Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7. 7
  8. 8
  9. 9
  10. 10
  11. 11
  12. 12
  13. 13
  14. 14
  15. 15
  16. 16
  17. 17
  18. 18
  19. 19
  20. 20
  21. 21
  22. 22
  23. 23
  24. 24
  25. 25
  26. 26
  27. 27
  28. 28
  29. 29
  30. 30
  31. 31
  32. 32
  33. 33
  34. 34
  35. 35
  36. 36
  37. 37
  38. 38
  39. 39
  40. 40
  41. 41
  42. 42
  43. 43
  44. 44
  45. 45
  46. 46
  47. 47
  48. 48
  49. 49
  50. 50
  51. 51
  52. 52
  53. 53
  54. 54
  55. 55
  56. 56
  57. 57
  58. 58
  59. 59
  60. 60
  61. 61
  62. 62
  63. 63
  64. 64
  65. 65
  66. 66
  67. 67
  68. 68
  69. 69
  70. 70
  71. 71
  72. 72
  73. 73
  74. 74
  75. 75
  76. 76
  77. 77
  78. 78
  79. 79
  80. 80
  81. 81
  82. 82
  83. 83
  84. 84
  85. 85
  86. 86
  87. 87
  88. 88
  89. 89
  90. 90
  91. 91
  92. 92
  93. 93
  94. 94
  95. 95
  96. 96
  97. 97
  98. 98
  99. 99
  100. 100
  101. 101
  102. 102
  103. 103
  104. 104
  105. 105
  106. 106
  107. 107
  108. 108
  109. 109
  110. 110
  111. 111
  112. 112
  113. 113
  114. 114
  115. 115
  116. 116
  117. 117
  118. 118
  119. 119
  120. 120
  121. 121
  122. 122
  123. 123
  124. 124
  125. 125
  126. 126
  127. 127
  128. 128
  129. 129
  130. 130
  131. 131
  132. 132
  133. 133
  134. 134
  135. 135
  136. 136
  137. 137
  138. 138
  139. 139
  140. 140
  141. 141
  142. 142
  143. 143
  144. 144
  145. 145
  146. 146
  147. 147
  148. 148
  149. 149
  150. 150
  151. 151
  152. 152
  153. 153
  154. 154
  155. 155
  156. 156
  157. 157
  158. 158
  159. 159
  160. 160
  161. 161
  162. 162
  163. 163
  164. 164
  165. 165
  166. 166
  167. 167
  168. 168
  169. 169
  170. 170
  171. 171
  172. 172
  173. 173
  174. 174
  175. 175
  176. 176
  177. 177
  178. 178
  179. 179
  180. 180
  181. 181
  182. 182
  183. 183
  184. 184
  185. 185
  186. 186
  187. 187
  188. 188
  189. 189
  190. 190
  191. 191
  192. 192
  193. 193
  194. 194
  195. 195
  196. 196
  197. 197
  198. 198
  199. 199
  200. 200
  201. 201
  202. 202
  203. 203
  204. 204
  205. 205
  206. 206
  207. 207
  208. 208
  209. 209
  210. 210
  211. 211
  212. 212
  213. 213
  214. 214
  215. 215
  216. 216
  217. 217
  218. 218
  219. 219
  220. 220
  221. 221
  222. 222
  223. 223
  224. 224
  225. 225
  226. 226
  227. 227
  228. 228
  229. 229
  230. 230
  231. 231
  232. 232
  233. 233
  234. 234
  235. 235
  236. 236
  237. 237
  238. 238
  239. 239
  240. 240
  241. 241
  242. 242
  243. 243
  244. 244
  245. 245
  246. 246
  247. 247
  248. 248
  249. 249
  250. 250
  251. 251
  252. 252
  253. 253
  254. 254
  255. 255
  256. 256
  257. 257
  258. 258
  259. 259
  260. 260
  261. 261
  262. 262
  263. 263
  264. 264
  265. 265
  266. 266
  267. 267
  268. 268
  269. 269
  270. 270
  271. 271
  272. 272
  273. 273
  274. 274
  275. 275
  276. 276
  277. 277
  278. 278
  279. 279
  280. 280
  281. 281
  282. 282
  283. 283
  284. 284
  285. 285
  286. 286
  287. 287
  288. 288
  289. 289
  290. 290
  291. 291
  292. 292
  293. 293
  294. 294
  295. 295
  296. 296
  297. 297
  298. 298
  299. 299
  300. 300
  301. 301
  302. 302
  303. 303
  304. 304
  305. 305
  306. 306
  307. 307
  308. 308
  309. 309
  310. 310
  311. 311
  312. 312
  313. 313
  314. 314
  315. 315
  316. 316
  317. 317
  318. 318
  319. 319
  320. 320
  321. 321
  322. 322
  323. 323
  324. 324
  325. 325
  326. 326
  327. 327
  328. 328
  329. 329
  330. 330
  331. 331
  332. 332
  333. 333
  334. 334
  335. 335
  336. 336
  337. 337
  338. 338
  339. 339
  340. 340
  341. 341
  342. 342
  343. 343
  344. 344
  345. 345
  346. 346
  347. 347
  348. 348
  349. 349
  350. 350
  351. 351
  352. 352
  353. 353
  354. 354
  355. 355
  356. 356
  357. 357
  358. 358
  359. 359
  360. 360
  361. 361
  362. 362
  363. 363
  364. 364
  365. 365
  366. 366
  367. 367
  368. 368
  369. 369
  370. 370
  371. 371
  372. 372
  373. 373
  374. 374
  375. 375
  376. 376
  377. 377
  378. 378
  379. 379
  380. 380
  381. 381
  382. 382
  383. 383
  384. 384
  385. 385
  386. 386
  387. 387
  388. 388
  389. 389
  390. 390
  391. 391
  392. 392
  393. 393
  394. 394
  395. 395
  396. 396
  397. 397
  398. 398
  399. 399
  400. 400
  401. 401
  402. 402
  403. 403
  404. 404
  405. 405
  406. 406
  407. 407
  408. 408
  409. 409
  410. 410
  411. 411
  412. 412
  413. 413
  414. 414
  415. 415
  416. 416
  417. 417
  418. 418
  419. 419
  420. 420
  421. 421
  422. 422
  423. 423
  424. 424
  425. 425
  426. 426
  427. 427
  428. 428
  429. 429
  430. 430
  431. 431
  432. 432
  433. 433
  434. 434
  435. 435
  436. 436
  437. 437
  438. 438
  439. 439
  440. 440
  441. 441
  442. 442
  443. 443
  444. 444
  445. 445
  446. 446
  447. 447
  448. 448
  449. 449
  450. 450
  451. 451
  452. 452
  453. 453
  454. 454
  455. 455
  456. 456
  457. 457
  458. 458
  459. 459
  460. 460
  461. 461
  462. 462
  463. 463
  464. 464
  465. 465
  466. 466
  467. 467
  468. 468
  469. 469
  470. 470
  471. 471
  472. 472
  473. 473
  474. 474
  475. 475
  476. 476
  477. 477
  478. 478
  479. 479
  480. 480
  481. 481
  482. 482
  483. 483
  484. 484
  485. 485
  486. 486
  487. 487
  488. 488
  489. 489
  490. 490
  491. 491
  492. 492
  493. 493
  494. 494
  495. 495
  496. 496
  497. 497
  498. 498
  499. 499
  500. 500
  501. 501
  502. 502
  • Zukunft statt Vergeltung

