Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Neues Antibiotikum - neue Symptombefriedung

    11.01.2015, h. krzak
    Der Autor spricht von Fehlentwicklungen anderer Antibiotika. Hier ist absolut nichts anders. Statt die Ursachen - geschwächte Stoffwechsel beim Menschen - zu beseitigen,liefert Teixobactin nur eine neue Waffe auf dem Schlachtfeld der Erreger auf ihrer Suche nach Nährstoffen - menschlich nicht (mehr) abbaubarer Enzymsubstrate.
  • Strategie und Wirklichkeit in der Antibiotikaforschung

    10.01.2015, Peter Altreuther
    Sie haben ja recht, verehrter Herr Fischer, mit Ihrem Untertitel: Die falsche Strategie hat die Erforschung neuer Antibiotika um Jahrzehnte verzögert - wenn es nur die Verzögerung der Forschung wäre. Gründe dafür gibt es genug, und wenn es nur behördliche Vorstellungen über Wirkung und Sicherheit eines Wirkstoffs wären. Eine neuere Publikation (www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4159373) beziffert den Entwicklungsaufwand für ein (schon verfügbares) aktives Molekül auf 1,7 Milliarden Dollar. Auch große Firmen müssen sich das gut überlegen - das neue Produkt wird vermutlich ein Reserveantibiotikum mit - gewollt - minimaler Verfügbarkeit. Trotzdem braucht man nicht aufzuhören mit der Suche: Noch längst sind nicht alle Actinomyces-Stämme untersucht: 1 von 100 macht Streptomycin, 1 von 250 Tetracyclin, 1 von 66000 Vancomycin usw. - für etwas Neues brauchte man rechnerisch 10 Millionen Stämme... Trotzdem, ja, es gibt noch Material aus der Tiefsee und neue Methoden zu Kultivierung von Antibiotika-produzierenden Bakterien - das neue Teixobactin stammt aus solchen Ansätzen. Vielleicht ist es ja kein Zufall...
    Die synthetische Veränderung bekannter Moleküle und mehr Forschung auf dem Gebiet mögliche neuer Angriffspunkte bei den Bakterien hat schon und könnte noch mehr neue Moleküle liefern - aber ohne neue Anreize geht das nicht, nicht nur bei der Industrie, sondern auch bei den Universitäten.
    Freundliche Grüße
  • Wissenschaftlich?

    09.01.2015, Ralph Lindner
    Alles wird in diesem Artikel verlinkt, was aus dem eigenen Hause stammt und einen Bezug zum Thema hat. Nur eines wird nicht verlinkt: Die Quelle der Meldung über die berichtet wird. Und die Anzahl der Probanden natürlich auch nicht. Ist ja schließlich irrelevant, sowas.
    Sind wir hier bei BILD?
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Lindner,

    die Quelle finden Sie unterhalb des Artikels unter "Quellen". Aber ich kopiere Sie Ihnen auch nochmals gerne hier hinein:

    http://www.alcoholjournal.org/article/S0741-8329%2814%2920186-8/abstract

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Passt doch

    08.01.2015, Mathias Völlinger
    "Additives" intensives Infrarot wäre doch grünlich. Vielleicht interpretieren die Retinazellen zwei simultane Photonen als ein doppelenergetisches.
  • Die Energie wird addiert, nicht die Wellenlänge

    08.01.2015, Peter Kosek
    "Die Energie eines Photons hängt allein von seiner Frequenz ab. Wirkte sich diese Energie in unseren Retinazellen additiv aus, müsste intensives rotes Licht uns blau erscheinen."
    Diese Annahme geht an einfachen physikalischen Gesetzen vorbei. Es addieren sich nicht die Frequenzen der Wellenlängen, sondern die Energien.
    Also E = h x f (Energie = Plancksches Wirkungsquantum x Frequenz des Photons)
    Das Ganze mal 2 bei gleicher Frequenz = 2xE = 2x h x f sofern beide Photonen mit identischer Frequenz an der gleichen Stelle der Retina auftreffen.
    Würden sich die Frequenzen der Photonen addieren, sähen wir bei der Empfindlichkeit unserer Retina im Bereich von 380 bis 780 Nanometer Wellenlänge tagsüber überhaupt nichts, weil sich damit elektromagnetische Wellen außerhalb unseres sichtbaren Bereichs ergäben. Selbstverständlich addieren sich die Energien zweier Photonen, nicht jedoch deren Wellenlängen beziehungsweise Frequenzen.
  • Alarmismus beenden

    08.01.2015, Dr. J. Götz
    Die in der Überschrift gestellte Frage ist mit einem Satz zu beantworten: Die Radioaktivität ist messtechnisch nachweisbar, aber im Hinblick auf den Strahlenschutz vernachlässigbar gering.
  • Gammastrahlenbursts betreffen doch nur eine hemisphäre !

