Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • die lösung ist möglich

    21.03.2017, Heimtloser
    die einzige aktuell machbare variante dieses problem zu lösen sind ein paar moderne kernkraftwerke. die sind effizient, emissionsfrei und produzieren im verhältniss zum erzeugten strom nur geringste abfallmengen . . .
  • Ob das ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist, kann man diskutieren, aber...

    21.03.2017, G. Fahrnberger
    machbar ist es: 60Mio Autos je 20TKm Laufleistung p.a. macht bei einer Reichweite je 70KWh von 400km ca. 210TWh Verbrauch. 2016 sind in D ca. 650TWh Strom produziert worden. Damit würde der Stromverbrauch von allen 60Mio Fahrzeugen 32% des heute erzeugten Stroms ausmachen. Wenn man bedenkt, dass die Umstellung auf Elektrofahrzeuge wahrscheinlich ein Prozess über 20-25 Jahre ist und die Effizienz der Fahrzeuge im Laufe der Zeit steigt, brauchen wir vielleicht 25% mehr Stromvolumen in den nächsten 25 Jahren aus dem Titel PKW Verkehr. Das entspricht etwa dem Produktionswachstum seit 1993. Gleichzeitig würden wir ca. 72 Mrd. Liter Treibstoff sparen (bei durchschnittlich 6L Verbrauch). Wenn das zusätzliche Stromvolumen also aus erneuerbarer Energie käme, wäre das doch eine wünschenswerte Entwicklung?! Außerdem gibt es beim Stromverbrauch allgemein noch reichlich Einsparungspotential (effizientere Geräte, Smarte Steuerung etc…)
  • @Johannes und Joachim

    21.03.2017, Klaus Weber
    Vielleicht war das ja Satire, und wir haben es nicht bemerkt? Der Autor ist ja auch Kabarettist? ;-)

    Kleiner Witz.

    Ich fände es ja als ein schönes Experiment, wenn Herr Ebert in seiner Stadt um 20:00 Uhr 10% der Autos mit Verbrennungsmotor an die Tankstelle schickt.

    Die ersten zehn an jeder Tankstelle werden sich freuen, sie kriegen in Minuten einen vollen Tank. Aber alle anderen müssen - oh Schreck - warten. Und wenn es eine größere Stadt ist, müssen die letzten bangen, ob sie weit nach Mitternacht überhaupt noch Kraftstoff kriegen würden?

    Glaube sogar vermuten zu dürfen, dass das die Raststätte im Spessart nicht schaffen würde die Millionen Autos zu betanken.

    (PS: Man muss eigentlich nicht explizit messen. In einigen südlichen Ländern gab es immer wieder Situationen, z.B. wenn eine Abwertung ihrer Währung, oder Benzinpreis Erhöhungen angekündigt wurden, in denen man sehen konnte, was passiert, wenn plötzlich viele Autofahrer tanken wollten: endlos lange Warteschlangen und leere Tankstellen.

    Warum? Weil eben auch nicht 10% der Autos mit Verbrennungsmotor um 20:00 Uhr tanken, und das bestehende Tankstellennetz so etwas nicht aushalten würde. Dafür wurde es eben niht konzipiert.

    Ebenso wenig, wie dass 10% der E-Autos um 20:00 Uhr tanken wollen würden. Zumal man eben diese selten leer fährt (weil man dann stehen bleiben würde), sondern kontinuierlich nachlädt. Idealerweise in der eigenen Garage.

    Dieses ganze Szenario ist schlicht wenig realistisch.
  • 100 Windräder sollten reichen

    21.03.2017, Bruder Hans
    Ich bin bestimmt kein Fan der E-Autos mit Batterie, aber 100 Windräder sollten reichen. Ein Kleinwagen benötigt etwa 5kWh für 30km was etwa der täglichen Strecke entsprechen sollte. Der Einfachheit halber ein Windrad mit 5000kWh. Bei einer Million Autos max. 10% gleichzeitig an der Dose, so kommt man nach meiner Abschätzung etwa auf 100 Windräder bei gutem Wind. Bei voller Elektrifizierung also nicht mehr wie 600.
    Aber ich komm gerade aus der Innenstadt, es ist alles zugeparkt und ich kann mir nur schwer vorstellen wo all die umweltbewussten Autofahrer ihren Strom herbekommen wollen. Vielleicht hängen ja bald die Verlängerungsschnüre aus den Fenstern, denn es wird bestimmt einige Zeit dauern bis alle 5m eine Ladesäule steht. Von dann lokal auftretendem Strombedarf mal ganz abgesehen.
    Dort wo es m meisten Sinn macht, nämlich in der Städten wird es wohl schwierig mit dem E-Auto für alle. Auf dem Land wäre es einfacher, aber dort braucht man dann vielleicht mehr als 30km. Bleibt der Speckgürtel um die Städte, wo zum Glück auch die wohnen die sich sowas leisten können.
    So wie das E-Auto vor mehr als 100 Jahren schonmal verschwunden ist, hoffe ich diesmal wird es nicht so lange dauern bis wir etwas zukunftsfähiges bekommen.
  • Bedenken

