Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Und ewig grüßt das Murmeltier

    11.04.2017, Markus G
    Dies ist der gefühlt tausendste Artikel mit dem gleichen Inhalt. Es wird wie immer auf die Möglichkeit eines B12 Mangels rumgeritten obwohl jeder Veganer darüber informiert ist.
    Es wird auch wieder so getan als ob Schwangere Normalesser keine Vitamine zuführen würden. Ich möchte einmal die Schwangerschaft sehen wo durch den Arzt nicht diverse Vitamine und andere Nahrungsergänzungsmittel verschrieben werden.
    Ebenfalls wird wieder so getan als ob die Meinung der DGE die einzig wahre wäre. Es wird zwar (Und dafür ein ausdrückliches Lob) die Meinung der Academy of Nutrition and Dietetics kurz erwähnt jedoch direkt wieder auf die Empfehlungen eines deutschen "Experten" verwiesen.
    Fakt es jedoch auch, dass sowohl die Academy of Nutrition and Dietetics als auch die größten Australischen und Kanadischen Ernährungsorganisation eine Vegane Ernährung in allen Lebensphasen für problemlos möglich halten.

    Wie wäre es einmal mit einem Artikel darüber, dass alle anderen hier kein Problem sehen und nur die deutsche DGE den Bürger als zu dumm ansieht sich vegan zu ernähren.
  • cholesterinwert

    11.04.2017, Michael Weskamp
    So weit mir bekannt ist´, läßt sich der Chlesterinwert im Blut durch Ernährung nur zu ca 20 bis 30% beeinflussen. Der Rest kommt von Bewegung etc. Nicht dass noch jemand in die Irre geführt wird.
  • Zu einfach gestrickt...

    10.04.2017, Klaus Prehn
    Um die Riemannsche Hypothese zu belegen ist die Methode zu simpel...
  • Re: Re: Cholesterin

    10.04.2017, Jakob
    Damit niemand von Marisas Beitrag in die Irre geleitet wird: Natürlich wird Cholesterin auch selber hergestellt, aber selber herstellen kostet, weswegen eine zusätzliche Aufnahme von "fertigem" Cholesterin hilfreich ist.
    Was ja auch zu den Studienergebnissen führt, die klar zeigen, dass Cholesterin zu sich nehmen einen positiven Effekt auf die Intelligenz hat, was auch in der Theorie gut verstanden wird, aber von Marisa völlig ignoriert wird.
    Zu hohe, gesundheitsschädliche Cholesterinwerte lassen sich nicht nur einfach durch cholesterinarme Ernährung revidieren, das hat Marisa wohl mal irgendwo gelesen und weist nun darauf hin, und ansich stimmt das auch.
    Nur leider hat das mit meinem Beitrag nichts zu tun, der bleibt inhaltlich völlig korrekt.
  • PIWI-Weine sind gewöhnungsbedürftig

    10.04.2017, Tuilier
    Wie bereits im Artikel angedeutet, weicht das Geschmacksbild der Weine von pilzresistenten Rebsorten von dem der alten "Europäersorten" ab. Da jedoch auch der Klimawandel zu einer Veränderung mancher Aromen führte, bleibt dem Traditionstrinker wohl nichts übrig als seine sensorischen Erwartungen zurückzuschrauben. Dies gilt besonders für den Riesling, der in den nördlichen Anbaugebieten, von seiner klimatischen Grenzlage profitierte. Weiße PIWI-Weine werden diesen Stil nicht erreichen. Rotweine werden diese Schwierigkeiten nicht in diesem Ausmaß haben. Vermutlich müssen sich die Weintrinker mehr auf Verschnitte verschiedener Sorten einlassen (Cuvees).
  • Melange-Modell

    10.04.2017, Karsten Berg
    Ein neues Modell (Melange) kann aber auch eine Erweiterung des herkömmlichen Modells der Magmenbildung bedeuten, ohne dass das "Ursprüngliche" widerlegt zu werden braucht. Der hier abgebildete extrem steile Winkel der abtauchenden ozeanischen Platte war/ist nicht immer so gegeben, auch im Pazifischen Gürtel, z. B. Chile; wo es phantastische Aufschlüsse zum Studieren beider Phänomene gibt.
  • Re: Cholesterin

