Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Fragwürdige Zahlen

    27.06.2015, Jan
    Mindestens die Zahlen aus den USA sind mit deutlichen Fragezeichen zu versehen, wie schon die Zeit vor einigen Jahren in ihrer beliebten Rubrik "Stimmt's?" (die sich der kritischen Analyse von Großstadtlegenden widmet) herausgestrichen hat:

    http://www.zeit.de/2013/12/Stimmts-Katzen-Voegel

    Außer acht gelassen wird bei entsprechenden Studien ferner der Gesundheitszustand der erbeuteten Tiere. Dieser wäre jedoch sehr aufschlussreich: Denn Raubtiere (und da ist der Stubentiger, wie auch der von Jägerschaft und Naturschutzverbänden noch stärker dämonisierte wildernde Haushund keine Ausnahme) erbeuten in der Regel bereits geschwächte Tiere und tragen so zur Gesunderhaltung der Bestände bei. Weshalb ja auch Luchs, Wildkatze, Wolf und Co. zumindest von Naturschützern (weniger von den Jägern, die sie als Beutekonkurrenten sehen) willkommen geheißen werden.

    Zeit also, dieses Thema stärker unter einem wissenschaftlichen Blickwinkel und weniger auf der ideologischen Ebene zu betrachten.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Jan,

    ich habe zu diesem Thema schon ein ganzes Buchkapitel geschrieben:

    http://www.wiley-vch.de/publish/en/books/ISBN3-527-32866-1/short/?sID=294orism2r5ttsk56r2sfplkq4

    (Verzeihen Sie die Eigenwerbung)

    darin gehe ich ausführlich auf die Thematik ein. Ich werde demnächst einen größeren Artikel auf Spektrum.de zum Thema bringen und dabei auch genauer auf die Zahlen eingehen. Es mehren sich jedenfalls die Studien, die einen negativen Einfluss der Katzen feststellen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Nicht einverstanden mit der Wichtung

    27.06.2015, Dr. J.Götz
    Der Fotovoltaik wird eine für die Energieversorgung zu große Bedeutung beigemessen. Richtig ist, dass sie in unterentwickelten Gebieten eminent wichtig ist. Für die unterbrechungslose, stabile Stromversorgung ganzer großer Volkswirtschaften hat die Energieerzeugung aus Kernspaltung eine viel viel größere Bedeutung (Frankreich ca. 70 %). Weltweit werden etwa 12 % des Stroms aus Kernenergie erzeugt, in der EU im Jahr 2013 29%. Die Fotovoltaik trägt in Deutschland nur einige wenige Prozent zur Bedarfsdeckung bei. Aufgrund ihrer hohen Kosten und der Tatsache, dass Ersatzkraftwerke zur Verfügung stehen müssen, macht sie über 20 % Anteil am deutschen Strompreis aus. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte im Oktober 2014, dass aufgrund des Erneuerbare Energien-Gesetzes und der dort festgeschreibenen Einspeisevergütung sich der Strompreis seit 2000 in Deutschland um 92 % erhöht, also fast verdoppelt hat.
    Der Erfindung des Transistors und seiner Weiterentwicklung (Schaltkreise, Steuerungen, Computer) und der darauf aufbauenden Entwicklung der Kommunikationstechnik (Mobilfunk, GPS) und zugehöriger Technologien ist ein viel höherer Stellenwert zuzuordnen.
  • 100 Jahre ???

