Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Verständnisfrage

    25.02.2013, Lars
    Ich verstehe nicht ganz, wie sich in den evolutionsbiologischen Simulationen eine Strategie wieder vermehren kann, wenn sie bereits ausgestorben ist, wie z.B. in den beiden Grafiken auf Seite 33 (Spektrum Spezial Mathematik, Physik, Technik 02/12).
    Antwort der Redaktion:

    Im Prinzip genügt ein überlebendes Exemplar, um "die Art zu erhalten" und unter veränderten Umweltbedingungen wieder zur Blüte zu bringen. Ob es nur einen (oder wenige) oder gar keinen Überlebenden gibt, sieht man in der Grafik natürlich nicht.

    Übrigens hat sich herausgestellt, dass zwei der vier Kleintabellen in diesem Artikel falsch sind. In dem Kasten "Die Ehrlichen sind die Dummen" müssen die Tabellenzeilen lauten:

    • 2000   1665   4000   7665
    • 2500   1666     671   4837
    • 1500   2331   3000   6831

    und in dem Kasten "Auferstanden aus Ruinen"

    • 3000   2400   2999   8399
    • 3400   2600     206   6206
    • 2999   4196   1004   8199

    Christoph Pöppe, Redaktion

  • Zur Rezension von ""Miese Stimmung. Eine Streitschrift gegen positives Denken""

    25.02.2013, Martin Piehslinger
    Ich kenne das Buch nicht. Christoph Pöppes Rezension verdammt nicht nur das Buch, sondern auch die ihm zu Grunde liegende Idee.

    Ich habe einmal einen Vortrag von Paul Watzlawick gehört, in dem er ähnliche Gedanken äußerte. Er meinte dass man depressive Personen nur ja nicht darauf hinweisen sollte dass draußen die Sonne scheine und Vögel sängen, denn das würde beim Betroffenen den Umkehrschluss nach sich ziehen: "Alle anderen können sich darüber freuen, nur ich nicht". Auch dass in den USA den Schülern eingeredet werde "School is fun" hielt er für kontraproduktiv.

    Ich habe gerade von einer Studie über Autosuggestion gelesen, die ergab, dass gerade die Personen, die das Ergebnis dringend bräuchten, nämlich Personen mit geringem Selbstvertrauen, gar nicht davon profitierten (von einer Verschlechterung war allerdings nicht die Rede).

    Personen, die sich immer betont positiv äußern, empfinde ich subjektiv als emotionslos, kritiklos, unehrlich und uninteressant. Außerdem habe ich erlebt, dass solche Personen anfällig für pseudowissenschaftlichen Nonsens sind.

    Ich würde die Grundidee, dass sich positives Denken ins Gegenteil wandeln kann, nicht grundsätzlich verdammen.
    Antwort der Redaktion:

    Ich stimme dieser Grundidee sogar zu. Leuten, die sich immer betont positiv äußern, bringe ich ein grundsätzliches Misstrauen entgegen, und wenn sie mir einreden wollen, mein Unglück (welches auch immer) liege nur an meinem Mangel an positivem Denken, erst recht. Das halte ich in der Tat für Unfug (und habe das auch so geschrieben). Nur dass Arnold Retzer den ganzen Zuwachs an Depressionen, Burnout-Syndrom usw. darauf zurückführt, dass die Leute diesen Unfug glauben - das glaube ich wirklich nicht. Dazu ist der Unfug dann (meistens) doch zu offensichtlich.

    Christoph Pöppe, Redaktion

  • Sprachevolution

    24.02.2013, Ingo-Wolf Kittel
    Nach der Rezension scheinen die psychologischen Zusammenhänge, die für Entstehung und Entwicklung von Sprache wesentlich sind - ich habe auf sie hier mal aufmerksam gemacht - auch von dieser Autorin bei ihren Reflexionen nicht berücksichtigt zu werden, wenn sie ihr überhaupt bekannt sind. Anscheinend gehen Verhaltensforscher nach wie vor von der schlichten Annahme aus, dass Laute von sich geben und Sprechen in einer Sprache dasselbe ist.
  • Anmerkung