    10.04.2017, Marisa
    Nur damit niemand von "Jakob"s Beitrag in die Irre geleitet wird: Cholesterin entsteht in Leber und Darm aus DMAPP, etwa 700 bis 1000 mg pro Tag. Zum Vergleich: In 100g mageren Rindfleisch sind dagegen nur etwa 60mg Cholesterin enthalten. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Cholesterinbiosynthese

    Ein Hauptausgangstoff für die Entsetehung von DMAPP ist Acetyl-CoA welches unter anderem beim Abbau von Fettsäuren entsteht. Diese Fettsäuren können selbstverständlich auch pflanzlichen Ursprungs sein, das in Lehrbüchern gern verwendete Beispiel ist Palmitinsäure (u.a. zu finden in Palmöl).

    Über den Mevalonatweg entstehen dann die Ausgangstoffe für die o.g. Cholesterinbiosynthese. Entscheidend für den Cholesterinspiegel im Blut - als Marker für bioverfügbares Cholesterin - ist daher die Aufnahme von Fettsäuren und nicht etwa die von tierrischem Cholesterin.
  • Das mit dem Trunkenheitsgrad...

    10.04.2017, gnaddrig
    ... ist natürlich so eine Sache, vermutlich kann man für so eine Studie die Leute nicht "richtig abfüllen".

    Aber problematisch finde ich, dass man eine Woche wartet. Dass man in einer Woche eine Menge Details vergisst, dürfte niemanden verwundern. Wenn es um eine Zeugenaussage geht, würde man die doch sicher möglichst bald nach Ausnüchterung anstoßen, also nach zehn oder zwölf Stunden, in schweren Fällen nach ein oder höchstens zwei Tagen.

    So finde ich (als Laie) die Aussagekraft der Studie eher mager.
  • Cholesterin

    10.04.2017, Jakob
    Ein wesentlicher Punkt, der bei Diskussionen über Veganismus meistens ausgelassen wird (wie auch hier), ist Cholesterin.
    Man hat vor einigen Jahren herausgefunden, dass die Gliazellen im Gehirn eine zentrale, aktive Rolle für die Intelligenz spielen; und Cholesterin brauchen.
    So gab es dann auch eine Studie (ich weiß nicht mehr, von wem), die gezeigt hat, dass cholesterinarme Ernährung einen negativen Effekt auf den IQ hat (bei Erwachsenen nicht so stark, bei Kindern allerdings sehr).
    Oder auch eine Studie von der Boston University, die eine Korrelation zwischen Cholesterin im Blut und dem IQ gefunden hat.
    Da Cholesterin etwas ist, dass man nur in tierischen Produkten finden kann (Synthetisieren geht meines Wissens nach nur teilweise und nur auf Basis von Gold), lässt sich das als Veganer nicht supplementieren.
  • Viele Ursachen

    10.04.2017, B. Abmayr
    Wer einmal ein Buch über CSF gelesen hat, weiß, daß es dafür viele verschiedene Ursachen gibt, wovon einige der Schulmedizin auch bekannt sind.

    Sollte die Schulmedizin nichts finden, könnte es sich lohnen, sich mit dem Buch "Grundlos erschöpft?" (englischer Titel: "Adrenal Fatigue") von James L. Wilson zu beschäftigen. Dort findet man dann eine weitere mögliche Ursache, die zwar früher der Schulmedizin bekannt war, dann aber leider in Vergessenheit geriet: Eine schlecht arbeitende Nebennierenrinde, die durch großen Streß verschiedenster Art (Infektionen, familiär, in der Arbeit, ...) geschädigt wurde.
  • Der Wirkungsgrad beim Radfahren

