Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Entfernt doch die Werbung

    03.11.2016, Chris
    Sehr geehrte Redaktion,
    warum entfernt Ihr nicht die Werbung bzw. warum lässt Ihr sie überhaupt zu? In jedem normalen, umsichtig administriertem Forum wäre der ganze Beitrag gesperrt worden oder zumindest der Satz mit dem rein kommerziellen Link rausgeflogen. Absolut unverständlich, da hier erst eine "Prüfung" und dann Veröffentlichung stattfindet.
    Antwort der Redaktion:
    danke für den Hinweis - das ist uns durchgerutscht
  • mehr als unterhaltsam

    03.11.2016, Micha Repiek
    "wie die Hose eines ungeschickten Brombeerdiebs im Gebüsch, so dass auf der anderen Seite ein beinahe nacktes Schwarzes Loch zum Vorschein kam (...). Der Fund ist nach Angaben der Gruppe bisher einzigartig."

    Das glaube ich gerne.
  • Defibrillation "aus dem Jenseits"

    02.11.2016, Jo Lehnert
    Man hört und liest viel darüber. Offensichtlich habe ich aber eine Erfahrung gemacht, die doch recht einzigartig – und denkwürdig – zu sein scheint ...
    Bei mir wurde 2009 in der Uniklinik Ffm im Verlauf einer EPU (elektrophysiologische Untersuchung bei Verdacht auf Brugada-Syndrom) Kammerflimmern provoziert. Anfänglich habe ich die recht unangehme Prozedur etwa 15 Minuten noch mit lockeren Sprüchen kommentiert. Plötzlich war mir übel, es wurde dunkel, und ich hatte das Gefühl nach hinten zu kippen. Dann stand ich wieder, wobei "stehen" eigentlich der falsche Begriff ist. Sagen wir mal, ich fühlte mich aufrecht und hatte auch noch meinen Körper, allerdings irgendwie schwebend und "holographisch". Mich bewegen oder reden konnte ich nicht. Ein befremdliches Gefühl der Ohnmacht. Ja, und da war dieses tunnelartige Licht. In diesem Licht sah ich nebulös drei "Personen" (an deren Gesichter oder Bekleidung ich mich dann unmittelbar danach nicht mehr erinnern konnte). Zwei weitere tauchten kurz auf, es wurde wortlos kommuniziert. Dann schnellte der Mittlere der ersten drei (hier bin ich sicher, dass es ein Mann war) unvermittelt auf mich zu, wodurch ich, als er unmittelbar vor mir war, wie bei gleichpoligen Magnet-Enden etwas nach hinten gedrängt wurde. Er sprach energisch und nun für mich deutlich hörbar: "Du musst jetzt zurück!" Schlagartig wurde es gleisend hell und ich hatte das Gefühl, vom Blitz getroffen zu werden. Ich fühlte, wie sich mein Körper aufbäumte, ich schnappte nach Luft und knallte zurück auf den Untersuchungstisch (auf dem ich fest angegurtet war). Dann riss ich die Augen weit auf, sah die Köpfe des Arztes und der Assistentin über mir. Der Arzt konstatierte: "Oh, da is' er ja wieder." Ich registrierte die Defribrillator-Platten auf meiner Brust und dachte nur: "Okay, alles gut." Die Untersuchung war damit beendet, eine direkte Auskunft erfolgte nicht – ich war auch erstmal ziemlich "sprachlos". Am Nachmittag des nächsten Tages kam dann ein Oberarzt zur Diagnose- und Therapiebesprechung aufs Zimmer. Zum Abschluss fragte ich ihn, ob das normal sei, dass man keine "Spuren" vom Defibrillieren sehen könne. Er studierte daraufhin nochmals das Untersuchungsprotokoll und gab mir zu verstehen, dass der Debrillator gar nicht zum Einsatz gekommen sei, da ich bereits in der Aufladephase wieder zu mir gekommen wäre. "Und hier steht dann eindeutig: selbstterminierend!", sagte er noch.
    In diesem Moment wurde mir klar, dass ich etwas sehr, sehr Wunderliches erlebt hatte – das ich bis zum heutigen Tage nicht wirklich einordnen kann.
  • Hirnentwicklung und Hirnabbau

