Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Nicht durchdachter Horror

    27.12.2012, Oliver Dorsch
    Grundsätzlich ist es richtig, dass ein derart schwieriges und emotionales Thema von jedem selbst abgewogen sein muss. Nach vielen Diskussionen auch in Motorrad-Foren, wo man dem Thema Unfall und Tot manchmal etwas näher ist, sind mir aber vier Punkte auffällig geworden:

    1) Wer Organspende ablehnt, hat(te) in der Regel noch keinen nahen Verwandten/Bekannten, der eine Organspende zum Überleben benötigte. Es lässt sich leicht gegen Organspende sein, wenn es nicht die eigene Tochter oder Vater ist, die dringend ein neues Organ benötigen.

    2) Die Ablehnung der Organspende wird gerne artikuliert - die Verweigerung einer Organ"einpflanzung" eher selten. Man sollte die Organeinpflanzung testhalber an die Bereitschaft zur Organspende koppeln, dann würde die Diskussion m.E. anders geführt werden. Über die eigene Meinung denkt man eher nach, wenn man die Konsequenz mal am eigenen Körper spüren müsste.

    3) Der irrationale Horroraspekt. Dabei wird vergessen, dass die Schreckensbeschreibungen alltägliche zigtausendfache Realität in jeder Operation sind - auch bei einer Blinddarmoperation wehrt sich der Körper gegen den "grausamen" Eingriff -, obwohl das Gehirn weitgehend und massiv betäubt ist (sein muss!). Das ist Realität, wenn Nerven zerschnitten werden, Gewebe durchtrennt wird, zentrale Steuersignale und Koordination ausbleiben. Deshalb sind bei jeder Narkose massiv Muskelentspanner dabei - nicht weil der Arzt Angst hätte, der Patient würde vielleicht kurz aufstehen und sich einen Kaffee holen. Isoliert dargestellt klingt das schrecklich und schockierend, aber in Wirklichkeit wird das Bild künstlich auf ein Horrorszenario verengt.

    4) Angst vor dem Schwarzmarkt. Derselbige entsteht doch erst durch Mangel, wie jeder Schwarzmarkt.

    Ich kann verstehen, wenn sich jemand gegen Organspende entscheidet. Das ist ein Ergebnis unterschiedlicher Wertungen. Aber dieses intensive Bedürfnis, möglichst viele auch dagegen zu vereinnahmen, ist ärgerlich. Wenigstens sollte die Diskussion sachlich erfolgen und keine einzelnen Aspekte überzeichnet als den Ablehnungsgrund darstellen.

    Ich bin Organspender. Auch für Organspendeablehner.
  • Realforschung oder Wissenschaftsarbeit?

    21.12.2012, Lothar Pohl, Chemnitz
    Natürlich bin ich ein eifriger Leser des Journals SDW. Beziehe mich auf die Ausgabe 1/13, ,Ungeeignetes Gedankenmodell'. Herr Hubert Otte aus Mainz meint, dass dieses Gedankenmodell von ,Schrödingers Katze" eher
    ungeeignet sei die Quantenmechanik zu verstehen. Der Mann hat Recht.
    Ich meine, selbst bei den Mainzelmännchen, nach so vielen Jahren, muss es sich doch auch herumgesprochen haben, dass Herr Schrödinger mittels dieser Absurdität nur aufzeichnen wollte, wie stark seine Zweifel an der Konzeption der Quantenmechanik waren.
    Aber man höre und staune! Wineland und Haroche ist es gelungen, die Eigenschaft der SUPERPOSITIONEN zu überlisten. Sie haben einzelne Quantenteilchen beobachtet und zugleich kontrolliert. Das Problem der physikalischen mikroskopischen Eigenschaften zum Übergang makroskopischer Systemeigenschaften ist aber trotzdem, so glaube ich, noch nicht gelöst (Dekohärenzproblem.)
    Siehe auch SDW 12/20l2. Aber wir nähern uns immer mehr der Wahrheit, allerdings ohne sie ganz zu erreichen. Noch eine Bemerkung zum Beitrag: ,,Großer Wirbel um die Turbulenz", auch o.g. Ausgabe. Immerhin sind für die Klärung des Strömungsproblems eine Million US-Dollar ausgelobt. Ich war sichtlich positiv erstaunt, dass hier die Rede von Realforschung / Wissenschaftsarbeit war. Realisiert werden hier Experimente mit 1,8 m Röhren und Drücken von 15 Bar.
    Das freut den Praktiker!
    Im Gegensatz zu ,Turbulente Szenen', SDW-Ausgabe 2011, S. 11, dabei handelt es sich um 4 mm Röhren im Durchmesser, Forschung zum Selbstzweck.
    Wobei mir der Beitrag von Herrn Harald Kirsch aus Düsseldorf ins Konzept passt. Hier schließt sich nämlich der Kreis. Die Möglichkeit einer praktischen Relevanz in der Forschung.
    Die Gegenüberstellung der zuletzt genannten ,Turbulenzbeiträge" lässt doch deutlich erkennen, wo man nur wegen des Forschens Experimente betreibt, oder man forscht, um Wissen zu erweitem mit dem Ziel einer praktischen Anwendung. Auch die Preisträger des letzten Nobelpreises in Physik, arbeiteten am Ziel, ihre Forschungsergebnisse für die Praxis zu nutzen. (QPC )
  • Widerspruchsregelung

