Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Schon mal jemanden aus der Zukunft getroffen?

    27.02.2016, Robert
    Nein? Q.e.d., es gibt keine Zeitreisen in die Vergangenheit.

    Und kommt mir jetzt nicht mit Michael Jackson... ;)
  • Die riesigen Entfernungen im All und die damit verbundenen Signallaufzeiten und Sendeleistungen werden stets unterschätzt

    27.02.2016, Gerhard Miller
    Ich denke, dass die meisten Menschen die gigantischen Entfernungen im All und insbesondere bis zu einer möglichen intelligenten Zivilisation unterschätzen. Wenn schon innerhalb unserer Galaxie das Licht 30tausend Jahre benötigt um sie zu durchqueren, und eine gigantische Sendeleistung nötig wäre um von einem Ende zum anderen eine Information zu übertragen, wie soll das dann erst von Milliarden Lichtjahren entfernten Galaxien möglich sein, wo gerade noch die Lichtleistung einer ganzen Galaxie ausreicht um sie bei uns wahrzunehmen. Also ist es wohl äußerst unwahrscheinlich, dass man dort jemals intelligentes Leben mit noch so starken Funksignalen wahrnehmen kann.
    Außerdem muß man die enormen Zeiten, die Signale für die Durchquerung benötigen, in Betracht ziehen und natürlich, wie ein früherer Beitrag schon bemerkt hat, den enormen Versatz in der Zeit die eine Zivilisation zu der unseren haben wird - es geht nicht um Millionen Jahre, sondern um Hunderte oder sogar Milliarden Jahre.
    Also meiner Meinung nach sagt die Erkenntnis, dass es eigentlich auf anderen Planeten in fernen Galaxien schon längst intelligentes Leben hätte geben müssen (weil dies ca. 4 Milliarden in der Entwicklung früher dran sein sollten als unsere Erde), noch nichts darüber aus, dass dann eine solche Zivilisation dann doch uns oder wir sie hätten entdecken müssen. Die Entfernungen sind einfach nicht überwindbar für rel. schwache, von Zivilisationen gemachte, Funksignale, selbst wenn man die nahezu unmögliche zeitliche Koinzidenz mit unserer Zivilisation außer acht läßt.
  • Peter Frei ...

    27.02.2016, Marvin Wehpunkt
    sowohl ihre Meinung, als auch ihre Argumentation erfreuen mein Herz und nehmen mir die Freude an Lebensmitteln, doch gilt wiedereinmal die Frage, woher bezieht man dann sein eigentliches Wissen ? An wen sollte ich mich richten, wenn ich durchdachte kritisch hinterfragte und ordentlich recherchierte Nachrichten erhalten möchte ? Da ich seit vielen Jahren medienabstinent bin und es meiner Laune erheblich geholfen hat, aufgrund der permanent negativen Valenz der Nachrichten und dem wahrscheinlich sensationsgeilen Lesern, gilt doch dann die Frage, woher soll ich dann meine Nachrichten beziehen ? Aufgrund der spekulativen und meist ordentlich verfassten Astrophsyik-Artikel gelang ich auf die Spektrum Seite und war wieder von "Nachrichten" angetan und empfinde die Spektrum Seite als wesentlich neutraler als viele andere Seiten und zumeist durchdachter.

    Zum eigentlichen Artikel muss ich natürlich auch etwas loswerden : Wer bitte misst seine Ascorbinsäurekonzentration, um nicht die gesundheitsschädigende Dosis zu erreichen ?
    Ich denke, dass alles in normalverträglichen Dosen gesund sei, nach dem Motto : ausgewogene Ernährung. Schließlich gelangen wir auch durch vermehrte Aufnahme zu Resistenzen....
    Außerdem stellt sich mir die Frage, ob es nicht besser sei, wenn man die gesundheitlichen Risiken nicht kennen würde, sodass wenigstens die psychische Meinung positiv bleibt, was ebenfalls einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit hat.

    Ich entschuldige die wirren Gedankenwechsel.
  • Selbst wenn sie möglich wären, Zeitreisen sind unpraktisch

    27.02.2016, Ralph Fischer
    Wir Menschen neigen dazu, eindimensional zu denken. Zeitreisen, wie toll. mal sehen, wie das geht. Und dann kann man alles machen.

    Falsch geraten. Raumzeit heisst das ganze und nicht ohne Grund.
    Mit der Zeit ändert sich auch der Raum.

