Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Eiszeitmensch mit astronomischen Kenntnissen

    09.02.2011, Gertraud Hagner-Freymark, Ascheberg
    Vor einigen Jahren ist zu dieser Thematik ein großes wissenschaftliches Werk erschienen, worin die erstaunlich elaborierten astronomischen Kenntnisse und Kodierungen der Eiszeitmenschen grundlegend bearbeitet sind. Ich möchte mir erlauben, es Ihnen bekannt zu machen.
    Es wäre wünschenswert, wenn diese Arbeitsergebnisse auch den Forschern Jean Clottes sowie den Autorinnen der neuen Vergleichsstudie Petzinger und Nowell zur Kenntnis kommen würden, um ihre Arbeit zu unterstützen und zu inspirieren:

    Rappenglück, Michael A.
    Eine Himmelskarte aus der Eiszeit? Ein Beitrag zur Urgeschichte der Himmelskunde und zur paläoastronomischen Methodik, Frankfurt a. M. 1999 [am Beispiel der Höhle von Lascaux]

    Schon vorher hat die Höhlenforscherin Marie E. König die Malereien und abstrakten Systeme in den französischen Höhlen als Übermittler von Wissen über die Himmelsabläufe erkannt, auch wenn durch neuere Forschungen manche ihrer Deutungen obsolet geworden sind.
  • Verweis auf die einschlägige Originalarbeit fehlt

    08.02.2011, Prof. Dr. Peter Kramer, Tübingen
    Die Einbettung der Ikosaedergruppe in das sechsdimensionale hyperkubische Gitter wurde erstmals durchgeführt in:
    P. Kramer und R. Neri, On Periodic and Non-Periodic Space Fillings of Em Obtained by Projection. Acta Crystallographica A40, 580–587 (1984)
    Die Projektion erfolgte vom R6 auf denjenigen R3, in dem die Ikosaedergruppe ihre dreidimensionale Standard-Darstellung annimmt. Die zugehörige quasiperiodische Pflasterung des R3 mit zwei Rhomboedern wurde 1985 von P. und L. Kramer konstruiert und 1986 in der Ausstellung "Symmetrie" auf der Mathildenhöhe in Darmstadt als Modell gezeigt (Abbildung im Katalog Band 3 S. 91). Aus der Projektion, verbunden mit der Theorie der quasiperiodischen Funktionen von Harald Bohr (1925), folgt, dass sich bei der Fourieranalyse ikosaedrischer Quasikristalle ein reines Punktspektrum ergibt.
    Weiteres findet sich auf meiner Homepage an der Universität Tübingen.
  • Genversuche nur an Universitäten

    08.02.2011, Angela M. Sturm aus Eicherloh bei München
    Also, wenn ich das richtig sehe, zäumen die Gen-Befürworter nun das Pferd von hinten auf. Die Schüler sollen also so früh als möglich mit der Gentechnik vertraut gemacht werden, damit die neue Generation der Forscher Genversuche als trivial hinnimmt und nicht mehr hinterfrägt. Genversuche, welcher Art auch immer, gehören NUR an die fachlichen Universitäten. Sie haben in einem Gymnasium nichts zu suchen. Das klingt jetzt von meiner Seite aus hart, aber ich will "Schülerstreiche" mit Bakterien vermeiden, um es im übertragenen Sinne auszudrücken.
  • Hebelarm!

    07.02.2011, S. Moritz (Providence, USA)
    Sehr geehrter Autor,

    Es kann doch nicht so schwer sein, einen Abstract zu lesen und korrekt zu übersetzen.
    "Die Neandertaler hatten relativ gesehen längere Achillessehnen, was ihren Energieaufwand beim Rennen erhöht haben dürfte".
    Wo lesen Sie das bitte? Mal abgesehen davon, das Sehnen nur in den seltensten Fällen fossil überliefert sind, steht in dem Artikel von Raichlen et al.:

    „Neandertals had relatively longer calcaneal tubers than modern humans, which would have increased their energy costs of running.“

    Neandertaler hatten also einen relativ längeren Fersenbeinhöcker als moderne Menschen (und keine längere Sehne). Damit ist ein höherer Energieverbrauch beim Rennen verbunden. Warum?

