Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Re: Historisch gewachsen

    31.10.2016, Bernd Steinhauser
    @Arnd-Matthias Langner:

    Sie haben natürlich vollkommen recht, dass die Grundnormen für die Einheiten historisch gewachsen sind.
    Das gilt im Prinzip für jede Einheit, denn irgendwo muss man eben mal anfangen.
    Meistens ist noch nicht mal der Ursprung ganz klar.

    Aber das ist auch nicht der Grund, weshalb sich das SI Einheitensystem weitgehend durchgesetzt hat.
    Für uns ist das selbstverständlich, dass wir viele Einheiten im Kopf ineinander umrechnen können, z.B. 100 cm = 1 m.
    So kann man verschiedene Größenordnungen sehr schnell und einfach kombinieren.

    Das ist meiner Meinung nach eines der größten Probleme die Einheiten wie Meilen, Yards, Inch etc. haben, mal ganz abgesehen davon, dass man dann auch noch teilweise die amerikanischen und britischen Versionen davon unterscheiden muss …
    Soll man also z.B. 2.353 Meilen auf Yards und Inch verteilen, so hat man doch größere Probleme.

    Das ist der wesentliche Grund, weshalb sich die SI Einheiten durchgesetzt haben, denn dadurch werden im wissenschaftlichen Betrieb weniger Fehler gemacht.
    Und auch privat fällt einem vieles deutlich einfacher.

    Leider wird das im Artikel gar nicht erwähnt. :(
  • Nicht internationaler Auftrag zur Wissensvermittlung

    31.10.2016, Stefan
    Die NASA hat den eindeutigen Auftrag sich an die US-amerikanische Öffentlichkeit zu wenden und dieser US-amerikanischen Wissenschaft zu vermitteln. Und nun kann man zu den Metrik-Muffeln in den USA stehen wie man will, Fakt ist, dass weitestgehenst noch immer das imperiale System verwendet wird. Die NASA wird daher in der Öffentlichkeitsarbeit, die sich eben nicht vorrangig an die deutsche oder österreichische oder spanische Öffentlichkeit richtet, das imperiale System verwenden - gemäß ihres offiziellen Auftrages und in mehrfachen genannten Bedingungen für die Freigabe des US-Budgets (Wissensmvermittlung an die US-Öffentlichkeit).
  • Als Astronom sollte er mal vor der eigenen Haustüre kehren ...

    30.10.2016, Peter Schneider
    Was finden wir denn da für Längeneinheiten, die in der Astronomie durchgehend benutzt werden?

    Lichtjahre?

    Parsec?

    Astronomische Einheit?

    Alles sehr, sehr weit von SI-Einheiten entfernt und dem Laien viel weiter entfernt, als Gallone oder Meile ...
  • Planloser

    30.10.2016, Enrico Reich
    Mal eine ganz witzige Idee: Psychologisch gesehen hängt man mehr an dem Wort, Kilometer ist natürlich weitaus schwieriger auszusprechen als Meile, man könnte also den Begriff Meile durchaus überleben lassen indem man sagt: 1 Meile sind 1000 Meter. 1 Gallone 1 Liter usw.
  • Historisch gewachsen ...

    30.10.2016, Arnd-Matthias Langner
    Einheiten sind häufig historisch so kontingent wie etwa die deutsche Standardsprache, die weitgehend von den zur Norm gekürten Dialekten der Brüder Grimm und Martin Luthers geprägt ist.

    Beispielsweise die Einheit (kilo)Meter. Als Segler empfinde ich die nautische Meile als für Navigationszwecke intuitive Einheit, in für die Bordpraxis tauglicher Näherung eine Winkelminute auf einem Großkreis. Den unhandlichen Kilometer rechnet man dann halt leise fluchend mit 1/1,852 ... um

    Ebenso mutet die SI-Definition des Meters als "The distance travelled by light in vacuum in 1/299792458 second." ein wenig mutwillig an, wie schon die Anzahl der Stellen des Divisors zwigt. Ähnlich könnte ich auch den russischen Werst oder eben die Statute Mile standardisieren.

    Völlige aberteuerlich wird es beim Kilogramm: Die Masse eines willkürlichen Referenzklotzes. Da bleibt nur noch die Hoffnung auf das Avogadroprojekt
  • Zynisch

    30.10.2016, andrea68
    "Dennoch betrachtete ein Sicherheitskomitee die Effekte, die bei der etablierten Antibabypille für Frauen ebenfalls auftreten, als zu schwer wiegend, um den Versuch fortzusetzen."

    Schlimm, schlimm. Die armen Männer. Dabei geht es mittels Vasektomie viel einfacher, und keine/r von beiden muss sich mit Risiken und Nebenwirkungen herumärgern.
  • Klasse Artikel! Sehr lesenswert!

