Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Ein paar kleine Korrekturen

    30.03.2017, Daniel Schyle
    Also ganz so strahlend, wie sie das in ihrem Beitrag darstellen, ist das mit den Elektroautos ja dann doch nicht. Einerseits gibt es sehr wohl eine Alternative, nämlich die Brennstoffzelle, die zugegebenermaßen noch nicht so weit ausentwickelt ist wie das E-Auto, aber sehr viel einfacher und schneller aufzutanken wäre, ohne dass ein völlig neues Tankstellennetz notwendig würde.
    Ich sehe nämlich schon kommen, dass jetzt alle gedrängt werden, Elektroautos zu kaufen und dann stellt sich nach zehn Jahren heraus, das die Brennstoffzelle viel effektiver ist und man kann das E-Auto verschrotten - die Wirtschaft macht dann das nächste Geschäft mit den Brennstoffzellenfahrzeugen.
    Außerdem Solarzellen: Ich wohne in einer Eigentumswohnug und fände Solarzellen auf unserem Dach ziemlich gut - leider werde ich mir die Radieschen von unten ansehen, bis meine Mitbesitzer vielleicht endlich auch auf den Trichter gekommen sind, dass das eine gute Idee sein könnte. Man sieht die Solarzellen auf Einfamilienhausdächern, aber kaum auf Mehrfamilienhäusern und das wird sich so schnell auch nicht ändern lassen. Das gleiche gilt für die Lade-Infrastruktur: Wenn das im bisherigen Tempo so weitergeht, ist Hamburg wahrscheinlich schon dem steigenden Meeresspiegel zum Opfer gefallen, bevor E-Mobilität für jedermann praktikabel geworden ist.
    Technisch ist das alles machbar, aber es müsste mal jemand damit anfangen...
  • Schwarzer Peter

    30.03.2017, Björn Faber
    Zwar gut geschrieben. Aber wieder werden 2 Kernprobleme ignoriert.

    1. Gerade die zweite Welt, wie Indien holen gerade industriell massiv auf. Ja ein Teil der Energie kommt aus Wind, Wasser und Sonne. Ändert nichts, dass der Löwenanteil immer noch aus Kohle kommt und somit das Klima schädigt.

    2. Solange die Industrie subventioniert wird und on Top eben die Energie der Kohle nutzt zu extremst niedrigen Preisen, wird das Pariser Abkommen gar nichts bringen, schlicht weil es ignoriert wird.

    Den schwarzen Peter den Verbrauchern zu zu schieben und sie zu zwingen EEG Umlage (von der die Industrie befreit ist!) und generell immer mehr für Strom zahlen zu lassen, geht vollkommen an der Sache vorbei und sorgt auch nicht gerade dafür, dass mehr Menschen rein elektrisch fahren werden.

    Der Industrie muss Strom, der aus nicht regenerativen Energien kommt finanziell RICHTIG weh tun, dann bringt die Energiewende auch etwas, Klimaschutz Ziele werden erreicht und der Verbraucher weniger zur Kasse gebeten.
  • Staubsauger und Föhn - Genial!

    30.03.2017, Matthias
    Auch von meiner Seite aus danke für den Artikel. Klasse.
    Humorvoller und eindrucksvoll kann man die unsäglichen Arguemntationen der Innovationsbremsen nicht ad absurdum führen!
  • Bezüglich Klimawandel etwas unschlüssig

    30.03.2017, David Andlinger
    Interessanter Artikel Herr Deeg
    aber leider in einem Punkt etwas unschlüssig: sie schreiben wie schwierig es ist den einfluss von Agrarprodukten auf das Klima zu quantifizieren
    Trotzdem schreiben sie etwas weiter dass der Agrarsektor nur 11% der Treibhaus emissionen in DE ausmacht. Diese Aussage scheint nun ja doch etwas arg simplifiziert weil hier wohl kaum Emissionen von allen Globalen agrarprodukt strömen die in Deutschland verbruacht werden mit einbezogen werden können.

