Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Versuchsaufbau und überlichtschnelle Kommunikation

    29.08.2014, madphilosophist
    Mir stellen sich bei der Durchsicht des Originalpapers und meinen bescheidenen Kenntnissen zwei aufeinander aufbauende Fragen, die evtl. jmd. mit mehr Sachverstand erläutern könnte:

    1. Betrachtet man den Strahlengang in der Originalveröffentlichung, so wird der Infrarotstrahl, der mit dem Objekt wechselwirkt durch den zweiten Kristall geschickt um ihn mit dem dort entstehenden zweiten Infrarotstrahl zur Interferenz zu bringen. Hierbei muss sichergestellt werden, dass nach dem Zusammenbringen der beiden Strahlen keine "which-is-which"-Information bezüglich des Ursprungs einzelner Photonen mehr enthalten ist, da es sonst nicht zur Interferenz kommen kann. Die Frage die sich hier stellt ist, ob es dazu unbedingt notwendig ist den Strahl der vom Objekt kommt auch durch den zweiten Kristall zu leiten (sorgt gerade das für das Auslöschen der "which-is-which" Information?) oder ob es auch möglich ist die Interferenz zwischen den beiden Infrarotstrahlen nach der Aufspaltung des zweiten Strahls herbeizuführen.

    2. Wenn es möglich ist die Interferenz nach dem Kristall zu erzeugen, müsste es möglich sein einen Kommunikationskanal zu installieren, der, sobald er einmal besteht, eine überlichtschnelle Informationsübertragung erlauben würde. Indem man 4 kontinuierliche Teilstrahlen erzeugt und die beiden Infrarotstrahlen zu Alice schickt, die das zu verschickende Bild in einen der Strahlen hält und dann die beiden Strahlen zur Interferenz bringt, kann Bob aus den beiden anderen Strahlen mit einer Kamera die Nachricht sofort auslesen.
    Inwiefern treffen in diesem Szenario die allgemeinen Argumente gegen überlichtschnelle Informationsübertragung über verschränkte Quantenzustände zu?
    Antwort der Redaktion:
    Tatsächlich hat sich jemand mit Sachverstand Ihrer Fragen angenommen, nämlich SciLogs-Blogger Joachim Schulz. Er erörtert in seinem Beitrag das Experiment und die möglichen Erkenntnisse und Interpretationen und nimmt dabei auch explizit Bezug auf Ihre zweite Frage:

    http://www.scilogs.de/quantenwelt/welcher-weg-abbildung/

    Mike Beckers
    Redaktion
  • Idee

    27.08.2014, Sven
    Ich glaube nicht, dass man sich ein schwarzes Loch als isoliertes Gebilde vorstellen darf. Wenn ich das Universum als "komplexe Kugel" und den dreidimensionalen Raum als 2-Dimensionales Abbild auf der Oberfläche des Universums verstehe, könnte man doch auf die Idee kommen, dass Licht und Materie direkt in die Expansion eben dieser Oberfläche der komplexen Kugel "investiert" wird. Das könnte auch die beschleunigte Expansion erklären. Das Ende von schwarzen Löchern stelle ich mir sehr unspektakulär als einfaches Verschwinden des Ereignishorizontes hinter die Oberfläche des übrig bleibenden Neutronensternes vor, die ganze Energie und Materie wäre ja bereits in Expansion umgewandelt ... Aber zum Glück bin ich Laie und brauche das nicht mathematisch zu beweisen :)
  • Diese frage kann nur persöhnlich beantwortet werden

