Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Antwort an Freddy Kraus

    22.06.2017, WolfgangL.
    "In Deutschland gehen täglich eine Million Männer in ein Bordell oder in ähnliche Einrichtungen wie Saunen oder Singletreffs. Diese Männer sind angeblich keiner HIV-Gefahr ausgesetzt und dürfen spenden."
    Das ist so nicht richtig. In der Selbstauskunft vor jeder Blutspende wird man genau nach solchem Verhalten gefragt. Und dies ist auch ein Ausschlussgrund.
    Mein Rat an Sie: Versuchen Sie mal Blut zu spenden. Es ist nicht nur sozial sondern auch informativ.

    Saunen selber sind übrigens nicht mit Saunaclubs oder Swingerclubs zu vergleichen. Es gibt keinen Grund Saunagänger von der Blutspende auszuschließen.
  • Suche nach Ausweichplanet?

    22.06.2017, Beate Winzer
    Ein schöner Beitrag aber warum sollte der Steuerzahlende die Suche nach einer zweiten Erde finanzieren? Damit die ungeheuer aggressive Menschenaffenart weiter Raubbau am Planeten und Ausbeutung der eigenen Art ohne Gnade und ohne Mitgefühl weiter betreiben kann? Das halte ich nicht für einen Grund- wenn unsere Art sich selbst erledigt halte ich das für im höchsten masse bedauerlich- nichts weiter. Andere Arten sind aus anderen Gründen ausgestorben, die Welt, das All, in dem wir leben, ändert sich. Ich halte es für ausserordentlich interessant, das All in unserer mittelbaren und unmittelbaren Nachbarschaft weiter zu erforschen und zu verstehen, nicht nur um das Licht zu verstehen sondern auch mehr über Anfang und Ende des Planeten zu erfahren. Alles andere ist Fantasy. Sicher hat diese ihren Platz aber genießen wir die Erde, die noch vorhandenen Landschaften mit all ihren Gaben solange wir können.
  • Sehr informativer Artikel - aber Mangel Hausgemacht

    22.06.2017, WolfgangL.
    Der Mangel an Blutspenden ist zum Teil auch Hausgemacht. Denn wenn ein Spender gewissenhaft Auskunft über seinen Medikamentenkonsum gibt fällt er schnell mal als möglicher Spender weg.
    Dabei recht es schon wenn man präventiv Lippenherpescreme verwendet um nicht zu erkranken. Denn Virostatika jeder Art sind ein Ausschlussgrund für die Blutspende.
    Dabei muss man sich die Frage stellen, ob das wirklich Sinnhaftigkeit ist. Denn ein großer Teil der Bevölkerung verwendet mehr oder weniger Regelmäßig solche Präparate. Damit ergeben sich immer wieder lange Zeitspannen in denen nicht gespendet werden kann.

    Der Konsum von Nikotin (einem starken Nervengift) schließt interessanterweise nicht von der Spende aus...
  • Roboter-Ethik

    22.06.2017, Paul R. Woods
    Warum das Rad ein zweites Mal erfinden?

    Die Asimov’schen Gesetze lauten:

    1) Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
    2) Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen – es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel eins kollidieren.
    3) Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel eins oder zwei kollidiert.

    Das müsste doch eigentlich reichen.
  • Schlimmer als gedacht

    21.06.2017, Siegfried
    Nur 6 % werden verspeist ?
  • Pestizid und Biozid

    21.06.2017, Isabel
    Danke für den sehr interessanten Artikel! Ich hätte noch die Unterscheidung Pestizid und Biozid erwähnenswert gefunden, nachdem die eingangs erwähnten Holzschutzmittel, Desinfektionsmittel etc. allesamt Biozidprodukte sind.
  • ...innen und ...er oder ...Innen?

    21.06.2017, Mike Härtel
    Ich habe vor kurzem einen schönen Artikel über die richtige Schreibweise unter Berücksichtigung der Geschlechtergleichstellung gelesen, ein scilog von Spektrum glaube ich. Welche Schreibweise wird dem Anspruch gerecht, hat welche Vor- und Nachteile - und ob es überhaupt nötig ist. Der obige Artikel hält sich auffallend (fast) konsequent an die Doppelnennung, um politisch korrekt zu bleiben. Meiner Ansicht nach kann man das nur schwerlich “gerecht“ machen. In diesem Fall ziehen die Männer den Kürzeren, da sie stets als zweite genannt werden (Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler; Archäologinnen und Archäologen). Warum nicht von einer “Forschungsgruppe der Uni Innsbruck“ reden? Und warum wird hier nicht auch von “Griechinnen und Griechen“ oder von “Phönizierinnen und Phöniziern“ gesprochen? Muss man nicht letztendlich auch sagen: der Mensch und die Menschin? Ich persönlich finde, dass man einfach bei der herkömmlichen Schreibweise bleiben sollte, jeder weiß, wie das gemeint ist, und es liest und - vor allem - spricht sich auch besser...
  • Re: Autopilot

    21.06.2017, David M.
    Zumindest kommen Autopiloten bei Flugzeugen fast nie in die Situation, sich zwischen Menschenleben entscheiden zu müssen.
  • Autopilot

    21.06.2017, Gottfried Heumesser
    In der Fliegerei gibt es schon ein gutes halbes Jahrhundert lange den Autopiloten. Der ist auch notwendig, denn es überfordert die Konzentrationsfähigkeit der menschlichen Piloten, stundenlang den Kurs auf wenige Grade und die Höhe auf +/- 30 Meter einzuhalten. Bald kam auch der Beamcoupler dazu, der auch dem Leitstrahl eines Instrumentenlandesystems folgen konnte. Heute müssen nur mehr der Start und das Ausrollen händisch durchgeführt werden. Um die Crew fliegerisch in Übung zu halten wird daher meistens der Abflug bis zum Erreichen der Reiseflughöhe händisch geflogen. Und wenn einer der beiden Piloten aufs "Topferl" muss ist das Einschalten des Autopiloten Vorschrift. Da gab es interessanterweise aber nur Diskussionen unter Fachleuten, was das Gerät können muss, und welche Risken bestehen. Und das Ergebnis fand Niederschlag in den recht strengen Vorschriften für solche Geräte.