    29.10.2016, Mel
    Danke für den diesen wundervollen Artikel, liebe Frau Schumacher! Gerade in so einem Ausnahmefall, wenn ein Kind so früh ein Elternteil verliert, braucht es jemanden, der ihm/sie bei der Trauerbewältigung an die Hand nimmt. Denn in der Regel sind die verbliebene Mutter bzw. der verbleibende Vater selber mit Situation total überfordert. Ich habe selbst mit 11 Jahren meinen Vater verloren und kenne die Situation daher sehr gut. Meine Mutter wollte sich damals keine professionelle Hilfe holen, aber wir hätten sie dringend gebraucht. Ich schätze mal, dass die Hemmschwelle da bei ihr einfach zu groß war.
    Der Tod meines Vaters ist nun 11 Jahre her. Seit zwei Jahren habe ich nun mit Depressionen zu kämpfen und gehe auch zu einer Psychotherapeutin. In der Therapie habe ich u.a. die Trauer über meinen Vater aufgearbeitet. Rückfälle wird es nach wie vor geben, dessen bin ich mir bewusst. Aber ich denke, dass mir und meiner Familie so eine Trauerbegleitung ,wie eben oben im Artikel beschrieben, gut getan hätte. Ich bin froh, dass es solche Einrichtungen gibt und Menschen wie Frau Hass-Schuster, die anderen Menschen hilft nach einem Trauerfall langsam wieder zurück ins Leben zu finden.
  • Sexistisch und Unlogisch

    29.10.2016, Mayrhofer
    Wenn die Nebenwirkungen beim Mann "zu schwerwiegend" sind, obwohl es die selben Nebenwirkungen sind, die eine Frau hat, dann ist das klassischer Sexismus indem man abwägt, dass der Schaden der Frau (= Schwangerschaft) höher zu bewerten als der Schaden des Mannes (= Vaterschaft mit Unterhaltszahlungen).
    Gebt den Männern das Recht selbst über ihre Vaterschaft zu bestimmen und nehmt den Frauen die Bürde die alleinige Hormonverhütungsverantwortung mit allen Risiken zu tragen.
    Die "Alternative" wie z.B. Sterilisation ist zwar beim Mann einfacher als bei der Frau, dennoch wird wohl auch hier wieder sexistisch unterstellt, dass es für einen Mann einfacher ist, sich für eine dauerhafte Sterilisation zu entscheiden, als für eine Frau.

  • ein gutes Beispiel

    28.10.2016, Jens Kröcher
    Leider muss ich in Gesprächen immer wieder feststellen, dass der "Pharmamafia" unterstellt wird, sie wolle uns krank halten, um an unseren Krankheiten zu verdienen.
    Selbst mein Bruder ist davon überzeugt...
    Hier wird ein Beispiel veröffentlicht, wie die Tests von Medikamenten verlaufen können, wenn sie als gefährlich eingestuft werden, eine gute Argumentationshilfe (auch wenn eingefleischte Verschwörungstheoretiker sich davon wohl nicht beeinflussen lassen - "Systempresse").
  • Die Ernährung machts

    28.10.2016, Bettina.rit
    Das wichtigste bei Blähungen ist definitiv die Ernährung. Wie im Artikel schon beschrieben helfen Kartoffeln und Bananen echt Wunderbar. Mein Geheimtipp ist aber auch dabei. Flohsamen! Diese kleinen Samen wirken echt in sehr vielen Hinsichten.
  • Die Maus - Ein kleiner Mensch?

    28.10.2016, Herbert
    Statt die Wirksamkeit an Mäusen zu testen hätte man auch genauso gut würfeln können, bevor man es an menschlichen Testpersonen ausprobiert! Oder glaubt irgendjemand ernsthaft, eine Maus ist einfach ein Mensch nur in kleiner?
    Tierversuche gehören abgeschafft!
  • Rankings erregen mein Interesse

    28.10.2016, Görge Danner
    Die Rankings auf Spektrum erregen mein Interesse immens. Daher wünsche ich mehr Artikel dieser Art, obgleich ich mir das Finden selbiger im Allgemeinen schwieriger vorstelle als gewöhnliche Artikel, und danke Lars Fischer für dieses Ranking.
  • @DC & Kai Friedrichs

    28.10.2016, KS
    Meiner Ansicht nach ist eben der Punkt, dass die Umstände unterschiedlich sind. Ich zog von einer deutschen Großstadt, in der der Kater meiner Mutter in 6 Jahren zwei Meisen und eine Maus nach Hause brachte, in eine Marktgemeinde im Zentralmassiv der Alpen, wo die heimischen Wildkatzen aus dem Nachbartal DNS in meinem jetztigen Hybrid-Kater hinterließen, der in 7 Jahren genau einen Finken heimbrachte. Der Fink und eine Meise wurden auf dem Balkon erwischt, vorher waren die Vögel unter unseren verblüfften Blicken ob des "klonks" gegen die Scheibe geflogen. Die andere Meise hat übrigens überlebt. 3 Vögel und eine Maus auf 2 Katzen und 13 Jahren Haltung, da habe ich einen meiner Erfahrung entsprechenden Schnitt berechnet und großzügig aufgerundet.