    Unsere Galaxie dreht sich ziemlich schnell um ein ziemlich weit entferntes schwarzes Loch.

    Stellen sie sich vor, sie reisen 1 Minute in die Vergangenheit.
    Dann sind sie ungefähr eine halbe Lichtminute von der Erde entfernt. Aber keine Sorge, vielleicht sehen sie die ja noch, bevor sie eine Minute später in der Athmosphäre verglühen, wenn die Erde an der Stelle ankommt.
  • Warum wird jetzt eine Studie kritisiert?

    27.02.2016, Engel
    Sehr geehrte Redaktion,
    in der empirischen Studie (Storys mit Studien) untersucht Derksen, ob Journalisten Quellen u. andere Angaben nennen, die notwendig sind, um die Glaubwürdigkeit von Studien einzuschätzen. Er kommt zu folgendem Schluss:
    „Sämtliche (untersuchte) Artikel, in denen Meinungsumfragen zitiert werden, verstoßen in dieser Hinsicht gegen die Empfehlungen des Deutschen Pressekodex.“
    In der Studie wird nicht böser Wille sondern Arbeitsüberlastung vermutet. Also ein „gängiges“ Vorgehen?! Ich frage mich, warum gerade jetzt plötzlich die Berichterstattung und eine Studie auseinandergenommen werden? Warum Bier untersucht wurde, liegt auf der Hand. Eine für die menschliche Gesundheit relevante Entscheidung für die nächsten 10 Jahre steht an. Und großes Gehör hat das in auch anderen Lebensmitteln gefundene Glyphosat nicht wirklich gefunden. Es steht auch eine für die Wirtschaft relevante Frage an. Darum frage ich mich: Warum wird gerade jetzt die Methodik der Studie kritisiert. Das kann jeden Tag an vielen Studien in den Medien gemacht werden. Oder ist auch dies eine Klickmaschine?
  • falscher Dinosaurier

    27.02.2016, Dieter Meyer
    Warum habt Ihr denn einen Gorgonopsiden für Euer Eingangsfoto gewählt? Das ist gar kein Dinosaurier. Habt Ihr keine Fotos von richtigen Dinos, die tot sind?
    Antwort der Redaktion:
    Vielen Dank - das Tier war falsch kategorisiert in der Bilddatenbank. Ich habe es jetzt ausgetauscht.

    Daniel Lingenhöhl
  • Lobbyarbeit

    27.02.2016, Hermann Hilpert
    Sehr geehrter Herr Hummel,
    Glückwunsch zu gelungener Lobbyarbeit für Monsanto und Glyphosphat!
    Auch wenn sie sich am Anfang des Artikels "objektiv" geben kommt am Ende doch raus, dass sie nicht interessiert sind, die Gefahren, die von Glyphosphat ausgehen ernst zu nehmen.
    Warum gibt es im Journalismus das Recht Informanten nicht zu nennen? Doch deswegen, weil wir in einer Gesellschaft leben, in der es mächtige Profitinteressen gibt, deren Vertreter auch schon mal gern Existenzen vernichten. Halten sie es für außerhalb der Realität, dass Labore wirtschaftliche Nachteile hinnehmen müssen wenn sie Ergebnisse herausfinden, die so mächtigen Konzernen wie Monsanto nicht ins Konzept passen?
    Mutiger fände ich es von ihnen, wenn sie mal der Frage nachgehen würden, warum
    Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation WHO, Glyphosphat als wahrscheinlich krebserregend einstuft.
  • Zeitreisen: Überflüssige Diskussion?

    27.02.2016, Karl Hostettler
    Zum Artikel von Tim Folger: Sind Zeitreisen möglich?

    Man darf meinen Beitrag durchaus als eine Art Notruf betrachten. Ich suche nach einer Information, die mir bisher keine sachlich kompetente Person hat geben wollen. Gibt es unter den Lesern einen Kosmologen, der mir eine solche Antwort geben kann?

