Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Ach so, die Hockeyschlägerkurve!

    14.04.2014, howetzel
    Es sollte auf alle Fälle "Die Klimafalle" von Hans von Storch und Werner Krauß gelesen werde: http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-446-43555-1
    Eigentlich sagt der Untertitel schon vieles: "Die gefährliche Nähe von Politik und Klimaforschung".
    Das Buch wird rezensiert mit:
    "Die Klimagipfel scheitern und bleiben folgenlos, obwohl die Emissionen immer weiter steigen. Der Klimaforscher Hans von Storch und der Ethnologe Werner Krauß erklären, wie wir in der Klimafalle gelandet sind – und wie wir ihr entkommen können. Die inflationäre Ankündigung der Klimakatastrophe hat zu einem Verlust der Glaubwürdigkeit von Wissenschaft geführt. Dabei ist der Klimawandel keine wissenschaftliche Frage, sondern eine gesellschaftliche! Er muss in regionaler Kultur, Alltag und Politik verankert werden. Die Weltgesellschaft braucht keine politisierte Wissenschaft, die das 2-Grad-Ziel ausruft, sondern eine, die die Bedingungen für einen pragmatischen Umgang mit dem Klimawandel auslotet."(eben da)
  • Rolls Royce PLC hat nichts mit Rolls Royce Motorcars zu tun

    13.04.2014, Uli
    Dem Autor Ihres Beitrags ist offensichtlich entgangen, dass die Rolls Royce PLC nichts mit dem Autohersteller Rolls Royce, der tatsächlich zu BMW gehört zu tun hat.
    Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Rolls-Royce_Motor_Cars
    http://de.wikipedia.org/wiki/Rolls-Royce_(Triebwerke)
    Antwort der Redaktion:

    Stimmt, das haben wir übersehen. Vielen Dank für den Hinweis! Wir haben die entsprechende Stelle im Text geändert. (JD/Red.)

  • Das Proton-Paradoxon

    11.04.2014, R. Schröder, Hamburg
    Ich habe ja nur Chemie studiert und würde auch nie behaupten, Quantenphysik wirklich begriffen zu haben. Aber wenn ich eines mitgenommen habe, dann, dass wesentliche Eigenschaften subatomarer Partikel eben nicht sicher feststehen, sonder immer nur wechselwirkungsabhängig erfasst werden können. Habe ich jetzt irgendwas übersehen, oder dachten die Verfassser wirklich, Proton sei Proton, unabhängig von Umgebung und damit Wechselwirkung?

    An Ihre Zeitschrift an dieser Stelle ein ganz großes Lob und ein ganz großes Dankeschön für wunderbare informative Artikel bei erfreulicher Themenvielfalt!
  • Klicksonar

    10.04.2014, Ezgi
    Ich finde diesen Beitrag wirklich sehr interessant und würde gerne selber auch das Klicken lernen. Ich habe vieles darüber recherchiert und es gibt da auch Ansprechpartner, die man kontaktieren kann. Wirklich super, wie Daniel Kish so etwas heraugefunden hat. Übrigends kann ich mit langer Übung, die Unterschiede bei den beiden Audio-Dateien erkennen, obwohl ich (nach meinem Augenarzt) 100% sehen kann und nicht erblindet bin. Ich würde gerne noch weiter üben und deshalb bitte ich darum, dass jemand vielleicht mehr darüber weiß und mir Tipps geben kann.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ezgi
  • Wissenschaftlerlogik?

    10.04.2014, M. Bitter
    Zitat: "Und um das Risiko von Wolfsangriffen in den verschiedenen Arealen abzuschätzen, zogen sie die Plätze heran, an denen Hirsche getötet wurden."
    Prämissa major: Beutetiere meiden gefährliche Gebiete.
    Prämissa minor: Dort werden keine toten Beutetiere gefunden.
    Conclusio: Also sind die Gebiete nicht gefährlich.