    In der deutschen Großstadt habe ich auch tatsächlich ausgesprochen selten einen Streuner gesehen, hier im Dorf verschwimmen die Grenzen jedoch deutlich. Die Katze gilt als Nutzvieh und wird wie andere Tierarten entsprechend be(miss)handelt. Man bringt die Katzen hier nicht regelmäßig zum Tierarzt. Besonders verantwortungsbewusst ist schon, wer kastrieren lässt und das sind bei weitem nicht genug.
    Viele betrachten Katzen hier als Selbstversorger und finden das okay. Da ist auch nichts mit Füttern und Körbchen, der "Besitzer" wird auch dann noch als solcher benannt, wenn er dass Tier seit Jahren nicht mehr gesehen hat.

    Und als ich mir hier eine Katze suchte, wurden mir tatsächlich viele Tiere gezielt als Jäger angeboten. Die Bauern sind auf eine gute Jagdkatze so stolz, wie andere auf ihren Ausstellungsperser.

    Wenn ich diese mir bekannten und gezielt geförderten Jagdkatzen, mit meinem Kater vergleiche, finde ich es einfach falsch, alle über einen Kamm zu scheren.

    Und die Tierheime hier quellen über. Streuner werden direkt getötet, da schon die zahmen Katzen kaum vermittelt werden können.Wenn ich an diese Streuner denke, finde ich es nicht richtig, sie mit gepflegten Freigängern über einen Kamm zu scheren.

    Ich finde es auch nicht richtig davon auszugehen, dass der mögliche Tod einer Anzahl von Vögeln als moralisch verwerflicher als der sichere Tod eines Streuners angesehen wird (ABV). Ich finde beides moralisch verwerflich.

    Meinen Kater lasse ich übrigens nur angeleint raus, weil ich finde, dass das ihn und die Gartenmitbewohner am besten schützt. Für den Tierschutzverein ist das verboten und strafbar. Ich füttere Vögel an katzensicheren Häuschen ganzjährig, womit sich meine Nachbarn noch abfinden. Ich bastle nach ganzen Kräften an einem Garten, der den Sicherheitswünschen der Vögel und nicht den Jagdmethoden der Katzen entgegen kommt. Ich finde, dass man eine bedrohte Art am besten schützt, in dem man sie stärkt und unterstützt. Das Schützen durch Dezimieren einer anderen Art halte ich eher für eine Notlösung.

    Ich lese in der hieseigen Zeitung sehr oft von Wilderern, die abknallen, was Schafe gefährdet, essbar ist oder eine gute Trophäe abgibt. Aus meinem Kontext heraus sieht es einfach nur so aus, als sollte die Abschussliste um eine Art erweitert werden.

    Auf eine deutsche Kleinstadt trifft das sicher (hoffe ich doch) nicht zu, aber hier ist nichts sicher, auf das man schießen kann. Es sind einfach sehr unterschiedliche Umstände, mit denen wir auf die selbe Studie sehen. Und so ziehen wir unterschiedliche Schlüsse.

    Ich möchte mehr Nistplätze, mehr Futter, mehr Verstecke und weniger unkastrierte Katzen und andere möchten einfach nur weniger Katzen.

    PS.
    (...) durch Menschen bedroht einheimische Arten (...)
    oder
    (...) durch Menschen bedrohte einheimische Arten (...)

    -Eine Frage der Sichtweise-

    PPS
    (...) Hauskatzen sind nicht einheimisch (...)

    Wiki --> Hauskatze : "Die Hauskatze (Felis silvestris catus) ist eine Unterart der Wildkatze und deren Haustierform."
    Bei mir zumindest ist die Wildkatze heimisch
    (Wiki: Die Wildkatze (Felis silvestris) ist eine Art aus der Familie der Katzen, die in verschiedenen Unterarten in Europa (vergleiche Europäische Wildkatze), Afrika, Westasien, Zentralasien bis nach Indien heimisch ist.")
    und die Hauskatze entspricht demnach beispielsweise dem Hauspferd --> "Das Hauspferd ist die domestizierte Form des Wildpferdes (Equus ferus)", ebenfalls Wiki.

    Sollten Sie aus einem Land kommen, in dem die Wildkatze und damit ihre Haustierform nicht heimisch ist, wie Virginia/USA aus der hier zitierten Studie, haben sie natürlich recht. Auch dieser Satz, den Sie als Fakt bezeichnen, ist also eine Frage der Sichtweise.
  • Buchseiten lassen eine Novelle von Gottfried Keller erkennen

    27.10.2016, H.C.
    Die im Video lesbaren Textfragmente des Buch-Restes gehören zur Novelle "Der Landvogt von Greifensee" (1878 veröffentlicht).
  • Spinnen

    27.10.2016, Monika Zephier-Andrist
    Werden Spinnenbisse nicht als fiese Stiche angesehen? Mein persönliches wüstestes Naturerlebnis war der Biss einer Spinne, der meine Hand und meinen Unterarm massloss anschwellen liess. Passiert war das in der Prärie South Dakotas.
    Antwort der Redaktion:
    Liebe Frau Schweiz,

    als fiese Stiche schon - aber nicht als solche von Insekten. Spinnen gehören zwar auch zu den Arthropoden, sind aber keine Insekten ;-).

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl