Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Ansteckung erwünscht?

    26.07.2009, Walter Keller, Ratingen
    Ein überaus interessanter Artikel. Wenn ich die Zwischenüberschrift im Kasten auf S. 57 lese "Wie weit das Virus eingedämmt werden kann", stellt sich mir als Laie allerdings die Frage, wer hier eigentlich was eindämmt. Irgendwelche "Asteckungsverhinderungsmaßnahmen" kann ich in der Öffentlichkeit (auch an Flughäfen) eigentlich nicht erkennen, lediglich den Hinweis an infizierte Personen, sie mögen doch zu Hause bleiben.

    In der Tagespresse konnte verfolgt werden, dass englische Patienten mit Verdacht auf eine Infektion zunächst aufgefordert wurden, zum Arzt zu gehen, als es immer mehr wurden, sollten sie lediglich noch den Arzt anrufen. Nachdem sich nun aktuell die Ärzte über unzumutbare Anruferzahlen beklagen, geht die nächste Meldung wahrscheinlich in der Richtung raus, das infizierte Personen möglichst niemand mehr stören sollen.
    Wäre es nicht sinnvoll, jetzt aktuell eine Verbreitungsanalyse durchzuführen und mit Hinblick auf eine Pandemie des Virus H5N1 den Verbreitungsstopp und/oder die Isolation einer größeren Anzahl von Personen konkret zu trainieren?

    Weiterhin stellt sich mit Hinblick auf den aktuell in der Entwicklung befindlichen Impfstoff gegen den befürchteten kombinierten Virus folgende Frage: Sind nicht Personen, die aktuell mit dem H1N1 Schweinegrippe-Virus infiziert sind, zukünftig bereits gegen einen kombinierten Virus ebenso gut geschützt wie nach einer Impfung, da sie bereits die gleichen Antkörper entwickelt haben, die mit der Impfung beabsichtigt werden? Wäre es, provokant formuliert, nicht wünschenswert, sich jetzt mit der relativ harmlosen Variante zu infizieren?
    Antwort der Redaktion:
    Inwieweit und mit welchen Maßnahmen die Influenza-Ausbreitung eingedämmt werden kann, hängt neben der Übertragbarkeit des Erregers auch von der Zahl der Infizierten in der jeweiligen Region und weltweit ab. So konnte bei anfangs wenigen Infizierten ein Nachverfolgen und eine virologische Untersuchung aller Kontaktpersonen erfolgen und dadurch die lokale Ausbreitung vermindert werden. Wenn wie in England oder Spanien erst einmal Zehntausende oder Hunderttausende Menschen infiziert sind, ist das jedoch nicht mehr machbar. Mathematische Modelle zeigen außerdem, dass Reiseeinschränkungen kaum einen Einfluss auf die Ausbreitung der Pandemie hätten, da das Virus bereits in sehr vielen Regionen der Welt verbreitet ist; andererseits würden sie zu großen Beeinträchtigungen führen. Auch die Kontrolle von Reisenden an Flughäfen bringt kaum einen Nutzen, da Infizierte bereits vor Eintreten körperlicher Symptome Viren ausscheiden und diese am Zielort verbreiten können. Daher empfiehlt die WHO solche Maßnahmen nicht.



    Wirksam ist es dagegen, wenn jeder einzelne Patient möglichst wenige andere Menschen in seiner Umgebung ansteckt. Aus diesem Grund wird empfohlen, dass Kranke zu Hause bleiben, sofern nicht ein schwerer Verlauf einen Arztbesuch erforderlich macht; so bleiben außerdem Ressourcen in den Arztpraxen für die Behandlung ernsthaft Erkrankter frei. Die Behandlung mit antiviralen Wirkstoffen kann zusätzlich zur Senkung der Virusausscheidung beitragen. Außerdem ist es sinnvoll, dass sich gesunde Menschen durch Vermeidung von nicht notwendigen Kontakten mit Erkrankten und durch allgemeine Hygienemaßnahmen vor Infektion schützen – häufiges Händewaschen ist eine einfache und nachgewiesenermaßen effektive Methode, das Infektionsrisiko zu senken.



    Die gegenwärtig immer wieder diskutierte Idee, den derzeitigen Erreger auf Grund des häufig relativ leichten Verlaufs der Infektion als ‚natürlichen Impfstoff‘ einzusetzen, ist dagegen nicht nur nicht sinnvoll, sondern sogar gefährlich. In Deutschland, wo viele Menschen von pharmazeutisch hergestellten Wirkstoffen absolute Sicherheit einfordern, herrscht eine erstaunliche Toleranz gegenüber Gefahren und Komplikationen, die mit als ‚natürlich‘ wahrgenommenen Substanzen einhergehen. So setzen manche Eltern aus Angst vor Impfkomplikationen ihre Kinder auf ‚Masernparties‘ gezielt einem Erreger mit viel größerem Gefährdungspotential als dem des Impfstoffs aus, sie gefährden dadurch ihre Kinder. Im Gegensatz zum Grippeimpfstoff, der aus abgetöteten Viren besteht, führt die Infektion mit dem echten H1N1 Erreger zu einer Erkrankung die schwer verlaufen und, wenn auch selten, sogar zum Tod führen kann. Selbst wenn der ‚natürlich Immunisierte‘ die Infektion unbeschadet übersteht, gefährdet er in dem Wunsch sich selbst zu schützen wissentlich seine Umgebung. Ein Erkrankter scheidet - im Gegensatz zu einem Geimpften - Viren aus, die andere Menschen mit möglicherweise größerem Risiko für Komplikationen infizieren können. Zudem ist jeder erkrankte Organismus ein Reservoir für das Virus, das darin Gelegenheit zu Mutationen und Rekombinationen erhält. Mit der Zahl der Infizierten steigt also unmittelbar das Risiko, dass ein Erreger mit höherer Pathogenität entsteht.




    Prof. Hans-Georg Kräusslich, Autor
  • Danke für den Artikel

    23.07.2009, Elfi Littmann-Kaba, MADASOLEIL SARL - Mahajanga
    Sehr geehrter Herr Pyritz,

    herzlichen Dank für diesen hervorragenden Artikel !

    Es ist die kompetenteste und ausgewogenste Schilderung der Situation hier in Madagaskar, die ich seit langem gelesen habe.

    Mit sonnigen Gruessen aus Mahajanga/Madagaskar

  • Vektor Mensch ist bedeutend!

    23.07.2009, Eckard Wendt, AGfaN e.V.
    Es kann nach dem Vogelgrippegeschehen vom Dezember 2008 bis Februar 2009 in 32 Putenhaltungen mit etwa 600 000 gekeulten Tieren kein Zweifel mehr daran bestehen, dass der Mensch eine eminente Rolle im Verbreitungsgeschehen von H5N1 spielt. Blamabel ist die Rolle von Politikern, die Tiere einsperren lassen, obwohl die Gefahr für das in Intensivhaltung eingesperrtes Geflügel auf Grund der unvermeidbaren hohen Rate von Körperpassagen der Viren - etwa durch Kotaufnahme - die Wahrscheinlichkeit exponentiell potenziert, dass durch Mutation aus niedrigpathogenen Erregern (LPAIV) hochpathogene (HPAIV) entstehen.

    Dagegen wirkt Tageslicht durch seinen UV-Anteil wohl eher keimtötend. Deshalb war die landesweite Aufhebung bestehender Ausnahmen vom generellen Aufstallungsgebot durch den niedersächsischen Landwirtschaftsminister Heinrich Ehlen geradezu absurd.
  • Den Bürgern die Augen öffnen

    18.07.2009, Hans Kranz, Forst
    Ganz herzlichen Dank, Herr Lingenhöhl, für dieses Interview, das mir als interessiertem Bürger in diesem Land die Gelegenheit gab, zu verstehen, was für eine wunderbare Chance dank der wertvollen Arbeit der genannten Menschen hier genutzt wurde.

    Dass dieses Projekt nicht nur unserer Umwelt, sondern auch der Völkerfreundschaft dient, kann umso mehr begeistern.
    Weiter so!
  • Heinrich-Ereignisse und Neandertaler-Bevölkerung

    17.07.2009, Friedrich Gebhardt, Bonn-Holzlar
    Könnte es sein, dass durch Heinrich-Ereignisse (kurzzeitige extreme Kälteperioden) die Neandertaler-Bevölkerung radikal verkleinert wurde (und beim letzten - vor etwa 30 000 Jahren - ausstarb) und dass dies die genetischen Befunde erklärt, ohne dass die Bevölkerungszahl immer so gering gewesen sein muss?

    Wenn der moderne Mensch kaum eine Chance gehabt haben soll, einen Neandertaler zu treffen, dann gilt das auch für die Neandertaler untereinander; Inzucht müsste die Folge sein.
    Im Neandertal-Museum fand ich kürzlich die Möglichkeit erwähnt, dass beim letzten Heinrich-Ereignis sowohl die Neandertaler als auch die modernen Menschen in Europa ausgestorben sein könnten, letztere aber erneut einwanderten.
  • Verantwortungsvoll mit Nanotechnologie umgehen

    17.07.2009, Team "Hessen-Nanotech", Wiesbaden
    Wie auch dieser Artikel zeigt, sind die möglichen Risiken durch Nanopartikel Gegenstand zahlreicher nationaler und internationaler Forschungsaktivitäten. Anwender der Nanotechnologien müssen frühzeitig den Aspekt potenzieller Risiken aufgreifen und sicherstellen, dass von den Produkten keine Gefahr ausgeht.

