Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Redordverdächtig? Durchschnitt!

    19.12.2016, Ronnie König
    Wellen im Atlantik gelten in dieser Grössenordnung als durchschnittlich, ist es im Ärmelkanal üblich bei relativ ruhigem und schönen Wetter Wellen von etwa 3m anzutreffen! Eher gross war die Welle vor Jahrzehnten im Nordatlantik mit etwa 30m, offiziell gemessen. Seemänner berichteten schon von noch grösseren Wellen, gerne auch Kaventsmann genannt. Übrigens auch ein Grund warum in der Antike (und später) eher die Küstengewässer befahren wurden, nebst der Angst, dass die Erde eine Scheibe sei.
  • Sprachliche Möglichkeiten

    18.12.2016, J. Kleine
    Warum ist es eigentlich so schwer, einen Titel so zu formulieren, dass er auch den nachfolgend referierten Tatsachen entspricht? Die deutsche Sprache bietet so viele Möglichkeiten. "Aufhalten des Alterungsprozesses " bedeutet etwas völlig anderes als die Verlängerung der Lebensspanne um ein Drittel. Hier einige Angebote aus dem reichen deutschen Sprachschatz:

    Epigenetischer Eingriff verzögert, bremst, verlangsamt, hemmt (geht so gerade noch) Alterung.
    Epigenetischer Eingriff schiebt Alterung auf.
    Epigenetischer Eingriff zögert Alterung hinaus.

    Clickbaiting? Bei Spektrum? Bedauerlich!
  • Humor

    18.12.2016, Julia
    Das ist keine mathematische Formel, logisch. Jeder mit einer grundlegenden Ausbildung in Mathematik wird das erkennen. Manches ist einfach nur spiel, Spass und ein Marketing gag. Wie kommt es eigentlich, dass in den Wissenschaften der humor derart verloren gegangen ist?
  • @ Paul R. Woods

    18.12.2016, Antonie Held
    Und dieses Einzelbeispiel sagt jetzt was über Jesuiten(schüler/-schulen usw)?
    Wollen wir jetzt recherchieren, welche Schulen jeweils von bestimmten Massenmördern besucht wurden, um dann jeweils die Schulen (oder deren Träger) zu diskreditieren?
    Ihre Einlassung erinnert mich makaber daran, weshalb ich mir sehr wünsche, dass Wahrscheinlichkeitsrechnen/Empirie solide (!) an Schulen gelehrt werden sollten.
  • Monsterwellen

    18.12.2016, Alex Zavarsky
    In dem Originaltext der WMO wird hier von 10 Minuten gemittelten Daten gesprochen. Die Bojen messen keine "klassischen" Monsterwellen sondern die Windsee im 10 Minuten mittel. Monsterwellen entstehen durch Resonanz, gegenläufige Meeresströmungen,....(ist ja noch Gegenstand von wissenschaftlichen Untersuchungen). Meiner Meinung nach wird eben hier die normale Windsee im 10 min Mittel gemessen, deswegen werden auch nie Werte von "Monsterwellen"(Draupener, QM2, RRS Discovery,....) erreicht. Vergleichbar ist dies hier mit der Atmosphäre. Dort wir auch immer die Windgeschwindigkeit im 10 min Mittel angegeben. Manchmal aber eben auch die Spitzen(Böen, "Monsterwellen"). Bitte dies hier nicht vertauschen
  • Die Jesuiten

    18.12.2016, Paul R. Woods
    War nicht der Reichspropagandaminister Joseph Göbbels, der am Ende seine sechs Kinder ermordete, auch ein Jesuitenschüler?
    Und die Rezession des Buches vermittelt mir kein positives Bild der Jesuiten.
  • Anthropozän