    27.08.2014, Christian
    Ich schließe mich meinem vorkommentator voll und ganz an das NEM nicht gleich NEM ist und es auf die art des NEM ankommt zumal auch wirksame NEM bei verschiedenen Personen verschiedene Wirkungen haben,ich als "Sportler" mit meiner täglichen kalorieneinahmen von 4100 Kalorien(ich tracke meine Makronährstoffe mit der digitalwaage desshalb ist dies eine zuverlässige zahl) wovon. 6-700g aus Kohlenhydraten bestehen und durch die sonst zu hohe ballaststoffaufnahme eher einen durchschnittlichen vollkornprodukt konsum habe kann eher von B-vitaminen wie z.b Vitamin B1(coenzym der pyruvatdehydrogenase(kohlenhydratverstoffwechselung) profitieren als jemand der auf 2000 kcal die hälfte seiner Makronährstoffe durch fett bezieht,somit ist für mich die frage nach der notwendigkeit oder nutzen von NEM eine ganz andere frage als für andere.
  • Der Titel des Artikels reflektiert bereits das Problem

    27.08.2014, Markus
    Ist NEM gut? Die Antwort muss sein: Kommt darauf an!

    Was ist NEM? Vitamin und Mineralpräparate waren es früher. Heute ist es ein Mix aus Laborprodukten und 100% natürlichen Produkten jeder Art (Pilze, Obst, Gemüse, Lebensmittel aus der ganzen Frucht oder Extrakte, einfache Mehle oder konzentrierte Pulver, etc.). Es sind teilweise Produkte von Firmen die auf einen Zug aufspringen und billig verkaufen (mit wenig nutzen) und teilweise Produkte von idealistischen kleinen Firmen die bei sehr vielen Menschen eine schnelle und reale Wirkung zeigen. Manche NEM basieren auf nachweisbaren, physiologischen Wirkungen durch die verwendeten Zutaten und andere bewegen sich ganz und gar im Esoterikbereich. Alles was unser Gesetzgeben weder uneingeschränkt erlauben, noch ganz verbieten will/kann landet als NEM am Markt. Laut Gesetz dürfen NEM natürlich nichts können (sonst wäre es ja ein Arzneimittel), doch selbstverständlich haben so einige Pflanzen aus Mutter Natur eine tolle Wirkung und zum Glück ist noch nicht alles verboten oder als Arzneimittel zur „Denaturalisierung“ verdonnert. NEM ist also in gewisser Weise alles und nichts und eine pauschale Aussage darüber kann naturgemäß nicht getroffen werden. Dies stellt natürlich auch die Seriosität und den Grad an objektiver, wissenschaftlicher Herangehensweise dieses Artikels in Frage.
  • "Schockfront"

    27.08.2014, Ackermann Hans
    Sehr geehrte Damen und Herren

    Im Beitrag "Stosswellen aus dem Giganto-Galaxiencrash" wird wieder einmal "Schockfront" geschrieben. Im Deutschen gibt's in der Physik keine Schocks, nur im menschlichen Nervensystem !
  • Dunkle Materie? Oder einfach nur zu dunkel, um gesehen zu werden?

    27.08.2014, Peter Fuhrmann, Mainz
    Wie Sie sehen lese ich die Spektren noch ein Mal bevor ich sie dann wegwerfe. Ehrlich gesagt, fangen die Artikel über die sogenannte dunkle Materie an, mich zu langweilen.

    Warum?

    Mit einer überschlägigen Rechnung lässt sich zeigen, dass sich etliche Sonnenmassen ohne großen Aufwand in der unmittelbaren Umgebung der Sonne verstecken lassen, ohne irgendwelche exotischen Hypothesen bemühen zu müssen.

    1 Lichtjahr entspricht ca. 10 Billionen (=1013) Kilometer. 1 Kubiklichtjahr entspricht demzufolge ca. 1039 Kubikkilometer. Ein kugelförmiger Raum um die Sonne mit dem Radius von ca. 1 Lichtjahr enthält annähernd 4 Kubiklichtjahre (etwa die Hälfte, 52,36 Prozent, von 2 * 2 * 2 Lichtjahren), entsprechend also 4 x 1039 Kubikkilometer.