    Insgesamt scheint mir ihre einschätzung den einfluss der modernen livestock wirtschaft auf unsere Ressourcen zu unterschätzen. Viele Publikationen zeichnen da ein gänzlich anderes Bild:
    Steinfeld, Henning,2006 - Livestock's long shadow
    http://ajcn.nutrition.org/content/100/Supplement_1/476S
    http://www.nature.com/nature/journal/v461/n7263/full/461472a.html
    http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0921800911000905
    http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S092422441000107X
  • 100%ig

    30.03.2017, nk
    "brauchen wir hundert Prozent emissionsfreie Autos noch vor 2040"

    Na das klappt ganz sicher...
  • Danke.

    30.03.2017, Sven
    Vielen Dank, dass Sie sich die Mühe gemacht haben diesen Beitrag zu schreiben und die Sache klar zustellen.
  • Ehrenamt

    30.03.2017, howetzel
    Die normalen Bürger machen meist im Ehrenamt die Arbeit (und damit umsonst), über die die Politiker gerne reden oder - noch schlimmer - streiten. Flüchtlinge sind da nur die Spitze des Eisberges.
    Politikverdrossenheit ist danach hausgemacht!
  • Tatsächlich flugfähig?

    30.03.2017, Dieter R.H. Nitschke, Zorneding
    Jedes Mal wenn ich eine neue Ausgabe von "Spektrum der Wissenschaft" bekomme (Abonnent seit Jahrzehnten), vertiefe ich mich nach dem ersten Durchblättern als Erstes in die Rezensionen. Darin habe ich schon manche Anregung für meine persönlichen Wunschzettel gefunden.

    Dieses Mal war es ganz ähnlich. Aber schon bei besagtem ersten Durchblättern war mir sofort klar, daß dieser Quetzalcoatlus northropi so niemals existiert haben kann. Bekanntlich sparen Vögel und ziemlich sicher auch Flugsaurier eine Menge Gewicht mit ihren Röhrenknochen. Aber es gibt keine Leichtbaumuskeln - und davon braucht ein fliegendes Wesen eine ganze Menge. Wenn man sich jetzt diesen massigen Quetzalcoatlus northropi verglichen mit dem abgebildeten Fotographen anschaut, dann wiegt der bestimmt ein bis zwei Tonnen und nicht 100 bis 200 Kilogramm. Damit wäre er absolut flugunfähig! In dem recht guten Fernseh-Dreiteiler "Dinosaurier - Im Reich der Giganten" von 1999 wurde die Größe eines Quetzalcoatlus bei gleichem Gewicht auch wesentlich realistischer mit "mannsgroß" angegeben.

    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Nitschke,

    vielen Dank für Ihre Zuschrift. Sie haben recht damit, dass Q. northropi in der Zeichnung sehr massiv aussieht, was die angegebene Masse von 100 bis 200 Kilogramm unplausibel erscheinen lässt. Der Fehler liegt hier aber wohl eher beim Zeichner als bei den Größen- und Massenangaben. Die Körpermasse von Q. northropi wird in verschiedenen Quellen tatsächlich mit 100 bis 200 Kilogramm veranschlagt, und mannsgroß kann er schon deshalb nicht gewesen sein, weil allein sein Hals zweieinhalb Meter lang war: siehe auch Wikipedia und Senckenberg-Gesellschaft.

    Das Tier war wahrscheinlich extrem dünn, jedenfalls wesentlich dünner als in der Zeichnung dargestellt.

    Die Folge von "Dinosaurier - Im Reich der Giganten", auf die Sie abheben, habe ich nicht gesehen. Quetzalcoatlus ist eine ganze Gattung; vielleicht war in der Episode, in der die Tiere als "mannsgroß" bezeichnet wurden, eine andere Art gemeint?

    Mit freundlichen Grüßen, Frank Schubert (Redaktion)
  • Elektroautos als Teil der Energiewende – und die ist krachend gescheitert!