    "Recent research suggests that running economy (the energy cost of running at a given speed) is strongly related to the length of the Achilles tendon moment arm."

    Der Energieverbrauch für das Laufen bei einer bestimmten Geschwindigkeit ist stark mit der Länge des Hebelarms der Achillessehne korreliert.

    Dass lange (und nicht kurze, wie Sie schreiben) Sehnen vorteilhaft beim ausdauernden Laufen sind, dürfte spätestens dann klar werden, wenn man sich mal die Achillessehne bei Pferden oder Kängurus anschaut. Dort sind die Sehnen extrem lang und ermöglichen die Speicherung von Energie während der Fortbewegung.

    Falls es Sie tröstet: spiegel-online ist derselbe Fehler unterlaufen (oder der Autor hat von derselben Pressemitteilung abgeschrieben).

    Mit freundlichen Grüßen,
    S. Moritz
    Antwort der Redaktion:
    Liebe Frau Moritz,



    vielen Dank für Ihren Leserbrief! Sie haben natürlich vollkommen recht: Die Länge des Fersen(bein)höckers ist kein Maß für die Länge der Achillessehne, wie von mir irrtümlich angenommen, stattdessen spielt die durch die Länge des Tuber calcanei ausgeübte Hebelwirkung die Hauptrolle.



    Wir haben das an entsprechender Stelle im Text korrigiert.



    Mit besten Grüßen

    Jan Dönges

    Redaktion spektrumdirekt
  • Titel Ihres Leserbriefes

    05.02.2011, Fritz Kronberg
    Bravo, endlich mal ein Beitrag, der die Ideologie und die Praktiken der ewigen Bedenkenträger kritisch beleuchtet!!!
    Etwas vergleichbares fehlt leider bisher für den Bereich Kernenergie.
  • In Deutschland schon lange bekannt

    04.02.2011, W. Schulte-Kramer 46397 Bocholt
    In Deutschland gibt es solche Experimente schon lange - seit der Fond der Chemischen Industrie schon vor etlichen Jahren in Schulen kostenlos den "Blue-Genes-Koffer" verteilt hat. Allerdings sind diese Experimente zum Teil so aufwendig (und teuer), dass sie nur teilweise und lediglich im Rahmen einer Projektwoche oder in einem Leistungskurs durchgeführt werden können.

    Die Reaktion der Schüler ist aber in den meisten Fällen sehr positiv - und von Einwänden habe ich nie etwas gehört. Erst auf der Grundlage von Wissen und Erfahrung kann die notwendige Diskussion über Möglichkeiten und Gefahren der Gentechnik geleistet werden.

    Von daher wünschte ich mir einen einfach durchzuführenden Versuch, der auch in der begrenzten Arbeitszeit in der Mittelstufe oder Grundkursen der Oberstufe zu leisten wäre.
  • Innovativer Zugang über die Retina?

    04.02.2011, Horst J. Koch, Aue
    Der interessante Ansatz von Deisseroth wird sicherlich die diagnostischen und möglicherweise auch die therapeutischen Optionen in der Nervenheilkinde bereichern. Ganz neu ist der Gedanke optisch reagibler Proteine allerdings nicht. In den 1990er Jahren habe ich, angeregt durch die Untersuchungen von Grinvald et al., mit Farbstoffen und intrinsischen elektrischen Signalen experimentiert. Dabei bin ich auf die Möglichkeit gestoßen, über die Retina direkt die elektrophysiologischen Eigenschaften von Hirnanteilen zu untersuchen (retinal optical imaging). Wegen der Toxizität der eingesetzen Farbstoffe eignen sich Farbstoffe leider nicht für die praktische Anwendung am Menschen. Hämoglobin oder andere intrinsische spannungssensitive Moleküle könnten hier weiterhelfen. Vielleicht bietet die Retina für die Optogenetik einen hilfreichen innovativen Zugangsweg, um die Funktion zentraler Neurone zu beurteilen.