    Schöne Wissenschaft!
  • Wanderheuschrecken und Demenz

    09.04.2014, Ulrich Heemann
    Die Erklärung des Fressens giftiger Pflanzen durch plötzliche Vergesslichkeit der Heuschrecken mutet doch etwas seltsam an. Da könnte man den Wandertrieb doch auch gleich mit dem Verlust der räumlichen Orientierung erklären.
    Stattdessen ist das Zusammentreffen giftiger Körper und einer Warnfärbung in der Natur aber durchaus verbreitet. Angesichts des vor der Wanderung dichten Auftretens könnten auch mehr Fressfeinde angezogen werden, die es nun abzuhalten gälte. Dem ließe sich allerdings nicht unberechtigt entgegenhalten, dass schon die schiere Masse der Heuschrecken einen hinreichenden Schutz bieten sollte. Es ist aber nicht auszuschließen, dass dieses Phänomen bereits zu früheren Zeiten unter anderen Randbedingungen entstanden ist und sich auch heute noch nutzen lässt, weil es noch vorhanden ist.
    Wahrscheinlicher aber ist, dass mit dem Auftreten einer anwachsenden Masse an Heuschrecken auch schon vorab deren Fressfeinde an Zahl zugenommen haben. Die verbleibenden Jungtiere, die doch für das Überleben vor Ort notwendig sind, sind nach dem Wegzug der Alten nun einem drastisch erhöhten Fressdruck ausgesetzt, dem sie mit herkömmlichen Mitteln (z.B. Weghüfen) nicht mehr entkommen können. Es ist also in ihrem unbedingten Interesse, ihre Fressfeinde mit einer überzeugenden Drohung davon zu überzeugen, dass sie als Futter nicht geeignet sind. Und letztlich können ja auch die giftigen Pflanzen in Zeiten der Not als letzte Reserve genutzt werden.
    Aber auch ein weiterer wichtiger Grund ist denkbar. In der Phase der Zusammenrottung ist aufgrund der ständigen Berührung eine zunehmende Infektionsgefahr unvermeidlich. Die Aufnahme giftiger Pflanzen könnte also auch eine Form der Infektionsbekämpfung darstellen, die im Tierreich ebenfalls nicht unbekannt ist. Dieser Effekt ist ggf. auch für den großen Schwarm von essentieller Bedeutung.
    Eine phasenweise Änderung des Geschmacks ist auch bei Menschen durchaus nicht unbekannt und wird für gewöhnlich eher auf gesundheitsorientierte Mechanismen als auf eine Demenz der Betroffenen zurückgeführt.

    Zu hinterfragen ist eher, warum ein so großer Schwarm von Heuschrecken überhaupt das Land verlässt. Mir sind keine Schilderungen bekannt, dass diese Tiere später wieder zurückkommen. Sollten sie fernab verenden, ist ihr Abflug also nur damit zu erklären, dass sie ihre klassischen Gefilde verlassen, um dem verbleibenden Rest (laut obiger Schilderung nur Jungtiere) das Überleben zu garantieren. Für gewöhnlich sollte sich solch ein Selbstmordgen selbst evolutionär ausrotten. Hier aber sind die Überlebenden die Tiere, die nur zu jung waren, um selbst auf Wanderflug zu gehen. Das „Selbstmordgen“ sichert also ihr Überleben und kann stabil bleiben. Es erinnert an die Situation bei Bienen und Ameisen, wo Teile des Staates ebenfalls zu notfalls selbstmörderischem Tun neigen, die Königin als Gene weitertragendes Individuum aber davon profitiert.
    Sollte sich eine lokale Gruppe ausbilden, in der dieser Wandertrieb in einigen Individuen weniger ausgebildet wäre, so zöge dieser Bereich nach dem Wegflug der anderen alle „überschüssigen“ Fressfeinde besonders auf sich und müsste letztendlich sogar besonders stark ausgedünnt werden. Ihre relative Verbreitung in der Gesamtzahl der überlebenden Individuen würde also zwangsläufig reduziert werden und so statistisch begrenzt bleiben. Damit könnte die Stabilisierung des Verhaltens erklärt werden, obwohl das einzelne Individuum, das in den Selbstmord fliegt, von einem Verlust dieses Antriebes profitieren könnte.
  • Aufs Altern kommt es an