    25.05.2010, Stephan Sandhäger, Germering
    Bei den Themen Verantwortung, Schuld und Strafe baut Michael Pauen mehrere falsche Dichotomien auf und übersieht allgemein die Möglichkeiten, die sich aus einer rationaleren, rein zukunftsgerichteten Handlungsbewertung ergeben, obwohl diese von Dahl bereits angedeutet werden.

    So ist es nicht einzusehen, wieso es mit dem Verlust der Willensfreiheit auch keine Verantwortung mehr geben sollte. Man könnte etwa die Zuweisung von Verantwortung verstehen als die Erwartung, daß eine Person sich zukünftig konform verhält. Wird diese Erwartung enttäuscht, sollte man dieser Person je nach Situation weniger Verantwortung zuweisen.

    Auch bei der Reaktion der Gemeinschaft auf nichtkonforme Handlungen gibt es außer Schuldzuweisung und "allenfalls bedauern" eine dritte Möglichkeit: die Ableitung zielführender Maßnahmen. Nur diese, auch unter dem Begriff der Prävention bekannt, sind ethisch begründbar. Rein vergeltende Strafrechtsaspekte dagegen bedienen vor allem ein archaisches Rachebedürfnis und sind ethisch schwer zu rechtfertigen, ob man nun Kompatibilist ist oder nicht.

    Zum Freiheitsbegriff: Die von Pauen geforderte Ersetzung des intuitiv-falschen Willensfreiheitsbegriffs existiert bereits, es ist die ganz unstrittige Handlungsfreiheit: also zuweilen gemäß seiner Präferenzen zu handeln. Und wenn wir ehrlich sind, wünschen wir uns ja gerade das für die Menschen: daß sie verlässlich (also moralisch determiniert) handeln, dabei aber möglichst nicht das Gefühl haben, dies unter Zwang zu tun.

