Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Energieentzug durch Windkraft?

    24.02.2012, Dr. Wolfgang Lehmann
    Regentropfen entziehen der Atmosphäre Energie, interessant. Auch Windkraftanlagen entziehen der Atmosphäre Energie - wo sollte sie sonst herkommen? Und beides hat, wie wir für ersteres im Artikel lesen konnten, mit dem Klimawandel zu tun. Nun ist bekannt, dass der Energiebedarf der Menschheit rein rechnerisch aus Windkraft gedeckt werden könnte, man müßte nur genügend Windräder bauen und betreiben. Da fragt sich der Interessierte: Wird denn so via Wind der Atmosphäre nicht zuviel Energie entzogen, mit entsprechenden unangenehmen Nebenwirkungen? Es könnte ausgehen, wie schon geschehen: Wenn der Mensch in die Natur eingreift, richtet er Chaos an.
  • Wechselwirkung des Biosystems

    24.02.2012, Peter Kainhofer
    Die Diskussion über die globale Erwärmung bezieht sich hauptsächlich auf die Mittelwerte und selten auf die Temperaturschwankungen (dynamisches Verhalten der Energieverteilung). Die Zusammenhänge mit unserem Biosystem werden kaum diskutiert. Das exponentielle Schmelzen des Polareises und der Festlandgletscher hat eine weitaus größere Auswirkung auf die Energieverteilung und unser gesamtes Biosystem als man bisher angenommen hat.
    Es wäre wünschenswert, die neuesten Forschungsergebnisse aus der Klimaforschung mit denen der Forschung aus der Biologie zusammenzulegen, um die Wechselwirkungen genauer zu analysieren.
    Vor allem sollten die Medien mehr Verantwortung übernehmen, und die von der Wirtschaft gesteuerten Falschinformationen kritisch hinterfragen.
  • Verwirrende Zahlen von G. Samulat

    24.02.2012, Dr. Michael Rückert
    Enercon schreibt auf seiner Website, dass die 7,5Mw-Anlage im Jahr 14 Millionen kWh erzeugen soll. Diese 14.000 MWh geteilt durch die Nennleistung ergeben zirka 1900 Nennleistungsstunden. 14 Mio kWh geteilt durch 4500 kWh (Energieverbrauch eines Haushalts) ergibt zirka 3000 Haushalte - und nicht wie der Autor schreibt zirka 15.000. Ich finde es enttäuschend, dass eine Wissenschaftszeitschrift diese im Bereich regenerativen Energietechniken oft anzutreffenden unzulässigen Berechnungen akzeptiert. Ich bin k e i n Gegner der regenerativen Energietechniken, finde es aber schade, wenn Entscheidungsträgern auf der Basis falscher Berechnungen Entscheidungen treffen.
    Hier ist das eräwhnte Link zu Enercon:
    http://www.enercon.de/de-de/1207.htm
    Antwort der Redaktion:
    Bitte beachten Sie die Stellungnahmen des Autors: Kommentare 12, 18 und 19!
  • Ist das Heartland Institut nun seriös oder ein gesponserter Lobbyisten Verein?

    24.02.2012, Ralph Dihlmann
    In der Huffington Post, 20. Februar schreibt Gleick:

    ' I can explicitly confirm, as can the Heartland Institute, that the documents they emailed to me are identical to the documents that have been made public. I made no changes or alterations of any kind to any of the Heartland Institute documents or to the original anonymous communication. '

    http://www.huffingtonpost.com/peter-h-gleick/-the-origin-of-the-heartl_b_1289669.html

    Ich habe nun folgende Fragen:

    A. Warum sollte das Heartland Intitute Herrn Gleick gefälschte Dokumente schicken?
    B. Hat Gleick die Dokumente sie selber gefälscht und lügt?
    C. Oder sind die Dokumente doch nicht gefälscht, und es handelt sich um eine Schutzbehauptung des Heartland Instituts?