    02.11.2016, Margarethe Klammer, Lengau (Österreich)
    Korreliert die Herstellung von Steinwerkzeugen mit der Hirnentwicklung des Menschen? Im Zusammenhang mit der Gehirnentwicklung des Menschen und der zunehmenden Werkzeugherstellung und Sprachentwicklung in der Evolution, wäre auch der umgekehrte Verlauf bei der Alzheimerdemenz interessant. Im Krankheitsverlauf der Demenz verlieren die Menschen die folgenden Fähigkeiten in dieser Reihenfolge: 1. Zu Beginn geht das Verständnis für Zusammenhänge verloren (vgl. Beurteilung und Entscheidung wann welches Werkzeug mit welcher Schlagkraft zur Faustkeilherstellung eingesetzt werden muss).
    2. In späteren Stadien kommt die Sprachfähigkeit zum Erliegen (vgl. Austausch und Weitergabe der Erfahrungen in der sozialen Gruppe).
    3. Ist der Werkzeuggebrauch, zum Beispiel das Essen mit Messer und Gabel, nicht mehr möglich (vgl. die rein handwerkliche Fähigkeit des Abschlagens).
    4. Zuletzt beherrschen Menschen mit Demenz die eigene Körpermotorik nicht mehr, wie das Gehen, Sitzen und Schlucken (vgl. die Wahrnehmung des eigenen Körpers und Körperposition, welche die Voraussetzung für jeden Werkzeuggebrauch darstellt).
  • kann mich noch erinnern,

    02.11.2016, Michael Weskamp
    Es ist schon mal passiert, dass ein britischer Pilot in USA sein Flugzeug betanken liess und dann abgestürzt ist, weil er amerikanische Gallonen und nicht britische bekommen hat. Ihm war wohl nicht bewusst, dass sich die unterscheiden.
    Ich habe damit viel zu tun. Im Ölgeschäft ist international immer noch sehr viel in Imperial Units. Da gibt es BTU (british termal Units) oder kubikfüsse. Dass beste ist dass die Normalbedingungen zB für Gasvolumina im SI System auf 0C festgelegt sind im Imperial System auf 60 F. Da wird schon mal falsch abgerechnet, weil jemand nicht begriffen hat, dass man bei der Umrechnung die Volumenausdehnung zwischen 0C und 60F mit berücksichtigen muss. Ach, der Merkwürdigkeiten nehmen kein Ende. Das fängt bei Bruchteilen von Inch an und hört bei grains und Bushels nicht auf. Quart kenne ich auch noch, von viertel Gallone, ist ca 880ml.

    Kanada hat übrigens umgestellt auf SI Einheiten. Da gab es wohl einige Verwirrung.
  • Systematische Erforschung geistiger Welten

    01.11.2016, Norbert Böhm
    Hallo und danke für den interessanten Beitrag.

    Mir scheint die Grundannahme der Neurowissenschaften, dass bewußtes Erleben nur mit neuronaler Aktivität möglich sei, zu kurz gegriffen und eindeutig dem westlichen materialistisch - wissenschaftlichen Paradigma zu entstammen.
    Im Rahmen der Arbeit zu meinem Werk habe ich mich auch mit dieser Thematik näher befasst. Besonders wegweisend möchte ich diesbezüglich die Forschungen von Dr. Rupert Sheldrake und Dr. Klaus Volkamer erwähnen, die die vergessene "vis vitalis" wiederentdeckt zu haben scheinen. Bezüglich Astralreisen möchte ich die Arbeit von Dr. Rick Strassman anführen, dessen klinischen DMT - Versuche eine koordinierte Erforschung der Astralwelt ermöglichen - da ist man in Amerika schon weiter...
    Insgesamt bin ich zu der Auffassung gekommen, dass unsere hochgeschätzte Wissenschaft, deren inniger Verehrer ich bin, noch lange nicht ein umfassendes Weltbild erreicht hat. Dr. Volkamer hält zur Erklärung von Gravitationsanomalien eine Erweiterung der vier Dimensionen auf zwölf für notwendig (Dimensionserweiterungen haben ja viele z.B. auch Stringtheoretiker vorgenommen) - Einstein war erst der Anfang.
    Hinsichtlich des Bewußtseins haben wir keine Ahnung, was das tatsächlich ist. Erwin Schrödinger betonte sehr klug, dass es das Wort "Bewußtsein" nicht im Singular gebe! Diese unsere Unkenntnis bedeutet aber nicht, dass man Bewußtsein nicht solide verstehen könne, doch finden sich die kundigen Beschreibungen eben nicht in unserer westlichen Kultur. Ich empfehle da die Bhagavadgita zu konsultieren, die zumindest mir den blinden Fleck erleuchtete : )

    Alles deutet darauf hin: Bewußtsein ist ein delokalisiertes, hierarchisch (bzw. Holarchie - Sheldrake) gegliedertes, massebehaftetes (Dr. Volkamer) gequanteltes, nichtlineares Feldphänomen. Im Prinzip hat Dr. Volkamer mit seinen hochfeinen Wägeexperimenten einen objektiven Zugang zur Erforschung des Phänomens Bewußtsein hergestellt. Warum man die Experimente noch nicht in Wägehäusern großer Institute reproduziert hat,
    kann ich nicht sagen.
    Aber Wissenschaftler mit Berufsethos werden dies sicher bald tun : )

    Beste Grüße,
    Norbert Böhm
  • Da kreist nichts!

