Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Entdeckungen gegen dunkle Materie?

    11.03.2014, Klaus Deistung
    Es ist immer erfreulich, wenn durch unserer Technik und die fachkundige Auswertung der Ergebnisse der Blick ins Weltall erweitert wird. Dazu kann man den Machern nur gratulieren. Wenn wir im nahen Umfeld noch stellare Masse entdecken, dann bedeutet das auch, dass in anderen Teilen des Weltall es nicht viel anders sein kann, wird – oder?
    Nach meinen Recherchen habe ich in einer meiner Veröffentlichungen einen massearmen und leuchtschwachen Begleitstern der Sonne Nemenis/Tyche ebenfalls abgelehnt.
    In einer internen Diskussion trat auch die Frage auf, ist nun mit den Entdeckungen bis hinaus zu rund 500 Lichtjahren von insgesamt 3525 bislang unbekannte Sterne und massearmen Braunen Zwergen ein Teil-Problem der dunklen Materie gelüftet?
  • Glaube ist der Blinddarm des Geistes

    11.03.2014, Hans
    und wehe er entzündet sich und Gott ist in dem Zusammenhang nicht notwendig - zwingend notwendig ist hingegen sich über das Wunder der Existenz sich zu wundern, dass all dies da ist - einfach wunderbar - und somit sich das ansehen, geniessen, erleben und nicht zerstören oder indirekt Zerstörung durch die eigene Lebensweise tolerieren - im praktischen ist es die Konsequenz vegan zu leben! So ganz wertneutral ohne Gott, der ja auch nur ein Produkt der frühkindlichen Erziehung ist. Denn für das Kind sind am Anfang die Eltern Gott.
  • Ja. Keine anekdotischen Beobachtungen mehr dafür systematische

    11.03.2014, Martin Holzherr
    Diese Auswertung der WISE-Daten zeigt wie aussagekräftig systematische Himmelsdurchmusterungen sind, wenn es um die Frage geht ob etwas existiert oder eben nicht. Gaia, die ESA-Mission welche vom Himmelspunkt L2 aus die ganze Milchstrasse durchmustern wird ist deshalb eine Leuchtturmmission. Sie wird 1 Milliarde Sterne kartieren und selbst Frage wie die ob es dunkle Materie in unserer Milchstrasse gebe, beantworten helfen.
  • Ein interessanter Ansatz

    11.03.2014, Olaf J.C. Hellwinkel
    Sebastian Vogel entwirft hier einen interessanten - wenn auch nicht neuen - Erklärungsansatz. Er entspricht weitgehend einer Hypothese, mit der ich mich schon seit Längerem trage. Ich sehe Religion (und auch Spiritualität) als ein evolutionär entstandenes "seelisches" Weltbild, das sich im Laufe der Menschwerdung (und in ihren Anfängen und Wurzeln schon lange davor) als für die Individuen vorteilhaftes psychologisches Bewertungs- und Identifikationsystem entwickelt hat. Aber so sehr ich mir als Biologe ein Schulfach "evolutionäre kognitive Wissenschaften" wünsche (ist das nicht letztlich ein Teilgebiet der Philosophie und der Religionswissenschaften?), so glaube ich doch nicht, daß sich dadurch die Sehnsucht nach religiösem Emfinden und Bewerten beim Menschen bedeutend ändern würde. Die "seelischen" Grundlagen der Spiritualität - und möglicherweise auch die Sehnsucht danach - sind ja vermutlich angeboren und fest in unserem Fühlen verankert. Der Verstand könnte das nie "abwürgen". Für sinnvoller halte ich es, natürliches religiöses Sehnen durch die Einflußnahme von Vernunft und Verstand zu kanalisieren und somit buchstäblich auf eine höhere Ebene zu bringen - zu veredeln, wie einen Edelstein, der schmutzig und unansehnlich aus der Erde gegraben wird, aber bei einem durchdachten Schliff seine ganze Brillianz entfalten kann.
  • "Kleine" Meteoriten gefährden uns, Redirect-Missionen sind für SF-Fans