    24.02.2013, Lutz Muche
    Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass die hier beschriebenen Modelle zur Aufteilung der Ebene/des Raumes, insbesondere die Voronoi-Zellen, in ihrer Bedeutung sehr weit über den im Artikel dargestellten Inhalt hinausgehen. Neben der ausführlich beschriebenen Aufteilung in Ritterreiche und dem kurz angedeuteten Kristall als Voronoi-Zelle benötigt man diese Modelle u. a. in vielen Bereichen der Werkstoffwissenschaften zur Beurteilung verschiedenster Materialeigenschaften. Voronoi-Mosaike bilden die Grundlage von Bildverarbeitungsalgorithmen sowie der Koordination von Sensornetzwerken und der Telekommunikation. Auch die modernen physikalischen Theorien zur Quantengravitation bedienen sich der Voronoi-Mosaike.
    Einige weitere Anwendungsgebiete sind Astronomie, Biologie, Geographie und Geologie.
    Voronoi ist einer der am meisten zitierten Mathematiker der Welt, siehe [1]. Zahlreiche Publikationen beschäftigen sich mit der Erforschung von Eigenschaften von Voronoi-Zellen, sowie deren Verallgemeinerungen und Anwendungen, siehe [2],[3].

    [1] Voronoi, G.: Nouvelles applications des parametres continus a la theorie des formes quadratiques. J. Reine angew. Math. 134, 198-287 (1908)

    [2] Stoyan, D., Kendall, W.S., Mecke, J.: Stochastic Geometry and its Applications. Wiley Chichester (1995)

    [3] Okabe, A., Boots, B., Sugihara, K., Chiu, S.N.: Spatial Tessellations: Concepts and Applications of Voronoi Diagrams. Wiley Chichester (2000).
  • Der Sinn des Lebens

    24.02.2013, Spirit
    Der Sinn des Lebens ist die Entwicklung des Bewusstseins, die Entwicklung des Herzens, die Entwicklung des Verstandes, die Entwicklung des Charakters, in eine höheren Ebene.

    Helft allen Erd-Menschen, den Sinn des Lebens zu erkennen.

    Der Sinn des Lebens ist echte Liebe im Herzen zu aktivieren und das Bewusstsein zu entwickeln.
    Es ist nicht dein Auto, dein Mobiltelefon, dein Bankkonto, Religionen, Sportsendungen, Horrorfilme oder Gewalt über andere. Es ist einfach nur die Liebe in deinem Herz.

    Liebe ist die Lösung für Alles. Liebe ist der Schlüssel.
  • Bemerkung zum Beitrag Meinung: Ende des Genies? von Dean Keith Simonton

    24.02.2013, Lutz Muche
    Bemerkung zum Beitrag Meinung: Ende des Genies? von Dean Keith Simonton

    Die Befürchtungen des Autors Dean Keith Simonton sind teilweise berechtigt;
    ich möchte zu seiner Argumentation jedoch zwei andere Gedanken äußern:

    Die meisten heutigen Forschungsprojekte sind stark von wirtschaftlichen Interessen geprägt. D.h. es ist für eine vorgeschriebene Problemstellung in einer vorgegebener Zeit eine Lösung zu finden. Die Möglichkeiten zum Beschreiten völlig neuer Wege sind somit stark eingeschränkt.

    Die meisten Wissenschaftler von heute haben in der Forschung keine langfristige Perspektive. Sie können mit befristeten Stellen einige Jahre Forschung betreiben. Viele Wissenschaftlerkarrieren' enden aufgrund engstirniger bürokratischer Regularien spätestens nach sechs bzw. zwölf Jahren. So werden alljährlich zahlreiche mit Leib und Seele an ihrer Arbeit hängende Wissenschaftler aus den öffentlichen Forschungseinrichtungen herausgedrängt und
    hoffnungsvolle Wissenschaftlerkarrieren vorzeitig abgebrochen.