    21.12.2012, Horace
    Durch diese Regelung "gewinnt" man keine Spender, sondern man hofft einfach, dass viele Leute vergessen, zu widersprechen und man sie somit ausräumen kann.

    Ich jedenfalls möchte nicht als Hartz-IV-Empfänger und Langzeitarbeitsloser z.B. nach einem Unfall schwer verletzt auf einer Intensivstation liegen, während neben mir der Schulfreund des Chefarztes auf ein neues Herz wartet.

    Daher habe ich einen "Kein Organspender!"-Ausweis in der Brieftasche. Mag hart klingen, aber mir hilft auch keiner! Ich bekomme noch nicht einmal eine Zahnbrücke, weil ich sie mir nicht leisten kann.
  • Und Sie fragen noch nach den Gründen?!

    21.12.2012, Walter Weiss
    Wenn doch, wie die Verfasserin berichtet, nur ein einziger von 100 in einer Klinik Sterbender als Organspender praktisch in Frage kommt, weil bei den übrigen 99 Prozent im Augenblich der Feststellung des Hirntodes die Organe bereits unwiederbringlichen Schaden genommen haben, überlegt sich jeder, der grundsätzlich vielleicht zur Organspende bereit wäre, sehr genau, ob er das tut: mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent wäre eine solche Bereitschaft ja zu 99 Prozent sinnlos!

    Und noch ein weiteres: Wenn das Verhältnis mit 1:99 so erschreckend ungünstig ist, wer befreit die Menschen von der Furcht, die beiden Ärzte, die den Hirntod "feststellen" sollen, könnten vielleicht geneigt (und verführt) sein, bei dieser Feststellung fünfe gerade sein zu lassen, also ein klein wenig zu früh den "Hirntod" festzustellen?
    Diese Bedenken berühren den Fall der Spende von Lebenden (also z.B. von nahen Angehörigen) natürlich nicht.

    Bei der Spende von Toten indessen habe ich das größte Verständnis für jeden, der die Organspende aus den genannten Gründen ablehnt.
  • Warum nur?

    21.12.2012, W.Fritz
    Sie fragen, warum jemand eine Organspende ablehnt?
    Hier die Antwort:
    Vor einer Transplantation steht die Explantation. Was da den Organspendern zugemutet wird - machen Sie sich mal schlau. Google is your friend.

    Mich stört die Borniertheit, mit der bei einer Explantation vorgegangen wird. Da wird KEINE Betäubung vorgenommen, angeblich, weil das "Zielorgan" (Gehirn) ohnehin bereits tot ist.
    Andererseits werden aber Muskelrelaxantien gegeben, weil sich der Körper ohne diese nämlich massiv wehrt. Wo ist da die Logik?
  • Leider wieder nichts visionäres...

