Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Diabetes

    27.03.2014, Gottfried Endel
    Hinweise auf den Einfluss von Hunger vor/während der Schwangerschaft auf das Diabetesrisiko finden sich in
    Stefan Thurner doi: 10.1073/pnas.1215626110
    Quantification of excess risk for diabetes for those born in times of hunger, in an entire population of a nation, across a century

  • Mit diesen....

    27.03.2014, M. Eberling
    ...vielen, neuen super Geräten, wird in Zukunft kein Monat vergehen, in dem nicht eine neue wissenschaftliche Entdeckung gemacht werden kann.
    Wir gehen einer sehr interessanten Zeit entgegen.
    Wissenschaftliche Forschung kostet auch viel, aber es ist um Lichtjahre besser, als Kriege führen.
  • auf den Punkt gebracht:

    27.03.2014, Walter Weiss
    Warum sollen äußere Umwelteinflüsse nur auf die sonstigen Körperzellen einwirken, also nicht auch auf die zur Fortpflanzung erforderlichen, beim Menschen also auf Eizellen und Samenzellen? Und wenn solche auch auf Eizellen und Samenzellen einwirkende Einflüsse stattfinden, erben die Nachkommen automatisch die so veränderten Gene.

    Offensichtlich sind Eizellen und Samenzellen extrem gegen derartige Umwelteinflüsse geschützt, denn es ist, wie der Bericht zeigt, extrem schwierig, auf diese Zellen einwirkende Umwelteinflüsse nachzuweisen.

    Das alles hat aber mit dem alten Lamarck doch wohl kaum etwas zu tun, denn der postulierte, Lebewesen könnten ERWORBENE Eigenschaften an ihre Nachkommen weitergeben, sodass die Nachkommen also dieselben Eigenschaften schon von Geburt an hätten.

    Das aufgeworfene Problem liegt erkennbar anders: dort werden die auf Keimzellen einwirkenden Umwelteinflüsse zwar uU auf die Nachkommen übertragen - welchen INHALT dann aber solche Änderungen der Erbsubstanz haben, hat mit dem Verhalten der Elterntiere, das durch dieselben Umwelteinflüsse ausgelöst worden ist, gar nichts zu tun, sondern betrifft ganz andere Folgen - wie die verschiedenen Beispiele zeigen.
  • Die Kunst des logischen Denkens

    27.03.2014, Rainer Ostendorf
    Vielen Dank für den Buchtipp! Die Kunst des klaren Denkens, die Kunst des klugen Handelns, die Kunst kein Egoist zu sein - diese Bücher habe ich gelesen und jetzt werde ich auch noch die Kunst des logischen Denkens lesen.

    Schöne Grüsse aus der Freidenker Galerie
    Rainer Ostendorf (http://www.freidenker-galerie.de)
  • Grundannahme richtig?

    27.03.2014, Robert Orso
    Ich bin nur ein interessierter Laie mit zu wenig mathematischer Begabung um viele meiner Überlegungen ordentlich zu begründen. Deshalb halte ich mich mit wilden Spekulationen üblicherweise zurück.

    Das Problem der Informationsvernichtung entstammt ja Hawking's Theorie der "Hawking Strahlung", die mit der Zeit dazu führt, dass sich das schwarze Loch langfristig auflöst. Eine ganze Weile schienen mir die Erklärungen dazu auch schlüssig. Im Moment überzeugen sie mich aber nicht mehr.

    Alles beginnt doch damit, dass das Vakuum offenbar nicht statisch leer ist sondern dynamisch Quantenfluktuatiuonen aufweist bei denen spontan Teilchen/Antiteilchen Paare entstehen und wieder verschwinden. Das ist ein Nullsummen Spiel und wird erst zu einem Problem, wenn ein solches virtuelles Teilchen über die Messerschneide des Ereignishorizonts fällt und sein Partner als "Hawking Strahlung" entweicht. Diese Energie wird also dem schwarzen Loch entzogen?

    Ich kann das nicht rechnen, aber so kann das nicht stimmen. Es ist ein Teilchen mit positiver Masse in das schwarze Loch gefallen und hat dessen Masse sogar noch vergrößert. Zusätzlich ist im restlichen Universum ein Masseteilchen aufgetaucht, das vorher nicht da war. Es wurde also 2x Masse bzw. Energie erzeugt. Diese Energie stammt aber nicht aus dem schwarzen Loch sondern wurde von der "Vakuumenergie" geborgt. So lange die beiden Partner virtuell sind entsteht bei der Annihilation derselben ja auch kein Lichtquant wie bei "realen" Teilchen. Würde das entkommene Teilchen abgelenkt und auf einer Bahn ebenfalls in das SL gezogen um dort vielleicht wieder mit "seinem" Partner zusammenzutreffen - müßte nach allen Regeln die Quantenfluktuation sich ohne Erzeugung eines Lichtquanten einfach auflösen und wieder ein "neutraler" Zustand eintreten. 2x Masse wieder verschwunden, der alte Zustand wiederhergestellt. Wenn sie die beide NICHT treffen, hätte das SL in dem Fall sogar zwei reale Teilchen selbst erzeugt und sich ohne äußeres Zutun um 2 Teilchen vergrößert. Selbst in einem völlig leeren Universum ohne Strahlung würde so ein SL in einem fort an der Grenze Teilchen erzeugen, die es auf lange Sicht auch BEIDE verschlucken wird und in Summe immer noch größer werden anstatt kleiner. Das klingt auch nicht richtig.

    Die Verquickung von Quantenphänomenen und klassischer Relativitätstheorie am Ereignishorizont - speziell in diesen Größenskalen in denen sich das abspielen soll ist ohnehin unglücklich. Ich wage als Laie die Prognose, dass Heisenberg hier ein gutes Wort mit zu reden hat und sich die virtuellen Teilchen keinen Deut darum kümmern, ob zwischen ihnen der Ereignishorizont durch läuft oder nicht. Sie werden einfach durchtunneln. Das würde so nebenbei sicherstellen, dass die allgemeine Relativitätstheorie und die bekannten Naturgesetze am Ereignishorizont nicht spontan ungültig werden.

    Wir sprechen auch immer von den universellen Erhaltungsgesetzen. Energie und Information kann also demnach niemals, unter keinen Umständen erzeugt oder vernichtet werden.

    Da stellt sich mir doch die Frage woher all die Energie und Information eigentlich kommt, die nun offenbar nicht mehr vernichtet werden kann. Wie wir leicht erkennen können, ist tatsächlich ja von Beidem reichlich vorhanden. Die Antwort, dass das "vorher schon vorhanden war" ist allerdings keine echte Lösung des Problems.

    Wenn aber das ganze Universum, wie es eine Theorie fordert, aus einer überbordenden Quantenfluktuation entstanden ist, dann ist der gesamt Energie- und Informationsgehalt des Universums in Summe exakt Null. Man kann in dem Fall nicht von einer Vernichtung von Energie oder Information sprechen, sondern diese wird unter Umständen lediglich auf ihren ursprünglichen Wert "null" annihiliert. Eine lokale Auflösung der Fluktuation.

    Ich gestehe aber, dass ich mir ein dynamisches Vakuum, aus dem man durch Anwendung von brutaler Kraft Teilchen "kondensieren" kann nicht wirklich vorstellen kann. Die erzeugten Teilchen würden ja ein ebenso großes "Minus" ins Vakuum reißen, wie auch immer man sich das vorstellen mag. Das sollte zu einem entsprechend starken "Sog" führen der danach trachtet, die Teilchen wieder zu vernichten. Oder müsste ich mir an der Stelle vorstellen dass nicht zwei reale Teilchen sondern nur ein reales und und eins mit "negativer Masse" entsteht. Würde dieses dann einen negative Gravitation erzeugen?

    Wie auch immer, die ganze Grundidee ergibt für mich aktuell kein stimmiges Ganzes mehr. Ich liege natürlich falsch, komme aber nicht drauf wo. Diese Überlegungen sind an sich ja trivial und sicher von den Profis lange schon als Unsinn verworfen worden. Ich wäre für einen kurzen Tip aber empfänglich, worin meine Denkfehler liegen.
  • Das Bessere ist der Feind des Guten

    26.03.2014, Robert Orso
    Beweise gibt es nicht für gar nichts. Endgültige Gewissheit gibt es nur für eine einzige Erkenntnis:

    Ich denke, also bin ich.

    Bereits die Existenz einer Welt außerhalb von mir ist nur eine Theorie, wenngleich auch eine in sich recht schlüssige und konsistente. Ich könnte mir allerdings das ganze Universum um mich nur ausgedacht haben um in der Einsamkeit nicht wahnsinnig zu werden. Der Einfachheit halber halte ich jetzt aber einmal an dieser Theorie fest dass ein Universum existiert. Diese Vorstellung ist doch bedeutend interessanter als die Alternative.

    Zum Glück gibt es Menschen die versuchen zu ergründen wie diese Welt funktioniert, Menschen die Wissen schaffen. Sie versuchen herauszufinden welche Regeln das Werk am Laufen halten, selbst wenn es vielfach nur darum geht es zu WISSEN. Die Suche nach Wissen ist Nahrung für den Geist. Das ist das Einzige was Menschen von Tieren unterscheidet.

    Hätten unsere frühen Vorfahren die Theorie, dass ein gerader Stock sich gut zum Jagen eignen würde für unnütze Verschwendung von Lebenszeit gehalten, würden wir immer noch nackt durch die Savanne streifen. Zeiten in denen die Menschen freiwillig oder unter Zwang aufgegeben haben neue Fragen zu stellen und alte Gewissheiten gegen neue Ideen einzutauschen waren in der Menscheitsgeschichte immer sehr dunkle Zeiten.

    Für manche mag die Erfüllung der primären Grundbedürfnisse nach Nahrung, Kleidung und Wohnung schon genug sein. Es sind vielfach Menschen die von der Komplexität der Welt überfordert sind und die sich möglichst einfache, leicht zu verstehende Regeln wünschen und die unversöhnlich gegen alle kämpfen, die an diesen Gewissheiten rütteln wollen.

    Einzugestehen, dass man jahrelang leider einer scheinbar doch nicht funktionierenden Sache nachgespürt hat und sich freudig auf die neue Chance zu stürzen ist ein Zeichen von wahrer Größe. So funktioniert Wissenschaft. Im Gegensatz zur Religion ist hier eine Gewissheit nur so lange gewiss, bis sie durch neue Erkenntnisse überholt wird. Alles darf hinterfragt werden und jede Kleinigkeit muss sich immer wieder als "immer noch gültig" beweisen.
  • Reinigung?

    26.03.2014, Eva Baumgartner
    ... und die Gemälde auch gereinigt worden sind
  • Aktuell zur Epigenetik

    26.03.2014, Stefan Pschera
    Dies wird den Darwin Puristen (siehe Beiträge oben) nicht passen ,
    siehe http://www.spektrum.de/alias/epigenetik/vaters-erbsuende/1258600

    Wohl kein Kommentar notwendig oder?

    www.straktur.de
  • Stärker bei Regen

    26.03.2014, Roland Minde
    Hallo Olaf, den Effekt kenne ich auch, aber nur am Anfang eines Regen, weil die Regentropfen von allen Oberflächen den abgesetzten Staub losschlagen und aufwirbeln insbesondere bei den Staubproduzenten selbst. Nach einem Tag Regnen ist der Heuschnupfen dann vorbei, weil die Feuchtigkeit die Luft ausgewaschen hat und weil die Staubproduzenten pausieren bis zum Ende des Regens.
    Gruß Roland
  • So läuft das halt...

    26.03.2014, MHermann
    Wie will man Grundlagenforschung betreiben, wenn nicht mit zig Theorien? Man stolpert beim Einkaufen im Supermarkt leider zu selten über bahnbrechende, kosmische Entdeckungen.
    Wenn bei 50 Theorien auch nur eine einzige Bewiesen werden kann oder es sich bestätigt, das eine einzige in die richtige Richtung geht, hat sich die Zeit, die in alle 50 Investiert wurde, ausgezahlt.

    Zum Glück besitzen wir Menschen Fantasie. Ich bin froh, dass die Erde keine Scheibe ist.
  • Das schöne an neuen Theorien

    26.03.2014, Gert Weigelt
    sind die Arbeitsplätze die dadurch geschaffen werden. Schließlich gibt es nun wieder viel Geld für die "nächsten Schritte" Also sehen wir es positiv - unsere Nachfahren wollen auch was zum Staunen über unsere Kreativität und auch was zum Lachen über unsere Naivität haben.

    Den Spektrum-News-Redakteuren wünsche ich weiterhin so viel Mut zur Veröffentlichung derartiger Artikel - und vor allen auch weiterhin den Mut, kritische Kommentare dazu freizuschalten. Es ist dann das Verdienst der Redakteure und der kritischen Zeitgenossen, das unser wissenschaftlicher Ruf bei unseren Nachfahren nicht ganz im Keller landet.
  • Multiversen

    26.03.2014, Baumann Eduard
    Multiversen: absurd!
  • Die winzigkeit des Seins.

    26.03.2014, Manfred Eberling
    Wenn man diese "Seifenblasen" ruhig betrachtet, kann man Vieles nicht mehr verstehen:
    Zum Beispiel:
    Bin ich wirklich um CHF 100'000.- reicher, als mein Nachbar?
    Diese schlimme Beule an meinem Auto nervt mich so!
    Was nutzt es mir, wenn ich die Krim auch noch habe?
    Soll ich nun Arzt oder Bänker studieren?
    Warum kann ich einfach NIE Erben?
    Wäre es jetzt nicht besser, mit dem Rauchen aufzuhören?
    Es ist gut, wenn sich die Menschheit über ihre nähere und weitere Umgebung Gedanken macht.
    Ein bischen Hirntraining hat noch niemandem geschadet.
    Wenn mich mein Vorgesetzter noch EINMAL, mit seinem Merz überholt, dann ....
    Warum hat mich diese Frau sitzen gelassen?
    Bin ich wirklich nicht schön und intelligent genug?

    Vergesst doch all diese unwichtigen Sachen und macht es euch so bequem wie möglich in eurer Seifenblase. Das Ganze dauert sowieso nicht all zu lange.
  • Stringtheorie weiterhin hochbrisant.

    26.03.2014, Michael K. Eichbaum
    Der erklärende Sinn des Universums führt zwangsläufig im Gedankenmuster zum expandierenden Wachstum eines lebendigen Organismus. Auch deren selbstorganisierenden Prozesse bedürfen bestimmter Anordnungen, die letztlich aus kugelförmigen Variablen polymere Strukturen bilden, wie wir sie in der DNA/RNA erkennen. Es ist also durchaus anzunehmen, weitere stringartig vereinigende Teilchen sowohl im Mikro-, als auch im Makrobereich anzutreffen. Die Strintheorie wird wohl noch auf ewig Leben, ansonsten wäre es wohl eine Wahl gegen das Leben.
  • Streifschuß ?

    26.03.2014, Ralf Wagner
    Eine Kollision mit einem Militärjet könnte alles erklären.
    Frage: Welche Nationalität hatte die Flugstaffel ?