    29.03.2017, Dr. Armin Quentmeier
    Seit vor 17 Jahren die damalige rot-grüne Bundesregierung das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) verabschiedet hatte, wurden in Deutschland zehntausende Windräder und Fotovoltaik (Solarstrom)-Anlagen gebaut, hunderttausende Häuser mit einer extremen Wärmedämmung versehen und seit einigen Jahren versuchen die Regierenden, Elektroautos mit hohen Subventionen in den Markt zu drücken. Das höhere Ziel der ganzen Energiewende-Bemühungen ist, den CO2-Ausstoß in Deutschland stark zu verringern, am liebsten die deutsche Wirtschaft weitestgehend zu „dekarbonisieren“. Diese Bemühungen haben natürlich ihren Preis; allein der Strom aus Wind, Sonne und Biomasse wird z.Z. über die EEG-Umlage mit 24 Milliarden Euro gefördert. Diese gewaltige Summe, die von Jahr zu Jahr ansteigt, müssen die deutschen Stromkunden bezahlen, während energieintensive Industrien davon befreit sind (müßten diese Unternehmen auch die EEG-Umlage zahlen, käme vor der Dekarbonisierung Deutschlands wohl die Deindustrialisierung durch massenhafte Pleiten).
    Genützt hat der ganze Aufwand in den letzten acht Jahren fast nichts, wenn man einen aktuellen Spiegel-Artikel liest („Problem Erderwärmung – Adieu Klimaziel“, Spiegel online vom 16.3.2017): Im Jahr 2016 lag der Ausstoß an Treibhausgasen bei 906 Millionen t CO2-Äquivalent (neben 800 Millionen t CO2 werden auch die Beiträge von Methan, Lachgas u.a. erfaßt). In 2009 waren es 907 Millionen t CO2-Äquivalent! Also fast keine Reduktion in den letzten sieben Jahren, obwohl mittlerweile über 26.000 Windräder mit 46 MW Leistung (80 % mehr als 2009) und 40 MW Fotovoltaik-Leistung installiert worden (eine Vervierfachung gegenüber 2009) ist und zahllose Häuser gedämmt worden sind. Kosten allein der EEG-Umlagen von 2009 bis 2016: unglaubliche 120 Milliarden Euro, die den Stromkunden aus der Tasche gezogen worden sind für unrealistische grüne Träume! Und das alles für eine kaum meßbare CO2-Einsparung!
    Ähnlich wirkungslos dürfte die massive Förderung der Elektromobilität bleiben: selbst wenn bis 2020 die von der Politik gewünschten eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen rollt, werden damit ca. 2,5 Millionen t CO2 pro Jahr eingespart, daß entspricht bei Gesamtemissionen von 800 Millionen t CO2 pro Jahr gerade mal 0,3 %, ein Betrag, der sozusagen im „statistischen Grundrauschen“ der Erfassung der Treibhausgas-Emissionen untergeht. Selbst wenn es 10 Millionen Elektroautos wären, könnte man damit gerade mal 3 % der deutschen CO2-Emissionen eingespart werden.
    Fazit: das Elektroauto ist für die CO2-Reduktion und damit für die Klimabilanz in Deutschland praktisch bedeutungslos. Jegliche Subvention zum Kauf von Elektroautos ist eine Verschwendung von Steuergeldern und sollte sofort beendet werden. Die Forschungen zur Entwicklung leistungsfähigerer Batterien sollten natürlich weitergehen. Ziel: eine Batterie mit moderatem Gewicht, die genügend Strom für mindestens 500 km Reichweite haben muß und in fünf Minuten vollgeladen werden kann – und bei der Herstellung dürfen nur so geringe CO2-Mengen emittiert werden, daß es über die „Lebenszeit“ der Batterie nicht die CO2-Bilanz komplett verdirbt. Solange es solche Batterien nicht gibt, ist die Hoffnung auf weitere Verbreitung von Elektroautos reines Wunschdenken.
  • Alternativen gibt es schon

    29.03.2017, Lüder Behrens
    Hallo Herr Fischer,

    zunächst einmal kann das Europäische Patentamt (EPA) gar keine Entscheidungen des USPTO umkehren - das ist rechtlich unmöglich. Später sagen Sie zu Recht, dass das EPA anders entschieden hat als das US-amerikanische Pendant - das ist schon richtiger.

