Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Variable

    19.10.2016, Hero Pattner
    Die von den Forschern als "Optimisten" Genannten, könnte man auch die "Spekulierenden/Risikoreichen" bezeichnen. Die "Pessimisten" als die "Vorsichtigen/Überlegenden" und die Neider als die "Strategische/Optimierer". Und schon wirkt das Ergebnis des Experimentes ganz anders.

    Die verwendeten Begriffe alleine sind nicht neutral. Mag sein, daß Experimentersteller da für sich das rein sachlich belegen, der Leser tut dies meist nicht.

    Als Leser weiß man nicht um genauen (detaillierten) Ablauf des Experimentes. Mir stellt sich zB. die Frage, inwieweit berücksichtigt wird, daß bei einem Spiel das Ziel ist zu gewinnen. Oder bei einem Experiment halt "es nicht falsch" zu machen. Es ist halt - eine wie auch immer geartete - "Aufgabe" zu erledigen. Da handelt man anders, als wenn es keine Aufgabenrahmen gäbe. Der Anreiz von Lotteriescheinen verstärkt das Ziel "zu gewinnen". Und da handeln dann vermutlich halt die meisten strategisch, oder sind Zocker. Die "Neider" versuchen es mit Gewinnen und den anderen "schädigen" (zurückwerfen). So wie das bei Spielen halt ist, um zu gewinnen.

    Lose Gedanken dazu, vielleicht ist auch all das berücksichtigt gewesen bzw. gewollt gewesen.
  • Re-Aktion

    19.10.2016, Defender
    Ich hatte einmal einen Gesprächspartner, der stellte die Theorie auf, daß ICH die Verantwortung für SEINE Beschimpfungen habe, ICH also die Entscheidung habe, ob ich mich in meinem eigenen Wahn beschimpfen lasse. Ich legte ihm dar, daß Beschimpfungen in jedem Fall Kosten verursachen, entweder in der Unterdrückung oder in der Ausführung einer Reaktion, ich also in jedem Fall ein Opfer bin. Er mochte meiner Argumentation nicht folgen.

    Ich ließ anschließend eine Hetztirade los - nicht persönlich auf ihn, daß wäre ja eine objektive Beleidung gewesen, sondern auf mich! Er reagierte. Hereingefallen.
  • Hyperhidrose

    19.10.2016, M.N.
    Als Betroffene (riesige Schweißflecken, tropfende Hände, tropfnasse Füße) bin ich neben der Anwendung einer Iontophorese auf die Verwendung von Aluminiumsalzen angewiesen. Aluminiumchlorid lasse ich mir als halbflüssiges Gel in der Apotheke anmischen. Ich benutze es zweimal wöchentlich unter den Achseln und an Händen und Füßen. Zusätzlich benutze ich ein aluminiumfreies Deo.
    So komme ich ganz gut über die Runden. Die Hyperhidrose ist eine schwere und schwierige Erkrankung, die sich vor allem negativ auf soziale Kontakte auswirkt, mit allen Konsequenzen.
    Doch sollte der Preis Brustkrebs und Alzheimer sein? Eine schreckliche Vorstellung!!! Ich bin froh über den vorstehenden Artikel, der die oft populistisch aufgemachten Alarmmeldungen in der Presse auf ihr realistisches Maß zurückschrauben und eine vernünftige Risikoeinschätzung zulassen. Danke!
  • Grenzwert zu hoch?!

    17.10.2016, Peter Weigl
    Wieso sollte der Grenzwert von 600 Bq/kg zu hoch sein? Der hat damit noch soviel Sicherheit, dass er bei Bedarf ohne gefährdend zu sein verdoppelt werden kann (was ja auch nach EU Richtlinien nach Chernobyl und Fukushima gemacht wurde) Dass die diversen grünen Spendensammlervereine diese Angstmacherei ad nauseam verkünden ist arg genug - von Sigmar Berndt von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie hätte ich mir diese unbegründete Aussage nicht erwartet.

