Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • heilend ist Hühnersuppe je länger sie kocht

    01.10.2016, Ekkehard
    Die heilende Wirkung einer Hühnersuppe kommt auch durch das Kalzium, das sich bei längerem Köcheln aus den Knochen löst. Mindestens 4 Stunden braucht es, um genügend Kalzium zu lösen und die Suppe wirksam zu machen. Man kann den gleichen Effekt auch durch Rinderknochen erzielen, wenn man diese sanft für bis zu 24 Stunden köcheln lässt. Dabei muss die Suppe aber säuerlich sein:
    Rosen HN, Salemme H, Zeind AJ, Moses AC, Shapiro A, Greenspan SL.: Chicken soup revisited: calcium content of soup increases with duration of cooking. In: Calcif Tissue Int. Vol. 54, Nr. 6, 1994, S. 486–8 (springerlink.com).
  • Aggression als Lebenszeichen

    30.09.2016, Christopher Plathe
    Der Satz, “Kinder brauchen Grenzen, damit sie lernen, mit Enttäuschung umzugehen und Belohnungen aufzuschieben. Das macht sie stark für spätere Krisen" halte ich so für nicht richtig. Kinder brauchen zu allererst die Gewissheit geliebt zu werden. Alles was sich daraus ergibt an Erziehungsregeln ist für das Kind viel mehr nachvollziehbar. Mein Schwägerin kommt nach längerer Zeit mit ihrer Familie aus Indien zurück und ist geschockt mit welcher Kälte und Gleichgültigkeit in der Kita umgegangen wird. (Eher wohlhabende Gegend.) Aber hierin liegt meiner Meinung nach der Schlüssel: Wir brauche nicht noch mehr Verhaltensregeln sondern echte Aufmerksamkeit und Zeit füreinander und Interesse am Ergehen des Nächsten.
  • Wissenschaftlicher blödsinn

    30.09.2016, Noldi Schwarz
    Sorry, einmal mehr werden Mäuse als Testtiere anstatt Menschen verwendet. Seit Jahrzehnten weiss man, das Tests, die an Mäusen durchgeführt werden nicht auf den Menschen übertragen werden können. Der menschliche Körper regariert in den meisten Fällen anders. Und gerade hier muss man sich fragen: Warum Mäuse und keine Menschen?
  • Zu wenig Information bez. "Untergruppe"

    30.09.2016, L.Schaber
    Zu:
    ".. Zusätzlich fand Al Hazzouris Gruppe den Effekt auch bei einer Untergruppe von Menschen mit hoher Bildung und akademischer Ausbildung, so dass sie eine umgekehrte Kausalität – dass einfach schlechtere Testergebnisse zu mehr Armut führen – als unwahrscheinlich betrachtet.."
    (Zitatende9

    Das ist etwas "dünn" (Bezug Zitat), d.h. dazu wären detailliertere Informationen nötig, um sich weiter damit zu beschäftigen. (Z.B. Was für eine "Untergruppe, wie groß usw.)
    Zudem ist schon länger bekannt, dass Gehirne in irgendeiner Art von "Depresssionsmodus" nicht (mehr) die gewohnte Leistung erreichen (können).
  • Irreführende Überschrift

    30.09.2016, R. Martin
    Methusalem bezieht sich auf einen Herren (ein Individuum) der mutmaßlich sehr alt wurde, Spitzmäuse haben im Gegenteil eine eher kurze Lebenserwartung von 1-3 Jahren. Da sie ausgestorben sind lässt sich über deren Lebenserwartung höchstens noch spekulieren. Das die im Text beschriebenen Tiere ein evolutionär sehr alter Zweig der Säugetiere waren macht sie eher zu vor einigen hundert Jahren noch "lebenden Fossilien" aber keineswegs zu Methusalem. Individuelle Lebenserwartung und evolutionäres Alter einer Tiergruppe sollten auch im Wissenschaftsjouranlismus auseinander gehalten werden können.
  • Umweltstress als Auslöser von Vielfalt

    30.09.2016, C. Strutinski
    Interessanter und ausgewogener Beitrag. Ich möchte aber hinzufügen, dass nicht bloß die Säugetiere im mittleren Jura eine große Artenvielfalt entfalteten, sondern auch die Dinosaurier (siehe dazu beispielsweise Abbildung 3 des Aufsatzes von Benson et al, 2014: Rates of Dinosaur Body Mass Evolution Indicate 170 Million Years of Sustained Ecological Innovation on the
    Avian Stem Lineage). Insofern ist es nicht ganz korrekt, zu behaupten, die Säugetiere seien die einzigen gewesen, die zumindest im Jura, auf Vielfalt setzten. Große Vielfalt ist nicht ein Zeichen von Fortschritt, sondern von extrem stressiger Umwelt, die die Organismen geradezu zwingt zu experimentieren. Die meisten der so entstandenen Linien bleiben ohnehin relativ schnell auf der Strecke und nur wenigen gelingt es, sich wirklich anzupassen. Der Aufsatz und besonders die Graphik des Stammbaumes der Säugetiere lassen sich mit dieser Sicht durchaus in Einklang bringen.
  • Rangordnung (Ranking)!

    30.09.2016, Christian Ivansits
    Das bedenkliche an diesem Ranking ist nicht, dass der eine oder andere Ort nicht enthalten ist, es gibt wahrscheinlich noch viele mehr! Viel mehr beunruhigt mich, wie wir Menschen generell mit unserem Lebensraum umgehen. Wir kaufen Autos die mit Chrom korrosionsbeständiger werden, verbrauchen Unmengen fossiler Brennstoffe (möglichst billig!), und tragen Kleidungsstücke aus Leder. Wir sollten uns bewusst sein: wir zerstören damit nicht die Natur, aber unseren LEBENSRAUM!
  • 10 Jahre forschen ohne zu veröffentlichn

    30.09.2016, nnx
    Das waren noch Zeiten... Heute wäre der mann nach 6 Monaten ohne Publikation entlassen worden.
  • Telepathische Kommunikation !?

    30.09.2016, Michael
    Mio - Mein roter, kastrierter (ex) Kater - der mich seit seiner sehr frühen Kindheit ( 3-4 Wochen jung ) nun schon 11 Jahre lang abgerichtet hat ;-) schläft selbstverständlich in meinem Bett und hat nicht nur ein sehr feines Gespür für meine Stimmungen - sondern wir agieren auch "telepathisch" und mit Blickkontakt.
    Bei einem Pfiff in den Garten kommt er sofort zum Appell aus irgendwelchen Gebüschen angeschlichen.
    Umgekehrt (er hat eine Katzenklappe) sitzt man abends beim TV klopft er mit dem Kopf an die Terrassentür um hereingelassen zu werden ...
    Sollte ich die Frühstückfütterung verschlafen - so werde ich betreten und wachgemaunzt :-(
    Als ich für einige Jahre beruflich im Ausland war und nur alle paar Wochen nach Hause kam (das Kätzchen wurde von Familienangehörigen versorgt)
    - saß Sie nachts in der Einfahrt als ich angefahren kam. Was sehr unregelmäßig der Fall war, auch ist dies eigentlich kein bevorzugter Aufenthaltsort von ihr.
    Wenn ich traurig bin spürt das die Katze und kommt mich trösten.
    Was ich merkwürdig finde ist, das ich eigentlich nur stark an die Katze zu denken brauche (kuscheln) und in kürzester Zeit schlappt das pussierlich Tierchen ins Zimmer... Andererseits kann der fordernde Blick einer Katze einem umgehend ein schlechtes Gewissen machen. wenn man wieder das preiswerte Futter gekauft hat .
    Jedes mal wenn ich länger weg war wird das Ende diese Abwesenheit mit frischen Mäusen und Goldfischen gefeiert, welche in der Nähe des Toasters abgelegt werden.
    Klar das wir auch verbal kommunizieren, wenn Besuch da ist traut sie sich nicht immer gleich auf das Sofa - aber wenn ich sie rufe hüpft sie hoch.
    Sind wir allein so genügt ein Blick zur Katze und auf meinen Schoß
    meistens wie ich mir sicher nur einbilde genügt es auch zu denken "komm her".
    Ich glaube, das dieser extrem erfolgreiche "Jäger der Nacht" ein sehr empathisches, treues und verlässliches Wesen ist, dem mehr als nur fünf Sinne zur Verfügung stehen.
    miau
  • Karatschai-See

    29.09.2016, Falco Fähmann
    Finde es ein wenig verwunderlich, dass Tschernobyl samt Umgebung hier aufgeführt wird (obwohl da außer radioaktiver Belastung jetzt nicht sooo viel Umweltschaden entstanden ist), allerdings nicht die Umgebung des Karatschai-Sees. Die Verschmutzung dort ist viel stärker, auch chemisch. Die immer noch akuten Gefahren (vor allem über Grundwasser) dürften Tschernobyl auch übersteigen. Oder sind nur urbane Gegenden für die Liste relevant?
  • Noch einen Ort vergessen

    29.09.2016, KLaus Wolters
    Mindestens einen Ort.
    Was ist mit der Asse?
    Verstürzte Blechfässer mit teilweise stark strahlendem Atommüll.
    Grundwasser läuft in die Asse rein und wieder raus.
    Eine Frage der Zeit, bis in der Region das Grundwasser nicht mehr genutzt werden kann.
  • Ach ja?