    21.03.2017, Dr. J. Götz
    Hier scheinen sich einige Fans der Elektromobilität und der Erneuerbaren sehr auf's Stromkabel getreten zu fühlen. Ich möchte Herrn Ebert in der Sache recht geben, auch wenn sie teils überspitzt dargestellt und die Schätzungen grob über den Daumen sind. Ebenso stimme ich # 25 N. Schwarz und # 26 Dr. Quentmeier zu und erspare mir weitere Ausführungen. Mit der Elektromobilität ist es wie mit den Erneuerbaren bzw. der "Energiewende": zu viel Wunschdenken und falsche Erwartungen bzw. falsche Versprechungen der Politik. Hierzu empfehle ich den Artikel https://www.welt.de/wirtschaft/article161831272/Die-Dunkelflaute-bringt-Deutschlands-Stromversorgung-ans-Limit.html zu lesen.
    Eins haben die Kommentatoren bisher nicht angesprochen: die Batteriemasse ist sehr hoch, diese tote Masse muss bei jedem Beschleunigungsvorgang beschleunigt werden: das kostet Energie - auch wenn diese beim Abbremsen teilweise rückgewonnen werden kann. Insofern stellt der Dieselmotor (mit Diesel im Tank) unter Berücksichtigung des Verhältnisses von Eigengewicht und Nutzlast sowie der Reichweite das derzeit effektivste Antriebssystem dar.
    Warum es aufgeben? Die Emissionen sind für mich kein (ausreichender) Grund.
    Wenn in Deutschland "Dunkelflaute - siehe zitierter Artikel - herrscht, müssen die Kohlekraftwerke Maximalleistung bringen - mit entsprechenden Emissionen. Wenn dagegen zu viel Wind und Sonne die Netzstabilität gefährden und Strom ins Ausland zu Lasten der Stromkunden verschleudert werden muss wie im Mai und Dezember vergangenen Jahres, werden auch die Batterien der 1 Million E-Mobile dies nicht fassen.
  • Lieber Vince, Du übersiehst ...

    21.03.2017, Stefan Wolfrum
    - Schon jetzt produziert Deutschland 40GWh zu viel Strom.
    - Neodym in Akkus? Wieviel denn genau? Quelle?
    - Die Energiemenge, um ein Auto von A nach B zu bewegen ist bei Benzinautos aber ca. 4-5 mal so hoch wie bei Elektroautos – sollte man erwähnen.
    - wenn z.B. 10 Mio. Elektrofahrzeuge da sind, dann wird ja für 10 Mio. Benzinfahrzeuge kein Sprit mehr benötigt (und der Strom für die Produktion nicht verbraucht), dadurch ist schon ca. 50% des Stroms für die Elektroautos vorhanden.

    Also ... findest Du nun Elektroautos wirklich so cool? Dann solltest Du solche Fakten auch fairerweise erwähnen, gell?! ;-)
  • Bis auf einen Absatz sehr gut

    21.03.2017, Adelheid McLean
    Ich war so begeistert am Anfang. Endlich mal ein guter, sachlich korrekter Beitrag zum Thema Gewicht und dann das:

    "Wer den Kampf gegen sich selbst erfolgreich aufgenommen hat und Gewicht verliert, startet allerdings ein weiteres biologisches Programm: Der Körper fährt seinen Stoffwechsel herunter, braucht also insgesamt weniger Energie – überlebenswichtig in Hungerszeiten, ungemein demotivierend beim Abnehmen..."

    Danach wieder gut. Aber dieser kurze Absatz ist schlicht falsch. Den so genannten "Hungerstoffwechsel" gibt es nicht, zahlreiche Studien haben das belegt (und ich bin mir fast sicher, dass ihr Herr Elliott diesen Absatz nicht verzapft hat). Und trotzdem wird diese Mär wieder und wieder wiederholt.