    Pauens Ansatz, Freiheit als die rationale Kontrolliertheit einer Entscheidung anzusehen, halte ich für fragwürdig, wie man an seinem Beispiel des Bankers sieht: Wenn dieser in vollem Wissen über die Konsequenzen ein verbotenes Geschäft macht, so ist zwar sein Entscheidungsprozess komplex, jedoch spricht sein Verhalten weniger für Kontrolle und Freiheit, als vielmehr für eine stärkere Beeinflussung durch Gier oder Druck.
  • bio eben nicht immer besser

    19.05.2010, Erik Geibel, Flonheim, Rheinhessen
    Das Editoral von Herrn Zinken, mit dem dieser Artikel hervorgehoben wurde, finde ich sehr pauschalisierend. Bio ist eben nicht in jedem Fall besser. Es werden immer wieder wichtige Aspekte unterschlagen, und hier würde ich gerade von einer wissenschaftlich orientierten Webseite differenziertere Betrachtungen erwarten:

    -"Bio" mag sicherer für die Umwelt sein, obgleich die Pflanzenschutzmittel immer ausgefeilter werden und die klassischen Probleme wie Rückstände in Gewässern oder Nahrunsmittel damit abnehmen

    -auch "Bio" verwendet Pflanzenschutzmittel in bestimmten Bereichen, vor allem im Wein- und Obstbau. Halt eben keine synthetischen Produkte. Ob aber "natürliches" Kupfer oder Schwefel in den angewendeten Konzentrationen unbedenklich für Mensch und Umwelt sind, sei dahingestellt.

    -es können keine gesicherten Zusammmenhänge zwischen Bio-Ernährung und Gesundheit bei Menschen hergestellt werden (durch Unfälle oder unsachgemäße Anwendung belastete Nahrung wohl ausgenommen)

    -Das Problem ist heute eher die unsachgemäße Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ("viel hilft viel") denn die Pestizide selbst.

    Aber auch dieses Wissen hält mich nicht davon ab, auch gerne zu Bio zu greifen, dem guten Gewissen wegen. Wir reagieren eben doch überwiegend als Bauch- denn als Verstandeswesen...


    Antwort der Redaktion:
    Lieber Herr Geibel,



    mich wundert schon ein wenig, dass Sie als langjähriger Leser mein Editorial [www.spektrumdirekt.de/artikel/1033887] als "pauschalisierend" kritisieren. Natürlich ist es pauschalisierend. Was sonst kann es mit 300 Zeichen sein. Nichtsdestotrotz steht letztlich das drin, was Sie sagen: Bio ist gut (meinetwegen auch für das Gewissen) aber nicht unbedingt "besser".



    Auch meine kommenden Editorials werden wohl eher die Dinge zuspitzen, statt zu differenzieren. Ich hoffe, Sie werden dies verzeihen.



    Mit herzlichen Grüßen



    Richard Zinken

    Chefredakteur spektrumdirekt
  • Federn als Wärmeschutz

    18.05.2010, Herbert Heyduck
    Dieser Artikel ist zwar schon älter, aber mir fällt erst jetzt auf, dass hier die Erwärmung des Körpers durch Federn unerwähnt bleibt. Ich denke, dass sich Protofedern zum gleichen Zweck entwickelt hatten, wie bei den Säugetieren die Haare, nämlich um eine konstante Körpertemperatur zu ermöglichen. Die gefiederten Dinosaurier könnten damit nachtaktiv geworden sein. Erst danach wird sich die individuelle Kennzeichnung am Federkleid ausgeprägt haben. Vielleicht sogar zeitgleich, wenn eine Kennzeichnung der Haut schon vor den Federn vorhanden war.
  • Quantenphysik auch in der Biologie

    18.05.2010, Paul Kalbhen, Gummersbach
    Zu dem faszinierenden und aufschlussreichen Interview mit dem Evolutionsbiologen Axel Meyer möchte ich ergänzen, dass sein Schlusssatz zur biologischen Evolutionsforschung ("man sollte keine Naturgesetze erwarten, wie sie vor allem die Physik liefert") sich m. E. nur auf die 'strengen' Gesetzmäßigkeiten der klassischen Physik beziehen kann. Dagegen lassen Quanten- und Chaosphysik auch in der Biologie Steuerungs- und Optimierungsgesetze statistischer Art - A. Meyers "Regeln"? - zu, wie sie sich schon bei der so genannten Selbstorganisation der anorganischen Materie (z. B. Kristalle und Wolken) beobachten lassen. Man denke auch an die Prozesse der 'kosmischen' Evolution!
  • Wirkungsgrad des Fusionsreaktors