    Wir brauchen mehr Professuren und entsprechend mehr unbefristete Wissenschaftlerstellen,
    auf denen sich engagierte Forscher ohne äußeren Druck entfalten können. (Die dazu nötigen finanziellen Mittel könnten ohne weiteres bereitgestellt werden, würde man sich endlich darauf konzentrieren, die immer weiter ausufernden Verwaltungsapparate zu beschränken.)
    Dann würde es an qualitativ neuen Ideen und Theorien bis hin zur Begründung völlig neuer Disziplinen nicht fehlen.
  • Kinderwunsch

    24.02.2013, Andreas Kielmann
    Da Gott meiner Meinung nach eine Erfindung von Menschen ist, will hier der Mensch Einfluss nehmen oder eben der biologischen Technik folgen.

    Nicht die Technik ist das Problem. Die Frage ist: Was bewegt Menschen dazu, ein Geschlecht dem anderen vorzuziehen? Es sind patriarchale gesellschaftliche Strukturen, ökonomische Zwänge, aber auch der Wunsch, Soldaten zu zeugen.

    Wenn die Eltern alleine entscheiden, ohne Gruppendruck, nennt man das Freiheit, und das ist das Beste.

    Mit Gottes Willen kann man jeden Unsinn erklären. Siehe Beschneidung.

  • systematischer bitte!

    23.02.2013, Walter Weiss
    Was der Autor vermisst, wird nicht recht klar:

    (1) Da ja heutige Forscher offenbar sogar höhere IQ-Werte aufweisen als frühere herausragende Denker, soll das vom Verfasser gesehene Manko also mit dem IQ wohl nichts zutun haben. Da wird man ihm folgen können, denn die Welt ist voll von sehr Intelligenten (am IQ gemessen), die gleichwohl horrenden Unsinn vertreten und verbreiten.

    (2) Bleibt die wissenschaftliche Phantasie, also die Fähigkeit, fast visionär jenseits des 'gesicherten' Wissenschaftsgebäudes ohne Verbindung zu ihm eine Ergänzung gewissermaßen 'in der Luft' zu sehen, die erst nach und nach durch Beobachtungen und Experimente feste Verbindung zum Gebäude erhält. - Ich könnte mir denken, dass derartige Visionen täglich produziert werden, in der Regel aber ohne jede Chance, diese Verbindung jemals erhalten zu können.

    (3) Als dritte Ursache ist immerhin denkbar, dass das Universum in jeder Richtung inzwischen derart genau ausgelotet ist, dass für revolutionäre Ergänzungen des Wissenschaftsgebäudes tatsächlich gar kein Raum mehr ist. Auch das überzeugt nicht - man kann ja schlecht Unvorhergesehenes mit Unvorhersehbarem gleichsetzen.

    (4) Wenn wirklich revolutionäre Wissenschaftsideen - stellvertretend: wie bei Einstein und Darwin - längere Jahre nicht mehr vorgekommen sein sollten, könnte es ja auch an einer einmaligen Kombination von Genmutation, Zufall, Gelegenheit und Fleiß liegen, die eben trotz der Milliardenzahl der Menschen sehr selten ist.

    Im Ergebnis regt der Artikel zu allerlei Überlegungen an - darin erschöpft er sich aber, zumal diese Überlegungen erkennbar nicht weiter führen.

  • "gentechnikfrei"

    23.02.2013, T. Ahrendt
    Wie soll es denn zu einer objektiven, sachlichen Diskussion über (grüne) Gentechnik kommen, wenn Lebensmittel schon mit "gentechnikfrei" beworben werden. Wir Deutschen haben uns nun mal (wieder) aus ideologischen, emotionalen Gründen und Vorurteilen gegen (Gen)Technik entschieden, statt Chancen und Risiken sachlich-objektiv zu bewerten und diese mit Forschungen usw. abzusichern. Ehe wir uns versehen, sind wir wieder Ackerbauer und Viehzüchter. Ist doch besser, oder??