    11.03.2014, Martin Holzherr
    Der Artikel konstruiert Probleme, die es gar nicht gibt (wer entscheidet über Ablenkungsmanöver bei Meteoriten) und geht zuwenig auf die hohe Wahrscheinlichkeit von Einschlägen kleinerer Meteoriten in naher Zukunft ein. Solch kleine Meteoriten wie der von Tscheljabink können aber bereits verheerende Folgen haben. Es ist aber nicht nur der Artikel, sondern es sind sogar offizielle Stellen, die mit ihren Redirect-Programmen die Nähe zur Science-Fiction suchen. Warum nur? Um von den Science-Facts abzulenken, nämlich der Gefahr durch kleine Meteoriten vom Tscheljabinsk-Typus?
    Die Wahrheit ist eben, dass es äusserst aufwendig, aber nicht unmöglich ist, solche "kleine" Meteoriten wie den Tscheljabinsk-Meteoriten aufzuspüren. Eine weitere Wahrheit ist, dass die einfachste Abwehrmassnahem gegen die Folgen eines Tscheljabinsk-Meteoriten einfach die Evakuation des betroffenen Gebiets ist. Dass dagegen ein grosser Brocken die Erde trifft passiert alle Million Jahre einmal. Es wäre natürlich toll, wenn man solch einen grossen Meteoriten finden würde. Besser wohl als jedes Hollywood-Film! Weniger toll ist aber die Suche nach den kleinen Gesteinsbrocken, denn um das systematisch bis hinunter zur Grösse von 10 Metern oder gar darunter zu tun, ist ein gewaltiger Aufwand nötig. Ein paar Hobby-Astronomen können da wenig ausrichten. Immerhin plant die Firma B612-Foundation die Sentinel-Mission, welche ein Infrarotteleskop in eine venusparallele Bahn platzieren will um von dort die meisten Asteroiden bis hinunter zu 30 Metern Durchmesser aufzuspüren. Um jedoch noch wesentlich kleinere zu finden wären noch viel grössere und teurere Instrumente nötig.
  • Tscheljabinsk könnte morgen Los Angeles heissen

    11.03.2014, Martin Holzherr
    - 1908 Tunguska: ein Himmelskörper explodiert in 5 bis 10 km Höhe und setzt 3 bis 30 Megatonnen Energie frei (1000 Mal Hiroshima) was 80 Millionen Bäume in einem Gebiet von 830 Quadratkilometern entwurzelt und umstürzen lässt und eine Schockwelle der Magnitude 5 auf der Richterskala auslöst
    - 2013 Tscheljabinsk: ein Meteorit von 20 m Durchmesser stürzt nach Passage über Tscheljabinsk in den Tschebarkulsee und setzt 0.5 Megatonnen Energie frei. Es werden 1491 Menschen verletzt.
    - 2022: Los Angeles: ein Meteorit von ?? Durchmesser trifft Los Angeles direkt von oben und setzt ?? Megatonnen Energie frei?

    Das letzte Ereignis ist erfunden, könnte sich aber ohne weiteres abspielen - und es wird sich in den nächsten 200 Jahren mit grosser Wahrscheinlichkeit in ähnlicher Weise ereignen. Ein systematisches Beobachtungsprogramm mit erdgebundenen und satellitengestützten Teleskopen könnte so etwas aber mindestens voraussehen womit eine Evakuation möglich würde. Solch kleine Objekte wie der Tscheljabinsk-Meteorit erfordern allerdings ein recht aufwendiges und teures Suchprogramm. Beobachtungssatteliten sollten dabei auch fern von der Erde positioniert werden um die Blendung durch die Sonne zu vermeiden. Aber besser einige Milliarden in eine solche Technik investieren als Tausende von Opfern in Kauf nehmen, sollte man denken.
  • wenig Informationen