    01.11.2016, AJ
    "Bei normalen Atomen umkreist ein Elektron einen Atomkern"

    Zwei Anmerkungen dazu:

    1) Es müsste es lauten "mindestens ein Elektron"

    2) Da kreist nichts! Denn ein kreisendes Elektron müsste, um es auf der Kreisbahn zu halten, ständig zum Zentrum beschleunigt werden. Beschleunigte Ladung strahlt jedoch Energie ab, womit sein Potential sinken und es schließlich in einer Spiralbahn im Kern laden würde.

    Das Bohrsche-Atom-Modell ist doch in dieser Hinsicht schon lange überholt. ;-)
  • Ich habe Dinge gesehen...

    01.11.2016, Wolfi
    Ich habe Dinge gesehen welche insbesondere die Wissenschaften nicht glauben können, nicht glauben wollen noch werden. Da der Mensch sich alles vorstellen und bereifen muss, vor allem auf seine optische Wahrnehmung fixiert ist um etwas für ihn glaubhaft wahrnehmen zu können. So wird es ihm bzw. seiner Wissenschaften es niemals gelingen in einigen Bereichen eine für ihn akzeptable Erkenntnis zu erwerben!

    Dennoch sind es reale Erlebnisse die sich allen Anschein dem Horizont des Vorstellungsvermögen des menschlichen Verstanden entziehen.
    So denke ich wäre es das aller Beste wenn sich die Wissenschaften aus einigen Gebieten völlig raus hält!
  • My Big Toe von Tom Campbell

    01.11.2016, Sigi
    Ein Buch das ich zum Thema Nahtod-/ bzw. Ausserkoerperliche Erfahrungen nur empfehlen kann. Es liefert eine wissenschaftliche Theorie von Allem mit einem neuen Blickwinkel auf die Realität. Demnach ist nicht die Materie fundamental, sondern Bewusstsein.
  • Frage

    01.11.2016, Andreas
    Welche Bedingungen müssten erfüllt sein, damit eine Nahtoderfahrung als Beweis für die Existenz menschlichen Bewusstseins (Awareness) ohne jeglichen Bezug zum Körper gälte? Anders gesagt: Eine Seele, die nach dem Tod weiter lebt.

    Die Antwort lautet: Es gibt eine solche Konstellation nicht. Es wird sie niemals geben. Es ist schlichtweg unmöglich, so etwas nachzuweisen. Was für einen Wert also haben solche wissenschaftlichen Überlegungen in Bezug auf dieses Thema? Die Wissenschaft kann uns keine Antworten geben auf solche wesentlichen Fragen.
  • Gott ist völlig beliebig

    31.10.2016, Ralph Fischer
    Was man nicht genug betonen kann: Jeder Mensch kann religiöse Erfahrungen machen, aber der Gott ist dabei völlig beliebig. Die Hindus sind mit ihren Göttern genauso glücklich wie Christen und Moslems.

    Die einzige Konstante sind die Menschen.
  • PS

    31.10.2016, rap
    ich meine neulich einen Bericht über die "sehr kurze Astralreise" einer Frau gelesen zu haben die in dem OP-Saal benachbarten Flur gesehen hat wie ihr Schwiergervater aus Kummer am Automaten eine Süßigkeit gekauft hat. Was er keinem erzählt hatte...
    Das Fazit des Artikels bügelte aber leider voll darüber hinweg.
    Was nicht sein darf kann nicht sein (ich hoffe man kommt bald über Max Planck´s Statement bzgl. der "Annahme" von neue Theorien hinweg)?
  • in der Bibel gibts konkrete Infos darüber