    Die SRT betrachtet Raum und Zeit als vierdimensionales Kontinuum. Je nach Rotation eines Koordinatensystems ergeben sich andere räumliche und zeitliche Distanzen. Auf Systemen, die aus eigener Sicht bewegt sind, vergeht die Zeit langsamer. Schluss: Geschwindigkeiten sind grundsätzlich relativ. Nach den Formeln der SRT müsste diese an sich plausible Sicht aber nicht zutreffen. Weitere Beobachtungen könnten auf eine unabhängige Zeit hinweisen, auf eine Zeit, die je nach Geschwindigkeit des Systems unterschiedlich rasch vergeht. Einsteins Formeln lassen diese Möglichkeit offen. Gibt es aber entsprechende Hinweise? Aus meiner vielleicht etwas naiven Sicht sehr wohl. Ein Körper, der mit sehr hoher Geschwindigkeit an unserer Erde vorbeifliegt, verzeichnet einen langsameren Gang der Zeit. Das würde heissen, dass für ihn seit dem vermutlichen Urknall weniger Zeit vergangen ist. Eine Bewegungsart, die zum Urknall eine grössere zeitliche Distanz misst, ist aber nicht möglich. Gibt es also einen Bewegungszustand, in dem der zeitliche Abstand zum Urknall am grössten ist? Dann hätten wir einen bestimmten Bewegungszustand als eine spezielle Eigenschaft unseres Universums ausgewiesen: einen Bewegungszustand, auf dem die Zeit am raschesten vergeht. Man könnte ein solches System als real ruhend betrachten. Auf real bewegten Systemen würde die Zeit real langsamer vergehen. Dass Beobachter auf einem System, das einen langsameren Gang der Zeit aufweist, zum Eindruck kommen, die Zeit vergehe auf einem System mit rascherem Ablauf der Zeit langsamer, lässt sich leicht verstehen. Eine als falsch zu betrachtende Auffassung von Gleichzeitigkeit macht es aus. Für den Zusammenhang zwischen Energie und Materie wäre diese Sicht aber bedeutungslos. Sie hätte dagegen grossen Einfluss auf die ART. Raum und Zeit würden ihre Selbständigkeit zurückgewinnen. Die Rede von einem in der Zeit gekrümmten Raum würde gegenstandslos. Zeitreisen würden zu einer esoterischen Spekulation.

    Wie schon gesagt: Kann mir ein Spezialist eine sachlich kompetente Antwort geben?
  • Bei ´Zeitreise´ geht nur die Uhr anders

    27.02.2016, Kinseher Richard
    Der Astronaut Sergei Krikaljow ist nach Berechnungen der Relativitätstheorie 1/48 Sekunde weniger gealtert als ein Mensch auf der Erde. In der Sprache der Physik wäre dies eine ´Zeitreise´.
    Wenn Zeit eine echte Dimension wäre - dann hätte er eigentlich aus der Gegenwart verschwinden müssen! Da er aber nicht verschwand, ist dies ein Beleg dafür, dass bei schnellen Bewegungen im All nur die Uhren anders gehen.
    Dass sich bei hohen Geschwindigkeiten im All nur die Ganggeschwindigkeit der Uhren verändert, kann man auch an den GPS-Satelliten erkennen: Deren Uhren müssen dauernd nachgestellt werden, damit die Position von Objekten auf der Erde richtig berechnet werden kann.
  • Ich verstehe die ganze Aufregung nicht.

    27.02.2016, E.Bieski
    Jeder Bürger mit nur annähernd normalem Kenntnisstand muss doch mit bekommen, dass interessierte Kreise laufend versuchen angeblich wissenschaftliche Erkenntnisse jeder Art zur Manipulation von uns als Käufer,
    ja sogar ganzer Wähler-Scharen usw. zu nutzen. Als Helfer dienen dazu dann Medien, oft auch noch Politiker mit bestimmten politischen Interessen. Diese alle verfügen aber kaum über ein erforderliches spezielles Wissen, noch über einen genügenden Zeitrahmen, um entsprechende genauere Recherchen und oft auch erforderliche Gegenmeinungen vor Veröffentlichungen einzuarbeiten. Auch die tiefe Einsicht all unserer Bundestagsabgeordneten, wie in einem vorherigen Beitrag hier beschrieben, bleibt zumindest manchmal zu hinterfragen. Wer ist schon allwissend? So werden dann Teilwahrheiten, sogar Unwahrheiten und unbewiesene Sichtweisen Einzelner in eine sensationshaschende Welt, als unumstößliche Wahrheit entlassen. Dort dann von einer noch viel weniger wissenden und an die Unfehlbarkeit der Presse glaubenden und beeinflussbaren Menschenmasse und oft ohne Diskussion vereinnahmt. Schlimm wird es besonders dann, wenn nicht nur wenige ökonomische, sondern fragwürdige und weitreichende politische Interessen und Entscheidungen dadurch sehr schnell umgesetzt werden sollen. Beispiele mit zum Teil verheerenden Folgen politischer Fehlentscheidungen haben wir genug davon bereits hinter uns. Leider ist eben auch eine Demokratie von bestimmten und nicht immer demokratischen Interessengemeinschaften gezeichnet. Eigentlich sollte ein jeder davon ausgehen, dass besonders im zunehmend digitalem Zeitalter, nur Selbst erlebtes noch eine annähernd für ihn unumstößliche Wahrheit abbilden kann und alles andere immer mehrfach zu hinterfragen ist.
    Das aber nun gerade beim angeblich wissenschaftlich erkennbaren Vergiften von Bier in Deutschland eine größere Resonanz erkennbar wird, hat wohl eine besondere Bedeutung.
    Chemiker behaupten ja, alles was der Mensch sich zuführt ist Gift. Ob es als solches wirkt, ist immer von der Menge abhängig.
    Darum Prost bei Einem guten Bier!
  • Philip Hummel