    10.03.2014, Thomas Müller
    Wurde der Artikel auch gegen gelesen? "Belastet ist das Wasser vor allem mit Zäsium-137, Zäsium-134 und Strontium-90, die Halbwertszeit von mehreren Jahren bis Jahrzehnten haben. Jod-131, Zäsium-136 und Zäsium-134 sind dagegen bereits völlig oder zum großen Teil zerfallen."
    Wie jetzt? Dieser Patzer beweist doch, dass der Verfasser bei dieser aneinander Reihung von Zahlen unterschiedlicher Größenordnungen selbst nicht mehr mitkommt.
    Nur weil sogenannte Experten oder die EU Grenzwerte festlegt, heißt das noch lange nicht, dass unter diesen Werten, alles nicht so schlimm ist oder wird.
    Grenzwerte sind doch dafür da, um die Bevölkerung und die breite Masse zu beruhigen. Wen soll es beruhigen, dass die Betroffenen doch nicht so krank werden wie anfangs befürchtet?
    Vielleicht sollten Tepco das kontaminierte Kühlwasser auch in Castoren unterbringen und durch die Gegend fahren bis was geeignetes gefunden wird. Vorsicht Ironie!
    Ich wünsche den Menschen vor Ort alles Gute!

    Lasst euch nicht an der Nase herum führen und hinterfragt und informiert euch über die Dinge, die euch erzählt werden.




    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Müller,

    Sie haben Recht - die Passage mit dem Zäsium-134 war etwas missverständlich geschrieben, denn das Wasser war auch damit belastet. Auf Grund der relativ kurzen Halbwertszeit ist es allerdings auch schon wieder zu großen Teilen verschwunden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
    Redaktionsleiter Spektrum.de
  • Das Kraftwerk im Bergwerk

    10.03.2014, l.Gibkes
    zusätzlich könnte man auch noch die Wärme, die in 1000 Metern Tiefe ist, nutzen z.B. in einer Wärmepumpe
  • Religion ist überflüssig

    09.03.2014, Stephan Fröde

    Eigentlich macht Religion nur als soziale Komponente Sinn. Da man auch Religion an Gott oder Götter glauben kann, und es andere Normen und Gesetze gibt, ist Religion überflüssig und teilweise schädlich.

    Einige verwechseln Spiritualität mit Religion, das passt aber nicht, denn Religion ist eher eine Glaubensbürokratie.

    Gott ja, Religion nein
  • Optimistischer Artikel

    09.03.2014, Andreas Herzig
    Man soll die Hoffnung nicht aufgeben aber der Artikel ist zu optimistisch.

    Von "versiegelten Reaktorblöcke"(n) zu sprechen ist schon mehr als optimistisch. Gibt es mittlerweile über alle Blocke eine Plastikplane? Man weiss nicht wohin das Kühlwasser überall verschwindet und wieviel Grundwasser noch einfließt und wohin es verschwindet. An Grundwassermesslöchern werden immer wieder neue Höchstwerte gemessen.
    Der geplante unterirdische Eisring wäre schön, wenn er denn kommt, da sind noch eine Menge Probleme zu lösen.


    Man soll schon rausstellen, was man alles geschafft hat. Wenn die Versuchsanlage die Radioaktivität des Wassers "auf 80 Megabecquerel pro Liter auf, ein Prozent des Werts, den es vor dem Prozess aufwies" drücken kann ist das eine tolle technische Leistung. Die 80 Megabecquerel pro Liter sind aber immer noch ein extrem hoher Wert( und drauf kommt es an).

    Man kann den Japaner nur wünschen, dass sie die ganzen Probleme in den Griff bekommen. Es ist eine gewaltige Aufgabe und ich sehe nicht, dass es wirklich vorran geht. Es kommen schneller neue Probleme hinzu als dass man alte los wird.