    Zum Zweiten wurde gerade kürzlich eine Mitteilung des EPA (engl. EPO) veröffentlicht, die auf Alternativen zu CRISPR-Cas9 abzielt (http://www.epa-insight.com/)

    "The European Patent Office (EPO) has announced it intends to grant its first CRISPR-Cpf1 patent to the Broad Institute, MIT, and Harvard University, based on a patent application filed in June 2015.
    CRISPR-Cpf1 holds the potential for simpler and more precise genome engineering than has been available with CRISPR-Cas9. Feng Zhang and collaborators elucidated the mechanism and harnessed the Cpf1 system for gene editing in human cells in a paper published in Cell in September 2015."

    Gesellschaftlich interessant ist in dem Zusammenhang auch Folgendes:
    "For more than four years Zhang and collaborators have worked with the nonprofit Addgene to openly share CRISPR reagents more than 37,000 times with researchers at nearly 2,100 institutions in 59 countries.

    “Researchers at many institutions have contributed to the understanding and use of CRISPR systems, and it is encouraging that the worldwide intellectual property landscape reflects this diversity,” said Issi Rozen, Chief Business Officer at the Broad Institute. “It is vital that these institutions pledge to treat these technologies as a public good, and share them in ways that maximize the benefit to patients. This includes open sharing with the academic and nonprofit community, non-exclusive licenses for research purposes, and limits on exclusivity so there is always a path for promising medical innovations to be explored.”

    Berichten Sie bitte weiter über das spannende Thema!

    Mit freundlichen Grüßen,

  • Danke für Ihre Antwort...

    29.03.2017, Damian Volllmert
    ...und ich finde es wirklich klasse, dass Sie sich die Zeit nehmen auch auf Amateure wie mich und deren Meinungen/Anmerkungen einzugehen.

    Ich schätze Spektrum.de sehr als wissenschaftlich ausgeglichenes und fundiertes Medium. Aber diese kleinen Zusatzdetails sind es, die heute immer mehr untergehen im allgemeinen "Schnell-Schnell" der heutigen (auch Wissenschafts-)Newswelt und dann leider oft zu nicht ganz richtigen Schlüssen beim Leser führen können...

    Ansonsten weiter so!
  • Unschärferelation und Fehlertoleranz

    29.03.2017, Paul Kalbhen
    Auf zwei missverständliche Dinge möchte ich in der Diskussion hinweisen, dass nämlich die Unschärfe- bzw. Unbestimmtheitsrelation Heisenbergs nur bei gleichzeitiger Messung zweier komplementärer Größen gilt und diese nichts mit der Fehlertoleranz makroskopischer Messgeräte zu tun hat.
    Zunächst ist festzustellen, dass in der Mikrophysik die Rückwirkung des Messgerätes auf das zu messende Objekt nicht zu vermeiden ist, und zwar prinzipiell nicht. Werner Heisenberg hat die daraus resultierende Messungenauigkeit in seiner so genannten Unschärfe- bzw. Unbestimmtheitsrelation für alle miteinander verknüpften „komplementären“ Größen der Physik erfasst, die die Einheit „Wirkung“ (Joule mal Sekunde = Volt mal Ampere mal Sekundequadrat) besitzen – wie etwa Energie und Zeit, Weg (Ort) und Impuls, elektrische Ladung (Ampere mal Sekunde) und magnetischer Fluss (Volt mal Sekunde). Das Produkt der „Unschärfen“, der Messungenauigkeiten zweier komplementären Größen ist etwa gleich dem Planck’schen Wirkungsquantum, einem sehr kleinen Wert. Man kommt also mit der Messgenauigkeit an eine untere Grenze, die sich notwendig aus der Existenz des Planck’schen Wirkungsquantums ergibt. Daraus folgt für die ebenfalls sehr kleinen Unschärfen der Mikrophysik, dass sich bei gleichzeitiger Messung zweier komplementären Größen für die zweite Größe eine „Unschärfe“ (Messungenauigkeit) ergibt, die um so größer ist, je genauer die erste Größe erfasst wird. Diese Tatsache hat nichts mit der Fehlertoleranz der Messgeräte oder Messmethoden zu tun (eine „Unschärfe“ null der ersten komplementären Messgröße würde ja gerade bei der zweiten die „Unschärfe“ unendlich bedingen), sondern ist in der atomistischen Struktur von Materie und Energie begründet.
    Freilich liegen die Verhältnisse bei makroskopischen Objekten größerer Massen völlig anders, weil wegen des sehr kleinen Betrages des Planck’schen Wirkungsquantums die „Unschärfen“ der Messungen vernachlässigbar gering werden, d.h. die Unbestimmtheitsrelation spielt hier kein Rolle. Dennoch beruht auch die Makrophysik auf der statistischen Natur der Quantenunschärfe, die sich auf das Phänomen der Komplementarität bzw. der Dualität zwischen Wellen- und Korpuskelbild der Materie zurückführen lässt.
  • Schön, dass dem Herrn Gerechtigkeit wiederfährt!