    Wie schade um diesen sonst so schönen Artikel.
  • Potemkinsche Dörfer der Energiewende erkennen

    21.03.2017, Bernd Klane
    Ich gebe dem Autor recht. Nach 20 Jahren als Ingenieur in der Energeiwende tätig, sehe ich die gleichen Versorgungsprobleme. Vor allem sehe ich, dass heute die Schritte, die die Versorgungslücken füllen könnten, nicht diskutiert werden, nicht in Planungsmaßnahmen berückssichtigt werden. Die solide diskussion würde offenbaren, dass es kein konzept gibt. Ein unheilvolles Bündnis aus Wirtschaft und Politik suggeriert uns heute mit Hilfe von Elektroautos, PV, Windkraft, völlig fragwürdigen Stromspeichern in der Technikumsphase, wir wären mit der Energiewende auf einem guten Weg. Ein paar solide Energiebilanzen entlarven dieses Vorgehen als potemkinsche Dörfer.
    Mehr Details dazu: http://www.waerme-regenerativ.de/energiewende.html
  • Gnadenloser Humbug - alternative Fakten bei spektrum der wissenschaft?

    21.03.2017, Johannes Güntert
    Enttäuschend, dass spektrum der wissenschaft auf derart gravierende alternative Fakten hereinfällt. Seit wann ist politisch gesteuerte Energiepolitik relevant für die Wissenschaft? Hier wird von Ebert gezielt politische Meinungsmache betrieben, keine Physik.

    1. Seit wann ist Neodym in Elektromotoren _notwendig_? Tesla baut fremderregte Asynchron-Elektromotoren ohne Seltene Erden in die Autos ein. Dieses Märchen wird auch regelmäßig von den Pseudowissenschaftlern bei EIKE wegen der Windräder gebracht. Auch dort: kein Neodym notwendig.

    2. Es werden Äpfel mit Birnen verglichen: 30 Liter Benzin sollen durch 900 kg Batterie (Es sind niemals 900, sondern nur max. 500 kg) ersetzt werden? Falsch. Die 400-500 kg Batterie schaufeln in ihrer Lebenszeit für >=200.000 km Laufleistung Energie, d.h. es werden bei 8 Litern/100 km mehr als 16 Tonnen(!) Benzin ersetzt.

    3. Die Anforderung, dass Elektroautos IMMER mit 350 kW geladen werden müssen, ist weltfremd und praxisfern. Der durchschnittliche Autofahrer legt am Tag 60-80 km zurück und am Rest des Tages stet sein Auto ungenutzt in der Garage/auf dem Parkplatz des Arbeitgebers/in der Tiefgarage herum. Praxis heisst hier: 90% der Strecken werden zuhause/auf der Arbeit mit maximal 11 kW nachgeladen, sogar Schuko reicht für diese tägliche Kilometerleistung aus. Nur 5-10% der Strecken werden auf der Autobahn schnellgeladen, und nur dort, auf der Langstrecke, sind Schnelllader wirklich notwendig. Deswegen reicht das Schnellladenetz von Tesla heute schon aus.

    4. Bei der Schnellladung sind 20 Minuten mehr als genug, denn in der Praxis wird man nach 3 Stunden Fahrt (350 km Reichweite) immer mal eine Pause zum Essen oder zum Kaffee machen wollen. Derzeit lädt das Auto. Selbst schon x-mal so praktiziert, ich musste noch NIE auf meine Ladung warten.

    5. Mehrverbrauch an Energie, wenn alle Autos elektrisch fahren würden? 13% mehr. Woher? Shellstudie mit der Kilometerleistung aller Autos im Jahr, Durchschnittsverbrauch 15-20 kWh/100 km und Dreisatz.

    [ ... Absatz gelöscht, die Red.]

    SO NICHT, Herr Ebert. Veräppeln können Sie andere, nicht diejenigen, die bereits seit fünf Jahren elektrisch fahren.
  • Sehr gut analysiert

    21.03.2017, Werner Baumschlager
    Die E-Auto-Sekte wird Sie jetzt allerdings wieder mit ihren üblichen Texten aus dem Bullshit-Generator überziehen.
  • Vorwurf sinnvoll?

    21.03.2017, Anto Knezovic
    Tesla vorzuwerfen, er hätte die Maxwell-Gleichungen nicht verstanden, ist schon etwas gewagt.
    Da man es natürlich nicht ausschließen kann, muss die Frage gestellt werden: Woran kann man das konkret schlussfolgern? Dass der Wardenclyffe-Turm nie funktionieren hätte können, kann zwar sein, aber wir haben Teslas Argumentation nicht. Dass etwas nicht funktioniert hört man wohl immer vor enormen Entdeckungen (siehe Quantenmechanik).
  • Elektrisch fahren funktioniert ... besser als die Beispielrechnungen

    21.03.2017, Joachim Falken
    Es hängen nicht 10% der E-Autos gleichzeitig mit Volllast an Schnelladestationen. Das würde jedem Auto eine theoretische Fahrtstrecke von 2 Mio. km ermöglichen (bei 350 kW Ladeleistung, 15 kWh/100km Stromverbrauch, 10% Ladeanteil über 24 Std. und 365 Tage, also 350/15*100*10%*24*365 km Strecke).