    Gute Nacht Deutschland!
  • Punktzahl der Funktion Ticktack

    22.02.2013, Lars Ackermann
    In der rechten Tabelle auf Seite 31 der Spektrum Spezial Mathematik, Physik, Technik 2/12
    werden der Funktion Ticktack, wenn sie gegen sich selbst spielt, 2263 Punkte zugeschrieben. Müssten es nicht nur 2000 Punkte sein, da ja je 500 mal kooperiert (3 Punkte) und betrogen
    (1 Punkte) wird? Stimmen dann noch die anderen Werte aus der Tabelle?
    Antwort der Redaktion:

    Sie haben Recht. Zwei der vier Kleintabellen in diesem Artikel sind falsch (und waren es schon in dem französischen Original, aus dem wir es 1998 übernommen haben - sehr ärgerlich). Der Auto Jean-Paul Delahaye hat mich inzwischen aufgeklärt. In dem Kasten "Die Ehrlichen sind die Dummen" müssen die Tabellenzeilen lauten:

    • 2000   1665   4000   7665
    • 2500   1666     671   4837
    • 1500   2331   3000   6831
    und in dem Kasten "Auferstanden aus Ruinen"
    • 3000   2400   2999   8399
    • 3400   2600     206   6206
    • 2999   4196   1004   8199

    Christoph Pöppe, Redaktion

  • Zum Thema journalistische Sorgfalt

    22.02.2013, Peter Lustig
    Ein schöner Beitrag fürwahr, insbesondere die Bilder des neuen ExoPlaneten heischen ja geradezu Aufmerksamkeit. Es wird natürlich mit keinem Wort erwähnt, dass diese sensationellen Fotos im Originalartikel gar nicht auftauchen. Woher sollen die denn auch kommen. Ein Kommentar zur unreflektierten Präsentation von Hochglanzfotos wäre ja wohl angebracht, aber da wäre die Sensation ja auch nur noch halb so gross. Das zum Thema journalistische Sorgfaltspflicht.
    Antwort der Redaktion:
    Lieber Herr Lustig,

    diese "Bilder" wurden von der NASA selbst zur Verfügung gestellt und dienen rein der Illustration. Aber Sie haben recht: Wir hätten dazu schreiben sollen, dass es ich eben um künstlerische Darstellungen handelt und nicht um Originalbilder - angesichts der Vielzahl der künstlerischen Darstellungen von Exoplaneten durch die NASA ist uns das wohl dieses Mal entgangen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Zitat Christian "Einseitig und polemisch"

    21.02.2013, Melanie P
    Lieber Herr Christian,

    Sie bezeichnen den Artikel als "einseitig und polemisch", fordern also mehr ideologiefreie, empirisch fundierte Herangehensweise. Soweit stimmen wir überein.

    Aber dann verlinken Sie auf einen der zentralen Lobbyisten in der Debatte, auf Greenpeace. Das bringt niemandem etwas. Das wäre, also würde die Gegenseite auf Monsanto verlinken.

    Kann man sich nicht mal darauf einigen, dass man bei seinen Quellen auf zumindest möglichst "Interessensfreie" verlinkt, also am ehesten auf Universitäten, auf Forschungsergebnisse aus staatlich geförderter Wissenschaft, in diesem Fall dann auf Ergebnisse der Pädagogik und Didaktik.

    Wie gesagt: Wer auf Greenpeace verlinkt, hat im Grunde schon klar gemacht, dass es ihm um Ideologie geht. Ebenso wenn jemand auf Monsanto verlinkt. Das sind auf beiden (!) Seiten die Deppen (!), die am lautesten schreien, während die vernünftigen Stimmen, die bedächtiger und reflektierter sind, ungehört bleiben.

    Schade.


  • Kreativität

    21.02.2013, Rüdiger Kuhnke
    Gerade im Bereich der Physik gibt es Herausforderungen, bei denen sich die Frage stellt, wie lange man noch auf einen zweiten Einstein warten muß. Vielleicht sehr lange.
    Bis ein begabter Physiker auf dem Weg über Studium, Promotion und Habilitation sich das notwendige Wissen (z. B. die über "Versöhnung" von Quantenphysik und Relativitätstheotrie) angeeignet hat, ist er über 40 und nicht mehr kreativ genug für den "großen Wurf".
    Zugegebenermaßen etwas pessimistisch, und ich hoffe, daß ich falsch liege.
  • Einfache Erklärungen für einfache Menschen

    21.02.2013, Robert Orso
    Nun, so richtig neu und revolutionär ist die "Vier-Elemente-Lehre" ja nicht. Tatsächlich ist sie schon über 2500 Jahre alt. Sie hat sich nur nicht bewährt und wurde daher nach und nach durch bessere aber eben komplexere Erklärungen abgelöst.

