Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Persönliche Überzeugungen des Rezensenten

    10.01.2013, Michael v. Adelberg
    Für jemanden der dieses Buch nicht gelesen hat, ist diese Rezension leider nur wenig geeignet sich ein neutrales Bild über dieses Buch zu machen, und darauf basierend eine Kaufentscheidung zu treffen. Dazu hat der Rezensent das Buch zu sehr unter dem Blickwinkel seiner persönlichen Überzeugungen bewertet. Wenig hilfreich!
  • Re: 1. Kühlung

    10.01.2013, B. Wendel
    Ja, es ist ein Problem, weil dann keiner mehr an den Computer ran kommt, um ihn zu warten.
    Flüssiger Stickstoff? - Der (Super-)Computer soll schon länger als ein paar Stunden laufen, bevor er spröde wird.
  • Die Meerwalnuss ist keine Qualle

    09.01.2013, Franziska Just
    Entgegen dem Text der Rezension gehört die Meerwalnuss (Mnemiopsis leidyi) nicht zu den Quallen, sondern zu den Rippenquallen (Ctenophora). Diese werden als mögliche Schwestergruppe zu den Nesseltieren (Cnidaria) diskutiert, die unter anderem auch die Quallen beinhalten.
  • http://www.spektrum.de/alias/klimaschutz/anatomie-des-scheiterns/1180445

    09.01.2013, howetzel
    Es reicht nicht, wenn man lautmalend „schmutzig" schreibt! Man darf nicht nur die Qualität beschreiben, sondern sollte sich auch in die Tiefen der Quantität vorwagen. Wie lässt sich schmutzig charakterisieren?

    Ursprünglich war der Begriff Schmutz mit den Ruß- und Staubemissionen verbunden, das lässt sich, wenn gewollt, beherrschen. Ähnlich ist es mit den NOx und SOx. Die Kraftwerke in den Neuen Bundesländern haben gezeigt, dass man in 3 Jahren das Nachholen kann, wozu die Alte BRD 8 Jahre brauchte. Schwefelfreie, bleifreie Kraftstoffe und -gase sind ebenfalls mittlerweile Stand der Technik. Das gleiche gilt für die Energieträger zum Heizen. Feinstaub ist ein aktuelles Arbeitsgebiet, wo schon viel erreicht ist. Und CO2 ist an sich nicht "schmutzig". Hier wird die klimaschädliche Auswirkung von mehr CO2 als schmutzig bezeichnet. Das ist zwar rhetorisch gut gemacht, trägt aber leider wenig zur Aufklärung bei. Ja ganz im Gegenteil die Mystifizierung verschleiert viele notwendige Hintergrundinformationen.

    Warum ist Gas so vielbesser? Nur weil es bei der Verbrennung weniger alshalb so viel CO2 freisetzt?

    Also da kann man schon Effekte erreichen, aber das wird der Größe der Aufgabenstellung nicht gerecht. Keiner denkt nach, welche Prozesse von der Förderung bis zum Ankommen in Deutschland schon absolviert wurden. Was ist, wenn man beispielsweise einen stofflichen Verlust von 2% Methan in diesen Prozess einrechnet? Die hohe Klimawirksamkeit von Methan macht dann all Vorteile platt!

    Also nochmal: der Menschheit steht eine große Aufgabe bevor, die nur mit Aufklärung und nicht mit ideologischer Mystifizierung zu lösen ist. Es gibt da keine Wunderwaffe, mit der alle Probleme erschlagen werden können.

    Wie ist die moderne Argumentation?

    - Ergebnis offen!
    - Brückentechnologien

    Mein Hinweis: Bei letzteren sollte man die Brücke nicht schon einreisen bevor das andere Ufer erreicht wurde.

    Die Vorreiterrolle von Deutschland bei der CO2-Einsparung ist kein Erfolg, sondern nur Trittbrettfahren. Die Quelle der deutschen CO2-Einsparung ist die nichtgeförderte ostdeutsche Braunkohle, deren Effekte sich gerade zu dem deutschen Beitrag von 250 Mio t CO2 summieren. Der Einsatz erneuerbarer Energien hat also maximal das Mehr an anderer Stelle kompensiert!
    Ein weniger an „Grüner“ Ideologie, wäre da hilfreicher als über „schmutzig“ zu debattieren!
  • Kühlung

    09.01.2013, W. Scheel und K. Wittke
    Wie wäre es, wenn man die Räumlichkeiten mit flüssigem Stickstoff flutet?
  • …unreflektierte Werbung und Versprechungen?

