestand irgendwann erholen wird.

    Vom Eschensterben hab ich hier im Schweizer Auwald (Jura) noch nichts bemerkt. Es wachsen hier so viele, dass sogar Wege und Strassen nach ihnen benannt sind. Aber wenn dann die Schädlinge hier ankommen, kann man trotzdem davon ausgehen, dass auch die Eschen nicht restlos ausgerottet werden und sich irgendwann erholen können.

    Schuldig sind übrigens nicht die Pilze oder Käfer, sondern der Mensch, der alles hin und her schleppt.

    Ein Verbot für einige exotische Gartenpflanzen ist trotzdem nicht durchzusetzen. Mensch fühlt sich sonst in seiner Freiheit bedroht. Und falls es doch durchgesetzt werden könnte, würde trotzdem gepflanzt werden. Deutlich z.B. hier zu sehen, wo es nicht erlaubt ist, innerhalb eines Abstands von 20-50m (je nach Gemeinde) zum Waldrand invasive Pflanzen zu setzen. Einige Leute pflanzen Invasive direkt an den Waldrand. Also kein Meter mehr dazwischen. Macht man sie darauf aufmerksam, dass sich ihre Gartenlieblinge verbotenermassen in den Wald ausbreiten, meinen sie nur, das sei nicht ihr sondern des Försters Problem. Menschen eben.
  • Jesus Christus bei Flavius Josephus nicht erwähnt?

    26.03.2016, Ortwin Vedder
    Sie behaupten, dass Josephus zwar Pontius Pilatus, aber nicht Jesus Christus erwähnt habe.
    Dies erscheint mir nicht ganz korrekt.
    Die historische Forschung ist sich zwar inzwischen einig, dass seine Erwähnung in den "Jüdische Altertümer XVIII.3.3" nachträglich revidiert und damit gefälscht ist, aber meines Wissens nach, wird seine Erwähnung von Jesus Christus in "Altertümer XX, 9.1" nicht angezweifelt.
    Dort erwähnt Flavius Josephus sowohl Jesus Christus, als auch dessen leiblichen Bruder Jakobus: "Der jüngere Ananus jedoch, dessen Ernennung zum Hohepriester ich soeben erwähnt habe, war von heftiger und verwegener Gemütsart und gehörte zur Sekte der Sadduzäer, die, wie schon früher bemerkt, im Gerichte härter und liebloser sind als alle anderen Juden. Zur Befriedigung dieser seiner Hartherzigkeit glaubte Ananus auch jetzt, da Festus gestorben, Albinus aber noch nicht angekommen war, eine günstige Gelegenheit gefunden zu haben. Er versammelte daher den Hohen Rat zum Gericht und stellte vor dasselbe den Bruder des Jesus, der Christus genannt wird, mit Namen Jakobus, sowie noch einige andere, die er der Gesetzesübertretung anklagte und zur Steinigung führen ließ."
  • Durften die Juden die Todesstrafe verhängen?

    26.03.2016, Friedrich Gebhardt
    Man hört immer wieder, die Juden durften die Todesstrafe nicht verhängen. In der Apostelgeschichte steht aber, dass sie Stephanus steinigten. Kann mir jemand diesen Widerspruch erklären?
  • Schnelle Zahlenmultiplikation

    25.03.2016, Prof. Dr. Michael Clausen, Bonn
    Zunächst vielen Dank an die Autorin für diesen schönen Artikel zu László Babais quasipolynomialen Algorithmus zur Lösung des Graphenisomorphieproblems. Als Komplexitätstheoretiker möchte ich aber den Satz kommentieren: "Multiplizieren erfordert bereits einen Aufwand in der Größenordnung n2, weil man jede Ziffer der einen Zahl mit jeder der anderen malnehmen muss." Der Satz stimmt, wenn man die Schulmethode benutzt. Mittlerweile existieren aber asymptotisch viel schnellere Verfahren, deren Aufwand bis auf logarithmische Faktoren linear in n ist. Die Wikipedia-Artikel "Schönhage-Strassen algorithm" (auch auf Deutsch) und "Fürer's algorithm" geben dazu einen ersten Überblick nebst Literaturhinweisen.

  • Achsänderung durch Nachlassen der Rotation?

    25.03.2016, Karl Bihlmeier
    Kann es nicht auch damit zu tun haben, dass der Mond heute in einer teilgebundenen Rotation läuft, sich also aus Sicht der Erde nicht mehr dreht? Der Effekt könnte dem einer Billardkugel gleichen, die zunächst geradlinig läuft, beim Nachlassen der Geschwindigkeit aber eine Kurve beschreibt. Beim Mond liegt die Bahn fest, aber vielleicht hat sich die nachlassende Rotationsgeschwindigkeit auf die Rotations-Achse ausgewirkt.
  • Quatsch

    25.03.2016, Primgenüssler
    So ein Quatsch! Unser Zahlensystem ist ein Zehnersystem, weil wir 10 Finger haben, also gesetzt und nicht mathematisch. In einem 12er-System oder einem anderen sähen die Wahrscheinlichkeiten völlig anders aus.
  • Feldversuche kommen auch zu anderen Ergebnissen