    31.10.2016, rap
    wo wir nach dem Tod (und nach eventuellen Nahtoderfahungen) erstmal temporär hinkommen.
    Aber das will hier vermutlich keiner wissen ;) :(
    Dass man über alle diese biblischen Dinge nichts in Kirchen hört ist deren Problem... (-> Kirchen überflüssig?)
    Bibel: imho 65 Bücher ("Esther" hab ich "intern" mal rausgenommen) von grob 40 Autoren über 1500 Jahre hinweg verfaßt.
    Völlige Ergänzung, kaum Widersprüche (und wenn nur scheinbar, Bibel: aus ziemlich vielen Gründen ein schwieriges Buch).
    Inhaltlich-zeitlicher Umfang der Bibel: unbekannt (-> wie lange Gott für Vers 1 gebraucht hat, und 6 Tage sind nicht unbedingt 6 Tage) + "7000 Jahre" (von heute aus gesehen noch gröbst 1000 Jahre in die Zukunft) + ewig.
    Die Superkurzform zum Thema finder wir in Daniel 12,13. Erstmals konkret im AT/Tanach.
  • "Es ist noch keiner zurückgekommen."

    31.10.2016, Hans-Jürgen Steffens
    Keiner?

    Ein gläubiger Christ wird das vermutlich anders sehen und konstatieren: Einer ist zurückgekommen.

    Was ist nun davon zu halten? Ein naturwissenschaftlich sozialisierter Mensch wird fast automatisch einem wie auch immer gearteten Monismus anhängen. Dazu muss er sich nicht willentlich durchringen, denn das ist einfach eine natürliche Folge der überwältigenden Erfolge reduktionistischen Denkens. Sind solche "ismen" (wie beim "Reduktionismus") immer falsch? Dann nicht, wenn man sie als "Programm" ansieht, das man verfolgt, soweit es trägt und solange es geht. Dabei ist das Programm, das darin besteht, die sich zeigenden dynamischen Phänomene über fast alle Größenordnungen hinweg auf elementare physikalische Gesetze zurückzuführen, von ungebrochener Attraktivität. Als Vergleich könnte man die vollständige Reduktion der Bildschirminhalte eines Monitors auf elementarphysikalische Prozesse in den Leiterbahnen, in den Transitoren und in den Pixels des Monitors ansehen.

    Keiner bezweifelt, dass im Prinzip also theoretisch eine lückenlose Reduktion beim Monitor möglich ist - auch wenn es praktisch ein Ding der Unmöglichkeit ist.

    Und beim Menschen? Verhält es sich wie beim Monitor, bliebe kein Platz für eine Seele. Dann wären Nahtoderlebnisse falsche Empfindungen (so wie ein angetrunkener Autofahrer bzgl. seines Fahrkönnens falsch empfinden kann).

    Gibt es denn Indizien, dass die Seele keine Illusion sein könnte? Das (subjektiv) überzeugendste Indiz ist der Wunsch als Vater des Gedankens: Unterhalb der Unsterblichkeit machen wir es nicht. Never ever. Der Rückblick in die Geschichte lässt diesen Wunsch als Konstante des menschlichen Denkens erscheinen. Der Tod als natürlich zum Leben gehörend? Nie! Nur was für Helden. Hat da die Evolution die menschlichen Empfindungen in eine Sackgasse laufen lassen, oder gibt es vernünftige (!) Öffnungsklauseln gegenüber einer Omnipotenz des physikalischen Paradigmas wie wir es kennen?

    Da fiele mir als erstes das Problem der Qualia ein. Der Sachverhalt, dass ich Träger diverser Qualia bin (etwas das für mich nicht "verhandelbar" ist, und deshalb keiner weiteren Diskussion würdig), müsste ohne obige "Öffnungsklausel" auf einem physikalischen Informationsträger abgespeichert werden können - was unversehens in einem subtilen Widerspruch enden würde.

    Also doch so etwas, was Descartes "res cogitans" im Gegensatz zur "res extensa" genannt hat?

    Also - schaun mer mal, ob und was zukünftige Experimente zu dieser Frage beitragen können. Das Universum lässt uns ja da noch etwas Zeit...

    MfG H.-J. S.
  • Man kann es auch überziehen, nicht alles ist immer gleich Sexismus.

    31.10.2016, Martin
    @2 Um ehrlich zu sein, einem Mann ein Schwangerschaftshormon zu spritzen sollte bei einem schon beim ersten Nachdenken erhebliches Unbehagen auslösen. Schon zweimal, wenn der Wert dieses Hormons bei homosexuellen Männern in der Regel erhöht ist!

    @3 Die Pille kann man absetzen und auf Verhütungsmethoden mit mehr Aufwand oder eben Kondom ersetzen. Eine rückgängig gemachte Vasektomie hat nach 10 Jahren nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 30%, dass der Mann eine Frau wieder schwängern kann.