    Das Problem bei der modernen Wissenschaft ist nicht der Mangel an Erklärungskraft sondern das explosionsartige Anwachsen der Information und der erkennbaren Komplexität des Universums. Jede gelöste Frage wirft zwei neue auf.

    Kein Wunder dass viele Menschen mit dieser Komplexität schlicht überfordert sind. Sie wünschen sich "die gute alte Zeit" zurück, in der die Welt aus nur vier Elementen bestand, alle Unwägbarkeiten des Lebens auf das rätselhafte Wirken eines fernen Gottes zurückzuführen waren und man sich sonst keine Gedanken machen musste.

    Tatsächlich haben wir immer noch das gleiche Gehirn, das schon unsere Vorfahren vor 30.000 Jahren hatten. Das ist offenbar noch dafür ausgelegt, Biochemie, Quantenphysik oder komplexe Wirtschaftszusammenhänge zu verstehen. Umso wichtiger ist es, diejenigen, die sich darum bemühen zu fördern und zu unterstützen.

    Es ist enorm wichtig, auch etabliertes Wissen immer wieder zu hinterfragen. Das Ziel muss aber bleiben, Erklärungen zu finden, die jeweils besser sind als die etablierten.

    Die "Rückbesinnung zu den Wurzeln" und die Ablehnung des mühsam errungenen und funktionierenden(!) Wissens ist hingegen kein Bisschen "Genial". Es zeigt lediglich, wie niedrig die Latte für manche Menschen gelegt werden muss um sie nicht zu überfordern.
  • Ignorant und arrogant

    21.02.2013, Karl Heinz Herzog
    Zitat "Die meisten, wenn nicht gar alle Disziplinen der Naturwissenschaften scheinen derzeit jedoch weit entfernt von einer solchen Krise. "

    Das sehe ich als ignorant, arrogant, da hier das Ende der Wissenschaften ignoriert wird, sobald es gilt, lebende Organismen zu erfassen. Ich will mal gar nicht an die Frage gehen, wieweit man dabei auch Tiere mit einbeziehen muss, da uns dies mit unseren Ernährungsgewohnheiten konfrontiert (mein Essen hat gedacht?). Bleiben wir einfach beim Menschen und dem Versuch der zahlenbasierten Wissenschaft, den Menschen zu definieren. Das Ergebnis kennen wir. Wir stehen am Ende der zahlenbasierten Wissenschaften oder wenigstens der rein auf Zahlen basierten Ansätze. Je längere Zahlenketten wir finden, wird es doch nur zeigen, wo unsere Lücken sind. Das Genie, dessen Aussterben Sie prognostizieren, wird eine Wendung zurück sein, auf die tatsächlichen menschlichen Qualitäten. Der Wissenschaftler wird mutiger sein müssen, da der Filz der Lobbys heute noch wirksamer neue Strebungen unterbinden kann und wer hier Rücksichten auf seinen wissenschaftlichen Ruf nehmen muss, braucht hier ein dickes Fell, aber Arbeit gibt es genug.

    Ich kenne hier leider nur ein Gebiet, in dem so etwas real stattfindet und das ist die traditionelle Heilkunst. Im Bereich einer "4-Elementenlehre" wird hier versucht einen neuen Denkansatz zu finden, der flexibler auf den Gegenstand der Bemühungen zu reagieren, weil die Parameter dem Objekt entlehnt werden. Zugegebenermaßen ein diffiziles Sujet, alleine, wenn es das Lieblingsziel der Zahlen geht, Mengen und Normen, aber ich kenne einige der Arbeiten und bin beeindruckt. Es fällt schwer, die Rettungsleine der Zahlen los zu lassen und durch so "schwammige" Begriffe wie Wasser/Feuer/Erde/Luft zu ersetzen, aber die Wirkung ist verblüffend.
    Ich denke hier wird in Zukunft das neue Tätigkeitsfeld für die neuen Genies liegen.

    mfG

    Karl Heinz Herzog