    27.06.2015, Daniel Hage
    Ich weiss ja nicht ob man Herrn Lingenhöhl in der Mathematischen Grundausbildung die Ganzen Zahlen >100 seinerzeit vorenthielt, tatsache ist dass
    Einsteins "annus mirabilis" 1905 war und anno 2005 dieses Centennary auch gebührlich in der wissenschaftlichen welt gefeiert wurde... und eine seiner Revolutionären arbeiten war auch jene welche nach Ihrem wichtigsten ergebnis heute als Spezielle relativitätstheorie bekannt ist... entsprechend leben wir heute im Jahre 110 nach Relativitätstheorie und "lediglich" wenn die ALLGEMEINE Relativitätstheorie gemint sein sollte (das muss man dann aber Präzise so benamsen Herr Lingenhöhl !) wäre die behauptung "100 Jahre danach" korrekt !
    Was die im Text angesprochene Haarsträubende These, Einstein könnte ein Atheist gewesen sein angeht- es steht jedem frei seine veröffentlichenungen zu diesem thema zu lesen uns sich umfassend etwas gutes zu tun !
    Wer insbesondere die feineren oder Grösseren Unterschiede in der Religiosität oder nichtreligiosität der Grössten Physiker der vergangenen ca 150 Jahre sei Max Planck eigenlesend nachvollziehen möchte, dem sei dringendst Hans-Peter Dürr ans Herz gelegt, namentlich das von Ihm herausgegebene
    "Physik und Transzendenz" im Driediger Verlag. Dort sind die 2 wichtigsten Aufsätze einteins zu diesem thema abgedruckt, in welchem ersten mit dem Titel "Religion und Wissenschaft" (vermutl um 1939/40)er sich ausdrücklich zu einer "Kosmischen Religiosität, welche Dogmen und ein Gott der nach dem bild des Menschen gedacht wäre" NICHT kennt !
    Wörtlich weiter " Es kann daher auch keine Kirche geben deren Hauptsächlicher Lehrinhalt sich auf die Kosmische Religiosität gründete"...
    "So kommt es dass wir gerade unter den "Häretikern" aler Zeiten, Menschen finden die von dieser höchsten Religiosität erfüllt waren Ihren Zeitgenossen aber als Atheisten erschienen- manchmal aber auch als Heilige !"...
    Mit dieser Selbsteinordnung stellt sich Einstein ohne es auszusprechen auch in die Tradition von Friedrich Schiller der einst schrieb: "Wenn Ihr mich fragt, WELCHE Religion ich bekenne, so sage ich euch: KEINE...
    und wenn Ihr mich fragt, WESHALB? - so sage ich euch: aus Religion!"
    Kurz: Einstein hat das wort Re-ligio genauso wie einst schuiller im wörtlichen und unverdorbenen sinne für sich gebraucht, gemäss der Einsicht seines 2 Jahre älteren zeitgenossen Hermann Hesse: "Seit ich im sittlichen sinne Reif geweorden bin, habe ich keine "Kirche" mehr gebraucht- aber... ich hätte auch nicht einen Tag meines webens ohne "Religion" sein können ! "
    Mal drüber nachdenken empfiehlt: Daniel Hage
  • Und was ist mit den Mäusen?

    27.06.2015, Brunhild Krüger
    Gerade ist die Rede von einer Mäuseplage in diesem Jahr. Ständig sehe ich, wie Nachbars Katzen Mäuse anschleppen und töten.
    Man stelle sich vor, es gäbe keine Katzen, was dann mit den Mäusen los wäre. Nicht umsonst waren die Katzen in Ägypten heilige Tiere. Ohne sie wären die riesigen Kornsilos wohl ein Opfer der Mäuse geworden.
    Dass diese Seite bzw. Wirkung der Katzen überhaupt keine Erwähnung in Ihrem Beitrag findet, macht ihn doch sehr einseitig-tendenziös.

    Ich vermute, dass durch die Katzen noch nicht eine einzige Wildtierart ausgerottet wurde. Auch da tragen sie vermutlich zum Gleichgewicht in der Natur bei.

    Man soll die Kirche im Dorf lassen und nicht auf den immer mal wieder durch die Medien fahrenden Zug der mittelalterlichen KATZENFEINDLICHKEIT aufspringen.
    Katzen sind KEINE TIERE DES TEUFELS! Und Hexen gibt es auch nicht, die sich in Katzen verwandeln.
    Antwort der Redaktion:
    Werte Frau Krüger,

    Katzen haben bereits Dutzende Vogel- und Reptilienarten ausgerottet. Allerdings nicht in Mitteleuropa, sondern in Inselökosystemen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Missglücktes Intro

    27.06.2015, Rüdiger Kuhnke
    "Grundlagenforschung in allen Ehren, aber..." Was heißt denn hier "aber"???
    Ohne Grundlagenforschung läuft überhaupt gar nichts. Nichts von 1 bis 10 und auch sonst nichts.
  • Experiment

    27.06.2015, Nonnobis
    Unfassbar seriöser Artikel! Ein Treibhaus braucht Strom? Sie (die Redaktion) könnten ja mal zu wissenschaftlichen Zwecken ausprobieren, ob eine tägl. Wassermenge von bis zu 22,7 Litern täglich, den Tatsachen entspricht. Es ist allerdings zu befürchten, dass das Experiment sehr schnell beendet ist, weil die Pflanze "ersoffen" ist. Solche Angaben sind lächerlich. Wenigstens wird die Energielobby jetzt für die Legalisierung sein, weil neue Kraftwerke gebaut werden müssten. Wie lange wird den diese Schmutz- und Dämonisierungskampagne in unserem Land gegen diese Pflanze noch andauern?
  • Unbegründete Aggression

    27.06.2015, Aaron Kunz
    Sehr geehrter Herr Trapp, haben Sie auch Verjährung vorgesehen? Falls nicht, verhaften Sie doch bitte als Erstes jene Schwerstverbrecher, die an den großen WHO-Impfkampagnen bis in die 70er Jahre beteiligt waren. Als Nächstes nehmen Sie sich dann die aktuellen WHO-Leiter vor, die in aller Öffentlichkeit einen Genozid gegen das Masernvirus ausgerufen haben und ihn eiskalt durchführen. Sie sehen selbst, dass Ihre Thesen unlogisch sind.
  • LED?!