    08.01.2015, Norbert Nickles
    Da Gammastrahlenblitze lediglich eine Hemisphäre eines Planeten betreffen kann man wohl nicht davon ausgehen dass das Leben auf so einem Planeten auf "Neustart" springt. Selbst wenn die Ozonschicht zerstört würde, so würde die Ozonschicht auf der anderen Planetenseite erhalten bleiben und sich auf 50% des Ursprungswertes einstellen. Und wenn man einen Norweger nimmt der 4 Monate im Jahr im Dunkeln lebst, so würde den ein Gammastrahlenblitz im November und eine verminderte Ozonschicht erstmal überhaupt nicht tangieren.. und die Ozonschicht erholt sich ja auch wieder.... also selbst wenn 99% aller Individuen einer potentiell intelligenten Spezies sterben würden, wären aus dem 1% schnell wieder 100% geworden....
  • hellrot ist nur dunkelblau

    07.01.2015, york karsunke
    das dürfte die erste wissenschafts-ente des jahres 2015 sein. die energie eines photons hängt allein von seiner frequenz ab. wirkte sich diese energie in unseren retinazellen additiv aus, müsste intensives rotes licht uns blau erscheinen. das klingt ziemlich absurd. aber vielleicht seh ich das auch falsch, wegen der starken rosa handy-strahlung hier...
    Antwort der Redaktion:

    Lieber Herr Karsunke,
    der von den Forschern ermittelte Prozess tritt nur bei bestimmten schwachen Wellenlängen - und da auch nicht immer - auf. Allerdings ist er sehr wohl messbar und seine Auswirkungen sind, wie die Wahrnehmungsexperimente zeigen, vom Menschen wahrnehmbar.
    Mit freundlichen Grüßen, jd / Redaktion

  • Kirche und Staat

    07.01.2015, Wolfram Obermanns
    Ich vermisse den Blick auf die Rolle als Instrument zur Legitimation adliger Herrschaft. Schließlich war es eine Aufgabe der Kirche, die bestehenden Verhältnisse als Abbild göttlicher Ordnung zu propagieren.
    Kirchengeschichte ist ohne ihre staatstragende Rolle eigentlich nicht zu verstehen.
  • Variante des Spiels

    07.01.2015, Mattias Fricker
    Es gibt ein simples Brettspiel namens
    Quarto! (siehe den Wikipedia-Eintrag zum Spiel). Dessen Logik ist ähnlich zu der von Set!, jedoch mit anderen Zielen.
  • Die Endlichkeit unseres Universums.

    07.01.2015, yoatmon
    @ josef martin: "Die Kunst ist unendlich , nicht in der Zeit , aber in der Anzahl ihrer Moeglichkeiten.

    Einstein hatte mit seiner Vorahnung „die Dummheit der Menschheit ist unendlich - über das Universum bin ich mir nicht so ganz sicher“ fast Recht.

    Das Universum ist endlich und nicht unendlich; mit der Dummheit hatte er absolut Recht. Ist das Universum endlich, so gilt daß, auch für alles in ihm entstandene.

    Nach gängiger Theorie, entstand das Universum aus einer Singularität mit dem Urknall. Über die Größe dieser Singularität scheiden sich die Geister. Manche meinen sie hätte die Größe eines Stecknadelkopfes oder einer Erbse gehabt, andere denken sie war so groß wie eine Walnuss, einige glauben sie war mindestens so groß wie unsere Erde und manche meinen sie war so groß wie unser Sonnensystem oder gar noch größer.