    10.04.2017, Univ.Prof. a. D. Dr. med. Dieter Böning, Berlin
    Die Behauptung in dem Artikel, dass der Wirkungsgrad von 25% beim Radfahren besonders hoch sei, ist nicht richtig. Dieser Wert stimmt für fast alle Muskelkontraktionen, bei denen Stoffwechselenergie in mechanische Arbeit umgesetzt wird, also z. B. beim Heben eines Gewichts. Er ist daher ein typischer Wert beim Treppensteigen, wenn das Körpergewicht gehoben wird. Beim Laufen in der Ebene ist der Wert sogar noch höher. Beim Abdrücken des Fußes vom Boden wird Hebearbeit (Gewicht *Höhe) und Beschleunigungsarbeit (1/2 Masse*Geschwindigkeit exp2) am Körperschwerpunkt mit etwa 25% Wirkungsgrad geleistet. Beim Landen am Ende der sogenannten Flugphase eines Schrittes wird aber Energie in den elastischen Strukturen (Muskel, Sehnen, Bänder, dünne Knochen) gespeichert, die für den Abdruck vom Boden beim nächsten Schritt genutzt wird. Dadurch erhöht sich der Wirkungsgrad auf 40% und mehr.

    Der Trick/Vorteil beim Fahrrad ist die Arbeitsersparnis für die Fortbewegung in der Ebene. Schwerpunktsbewegungen des Körpers entfallen fast vollständig, der Rollwiderstand ist bei glattem Untergrund minimal, der Luftwiderstand spielt erst bei höheren Geschwindigkeiten oder Gegenwind eine Rolle.

    Sobald es bergauf geht, sind diese Vorteile weg. Jetzt muss zusätzlich zur Körpermasse auch das Fahrrad gegen die Erdanziehung bewegt werden. Wer nicht besonders sportlich ist, steigt irgendwann ab.
  • Assortative Paarung

    10.04.2017, Stefan Berking, Köln
    Dieser Weg zur Artenbildung bei Orcas ist hochinteressant. In der Populationsgenetik nennt man dies (positive) assortative Paarung (Auswahl eines Partners, der den engsten Angehörigen ähnlich sieht und ein ähnliches Verhalten hat wie sie). Beispielsweise hat C. C. Li 1955 die verschiedenen Arten assortativer Paarung mathematisch behandelt und gezeigt, dass bestimmte Arten dieser Partnerwahl schnell (im evolutionären Maßstab) zu großen Unterschieden in der Gestalt führt, was die Voraussetzung für Artenbildung ist.

    Es gibt eine Vielzahl überzeugender Hinweise, dass wir Menschen ebenfalls nach dem Prinzip einer (positiven) assortativen Paarung den Partner auswählen. Dieses Verhalten kann erklären, warum Menschen deutlich unterschiedlicher aussehen, als unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen. Eine Zusammenstellung von Argument für solches Verhalten bei Menschen und eine Diskussion der Konsequenzen findet sich in: Berking, S.: Evolution des Menschen. Wie entstanden unsere psychische Organisation und unser Sozialsystem? Norderstedt 2013.
  • Sooo gütig ist auch das NT nicht!

    09.04.2017, Harald Lieder
    Das andere Buch vom gleichen Autor endet auch auf "-wahn": Der Jesuswahn.

    Das sollten Sie ebenfalls lesen, um von der Illusion geheilt zu werden, im NT begegne uns "Güte, Barmherzigkeit, Vergebung" in Reinkultur.

    Ohne Drohungen mit ewiger Verdammnis, Höllenfeuer inklusive ewigem Zähneknirschen, etc. für im Grunde triviale "Sünden" wie Ehebruch und Glaubensabfall kommt der angebliche Stifter dieser Religion auch nicht aus.

    Lediglich zu Völkermord hat Jesus im Gegensatz zu Jahwe in der Tat nicht aufgerufen.
  • Nur eine persönliche Meinungsbekundung?