    Es kommt nicht von ungefähr, dass in Deutschland die "Gesundheitsgefährdung" durch einige ppb (parts per billion) des von allen Risikoabschätzungsstellen dieser Welt für ungefährlich eingestuften Glyphosats in Getränken, die den von allen Risikoeinschätzungsstellen dieser Welt für gesundheitsgefährlich eingestuften Alkohol im Prozentbereich enthält, die mediale Runde macht.

    Die Gefahr beim Pilzessen geht von den Giftpilzen aus, nicht von deren radioaktiver Belastung - auch wenn das so schön in die Antikernkraft-Ideologie passt.
  • Signifikant? Erkenntnis?

    17.10.2016, K.
    Ist 5% schon signifikant? Also prinzipiell sind die Untersuchungen ja interessant. Wenn ich als Heavy-User > 1 Joint pro Tag rauche, ist es allerdings nicht verwunderlich, wenn ich mir öfter die Knochen breche. Wenn ich mehr als einen Ethanol-Rausch pro Tag habe, ist das Ergebnis wahrscheinlich das Gleiche.

    Irgendwie kommen bei solche Untersuchungen immer Binsenweisheiten raus. Heavy -User werden mit Sicherheit auch mehr Probleme mit der Polizei haben/ mehr Probleme im Straßenverkehr haben/ mehr Probleme in Beziehungen haben/weniger verdienen als der Durchschnitt/häufiger irgendwelche anderen körperlichen Beschwerden haben usw... Das gilt statistisch gesehen auch für alle anderen Heavy-User Drogen Konsumenten (legal und illegal).

    Was ist denn das Ziel dieser Untersuchungen? Exzessiver Drogenkonsum ist schlecht (weiß jeder), moderater Drogenkonsum geht aber noch?
  • Furzen!

    17.10.2016, brüno
    Uh ... "Flatulenzen" ... "Darmwinde"... irgendwann darf man auch bei "Spektrum" das Kind beim Namen nennen!
    "...warum rülpset und furzet ihr nicht?" ... wer sagte das doch gleich?
  • Interessanter Artikel

    17.10.2016, B. Keim
    was ich aus eigener Erfahrung dazu beitragen kann ist, dass (bei mir sehr seltene) Migräneanfälle sich nicht durch Aspirin und Co, sondern durch Übergeben beseitigen lassen. Klingt krude, wirkt aber, zumindest bei mir.
    Dass Migräne sich auf die psychische Verfassung auswirkt, soll hier nicht weiter erläutert werden.
  • die Teilhabe Aller an Allem ???

    16.10.2016, Georg Stürmer
    ...was würde wohl ein Sklave (das Öl der Antike) und auch so Menschen wie Frauen dazu sagen?
  • Maximale Gebirgshöhe als mögliche Ursache?

    15.10.2016, Dr. Herbert Haupt
    Die maximale Gebirgshöhe auf der Erde liegt bei etwa 9000 m. Wird ein Gebirge noch weiter hinaufgedrückt, so plastifiziert dessen Basis infolge des extermen Druckes und fließt seitlich oder in die Tiefe weg. Zum Vergleich: Beim Mars hat der Olympus Mons die dort wegen der geringeren Schwerkraft an der Oberfläche etwa maximale Höhe von 25 km, was denselben Basisdruck erzeugt. Wegen der enormen Größe von Himalaja und Karakorum kann dort die überschüssige Masse nicht seitlich abfließen; es bleibt nur der Weg nach unten.
  • Beeinflussung der Meinung

    15.10.2016, H.Rott
    Man sollte glauben, der Mensch kann denken. Wenn dem so ist, dann frage ich mich, wieso die Computertechnik all die Fehler (Nebenschauplätze) schafft, die die Biologie auch gemacht hat. Leider scheint irren allzu menschlich zu sein.
  • Korrektur

    14.10.2016, L.Schaber
    Korrektur zu:
    "... dass eine Probe mit ziemlicher Sicherheit ausgeschlossen werden könne .."