    Wenn man diese Kugel in lauter kleine Würfel mit 1000 Kilometer Kantenlänge zerteilt, also 1000 km x 1000 km x 1000 km = 109 km3 = 1 Milliarde Kubikkilometer dann ergibt das 4 * 1030 solcher Würfel.

    Die Masse der Sonne beträgt ungefähr 2 x 1030 kg. Wenn nun irgendwo in jedem dieser Würfel ein Miniasteroid von 1 kg Masse schwebt, ein Körper von kaum 10 Zentimeter Durchmesser, ergibt das schon insgesamt 2 zusätzliche Sonnenmassen in diesem Volumen.

    Es könnten sich allerdings auch viel größere Massen dort verbergen: Etliche Objekte von Jupitergröße, tausende von Plutogröße, Milliarden von Objekten mit mehr als einem Kilometer Durchmesser (Kometengröße) und Myriaden von Objekten mit mehr als einem Meter Durchmesser. Ganz zu schweigen von meinen 1-kg-Klötzchen, die ich vorhin erwähnt habe.

    All das würde uns nicht im geringsten auffallen, weil die Objekte wegen ihrer großen Entfernung und ihrer "Dunkelheit" außerhalb unserer Wahrnehmung liegen. Außerdem sind sie zu klein und letztlich zu wenige, um unsere Sicht in irgendeiner Richtung zu behindern, wodurch wir ja ebenfalls auf sie aufmerksam werden könnten.

    Natürlich ist das alles auch schon lange bekannt und wird unter dem Stichwort Oortsche Wolke als Quelle der langperiodischen und hyperbolischen Kometen angesehen. Ja, es gibt diese dunkle Materie, aber sie ist nicht im geringsten exotisch, sondern gegenwärtig einfach nur unsichtbar im wahrsten Sinne des Wortes. Sie strahlt nicht, enthält keine ionisierten Gase, sondern besteht aus langweiligen klumpigen Asteroiden und Kometen, die alle Galaxien erfüllen und von früheren Sternexplosionen herrühren.
  • Supersymmetrie eventuell überflüssig

    26.08.2014, Werner Preuß, Bremen
    Joseph Lykken und Maria Spiropulu diskutieren in ihrem Beitrag die mangelnde experimentelle Evidenz für Supersymmetrie und schlagen drei spekulative Alternativen vor: das Multiversum, Extradimensionen und dimensionale Transmutation. Leider lassen die Autoren die wohl interessanteste Alternative unerwähnt, nämlich die Möglichkeit, dass Quarks, Leptonen und Bosonen aus noch kleineren Konstituenten (Preonen) aufgebaut sein könnten (Don Lincoln: "Das Innenleben der Quarks", SdW Heft 12/2013). Derartige Theorien besitzen einen großen Charme: Sie machen die Supersymmetrie überflüssig und bieten eine Erklärung für die Dunkle Materie und die Massen der Elementarteilchen, indem sie nur einen in der Natur realisierten Ursprung der Masse postulieren (Masse ist Bindungsenergie) und nicht zwei (Bindungsenergie und Higgs-Feld). Das vom LHC beobachtete Higgs-Ereignis wäre im Rahmen von Preonentheorien anders zu interpretieren. Möglicherweise wird die nächste Ausbaustufe des LHC zeigen, ob der letzte Nobelpreis vielleicht voreilig vergeben wurde.
  • Lebenslügen als herzerwärmend deklariert

    26.08.2014, Gertraude Wenz
    Ich habe mich gerade geärgert: Schon wieder werden intellektuelle Höhen als eisig diffamiert und Lebenslügen (sprich Religion) als herzerwärmend deklariert! Die christliche Religion, wenn man sich denn überhaupt mit ihr auskennt, ist alles andere als "herzerwärmend". Wer so argumentiert, hat sich als Unwissender in Sachen Christentum geoutet. Ich bin entsetzt, dass solche logischen Fehlschlüsse anscheinend doch auch Menschen unterlaufen, von denen man ein gewisses intellektuelles Niveau erwartet.
    Antwort der Redaktion:

    Ich vermute ein Missverständnis auf Ihrer Seite. So wie ich den Text der Rezension verstanden habe (ich war der zuständige Redakteur), beschreibt der Rezensent nichts weiter als die schwerlich bestreitbare Tatsache, dass Christen in ihrer Religion "Herzerwärmung" zu finden pflegen. Dazu passen auch die Inhalte, die die offiziellen Vertreter des Christentums heutzutage vorrangig verkünden. Dem steht nicht entgegen, dass in der Bibel schreckliche Geschichten zu finden sind und Christen im Namen ihrer Religion die abscheulichsten Gräueltaten begangen haben. Aber das genau ist nicht Thema des Buches.

    Christoph Pöppe, Redaktion

    Danke, dass Sie sich so engagiert mit meiner Meinung beschäftigt haben. Dass in der Rezension aus welchen Gründen auch immer "intellektuelle Höhen" als "eisig" bezeichnet wurden, empfinde ich nach wie vor als Diffamierung. Dem haben Sie ja auch nicht widersprochen. Vom "Baum der Erkenntnis zu naschen", wie der Rezensent so schön schreibt, ist eine spannende, zum Verständnis und zur Einsicht führende wundervolle Art, der Welt zu begegnen, was soll daran eisig sein? Und ich frage weiterhin, was ist an Religion tröstend und herzerwärmend? Sie meinen, ich hätte den Rezensenten missverstanden, er meine, dass Christen in ihrer Religion Herzerwärmung zu finden pflegen. Vielleicht hat er es so gemeint, mag sein, es klingt aber meines Erachtens so, als wäre die Religion – sprich Lebenslüge – per se herzerwärmend. Und genau das kann ich so nicht stehenlassen, denn das Christentum ist in seiner Substanz eine tief menschenverachtende Religion, beruhend auf einem archaischen Blutopfer, eine Religion, die den Menschen als durch und durch sündig erachtet und die z. B. Anders- oder Ungläubigen ewige Folterqualen in der Hölle androht, auch heute noch. Wer ein bisschen nachdenkt, müsste sich auch wundern über einen anscheinend ziemlich gleichgültigen Gott, der eben nicht beisteht, hilft und eingreift, wenn man ihn braucht. Wie viele Gebete mögen unerhört verhallt sein, mögen Verzweifelte sich im Stich gelassen gefühlt haben, die Geschichte ist voll davon. Wie gedankenlos und nur auf sich fixiert müssen Menschen sein, wenn sie dennoch in der Religion Herzerwärmung zu finden meinen, getreu dem Motto "aber MIR wird er helfen" oder "MIR hat er geholfen". Es ging mir mit dieser Leserzuschrift nicht um das Buch von Andreas Kilian, das ich übrigens auch gelesen habe und hervorragend fand, sondern wirklich nur um die beiden Bemerkungen, die man vielleicht als Randerscheinung sehen mag, die mir aber dennoch so wichtig waren, dass ich sie nicht unwidersprochen stehen lassen wollte.