    Gleicks unlauterer Vorgehensweise hat zu Recht zu seinem Rücktritt geführt. Aber solange diese Fragen nicht geklärt sind kann man sich wohl schwerlich eine Meinung bezügliche des Heartland Instituts bilden.
    Will es seriös arbeiten, oder ist es ein reiner Lobbyisten Verein?



  • Sehr interessant...

    24.02.2012, Ygg
    Danke schön für diesen Beitrag.
  • Nachhilfe in Physik

    24.02.2012, Rainer Grablowitz
    Zum Leserbrief unter der Ünerschrift: "Verwirrende Zahlen", kann ich Herrn Maltes aus Erfurt nur Recht geben.
    Der Autor, obwohl Physiker, präsentiert Zahlen, die nicht nur verwirrend, sondern auch falsch sind.
    In seiner Berechnung der Anzahl der möglichen zu versorgenden Haushalte unterstellt er, dass sein Windrad mit einer Leistung von 7,5 MW die volle Leistung uber 24 Stunden und 365 Tage erbringt, dies halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Ferner frage ich mich, wie es physikalisch moglich ist, 514 Watt zu verbrauchen. Einem Physiker sollte der Unterschied zwischen Energie und Leistung bekannt sein.

    Antwort der Redaktion:
    Bitte beachten Sie die Stellungnahmen des Autors: Kommentare 12, 18 und 19!
  • Befangenheit

    24.02.2012, jansalterego
    Hm, wenn das nächste mal jemand aus dem Saal eine hohe Strafe fordert, probiere ich es mit einem Antrag auf Ablehnung wegen Besorgnis der Befangenheit und lege die o.g. Studie bei.

    Und da sag noch einer, Wissenschaft hätte keinen praktischen Nutzen...

    Aber das Strafmaß, das der Verteidiger im Plädoyer fordert (wenn überhaupt), überlegt er sich doch idR, bevor er den Antrag der Staatsanwaltschaft kennt. Insofern kann der Antrag der Staatsanwaltschaft ja nur dann Ankerwirkung entfalten, wenn man den eigenen Antrag spontan anpasst, was zumindest mir noch nicht untergekommen ist.
  • Ist auch besser so.

    24.02.2012, Luftwaffle
    Stellt euch nur mal vor, wir würden ständig Scherzanrufe aus der Zukunft bekommen. Das wäre höchst irritierend.^^
  • Dystopie

    24.02.2012, renbo
    Der Film "Gattaca" lässt schön grüssen...
    Natürliche Evolution? Nicht, wenn Mensch da seine Fingerchen mit in Spiel bekommen kann, besonders, wenn es Geld zu verdienen gibt. :(
  • Die Zeitmessung galt früh als kritisch

    23.02.2012, Carsten Hucho
    Unkritische Kommentare wie von dem unsäglichen 'pop''Physikanten' Michiu Kaku bei bigthink haben es überdeckt, aber die Offenheit, mit der CERN um Fehlersuche in den Originaldaten bat, war sehr gute Wissenschaft.
    Siehe auch hier http://www.smarts-club.com/2011/10/relativity-remains-relatively.html
  • Sixty Symbols

    23.02.2012, omnibus56
    Bei Sixty Symbols hatte ich einen gewichtigeren Einwand gegen die überlichtschnellen Neutrinos gehört, als sich auf Einsteins (bisher glänzend bestätigte) Relativitätstheorie zurückzuziehen.

    Alle Theorien sind bekanntlich in dem Sinne nur "vorläufig", als dass die Abwesenheit eines sie widerlegenden Experiments nicht beweisbar ist. Das Neutrinoexperiment hätte also durchaus dieses widerlegende Experiment sein können.

    Aber bei Sixty Symbols machte sie darauf aufmerksam, dass man bei der Supernova SN1987A die Neutrinos genau zu der Zeit gemessen hatte, die mit "fast" aber unter-lichtschnellen Neutrinos verträglich war. Wären Neutrinos so schnell wie die CERN-Forscher meinten gemessen zu haben, hätten die Neutrinos 3 Jahre früher hier sein müssen.

