Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Physik

    11.12.2016, M.T.
    Da die physikalischen Grundgesetze auf Axiomen (Annahmen) beruhen, die "natürlich" erscheinen, ist es absurd zu behaupten, man könnte mit hundertprozentiger Sicherheit wissen, wie etwas in der Realität vollständig Funktioniert. Dazu müsste man zunächst "beweisen", dass die Wahl der Axiome vollständig und richtig ist, was offensichtlich unmöglich ist.

    Außerdem ist selbst mit unserem momentanen Axiomensystem die Physik nicht in sich konsistent.

    Ich habe keine Ahnung ob Homöopathie auf nicht-psychologischer Ebene wirksam sein kann oder nicht, aber zu behaupten sie könne nicht funktionieren, da die Realität ansonsten kollabieren würde, halte ich für gewagt...
  • Na, wenn's billig hilft.

    11.12.2016, Gedankensucher
    Mir ist völlig klar, dass der angebliche Mechanismus hinter den Globuli ziemlich merkwürdig ist. Allerdings habe ich persönlich mit einer körperlichen Schwierigkeit doch - wiederholt - erstaunlichen Erfolg gehabt. Es lebe also der Placebo-Effekt. Wenn nun homöpathische Ärzte und Patienten mit dem Globuli-Placebo oder Nicht-Plazeboeffekt arbeiten und Krankenkassen zahlen, ist das aber nicht unbedingt ein finanzielles Desaster. Denn Homöpathie ist unvergleichlich billig. So ein Fläschchen mit Globuli hält ziemlich lange und bewirkt - eventuell - für Jahre einen wirksamen Placebo-Effekt. Man geht wenig zum Arzt, zahlt wenig in der Apotheke. Worin liegt also das Problem? Die üblichen Medikamente sind meist wesentlich teurer und wirken vermutlich auch zum Teil ihrer Wirkung über Placebo (zumindest vermute ich das bei den meisten Erkältungsmedikamenten).
    Stellungnahme:
    Antworten auf Ihre Frage sind schon oft gegeben worden; hier eine kleine Auswahl:

    http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/homoeopathie-kritik-es-ist-pseudomedizin-1.2861787

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/wissenschaftler-internetplattform-uebt-kritik-an-homoeopathie-14046545.html

    https://www.welt.de/vermischtes/article147000535/Als-waere-ich-aus-einer-Sekte-ausgestiegen.html

    http://www.spektrum.de/news/hauptsache-es-geht-mir-besser/1180656

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.
  • Geist und Bewußtsein

    11.12.2016, oannes
    Die Physikliteratur umfasst zahlreiche philosophische und theoretische Diskussionen hinsichtlich des Problems der Quantenmessung sowie Mutmaßungen über die Rolle von Bewusstsein (Quantenphysik trifft Bewusstsein: »Spukhafte Fernwirkung« verschränkter Teilchen bleibt rätselhaft).
    http://www.pravda-tv.com/2016/10/quantenphysik-wie-bewusstsein-lichtquanten-beeinflussen-kann-video/
    oder: Prof. Diemer, "Quantenphysik und Gesundheit"
    https://www.youtube.com/watch?v=55T8Dgl_vgA

    Wenn Gedanken heilen können und Globuli als Placebos die Kraft der Gedanken/den Glauben beflügeln und einen Heilungsprozess in Gang setzen, oder beschleunigen können, dann gibt es daran nichts zu kritisieren.

    Der Artikel, von einem Kabarettisten und Physiker geschrieben, strotzt vor billiger Polemik.
    Jeamnd der auf diese Weise über ein gewichtiges Thema schreibt, sollte mal erklären, wie die Physik Geist und Bewußtsein in ihr System integriert.
  • immer wieder

    11.12.2016, le maitre
    bin ich begeistert von solchen Beiträgen und überhaupt erstaunt mit welcher Vehemenz immer wieder gegen das "Dreckszeug" Homöopathie vorgegangen wird.
    Es stellt sich aber viel mehr für mich die Frage warum man nicht einfach dieses nutzlose Zeug nutzlos sein lässt und ein Loblied auf Chemotherapie und die Firma Bayer mit Konsorten los bricht.
    Ich für meinen Teil bleibe beim Humbug weil klassische Medizin mir zumindest nicht hilft oder weil ich daran glaube dass mein Körper eine Maschine ist die auf einem uralten Bauplan basiert, welchen die Medizin nicht erfunden hat.
    Bin ich deswegen ein religiöser Mensch, ein Idiot oder sogar ein Verrückter?
    Nein einfach nur Mensch und obendrein glücklich mit meiner Dummheit.
  • Ach, diese Wirksamkeit ...