    Richtig ist:
    ...dass eine Verunreinigung der Probe mit ziemlicher Sicherheit ausgeschlossen werden könne...
  • Ähnliche Problematik in Traditionsmedien

    14.10.2016, L.Schaber
    Zu folgendem Zitat :

    "..."Politische Kampagnen automatisieren immer stärker ihre Botschaften und viele Bürger, die soziale Medien nutzen, sind häufig nicht in der Lage, die Quellen einer Botschaft zu evaluieren oder die Kraft der Argumente kritisch zu hinterfragen", schreiben die Autoren. Fake-Accounts würden Propaganda verbreiten und "artifizielle Trends" erzeugen. ..
    (Zitatende)

    Was hat eigentlich die (angeblich ! ) mangelnde Fähigkeit der Bürger zur Quellenevaluation oder zur Stärke von Argumenten mit der Informationsautomatisierung (und den bots) zu tun? Beide Probleme betreffen den Umgang mit den traditionellen Medien genauso.
    Oft wird suggeriert, dass quasi göttlich unabhängige und völlig unkorrumpierbare Redakteure dies paternalistisch für den Konsumenten tun oder zu tun hätten. Das liegt aber sehr oft weitab von der Realität:
    In Zeitungen lese ich zudem heute dieselben Agenturverlautbarungen, die ich fast identisch gestern in den Audiovisuellen Medien gehört und gesehen habe.
    Und was der dpa- Redakteur oder auch der TV- bzw Radioredakteur wegelassen hat, um mich nicht zu "beunruhigen", das weiß ich nicht.

    Merke: Auch (Chef-) Redaktionen können "Bot- Kollektive" sein. (-:
  • Warum ist der Bulge so anders?

    14.10.2016, Ulrich Heemann
    Es ist doch erstaunlich, dass heutige Kugelsternhaufen nicht in den Bulge einverleibt werden, andere sehr alte Sterne (= Kugelsternhaufen) aber sehr wohl mit einer deutlich anderen Dynamik. Da scheint mir die Wirkung des Schwarzen Lochs, das (mit geringerer Mächtigkeit) von Beginn an als vorhanden unterstellt werden kann, doch von (im wörtlichen Sinne) zentraler Bedeutung zu sein. Ich darf schlussfolgern:
    Ursprünglich waren die sich bildenden Kugelsternhaufen zwangsläufig mit geringerer gravitativer Reichweite ausgestattet, konnten aber nach wechselseitigem Einfang unter der Wirkung des anwachsenden Schwarzen Lochs immer enger an dieses herangezogen werden. Dadurch wurde die wechselseitige gravitative Interaktion der Sterne immer stärker, so dass die Sterne wieder einer randomisierenden Wirkung wie in einem Gas ausgesetzt waren, wie es bereits in den Kugelsternhaufen der Fall war. Der überschüssige Drehimpuls wurde hingegen an einige Sterne übergeben, die das große Rad aufzubauen begannen. Der Bulge gibt den heutigen direkten und indirekten Einflussbereich des Schwarzen Lochs (und/oder auch dunkler Materie) wieder. Weitere Sternhaufen oder auch Galaxien konnten aufgrund des zunehmenden gravitativen Einflusses der Gesamtgalaxis eingefangen werden, ohne dass sie dem Bulge zu nahe kommen mussten. Letzterer wird somit heute sicherlich weniger stark wachsen als dies früher der Fall war (auch wegen der gewachsenen intergalaktischen Entfernungen), zumindest in Relation zu dem äußeren Bereich. Dies kann sich aber ändern, wenn eine ähnlich große Galaxis (s. Andromeda) mit anderem Gesamtdrehimpuls auf unsere Milchstraße trifft. Dann werden sich nicht nur die Kerne vereinigen (und die Schwarzen Löcher), sondern die Drehimpulse der beiden Galaxien werden sich nicht so einfach angleichen können, da die Abstände der Sterne im Mittel doch zu groß für diesen Prozess sind, um dies in absehbaren Zeiträumen zu gewährleisten.
    Insofern ist es keineswegs erstaunlich, dass im Bulge vornehmlich sehr alte Sterne zu finden sind. Es scheint auch, dass Gas- und Staubwolken unter den extremen gravitativen Bedingungen kaum eine Chance haben, sich zu neuen Sternen zu formieren, da sie von der Gravitation des Schwarzen Lochs und der sie eng umfliegenden weiteren Sterne zerrissen (zu langen Bändern verformt) werden.
  • Fragen Sie einen Fachmann...