    08.01.2013, L. Mc Grath
    Die Frage nach einer "kommerziellen Nutzung" behindert den Erkenntnisgewinn? Ich denke eher, dass bei einem Phänomen wie dem diskutierten, sich auch die Frage nach den Konsequenzen stellt - und eine theoretische Maschine mit mehr als 100% Effizienz wirft doch genau die Fragen auf, denen wir uns letztlich stellen müssen. Wenn unser bisheriges Modell eine Effizienz größer 100% nicht zulässt, zugleich aber unser Modell die theoretische (!) Möglichkeit aufzeigt, werde ich neugierig. Diese "Maschine" ist ein Gedankenmodell, das insbesondere jenen, die sich nicht speziell mit dieser Art der Physik auseinandersetzen, eine interessante Eselsbrücke bietet - ich fühle mich eher inspiriert weiterzudenken.

    In anderen Fragen sieht das sicher anders aus, letztlich sind die Fragen einer Nutzung immer auch ein Mittel Aufmerksamkeit zu erheischen, vor allem bei denen die sich fachlich nicht mit dem Thema befassen. Und machen wir uns nichts vor, Forschung als Selbstzweck hat einen schwierigen Stand! Das ethische Fragen bezüglich einer Anwendung nicht unter den Tisch fallen sollten, halte ich für selbstverständlich, trifft hier aber schlicht nicht zu.

    L. McGrath

  • Mathematik

    08.01.2013, Albrecht Storz
    Sogar die Mathematik ist von solchem Bias nicht verschont. So wird heute gelehrt, dass die Mengenlehre auf der Basis der Zermelo-Fraenkel-Axiome praktisch die Grundlage der Mathematik darstellte.
    Dass ZF(C) aber nur eine bestimmte Sichtweise ist und Konsequenzen wie transfinite Zahlen keine notwendige Wahrheit, sondern nur eine mögliche Sichtweise unter der Voraussetzung sehr unnatürlicher Annahmen (wie die, dass es Mengen mit x Elementen ohne x-tes Element gibt) darstellt, wird leider i.d.R. unterschlagen - mit der notwendigen Konsequenz, dass Studenten keine Anreize bekommen außerhalb von ZF(C) zu arbeiten und Arbeiten, die nicht im ZF(C)-Rahmen formuliert werden keine oder nur wenig Beachtung finden.
    Mathematik wird damit auf einen sehr engen Sichtwinkel beschränkt - ganz gewiss nicht "im Sinne des Erfinders" Georg Cantor, der doch eben die Freiheit des Denkens gefordert hat.
  • Was im Vortrag nicht angesprochen wurde

    07.01.2013, Franz Hrubes
    Um die angesprochene Auflösung überhaupt realisieren zu können, braucht es entsprechende Sensoren (Edge-Sensors), mit denen die Einzelsegmente zueinander auf Nanometer genau vermessen werden können, um sie auch ausregeln zu können. Die Anforderungen in Hinsicht Auflösung, Temperaturstabilität, Langzeitstabilität und Feuchtigkeitsunabhängigkeit sind extrem - aber erreicht. Als Entwickler dieser Sensoren habe ich mich sehr über diesen Beitrag gefreut. Ich hoffe, dass die Finanzierung baldmöglichst gesichert wird.
  • Synthese eines N-invertierten Porphyrins an der WWU Münster im Jahr 1990

    07.01.2013, Dr. Heinich Tumbrägel, Langenfeld
    Die Synthese eines N-invertierten Porphyrins war bereits 1990 das Thema meiner Promotionsarbeit an der WWU Münster unter Leitung von Prof. Dr. Franck. Es gelang damals die Synthese eines Octamethyl-N-invertierten Porphyrins. Es ist daher nicht ganz richtig, dass vorher noch niemand auf diese Idee gekommen war.

    Titel der Arbeit: Erstmalige Synthese eines Invertophyrins mit einer umgewendeten Pyrroleinheit
  • Gefahr aus der Nachbarschaft