    08.04.2014, Ruxandra Ilea
    Neue Instrumente klingen und lassen sich genauso gut spielen wie alte, das ist weder neu noch eine These, sondern längst bewiesene Tatsache. Holz arbeitet aber, und je jünger es ist, desto mehr arbeitet es. Früher oder später beginnen Probleme mit den neuen Instrumenten, aber erst nach einiger Zeit. Die Frage ist also nicht, ob die neuen Holzinstrumente genauso gut sind wie die alten, sondern nach welcher Zeit sie aufhören, es zu sein - und warum. Bei manchen fängt es an schon nach 6 Monaten, bei anderen nach 6 oder 10 Jahren. Die Vermutung liegt nahe, dass sie nach 100, 200 oder 300 Jahren wieder genauso gut sein werden wie diejenigen der alten Meister. Der Beweis steht allerdings noch aus, und solange dies so ist, werden die Amatis, Guadagninis und Gofrillers, die Antoniazzis, Testores und Vuillaumes weiterhin Preise erlangen, von denen die heutigen Geigenbauer leider nur träumen können. Aber vielleicht ändert sich das bei ihren Nachkommen...
  • Diskussion oft zu pathetisch

    07.04.2014, Roland Tluk
    Ich möchte Folgendes zu bedenken geben. Wetter ist ein Phänomen, das makroskopisch vielleicht eine Regelmäßigkeit erkennen lässt, aber niemals ein Zustand eines Gleichgewichts wiedergibt. Ein Gleichgewicht ergäbe sich quasi in einem geschlossenen (totes) System - also kein Wetter. Inwiefern eine Abweichung von einer an sich unlogischen Vermutung eines Gleichgewichtszustandes sich ergibt, ist völlig aus der Luft gegriffen und entbehrt jeder Wissenschaftlichkeit. Zumal eine Fluktuation einiger Grad Celsius für einen Planeten (System) dieses Ausmaßes schon systemtheoretisch von einer üblichen Dreiprozentfehlertoleranz abgedeckt werden.
    Ich empfinde die Diskussion um einen "Klimawandel" oft zu pathetisch und wenig zielführend, da die Anhänger der Gleichgewichtsthese oft die einfachsten logischen Argumente nicht rekonstruieren können.
  • Religion und Gruppenselektion

    07.04.2014, Wilhelm von Eßen, Schloß Holte-Stukenbrock
    Der Artikel von Wolfgang Achtner ist lesenswert, doch wird die Frage, was Religion für die Gruppenselektion leistet, zwar angeschnitten, dann aber nur noch schüchtern und abstrakt abgehandelt.
    Schon das Alte Testament war da in den Büchern Moses sehr viel konkreter: Als das gelobte Land sich als bevölkert herausstellt, gibt der Herr seinem auserwählten Volk explizite Anweisungen zum Genozid.
    Die dunkle Seite der Religion durchzieht die Weltgeschichte. Ob Christenverfolgung oder Krieg unter dem Zeichen des Kreuzes, ob Kreuzzüge oder heiliger Krieg, „Missionierung“ und Dezimierung „heidnischer“ Völker in Afrika und Amerika, Antisemitismus bis hin zum Holocaust oder in jüngerer Zeit die „Ethnischen Säuberungen“, ebenso wie tausend kleinere Konflikte, in denen zahllose Menschen gestorben sind und noch heute sterben: Bricht ein Konflikt unter konkurrierenden Gruppen auf, nimmt sich immer die jeweilige Religion (die in der jüngeren Geschichte auch durch eine Ideologie ersetzt werden kann) der Aufgabe an, die Schwächung, Vertreibung oder Vernichtung des bösen Feindes zur heiligen Pflicht zu erklären.
    So liefert die Religion nicht unbedingt die Antwort auf die Frage, warum die Spezies Mensch so erfolgreich ist, vielleicht aber einen Lösungsansatz zu dem Rätsel, warum die genetische Vielfalt der Erdbevölkerung geringer ist als die der meisten anderen Tierpopulationen.

  • parts per billion

    07.04.2014, Karl
    Gerade bei den im Englischen und Deutschen divergierenden Bezeigungen jenseits der Million, sollte immer zusätzlich darauf hingewiesen werden, dass es sich hier im Deutschen um die Milliarde (bzw. Milliardstenstel) handelt. Auch gestandene Journalisten in Presse und Rundfunk/TV bringen das immer wieder durcheinander.
  • Zitat "Warum sollte man an etwas glauben, das man nicht sehen, fühlen oder messen kann?"

    06.04.2014, Jörg Storm
    Moin !
    Der oben zitierte, erste Satz dieses Artikels wird beantwortet mit ""Wir sehen die Wirkung ihrer Schwerkraft!"", was bedeutet, daß man messen kann, daß es entweder diese "Dunkle Materie" gibt - oder aber daß das Verständnis der Gravitationsentstehung weltweit überhaupt nicht verstanden worden ist. Dann aber im Namen der Wissenschaft an etwas zu "glauben" (und somit die Existenz von "Dunkler Materie" annehmen zu wollen), was überhaupt niemals detektierbar war und ist (MATERIE !!!!), obwohl unser Universum geradezu damit vollgestopft sein müßte, ist ein so dermaßen großer Schritt vor das Zeitalter der Aufklärung, daß mir fast die Spucke wegbleibt. Die Kirche wird sich freuen - sie hatte mit dem "glauben" als Mittel der Physik dann ja wohl doch recht. Aber "glauben" ist ja auch viel einfacher, als aufgrund von astronomischen Meßergebnisse zur Kenntnis nehmen zu müssen, daß alle Physiker/innen seit mehr als 2000 Jahren keine Ahnung hatten und haben, wie Gravitation aufgrund welcher Parameter in welchen Ausmaßen entsteht. Denn das würde jene Gilde natürlich von "over the top" zum "Treppenwitz der Wissenschaften" machen können.............und daran hat man sicherlich kein Interesse. Ist ja auch verständlich. Grüße Henri
  • Bandwurminfektion

    04.04.2014, Helmut Zahner
    Meines Wissens ist es ein großer Unterschied, wie man sich mit Bandwürmern infiziert, denn der Entwicklungszyklus von Bandwürmern erfordert einen Wirtswechsel.
    Die klassische Infektion erfolgt über finnenhaltiges (larvenhaltiges) Fleisch. Dann leben die Bandwürmer relativ harmlos im Darm, der Mensch ist (planmäßiger) Endwirt.
    Verzehrt der Mensch Bandwurmeier, dann ist er der (eigentlich falsche) Zwischenwirt mit entsprechend gravierenden gesundheitlichen Folgen, je nach Bandwurmart durchaus unterschiedlich.
    Diese sehr wichtigen Fakten sollten in der Bandwurmgeschichte auf jeden Fall Erwähnung finden.
  • Spätestens

    04.04.2014, Pterry
    seit Dr. House sollte sich das mit dem Bandwurm doch erledigt haben? Gleich die erste Episode (und dann später nochmal eine) zeigte doch die Gefährlichkeit.
  • Kälte verhindert Mückenattacken

    04.04.2014, Hans Kellermann
    Ein Kollege empfahl mir, gegen Stechmücken die Klimaanlage im Hotelzimmer kälter zu stellen.
    Denn Kälte mögen sie nicht und bleiben dann draußen.
  • Zecken

    04.04.2014, cassandra
    "... sollte ... seinen Körper auf verdächtige Achtbeiner kontrollieren. "

    Arachnoiden?
    Antwort der Redaktion:
    Ja, Zecken haben als Milbentiere tatsächlich acht Beine ;-)