    17.05.2010, Rainer Spurny, Wien
    Neben der interessanten theoretischen Abhandlung wäre ein Hinweis auf eine Abschätzung des erwarteten Wirkungsgrades eines Fusionsreaktors von Interesse.
    Welche Dampfparameter sind angepeilt? Ist GUD-Betrieb möglich? Gibt es bereits derartige Überlegungen?
  • Eindimensionale Lebewesen

    17.05.2010, Roland Maier, 85521 Riemerling
    Über Jahrzehnte wurde in sonst seriösen Büchern oder Fernsehsendungen die Mär von den Superleistungen von Kleinstlebewesen (meist Insekten) verbreitet. Während Norbert Treitz Lebewesen als dreidimensionale Objekte auffasst – die Kraft (der Muskelquerschnitt) verändert sich mit der zweiten, die Körpermasse mit der dritten Potenz der Körperlänge –, wurde bisher nur eindimensional argumentiert. In dieser einen Dimension fand man nicht nur die Größe, die Geschwindigkeit und die Sprunghöhe bzw. -weite, sondern auch direkte Vergleiche zwischen Kraft (Tragevermögen) und Körpermasse. Die Aussagen basierten alle auf einfachen Dreisatzberechnungen. Man präsentierte sie oft vor einem wissenschaftlichen Hintergrund.
    Natürlich ist die Leistungsfähigkeit von Insekten von untergeordneter Bedeutung. Es geht hier jedoch um den Umgang mit Informationen und unsere Wahrnehmung. Oft wird unser Handeln zentral davon bestimmt. Man kann sich leicht vorstellen, dass andere Irrtümer ganz erhebliche, auch negative Auswirkungen haben können.
    Das Phänomen ist ein – wie ich meine lohnendes – Thema der Geisteswissenschaften. Dieser Gegenstand eignet sich auch deshalb gut für eine Untersuchung, da hier Interessen wenn überhaupt, nur eine minimale Rolle spielen. Sie brauchen nicht berücksichtigt zu werden, was die Sache vereinfacht. Des weiteren ist dieses Thema abgesehen davon, dass man den kleinen Lebewesen zum Ausgleich für ihre Größe eine positive Eigenschaft gönnt, kaum mit Emotionen behaftet.
    Es stellen sich eine Reihe von Fragen:
    • Warum konnte sich so ein Unsinn so lange halten? Schließlich hätten ein paar einfache Überlegungen genügt, diesen zu entlarven.
    o War es Wissenschaftsgläubigkeit?
    o Können wir nicht zwischen fundierten und ungeprüften Informationen unterscheiden?
    o Sind wir zu bequem oder zu unsicher, und passen wir uns einfach der Mehrheitsmeinung an?
    • Wie kam in diesem Fall die Aufklärung zustande? Wie lange dauert(e) so was? Lässt sich dies überhaupt nachvollziehen?
    • Welche Möglichkeiten hätte ein Einzelner, dem ein Irrtum auffällt, Gehör zu finden, ohne in der sonst allgegenwärtigen Informationsflut unterzugehen?
    Antwort der Redaktion:
    Die Widerlegung des Unsinns ist schon lange veröffentlicht. Beim Bearbeiten dieses Artikels kam mir ein Beitrag zu der Rubrik "Das mathematische Kabinett" von "Bild der Wissenschaft" in den Sinn, den ich 1967 als Schüler in einem Sammelband gelesen habe. Bereits dort wird der in der Tat elementare Fehler mitsamt Auflösung in aller wünschenswerten Klarheit vorgerechnet.

    Offensichtlich sind wir mit unserem Artikel gleichwohl auf der Höhe der Zeit. Ich habe die größte Mühe, meinem siebenjährigen Sohn gegenüber die Sache mit den unglaublichen Kräften der Ameisen, die er in einem (neu erschienenen) Wissenschaftsbuch für Kinder vorgefunden hat, zurechtzurücken.


    Christoph Pöppe, Redaktion
  • Volles Korn begünstigt Zöliakie

    14.05.2010, Werner Ivens, Rottemburg

    In Irland zeigte sich in den 1940iger Jahren der nachteilige Effekt des vollen Korns auf den Mineralstoffhaushalt durch Blockade der Kalziumionen in Richtung Rachitis bei Kindern. Bis zu drei Prozent Phytinsäure in der Aleurinschicht des Weizenkorns zeichnet dafür verantwortlch. Eine weitere Abwehrwaffe im Kampf gegen Fraßfeinde sind die hitzeresistenten Weizenlektine [WGA=wheat germ agglutinin], die von Cordain L. et al. (1) noch als wichtigste Ursache entzündlicher Darmkrankheiten wie Morbus Crohn in Richtung rheumatischer Arthritis angesehen wurden.