    07.01.2013, Ulrich Köhler
    In Ihrem die Möglichkeiten der Asteroidenabweh erläuternden "Kasten" am Ende des Textes hätten Sie auch auf das Projekt NEOShield der Europäischen Union hinweisen können: NEOShield ist eine im Januar 2012 gegründete internationale Kooperation zur Abschätzung von Methoden zur Asteroidenabwehr. Es wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) angeführt. Insgesamt 13 Partner aus Forschung und Industrie, darunter auch amerikanische und russische Weltraumorganisationen, forschen daran, wie Einschläge von Asteroiden und Kometen verhindert werden können. Weiterhin wollen die NEOShield-Partner zusammen mit anderen Organisationen wie der NASA, ESA und der UN eine weltweit koordinierte Vorgehensweise entwickeln, die sofort und dann in Kraft tritt, wenn eine konkrete Einschlagsgefahr erkannt wird. In diesem Fall soll je nach Art des gefährlichen Asteroiden eine schon vorher entwickelte Abwehrstrategie für diesen Fall vorhanden sein, damit unverzüglich eine Abwehrmission mit den richtigen Parametern gestartet werden kann. Im Idealfall ist eine solche Mission bereits zuvor an einem vergleichbaren Asteroiden getestet worden. Die Europäische Union unterstützt das Projekt für 3,5 Jahre mit vier Millionen Euro. Weitere 1,8 Millionen Euro steuern die beteiligten Partner bei.
  • Asteroidenabwehr

    06.01.2013, Fritz Kronberg
    Eine vergleichsweise einfache und billige Methode der Ablenkung hat der Autor vergessen. Man lasse eine möglichst massereiche Sonde auf Parallelkurs mitfliegen, und zwar auf der Seite des Asteroiden, auf die man ihn lenken möchte. Mit hinreichend Zeit wird die gegenseitige Gravitationskraft ihn hinreichend ablenken. Das gilt auch für Schutthaufen, die sonst kaum beherrschbar wären.
  • Warum das Risiko?

    06.01.2013, Markus Flad
    12 Jahre Unabhängigkeit - mit unabsehbaren Folgen. Statt nach erneuerbaren Alternativen zu suchen, pressen wir alle fossilen Energieträger, die wir noch haben mit viel Aufwand aus der Erde. Den nachfolgenden Generationen überlassen wir nur noch das CO2. Fracking - nein danke!
  • Gammastrahlung im "Sonnenfeuer" des Fusionsreaktors?

    05.01.2013, Michael Jungnickl, Neunkirchen am Brand
    Im Artikel "Der lange Weg zum künstlichen Sonnenfeuer" wird erwähnt, dass 80 Prozent der Leistung durch die Fusion anhand von Neutronen abgegeben wird. Wie sehen genau die restlichen 20 Prozent aus?

    Meine Frage ist: Wieviel Gammastrahlung wird darin enthalten sein? Röntgenstrahlung entsteht ja schon bei der nur 6.000 k heißen Sonnenoberfläche. Im Reaktor existiert aber ein Plasma, dessen Druck und Dichte gering ist, weshalb die Temperatur mehrere Millionen Kelvin erreicht.

    Gammastrahlung durchdringt Metalle und läßt sich wohl nicht abschirmen. Der Fusionsreaktor würde dann schon im Normalbetrieb ständig Strahlung in die Umwelt abgeben.

    Man kann sie wohl bei unterirdischen Beschleunigern vernachlässigen, weil deren Leistung gering ist. Ist dagegen ein Reaktor mit Leistungen im Gigawattbereich noch genehmigungsfähig?
    Antwort der Redaktion:
    Das restliche Fünftel der Energie geht an den bei der Fusion entstehenden Heliumkern. Er behält es aber nicht für sich: Indem er mit benachbarten Teilchen zusammenstößt und dabei diese Energie nach und nach wieder abgibt, sorgt er für eine hohe Temperatur des Plasmas. Anders gesagt: Bei der Fusionsreaktion geht praktisch sämtliche Energie in Bewegungsenergie über.

    Eine kleine Ausnahme gibt es. Verschmelzen Deuterium und Tritium, entsteht zunächst das sehr instabile Helium-5, das wiederum in ein Helium-4 plus Neutron zerfällt. In 7 von 100.000 Fällen kommt es allerdings vor, dass das Helium-5 unter Aussendung eines Gammaquants direkt in den Grundzustand fällt.

    Eine Gammaabschirmung benötigt man aber in jedem Fall. Die Neutronen, die in den Wänden des Reaktors ihre Wärme abgeben, lösen dort auch weitere Reaktionen aus, bei denen Gammaquanten entstehen. Diese werden allerdings von den Außenwänden des Reaktors abgefangen, in denen auch die eventuell entkommenen Neutronen "stecken bleiben".
  • Verärgerung über die ständigen Hinweis für die wirtschaftliche Anwendbarkeit von Erkenntnis

    05.01.2013, Georg Wawczyniak
    Sehr geehrte Redaktionsmitglieder,

    der Leserbrief von Herrn Harald Kirsch in SdW 1/2013 spricht mir aus tiefstem Herzen, besonders als ich den theoretischen Artikel "Boltzmann steht auf dem Kopf" gelesen habe und dazu die hirnrissigen Spekulation über einen Motor, basierend auf diesen Überlegungen.

