Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Dumm?

    05.04.2016, Griller
    Was raucht ihr denn für ein Kraut?
    Muss ja echt reinhauen das Zeug.
  • Kein Treibhausgas-Paradox!

    05.04.2016, Werner Moß
    Natürlich steigt die Konzentration des CO2 an, wenn es wärmer wird. Die Löslichkeit des Gases im Wasser sinkt mit dem Anstieg der Temperaturen. Folglich treibt mehr Gas aus den Weltmeeren aus. Anders in der Kleinen Eiszeit, die Sie hier als vorindustrielle Zeit bezeichnen, in der wir nur 280 ppm CO2 hatten, weil die Löslichkeit des Gases in Wasser bei niedriger Temperatur ansteigt, das Gas also vermehrt in den Weltmeeren gelöst wird. Also kein Paradox, sondern ganz normale Physik.
  • #24 Wunderschöner Kommentar

    05.04.2016, Axel
    Der Kommentar meines Vorredners ist an Intelligenz und Schönheit fast nicht zu übertreffen. Wunderbar
  • Spektrum interviewt sie alle

    05.04.2016, Vivien Lorenz
    Zitat: "Es ist schwierig, die Inflation anzuhalten, wenn sie erst einmal angefangen hat", erlaeutert Gott (Zitat Ende)

    Es ist wunderbar, so etwas einmal aus erster Hand zu erfahren ;)
  • Natürlich künstlich?

    05.04.2016, Robert Orso
    Die GVO geht wie üblich bei solchen Regelungen am eigentlichen Problem komplett vorbei. Da geht es nur um Nachweisverfahren. Wenn man es gut genug verstecken kann, dann ist es erlaubt.

    Tatsächlich sollte es aber darum gehen einerseits die genetische Vielfalt zu erhalten und andererseits sicherzustellen dass die neuen Organismen, unabhängig davon wie sie "erzeugt" wurden keine wie auch immer gearteten Nebenwirkungen produzieren. Das ist ein Problem, das ja nicht erst seit der Entwicklung der Gentechnik auftritt. Auch das Versetzen Standort fremder Lebewesen führt immer wieder zu schweren ökologischen Nebenwirkungen, weil die damit eingebrachten Gen Varianten mit dem Gesamtsystem nicht kompatibel sind.

    Man kann natürlich auf dem Standpunkt stehen: Der Natur ist das egal, die regelt sich schon wieder irgendwie auf ein neues Gleichgewicht. Wir sollten aber sehr genau darauf achten, ob wir das neue Gleichgewicht so auch wollen.

    Das GVO Problem entschärft sich gleich, wenn man den Nutzen der neuen "Erfindung" begrenzt. Wenn die künstliche Mutation von einer natürlichen ohnehin nicht unterscheidbar ist, kann wohl auch keiner ein Urheberrecht darauf einfordern, Patente einreichen oder Lizenzgebühren verlangen. Jeder Nutzer der neuen Mutation könnte sich folgerichtig darauf berufen, dass "seine" Variante eine natürliche Mutation sei.

    Kurz: Lebewesen können nicht patentiert werden, weder natürliche noch künstliche, bestenfalls "Verfahren".

    Dass es überhaupt jemals möglich war, rechtlich verbindliche Patent Schutz Verträge für Lebewesen zu erlangen wird mir immer unverständlich bleiben. Diese Patente müssten allesamt sofort für nichtig erklärt werden. Im Gegenteil, die Verantwortlichen für die "Herstellung" der neuen Variante müssen dafür haftbar gemacht werden, wenn deren neue Lebewesen unkontrolliert neue Lebensräume besiedeln, durch Gen-Austausch den natürlichen Gen-Pool kontaminieren oder andere "mögliche unerwünschte Wirkungen" auftreten.
  • kein Aprilscherz

    04.04.2016, Like Button
    Lieber Mitleser,

    eine kurze Recherche genügt: es handelt sich hier wohl nicht um einen Aprilscherz. Auch ein paar Tage später wird auf dem Twitteraccount des einen Autors noch weiter darüber diskutiert, auch vom Autor selbst.
  • Sprachentwicklung

    04.04.2016, Reinhard Fichtner
    Hallo, Statistiker,
    soll Ihr Text als Beispiel für eine "sich" entwickelnde Sprache dienen, oder wollten Sie eine Art Satire schreiben?
    Falls Ihr Text ernst gemeint ist, verwechseln Sie Sprache mit Kunst. In der Kunst kann jeder machen, was er will, und die Rezipienten rätseln lassen. Sprache funktioniert nur auf der Ebene von Logik und Konvention.
  • 1. April und dennoch

    04.04.2016, Jimmy
    Trotzdem nutzt dieser Aprilscherz nochmal um logisch an dieses Thema heranzugehen, da ich mich immer Frage wie intelligente Personen (Hawking) davon ausgehen, dass andere Zivilisationen für uns eine Gefahr darstellen könnten.

    1. Nach heutigem Forschungsstand sind wir sicher dass in unserer unmittelbaren Umgebung (unmittelbar = Distanzüberwindung im All mit der uns bekannten Technologie) keine hoch entwickelten Zivilisationen existieren.