    24.03.2016, Krüger
    nämlich, dass freilaufende Katzen durch ihre Anwesenheit die Vogelwelt auch vor kletternden Räubern schützen (Ratten Mardern Wiesel etc) und die Vogelbestände mit Katzen eher leicht besser dastehen. (Quelle Buch Cat Sense).
  • Ich bin schockiert von diesem Forum

    24.03.2016, B C
    Ich bin unglaublich schockiert, was ich hier lese...
    Und ich meine nicht den Artikel, ich meine die 8 Kommentare, die (momentan) zu lesen sind:

    1) Ich bin selbst schwul, aber wozu einen Klub? Es ist kein Hobby.
    2) Warum überhaupt Poster?
    3) Bitte, CERN sind nicht alle!
    4) (Danke #4, das ist ein Lichtblick!!)
    5) Arbeit ist kein Platz für sexuelle Orientierung. Ich gründe ja auch keinen Heteroklub!
    6) Als Hetero muss ich mich anpassen, also muss das jeder.
    7) Demütigung is schlimm, außer bei Menschen, die ihr Umfeld stören...
    8) Kenne keine Physiker, die diskriminieren.


    Es handelt sich dabei ja nicht um einen "Klub", um irgendetwas zu förden. "LGBT Club" ist etwas, dass es z.B. in England oder Amerika selbstverständlich gibt. Es hilft Menschen, sich zurechtzufinden, Anschluss zu finden und auch, gemeinsam für ein besseres Klima zu arbeiten. Und ja, #2, wenn man einen Klub hat, dann macht man für einen solchen mit Postern Werbung. Macht ein Karlsberger Kegel Klub sicher auch!
    Und was soll "anpassen"? Als Hetero muss man sich "anpassen", #6? An was denn? An gutes Benehmen? Sicher, DAS müssen wir alle, aber Sie dürfen sicher noch Sie selbst sein! Und dass will die Community auch!

    Und ganz ehrlich... zu sagen, man dürfe demütigen, wenn jemand das Umfeld stört... bitte mal "Grundgesetzt" und "Menschenrechte" nachschlagen, Reihenfolge optional!
  • Was wohl passieren würde

    24.03.2016, Jout
    Wenn es möglich wäre die Toten zurück zu holen? Sagen wir durch exakte Rekonstruktion wie bei einem Haus das abgebrannt ist. Wäre es dann noch die selbe Person? Was genau ist denn unser Bewusstsein? Wäre es möglich das eigene Bewusstsein auf einen anderen Körper zu transferieren bevor man stirbt?
    Oder hängt Bewusstsein doch vom Körper ab? Und wenn man nun den Körper Schritt für Schritt durch jüngere Zellen austauscht ist man dann noch der Selbe? Sollte man eigentlich meinen immerhin rekonstruieren wir uns ständig neu. Ja "wo" sitzt denn das Bewusstsein überhaupt?
  • Ernsthaft

    23.03.2016, Jürgen Kantz
    Ich habe noch keinen Physiker (*grummel* oder Physikerin) getroffen, der (zumindest offen) Menschen nach ihrer Sexualität oder Geschlecht beurteilt hat (was niht zwangsweise bedeutet, dass es solche nicht gibt).
    Aber...
    in der Zeit, als ich Praktika für Mediziner(innen) betreut habe, passierte folgendes:
    Eine Studentin, der Hautfarbe nach Afrikanerin, kam schlecht vorbereitet zum Praktikum und hat demzufolge das Testat nicht bekommen. Daraufhin schrie sie "Zeter und Mordio" von wegen Rassismus. Offenbar (den Anschein hatte es zumindest für mich) innerlich auch tatsächlich davon überzeugt. Was jemand "wahrnimmt" und was "wahr" ist, muss keinesfalls dasselbe sein. Außer.... bei Lesben, Schwulen, (nicht-lesbischen-)Frauen und Menschen nicht-weißer-Hautfarbe. Da ist die Selbstwahrnehmung immer mit Wahrheit gleichzusetzen.
  • Typischer Alarmismus

    23.03.2016, Dr. Albrecht Glatzle
    Wieder mal ein Artikel, der die natürliche Klimavariabilität unterschätzt und mit Hilfe von Konditionalen und Konkjunktiven haltlose Spekulationen entwickelt. Ein paar Trockenjahre in Folge werden sofort als (anormaler) Klimawandel interpretiert (für den es eine spekulative Ursache zu finden gilt), statt einen gründlichen Blick auf den lokalen Klimaverlauf der letzten Jahrhunderte zu werfen. Klimawandel ist Normalität. In den letzten paar Jahrtausenden (einschliesslich Gegenwart) waren die Klimata der Erde aber fast aussergewählich stabil.
  • Der Dualismus von Individualität und Gleichheit

    23.03.2016, Robert Orso
    Es ist traurig und unentschuldbar, wenn Menschen aufgrund ihrer sexuellen oder religiösen Einstellungen, körperlicher Besonderheiten oder ihrer Herkunft beschimpft oder gedemütigt werden.