    Bei halbstündigem Aufladen mit 350 kW alle zwei Tage könnte jeder Wagen immerhin ca. 200.000 km p.a. zurücklegen (350*0,5/15*100*365/2).

    Um auf "60 Millionen Verbrennungsmotoren" in D zu kommen, muss man sicherlich alle Rasenmäher und Modellautos mitzählen.

    Eine realistische Rechnung ergäbe 40 Mio. Kfz*15.000 km/a * 25 kWh/100km [Mittelwert mit größeren Kfz.] / 1000 h/a Solarleistung * 5 qm / kW = 750 Quadratkilometer Solarmodulfläche für sämtliche Kfz. Deutschlands, und das wie heute ohne vernünftigere Fahrzeuggrößen und Betriebsweise. Inkl. Abstandsflächen reicht knapp die doppelte Solarparkfläche. Das entspricht der Hälfte der Freiflächen im Landkreis Emsland. Hier passt die Schätzung im Artikel schon besser.

    Es mag sein, dass "einige Politiker sind vom Elektroauto so begeistert [sind], dass sie sogar ab 2030 die schmutzigen Benzin- und Dieselmotoren ganz verbieten möchten." Die Mehrheit des Bundesrats möchte allerdings nur derartige Neuzulassungen ab 2030 beendigen, damit nicht Autofahrer mit Investitionen liegen bleiben, die nicht mehr nutzbar sind.
  • Falsche Annahmen? Naja...

    20.03.2017, ART
    Bei Ebert muss man immer ein wenig vorsichtig sein. Allerdings betrifft dies seine Deutungen. Bei den reinen Zahlen macht er fast nie Fehler. Wenn er davon spricht, dass bereits zehn Prozent einer Million Elektrofahrzeuge ein Versorgungsproblem darstellen, dann lässt sich dies auch von seiner Zeitachse lösen. Hunderttausend Fahrzeuge, die jeden zweiten Tag vollladen, also vielleicht 50 kW ziehen, bedeuten 2.5 GW pro Tag für diesen immer noch kleinen Anteil. Real werden alle E-Autos irgend wann tanken wollen, egal wo und wie lange das dauert, und politisch heißt das Motto totale Umstellung. Wenn ich mal dreißig Millionen Fahrzeuge annehme, die im Schnitt nur einmal pro Woche tanken - was sicherlich zu gering gegenüber dem heutigen Strecken"bedarf" ist - dann macht das doch einen Strombedarf von 1500 GigaWatt pro Woche, oder? Etwas mehr als 200 GW pro Tag. Sind seine Folgerungen da nicht eher noch zu gering?
  • Aua Aua Aua

    20.03.2017, Guido
    Völliger Nonsens und wirklich peinlich für den Autor. Die durchschnittliche Fahrleistung pro Tag und Auto liegt in Deutschland bei 38 km pro Tag. Es gibt bislang keinen Grund zu der Annahme, das Fahrleistungen mit Einführung der Elektromobilität signifikant steigen.

    Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 15 KWh pro 100 km sind für die 38 km sind ca. 5,7 KWh an Energie nötig. Das ist die Energiemenge, die in der Praxis pro Tag durchschnittlich nachgeladen werden muss. Weil das Nachladen nicht mit 100,0% Effizienz geschieht, gehen wir mal von 7KWh aus, die im Schnitt pro Tag und Auto nachgeladen werden müssen. Bei einer Million Autos ergibt das 7 GWh pro Tag. Ein einziges "mittleres Kohlekraftwerk" von Herrn Ebert produziert ca. 36 GWh pro Tag - eine Strommenge ausreichend für 5 Mio. E-Autos.

    Und wie praktisch: Die meistens Elektroautos würden vor allem über Nacht geladen. Langsam - weil das in der Regel besser für die Langlebigkeit der Akkus ist. Und über Nacht ist die Stromnachfrage deutlich geringer als am Tag. Genau deshalb gibt es günstigere Nachtstromtarife. Das alles passt also extrem gut zum vorhandenen Tagesenergieprofil. Heute müssen viele Kraftwerke nachts runtergeregelt werden, weil dann die Nachfrage nicht da ist. Zukünftig laufen die nachts einfach weiter.

  • Elektroautos – Ökologische Mogelpackung oder kompletter Irrsinn?