    2. Wenn man den heutigem Forschungsstand in die Zukunft denkt, ist die mathematische Wahrscheinlichkeit dass da draussen hochentwickelte Zivilisationen existieren fast 100%.

    3. Um von einer Gefahr auszugehen, muss man logisch davon ausgehen, dass diese Zivilisationen eine Technik entwickelt haben müsste, mit der sie interstellar Lichjahre innerhalb kürzester Zeit überbrücken könnten. Eine Zivilisation die sowas schafft, wird in ihrer Evolution wie unsere Bevölkerung auch die lokalen Ressourcenprobleme überwinden müssen. Eine Zivilisation die interstellar reist und keine Ressourcen benötigt, entdeckt und forscht aus Neugier im Einklang mit der Natur, nicht wie wir Menschen es aktuell durchführen. Dieser Gedanke führt mich allerdings auch wieder dazu warum Menschen andere Zivilisationen fürchten...sie nehmen uns als Standardmodell.

    2. Diese
  • Ja, ich bin weniger offen für neue Erfahrungen...

    04.04.2016, Peter K
    ...z.B. möchte ich nicht wissen, wie es sich anfühlt, wenn eine Brücke unter mir zusammenbricht. Deshalb lege ich wert darauf, dass die Regeln der Statik beim Bau, die regelmäßige Wartung und Instandsetzung und der bestimmungsgemäße Gebrauch eingehalten werden. Man mag mich deswegen als introvertiert bezeichnen, als intolerant gegenüber "unkonventionellen Bau- und Lebensweisen", als ewiggestrig, reformunfreudig und rechtsextrem. Immerhin komme ich trockenen Fußes über den Fluss. Danke.
  • Erklärungen für das Anämie-Rätsel

    04.04.2016, Dr. med. Svein Gisle Apeland, Haugesund, Norwegen
    Marion Benz schreibt über "Steinzeitliche Megasites" und beschreibt Mineralisierungsstörungen im Zahnschmelz, Harris-Linien in den langen Rohrknochen und Anämie. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es in den ersten "Stadtsiedlungen" eine weniger vielseitige Ernährung und Hungersnöte gegeben hat. Die Mitglieder der Jäger- und Sammlervölker waren größer gewachsen, obwohl diese zeitweise wenig Zugang zu Nahrung hatten. Im Ganzen konnten sie sich vielseitiger ernähren, vor allem in größere Mengen und mit hochwertigeren Proteinen.
    Was mich aber stutzig macht ist, dass man sich fragt, warum Anämie so häufig vorkam. Hier lebte eine größere Gruppe eng beisammen, auch mit den Verstorbenen, die teilweise unter den Böden in den Wohnstätten bestattet waren. Hinzu kommt, dass dort und in der Nähe auch Abfälle aufgehoben bzw. beseitig wurden, was ein gefundenes Fressen für eine Vielzahl von Parasiten und anderes Ungeziefer war!
    Man muss nur in den heutigen Slumgebieten in den wärmeren Regionen suchen, um genau dieses Bild zu finden. Und Eingeweidewürmer, zum Beispiel Hakenwürmer, verursachen in den Gedärmen Wunden, die chronische Blutungen und auch Anämie zur Folge haben. Dass es in den Steinzeitsiedlungen wenig eisenhaltige tierische Nahrung gab, ist mit großer Wahrscheinlichkeit auch Teil der Erklärung des Anämie-Rätsels.


  • Gute und böse und indifferente Aliens

    03.04.2016, Christian Georg Becker
    Aprilscherz hin oder her: Ich zitier mal einen Sack aus Peter Watts Protagonist aus Blindsights Sicht auf die Dinge, die so einige Sichten etwas zynisch klingend zusammenfasst:

    "Once there were three tribes. The Optimists, whose patron saints were Drake and Sagan, believed in a universe crawling with gentle intelligence—spiritual brethren vaster and more enlightened than we, a great galactic siblinghood into whose ranks we would someday ascend. Surely, said the Optimists, space travel implies enlightenment, for it requires the control of great destructive energies. Any race which can’t rise above its own brutal instincts will wipe itself out long before it learns to bridge the interstellar gulf.

    Across from the Optimists sat the Pessimists, who genuflected before graven images of Saint Fermi and a host of lesser lightweights. The Pessimists envisioned a lonely universe full of dead rocks and prokaryotic slime. The odds are just too low, they insisted. Too many rogues, too much radiation, too much eccentricity in too many orbits. It is a surpassing miracle that even one Earth exists; to hope for many is to abandon reason and embrace religious mania. After all, the universe is fourteen billion years old: if the galaxy were alive with intelligence, wouldn’t it be here by now?