    Einige Vorfälle der letzten Zeit haben aber gezeigt, dass es erforderlich ist, die Piloten etwas mehr dahingehend auszubilden, das Flugzeug unter schwierigen Bedingungen händisch zu beherrschen und nicht nur auf die Elektronik zu vertrauen, wenn etwa eine Gewitterfront zu durchfliegen ist. Da ist nämlich der Mensch überlegen, weil er nicht jede Kleinigkeit auszugleichen versucht.

    Da aber so gut wie jeder Angehörige der halbwegs industrialisierten Länder Autofahren kann melden sich nunmehr Kreti und Pleti zur Diskussion über automatisch fahrende Straßenfahrzeuge. Meiner Ansicht nach könnte autonomes Fahren viele Unfälle verhindern. Viele Unfallmeldungen lauten auf "verlor die Herrschaft über das Fahrzeug". Auf unseren Autobahnen ist es kaum möglich zu schnell zu fahren, also müssen das andere Ursachen sein: Sekundenschlaf, Hustanfälle, Suchen nach irgendwelchen Sachen, Umstellen des Autoradios, Beruhigen der Kinder und was noch sonst alles von der gebotenen Aufmerksamkeit ablenkt Und von den zunehmenden Auffahrunfällen von LKWs, wo der Fahrer im Halbschlaf nicht reagiert ganz zu schweigen. Davon redet aber niemand. Alle reden von konstruierten Unfallsituationen wo zu entscheiden ist, ob es ein oder vier Tote gibt und ähnlichem. Ob der Mensch "richtig" entscheidet ist zu bezweifeln, der "Autopilot" soll es aber können.

    Man sollte den Ethikexperten und Juristen die zahlreichen Verkehrstoten anrechnen, die aufgrund oben angeführter Gründe passieren. Selbst diese haben im Auto binnen Sekunden zu entscheiden und leben dann von der monatelangen Bearbeitung derartige Vorfälle.
  • Meine Nachbarn

    21.06.2017, jum
    Wenn meine Nachbarn und überhaupt alle Nachbarn endlich aufhören würden, die Wege mit Allesvernichtern, das Gemüse mit Schneckenkörnern, die Ecken mit Rattengiften, die Büsche, Blumenbeete, Wiesen mit Unkrautvernichtern zu behandeln, könnten sich die Igel, Schmetterlinge, Vögel und andere Tiere wieder ansiedeln. Bis dahin ist jede Mühe in Stadtnähe vergebens.
  • Auf andere völlig verlassen…

    21.06.2017, Klaus Deistung
    Die USA haben den Computer zeitig eingesetzt, den Wert richtig erkannt, und die Forschung voran getrieben. Das Militär hat den Trend der Zeit erkannt – und z. B. GPS entwickelt. Und Europa? Das dauert noch, um die Anfänge praxistauglich zu machen.
    Wie weit kam Europa? Noch werden Deutschlands Schulen nicht gelobt wegen guter Computerausbildung. Die tägliche Handy-Nutzung und Computerspiele sind leider keine Basis für ein Studium der Informatik.
    Europa eine Datenbasis? Europa ein Wirtschaftsimperium? Wir wissen zwar: Einigkeit macht stark, sie zu erreichen scheitert an den vielen „Extras“ - der Brexit lässt grüßen.
    Entweder Europa einigt sich – was wohl eher dauert – oder wir nutzen das Angebot via USA mit allen ihren Erscheinungsformen.
  • Vermeidungsstrategie

    21.06.2017, Christoph Graf
    Diese 'Dikatur' lässt sich - mindestens teilweise - vermeiden:
    Anonym Surfen, keine Sozialen Medien einsetzen, Europäischen Mail Provider verwenden, kein Online Shoping, keine Cloud Services verwenden.
    Es funktioniert ( als Informatik Ingenieur weiss ich, wovon ich rede...)
  • Einfach

    21.06.2017, peter
    ...einfach schön erklärt :)
  • Irrsinn

    21.06.2017, Bluto Blutarski
    Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, muss ich mir also als Liebhaber echter Vanille wünschen, dass die Arbeiter in Madagaskar wieder verarmen, bzw. arm bleiben?
    Oder es kommt wie bei vielen hochwertigen Lebensmitteln in den letzten Jahren: Aus dem kleinen Luxus für viele wird der große Luxus für wenige.
  • Qiang

    21.06.2017, bossel
    Beckwith (Empires of the Silk Road) identifiziert die Qiang als Indoeuropäer, vermutlich Tocharer. Der hohe Wert als Opfer könnte also theoretisch am exotischen Aussehen oder an ihrer Art der Kriegsführung (Streitwagen) liegen.
    Leider wurde anscheinend keine DNA untersucht. Aber die Autoren schreiben ja auch selber, dass man noch keine endgültigen Aussagen treffen kann. Abwarten ...