    16.12.2016, Peer Hosenthien, Magdeburg
    Der Begriff Anthropozän ist interessant. Als Begriff für die geologische Stratigrafie aber nach meiner Meinung nicht brauchbar. Es werden im Artikel viele Kennzeichen angegeben, die eine Einordnung des Begriffs Anthropozän als Teil der geologischen Zeitskala rechtfertigen könnten. Die Wissenschaft, die sich mit anthropogenen Strukturen und Artefakten beschäftigt, ist die Archäologie und soll es auch bleiben. Archäologisch ist die Menschheitsgeschichte in viele Schichten unterteilt, diese geologisch zum Anthropozän zusammenzufassen erbringt keinen Gewinn. Das Anthopozän soll auch erst 1950 begonnen haben, so dass ich persönlich fast als Fossil aus einem vergangenen Erdzeitalter bezeichnet werden muss. Warum taugt der Begriff Anthropozän nicht für die geologische Stratigrafie? Dafür müsste es lang andauernd sein. 66 beziehungsweise 67 Jahren sind dafür zu wenig, es sollte sich schon um Millionen Jahre handeln. Na ja, das Anthropozän kann noch lange andauern. Dann sollten wir die Diskussion ungefähr zehn Millionen Jahre aussetzen. Ich möchte niemandem in seinem Glauben zu nahe treten, aber falls in zehn Millionen Jahren jemand darüber diskutieren kann, wird das Anthropozän, entschuldigen Sie bitte den Ausdruck, nicht als geologisches Zeitalter, sondern als Furz, wenn auch als ein sehr heftiger, erscheinen.
  • ...ohne Konsequenzen davon?

    16.12.2016, Björn Schmidt
    Nur hat das leider zu wenig Konsequenzen. Gerade in der Lebensmittelindustrie wird man gern aufs Korn genommen und es hat keine Konsequenzen. Die Lobbyarbeit in diesem Bereich ist gefühlt, neben Fahrzeugbau, eine der "Besten".

    Ich mutmaße, dass gerade auch diese täglichen Unwahrheiten oder das Weglassen von Informationen zu einem allgemeinen Misstrauen in der Gesellschaft führen, die einer offenen und ehrlicheren Gesellschaft und damit auch sichererem Zusammenleben im Wege stehen.

    Ebenso fehlt die Vorbildfunktion z.B. vom VW-Vorstand, der kriminell agiert aber konsequenzlos weiter macht. Welche Signale sendet man mit so einem Verhalten in die Gesellschaft?
    Das wir diesen Betrug alle fühlen können, er aber nicht verfolgt wird, dürfte immer bitterer machen.
  • Eine Richtigstellung waere schoen

    16.12.2016, Dr. Nicole A. Stroncik
    Ich möchte Sie hiermit freundlich darauf hinweisen, dass ein deutsches Forschungsteam, an dem ich mitbeteiligt war, bereits im Jahr 2011 eine Publikation über die Auffindung von 2 Milliarden Jahre Altem Wasser in Südafrika und den Zusammenhang mit etwaigen Leben publiziert hat (Lippmann-Pipke, J., Shwerwood Lollar, B., Niedermann, S., Stroncik, N. A., Naumann, R., van Heerden, E., Onstott, T. C., (2011) Neon identifies two billion year old fluid component in Kaapvaal Craton, Chemical Geology 283, 287-296). Für Rückfragen steht Ihnen Frau Lippmann-Pipke oder ich gerne zur Verfügung!
  • Bitte recherchieren sie noch mal, die Tiefenangabe stimmt wohl noch immer nicht:-(

    16.12.2016, Andrees de Ruiter
    Die Tiefenangabe haben sie ja ungeprüft vom der Leserempfehlung übernommen. Ein schlichter Tippfehler leigt ja nahe. Da die die Dicke der Erdkruste aber so zwischen 6 und max 70 km liegt, können auch die von Herrn Brieger vermutete 100 - 200 km nicht stimmen. ich bin sicher das in der original Veröffentlichung eine nachvollziehbare Tiefe angegeben worden ist.
    Antwort der Redaktion:
    Hallo Herr de Ruiter,
    eine kurze Recherche hätte ergeben, dass die von mir angegebene Tiefe ohne Weiteres mit den Angaben in den Quellen konsistent ist. Zum Beispiel heißt es in der englischsprachigen Wikipedia: "The conditions for diamond formation to happen in the lithospheric mantle occur at considerable depth corresponding to the requirements of temperature and pressure. These depths are estimated between 140 and 190 kilometers (87 and 118 mi) though occasionally diamonds have crystallized at depths about 300 km (190 mi)."
    Die genauen Zahlen schwanken allerdings ganz erheblich. Wo genau die Untergrenze der Erdkruste liegt, und entsprechend ihre maximale Dicke, ist auch umstritten.
  • Entstehungstiefe mit Fördertiefe verwechselt

    16.12.2016, Frederic Brieger
    Mir scheint dem sehr geehrten Herrn Fischer ist ein kleiner Fehler unterlaufen.
    Diamanten entstehen sicherlich nicht in einer Tiefe von 100 - 200 m, sondern eher in 100 - 200 KM Tiefe, wie gesagt, im oberen Mantel. Ich bitte um Korrektur.
    Antwort der Redaktion:
    Vielen Dank, der Fehler ist korrigiert.
  • Na geh?