    29.03.2017, Dmaian Vollmert
    Jedoch stört mich das eine oder andere in dem Artikel an sich!

    1. Zitat: "Sechsmal... löste sich vom großen Eisschild über dem Nordpol, der damals weit herunter nach Kanada und Skandinavien reichte..."
    -> Damals reichte der Eisschild also viel weiter nach Süden - kein Wunder, dass die besagten Vorgänge eine gewaltige Auswirkung auf das Klimageschehen, sprich eine Abkühlung zur Folge hatten. Heute kann das aber doch in dem Maße schon aufgrund der viel geringeren Eisbedeckung nicht (so) stattfinden - wieso wird das in diesem Artikel dann suggeriert?!

    2. Zitat: "...eine Armada von Eisbergen. ...Als sie schmolzen, stieg der damals niedrige Eiszeitmeeresspiegel schnell um einige Meter an."
    -> Seit wann steigt der Meeresspiegel beim Schmelzen von Eisbergen an?!? Das stimmt doch physikalisch hinten und vorne nicht!

    Mit solchen "Fakten" wird Herrn Heinrich im Nachhinein noch ein Bärendienst erwiesen - ist mir einfach unverständlich!
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Vollmert,

    das Eis stammte auch von Gletschern, die an Land lagen, abbrachen und im Meer schmolzen. Dieses Eis trägt dann natürlich schon zum Meeresspiegelanstieg bei.

    Sie haben natürlich Recht, dass die Auswirkung auf das Klimageschehen heute durch ein Heinrich-Event anders ausfallen könnten. Sollte sich aber Grönlands Eisschild noch stärker auflösen und mehr Eisberge im Meer schmelzen (und es aussüßen), hat das sicherlich Folgen für das Golfstromsystem. Es könnte nach Süden abgedrängt werden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Zu kurz gegriffen

    29.03.2017, Stephan Gürtler, Wingerode
    in Deutschland, einem der kinderfeindlichsten Länder der Erde greift dieses fiktive Szenario zu kurz. Um die Struktur des Problems zu erfassen, ist eine systematische Analyse der Ursachen notwendig. Da diese Thematik viele Buchbände füllen würde, kann ich nur eine extrem kurze Sicht aufzeigen.

    Die Ursachen des sogenannten demografischen Wandel sind vielschichtig, keineswegs einfach und eindeutig. Für mich gibt es drei Hauptverursacher, welche in ihrer Komplexität nicht allein verantwortlich sind. Hauptschuldiger ist die Politik (Regierende), denn 70 Jahre verfehlte Wirtschaft- Sozial- und Familienpolitik … müssen sich irgendwann rächen.

    In der Politik laufen alle Zahlen über Geburtenraten, Sterberaten, Wirtschaft, Studienzahlen etc. zusammen. Hier zeigt sich der eigentliche Fachkräftemangel, denn selbst dem dümmsten Politiker müssten diese Zahlen Angst machen und zum Nachdenken und Handeln anregen. Aber Fehlanzeige, Politiker werden ja bekanntlich nicht gewählt, sondern gekauft von Lobbyisten. Um dies klägliche Versagen zu verdeutlichen, werde ich eine Metapher benutzen. Albert Einstein sagte treffend: „ Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde zu sein, muss man als erstes Schaf sein“.