    Es ist aber eine ganz andere Geschichte wenn Personen aufgrund ihres Verhaltens oder ihrer Äußerungen zu einer nachhaltigen Störung des Umfelds werden. Dabei ist es unerheblich, ob jemand beispielsweise penetrant religiöse Ansichten thematisiert, in SM Klamotten am Arbeitsplatz erscheint, mit einer Donald Duck Maske vor dem Gesicht herum läuft, Frauen begrapscht oder einfach nur ein A*** ist. Die Menge an individuellen Eigenheiten, die die unmittelbare Umgebung akzeptieren muss ist durchaus begrenzt. Besonders wenn es sich, wie üblicherweise an einer Arbeitsstelle, nicht um Gruppen handelt, die sich freiwillig als solche zusammen geschlossen haben. Mit dem Frack ins Fast Food Restaurent mag noch komisch sein, mit der Badehose in die Oper ist nicht mehr "individuell".

    "Insbesondere Menschen, die sich nicht oder nicht eindeutig mit dem Geschlecht, das man ihnen bei der Geburt zugeschrieben hat, identifizieren, nehmen Diskriminierung wahr."

    Diese "Zuschreibung" ist ja kein Willkür Akt, sondern eine durchaus praktische Information bei der Bestimmung wer mit wem voraussichtlich kompatibel ist, um für die Erhaltung der Art zu sorgen. Die Wahrnehmung kann zudem durchaus unterschiedlich zur Botschaft sein. Wenn ich abstehende Ohren habe die MICH sehr stören, werde ich auch automatisch annehmen alle starren mich an. Was nicht stimmen muß. Das ist aber etwas womit ich selber klar kommen muss und nicht die Mitwelt. Wenn man allerdings persönliche Befindlichkeit durch Verhalten oder Äußerlichkeiten öffentlich thematisiert, steht es in gleichem Maß allen anderen auch zu, das eventuell nicht mögen zu müssen. Wenn man sich also selbst durch besonderes Herausstreichen eines persönlichen Merkmals "bestimmbar" oder "unterscheidbar" macht (nichts anderes bedeutet "Diskriminierung") dann muss man damit rechnen, anhand dieses Unterschieds wahrgenommen zu werden.

    Frauen sehen es gerne, wenn für sie eigene Toiletten und Duschen zur Verfügung stehen. Man will von den Männern nicht angegafft werden. Versteh ich. Man könnte nun aber argumentieren, dass aus dem gleichen Grund homosexuelle Menschen bitte die jeweils anderen Waschräume aufsuche möchten. Oder doch nicht? Ein schwuler Mann in einer Damen Dusche, damit er die anderen Männer nicht anglotzt? Müssen die Frauen das dann akzeptieren, oder brauchen wir stattdessen getrennte Waschräume für jede besondere Art der sexuellen Orientierung. Aber nein, das wäre dann ja wieder Ausgrenzung. Also doch ein gemeinsamer Waschraum für alle? Das wäre zumindest fair und ganz im Sinn der GLEICH Behandlung für alle.

    Man kann nicht unbegrenzt Gleichheit UND Individualismus verlangen, zumindest nicht in der Makro Welt.
  • Anpassung

    23.03.2016, Andreas Auer
    "Viele Menschen aus dem LGBT-Spektrum passen ihr Verhalten an die vermeintlichen Erwartungen ihrer Umgebung an."

    Das ist hier die Schlüsselaussage. Das machen wir - man höre und staune - nämlich alle. Und zwar ohne viel Theater drum zu machen. Allerdings erscheint diese Art der dezenten Rücksichtnahme vielen "Menschen aus dem LGBT-Spektrum" offensichtlich unerträglich. Dieser Personenkreis sieht sich nämlich in fast schon militanter Manier genötigt, immer und überall auf seine sexuellen Vorlieben und Befindlichkeiten hinzuweisen, sich bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit zu outen und sich nahezu ausschließlich durch ihre erotischen Befindlichkeiten zu definieren.

    Würde ich als - mea maxima culpa - vorwiegend Heterosexueller ständig am Arbeitsplatz meinen KollegInnen gegenüber darauf rumreiten, mit wem oder was ich es am liebsten treibe, hätte ich sicherlich schlimmere Probleme. Ich könnte mich dann nämlich nicht auf meinen Minderheitenstatus berufen und würde achtkantig rausfliegen.
  • Sexuelle Orientierung hat am Arbeitsplatz nichts verloren

    23.03.2016, nnx
    Egal auf wen oder was die Leute stehen übrigens.
    Niemand wird doch auf die Idee kommen einen Heterosexuellenclub am CERN aufmachen zu wollen, oder?
    Forschungsinstitute sind dazu da um dort Forschung zu betreiben, Sexualität kann man gerne zuhause ausleben.