    26.02.2016, Rüdiger Cordes
    Die Frage, ob Glyphosat nu gefährlich ist oder nicht, lasse sich erst nach eventuellen Zulassung entscheiden? Ich glaube, als Einschätzung, wann eine allseits anerkannte Einigkeit über Glyphosat eintreten könnte, ist das durchaus realistisch.

    Aber für eine Zulassung sollte die Reihenfolge andersherum sein: erst Klarheit und dann Zulassung. Sollte doch bei den vorliegenden seriösen Untersuchungen nicht schwierig sein, oder?

    Es reicht ein Bier, wenn darin Glyphosat in besorgniserregender Menge gefuden wird, dann ist dem nachzugehen! Und bei 14 Bieren ist allein durch die verschiedene Herkunft wohl eine deutliche Aussage gegeben, dass entweder alle 14 Biere manipuliert wurden oder in Deutschland flächendeckend von einer Belastung auszugehen ist.

    Ich weiß nicht, wo der Autor seine Kindheit verbracht hat. Vielleicht in der Großstadt. Zu meiner Zeit gab es in dem Dorf, 9n dem ich lebte, braunes Wasser in den Gräben. Ursache: unzählige Wasserflöhe, die Nahrung ebensovieler Stichlinge waren. Gehe ich heute an diesen Ort, wohlgemerkt ein Schutzgebiet, dann ist dort, obwohl die Landschaft nicht verändert wurde, kein einziger Fisch mehr im Wasser! Braun ist es nach wie vor, aber jetzt wegen Braunalgen.

    Also: bevor man schreibt, das Maß an Beschäftigung mitbringen, dass man der Studie des Umweltinstitutes abspricht! Nicht das Umweltinstitut muss nachweisen, dass jeder Bürger nach dem Konsum von diesem Bier innerhalb eines Jahres zuverlässig stirbt, sondern Studien von Monsanto müssen nachweisen, dass es bei keinem Menschen so ist.

    Das Umweltinstitut ist das Resultat von Vorgängen, die gegen den Souverän in Deutschland gerichtet sind. Und das ist das Volk. Die Atomindustrie ist nicht in der Lage, Endlager vorzuweisen. Die Politik auch nicht. Was ist denn da falsch gelaufen?

    Giftcocktail von Dioxinen in Xylamon. Versehen des Herstellers? Unwissenheit?
    Da Ihr Alter sicher unter meinem liegt, empfehle ich Ihnen den Gebrauch einer Suchmaschine. Ich selbst hatte 7 Jahre lang Nasenbluten. Dann habe ich ein anderes Zimmer bewohnt. Ergebnis: kein Nasenbluten. Wissenschaftliche Aussagekraft gegen null, weil statistisch nicht ausreichend abgesichert. Aber als Indiz, woran es gelegen haben dürfte, mir persönlich vollkommen ausreichend.

    Wann fängt die Polizei an, eine verdächtige Person zu vernehmen? Wenn alle sagen, das ist der Täter, oder wenn es einen einzigen Hinweis darauf gibt?