    20.03.2017, Dr. Armin Quentmeier
    Chapeau, Herr Ebert, Sie haben es auf den Punkt gebracht! Das Elektroauto wird gewaltig überschätzt und selbst eine flächendeckende Einführung ist für das Weltklima bestenfalls bedeutungslos, wenn nicht sogar schädlich.
    Der Anteil der verkehrsbedingten Emissionen wird meist überschätzt; er liegt in hochindustrialisierten Ländern bei unter 20 %. Beispiel Deutschland: 800 Mio t CO2-Gesamtemissionen pro Jahr, davon aus PKW- und LKW-Verkehr 140 Mio t = 17,5 %; 100 Millionen t davon entfallen auf die PKW, also 12,5 % und 40 Mio t = 5 % auf LKW). Wenn nun der ehrgeizige und wohl kaum noch realisierbare Plan erreicht werden sollte, bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen zu bringen, was wäre damit für den Klimaschutz erreicht? Fast nichts: Die CO2-Einsparung, die damit erreicht werden kann, ist selbst für Deutschland lächerlich gering, im Weltmaßstab bedeutungslos: da es ca. 40 Millionen PKW, vom „Smart“ bis zum SUV oder Kombi-Transporter gibt, würden eine Million Elektroautos die Emissionen im automobilen Bereich um höchstens 2,5 % senken, also ein vernachlässigbarer Betrag. 2,5 % Einsparung von 100 Mio t CO2-Emissionen sind 2,5 Millionen t CO2, von insgesamt 800 Millionen t pro Jahr– und dafür soll jetzt dieser Riesenaufwand mit Abertausenden Ladestationen getrieben werden, der Milliarden Euro kosten wird?
    Wie sieht überhaupt die Ökobilanz eines Elektroautos aus – von Herstellung, Nutzung bis zum Recycling? Wie viel CO2-Emissionen verursacht allein die Batterieherstellung? Schon für ein Auto mit Verbrennungsmotor entfallen ca. 70 % des gesamten Energieverbrauchs von der Wiege (Herstellung) bis zum Kraftstoffverbrauch während der gesamten Nutzungsdauer auf die Herstellung, also Gewinnung der notwendigen Rohstoffe und Verarbeitung zu den tausenden Komponenten, aus denen letztlich ein Auto besteht. Also, wer ein 20 Jahre altes Schätzchen in seiner Garage hat, möge es hegen und pflegen und möglichst lange fahren, das ist der effektivste Klimaschutz!
    Jeder Normalbürger, der beim Autokauf sorgfältig rechnen muß (im Gegensatz zu unseren Politikern mit fünfstelligen Monatseinkommen oder grün angehauchten Doppelverdienern in Villensiedlungen), sollte erst mal die Finger von einem Elektroauto lassen. Ca. 10.000 Euro mehr als ein vergleichbares Auto mit Verbrennungsmotor, aber dafür nur ein Bruchteil der Reichweite – da muß es einem schon sehr gut gehen, am besten so gut, dass man sich noch ein Fahrzeug mit Benzin- oder Dieselantrieb leisten kann. Eigentlich spricht alles gegen ein Elektroauto: die geringe Reichweite, der Mangel an Ladestationen (wie soll das überhaupt funktionieren bei den Millionen Autobesitzern, die ihr Gefährt mangels Garage jeden Abend am Straßenrand parken müssen?) und die negativen ökologischen Folgen (s. o.).
    Ebenso wie die gesamte Energiewende ist die Hoffnung auf eine nennenswerte CO2-Einsparung durch Elektroautos reines Wunschdenken, genau wie die Hoffnung auf eine signifikante Verbesserung der Großstadtluft. Jegliche Förderung der Elektroautos ist eine Verschwendung von Steuergeldern; bitte sofort beenden!
    Auf Jahrzehnte hinaus wird der Verbrennungsmotor noch eine große Zukunft haben, Schon jetzt ist die Abgasreinigung bei LKWs schon so weit fortgeschritten, daß ein 40-Tonner weniger Schadstoffe wie Stickoxide und Feinstaub aus dem Auspuff bläst wie so mancher PKW. Es gibt also noch viel zu tun, zu forschen und zu entwickeln, aber für den Verbrennungsmotor und besonders für den Diesel gilt: „Das Beste kommt noch!“ – es sei denn, ideologisch motivierte Autohasser und unverantwortliche Politiker, die uns schon eine milliardenteure und nahezu nutzlose Energiewende eingebrockt haben und die großen deutschen Energieversorger wie E.ON und RWE ruiniert haben, stürzen sich jetzt auf die deutsche Autoindustrie. Gott bewahre!