    Unsere Gesellschaft ist vergleichbar mit einer Schafherde, bestehend aus den Eigentümern (Lobbyisten), dem Hirten (Regierende, Politiker), der Herde (das Volk) und den Herdenhunden (Staatsorgane). Aufgabe der Herde ist es Fleisch und Wolle zu liefern, damit es den Eigentümern und dem Hirten an nichts mangelt. Der Hirte hat nun die Aufgabe die Herde zu verwalten. Da er es natürlich nicht selbst kann, bedarf es einiger Hunde, um die Herde zusammen zu halten. Die Hunde belauschen und beschauen (Telefon- und Videoüberwachung etc.) die Herde, um die schwarzen Schafe (Dunkeldeutsche, Pack …) zu erkennen und notfalls dingfest zu machen. In der Schafherde gibt es auch hochintelligente Eliteschafe, diese schweigen aber mehrheitlich, obwohl sie eine extrem starke Stimme besitzen würden.

    Schweigen heißt Zustimmung. Einige wenige dieser Eliten (die nicht Schweigen), die sehr kritisch sich zu gesellschaftlichen Irrwegen äußern, schaffen es sogar in zwangsfinanzierte GEZ-Talkrunden. Hier stehen sie immer allein gegen den Rest. Der Rest schafft es, diese Elite vor der zuschauenden Herde zu denunzieren und sie der Lächerlichkeit preiszugeben. Sollte die Schafherde nicht zufrieden sein mit dem Hirten, obliegt es den Lobbyisten einen neuen Hirten in demokratischer Manier (Wahlen) feststellen zu lassen (the show must go on).

    Der zweite Hauptschuldige ist die Wirtschaft, deren Hauptziel darin besteht, mit minimalstem Aufwand den maximalsten Profit zu generieren. Es gibt viele Firmen in denen Müttern nach der Mutterschutzfrist gekündigt wird und wurde oder was momentan in sogenannten Technologiefirmen in Mode kommen wird: „Erst Karriere, dann Kind“ (social freezing). Wer will unter diesen Bedingungen überhaupt noch Kinder haben, geschweige denn mehr als zwei Kinder. Ein Normalverdiener kann sich schnell an den Rand des Ruins bringen, wenn er für drei Kinder zu sorgen hat. Das Gehalt eines Partners reicht gerade für die Kindergartenplätze, falls es überhaupt welche gibt. Eine intakte Familie (Vater, Mutter, Kinder) als kleinste Zelle der Gesellschaft ist vom Staat systematisch kaputtgemacht worden. Sie wurden mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften auf eine Stufe gestellt. Dann muss sich die Wirtschaft auch den Vorwurf gefallen lassen, zu wenig für die Weiterqualifizierung der Mitarbeiter getan zu haben. Ausbildung kostet Geld, aber es ist günstiger der Konkurrenz Fachkräfte abzuwerben.

    Begünstigt wird dies aber auch durch eine massive Absenkung des Bildungsniveaus in den Schulen. Die Messlatten für Zugangsberechtigungen zu den meisten Studiengängen liegen im Dreck, also für die meisten überwindbar. Wenn man heute Jugendliche nach der Studienrichtung fragt, was sie studieren, hört man oft „irgendwas mit Medien“, “Lehramt“ oder „erneuerbare Energien“. Schwere Studiengänge wie Mathematik, Physik, Chemie, Informatik oder Elektrotechnik … werden kaum noch gewählt. Erstens haben sie in der Gesellschaft keinen hohen Stellenwert und zweitens werden sie in den Firmen vergleichsweise wesentlich schlechter bezahlt als Personen, welche die Taschenspielertricks beherrschen. Das einzige schwere Studium, welches sich lohnt, ist das der Humanmedizin. Hier schaffen es einige sogar den eurokratischen Eid zu schwören, somit ist der 4-5 fache Verdienst möglich. Das fatale Ergebnis einer schlechten Ausbildung verkünden die Firmen dann selbst. Hier wird dann offen über Rechtschreibschwächen und fehlendes Matheverständnis diskutiert, eigentlich alles nur Nieten auf dem Markt und zu kaum etwas zu gebrauchen.

    Selbst wenn unsere Forschung und Wirtschaft Hochtechnologie (Transrapid) hervorbringt sind wir nicht in der Lage diese bei uns anzuwenden. Wir sind stolz, wenn wir Vorreiter bei den erneuerbaren Energien sind. Aber irgendwann müssten wir auch mal nach hinten schauen, ob uns überhaupt noch wer folgt. Machtpolitische Spielchen (Atomausstieg) der Regierung und der Lobbyisten setzt enorme kriminelle Energie (Anergie) frei.