    11.12.2016, Joseph Kuhn
    ... wird völlig überbewertet. Das Bundesverwaltungsgericht hat gerade ein Urteil des OVG Nordrhein-Westfalen bestätigt, demzufolge es auf die Wirksamkeit eines homöopathischen Mittels nicht so ankommt, sofern die Risiken nicht zu gravierend sind. Und es kommt noch besser: Der jetzt von der Zulassungsbehörde aufgrund der Mehrheitsmeinung von Homöopathen (!) angezweifelte Wirksamkeitsnachweis war ohnehin nur ein Eintrag in der älteren homöopathischen Literatur.

    Das OVG-Urteil: https://openjur.de/u/679369.html
  • Wer nichts weiss, muss alles glauben

    11.12.2016, Franz von Osten
    Der letzte Absatz ist schon stärkster Tobak, lieber Vince Ebert !
    Wissenschaft kommt von Wissen - wer "glaubt", sollte besser in die Kirche gehen.
    Die Meta-Studie über Homöopathie im Lancet ist (für einen Statistiker) fast schon eine Lachnummer.
    Die Frau Google bringt bei einer (professionellen) Suche unglaubliches zutage!
    Das Modellprojekt Homöopathie von Dr. med. Sigrid Kruse am Haunersches Kinderspital München,
    Prof. Dr. med. Klaus Lind von der TU München kritisiert die schlechte durchführung diese "Studien",
    die Veröffentlichungen von Julsgaard über Entanglement und die bahnbrechenden
    Ergebnisse von Hu & Wu (Spin-Mediated Consciousness: Theory, Experimental
    Studies, Further Development & Related Topics / Huping Hu ∗ & Maoxin Wu) - alle
    Arbeiten veröffentlicht in Nature, Science etc.
    Natürlich alles Humbug - weil es ist ja der "Placebo-Effekt".
    Welcher Elfenbeintürmler erklärt uns eigentlich endlich mal den Funktionsmechamismus dieses ominösen Alibi-Effektes ???

    Ich frag einfach mal - nur soo ...

  • Die arme Quantenphysik...

    11.12.2016, erklaerbaer
    ...muss in der höheren Rabulistik wohl immer dafür herhalten, die Inhaltsleere der eigenen Argumentation zu übertünchen. Als weitere Nebelkerze wird natürlich der Materialismus hervorgezaubert, ohne dabei erklären zu wollen, wie die nicht-materialistische Welt der Homöopathie denn funktionieren soll. Aber da ich wohl ein "nicht klar denkender" Mensch bin, muss ich mein Unverständnis entschuldigen.

    Wie absurd jedoch die "Gedankenwelt" der Anhänger der Homöopathie sein kann, mag folgendes Zitat veranschaulichen, das der Website der Engel Apotheke (Freiburg) entnommen ist:

    "Und noch etwas Ungewöhnliches. Wichtig für die Wirkung ist nach Erfahrung vieler Homöopathen nicht in erster Linie der Grad der Verdünnung (C oder D), sondern die Anzahl der Verdünnungs- oder Potenzierungsschritte (6 oder 200). Somit entspricht im homöopathischen Sinne die Potenz D6 in etwa der Potenz C6. Beide Arzneimittel wurden sechsmal potenziert. Im ersten Fall jeweils 1:10, im zweiten Fall jeweils 1:100. Doch ist das, wie die meisten Homöopathen meinen, nebensächlich."

    Im Gegensatz dazu sind die Prozente im Geldbeutel des Apothekers vermutlich nicht nebensächlich.
  • Der Glaube

    11.12.2016, oannes
    Mittlerweile wissen selbst Physiker, dass quantenphysikalische Experimente, durch die bloße Anwesenheit der Ausführenden, beeinflussbar sind.

