Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • @DC & Kai Friedrichs

    28.10.2016, KS
    Meiner Ansicht nach ist eben der Punkt, dass die Umstände unterschiedlich sind. Ich zog von einer deutschen Großstadt, in der der Kater meiner Mutter in 6 Jahren zwei Meisen und eine Maus nach Hause brachte, in eine Marktgemeinde im Zentralmassiv der Alpen, wo die heimischen Wildkatzen aus dem Nachbartal DNS in meinem jetztigen Hybrid-Kater hinterließen, der in 7 Jahren genau einen Finken heimbrachte. Der Fink und eine Meise wurden auf dem Balkon erwischt, vorher waren die Vögel unter unseren verblüfften Blicken ob des "klonks" gegen die Scheibe geflogen. Die andere Meise hat übrigens überlebt. 3 Vögel und eine Maus auf 2 Katzen und 13 Jahren Haltung, da habe ich einen meiner Erfahrung entsprechenden Schnitt berechnet und großzügig aufgerundet.

    In der deutschen Großstadt habe ich auch tatsächlich ausgesprochen selten einen Streuner gesehen, hier im Dorf verschwimmen die Grenzen jedoch deutlich. Die Katze gilt als Nutzvieh und wird wie andere Tierarten entsprechend be(miss)handelt. Man bringt die Katzen hier nicht regelmäßig zum Tierarzt. Besonders verantwortungsbewusst ist schon, wer kastrieren lässt und das sind bei weitem nicht genug.
    Viele betrachten Katzen hier als Selbstversorger und finden das okay. Da ist auch nichts mit Füttern und Körbchen, der "Besitzer" wird auch dann noch als solcher benannt, wenn er dass Tier seit Jahren nicht mehr gesehen hat.

    Und als ich mir hier eine Katze suchte, wurden mir tatsächlich viele Tiere gezielt als Jäger angeboten. Die Bauern sind auf eine gute Jagdkatze so stolz, wie andere auf ihren Ausstellungsperser.

    Wenn ich diese mir bekannten und gezielt geförderten Jagdkatzen, mit meinem Kater vergleiche, finde ich es einfach falsch, alle über einen Kamm zu scheren.

    Und die Tierheime hier quellen über. Streuner werden direkt getötet, da schon die zahmen Katzen kaum vermittelt werden können.Wenn ich an diese Streuner denke, finde ich es nicht richtig, sie mit gepflegten Freigängern über einen Kamm zu scheren.

    Ich finde es auch nicht richtig davon auszugehen, dass der mögliche Tod einer Anzahl von Vögeln als moralisch verwerflicher als der sichere Tod eines Streuners angesehen wird (ABV). Ich finde beides moralisch verwerflich.

    Meinen Kater lasse ich übrigens nur angeleint raus, weil ich finde, dass das ihn und die Gartenmitbewohner am besten schützt. Für den Tierschutzverein ist das verboten und strafbar. Ich füttere Vögel an katzensicheren Häuschen ganzjährig, womit sich meine Nachbarn noch abfinden. Ich bastle nach ganzen Kräften an einem Garten, der den Sicherheitswünschen der Vögel und nicht den Jagdmethoden der Katzen entgegen kommt. Ich finde, dass man eine bedrohte Art am besten schützt, in dem man sie stärkt und unterstützt. Das Schützen durch Dezimieren einer anderen Art halte ich eher für eine Notlösung.

    Ich lese in der hieseigen Zeitung sehr oft von Wilderern, die abknallen, was Schafe gefährdet, essbar ist oder eine gute Trophäe abgibt. Aus meinem Kontext heraus sieht es einfach nur so aus, als sollte die Abschussliste um eine Art erweitert werden.

    Auf eine deutsche Kleinstadt trifft das sicher (hoffe ich doch) nicht zu, aber hier ist nichts sicher, auf das man schießen kann. Es sind einfach sehr unterschiedliche Umstände, mit denen wir auf die selbe Studie sehen. Und so ziehen wir unterschiedliche Schlüsse.

    Ich möchte mehr Nistplätze, mehr Futter, mehr Verstecke und weniger unkastrierte Katzen und andere möchten einfach nur weniger Katzen.