    Der dritte Hauptschuldige sind die Religionen. Wie viele Kriege sind in ihrem Namen geführt wurden und haben somit zu Völkerwanderungen und Invasionen beigetragen. Die katholische Kirche ist jahrelang gegen Verhütungsmittel Sturm gelaufen und hat somit massiv zur Überbevölkerung beigetragen. Aus welchem Grund sollten wir jetzt in der Verantwortung für die Überbevölkerung Afrikas stehen. Diese Probleme lösen wir garantiert nicht indem wir Millionen von Flüchtlingen aufnehmen, diese Probleme müssen die Afrikaner im eigenen Land selbst lösen. Wenn von Wirtschaftsleuten und Politikern vom angeblichen Fachkräftemangel gesprochen wird, zeugt dies von absoluter Naivität, Dummheit und Menschenverachtung, da dieser Mangel ja von ihnen selbst verursacht wurde. Angelockte Fachkräfte der 3.Welt schwächen ihren eigenen Staat durch Förderung des Neokolonialismus in brutalster Weise. Damit wird die Kluft zwischen Entwicklungsländen und Europa garantiert nicht abgebaut.

    Vielleicht ist die Fertilitätsrate in Deutschland momentan etwas zu niedrig, wir sollten aber deswegen nicht in Panik verfallen und weiteren Wirtschaftsflüchtlingen das Paradies versprechen. Vor 100 Jahren brauchte man 80 Bauern um 100 Menschen zu versorgen. Heute schafft dies ein Bauer. Wenn die Industrialisierung/Automatisierung (Stichwort: Industrie 4.0) in dem Maß wie bisher weiterschreitet, werden wir in Deutschland in den nächsten Jahren mindestens 10 bis 15 Millionen zusätzliche Arbeitslose haben. Und somit ist es sicherlich möglich auf einen Arbeitnehmer einen Rentner zu haben. Das Gebot der Stunde muss lauten: Bestmögliche, härtere und effizientere Ausbildung für unsere Kinder, damit sie den zukünftigen Anforderungen gerecht werden. Aber hierfür muss aus staatlicher und wirtschaftlicher Sicht ein radikaler Umbau stattfinden. Dazu sind die derzeitigen Hirten und Eigentümer der Herde wahrscheinlich geistig und physisch nicht in der Lage.

  • Zur Erklärung der „Dunklen Materie“

    29.03.2017, Dr. Paul-J. Hahn, Willstätt-Sand
    Die Existenz der Galaxien kann mit der klassischen Mechanik allein nicht erklärt werden, was zur Hypothese der „Dunklen Materie“ führt, letztere zur Zeit DAS Hauptthema der Astrophysik und ihrer Kosmologie. So wird gar mit hohem Aufwand versucht, einzelne Teilchen dieser Materie nachzuweisen. Dabei ist diese Hypothese kaum alternativlos für die Erklärung der Galaxien.

    Nach der Allgemeinen Relativitätstheorie wird Gravitation stets als die durch Massen hervorgerufene Krümmung bzw. „Eindellung“ der Raum-Zeit-Ebene dargestellt, wobei vorausgesetzt wird, dass diese Raum-Zeit - von allen Massen befreit - überhaupt „homogen“, quasi als Ebene, zu betrachten ist. Das ist aber keineswegs zwangsläufig. Nicht auszuschließen, dass die zugrunde liegende und aus dem Urknall entstandene Raum-Zeit eine strukturierte Topographie aufweist , mit konkaven Senken und „Tälern“, in denen sich - gleich Pfützen, Tümpeln und Teichen - die Galaxien ansammelten. So betrachtet wäre diese Hypothese immateriell und die Suche nach „Materie“ oder gar einzelnen Teilchen einer „Dunklen Materie“ kaum erfolgversprechend. Reizvoller wäre hingegen die Suche nach den erhabenen, konvexen Bereichen („Hügel und Berge“) einer solchen Topographie, deren „Linsenwirkung“ geradewegs der von „Schwarzen Löchern“ entgegengesetzt sein müsste