    Die Absicht, das WGA-Gen auf andere Nutzpflanzen als Insektenfraßschutz zu übertragen, musste wegen ihrer außerordentlichen Giftigkeit aufgegeben werden. Etliche toxische Abschnitte in den Kleberproteinen verursachen die Zöliakie, die sich zunächst als „vegetative Dystonie“ oder „irritables Colon“ - Verlegenheitsdiagnose tarnen kann. Schließlich kommt es zu Entzündungen des Dünndarms, was die Aufnahme von Nährstoffen stark behindert und zum Abnehmen führt. Wie die Daten der Mayo-Klinik (2008) zeigen, hat sich die Zahl der Betroffenen in den letzten 50 Jahren vervierfacht.

    Ob die modernen, schnellen Verfahren der Teigbildung, wie sie bei uns seit Jahrzehnten praktiziert werden, den fermentativen Abbau der toxischen Eiweiße auch via nativer Sauerteigführung verhindern. Ob gar die erhofften Schutzeffekte durch den Verzehr von rohem Getreide als Vollkornkost zur obigen Zunahme mit geführt haben könnte, wird von A. Fasano erst gar nicht andiskutiert. Ein wissenschaftlich geneigter Leser fragt sich warum ?

    1 Cordain, L. et al: Modulation of immune function by dietary lectins in rheumatoid arthritis. In: British Journal of Nutrition 2000/83. S.207-217.
  • Ein vergessener Pionier

    14.05.2010, Ing. Rudolf Hiller, Wien
    Ich habe leider in diesem Artikel einen Hinweis auf den Pionier des Baus von Turmgewächshäusern, den Österreicher Dipl. Ing. Dr. Othmar Ruthner, vermisst.
    Der Genannte entwickelte Ende der 1950er Jahre ein Turmgewächshaus, in welchem die Pflanzen mittels eines Paternostersystems in speziellen Pflanztrögen auf- und abbefördert wurden, wobei die Tröge in Nährlösungen eintauchten. Durch die kontinuierliche Bewegung waren alle Pflanzen der gleichen Lichteinwirkung ausgesetzt.
    Dr. Ruthner gründete um 1960(?) in Wien die Ruthner Industriepflanzenbau GmbH, die Turmgewächshäuser entwickelte und ausführte. Auf der Wiener Internationalen Gartenschau 1964 war ein derartiges Gewächshaus (Turmhöhe 30m) in Betrieb zu sehen.
    Nach den Ideen von Dr. Ruthner sollten Turmgewächshäuser u. a. die Bewohner arider Zonen mit frischem Gemüse versorgen.
    Dr. Ruthner war zwar auf dem Gebiet des Baus elektrochemisch-metallurgischer Industrieanlagen ein sehr erfolgreicher Unternehmer, aber betreffend des Baus von Turmgewächshäusern seiner Zeit zu weit voraus und scheiterte letztendlich. Er erlitt in dieser Hinsicht das sprichwörtliche österreichische Erfinderschicksal.
    Dr. Ruthner wurde 1964 Ehrensenator der Technischen Hochschule Wien (heute TU Wien), sein metallurgisches Unternehmen lebt als Andritz Metals-Ruthner weiter, seine Turmgewächshäuser sind aber leider fast vergessen.
  • Ökobilanz?

    13.05.2010, Chezra
    Hat mal jemand die tatsächliche Ökobilanz einer solchen Siedlung errechnet? Die Baustoffe hören sich ziemlich aufwändig an. Wie steht es mit den Solarpaneelen? Was kosten ökologisch betrachtet ihre Herstellung und das Recycling? So schön sich das alles anhört - es wäre schade, wenn hier wieder mal ein High-Tech-Weg mit viel Prestige eingeschlagen würde, der aber tatsächlich bei Berücksichtigung aller Faktoren gar nicht tragbar ist.

    Was mich auch stutzig macht: Warum wird hier nur von rechnerischen Werten gesprochen? "... jährlich gerade einmal 79 kWh pro Quadratmeter, haben Wissenschaftler ... für die Freiburger Solarsiedlung errechnet." Wenn die Siedlung doch schon 10 Jahre besteht, müsste es doch auch bereits handfeste Erfahrungswerte geben und nicht nur wissenschaftliche Rechenwerte.

    Ich finde solche Projekte toll, aber sie sollten auch ehrlich, unter Berücksichtigung ALLER bekannten Faktoren eingeschätzt werden, nicht nur aus Sicht der Faktoren, die gerade angenehm erscheinen.