    PS.
    (...) durch Menschen bedroht einheimische Arten (...)
    oder
    (...) durch Menschen bedrohte einheimische Arten (...)

    -Eine Frage der Sichtweise-

    PPS
    (...) Hauskatzen sind nicht einheimisch (...)

    Wiki --> Hauskatze : "Die Hauskatze (Felis silvestris catus) ist eine Unterart der Wildkatze und deren Haustierform."
    Bei mir zumindest ist die Wildkatze heimisch
    (Wiki: Die Wildkatze (Felis silvestris) ist eine Art aus der Familie der Katzen, die in verschiedenen Unterarten in Europa (vergleiche Europäische Wildkatze), Afrika, Westasien, Zentralasien bis nach Indien heimisch ist.")
    und die Hauskatze entspricht demnach beispielsweise dem Hauspferd --> "Das Hauspferd ist die domestizierte Form des Wildpferdes (Equus ferus)", ebenfalls Wiki.

    Sollten Sie aus einem Land kommen, in dem die Wildkatze und damit ihre Haustierform nicht heimisch ist, wie Virginia/USA aus der hier zitierten Studie, haben sie natürlich recht. Auch dieser Satz, den Sie als Fakt bezeichnen, ist also eine Frage der Sichtweise.
  • Buchseiten lassen eine Novelle von Gottfried Keller erkennen

    27.10.2016, H.C.
    Die im Video lesbaren Textfragmente des Buch-Restes gehören zur Novelle "Der Landvogt von Greifensee" (1878 veröffentlicht).
  • Spinnen

    27.10.2016, Monika Zephier-Andrist
    Werden Spinnenbisse nicht als fiese Stiche angesehen? Mein persönliches wüstestes Naturerlebnis war der Biss einer Spinne, der meine Hand und meinen Unterarm massloss anschwellen liess. Passiert war das in der Prärie South Dakotas.
    Antwort der Redaktion:
    Liebe Frau Schweiz,

    als fiese Stiche schon - aber nicht als solche von Insekten. Spinnen gehören zwar auch zu den Arthropoden, sind aber keine Insekten ;-).

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Zwei Fragen

    27.10.2016, Konrad Lehmann
    Erstens: Wenn die Kriegerwespe (warrior wasp) auf beiden Skalen den ersten Platz belegt, warum steht sie dann hier nur auf Platz 3?
    Zweitens: Warum nur Hymenoptera? Auch diverse Diptera stechen (zum Blutsaugen), und Spinnentiere beißen (Spinnen) und stechen (Skorpione). Können die alle nicht mithalten?
    Im Übrigen bin ich wieder einmal froh, in einem von der Natur begünstigten Landstrich zu leben. Keine Giftschlangen, keine Giftspinnen, keine übermäßig schmerzhaften Insekten, keine Erdbeben, keine Vulkane, . . .
    Antwort der Redaktion:

    Insekten, die zum Blutsaugen stechen, haben kein Interesse daran, dass das Opfer schreiend durch die Botanik rennt. Insofern erscheint mir plausibel, dass deren Stiche nicht zu den schmerzhaftesten gehören. Ansonsten sehe ich unter den Insekten keine Kandidaten, die sich mir aufdrängen - im weiteren Sinne vielleicht noch einige Raupen mit sehr unangenehmen Gifthaaren.

    Spinnen und Skorpione sind wiederum keine Insekten und wären ein eigenes Thema. Das gilt auch für andere Tiere mit unangenehmen Giften, zum Beispiel die Gila-Echse, Würfelquallen, Stachelrochen... Welches Tier wirklich das schmerzhafteste Gift produziert, ist eine ausgesprochen interessante Frage. Ich persönlich bezweifle aber, dass sich Freiwillige für ihre Klärung finden.

    Lars Fischer
  • Neuer Tausendfüßer ist klein

    27.10.2016, AS
    Wie klein ist denn der Tausendfüßer? Eine Größenangabe wäre wünschenswert gewesen.

