Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Ein gutes Interview!

    13.02.2014, Thomas Potuschak
    Ich denke noch mit Schauern an das unsägliche Hilbeck Interview in der Februar-Ausgabe 2013 zurück.
  • 4. Seralinis Arbeitsweise bringt keine Erkenntnisse

    13.02.2014, Dr. Christel Happach-Kasan
    13. 02. 2014
    Dank an Prof. Reski, dass er mit seinem Rücktritt auch die Verantwortung einer Zeitschrift für die Qualität der von ihr publizierten Arbeiten deutlich gemacht hat. Die Kritik an Seralini wird nicht an seinen Geldgebern festgemacht, sondern an seiner Vorgehensweise. Seralini hat ein Zufallsergebnis (Unstatistik des Monats der Uni Darmstadt) interpretiert als Beleg für die Schädlichkeit einer Maissorte und eine völlig unbegründete Angstkampagne angestachelt.
  • Falsch

    13.02.2014, Leon Loeser
    @Cassandra
    Man benötigt für Fusion nur wenige gramm PRO JAHR, Tritium gibt es auf der Erde überhaupt nicht, sondern wird durch Neutronenbeschuss hergestellt und Deuterium gibt es genug. der schwach radioaktive Müll hat eine sehr niedrige HWZ, sodass man ihn im Wechsel mit anderen Reaktorersatzteilen verwenden kann (Wände durchwechseln). Fazit: Es gibt mehr als genug Rohstoffe.
  • Der Eine so, der Andere so...

    13.02.2014, Bernd Meyer
    es stellt sich die Frage, wie unpolitisch das Agieren des Interviewten ist, war er es doch, der von BASF 30 Millionen Mark erhielt, um im großen Maßstab die genetische Manipulierbarkeit von Nutzpflanzen zur Ertragssteigerung zu erforschen. Geht es hier wirklich um wissenschaftliche Ethik, ich bin da doch eher am zweifeln.
  • Künftige Unkrautbekämpfung - wie?

    13.02.2014, Paul R. Woods
    Unkraut ist eine Pflanze zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Beim Mais ist durch die Ernte als Gesamtpflanze, wie für Silage, ein Aussähen eher unwahrscheinlich. Aber einzelne Körner könnten doch verlorengehen. Und wie bekämpft man dann solche Pflanzen zwischen Zuckerrüben oder Kartoffeln? Oder im Getreide? Einzeln, von Hand? Das ist doch wohl ziemlich zeitraubend.
  • Danke

    13.02.2014, Daniel Helmer
    So wichtig und richtig ich die ehtische Diskussion über Genmanipulation finde, so falsch finde ich den unwissenschaftlichen und unseriösen Datenmissbrauch, um in einem Zeitalter der Skandalisierung eine Schlagzeile zu produzieren. Egal von welcher "Seite", solch ein Vorgehen erweist letztendlich der objektiven Beurteilung einen Bärendienst.
  • Fusion

    13.02.2014, cassandra
    laut ZEIT
    (www.zeit.de/wissen/2014-02/kernfusion-energie-erfolg-usa )

    " .. Nach Ansicht vieler Physiker wäre die kontrollierte Kernfusion die ideale Art der Energiegewinnung, denn es gibt genug Rohstoffe dafür, es fallen langfristig keine radioaktiven Abfälle an, .."

    genug Rohstoffe? Tritium gibt es sehr wenig (1 Kilogramm?) und auf der Erde funktioniert nur eine D-T Fusion. Tritium wird aus Lithium hergestellt- die Ressourcen sind begrenzt und es (Li) reagiert mit Wasser ähnlich wie Natrium.

    Außerdem bleiben bei der Herstellung von Tritium aus Lithium Neutronen übrig- also es gibt zumindest schwach radioaktiven Müll.

    Als ich (vor gefühlten 100 Jahren) studiert habe, hieß es, in 10 Jahren ist er einsatzbereit (Der Fusionsreaktor) ich glaube die Fusionskonstante, wie Julian sie nennt :-) ist stark am Anwachsen.
  • Fusionskonstante

    13.02.2014, Julian
    Früher gab es den Witz mit der Fusionskonstante. Die besagt, dass wir in 20 Jahren Fusionsenergie haben werden und das schon seit den 1950ern. Konstant. Klingt irgendwie, als habe sich daran nichts geändert...
  • Danke für die Aufklärung!