    16.12.2016, Robert Orso
    Natürlich sind Studien unter kontrollierten Bedingungen immer Sinnvoll. Aber manche Dinge kann man am eigenen Leib täglich erfahren, ohne dass es erst in einer Studie bewiesen werden muss.

    Jeder von uns kennt das Gefühl, wenn er wieder einmal verbal ausgetrickst wurde. Sei es bei "Handy kostenlos", politischer Schönfärberei, kreativen Bezeichnungen für anderweitig nicht verkaufbare Produkte und anderen Nebelgranaten, die uns die Marketing Experten täglich zumuten.

    Es gibt eigene Forschungen zum Thema psychologisches Marketing, das ausschließlich dazu da ist, uns in die Irre zu führen, ohne mit dem Buchstaben des Gesetzes in Konflikt zu geraten. Und JEDER, der erkennt, wie gemein er manipuliert wurde ist hinterher stinksauer.
  • Die Deutungshoheit über die Realität

    15.12.2016, Hans-Jürgen Steffens
    Es muss für Philosophen bitter sein zu erkennen, dass es gestandene Naturwissenschaftler sind, die sich zu den besseren "Existenzphilosophen" entwickelt haben. Ob wir dabei an Freeman Dyson, Jesco von Puttkamer oder Roger Penrose denken, ihre Bemerkungen zu unserem Sinn und unseren Platz im Universum enthalten auf wenigen Seiten mehr Substanz als vorgeblich tiefschürfende und umfangreiche Essays geisteswissenschaftlich ausgebildeter Philosophen.

    Vor diesem Hintergrund ist zu verstehen, dass Naturwissenschaftler einen realistischeren Blick auf die (zu allen Zeiten stattfindenden Umwälzungen) der Ökosphäre besitzen ("dass nach jedem Massensterben die biologische Vielfalt sich erholt "und ein noch höheres Niveau erreicht hat"), die der Rezensent so überhaupt nicht nachvollziehen kann und dies "... an der Grenze zum Zynismus" sieht. Deshalb fehlen Herrn Löhr auch die gedanklichen "Rezeptoren" für die Rolle des Menschen als Speerspitze der Evolution. Denn selbstverständlich ist doch es eine elektrisierende Frage, wie die Perspektive des Lebens ohne den Menschen und seine technischen Errungenschaften eigentlich aussehen sollte, "wenn die Sonne stirbt" (Oriana Fallaci). So enthält der "Fortschrittsoptimismus der 1970er Jahre" wenn auch seinerzeit "naiv" (besser unhinterfragt) empfunden einen tiefen und im nachhinein legitimen Sinn.

    Auf dem Weg in outer space im Sinne von Peter Ward und Joe Kirschvink heißt es deshalb "Lead, follow or get out of our way."

    MfG H.-J. S.
    Antwort der Redaktion:
    Inwiefern "Speerspitze der Evolution"?

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.
  • Manipulation steigt exponentiell?

    15.12.2016, Gast
    Zitat: "Levine ist der Meinung, dass die Anfälligkeit der Wähler, blind überzeugt worden zu sein, in den letzten Jahren exponentiell angestiegen ist und mit Trumps Wahlsieg ein Besorgnis erregendes Niveau erreicht habe."

    Glaub ich nicht!
    1933 haben in Deutschland 43,9% NSDAP gewählt, nachdem die Konservative Politik zuvor Jahrzehntelang hauptsächlich Unsinn zusammenregiert hatte.
    Ist heute kein bisschen anders, nur die technischen Methoden haben sich ein bisschen gewandelt.
  • na ja ...

    15.12.2016, Fritz Kronberg
    Zitat:
    Vielleicht sollte uns diese Manipulierbarkeit mehr beunruhigen als die Zeit, die wir täglich in sozialen Netzwerken verbringen.
    Zitat Ende
    Nee, die Zeit ist das primäre Problem. Schließlich kann man nicht manipuliert werden, wenn man gar nicht da ist.
    Im Übrigen: wer Facebook und Twitter für seriöse Nachrichtenquellen hält, ist selbst schuld, wenn er veralbert wird.