    Tatsache ist nun mal, dass nichts grössere Auswirkungen auf einen Heilungsprozess hat, als der Glaube, oder die Hoffnung - beides Faktoren, die sich physikalisch nicht messen lassen und deshalb, wie im Artikel erwähnt, für die Wissenschaft nicht von Interesse sind.
    Sie "funktionieren" gleichwohl!
  • Parkinson beginnt im Darm

    11.12.2016, Dr. med. Jürgen Barnert
    Mikrobiom ist zur Zeit in, ohne Zweifel. Die Tatsache, dass Parkinson-Patienten schon früh Symptome aus dem Bereich des autonomen Nervensystem d.h. aus dem sog. Little Brain des Gastrointestinums haben. könnte auch daran liegen, dass bei dieser Erkrankung schon früh die Neurone des enteralen Nervensystems betroffen sind - unabhängig vom Mikrobiom. Und: Mäuseexperimente auf den Menschen übertragen: Vorsicht!
  • Icterus oberi

    11.12.2016, Melanie
    Icterus oberi ist kein Pirol sondern ein Trupial.
    Stellungnahme:
    Vielen Dank - da habe ich mich vom englischen Namen fehlleiten lassen. Der Fehler ist ausgebessert.

    Daniel Lingenhöhl
  • Warum wird der Aberglaube Homöopathie geglaubt?

    10.12.2016, Dr. Edmund Berndt
    Das allgemeine Wissen der Laien über Homöopathie wird mehr oder weniger ausschließlich durch Werbung sowie durch einschlägige Bücher, Zeitschriften und Broschüren vermittelt, die vornehmlich als Gesundheitsratgeber mit praktischen Ratschlägen bei einfachen Erkrankungen etc. für interessierte Laien angeboten werden. In jeder Buchhandlung findet sich eine eigene Wand für diese Art Gesundheitsliteratur.
    Dieses Informationsangebot wird angeboten durch einschlägige Verlage und inhaltlich durch einen bunten Mix mehr oder weniger bekannter Gesundheitsapostel, Wellnessgurus und diverser alternativer, komplementärer und ganzheitlicher Heilpraktiker und Praktikerinnen der unterschiedlichsten Richtungen bestimmt.

    Kritische Literatur gibt es in öffentlichen Buchhandlungen nicht.
    Das vermittelte Wissen dient immer irgendwie der Werbung in eigener Sache und ist entsprechend selektiv, einseitig und beschränkt. Dazu kommt noch eine rege Vortragstätigkeit unter den Titel Fortbildung. Eine Ironie, ist es doch meist tatsächlich ein fort von Bildung.Man kann also sagen, dass das öffentliche Wissen über Homöopathie durch Bildung von interessierter Seite bestimmt wird.
    Von ebenso großer Bedeutung vor allem für interessierte Laien ist sicher das Internet. Auf diesem Tummelplatz der Information für jedermann finden sich in einem wilden Durcheinander Informationen und Ratschläge. In unzähligen Foren fragen Hilfesuchende um Rat. Selbstdarstellungen überzeugter Vertreterinnen und Vertreter, Werbung, Verkauf, und Diskussionsforen beherrschen die Szene. Das Internet ist für jeden jederzeit erreichbar. Jeder kann sich dort bilden, verbilden oder auch abstruse Einbildungen bestätigen lassen.
    Die Homöopathie ist in den Medien immer und überall vorherrschend vertreten, wenn es um Vermeidung von „Schulmedizin“, Chemie, Antibiotika etc. geht. Es gibt nur überzeugende Erfolgsmeldungen. Die heile Welt der wirksamen Homöopathie ist zur allgemeinen Überzeugung geworden. Es ist social-proof.
  • Information im Wasser

    10.12.2016, Friedrich Helmke
    Das ist so wie zu sagen in einer CD ist keine Musik. Es ist ja auch wirklich keine Musik im Plastik einer CD, lediglich bits und bytess. Was ist denn so besonders daran, dass Wasser ein Informationsträger sein kann? Kein Wirkstoff heisst ja nicht keine Information.
    Stellungnahme:
    Eine CD ist ein fester Körper, der Informationen in seiner Oberflächenstruktur speichert. Die Daten sind als Abfolge von Oberflächenvertiefungen (Pits) kodiert. Da sich die Oberfläche über lange Zeiträume im Wesentlichen nicht verändert (es sei denn, Sie zerkratzen sie), bleibt die gespeicherte Information längerfristig erhalten.