    12.02.2014, Dr. Michael Blume
    Dem Interviewpartner und spektrum sei Dank, dass es zu diesem Vorgang nun ein paar Hintergrundinformationen gibt. Zumindest für jene Menschen, die sich ein Bild machen wollen...
  • Kleiner Korrekturhinweis ...

    12.02.2014, Frank
    ... zum Satz "Ein weiteres artfremdes Gen in der Sorte macht sie unempfindlich gegenüber bestimmten Pestiziden" - korrekt wäre "gegenüber bestimmten Herbiziden". (Falls ich mich nicht täusche ;-) )
    Antwort der Redaktion:
    danke - Pestizide ist der Oberbegriff, unter den auch Herbizide fallen. Wegen der genaueren Spezifizierung habe ich den Begriff aber ausgetauscht.
  • n Aufstiege (ud) in der Collatz-Folge

    11.02.2014, Ralph Heinrichs
    Der Startwert 2n – 1 (n>0) der modifizierten Collatz-Folge (U(n)=n/2 für n gerade, (3n+1)/2 für n ungerade) startet mit n Aufstiegen .

    Beweis durch vollständige Induktion:

    Behauptung: der m-te Folgewert (0≤mn, n>0) hat die Form (3m)(2nm) – 1.
    Für m<n ist dies ein ungerader Wert, da ein Faktor des Produktes gerade ist (2nm),
    für m=n ist dies ein gerader Wert.


    Verankerung: Für m=0 ist dies (30)(2n – 0) – 1 = 2n – 1. Dies ist der Startwert, und er ist ungerade (für n>0).

    Schluss von m auf m+1: Der (m+1)-te Wert ist:
    (3((3m)(2nm) – 1) +1)/2
    = ((3m+1)(2nm) – 3 + 1)/2
    = (3m+1)(2nm)/2 – 2/2
    = (3m+1)(2nm – 1) – 1
    = (3m+1)(2n – (m+1)) – 1
    qed
    Das m-te Glied ist ungerade (für m<n), da der Faktor (2nm) des Produktes gerade ist, und ist damit ein Aufstieg.
    Wenn ich jetzt n zwar endlich, aber über alle Maßen steigen lasse, dann wird es diese Anzahl Aufstiege geben, insbesondere fällt er nach diesen n Aufstiegen nicht unter seinen Startwert.
    Wenn ich n>2739 mache, dann habe ich Folgen, die nach mehr als 2739 Folgegliedern im „Loch“ (1) landen.
  • Kein "Global Warming" seit 15 Jahren

    11.02.2014, Wolfgang Monninger
    Der Artikel erwähnt mit keinem Wort, dass seit ca 15 Jahren die „globale Erwärmung“ stagniert und dass dieser Umstand mittlerweile auch von renommierten Klimatologen ernsthaft diskutiert wird. Für die Autoren ist das offenbar kein Anlass, ihre eigenen Hervorbringungen kritisch zu hinterfragen, für die Leser des SdW ist es sehr wohl ein Problem, denn es wirft ein Licht auf die Glaubwürdigkeit der Zeitschrift selbst.
    Es fällt nämlich auch dem biedersten Mainstream-Leser auf, dass SdW bisher noch kein einziges Mal die Skeptiker des Global-Warming-Dogmas zu Wort hat kommen lassen, obwohl es längst reichlich Anlass dazu gegeben hätte.
    Aus dieser Einseitigkeit erwächst nichts Gutes. Zwar scheint bisher das Ansehen der Naturwissenschaften immer noch recht gefestigt, aber es ist gefährdet durch das intransigente und politisch einseitige Verhalten von politisch fokussierten Gruppen wie dem IPCC und dem PIK, die unter dem Vorwand der Wissenschaftlichkeit ganz andere Ziele verfolgen.
    Analog verhält es sich mit anderen Themen (Kernkraftwerke, Endlagerung radioaktiver Abfälle u. ä.). Für mich, einen jahrelangen Leser von SdW, wird diese Einseitigkeit allmählich unerträglich. Ist das SdW eigentlich ein Agitprop-Organ der Political Correctness?

    Antwort der Redaktion:

    In der Grafik auf S. 82 links im Artikel ist die von Wolfgang Monninger angesprochene Stagnation deutlich zu sehen – wenn man gezielt hinschaut. Aber sie fällt nicht auf; vielmehr ordnet sie sich in das Gesamtbild der letzten 130 Jahre ein als eine von zahlreichen "Erwärmungspausen", und bei weitem nicht als die bedeutendste. Bei dieser Sachlage sehe ich auch nachträglich keinen Anlass zu beanstanden, dass die Autoren sie nicht eigens erwähnt haben. Immerhin ist ihr Hauptthema nicht der Klimawandel selbst, sondern dessen Erfassung mit statistischen Mitteln. Stefan Rahmstorf hat sich zur jüngsten Erwärmungspause ausführlich in seinem Klimablog geäußert.

    Warum haben wir im "Spektrum" bisher keinen Klimaskeptiker zu Wort kommen lassen? Weil wir trotz intensiver Suche keinen seriösen gefunden haben. Die heftige öffentliche Debatte bleibt uns nicht verborgen. In unseren klassischen Artikeln, in denen jeweils ein Wissenschaftler mit seinem Namen für seine Sicht der Dinge geradesteht, kann diese Debatte naturgemäß nicht gut abgebildet werden. Das findet jedoch auf unseren Online-Seiten statt, mit den journalistischen Mitteln des Interviews und der Überblicksdarstellung. Eine Zusammenfassung der einschlägigen Artikel findet sich hier.

    Wie immer man die Frage nach dem "Agitprop-Organ" verstehen mag: Die Antwort ist nein. Wir werden nicht dafür bezahlt, eine bestimmte politische Richtung zu vertreten, noch nicht einmal auf dem indirekten Weg über Werbeanzeigen. In unserer Redaktion werden gelegentlich durchaus politisch unkorrekte Positionen vertreten. Wenn nun gerade zu Kernkraftwerken oder zur Endlagerung solche Positionen selten im Heft zu finden sind, dann weil es dazu in den letzten Jahren nicht viel Neues zu erzählen gab.

    Christoph Pöppe, Redaktion

  • Video gesperrt

    11.02.2014, Gottfried Heumesser
    Euer tolles Youtube-Video ist leider aus urheberrechtlichen Gründen gesperrt.

    Eine "ernsthafte" Wissenschaftsredaktion sollte mit dem Verlinken von Youtube-Beiträgen vorsichtig sein.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Heumesser,

    das Video des (ursprünglichen) Urhebers war bis gestern Abend frei zugänglich und wurde von zahlreichen Medien verwendet. Erst im Laufe der Nacht wurde es gesperrt. Ich habe den Link gegen einen funktionierenden ausgetauscht.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Thermische Solaranlagen unerwähnt

    10.02.2014, Dr. Jost Constantin
    Die theoretischen Potenziale der Solarenergie sind bekannt, im Interview wird aber nur die Photovoltaik erwähnt - zur Stromerzeugung.
    Den größten Anteil am Primärenergieverbrauch haben aber Warmwasser und Heizung.
    Zur ihrer Deckung bietet sich die Solarthermie an:
    Schon in den 80er Jahren gab es Modellprojekte mit solarthermischen Anlagen (u.a. im schwedischen Uppsala) in Verbindung mit großen saisonalen Wasserspeichern von 100.000 m³ und mehr.
    In Deutschland wurden, initiiert von der Universität Stuttgart, einige wenige Projekte mit Nahwärmenetzen und Erdspeichern in Neubaugebieten realisiert, in den letzten Jahren ist davon leider nichts mehr zu hören.
    Es fehlt an Markteinführungshilfen, um mit Erdgas zu konkurieren. Im Bereich der Sonnenenergienutzung wird einzig die Photovoltaik berücksichtigt - nicht aber die direkte thermische Nutzung in Verbindung mit Saisonspeichern und Nahwärmenetzen.
  • Von der Stammzelle zur Krebszelle

    09.02.2014, Christl Meyer
    Die Rückprogrammierung durch Stress (oder leichte Säuren) birgt die Gefahr, dass "Krebs" leichter induziert werden kann, da die Zellen Gemeinsamkeiten haben, wie z. B. das Enzym Telomerase, das bei der mitotischen Teilung eine Rolle spielt. Dazu gibt es in diesem interessanten Artikel allerdings keine Aussagen.
    Auch Krebszellen sind hochgradig variabel, was vermuten lässt, dass sie als Ausweg aus einem Dilemma gebildet werden, um eine Vielzahl von Möglichkeiten zu bieten.
    Damit wären die Krebszellmutationen nicht die Ursache sondern die versuchte Lösung des Problems "Übersäuerung" des Gewebes. Diese kann wieder zahlreiche exogene und endogene Ursachen haben.
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