    29.09.2016, Fritz Kronberg
    @Oswin Haas

    Zu Ihrem ersten Satz:
    beeinflussen ist nicht das Gleiche, wie beherrschen.

    Zum Rest Ihres Beitrags:
    das ist eine sehr einseitige Sicht. Wäre es so, wären Schulen aller Art schlicht überflüssig. Ich vermute, daß Sie das nicht so gemeint haben, aber es wäre gut, wenn Sie sich noch einmal mit der Thematik, aber dann ohne Vorurteile und Schnellschüsse beschäftigen würden.
  • Chromit

    29.09.2016, Robert Rösel
    Unter "9. Sukinda, Indien" steht, Chromit enthalte sechswertiges Chrom. Das wage ich zu bezweifeln. Wenn überhaupt, dürften m.E. allenfalls Spuren zugegen sein (Chrom VI kommt zum Glück in der Natur nicht vor). Die Giftwirkung müsste durch das dreiwertige Chrom zustande kommen. Oder durch etwas ganz Anderes.
    Antwort der Redaktion:
    Stimmt, das Chrom im Mineral ist dreiwertig. Sechswertiges Chrom entsteht daraus erst durch Oxidation. In welchen Ausmaß nun Chrom spezifisch oder eben andere Metalle für die Gesundheitsschäden verantwortlich sind, kann ich bei der unappetitlichen Mischung, die aus Erzabraum sickert, nicht im Detail sagen.
  • Ist nicht verwunderlich

    29.09.2016, Manfred Raida
    Wenn mein Gehirn ständig damit beschäftigt ist über mein nächstes Essen nachzudenken werde ich kaum Zeit finden den Satz von Fermat zu lösen, ziemlich triviale Untersuchung. Habe ich zu viel Geld brauche ich nicht mehr nachzudenken, geht ja alles, dazwischen liegt die gute Ebene, ich kann leben, muss nicht dauernd ans Essen denken sondern kann komplexere Umstauende bedenken. Das ist ein Artikel den ein strenger Peer Reviewer in die Tonne getreten hätte
  • Eine angeborene ordnende Struktur

    29.09.2016, Walter Weiss, Kassel
    Da trotz sehr umfangreicher Erfolge der Hirnforscher bisher nur ein verschwindend geringer Teil der Gehirntätigkeit erhellt werden konnte, da also bis auf - sehr - weiteres eine umfassende Theorie darüber, was unsere Verstandestätigkeit kurz umrissen ist, fehlt, da demgemäß insoweit eine regelrechte „black box“ gegeben ist, habe ich vor Jahren vorgeschlagen, eine Arbeitshypothese für den Inhalt dieser „black box“ aufzustellen, und habe in meinem Text ‘Exzerpt’ eine solche Arbeitshypothese entwickelt (ISBN 978-3-8442-2681-2). Kurz umrissen: Die Evolution hat dazu geführt, dass in unserem Gehirn ein abstrahiertes Bild der mit den körperlichen Sinnen wahrnehmbaren Umgebung und - für Bewegungsabläufe - eine abstrahierte Form der im Bereich der Reichweite unserer körperlichen Sinne geltenden Gesetze (etwa in Form der Klassischen Physik) auf Dauer, also genetisch, gespeichert sind; die Verstandestätigkeit besteht dann darin, die jeweils engere oder weitere tatsächliche Umgebung mit diesem genetisch gespeicherten Raster zu vergleichen und die Unterschiede auszuwerten.

    Die jetzt von den Forschern Moser gefundenen Gitterzellen / Gitterneuronen passen hervorragend in diese meine Arbeitshypothese und zeigen darüber hinaus, dass diese ganz wesentliche Grundlage unseres Denkens bereits viel älter sein dürfte als die Spezies Mensch. Auch haben die gefundenen Gitter anscheinend eine regelmäßige Struktur - und das passt sehr gut zu meiner Unterhypothese, dass unserem Denken stets eine angeborene ordnende Struktur zugrunde liegt.