    Referenzen:
    Grinvald et al.: Real-time optical imaging imaging of naturally evoked activity in intact frog brain. In: Nature 308, S. 848 – 850, 1984
    Koch, H. J.: Optical imaging of the retina using intrinsic signals: A possible diagnostic neurological tool? In: Romanian Journal of Neurology 39, S. 81 – 84, 2001
  • Gentechnik in den Unterricht!

    04.02.2011, J. Reischl, Neubiberg
    Hallo Herr Fischer,

    ich finde es völlig richtig, Gentechnik in der beschriebenen Weise in den Bio-Unterricht der höheren Stufen aufzunehmen.

    Zum einen ist der Aha-Effekt wirklich bedeutsam, zum anderen fühlen sich die Schüler ernst genommen, da sie etwas tun, was nicht Jahrzehnte alte Unterrichtskamellen sind (USA: Frosch sezieren), und was in der Welt aktuell gerade heiß diskutiert wird.

    Die mögliche Gefahr, die von den gezüchteten, antibiotikaresistenten E. Coli-Bakterien ausgeht, kann ich nicht einschätzen, aber offenbar wird hier nicht mit dem Ebola-Virus hantiert.

    Das Problem ist wirklich die absolute Unwissenheit des allergrößten Teils der Bevölkerung, selbst Nachrichtensprecher entlarven ihre eigene Unkenntnis zum Thema gerne mit kleinen Versprechern. Gentechnik wird von den Medien und nicht zuletzt Hollywood zu einem Mythos hochstilisiert, der keinen Bezug zur Realität mehr hat. Zellteilung im Sekundentakt, Klonen wie Farbkopieren, Mutation allen Erbguts in allen Körperzellen durch Handfeuerwaffen oder einen Tropfen geheimnisvoller Flüssigkeit im Trinkwasser – die Leute sind voll der Vorurteile, und sie wissen nicht mal, dass es sich um Vorurteile handelt.

    So wie manch urbaner Schüler (gerüchtehalber in den USA) Hühner mit sechs Beinen zeichnet, weil die Hähnchenschenkel zu sechst abgepackt im Laden liegen, denkt sich der Durchschnittsmensch wohl hierzulande, dass Gentechnik eine Büchse der Pandora ist, die tunlichst verschlossen bleiben sollte.

    Ich denke, sie sollte geöffnet werden, aber unter strengsten Auflagen, Vorsichtsmaßnahmen und vor allem aber dem Banner der Forschung, nicht der Wirtschaft. Und das beginnt, wenn man es richtig machen möchte, im Unterricht. Sexualkunde beginnt ja auch nicht mehr im Ehebett.

    Viele Grüße,

    J. Reischl
  • Einseitige Weltanschauung

    01.02.2011, Prof. Dr. Dr. Hans E. Müller, Braunschweig
    Die Autoren berichten, dass der mittlerer ph in den oberen Wasserschichten der Ozeane seit Beginn der industriellen Revolution um 0,12 auf 8,1 gesunken ist, und schreiben von saurer werdendem Meerwasser. Doch handelt es sich nur um eine leichte Verschiebung im basischen Bereich. Sie ist zweifelsohne partiell dem weltweit gestiegenen CO2-Gehalt in der Atmosphäre geschuldet und er wiederum ist teilweise anthropogen, teilweise aber auch geogen bedingt.