    09.04.2017, L.Schaber
    Zur folgenden Textstelle aus der Rezension:
    ".....Dokumentieren die Texte nicht vielmehr einen gewaltbereiten religiösen Extremismus?
    Der Autor scheint Antworten darauf für sich gefunden zu haben und plädiert für einen kritisch-reflektierenden Umgang mit der Heiligen Schrift, abseits von "religiöser Wellness....." (Zitatende)

    Falls der Autor die Textstellen korrekt wiedergegeben hat und deren Qelle unzweifelhaft das "Alte Testament" ist, weshalb stellt die Rezensientin deshalb die Schlussfolgerung, dass das alte T. gewaltbereiten religiösen Extremismus enthält so dar, als sei dies lediglich eine rein persönlich -subjektive Meinung des Herrn Kubitza? Das suggeriert, diese Schlussfolgerungen seien ja irgendwie (wissenschaftlich) "umstritten" oder mindestens nicht eindeutig klärbar und der Autor argumentiere "nur" aus einem persönlichen Vorurteil heraus.
    Ist die Rezensientin etwa NICHT der Meinung, dass die zitierten Textstellen (aus dem AT)so zu verstehen sind, wie es Kubitza dargestellt hat? (Sie scheint sich persönlich vorsichtig distanzieren zu wollen).Und wenn nicht, wie wären die Texte sonst zu"exegieren" und wie überzeugend wäre dies?
    Wovor hat die Rezensientin Angst? Dies hier ist doch angeblich eine "wissenschaftliche" Popularzeitschrift und weder ein Politblatt noch weltanschaulich gebunden).
    Und was hätte der Autor noch mehr tun sollen, als seine Extremismusthese mit den realen Fakten (den realen historischen Texten) zu untermauern?

    Und zum Schluss: Theologen werden von rationalen Argumente (wie die in der Rezension auch angedeuteten logischen Widersprüche der Theodizeefrage) gewöhnlich nicht aus dem Gleichgewicht gebracht, denn sie sind ja in ihrer großen Mehrheit davon überzeugt, im Glauben nicht auf Rationalität und Logik angewiesen zu sein und gerade stolz darauf,damit ein Alleinstellungsmerkmal im Erkenntnisprozess über (ihr) Übersinnliches zu besitzen.
  • Unwissenschaftlich

    08.04.2017, Alex Jenn
    "In den letzten Jahren scheint Zöliakie zudem in einigen Ländern zugenommen zu haben. Die Gründe hierfür sind allerdings noch unbekannt. Ein Teil davon ist wahrscheinlich psychologisch begründet, in anderen Fällen stecken dahinter wohl eher andere Faktoren als Gluten."

    Wie bitte? Das heisst statt Virus kann die Ursache auch psychologisch sein?
    Wo sind die Studien dazu?
    Antwort der Redaktion:
    Nein, das heißt, dass manche Menschen denken, sie litten unter Zöliakie, die sich aber klinisch nicht manifestieren lässt. Die tatsächlich (oder bisweilen auch nur angebliche) Glutenunverträglichkeit hat also andere Gründe.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24266248

    Zitat aus dem verlinkten Spüektrum-Artikel:
    Übertragen auf die Glutenproblematik könnte das beudeten: Hinter dem großen Unbekannten "Glutenempfindlichkeit" stecken womöglich mehrere Leiden, die nicht nur durch das Gluten, sondern auch von verschiedenen anderen Molekülen aus dem Getreide ausgelöst werden. Verdächtige Kandidaten sind etwa die "Amylase-Trypsin-Inhibitoren", kurz ATIs. Gluten und ATIs sind im Getreideprotein eng miteinander verbunden. ATIs schützen die Pflanzen vor Schädlingen. Da in der Zucht besonders Wert auf eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Schädlingen geachtet wird, enthalten die modernen Hochleistungsgetreide besonders viel davon, und das könnte ein Grund dafür sein, warum auch die Glutenempfindlichkeit in den letzten Jahren stark zugenommen hat.

    http://www.spektrum.de/news/laktose-und-glutenfreie-produkte-erobern-die-supermaerkte/1283562

    Mit freundlichen Grüßen
    Die Red.