    Im Gegensatz dazu ist (flüssiges) Wasser kein fester Körper. Seine innere Ordnung ist - anders als bei festen Körpern - nicht beständig. Wasser besitzt zwar innere Strukturen, die so genannten Wassercluster, diese sind aber extrem kurzlebig; sie entstehen und zerfallen innerhalb einiger billionstel Sekunden.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wassercluster

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.
  • das wunder der homöopathie

    10.12.2016, karl florian
    zunächst bin ich schon etwas enttäuscht das auf zeitonline innert kurzer zeit wiederholt abwertend über das Thema berichtet wird, nun von einem Komiker...
    der gute mann kann offensichtlich gute witzte machen, diese sind dann sicher gute beiträge zur einer sachlichen Auseinandersetzung.
    was ist los hier? anderswo würde man diese polemik popolismus nennen...
    mag ja einerlei sein ,kunst ist ja frei oder so..
    aber hier..nichts wertvolleres zu bieten? spass eben..?..
    mlg. karl florian
  • Hypothetische weitere Kräfte

    10.12.2016, Karl-Heinz Holtz
    Mich würde interessieren, wie Herr Ebert die in https://de.wikipedia.org/wiki/Fundamentale_Wechselwirkung
    genannten hypothetischen weiteren Kräften beurteilt, auch vor dem Hintergrund Vereinheitlichender Theorien ... Zugegeben: "Stringtheorien oder Superstringtheorien gelten hier als aussichtsreiche Kandidaten, auch wenn sie bisher kein durch Experimente nachprüfbares Resultat ergeben haben." ... aber er wird ja nicht davon ausgehen wollen, dass es sich dabei AUCH um Placebos handelt ....
  • Die Liebe geht durch den Magen, es schlägt was auf den Magen, oder warum das innere Aussen anders ist wie man meint.

    10.12.2016, Ronnie König
    Das Mikrobiom ist nicht erforscht, ich studiere hier seit Jahrzehnten daürber nach, weil alle Völker so ihre Weisheiten und Erfahrungen dazu haben. Der Chinese meint, dass ein versierter Koch der bessere Arzt sei, und der Inder hat Medizin die eingenommen eher Gift sein müsste und nicht selten doch heilt. Bei uns war und ist das auch nicht so viel anders, wissen wir auch, dass Medikamente oral eingenommen, mal stark , normal, oder eben nicht wirken. Das Mikrobiom? Vielleicht. was ich nun sagen will, ist, dass GVO also nicht so harmlos sind wie man in Ländern wie den USA glaubt, weiss man durch Experimente, dass Teile der Gene unter Mikroorganismen ausgetauscht werden können, was aber nicht zwingen in der Interaktion Mensch-Mikrobe so sein muss, aber alleine die Mikrobe ihr nützliches oder schädliches Verhalten verändern kann, was auch bekannt ist. Der Darm befindet sich zwar im Innern des Bauches, aber es ist ein Teil der äusseren Welt, die man in sich rein genommen hat. Wie ein Gartenschlauch. Wo befindet sich beim Schlauch das Innen? Es wäre das Innere der Wand. Ähnlich der Darm. Ein Schlauch der verstopft ist, der hat eine andere Funktion wie ein unverstopfter. Bildlich will ich damit sagen, dass der darm, je nach Veränderung, eine andere Funktion bekommt, je nach dem was im inneren sich befindet, also das was oben mit dem Tierversuch dargestellt wurde. Übrigens ist dies nicht das erste Experiment und nicht das letzte. Auch, ob Tiere entsprechend wachsenetc. konnte man je nach Besiedlung des Darms nachweisen. Somit ist Parkinson durchaus auf so eine Wechselwirkung evtl. zurück zu führen. Man entscheidet aus dem Bauch. weil das Hirn die meisten Neuronen hat, im Bauchraum ist die zweitgrösste Ansammlung zu finden. warum wussten man in der Antike oder davor schon davon? Man hatte keine Mikroskope um dies zu sehen und herauszufinden, aber man kam offenbar zu dieser Erkenntnis. Auch bei Drogen spürt man dies, oben und im Bauch. Ist hier nicht Thema, aber ein drottes Organ scheint in die selbe Richtung zu gehen: Das Herz!