    20.12.2012, Detlef Köhler
    Hier muss ich eindeutig dem Autor zustimmen und den bisherigen beiden Kommentatoren leider bescheinigen, dass ihre Raumfahrtsichtweise wohl alles andere als visionär ist. Denn genau dafür – für Visionen – wurde in Neapel nicht gestimmt. Leider zum wiederholten Male. Denn selbst das, was Europa heute ganz gut kann: Satelliten und automatische Raumsonden – ist mittlerweile lediglich zu einem wenig innovativen gigantischem Beschäftigungsprogramm für Unternehmen wie EADS & Co verkommen. Es wird mit all diesen Kompromissen weder jemals einen eigenen bemannten europäischen Zugang zum All geben noch wird man damit das in der europäischen Bevölkerung durchaus vorhandene Potential aus Neugier, Wissensdurst und Begeisterungsfähigkeit für die Raumfahrt bedienen können.
    Dabei würde jedoch gerade die bewährte und technisch excellente Kombination der Ariane-Träger + ATV > ARV > CTV durchaus die Möglichkeit bieten, Europa einen unabhängigen Zugang zum Weltraum zu schaffen. Den haben zZ. nur Russland und China. Doch eher als es die ESA mit den in Neapel gefassten Beschlüssen vermag, werden sich zB. Indien und etliche private Unternehmen zu den unabhängigen Explorern des Alls hinzu gesellen. Allein an den Raumfahrtbudgets asiatischer Staaten und der Verankerung eines positiv besetzten Raumfahrtgedankens in ihrer Bevölkerung erkennt man leicht, dass sie alle offenbar besser wissen, wie sehr Exploration im 21. Jh vor allem entscheidende wirtschaftliche Faktoren eröffnen wird. Und sie wissen auch besser als unsere Entscheidungsträger in Europa, dass man dafür vor allem auch den Mensch im All vor Ort benötigt. Diejenigen, die wieder zuerst auf dem Mond sind, Asteroiden ausbeuten oder orbitale Solarkraftwerke bauen werden die neuen globalen Player dieses Jahrhunderts sein. Mit den wenig innovativen und halbherzigen Beschlüssen zur europäischen Raumfahrt wird Europa wohl lediglich weiter nur der Juniorpartner bleiben, der von den Launen und Mitfluggelegenheiten anderer abhängig sein wird.

    ps: Vom Ausspruch eines ehemaligen Bundeskanzlers, dass jemand, der Visionen hat, besser zum Arzt gehen sollte, halte ich nichts. Raumfahrt lebt von Visionen. Der Aufbruch ins All wird nur demjenigen gelingen, der Visionen hat und an deren Umsetzung arbeitet. Wir Europäer haben durchaus das Potential dazu.
  • Erfreulich

    20.12.2012, Fritz Kronberg
    ... ist es, daß jemand auf dieses Problem aufmerksam macht. Leider tut er das nur für einen eng eingegrenzten Bereich. Viel katastrophaler sind die medizinischen Studien beispielsweise zum Ermitteln kanzerogener Substanzen, wo mit viel zu geringen Samples oder riesigen Überdosierungen gearbeitet wird, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Hier wird nicht nur schlampig gearbeitet, sondern die Statistik geradezu mißbraucht. Das trifft auch fast immer dann zu, wenn jemand mit Hilfe der Statistik eine politische These beweisen will. Hier wird sehr selten einwandfrei beschrieben, auf welche Weise das Ergebnis gewonnen wurde und was die zugrunde liegenden Größen sind.
  • Möglichkeiten mit Fakten verwechselt