    Diesen Widerspruch fand ich "schlagend".
  • Albert

    23.02.2012, ford prefect
    Einstein - CERN 1:0
  • Verzweiflungstat?

    23.02.2012, Jörg Ewers
    Natürlich ist dieses Handeln, also das Erschleichen von Daten, für einen seriösen Wissenschaftler unwürdig. Als Forscher ist man der rationalen Sachlichkeit verpflichtet. (Inwiefern Erschleichen von Daten und gezieltes eindringen in geschütze Systeme und Aneignung von Daten gleichzusetzen sind, sei dahin gestellt.)

    Und so falsch dieses Verhalten ist, bin ich trotzdem in der Lage, diese Handlungen rein menschlich nachzuvollziehen.
    "Jahrelang hatte er sich zusammen mit vielen Kollegen gegen Unwahrheiten, Unterstellungen und Lügen von Seiten bestimmter Klimaskeptiker gewehrt, deren Tun etwa im Falle von "Climategate" ebenfalls die Grenze der Legalität überschritten hatten."

    Wer sich jahrelang auf so einer unsachlichen, deshalb von den Beteiligten oft auch als unfair und persönlich verletzend empfundenen Ebene über Klimaforschung streiten muss, dem unterstelle ich, früher oder später in Versuchung zu sein, mit gleichen Mitteln heimzuzahlen.

    Man darf nicht vergessen, das die Akzeptanz von Wissenschaft davon lebt seriös und sachlich zu sein. Vielleicht sollte man sich überlegen wie man den Forschern, die in diesem Kreuzfeuer steht, besser den Rücken stärken kann, damit sie sich in Zukunft nicht zu solchen Dummheiten hinreißen lassen.
  • Wissenschaftsfeindliches KLIMA