    Und wenn Sie schon die Suchmaschine bemühen: DDT wäre auch zu empfehlen.
    Hersteller? Finden Sie es raus. Grundlage der Zulassung? Finden Sies raus. Hersteller? Tipp: der Name beginnt mit M. Zumindest ist diese Firma der Nachfolger.
  • Visuelle Reisen in die Vergangenheit sind möglich

    26.02.2016, Ich
    Ein Blick in unsere eigene Vergangenheit ist möglich, wenn auch technisch etwas schwierig. Gesetzt der Fall, man installiert in einem Lichtjahr Entfernung einen entsprechend großen Spiegel, der so ausgerichtet ist, dass er die Position der Erde vor zwei Jahren spiegelt, so kann man heute das Spiegelbild der Erde von vor zwei Jahren beobachten. Installiert man einen passend ausgerichteten Spiegel in 100 Millionen Lichtjahren Entfernung könnte man also die Erde zur Zeit der Dinosaurier beobachten.
  • Glyphosat im Bier - die Klickmaschine

    26.02.2016, Gerhard Füchsle
    Lieber Herr Hummel,
    ihre (gespielte) Empörung ist doch genau das was Sie anprangern. Erzeugen von Klicks indem Sie auch auf diesen Zug springen.
    Das Münchner Umweltinstitut hat doch genau dargelegt wie und was getestet wurde und erhebt gar keinen Anspruch auf eine "wissenschaftliche" Studie. Ihr Artikel ist bringt leider keine neuen Aspekte in diese Diskussion, aber Hauptsache "Klicks".
    Und natürlich steht jetzt die Abstimmung an und klar war das taktisches Kalkül. Was ist daran so verwerflich? Die Gegenseite (Monsanto und seine Lobbyisten) kämpft doch auch mit harten Bandagen und allen möglichen Tricks.
    Ich persönlich finde - ungeachtet der genauen Bewertung wie schädlich Glyphosat für unsere Umwelt ist - dieses Gift hat auf unserem Planeten nichts verloren und wer braucht es außer Monsanto?
    Reden Sie mal mit Biobauern oder Imkern. Warum ist denn - Gott sei Dank - der Grenzwert für Wasser so niedrig? Und wie will man denn krebserregende Stoffe genau dingfest machen? Es ist doch oft die Summe aller Belastungen und Glyphosat ist ein Mosaiksteinchen auf das die Menschheit vollkommen verzichten kann.
    Aber gut, ich bin seid Jahren begeisteter Spektrum Leser (Magazin, Online Newsletter) aber in letzter Zeit merke ich immer mehr einen Abfall an Qualität, wenn gedrucktes von Redakteuren kommt. Aber das ist wohl der Schnellebigkeit unserer Zeit und den "Klicks" geschuldet.
    An dieser Stelle möchte ich allen, die Interesse haben wie Entscheidungen im Parlament zustande kommen das Buch von Roger Willemsen "Das Hohe Haus" ans Herz legen. Die analytische Schärfe und der Umgang mit deutscher Sprache dieses leider viel zu früh verstorbenen deutschen Autors sollte die Meßlatte vieler redaktioneller Beiträge darstellen - sie ist hoch.
  • Aha, Tetmethode ist Müll...

    26.02.2016, Peter Frei
    ... und daher (wahrscheinlich) kein Glyphosat in "bedenklichen" Konzentrationen im Bier (wenn ich den Autor richtig verstehe) und die Studie damit ausschließlich Agitation.
    Die Studie ist Agitation? Na und? Sie dient der Sensibilisierung für eines der größten Probleme der modernen Ökologie, na und? Der Autor kann mir auch nicht schwören, dass die Ergebnisse der Studie nicht reproduzierbar sind - er bemängelt lediglich die Qualität.

    Der Autor hat sich mutmaßlich in nur geringem Maße mit der Geschichte der Glyphosatzulassung und der besonderen Rolle des BfR befasst. Kann der Autor eine Studie des BfR zu Glyphosat benennen, die auf BfR-eigenen direkten Untersuchungen beruht und nicht allein auf Metastudienbasis (der Autor darf gern die Herkunft der Usprungsstudien umfassend recherchieren) zusammen gebastelt? Hat sich der Autor auch mit den sonstigen Studien zu Glyphosat kritisch auseinandergesetzt? Wahrscheinlich nicht.
    Glyphosat ist eines der größten ökologischen Probleme, die wir in unserer intensiven Landwirtschaft derzeit haben.Daran ändert sich auch dann nichts, wenn Bier mit Glyphosat saufen Leberschäden minimiert - wird noch kommen die Gegenstudie - abwarten ;-).