    Gertraude Wenz

  • Eisschmelze

    25.08.2014, Michael Schmidt
    Jeder kennt den Effekt aus dem Physikunterricht, ein mit Eiswasser gefüllter Topf über dem Bunsenbrenner beleibt temperaturstabil bis das Eis geschmolzen ist.
    Ist die Eisschmelze zu gering um die Temperaturen Global zu beeinflussen. Allein die aktuelleren Modelle [http://de.wikipedia.org/wiki/Folgen_der_globalen_Erwärmung_in_der_Arktis]
    - van den Broeke et al. 2009 - geben dazu Massenverluste in der Arktis durch schmelzendes Eis mit bis zu 240 Gt/a an, mit wachsender Tendenz. Dies würde nur für diesen Schmelzvorgang - bei einem angenommenen Werte für die Schmelzwärme von 34 MJ/t - einen Energieverlust von ca. 8 ExaJ/a ergeben, die zur Erwärmung der Atmosphäre im Prinzip fehlen. Das ist jedoch nur ein Teil der Realität. Hinzu kommen Schmelzverluste weltweit an allen Gletschern im Hochgebirge, sowie netto Schmelzverluste in der Antarktis.
    Wie groß ist hier die Unsicherheit bezogen auf die Eismenge die tatsächlich verschwindet, welche Energiemengen werden hier tatsächlich umgewandelt ?
    Ist die Energiemenge so viel kleiner als die meisten der betrachteten Einflussgrößen, dass sie vernachlässigt werden kann ?
  • Beängstigend

    25.08.2014, Fabian Cundano Maltez
    Mit Blick auf die hunderte Millionen Facebook-Mitglieder und die Milliarden gespeicherten Fotos ist also schon heute eine Schreckensvision real: Mittels versteckter Videokamera (z. B. Google Glass) und Zugriff auf die Facebook-Datenbank kann ein einzelner Mitarbeiter so gut wie jeden Menschen, der ihm auf der Straße entgegenkommt, identifizieren - und sich sofort seinen Lebenslauf, seine Vorlieben und alle seine sozialen Kontakte auflisten. Und das ohne weitere Unterstützung und völlig unbemerkt.

    Eine einzige Überwachungskamera ist ausreichend, um fast jeden Besucher einer Demonstration oder einer Wahlkampfveranstaltung oder eines Geschäftes sofort inklusive Adresse und Freundeskreis zu identifizieren.

    Schlimmer noch: Wie auch im Artikel angesprochen besitzen Google und Facebook allein auf Grund ihrer unglaublichen Datensammlung ein unanfechtbares Monopol auf diese und zukünftige technische Entwicklungen - DeepFace und GoogleBrain sind dabei zudem nur die Entwicklungen, welche freiwillig der Öffentlichkeit preisgegeben wurden!
  • Und nun?

    25.08.2014, Ulrich Heemann
    Was bedeutet es, wenn pro Gramm Sonnencreme 463 Nanomol Wasserstoffperoxid "je nach Bedingungen freigesetzt werden könnten"? Das wären nach meiner überschlägigen Berechnung ca. 1.6E-5 Gramm. Und was gilt jetzt in der freien Natur unter realistischen Bedingungen? Und wie vergleiche ich jetzt ein Gramm Sonnencreme mit vier Kilogramm TiO2? Und was ist die toxische Wirkung der Sonnencremes? Und ist ein solcher Artikel, der offensichtlich nur auf das Wörtchen "Nano" abhebt, es wert, geschrieben zu werden?
    Ich jedenfalls habe etwas höhere Ansprüche an das, was man einen (populär-)wissenschaftlichen Artikel nennt. Ich dachte, dass das bei Ihnen in der Regel auch der Fall ist.
    Antwort der Redaktion:
    Hallo Herr Heemann,

    ich hatte auch so meine Bedenken beim Berichten einer konkreten Zahl, vielleicht hätte ich die Nanomol-Angabe gleich ganz weglassen sollen, ich habe sie nun aus dem Artikel entfernt. Tatsächlich haben die Forscher zwar "unter realistischen Bedingungen gearbeitet (also mit Sonnencreme bestückte Trägermaterialien am Strand exponiert), dabei sind dann 463 Nanomol pro Stunde (!) freigeworden.