    Antwort der Redaktion:
    Die Berechnungen des Instituts für Bauphysik an der Bergischen Universität Wuppertal basieren keineswegs auf Hypothesen, sondern auf Daten, die im Rahmen einer langfristig angelegten Feldstudie vor Ort in Freiburg durchgeführt wurde. Damit konnte erstmals für eine ganze Wohnsiedlung eine positive Energiebilanz ermittelt werden.



    Was die Ökobilanz der eingesetzten Baustoffe angeht, gehört der Freiburger Architekt Rolf Disch sicher nicht zu den Verfechtern von "Hightech um jeden Preis" - ganz im Gegenteil. In der Freiburger Solarsiedlung wurden überwiegend nachwachsende Rohstoffe wie z.B. regionale Hölzer verarbeitet. Damit konnte der Einsatz von Zement erheblich reduziert werden - ein Baustoff, dessen Herstellung für immerhin 1,1 Milliarden Tonnen klimaschädigender Treibhausgase pro Jahr verantwortlich ist.
  • Fragwürdig

    12.05.2010, Norbert Stephan
    Mit Beklemmung habe ich den Artikel "Mamas Anruf genügt" gelesen. Wie weit muss ein Forscher kommen, um Kinder in so einer Weise zu instrumentalisieren. Es ist schon schlimm genug, wenn Tiere für Versuche herhalten müssen. Dass Kinder als "Versuchskaninchen" benutzt werden, sprengt den Rahmen bei weitem. Das gilt umso mehr, als dass die Versuche hier gezielt zur Stresserzeugung durchgeführt wurden.

    Wir sollten nicht vergessen, das derartige Erfahrungen bei Kindern in diesem Alter langfristige Auswirkungen, wenn nicht gar Schäden verursachen können.
  • Gilt auch die Umkehrung?

    11.05.2010, Daniel Schiller, Köln
    In dem Artikel wird für das individuelle moralische Budget ein Kompensationsmechanismus erkannt und exemplarisch begründet, aber nur in eine Richtung: Tue ich etwas Gutes, tue ich kurz darauf etwas weniger Gutes/etwas Schlechtes, um mein Budget nicht zu überziehen.
    Gilt auch die Umkehrung? Ist das Problem symmetrisch? Gilt: Wenn ich etwas Schlechtes tue, kompensiere ich sie kurz darauf durch etwas Besseres? Gibt es dazu Untersuchungen?
    Wenn dem so wäre, wäre ja alles in "Butter" und man müsste sich um keine der beiden Handlungen sorgen ... am Ende gleicht sich alle aus (und ich bleibe immer gleich) ;).
  • Perchlorat und Leben auf dem Mars ...

    10.05.2010, Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, Katlenburg-Lindau
    Sehr geehrter Herr Prof. Rehder,

    besten Dank für Ihren Kommentar zu meinem Artikel!

    Die Frage nach möglichem Leben auf dem Mars ist in den letzten drei Jahrzehnten außerordentlich kontroversiell geworden - und bleibt doch das Leitmotiv für alle kommenden (gegenwärtig geplanten) Marsmissionen (siehe auch meinen Ergänzungsartikel unter www.spektrum.de/artikel/1026803)!

    Ich vermute, dass Perchlorat in der Mars-Atmosphäre produziert wird (Catling et al, www.agu.org/pubs/crossref/2010/2009JE003425.shtml) und sich daher nur an der Oberfläche und in den obersten Bodenschichten befindet. Die Oberfläche gilt aber ohnehin als lebensfeindlich. Potentielle Mars-Organismen im tieferen Untergrund würden also wenig durch das Perchlorat beeinflusst werden (weder positiv noch negativ).

    Das (unter Marsbedingungen stabile) flüssige Perchlorat-Medium, welches Sie ebenfalls ansprechen, ist von Rennó et al abgehandelt worden (www.agu.org/pubs/crossref/2009/2009JE003362.shtml).

    Mit freundlichem Gruß,
    Walter Goetz
  • Tritium in die Umwelt?

    10.05.2010, Michael Dittmar, Thoiry
    Herr Bruechle,

    Sie schreiben in Ihrem Leserbrief: "In seinem Artikel behauptet Michael Moyer mehrfach, der Betrieb sei emissionsfrei."

    Eigentlich wäre es richtiger zu sagen, Herr Moyer zitiert nur die ITER-Fan/Fusions-Gläubigen, die das behaupten.

    Schauen Sie am besten mal auf die ITER-Webseite!