    Viele Grüße
    Antwort der Redaktion:
    Vielen Dank für die berechtigte Frage: Das Männchen ist 2,8 Zentimeter, das Weibchen rund 4 Zentimeter lang.
  • Gezeiten bei gebundener Rotation

    26.10.2016, Florian Mengedoht
    Gebundene Rotation minimiert in der Regel die Energie, die durch Gezeiten in Wärme umgewandelt wird.. Ist die Umlaufbahn kreisförmig, gibt es dann garkeine Gezeiten und wohl immer das gleiche langweilige Wetter. Viel Wasser wäre dann eine Möglichkeit, die Sonnenenergie durch Konvektion auch auf die Schattenseite zu bringen. Die Wege des Lebens im Wasser sind zu "ideenreich", um es auszuschließen.
    Was wir Menschen als "Extremwetter" bezeichnen, ist eine minimale Differenz zum normalen Wetter und für die meisten Organismen immer noch paradiesisch.
  • Ausreichend erhtztes Fleisch gibt auch Vitamine

    25.10.2016, Michael B.
    Also doch Dummheit?
    Man geht das reale Risiko rohes Fleisch zu verzehren ein,
    um ein imagainäres Risiko -erhitztes Fleisch könnte zu wenig Vitamine zum
    (Über)Leben beinhalten- zu vermeiden.
    Würde passen, zur damaligen Zeit hat der Vitamin-Hype ja auch angefangen.
  • Kausalität?

    25.10.2016, PS
    Ich würde ja mal ganz die Vermutung in den Raum stellen, dass eine geringere Knochendichte auch aus der verminderten Bewegungsfreudigkeit (wer schon mal in den Genuss eines durch die Runde gereichten Joints gekommen ist, der mag das kennen) resultieren kann. Also könnte es auch eher eine Begleiterscheinung sein aber nicht unbedingt eine direkte Folge des Inhalierens des verbrannten Krauts.
  • Zerlegung von Primzahlen

    25.10.2016, Roland Schröder
    Im Artikel "Ständig in Beweisnot" las ich: Herauszufinden, ob eine bestimmte Zahl eine Primzahl ist oder nicht, kann im konkreten Fall zwar durchaus sehr aufwändig sein, die dafür nötigen Techniken sind jedoch ebenfalls im Prinzip allgemein verständlich und viele davon seit der Antike bekannt.
    Das hieße, dass der Lucas-Lehmer-Test für Mersenne-Primzahlen "im Prinzip allgemein verständlich" ist.
  • Ist ja wie hier unten...

    25.10.2016, Norberg
    Die "großen" Nationen machen den Dreck, Europa versucht ein wenig auf Umwelt zu machen und die aufstrebenden Länder wollen ihr Wachstun nicht für die Umwelt bremsen...
  • Fraglich

    25.10.2016, Swenmitw
    Wie günstig jedoch eine solche Welt für die entstehung von Leben wäre, ist noch aus anderen Gründen fraglich. Die enormen Gezeitenkräfte des Sterns würden den Planeten mächtig durchkneten. Außerdem rotieren Planete so nah an ihrem Heimatstern nicht, sodass sie diesem immer die selbe Seite zudrehen würden - es gäbe eine ewige Nach- sowie Tagseite. Dies würde extremwetter hervorrufen
  • @K.S.: 11. Aus reiner Langeweile wildernde Haustiere?

    25.10.2016, Kai Friedrichs
    "Für eine Katze die in Ihrem Leben nicht mehr als drei Vögel fängt lohnt sich das einfach nicht." Was sind das alles für merkwürdige "Fakten", die sie da behaupten?

    Fakt ist auf jeden Fall: Hauskatzen sind nicht einheimisch und ihre übermäßige Haltung durch Menschen bedroht einheimische Arten, die ohnehin bedroht sind und deshalb unter Naturschutz stehen.
  • Pro Katze drei Vögel/Jahr?