    Diese Singularität war umgeben von nichts. Dieses „Nichts“ war und ist grenzenlos und wird für alle Ewigkeit so bleiben. Erst mit dem Urknall entstand unser Universum und mit ihm Raum und Zeit und alle anderen Attribute die wir kennen und noch nicht kennen.

    Zu diesen Attributen gehören auch die uns bekannten vier universalen Kräfte:
    - die schwache Wechselwirkung (Fusion)
    - die starke Wechselwirkung (Kernspaltung)
    - der Elektromagnetismus (Magnet oder Elektromagnet)
    - die Schwerkraft (Erdanziehung)
    Diese vier Attribute, bzw. deren Wechselwirkungen, stellen räumliche Grenzen dar, die gemeinsam mit dem Universum entstanden sind. Sie sind nicht alle sichtbar für uns aber ihre Auswirkungen sind mess- und feststellbar.

    Um sich die Endlichkeit unseres Universums vorzustellen ist es völlig egal ob jene Singularität die Größe eines Stecknadelkopfes, einer Erbse oder bis zur Größe unserer Galaxie hatte. Irgendeine Größe die zwischen diesen Annahmen liegt und noch darüber hinaus oder darunter, ist vorstell- und wahrnehmbar und somit auch endlich. Bei Betrachtungen der schwarzen Löcher im Zentrum der Galaxien (auch unserer Milchstraße) war diese Singularität bestimmt erheblich größer als unsere Erde. Obwohl das Universum stetig expandiert und die Expansionsgeschwindigkeit angeblich stetig wächst, muss das Universum - egal wie groß es ist – immer noch endlich sein. Das in das unendliche Nichts hinein expandierende Universum ist endlich. Das es umgebende Nichts hingegen ist unendlich. Egal welches Ausmaß das Universum einmal annehmen mag, es wird immer endlich bleiben, umgeben von der Unendlichkeit, dem unendlichen Nichts ohne Anfang und ohne Ende ganz anders als unser Universum. (* Anmerkung)

    Wie alt sind die Informationen über das Wachstum des Universums, die wir aus der Ferne erhalten? Wie viele Milliarden von Lichtjahren? Vielleicht expandiert das Universum gar nicht mehr! Vielleicht ist es bereits zum Stillstand gekommen? Möglicherweise kontraktiert es sogar und wir können es noch gar nicht wahrnehmen. Nur weil es nach den uns zugänglichen Informationen vor grauen Vorzeiten so war, heißt nicht, daß es immer noch so ist. Unsere Wahrnehmungen sind - auf die Zeitachse bezogen - verfälscht und getrübt. Wenn die Galaxien, von ihrer Ursprünglichkeit aus betrachtet, eine Beschleunigung - und eine Beschleunigungsrichtung erfahren haben und die Beschleunigung stetig wächst, wieso können dann Galaxien überhaupt kollidieren?????

    Das einzige Attribut welches das Nichts besitzt ist die Unendlichkeit; in dem Nichts existiert weder Raum noch Zeit.
    Unser Universum, hatte allem Anschein nach einen Anfang und wird auch ein Ende haben. Sterne werden geboren und sterben; auch sie sind vergänglich obwohl sie - gemessen an einer menschlichen Lebensspanne - sehr, sehr alt werden können. Ist einmal der gesamte Gasvorrat in unserem Universum aufgebraucht, wird es keine Sternengeburt mehr geben sondern nur noch Sternentod. Wenn dann der letzte Stern gestorben ist wird nur noch Dunkelheit in unserem Universum herrschen. So lässt sich daraus schließen, dass unser Universum dimensions- und zeitlich endlich ist.
    * Das unser Universum umgebene Nichts ist grenzenlos und unendlich. Unser Universum U ist nicht = des es umgebenden Nichts (0). U ist ungleich 0. 0 = unendlich. Ergo, ist U endlich da es ungleich 0 ist.
  • Negative Werte

    07.01.2015, Dr. Walter Fritz Müller
    Die Collatz-Folge ist viel interessanter, wenn man sie mit negativen
    Werten startet. Dann gibt es mehrere periodische Folgen, in die sie
    mündet.
  • Verwachsung am Oberschenkelknochen

    05.01.2015, Ingo Buchsteiner, Heubach
    Auf Seite 62/63 ist das Foto einer Frauenleiche (Jüllinge-Grab) zu sehen. Wenn ich das richtig erkennen kann, sieht man zirka 10 Zentimeter proximal des rechten Kniegelenks eine Verwachsung am Oberschenkelknochen. Handelt sich es hier um eine schlecht verheilte Fraktur, Osteomyelitis oder ein Sarkom? Gibt es hierzu nähere Informationen? Im Internet habe ich nichts dazu gefunden.