    Aber warum legen wir nicht gleich den Finger auf
    die Lüge vom "Tritium Breeding". Mehr zu diesen und anderen "Fusion Illusions" unter http://europe.theoildrum.com/node/5929.

    Man könnte wirklich eine Menge Geld sparen!
  • Bulgaren schütteln den Kopf wie die Inder

    09.05.2010, Bettina Pagel, Hoppegarten
    Bezogen auf den Beitrag "Bei den Indern ist das anders" möchte ich hinzufügen: Dazu muss man gar nicht so weit reisen. In Bulgarien ist dieses "Kopfschüttelverhalten" dasselbe. Ich war allerdings vorab informiert, als ich mich 1984 auf einer Jugendtouristreise in diesem schöne Land befand. Trotzdem war es sehr gewöhnungsbedürftig, und Missverständnisse blieben nicht aus. Deshalb auch meine Befürchtung, dass dieses Verhalten bei den Bonobos nicht ganz eindeutig auf das menschliche übertragbar ist, denn es kommt ja doch in umgekehrter Form in einigen Gegenden vor.
  • Da kann was von den Dimensionen her nicht stimmen

    09.05.2010, Josef Gödde Greifenstein
    24 Watt pro Person und Tag gewinnen, während der herkömmliche Prozess 44 Watt pro Person und Tag verschlingt.
    Entweder muss es heißen Wattstunden, Wattsekunden oder ähnlich oder das Pro Tag ist falsch
    Antwort der Redaktion:



    Hallo Herr Gödde,



    danke für Ihren Hinweis, da hat sich der Fehlerteufel tatsächlich eine Stunde einverleibt: Richtig heißt es 24 bzw. 44 Wattstunden pro Person und Tag. Ich habe den Text entsprechend korrigiert.