    Warum muss fast jeder ihrer Artikel sowohl in Spektrum der Wissenschaft als auch in Spektrum.de mit einem Absatz schließen, wie und wo vielleicht diese Erkenntnis in Geld umsetzbar ist. Es verärgert mich in den letzten Jahren in zunehmenden Maße, dass alles materiell verwertbar gemacht werden muss, besonders auch im biologisch medizinischen Bereich. Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung (gewonnen häufig in Experimenten an Tieren oder Bakterien) werden angepriesen als fast schon einsetzbare Heilmittel für Krankheiten (Alzheimer, Krebs, AIDS), bei denen bis jetzt kaum Heilungschancen erkennbar und auch in Zukunft wenig Aussicht auf Erfolg zu erkennen sind.

    Bei diesen Aussagen habe ich ich den unguten Eindruck, als ob Sie sich auf Biegen und Brechen um Drittmittel bemühen müssten, wie es leider in vielen Forschungseinrichtungen der Fall ist. Ich finde ich es nicht angemessen für eine respektable Wissenschaftszeitschrift, dass Sie als verantwortliche Redaktion teilweise unreflektierte Werbung und Versprechungen für die verschiedenen Bereiche der Wirtschaft machen. Ich erwarte nicht nur als Naturwissenschaftler von einer Wissenschaftszeitschrift nüchterne, seriöse und verständliche Aussagen und keine wilden und irrealen Spekulationen, wie es in vielen anderen Medien so häufig und teilweise abstoßend zu finden sind.

    Ich bitte Sie also, in Ihren Redaktionskonferenzen diese Problematik doch eingehender und grundsätzlich zu diskutieren und dann sorgfältiger, soweit überhaupt notwendig, über mögliche Konsequenzen zu referieren.

    Mit freundlichen Grüßen, als aufmerksamer Leser seit Bestehen von SdW 1979

    Georg Wawczyniak
    Antwort der Redaktion:

    Sehr geehrter Herr Wawczyniak

    ,

    vielen Dank für Ihre Zuschrift, die teilweise sicherlich berechtigt ist. Vielfach berichten wir aber auch über reine Grundlagenforschung, ohne dass wir dabei gleich auch auf etwaige Anwendungen eingehen.

    Im speziellen Fall dieses Artikels möchte ich Ihnen zudem ein wenig widersprechen: Viele Leser interessiert es tatsächlich, ob eine derartige Forschungsarbeit auch praktische Konsequenzen hat und in Produkte umgesetzt werden kann. Diese sind bei dieser Arbeit sicherlich sehr spekulativ, doch spekulieren die Forscher selbst über den potenziellen Nutzen - wenngleich es sich dabei um ein sehr utopisches Gedankenexperiment handelt. Wir haben uns entschlossen, es zu bringen, weil es sich dabei um ein sehr verblüffendes "Produkt" handelt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
    Redaktion Spektrum.de

  • Eine viel bessere Lösung

    05.01.2013, Martin Pflugradt
    wäre m.E. ein grosses Netz aus Kohlefaser (geringes Gewicht, große Reissfestigkeit) mit 4, 6 oder 8 Ionentriebwerksblöcken (ein Haupttriebwerk, kleine Steuertriebwerke zur Navigation) an den Zugseilen, die sich leicht per Steuercomputer synkronisieren und lenken liessen, so dass ein planbarer Zugvektor zustande kommt. Im Prinzip liesse sich das beliebig engmaschig gestalten, so dass auch schutthaldenmäßige Masseansammlungern sicher erfasst und in eine ungefährliche Bahn gezogen werden könnten. Außerdem wären auch wirklich große Brocken auf diese Weise mit m.E. großer Aussicht auf Erfolg "entsorgbar" - frühzeitige Entdeckung und Start der Zugmission vorausgesetzt. Der einzige wirklich schwierige Aspekt könnte das Eigendrehmoment der Brocken sein. Dem müsste sich das Netz vorher anpassen und es dann mit Hilfe der Triebwerke so ab- bzw. umbauen, dass der gewünschte Vektor ohne viel Reibebelastung für das Netz resultiert. M.M.n. sind die im Artikel erwähnten Vorgehensweisen im Vergleich mit dieser noch dazu relativ billigen Methode alle ziemlich risikoreich....
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