    19.12.2012, Gunter Berauer, München
    In dem Beitrag und auch im Leitartikel dazu finden sich Aussagen, die mit der Kopenhagener Deutung der Quantenmechanik nicht in Einklang sind. Nach dieser allgemein anerkannten Interpretation beschreibt die quantenmechanische Wellenfunktion die zeitliche Entwicklung der Wahrscheinlichkeiten, mit denen sich verschiedene Eigenschaften an einem Objekt bei einer Wechselwirkung mit seiner Umwelt zeigen können. Dabei ist in der Wellenfunktion die Art der in Betracht gezogenen Wechselwirkung bereits erfasst. Die Wellenfunktion beschreibt also erstens keine Fakten, sondern nur Möglichkeiten, und zweitens nicht das Objekt an sich, das es in der Mikrophysik auch gar nicht gibt, sondern immer auch die in Betracht gezogene Wechselwirkung desselben mit einer »beobachtenden« Umwelt. Findet dann eine solche, in der Wellenfunktion bereits implizierte Wechselwirkung statt, kollabiert die Wellenfunktion auf einen der vorher in ihr repräsentierten möglichen Eigenschaftswerte, welcher damit zum Faktum bzw. zur Wirklichkeit wird. Die Wellenfunktion beschreibt deshalb die Wahrscheinlichkeitsentwicklung von Ereignissen auch nur zwischen zwei Wechselwirkungen, genauer gesagt, solange nicht eine Wechselwirkung der in der Wellenfunktion in Betracht gezogenen Art stattfindet.

    Da in der Wellenfunktion sich also nur Möglichkeiten und keine Fakten überlagern – bei der Katze die beiden Möglichkeiten, sie beim Nachschauen tot oder lebendig vorzufinden, ist es unsinnig davon zu sprechen, die Katze sei vor dem Nachschauen gleichzeitig tot und lebendig, wie das behauptet wird. Genauso unsinnig wäre es, von einem Lottospieler zu behaupten, er habe, bevor die Zahlen gezogen wurden, gleichzeitig gewonnen und verloren. Und deshalb ist auch Reinhard Breuers Behauptung auf S. 46 nicht korrekt, das Betragsquadrat der Wellenfunktion gäbe an, »mit welcher Wahrscheinlichkeit sich ein bestimmtes Objekt in einem bestimmten Zustand zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort befindet«. Falsch an dem Satz ist zwar nur das letzte Wort. Allerdings ist dieser Fehler gravierend, weil damit Möglichkeiten als Fakten hingestellt werden. Richtig müsste es statt »befindet« etwa heißen: »bei einer Wechselwirkung manifestieren würde«.
  • Antibiotika bei Infektionen

    18.12.2012, C. Pletrowski, Bredenbeck
    Wenn ich lese, wie in der Tiermast mit Antibiotika umgegangen wird, dann wird mir ganz anders …
    Im Gegensatz dazu haben wir bei Infektionen unserer Kinder exakt genau ausgerechnete Saftportionen Antibiotika erhalten, wo ich die Löffel von den Kindern habe extra ablecken lassen, damit auch alles richtig ankommt (und diese Säfte sind bitter!). Bei meiner Tochter, die mit Mandelentzündungen und stark vergrößerten Mandeln zu kämpfen hatte, mussten wir bis zur Mandeloperation wegen ständig wiederkehrender Mandelentzündungen Antibiotika "erbitten und erbetteln" damit sie endlich ohne Entzündung zur Operation konnte. Überhaupt waren die Antibiotika immer knapp kalkuliert oder es wurden bisweilen bereits schon einmal angewendeten Mittel wieder verordnet (falls es nicht wirkt, sollten wir uns melden). Ich weiß noch, wie man meinem Sohn bei einer Mittelohrentzündung auch erst keine Antibiotika verordnen wollte, obwohl er vor Schmerzen weinte (erst Paracetamol), weil ich die Schmerzen aus leidvoller Erfahrung kannte, habe ich darauf gedrungen, aber nicht alle junge Mütter sind so. Antibiotika erst, wenn man praktisch "auf dem Zahnfleisch" geht und in der Tiermast weiß man scheinbar nicht, wohin damit.
    Und dann noch die unerfreulichen Nebenwirkungen des Antibiotikamissbrauchs (möglicherweise Adipositas und Allergien) auf den Menschen. Das macht mich wütend!
  • Nahrungsmittelunverträglichkeit löst keine Anaphylaxie aus