    27.06.2015, Tom
    Was ist mit LED Beleuchtung ? Diese verbraucht nur einen Bruchteil des Stroms der bei "herkömmlicher" Beleuchtung anfällt und die Leuchtmittel halten wesentlich länger.
    Weiterhin wäre ein Vergleich mir anderen Kulturpflanzen interessant wie bsp. Baumwolle oder ähnliche Pflanzen...

    Meines Erachtens führt die Legalisierung des eigenanbaus hier zu positiven Effekten für den Umweltschutz. Weiterhin Frage ich mich ob es nicht Sorten/Züchtungen gibt die mit wesentlich weniger Wasser auskommen?
  • @ Isa Schroth

    27.06.2015, Sandra Bruchmüller
    Es werden die Vorschriften für biologischen Anbau beim Canabis eben NICHT beachtet. Der Anbau findet meist Indoors statt, wo kein Sonnenlicht hinkommt, so dass die Pflanzen künstlich besonnt werden. Die Gefahr, dass die wertvollen Pflanzen draussen geklaut werden, ist nämlich gross. Wenn Outdoor angebaut wird, findet der Anbau oft heimlich und versteckt statt, wo auch nicht kontrolliert werden kann, nach welchen Methoden gezüchtet wird.

    Der Anbau muss zudem hochprofitabel sein. Natürlich wird da mittels Dünger und Plfanzenschutzmitteln (legalem und illegalem) und Bewässerung (oft illegal) nachgeholfen, was das Zeug hält. Hanfbauern sind schliesslich keine selbstlosen Biobauern, sondern betreiben ein Geschäft wie andere auch. Biologische Produktion bei Gemüse, Fleisch und Obst wurde im Übrigen erst zum Geschäft, seit sich mittels Sigeln und Labeln dafür höhere Preise beim Verbraucher durchsetzen lassen, welche die höheren Anbaukosten decken.

    Wie rabiat Hanfanbauer sind, zeigte sich an einem Beispiel kürzlich in der Schweiz. Nachdem ein Waldbesitzer in seinem Wald eine illegale Plantage entdeckt hatte und sie bei der Polizei gemeldet hat, wurden ihm über 100 junge Eichen ausgerissen und zerstört. Hanfanbauer besetzen einfach fremde Grundstücke, bepflanzen sie unkontrolliert (es ist unmöglich zu kontrollieren, welche Pflanzenschutzmittel sie einsetzen - und dies in einem so sensiblem Ökosystem wie dem Wald, der oft auch Trinkwasserquelle ist), zerstören das fremde Eigentum (z.B. roden Büsche und Bäume, verseuchen das Gebiet mit Dünger und Pflanzenschutzmitteln) und nehmen nach einer Anzeige auch noch Rache, um die Eigentümer einzuschüchtern.
  • "Marihuana belastet die Umwelt"

    27.06.2015, Dipl.-Ing. agrar (U) Paul R. Woods
    Spätestens seit dem Verschwinden des Aral-Sees ist bekannt, das Pflanzenproduktion mit hohem Wasserbedarf Umweltschäden mit sich bringt.
    Dazu wäre nicht ein Titel erforderlich gewesen, der Cannabis sativa spp. indica (wieder einmal) verteufelt. Als wenn die Wassersituation in Kalifornien signifikant besser wäre, gäbe es keinen Anbau von Marihuana.
    Wie viel Wasser geht denn beim derzeitigen Rasensprengen drauf (z. Zt. ist in Kalifornien zweimal die Woche erlaubt)? Ach ja - auch das ist "Gras" - wurde es eventuell mit einberechnet?
    Und nein - ich konsumiere kein Marihuana; meine Lieblingsdroge ist Mosel-Riesling mit 2-3 Gläsern die Woche, denn mehr vertrage ich nicht.
  • Kritik an die Redaktion