    Niemand wird die von den Autoren zusammengetragenen Negativeffekte auf heterophobe Lebewesen leugnen. Doch dabei kommen die positiven Effekte etwas zu kurz. Schließlich ist CO2 für Phytoplankton und Algen ein Wachstumsfaktor. CO2 wird gebunden und langfristig wieder in fossile Brennstoffe verwandelt, auf die Deutschland ab 2050 völlig verzichten soll. Weshalb die so genannte Versauerung die Verfügbarkeit von Eisen für Phytoplankton erschweren soll, ist wenig überzeugend, denn normalerweise steigt die Löslichkeit von Eisenionen mit sinkendem pH-Wert an. Und so keimt beim Leser der Verdacht, dass hier keine ideologiefreie Wissenschaft, sondern die fragwürdige Weltanschauung eines so genannten Klimaschutzes vermittelt werden soll.
  • Leben an der Küste – Rettung oder tödliche Gefahr?

    31.01.2011, Dr. Franz X. Faust, Popayan, Kolumbien
    Wenn es die Umweltbedingungen auf dem afrikanischem Kontinent waren, die in einer gewissen Epoche unsere Art fast haben aussterben lassen, dann müssen auch andere afrikanische Arten gleichzeitig einen Engpass durchlebt haben.
    Der Körper des modernen Menschen trägt viele Merkmale, die sich wohl in einer oder mehreren Phasen unserer Evolution entwickelt haben, in denen wir an der Küste lebten und uns vorrangig von Meeresfrüchten ernährten. Dafür spricht zum Beispiel unser Kälteschutz durch Unterhautfett, das der weibliche Koerper dazu gebraucht, um seine visuellen sexuellen Reize aufzubauen. Die wurden nötig, da sich Geruchssignale bei der im Wasser watenden Nahrungssuche kaum übermitteln lassen.
    Selbst der Menstruationszyklus der Frauen lässt sich mit der küstengebundenen Lebensweise erklären. Alle Monat zweimal legen die Gezeiten lange Küstenstreifen frei, die der Frau erlauben Muscheln zu sammeln, ohne zu waten, zu schwimmen oder zu tauchen. Mit dieser Synchronisation vermeidet sie, dass sie mit dem Menstruationsfluss z.B. Haie anlockt. (Zwei Menstruationen pro Monat wären für den Körper der Frau zu viel Stress.)
    Dies und vieles mehr weist unsere Vorfahren als die Küstenart unter den Hominiden aus. Diese Lebensweise birgt aber auch tödliche Gefahren für die ganze Art. Ein Megatsunami im Indischen Ozean kann ein wahre Sintflut für die frühe Menschheit dargestellt haben. Nur die Suche nach dem für unsere frühen Artgenossen typischen Muschelhaufen auf dem Schelf vor Ostafrikas Küsten kann Klarheit geben, ob das Leben an der Küste uns gerettet hat oder fast die Existenz gekostet hat.

  • Nahe liegender Hinweis auf moralische Pflicht fehlt

    31.01.2011,
    Mir fällt auf, dass die Beeinträchtigungen der Pinguine bei der Auswertung der Daten berücksichtigt werden sollen. Ein an sich nahe liegender Verzicht auf jede zukünftige Applikation der Bänder, geschweige denn der Hinweis auf die moralische Pflicht, die Bänder wieder abzunehmen, fehlen jedoch in diesem Beitrag.
  • Das Alter von Buddha-Bildnissen

    27.01.2011, Jürgen Wüllrich, per E-Mail
    In einer Bildunterschrift zu dem Artikel "Nützliche Katastrophen" von Kenneth Hewitt auf S. 80 steht: "In Fels geritzte Buddha-Figuren [...]. Einige dürften 5000 Jahre alt sein."

    Man sollte zur Klärung sagen, dass diese Altersangabe nicht wörtlich zu nehmen ist. Etwas sei 5000 Jahre alt, bedeutet in den indischen Sprachen gerade so viel wie, dass es unvordenklich alt ist. Der historische Buddha hat vor zirka 2600 Jahre gelebt und seine Bildnisse sind allesamt jünger.
    Antwort der Redaktion:
    Die Bildunterschrift ist so nicht richtig. Die ersten Darstellungen der Person Buddhas stammen erst aus nachchristlicher Zeit. Natürlich gibt es aber ältere Felsbilder (vor-/nichtbuddhistische) in der Region. Das Felsrelief von Manthal, auf das sich der Abbildungstext bezieht, stammt etwa aus dem 8. Jahrhundert n. Chr.
  • Sein oder Schein?