    14.10.2016, Robert Orso
    Das ist der unbedingte Rat in jedem Pilz Bestimmungs Buch, jeder APP und jeder Webseite die sich mit dem Thema beschäftigt, auch so renommierte wie die Webseiten der verschiedenen Mykologischen Gesellschaften. Stets wird das gleiche betont: "Die Bestimmungs Hilfsmittel dienen NICHT zur Bestimmung der Essbarkeit, nur zur Bestimmung der Art" und "Wenn Sie nicht 100%ig sicher sind, fragen Sie einen Fachmann".

    Nur, woher nehmen und nicht stehlen? Wenn man Glück hat und in der Nähe einer großen Stadt wohnt, dann gibt es manchmal die Möglichkeit am Marktamt einmal die Woche, "Dienstags zwischen 10 und 11 Uhr" den Pilzkorb aussuchen zu lassen. Die Pilze vom Wochenende sind dann natürlich alle schon kaputt, die 80km Fahrt also ohnehin umsonst.

    Nachdem bestimmt jeder Pilzsammler zu 100% sicher ist, dass seine Pilze ungiftig sind, hilft auch der Rat nicht, im Zweifelsfall lieber einen weniger mitzunehmen. "100% sicher" schließt leider nicht aus, dass man sich nicht trotzdem irrt. Tatsächlich sind die meisten Vergiftungsfälle wohl eher deswegen zu verzeichnen, weil der gefragte "Experte" sich dann doch nicht so genau auskannte wie er dachte.

    Pilze neigen nun mal dazu, gelegentlich anders auszusehen als am Vergleichsbild. Ob die Lamellen jetzt blaßgelb oder cremefarben sind, der Hut rehbraun oder kastanienbraun und ob die Lamellen stumpf oder am Stiel kurz angesetzt sind, ist sicher auch für den Fachmann nicht bei jedem Exemplar Verwechslungs frei erkennbar.

    Früher gab es gerade am Land in fast jedem Dorf eine "Großmutter", die ein Leben Lang Erfahrung mit Pilzen hatte. Heute kennen die meisten Pilze nur noch aus dem Chinarestaurant oder dem Supermarkt. Die Experten vor Ort sind ausgestorben.

    Ich selbst traue mich nur drei Pilzarten "sicher" zu pflücken. Wer weiß wie viele Kaiserlinge ich schon stehen gelassen habe, weil ich sie für Fliegenpilze hielt...

    Schade eingentlich.
  • Desulforudis audaxviator

    14.10.2016, Dr. Manfred Bühner, Biochemiker
    Hallo Freunde,

    Danke für die Information über ein faszinierendes Bakterium, das unter Bedingungen lebt, die zu den Verhältnissen bei der Entstehung des Lebens auf der Erde sehr ähnlich sind. Allerdings zeigt der Autor mit der Formulierung

    "ein solcher Keim in einem Evolutionsprozess auch im All hätte entstehen können",

    dass er über Dinge spricht (Biochemie, Genetik), die außerhalb seines Fachs liegen. Die Evolution ist die Entwicklung vorhandenen Lebens, seine Entstehung steht auf einem anderen Blatt. Die Entstehung von Leben auf minimalen Welten wie Kometen kann nur jemand vorschlagen, der nicht informiert ist darüber, was zur Entstehung lebender Zellen erforderlich ist; nämlich flüssiges Wasser auf einem Planeten mit Atmosphäre und viel UV-Strahlung zur photochemischen Erzeugung der recht komplexen Grundstoffe des Lebens (Nukleotide).

    Und wenn der Komet nur der Transporteur ist, wo ist das Bakterium dann entstanden und vor allem, wie kommt es vom Entstehungsort auf den Kometen?

    Auf der Erde ist alles längst geklärt. Wir brauchen für den Ursprung des Lebens keine anderen Himmelskörper, weder große noch kleine. Unsere gute alte Erde hat das alles vor 4 Mrd. Jahren gemacht, und Chemiker und Biochemiker kennen heute auch die entscheidenden Schritte dafür.

    Grüße,
    Manfred Bühner