    Die Forscher berechnen, wie man dem verlinkten Paper entnehmen kann, auf dieser Grundlage zudem auch noch einen Wert von "Wasserstoffperoxidfreisetzung pro Jahr" durch eine typische Menge von Touristen, die pro Jahr baden und pro Jahr eine typische Menge von Sonnencreme auftragen (zudem unter der Annahme, dass alle auch nanoteilchenhaltigen Sonnenschutz verwenden und die Sonne scheint, wie sie im Mess-Experiment geschienen hat, nehme ich an). Diesen Wert habe ich den Lesern vorenthalten, weil ich ihn ein wenig spekulativ fand. Immerhin verschwindet, wie ja in der Kurznews steht, das reaktive Peroxid aus Reaktivitätsgründen auch recht schnell ;-).

    All das ändert nichts daran, dass die Forscher eine ökologische Bedrohung vermuten, die nach ihrer Einschätzung bislang unterschätzt wird. Darauf zielte die Meldung eigentlich ab.

    Viele Grüße
    Jan Osterkamp,
    Redaktion Spektrum.de
  • Artikel Müll

    24.08.2014, Michael
    Das ist meiner Meinung nach der lächerlichste Artikel den Spektrum jemals veröffentlicht hat. NULL hintergrundinformationen über die Sterbehilfeorganisationen. Reines "Bild" niveau! Mein Abo habe ich zum Glück schon gekündigt!
  • Sprache

    24.08.2014, Christian Mai
    Tötung bedeutet, einem anderen Menschen gegen dessen Willen das Leben zu nehmen. Wenn das stimmt ist das Wort Selbsttötung Unsinn und sollte nicht synonym mit Suizid verwendet werden; sonst findet eine sprachliche Vorverurteilung statt.

    Diese Idee ist nicht von mir. Peter Bieri stellt das Problem in seiner Komplexität in seinem Buch "Eine Art zu leben" ausführlicher dar.
  • Detaillierte Aussagen - schlechte Statistik

    23.08.2014, Peter S.
    Diese Studie klingt interessant und die Ergebnisse entsprechen auch ziemlich genau dem, was man erwarten würde - aber bei näherer Betrachtung der Methodik kommen mir doch starke Zweifel an ihrer Aussagekraft. Wieso untersucht man eine Gruppe mit nur 25.540 Teilnehmern, wenn es doch eine gesamteuropäische Studie (EPIC) mit einer halben Million Teilnehmern gibt? Wieso liest man mehrfach dass die Teilnehmerzahl 25.540 war, aber erst aus der Originalveröffentlichung erfährt man, dass die Zahl der gestorbenen „nur“ 1599 betrug? Diese überschaubare Zahl zerfällt dann noch in 1.040 Männer und 559 Frauen, die man dann jeweils in 240 kombinierte Verhaltensgruppen unterteilte – im Schnitt also 2 bis 4 Gestorbene je Gruppe. Diese gruselig schlechten Einzeldaten werden dann offensichtlich in ein Model hinein gefittet. Davon sollten die Daten auch nicht viel besser werden. Auch ohne genauere Prüfung habe ich den Eindruck, dass die Ergebnisse statistisch völlig ungesichert sind und mehr der Modellbildung entstammen als der Realität.

    PS Der Autor raucht nicht, isst gern rotes Fleisch, trinkt regelmäßig aber in Maßen Rotwein hat ein erfülltes Sexualleben und weiß nun nicht, was er ändern sollte.
  • Tolle Idee!

    22.08.2014, Peter Spang
    Die Auswilderungen gebietsfremder Arten waren gerade in Australien ja auch wirklich ökologische Erfolgsgeschichten, oder?
    Ist eigentlich schon mal irgendein Wissenschaftler auf die Idee gekommen, dass ein Kontinent, der während seiner gesamten Entwicklungsgeschichte, nie eine nennenswerte Megaherbivorenfauna hervorgebracht hat, mit den zitierten 28 Millionen Rindern möglicherweise überfordert ist?
    Der Speiseplan der Aga-Kröten wird in jedem Fall bereichert.
    Wenn dann in Australien südamerikanische Kröten europäische Mistkäfer fressen, nennt man das Ganze wohl Globalisierung.