    17.12.2012, Dr. med. Josef Peter Kosek, Rietberg
    Rebecca Kessler schreibt auf Seite 38: "Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die zu den häufigsten Auslösern anaphylaktischer Reaktionen zählen, verursachen auch beträchtliche ökonomische Schäden."
    Dies ist nicht der Fall. Beispiel Milch, die auf Seite 41 als zweithäufigste Ursache in den USA und in Frankreich als häufigste Ursache für Nahrungsmittelallergien angeführt wird:
    Bei der Milch>unverträglichkeit< fehlt dem Betreffenden das Enzym "Laktase", wodurch der Milchzucker (Laktose) im Magen nicht in Traubenzucker (Glukose) und Schleimzucker (Galaktose) gespalten werden kann. Die Laktose gerät in den Darm und löst damit Schmerzen, Blähungen und Durchfall aus, die so genannte "Laktoseunverträglichkeit". Der Beweis lässt sich durch einen Laktose-Toleranztest führen. Das ist keine anaphylaktische Reaktion.
    Dagegen ist die Milch>allergie< keine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Hierbei handelt es sich um eine allergische Reaktion auf das Milcheiweiß, nicht auf den Milchzucker. Die Folgen: Übelkeit, Neurodermitis, Asthma bronchiale bis hin zur Anaphylaxie.
  • Dilemma der Gleichzeitigkeit

    17.12.2012, K. Eberhard Wagner, Bensheim
    In " Frische Brise" wird das Fehlen von Netzen als Hinderungsgrung für die Windkarftnutzung benannt. Das ist weit gehend unrichtig. Die Windkraft- und die PV-Nutzung kranken an ihrem Gleichzeitigkeitsdilemma. Viel Wind und viel Sonne ergeben viel Kraftwerksleistung. Null Wind und nachts ergeben null Leistung. Diese Problematik wird überhaupt nicht beachtet. Was macht man im Sommer mit derzeit bereits je etwa 30.000 MW Wind- und PV-Leistung, bei einem Leistungsbedarf von nur etwa 45.000 MW? Der exorbitante Zubau rennt in die Katastrophe. Siehe "Wrd die Energiewende zur Energfiefalle? Link: http://klauseberhardwagner.wordpress.com/2012/05/24/wird-die-energiewende-zur-energiefalle/ .
    Es sind enorme Speicherkapazitäten notwendig! Zum "Ringwallspeicher ..." möge man mir sagen: Wo gibt es eine "bebaubare" Fläche von 20 km Durchmesser? Wo gibt es das Wasser für die Erstfüllung?
    Antwort der Redaktion:
    Vielen Dank für Ihre Zuschrift, wir freuen uns über Ihr Interesse an Spektrum der Wissenschaft.

    Auf das Problem, dass die erneuerbaren Energien volatil sind, geht Herr Samulat im letzten Teil seines Artikels ein (S. 85). Dort benennt er das zentrale Problem der Energiespeicherung und stellt auch einen möglichen Lösungsansatz vor, nämlich die Wasserelektrolyse und die Zwischenspeicherung des dabei gewonnenen Wasserstoffs. Warum er dem Stromnetz eine so große Bedeutung beimisst, geht aus dem folgenden Interview hervor (S. 86-87). Dort legt sein Gesprächspartner Gregor Czisch dar, dass das Speicherproblem Hand in Hand geht mit dem Netzproblem, dass also das eine mit dem anderen zusammenhängt. Herrn Czisch zufolge mitteln sich die Leistungsspitzen umso besser aus, je großräumiger das Verbundnetz ist. Bei hinreichend großen Netzen gebe es eine gute Balance zwischen Angebot und Nachfrage; der Rest könne mit Wasser- oder Biomassekraftwerken gepuffert werden. Unabhängig davon, ob man diese Ansicht teilt oder nicht, der Artikel geht jedenfalls darauf ein.

    Wenn Sie sich näher für das Problem der Volatilität und der Speicherung interessieren, empfehle ich Ihnen den Artikel "Energiespeicher der Zukunft" von Ferdi Schüth, ebenfalls aus unserer Energieserie (Spektrum der Wissenschaft, April 2012, S. 72).

    Mit freundlichem Gruß
    Frank Schubert
  • Präzisierung

    17.12.2012, Magnus Nieger
    Die Aussage über die Winkel im Höhendreieck (besser Dreieck der Höhenfußpunkte) ist unvollständig. Ihre genauere Form:
    Im spitzwinkligen Dreieck gilt: Bildwinkel = 180° - 2*Winkel
    Im stumpfwinkligen gilt: Bildwinkel des stumpfen Winkels γ= 2*γ - 180°
    Bildwinkel des spitzen Winkel α = 2*der andere spitze Winkel β
    Das Bild eines rechtwinkligen Dreieck ist entartet und eine Strecke.
  • Uralt-Studenten?