    25.10.2016, DC
    Liebe(r) KS,

    ich kann nur das einigermaßen objektiv beurteilen, was ich vor meiner eigenen Haustür sehe, einem familiären Wohngebiet in einer Kleinstadt in Deutschland. In direkter Nachbarschaft leben mindestens 9 Freigängerkatzen (das sind zumindest die Tiere, die ich regelmäßig sehe) und diese sind alle gepflegt, wohlgenährt, kerngesund (woraus ich schließe, dass sie auch tierärztlich versorgt werden) und alles andere als scheu. Die Tiere streifen je nach Wetterlage tagsüber und nachts zu jeder Jahreszeit durch die Gegend, auch zur Brut- und Setzzeit, Und regelmäßig = mehrmals die Woche sehe ich eine Katze mit Beute (Mäuse, Vögel, kleine Kaninchen) über den Weg stolzieren. Zumindest unsere Nachbarkatzen fangen demnach pro Nase definitiv mehr als drei Vögel/Jahr. Scheue Streuner ohne Heim habe ich schon seit vielen Jahren nicht mehr bei uns gesehen, nur noch zutrauliche, gepflegte Freigänger.

    Natürlich sind Katzenzäune keine billige Alternative, aber ist es denn zuviel verlangt, sich um sein Haustier zu kümmern? Das schließt auch eine Sicherung der Umgebung mit ein - wird von Hundehaltern zu recht ebenso verlangt! Die Haltung einer Katze kann unheimlich bequem und günstig sein - sollte sie aber nicht und genau hier setzt ein Verantwortungsbewußtsein ein, dass jeder Haustierbesitzer aufbringen sollte.

    Die hiesigen Freigängerkatzen sind nunmal gelangweilte Jäger, unterbeschäftigte und insofern auch vernachlässigte Haustiere. Leider.

    Ihr Beispiel des "Vogelschützers (mit einem Jagdhund, Fernglas um den Hals und in Tweed)" lässt schmunzeln und wird sich sicher mancherorts genauso zutragen - doch umgekehrt wird ein Schuh draus, denn interessanterweise differenzieren Katzenbesitzer ebenso sehr deutlich zwischen ihren geheiligten Lieblingen und anderen Lebewesen. Ein in mehrfacher Hinsicht ärgerliches Beispiel von verantwortungsloser Haustierhaltung musste ich grad heute früh erleben; ein frisch gewildertes, noch junges Reh lag auf dem Wanderweg im Narurschutzgebiet, drum herum betroffene Spaziergänger und eine Anwohnerin, alles wartete auf den Jagdpächter. Der beobachtete Übertäter war ein Schäferhund, der samt Besitzer flugs das Weite gesucht hatte. Besonders die Anwohnerin regte sich sehr über den wildernden Hund auf; "das süße kleine Reh, und auch noch in einem Naturschutzgebiet!" - währenddessen streichelte sie ihre Freigängerkatze...

    Noch Fragen?
  • Mit Hitze gegen Mücken

    25.10.2016, Steffi
    Sehr, sehr gut gegen bereits bestehende Mückenstiche hilft tatsächlich Hitze! Die Hitze (Temperaturen um die 50 Grad) zerstört die Proteine (Eiweiße) im Mückenspeichel und das Jucken hört augenblicklich auf! Dafür kann man einen sogenannten Stichheiler benutzen oder einen Teelöffel in heißes Wasser halten und auf den Stich drücken. Achtung Verbrennungsgefahr, der Stichheiler ist die eindeutig bessere Lösung, da er mit der genau richtige Temperatur arbeitet! Sehr gut beschrieben ist das auch hier:
    http://was-hilft-gegen-mueckenstiche.net/
  • Mit Vollgas in den Abgrund

    25.10.2016, Robert Orso
    Danke für den interessanten Artikel. Viel Hoffnung bietet er leider nicht. Das war aber auch nicht zu erwarten, solange Menschen am Problem beteiligt sind - und das sind sie eigentlich bei den meisten Problemen, sogar bei einigen Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

    Den paar Überlebenskünstlern werden wir schon auch noch den Garaus machen.

    Kosmologen fragen sich doch immer wieder, wo all die vielen "intelligenten" Spezies ab geblieben sind, die eigentlich unser Universum bevölkern sollten. Vermutlich haben es viele so gemacht wie wir und sind ausgestorben, bevor die Vernunft über die Gier gesiegt hat.