    27.06.2015, Sebasian
    Liebe Redaktion,
    22,7 Liter Wasser am tag sind absolut utopisch. Man sollte seine Quellen nicht einfach unreflektiert wiedergeben sondern sich vielleicht vorher nochmal überlegen obe es denn eigentlich sein kann was dort steht. Und selbst wenn diese Spitze von 22,7 Litern am Tag bestünde, ist es unglaublich und schlichtweg falsch zu behaupten, dass die berechneten Werte eine "vorsichtige Abwägung" seien. Eine "vollkommene übertreibung" wäre in diesem Kontext eher angemessen.
    Außerdem folgen die genannten Umweltprobleme aus der Prohibition und nicht dem Anbau der Pflanze an sich. Wäre Cannabis und der Anbau vollständig legal, könnte man auch bestehende Umweltvorgaben kontrollieren. Wenn der Anbau im verborgenen geschehen muss, ist es klar, dass nicht nur korrekt gehandelt wird.
    Dieser Artikel verfehlt also meiner Meinung nach sein Ziel vollständig, wenn es um die Umweltschäden des Cannabisanbaus geht. Alle Pflanzen brauchen Wasser und Dünger und schädigen so die Umwelt, der einzige unterschied beim Cannabis ist die Prohibition die es unmöglich macht Umweltschutzvorgaben zu kontrollieren. Lediglich in einem Punkt muss ich ihnen recht geben und das ist der massive Stromverbrauch von Indoorplantagen den man bei der Kultivierung anderer Pflanzen in der Regel nicht hat. Aber auch das ist mit dem Argument der Prohibition zu erklären, da Outdoorplantagen wesentlich auffälliger und geographisch beschränkt umsetzbar sind. Durch die bessere Infrastruktur und das fehlende Risiko könnte man bei einer legalisierung dort anbauen wo das Wetter gut geeignet ist.
    Also bitte liebe Redaktion: Prangern Sie entweder die Landwirtschaft in Trockenen Regionen an sich an, oder fordern Sie eine legalisierung des Cannabisanbaus. Dieser Artikel ist nicht zielführend.

    Mit freundlichen Grüßen
  • aprilscherz?

    27.06.2015, antibushist
    aprilscherz im juni?
  • Plumpe Stimmungsmache mit methodischen Fehlern

    27.06.2015, Hegemon
    Die Hauskatze ist eine Unterart der Wildkatze, und diese ist seit Jahrmillionen in Europa verbreitet. Merkwürdigerweise hat sie die heimische Vogelwelt trotzdem nicht ausrotten können. Klingt komisch, ist aber so. Wenn von 275 Mio. erbeuteten "Wildtieren" nur 55 Mio. Vögel sind, dann dürften der "Rest" (also 80%) im Wesentlichen Kleinnager sein. Ein militanter Tierrechtler mag diese 220 Millionen Mäuse und Ratten für schützenswerte Wildtiere halten. Ich halte solche kruden Vorstellungen für lächerlich. Ich bin froh, daß meine beiden Katzen haufenweise Mäuse und hin und wieder auch Ratten erledigen - auch wenn es gewöhnungsbedürftig ist, daß sie Ihre Beute am liebtsten mitbringen. Daß sie den letzten Vogel nach Hause gebracht haben, ist 2 Jahre her.
    Antwort der Redaktion:
    Werter Hegemon,

    zu den Kleintieren gehören auch Reptilien, Amphibien und Spitzmäuse, die geschützt sind. Wildkatzen kamen nie in einer derart unnatürlich hohen Dichte vor wie Hauskatzen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Vater Darwin in Aktion

    27.06.2015, Arnd-Matthias Langner
    So ist das Leben .... non survival of the unfit.

    Ein Vogel, der sich von einer Katze erwischen lässt, obwohl er ihr mühelos in die Luft entgehen könnte ....

    Das sind halt die heutigen vom Menschen fettgefütterten Stadt- und Vorgartenvögel, die das Überleben in der Natur verlernt haben und nicht mehr wissen, wie ihre Fressfeinde aussehen.

    Natürliche Selektion. Die Intelligenteren werden überleben.
    Antwort der Redaktion:
    Polemisch geantwortet: Ich bin intelligenter als die Katze und könnte sie locker mit dem Auto überfahren - würden Sie dann auch noch so argumentieren?

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • immer die Katzen

    27.06.2015, Beate Schrader
    Immer sind die Katzen Schuld, obwohl es genügend andere Wildtiere gibt, die genau das Gleiche tun, nämlich jagen. z.B. Eichhörnchen, Waschbär sowie die Raubvögel.
    Und Katzen wie die Europäische Kurzhaar in der Wohnung zu halten, grenzt an Tierquälerei.
    Hier im ländlichen Raum gibt es viele Katzen und trotzdem eine große Vogel-Population. Da sollte man doch lieber gegen die Hundehalter vorgehen, die die Umwelt verschmutzen und die Hunde trotzdem Schonzeit von der Leine lassen.