    11.12.2012, Ursula Friedl
    In dem Artikel erwähnen Sie, dass Kolmogorow 1941 die Manuskripte seiner Studenten rettete, und fügen an: "Die danken es ihm noch heute." Glauben Sie wirklich, dass von diesen Studenten "heute" noch welche leben bzw. danken? Sie müssten inzwischen alle mindestens 90 Jahre alt sein! Aber vielleicht hält die Mathematik ja auch jung.
    Antwort der Redaktion:

    Derjenige, der von der Rettung seines Manuskripts berichtete, war zwar schon 107 Jahre alt, aber noch am Leben, als das Spektrum-Heft erschien. Leider ist Sergei Michailowitsch Nikolski am 9. November 2012 gestorben. Da Nikolski einer der älteren Studenten Kolmogoroffs war, scheint es mir nicht unwahrscheinlich, dass noch weitere am Leben sind und weiter aus dem Jungbrunnen der Mathematik schöpfen.

    Marc Dressler

  • Wer ist Prof.DR.N.J. Stowell

    11.12.2012, e.Haug
    Seit längerer Zeit,versuche ich über die Person,von Prof.Dr. N.J- Stowell ,mehr zu erfahren.
    Alle Recherchen,waren bis jetzt erfolglos.Fazit,hier liegt ein ungeheuerer Schwindel vor,mit dem gläubige Menschen mehr oder weniger veräppelt werden.Ein Atomforscher,schon dieser Ausdruck zeigt,daß hier eine unqualifizierte Person am Werk war,denn es ist kein Kernphysiker oder Wissenschaftler von Weltruf bekannt,ebenso zeigt die Beschreibung des Versuchablaufes,daß,das vorliegende Versuchsprotokol nicht von wissenschaftlicher Seite erstellt wurde,sondern eher von einem kranken Gehirn erstellt wurde um sich aus Selbtsdarstellung mit Erfinden von Personen und esoterischem Schmarrn zu profilieren.
  • Vernetzung fehlt

    11.12.2012, Walter Weiss
    Als Betroffener - ich habe Prostata-Krebs mit Metastasen außerhalb der Prostata - habe ich folgendes feststellen und lernen müssen:

    (1) Die allgemein empfohlene und demgemäß auch ganz allgemein praktizierte Behandlungsmethode ist
    - mittelalterlich,
    - hygienisch höchst gefährlich,
    - sehr schmerzhaft und
    - absolut unzuverläßlich und von Zufallstreffern ausgehend,
    - auch arbeitet sie ausschließlich mit Röntgenstrahlen
    (immer ausgehend von einer im Blutbild feststellbaren Erhöhung des sog. PSA-Wertes).

    (2) Demgegenüber gibt es bereits seit Jahren moderne Behandlungsmethoden, die
    - den neuesten Forschungen entsprechen,
    - hygienisch völlig einwandfrei,
    - völlig schmerzfrei und
    - sehr präzise und verlässlich arbeiten, zudem auch
    - mit MRTs arbeiten, also ohne Röntgenstrahlung.

    Diese Methoden und entsprechende - sehr wenige - Spezialkliniken habe ich erst in mühsamer Online-Recherche ermittelt. Es handelt sich übrigens um Kliniken und Ärzte, die mit modernster Technik arbeiten, nicht um Alternativmedizin, und: die Kosten werden anstandslos von den Kassen übernommen.

    Daraus habe ich gesehen: Es genügt durchaus nicht, nur den ersten Schritt zu gehen, also jede Krebserkrankung mit den genauen Daten auch der Behandlung und des Behandlungs-Erfolges / -mißerfolges Registern zu melden - es müssen auch die KONSEQUENZEN aus den entsprechenden Registereintragungen zügig gezogen werden, d.h. es muß im Wege der Rückkopplung die jeweilige generell für diese Krebsart erfolgreichste Behandlung zur allgemein zwingend vorgeschriebenen Behandlung erklärt werden.