    Antwort der Redaktion:
    Danke für Ihre Zuschrift. Die Autorin hat sich auf der Homepage des Nationalmuseums umgesehen. Demnach handelt es sich bei der von Ihnen bemerkten Verwachsung um einen gutartigen Tumor. Mit der Todesursache hat er nichts zu tun. Diese ist bislang ungeklärt.
  • Ist dieser Ansatz physikalisch überhaupt relevant?

    05.01.2015, Pavel Kroupa (Bonn), David Merritt (Rochester), Gerhard Hensler (Wien), Marcel Pawlowski (Cleveland), Sascha Trippe (Seoul), Jörg Dabringhausen (Concepcion), Fabian Lüghausen (Bonn)
    Die Illustris-Simulation wird in diesem Artikel als die bisher größte dieser Art dargestellt und beinhaltet physikalische Prozesse der Gasphysik und der Sternentstehung. Sie wird als Durchbruch in diesem Forschungsgebiet betrachtet. Aber der Artikel erwähnt nicht, dass es sich lediglich um ein verfeinertes numerisches Verfahren gegenüber etlichen vergleichbaren Simulationen handelt, dass sie aber keine neuen Ansätze in der Detailphysik enthält und dass deshalb (auch weiterhin) eine Vielzahl von wichtigen Resultaten des Modells im Widerspruch zu den beobachteten Galaxien steht.

    Einige dieser Widersprüche sind so gravierend, dass die physikalische Relevanz dieses gesamten Ansatzes angezweifelt werden muss. Dunkle Materie ist eine grundlegende Komponente des kosmologischen Standardmodells. Aber keine einzige Simulation zur Galaxienentstehung und -entwicklung, welche jemals im Rahmen solcher Modelle berechnet wurde, inklusive dieser hier, hat die beobachtete, extrem enge Abstimmung zwischen der Verteilung der dunklen Materie und der sichtbaren Materie reproduzieren können. Und das, obwohl freie Parameter zur künstlichen Vermeidung dieser Unstimmigkeit in diesen Simulationen auf inkonsistente und unphysikalische Weise manipuliert werden.

    Zusammen mit der bislang erfolglosen Suche durch Experimentalphysiker nach den Dunkle-Materie-Teilchen führt diese Tatsache dazu, dass eine immer größer werdende Schar von Astrophysikern nach Alternativen zum Dunkle-Materie-Modell sucht. Der Artikel gibt die Aussage nur verkürzt wieder, dass "auch die Verteilung der Zwerggalaxien nun stimmt". Der Originalforschungsartikel erwähnt nur ihre Verteilung in Galaxienhaufen und gesteht ein, dass die Bildung von Zwerggalaxien nicht konsistent reproduziert wird, verschweigt aber andererseits, dass viele Forschungsgruppen immer wieder festgestellt haben, dass die beobachtete scheibenartige Verteilung von Satellitengalaxien um große Galaxien der errechneten, eher runden Verteilung komplett widerspricht. Zudem verschweigt der Artikel, dass auch der Originalforschungsartikel diese Inkonsistenzen erkennt, aber ihre Lösung auf zukünftige Verbesserungen der Gasphysik verschiebt.
  • Vorsicht Falle!

    03.01.2015, Konrad Hinsen
    Sie sind leider in dieselbe Falle getappt wie viele andere Journalisten, die über diese Studie berichtet haben. Die Studie sagt nichts über "2/3 aller Krebsfälle" aus, sondern über "2/3 der Variationen zwischen verschiedenen Krebstypen". Daraus kann man zwar schließen, dass Zufall ein wichtiger Faktor sein muss (denn sonst wäre die beobachtete Korrelation unwahrscheinlich), aber man kann nichts über einzelne Fälle oder auch nur deren Anzahl aussagen.
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