    25.01.2011, M. Istvancsek, Mainz
    Wenn zwei Menschen die gleichen Wörter benützen, heißt das noch nicht, dass sie auch das Gleiche damit meinen. Wenn über Zeit und Raum gesprochen wird, sollte man vorher abklären, was jeder damit meint. Sind das reine Begriffe, also Ideen, die nur für uns Menschen in unserer Gedankenwelt existieren oder existieren sie unabhängig von uns? Für mich ist Raum eine - geistige - Vorstellung, für Zeit habe ich weder eine Vorstellung noch kann ich sie irgendwie "begreifen". Wenn ich zwei Uhren vergleiche, vergleiche ich keine Zeit, sondern die Bewegungen zweier Zeiger, ich vergleiche zwei Veränderungen. Für mich ist "Zeit" ein reiner Begriff, ein Konzept, mit dem ich mich in meiner Welt orientiere, hätte ich kein Gedächtnis, so gäbe es auch keine Zeit für mich. Für mich ist es sinnlos, dass sich ein Konzept bzw. ein Gedanke physisch dehnen kann, das ist einfach absurd.
  • Ökofantasien

    24.01.2011, Michael Clemens, Hannover
    Herr Professor Heindl sollte sich über den erforderlichen Speicherbedarf für die Versorgung mittels Wind- und Sonnenenergie informieren. Dieser liegt mindestens beim 10-Fachen der angenommenen 3,2 Terwattstunden.

    Eine Kilometer lange umlaufende Dichtung, welche einem Wasserdruck von 100 bar standhält? Eine Druckleitung PN 100 zwischen Schwarzwald und Bodensee? Einen Zylinder aus Granit mit 500 Meter Radius und 500 Meter Höhe zentimetergenau aussägen? Und das Ganze für schlappe 400 Millionen Euro?

    Es ist beschämend, dass Zeitschriften mit wissenschaftlichen Anspruch solchen Ökofantasien veröffentlichen.
  • Auf immer und ewig

    24.01.2011, Dipl.-Ing. Christian Synwoldt, Malborn
    Es ist faszinierend und unglaublich zugleich: Mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Beginn der "friedlichen Nutzung der Kernenergie" existiert weiterhin keinerlei Konzept zur Endlagerung radioaktiver Abfälle. Mit dem Eintritt in die CSS-Technik wird nun derselbe Fehler ein zweites Mal begangen. Schlimmer noch, ist auf Grund der endlichen Halbwertzeiten zumindest theoretisch in einigen Jahrmilliarden das Gefahrenpotenzial radioaktiver Abfälle deutlich geringer, so sind etwaige Kohlendioxid-Lagerstätten buchstäblich "auf immer und ewig" verschlossen zu halten. Zudem ist das Mengengerüst bei Kohlendioxid ungleich größer: Die Größenordnung liegt im Bereich von Millionen Tonnen pro Jahr und Kohlekraftwerk.

    Über welche Zeiträume derzeitige Technologien Sicherheit versprechen, zeigt das Beispiel Asse - kein Grund also, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Auch wirtschaftlich sieht die Bilanz bei Weitem nicht so rosig aus, wie der Artikel vermuten lässt. Den kurzfristig erzielbaren Gewinnen aus einem Emissions-Zertifikate-Handel stehen die Kosten für Sicherung und Betrieb der Lagerstätten über unabsehbare Zeiträume entgegen. Und es ist schon heute abzusehen, dass wie im Fall der Kernenergie Gewinne privatisiert, die Kosten hingegen sozialisiert werden.