  • Schönrederei

    09.03.2014, Winkler Michael
    Diese Verharmlosung der Megakatastrophe Fukushima ist unerträglich. Auf wessen Gehaltslisten stehen Sie denn? Hiermit wird der Bezug des Newsletters endgültig beendet. Das stinkt doch sehr nach Lobbyismus, meine Damen und Herren!

    Gruß
    Michael Winkler
  • Konsum der Erde: Ein hohes Bildungsziel

    09.03.2014, Dr. Siegmar Niemierski

    Viele gute, ehrlich arbeitende Wissenschaftler, Naturschützer usw. berichten über den Raubbau der Natur. Gleichzeitig wird auf hohem Niveau geklagt. Berichten und klagen sind notwendig, doch derzeit nicht hinreichend. In den Bildungssystemen der Völker ist der Konsum dieser Erde ein hohes Bildungsziel. Wie dieser Konsum finanziert wird, darf nicht in’s Bewußtsein der Menschen eindringen. Ein Konsum der einer Fremdfinanzierung, also einem Naturraubbau entspricht hat selbst in den Hörsälen der Universitäten keine einzige Stimme. Forschungs-Gegenstand und politische Diskurse darüber sind auch nicht stimmberechtigt.
    Die vielen guten Wissenschaftler und Naturschützer wissen daß mehr bedroht, geopfert wird als Elefanten, Nashörner, Haie oder Menschenaffen. Das menschliche Rechtssystem ist bedroht und wird dem Kommerz geopfert. In dieser Situation ist ein Rechtssystem für die Natur undenkbar.
  • Gott=Religion?

    08.03.2014, Peter Ungenug
    Zu behaupten Mathematik sei eine Erfindung des Menschen und deswegen die Zahlen als Einbildung abzutun, deutet mir nicht auf Vernunft. Da ist auch die Wiederholung von Sapiens, Sapiens, Sapiens von wenig Bedeutung, da Vernunft selten von demjenigen glaubhaft benannt wird, der sich selber als vernünftig bezeichnet. Gott ist nicht gleichbedeutend mit Religion. Ganz im Gegenteil behandelt die menschliche Auffassung in verschiedenen Schulen eine nicht begreifbare Instanz. Der eine nennt es Religion und der andere wissenschaftliche Empirie. Vernunft bedient sich dagegen einer holistischen Auffassung und teilt sich nicht die Welt in schöne und doofe Wahrheiten auf, um dann auch noch von Objektivität zu faseln.

    mfg
  • Fukushima, mon amour

    08.03.2014, Martin Holzherr
    Die psychische Belastung ist wirklich nicht zu unterschätzen. Sie kommt nicht nur von den materiellen Folgen, dem Verlust der Heimat und dem Tod von Angehörigen, sondern auch von vielem, was die Betroffenen - die Opfer - über die Gefahren glauben. Es ist keineswegs so, dass es nur in Deutschland übertriebene Vorstellungen über die gesundheitlichen Folgen von Fukushima gibt. Irrationale und meist unausgesprochene Ängste gibt es auch bei vielen Fukushima-Anwohnern. So ist die Suzid-Rate in der Umgebung von Fukushima deutlich angestiegen. In der japanischen Gesellschaft werden viele Ängste nicht an die Öffentlichkeit getragen, auch wenn sie sehr tiefgreifend sind. Die Hibakushas, also die Überlebenden der Atombombenabwürfe, waren nicht selten Geächtete. Sie wurden gemieden und erhielten oft keine Arbeitsstelle. Es würde mich nicht verwundern wenn auch die Anwohner von Fukushima mit solchen Reaktionen rechnen müssten.
  • ... unbekannt?

    08.03.2014, Franz de Paula
    ... sieht s. v. nach einem Elachistocleis ovalis aus

    http://www.google.at/search?q=... 41&dpr=0.9
    Antwort der Redaktion:

    Link ist defekt. Google-Bildersuche nach Elachistocleis ovalis.