    Beste Grüße



    Antje Findeklee
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7. 7
  8. 8
  9. 9
  10. 10
  11. 11
  12. 12
  13. 13
  14. 14
  15. 15
  16. 16
  17. 17
  18. 18
  19. 19
  20. 20
  21. 21
  22. 22
  23. 23
  24. 24
  25. 25
  26. 26
  27. 27
  28. 28
  29. 29
  30. 30
  31. 31
  32. 32
  33. 33
  34. 34
  35. 35
  36. 36
  37. 37
  38. 38
  39. 39
  40. 40
  41. 41
  42. 42
  43. 43
  44. 44
  45. 45
  46. 46
  47. 47
  48. 48
  49. 49
  50. 50
  51. 51
  52. 52
  53. 53
  54. 54
  55. 55
  56. 56
  57. 57
  58. 58
  59. 59
  60. 60
  61. 61
  62. 62
  63. 63
  64. 64
  65. 65
  66. 66
  67. 67
  68. 68
  69. 69
  70. 70
  71. 71
  72. 72
  73. 73
  74. 74
  75. 75
  76. 76
  77. 77
  78. 78
  79. 79
  80. 80
  81. 81
  82. 82
  83. 83
  84. 84
  85. 85
  86. 86
  87. 87
  88. 88
  89. 89
  90. 90
  91. 91
  92. 92
  93. 93
  94. 94
  95. 95
  96. 96
  97. 97
  98. 98
  99. 99
  100. 100
  101. 101
  102. 102
  103. 103
  104. 104
  105. 105
  106. 106
  107. 107
  108. 108
  109. 109
  110. 110
  111. 111
  112. 112
  113. 113
  114. 114
  115. 115
  116. 116
  117. 117
  118. 118
  119. 119
  120. 120
  121. 121
  122. 122
  123. 123
  124. 124
  125. 125
  126. 126
  127. 127
  128. 128
  129. 129
  130. 130
  131. 131
  132. 132
  133. 133
  134. 134
  135. 135
  136. 136
  137. 137
  138. 138
  139. 139
  140. 140
  141. 141
  142. 142
  143. 143
  144. 144
  145. 145
  146. 146
  147. 147
  148. 148
  149. 149
  150. 150
  151. 151
  152. 152
  153. 153
  154. 154
  155. 155
  156. 156
  157. 157
  158. 158
  159. 159
  160. 160
  161. 161
  162. 162
  163. 163
  164. 164
  165. 165
  166. 166
  167. 167
  168. 168
  169. 169
  170. 170
  171. 171
  172. 172
  173. 173
  174. 174
  175. 175
  176. 176
  177. 177
  178. 178
  179. 179
  180. 180
  181. 181
  182. 182
  183. 183
  184. 184
  185. 185
  186. 186
  187. 187
  188. 188
  189. 189
  190. 190
  191. 191
  192. 192
  193. 193
  194. 194
  195. 195
  196. 196
  197. 197
  198. 198
  199. 199
  200. 200
  201. 201
  202. 202
  203. 203
  204. 204
  205. 205
  206. 206
  207. 207
  208. 208
  209. 209
  210. 210
  211. 211
  212. 212
  213. 213
  214. 214
  215. 215
  216. 216
  217. 217
  218. 218
  219. 219
  220. 220
  221. 221
  222. 222
  223. 223
  224. 224
  225. 225
  226. 226
  227. 227
  228. 228
  229. 229
  230. 230
  231. 231
  232. 232
  233. 233
  234. 234
  235. 235
  236. 236
  237. 237
  238. 238
  239. 239
  240. 240
  241. 241
  242. 242
  243. 243
  244. 244
  245. 245
  246. 246
  247. 247
  248. 248
  249. 249
  250. 250
  251. 251
  252. 252
  253. 253
  254. 254
  255. 255
  256. 256
  257. 257
  258. 258
  259. 259
  260. 260
  261. 261
  262. 262
  263. 263
  264. 264
  265. 265
  266. 266
  267. 267
  268. 268
  269. 269
  270. 270
  271. 271
  272. 272
  273. 273
  274. 274
  275. 275
  276. 276
  277. 277
  278. 278
  279. 279
  280. 280
  281. 281
  282. 282
  283. 283
  284. 284
  285. 285
  286. 286
  287. 287
  288. 288
  289. 289
  290. 290
  291. 291
  292. 292
  293. 293
  294. 294
  295. 295
  296. 296
  297. 297
  298. 298
  299. 299
  300. 300
  301. 301
  302. 302
  303. 303
  304. 304
  305. 305
  306. 306
  307. 307
  308. 308
  309. 309
  310. 310
  311. 311
  312. 312
  313. 313
  314. 314
  315. 315
  316. 316
  317. 317
  318. 318
  319. 319
  320. 320
  321. 321
  322. 322
  323. 323
  324. 324
  325. 325
  326. 326
  327. 327
  328. 328
  329. 329
  330. 330
  331. 331
  332. 332
  333. 333
  334. 334
  335. 335
  336. 336
  337. 337
  338. 338
  339. 339
  340. 340
  341. 341
  342. 342
  343. 343
  344. 344
  345. 345
  346. 346
  347. 347
  348. 348
  349. 349
  350. 350
  351. 351
  352. 352
  353. 353
  354. 354
  355. 355
  356. 356
  357. 357
  358. 358
  359. 359
  360. 360
  361. 361
  362. 362
  363. 363
  364. 364
  365. 365
  366. 366
  367. 367
  368. 368
  369. 369
  370. 370
  371. 371
  372. 372
  373. 373
  374. 374
  375. 375
  376. 376
  377. 377
  378. 378
  379. 379
  380. 380
  381. 381
  382. 382
  383. 383
  384. 384
  385. 385
  386. 386
  387. 387
  388. 388
  389. 389
  390. 390
  391. 391
  392. 392
  393. 393
  394. 394
  395. 395
  396. 396
  397. 397
  398. 398
  399. 399
  400. 400
  401. 401
  402. 402
  403. 403
  404. 404
  405. 405
  406. 406
  407. 407
  408. 408
  409. 409
  410. 410
  411. 411
  412. 412
  413. 413
  414. 414
  415. 415
  416. 416
  417. 417
  418. 418
  419. 419
  420. 420
  421. 421
  422. 422
  423. 423
  424. 424
  425. 425
  426. 426
  427. 427
  428. 428
  429. 429
  430. 430
  431. 431
  432. 432
  433. 433
  434. 434
  435. 435
  436. 436
  437. 437
  438. 438
  439. 439
  440. 440
  441. 441
  442. 442
  443. 443
  444. 444
  445. 445
  446. 446
  447. 447
  448. 448
  449. 449
  450. 450
  451. 451
  452. 452
  453. 453
  454. 454
  455. 455
  456. 456
  457. 457
  458. 458
  459. 459
  460. 460
  461. 461
  462. 462
  463. 463
  464. 464
  465. 465
  466. 466
  467. 467
  468. 468
  469. 469
  470. 470
  471. 471
  472. 472
  473. 473
  474. 474
  475. 475
  476. 476
  477. 477
  478. 478
  479. 479
  480. 480
  481. 481
  482. 482
  483. 483
  484. 484
  485. 485
  486. 486
  487. 487
  488. 488
  489. 489
  490. 490
  491. 491
  492. 492
  493. 493
  494. 494
  495. 495
  496. 496
  497. 497
  498. 498
  499. 499
  500. 500
  501. 501
  502. 502
Anzeige
 
Top