    Meine Sicht:
    1.) Zu Glyphosat existieren äußerst unterschiedliche Studien in Bezug auf potenzielle Gesundheitsgefährdung. Der größte Teil dieser Studien ist "lobbygeprägt" da unmittelbar oder mittelbar von Firmen beauftragt, die vom Glyphosateinsatz leben, natürlich auch Monsanto. Die WHO-Studie benennt Glyphosat als wahrscheinlich krebserzeugend. Wenn das BfR allein auf Metastudienbasis (siehe oben) das Risiko als "kalkulierbar" einschätzt, zeugt dies lediglich von einer Hybris, die möglicherweise behandlungsbedürftig ist.

    2.) Glyphosat wäre das erste Pflanzenvernichtungsmittel, welches im Laufe seiner "Karriere" nicht irgendwann als massiv gesundheitsgefährdend eingeschätzt würde. Insofern wäre es erstaunlich, wenn es nicht in Kürze dahingehend einen Durchbruch gibt. Die Statistik der Pflanzenvernichtungsmittel gibt Glyphosat also keine guten Chancen.

    3.) Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass im Braumalz aus konventionellem Anbau keine Glyphosatrückstände zu finden sind. Das gilt insbesondere dann, wenn die Witterung des Gerstenproduktionsjahres zu einem Einsatz von Roundup als Reifebeschleuniger geführt hat, wie im letzten Jahr großflächig passiert. Somit ist die Studie wenig überraschend und durchaus glaubwürdig.

    4.) Die Ergebnisse der langjährigen regelmäßigen Prüfung des Braumalzes auf Glyphosatrückstände seitens der Brauereiunternehmen hat der Autor scheinbar eingesehen. Kritisch hinterfragt hat er diese jedenfalls nicht.

    5.) Jeder Veröffentlichungszeitpunkt von (pseudo-)wissenschaftlichen Studien mit politischer Breitenwirkung ist politisch motiviert, es sei denn, es handelt sich um z.B. jährlich wiederkehrende Studien. Insofern sehe ich da nichts verwerfliches.

    6.) Die Studie dürfte eine ähnliche wissenschaftliche "Qualität" haben, wie die Untersuchungen der Stiftung Warentest - mithin ausreichend, um einen Anfangsverdacht zu benennen und zu sensibilisieren.

    7.) Selbstverständlich haben alle abstimmenden Mitglieder des Bundestages tiefe Einsicht in die komplexen Zusammenhänge der Glyphosatanwendung und die Auswirkung dieses Wundermittels auf die menschliche Gesundheit und sind keinesfalls durch irgendwelche Lobbyisten beeinflusst. Die Abgeordneten haben ein reines Gewissen und korrekt entschieden. Das hat der Autor vergessen zu erwähnen.
  • Messung des Glyphosat Gehalts in der Muttermilch hat das grüne Labor gelogen

    26.02.2016, Hans Brandl
    Die Notwendigkeit der Angabe des Labors bei Meldungen die aus der grünen Medien- und Empörungsmaschine stammen, ist deshalb notwendig weil diese sich sehr oft als nachweisbar manipuliert oder verlogen herausstellen. Das ist besonders aus der Angstkampagne der Grünen-Partei zu Glyphosat in der Muttermilch zu erkennen. Dies vor allem weil es gleichzeitig sehr einfach und niederträchtig ist , bei schwangeren Frauen Angst zu erzeugen. Bereits einige Wochen nach dieser verdammenswerten grünen Hetze konnte man in den einschlägigen Qualitätsforen und auf der Webseite der BfR nachlesen, dass Messwerte wie die behauptet bei Auflösungen gemäß ELISA in Fettemulsionen nicht möglich sind . Wie aus der Beschreibung des verbesserten Messverfahrens hervorgeht, hat das entsprechende Labor im Auftrag der Grünen ganz einfach und penetrant gelogen. ( Analytica-world.de, 25.02.2016, J. Agri. Food Chem.; January 25, 2016; just accepted manuscripts).
    Der Unterschied zum BfR ist der, dass das BfR in der Fachwelt Vertrauen geniesst und einen Ruf zu verlieren hätte, der Ruf der grünen Hetzer aber insbesondere bei deren Anhängern gefestigt ist.