    23.02.2012, Axel Siegler
    tja, nicht nur die "Wissenschaft verschwand hinter wilden Vorwürfen und politischer Propaganda" - und zwar doch wohl in erster Linie von Seiten der "Klimafanatiker"-, sondern leider auch dieser Beitrag. Denn in seiner 3fachen Schimpf- und Schande-Kanonade, mit der der Autor das Heartland Institute als "konservative"n (ergo: 1. pfui) Thinktank vorstellt, der sich "offiziell" (kann man's glauben - inoffiziell wäre wohl weitaus angenehmer) und (auch noch) "offensiv" (tststs) für "freie Märkte" (2. pfui) und "gegen staatliche Einmischung jeglicher Art" (3. pfui) einsetzt, diskreditiert er mit dem tendenziösen Kontext seiner Begrifflichkeiten ausdrücklich dieses Institut und sein Anliegen, die bürgerlichen Freiheiten gegen die allmächtige Zwangsinstanz des Staates zu verteidigen, und stellt damit von vornherein klar, wessen (zwanghaften) Geistes Kind er ist! Daher erspare ich es mir, die weiteren zweifelhaften Einlassungen zu kommentieren, die z.B. Lobbyismus natürlich nur wieder in einer, nämlich der opportunen, feindbild-adäquaten Richtung verorten, ohne sich vielleicht einmal die Frage zu stellen, wieviele (Förder-)Gelder denn auf dem Spiel stünden, wenn sich ein bisher linientreuer Klimatologe einmal etwas despektierlich von der herrschenden (um nicht zu sagen: herrischen) Meinung löst - wahrscheinlich mehr als "11 600 Dollar".
    Da ich mich -im offenkundigen Gegensatz zum Kommentator- als Kind der Aufklärung begreife -und oftmals leider auch als einer seiner letzten Gralshüter- weiß ich auch, dass Unvoreingenommenheit und daher Skepsis konstitutive Merkmale wahrhaftiger Wissenschaft sind - und oute mich daher an dieser Stelle auch gern als "Klimaskeptiker"! Dass dieser Begriff nicht als Ehrenbegriff rangiert, sondern zumeist abfällig & diskriminierend missbraucht wird, zeigt schon allein den wissenschaftsfeindlichen Zeitgeist heutzutage. Ich bin also skeptisch - aber eben nicht fanatisch wie all jene Klima-Apokalyptiker, die gemäß ihrer misantrophischen Gesinnung alles Schlechte nur und immer wieder beim Menschen orten mit dem letztendlichen Ideal einer menschenfreien Welt: als Mitglied dieser Spezies fühle ich mich durch diesen omnipräsenten Menschenhass persönlich betroffen!
    Wenn es also darum geht, dieser ökofaschistoiden Gesinnungsmeute Glauben zu schenken, bin ich von vornherein vorsichtig - aber vielleicht kann ja Spektrum einige offene Fragen klären, die da z.B. wären
    a) ist der Eisbär, das Maskottchen der Klimafanatiker, wirklich vom Aussterben bedroht, nehmen also die Populationen wirklich ab - oder bleiben sie eher konstant bzw. nehmen Subpopulationen nicht eher zu? Ist Kannibalismus unter den Bären nicht eher ein Zeichen von Über- statt von Unterpopulation? Wenn in der Vergangenheit Ackerbau im zu großen Teilen eisfreien Grönland betrieben wurde, haben dann Eisbären nicht schon unbeschadet viel längere und in ihren Ausmaßen ungleich eisfreiere Wärmeperioden überstanden als die jetzige und sprechen damit den allseitigen Untergangsszenarien blanken Hohn? Wenn also hier schon gelogen wird, steht für mich auch gleich die restliche Klimahypertrophie unter Quarantäne.
    b) wenn die Kältephase in den 1960er, ~70er Jahren dem vermehrten Ausstoß durch Aerosole zuschulden ist (und ihrer Reflexion des Sonnenlichts), der dann infolge der zunehmenden Abluftfilterung in den Industriestaaten wieder nachließ: wäre es dann nicht bedeutend billiger, die Filter wieder abzuschrauben, die Konsequenzen erhöhten Aerosolsausstoßes also deutlich geringere als die des "Klimawandels" ... wenn nicht der Aerosol-Ausstoß durch das Wachstum in den Schwellenländern ohnehin wieder zunehmen wird?
    c) neben "menschengemachten" Aerosolen gibt es ja auch natürliche -in Augen der Ökogemeinde also: gute- Aerosole, die z.B. durch kosmische Strahlen erzeugt werden und zu vermehrter Wolkenbildung und damit Reflexion des Sonnenlichts führen. Die diesbezügliche These des Dänen Henrik Svensmark ist erst kürzlich von Stefan Rahmstorf in seinem Beitrag in ihrem Magazin angegriffen worden mit dem Verweis auf die seit Jahrzehnten nicht gestiegene kosmische Strahlung. Da ich Herrn Rahmstorf wie allen exponierten Klimatologen klassischen Interessenkonflikt unterstelle (siehe oben), würde mich z.B. interessieren, ob seine Datenbasis von unabhängiger Stelle bestätigt werden kann.
  • Nachtrag zur Theodizee

    23.02.2012, Andreas Pietschmann
    Die Frage der Theodizee ist meiner Meinung nach eine Frage die eigentlich falsch gestellt wird:
    Wenn wir davon ausgehen, dass Gott eine Wesenheit mit mehr Fähigkeiten ist als der Mensch, ist es nicht statthaft, wenn wir für Gott aus unserer beschränkten Wahrnehmungs- und Vorstellungswelt Attribute festlegen, die er dann nach unserer Definition zu erfüllen hat. Wenn wir dann mit den von uns für Gott gewählten Attributen angesichts des Negativen in der erlebten Welt in Widerspruch kommen, beweisen wir nicht, dass Gott nicht existiert, sondern, dass wir nicht die ausreichenden Möglichkeiten haben, ihn adäquat zu beschreiben, etwa so wie jemand der in einer zweidimensionalen Ebene lebt, kein ausreichendes Verständnis für ein dreidimensionales Gebilde haben kann. Die Folge ist meiner Meinung nach, dass es weder einen Gottesbeweis oder eine Gotteswiderlegung geben kann.
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