    Equidistant to the other two tribes sat the Historians. They didn’t have too many thoughts on the probable prevalence of intelligent, spacefaring extraterrestrials— but if there are any, they said, they’re not just going to be smart. They’re going to be mean."
  • Eine fragwürdige Studie - eher unwissenschaftlich

    03.04.2016, Mike Winkler
    Zitat von Quelle: http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article153826343/Warum-Introvertierte-bei-Fehlern-zu-Pedanten-werden.html

    "Die Studie bestand aus drei Teilen. Im ersten nahmen die Linguisten jegliche Informationen zu den [80] Probanden auf. Im zweiten testeten sie, wie die Teilnehmer auf Fehler reagierten. Sie zeigten ihnen Mails, in denen jemand mit einer Anzeige auf Mitbewohnersuche war. In einigen waren Tippfehler oder grammatikalische Fehler enthalten, andere waren fehlerfrei. Nach jeder Mail sollten die Studienteilnehmer den Absender einschätzen. Dazu mussten sie eine Reihe von Fragen beantworten, etwa: "Der Absender scheint freundlich zu sein", "der Absender scheint aufmerksam zu sein" oder "der Absender scheint vertrauenswürdig zu sein". Am Ende wurden alle Antworten kombiniert und daraus bewertet, wie gerne ein Teilnehmer – je nach Anzeige – eine Hausgemeinschaft eingehen würde.

    Im dritten Teil wurde der Charakter der Teilnehmer anhand von typischen Persönlichkeitstests bewertet. Erhoben wurden die Merkmale Stabilität, Geselligkeit, Wissbegierde, Selbstlosigkeit und Gewissenhaftigkeit.

    Heraus kam: Die Eigenschaft Geselligkeit war am bedeutendsten für die Untersuchung. Introvertierten Menschen schienen Fehler deutlich mehr auszumachen als extrovertierten. Sie gingen sogar noch weiter: Introvertierte sahen Menschen, die fehlerhafte Anzeigen aufgaben, als nicht so geeignete Mitbewohner an."

    Hier wurden also sage und schreibe 80 Leute getestet. Diese Leute waren alles Amerikaner, und das wird jetzt von den Medien auf die gesamte Weltbevölkerung extrapoliert. Der Hauptfehler der Studie ist aber, dass die Korrelation zwischen der Aversion gegen Rechtschreibfehler und der Introvertiertheit erst im nachhinein festgestellt und dies dann als Ergebnis präsentiert wurde. Wenn von den Leuten mit Rechtschreibfehleraversion beispielsweise prozentual mehr Vegetarier vertreten gewesen wäre, hätte die Schlagzeile dann vielleicht gelautet: "Warum Vegetarier bei Rechtschreibfehlern zu Pedanten werden"
  • Warum mehr Jungen als Mädchen als autistisch diagnistiziert werden

    03.04.2016, Marie Hoffmann
    Dass mehr Jungen als Mädchen die Diagnose Autismus erhalten, muss nicht zwangsläufig auf ihr Männlich-Sein, d.h. einen gonosomalen Erbgang zurückzuführen sein. Es könnte ähnlich sein wie bei ADHS, dass die Mädchen/Frauen eher zu introvertiertem Verhalten (Abschweifen, Träumereien) neigen oder die Kommunikationsschwierigkeiten besser kompensiert werden durch die erhöhte Anpassungswilligkeit/-fähigkeit (reine Vermutung). Wir alle haben bei ADHS das Bild des extrovertierten Erscheinungsbildes vor Augen, doch es gibt eben auch die introvertierte, weniger störende Variante.
    Ich kann mir vorstellen, dass bzgl. der Authismus-Diagnose der tatsächliche, zahlenmäßige Unterschied zwischen den Geschlechtern weniger groß ist als derzeit angenommen. Hier müssen einfach künftig die Tests angepasst werden.
  • Fernsehprogramm? Oh je!

    03.04.2016, MMS
    Wenn eine hochentwickelte Zivilisation aus dem Weltraum, die imstande ist, uns zu erreichen, unsere Programme in den Privatsendern sieht, wird sie ohnehin gerne und schnell vorbeifliegen. Sozusagen im Fluchtmodus.
    Aber im Ernst (und falls es kein Aprilscherz sein sollte!): Sollten wir nicht für die uns hier in unserer Welt immer mehr beschäftigende Völkerwanderung akzeptable und fremden-freundliche Lösungen suchen, als ein Feindbild schon jetzt ins Universum hinein zu projizieren?
    Ist unsere Erde zu klein für alle Feindbilder, die wir zu entwickeln im Stande sind?

    Also: Ich tippe als einzig akzeptable Lösung auf einen Aprilscherz!
  • Doch ein Begriff muss bei dem Worte sein!

    03.04.2016, Reiner Saddey
    "Nach den Ergebnissen von Shanafelt und seinem Team reduziert jeder zusätzliche Punkt mehr in der standardisierten Maßzahl für emotionale Erschöpfung – einem Burnout-Indikator – die Wahrscheinlichkeit, in den nächsten zwei Jahren weniger zu arbeiten, um 40 Prozent."

    Wie bitte?

    Also: Jeder zusätzliche Erschöpfungspunkt reduziert die Wahrscheinlichkeit weniger zu arbeiten.

    Also: Je erschöpfter, desto wahrscheinlicher wird in Zukunft mindestens gleich viel gearbeitet.

    Passt irgendwie nicht zur Überschrift...
    Antwort der Redaktion:
    Stimmt, das ist ein Fehler, wird korrigiert, danke.