    Dies soll eine Informationsplattform für den verantwortungsvollen Umgang mit Nanotechnologie unterstützen, die Informationsplattform Nano-Sicherheit.de, die die Aktionslinie Hessen-Nanotech des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung zur Verfügung stellt (www.nano-sicherheit.de). Sie soll dazu beitragen, dass Unternehmen, sowie Anwender und Interessierte einen schnellen und guten Überblick über die aktuellen Forschungsaktivitäten und die Diskussion um potenzielle Risiken von Nanomaterialien gewinnen können. Zudem nennt sie erste Anlaufstellen in Fachkreisen, damit solche Fragen gemeinsam mit Fachleuten diskutiert werden können.
  • "Nanobyl"

    16.07.2009, Eckhart Triebel, Berlin
    Es ist doch immer wieder dasselbe: Die Industrie macht einfach, und wir baden es aus. Wieso muss jemand, der mit Nanopartikeln nicht nur experimentiert, sondern sie auch in Produkten verkauft, nicht selbst den Nachweis führen, dass diese unbedenklich sind? Wie kann es sein, dass Rezepturen geheimgehalten werden können? Hier werden wir alle als Versuchskaninchen genutzt und natürlich hinkt die Risikoforschung hinterher. Was auch sonst? Und wenn dann gehäufte Krankheitsfälle auftreten, war es wieder keiner gewesen, weil wahrscheinlich der Nachweis wieder kaum zu führen sein wird.
    Wieso eigentlich muss erst immer ein "Nanobyl" passieren, bevor gehandelt wird? Wieso kann das nicht im Vorfeld geschehen? Wenn es vor drei Jahren 200 Produkte waren und jetzt 800 sind, wann wird es dann kaum noch ein Produkt geben, in dem kein "Nano" drin ist? In 10 Jahren oder in 50?
    Auf beängstigende Weise könnte eine Fantasie von Alastair Reynolds in seinem Roman "Ewigkeit" Wirklichkeit werden, in dem die Erdbevölkerung vor dem Jahr 2077 durch einen "Nanocaust" dahingerafft wird. Ich denke, es ist höchste Zeit, die Industrie, die mit "Nano" experimentiert, an die Kandare zu nehmen.
  • Das stimmt auch für Zitronenkerne im Sprudelwasser!

    16.07.2009, Höhn, Egelsbach
    Danke für die Antwort auf die Frage, warum Zitronenkerne in Sprudelwasser aufsteigen und wieder absinken. Denn das zum Eis bestellte stark sprudelnde Wasser in der Eisdiele zeigte dieses Phänomen und regte zum Nachdenken über die Ursache an. Meine Tochter (5) hatte schon an "Wissen macht ah" geschrieben, weil sie genau wissen wollte, was da eigentlich passiert. Doch meine als Vermutung geäußerte Erklärung "die Bläschen setzen sich da dran und heben den Zitronenkern wie viele kleine Luftballons nach oben..." war ihr wohl nicht fundiert genug. Jetzt kann ich es ihr schwarz auf weiß belegen....
  • Der Fixpunkt hat eine geometrische Bedeutung

    15.07.2009, Jutta Gut
    Ist Ihnen aufgefallen, dass der errechnete Wert für a gleich 2*sin(22,5°) ist? Das heißt, der Winkel an der Spitze der Schnäbel beträgt genau 45°. Ich finde, das ist auch ein interessantes Ergebnis.
  • Kaleidozyklen

    15.07.2009, Dr. Helmut Mertes, Dortmund
    Ihr Artikel über bewegliche Polyeder erinnerte mich an eine Publikation aus dem Jahr 1987 mit dem Titel "M. C. Escher - Kaleidozyklen" von Doris Schattschneider und Wallace Walker (ISBN 3-892268-013-2) aus dem Taco-Verlag, Berlin, in der bereits solche beweglichen Polyeder beschrieben sind. Das Buch besteht im Wesentlichen aus Konstruktionsvorlagen für die platonischen Polyeder und bewegliche Polyeder, wie sie in Ihrem Artikel beschrieben sind. Alle diese Polyeder sind mit Escher-Motiven versehen.
    Antwort der Redaktion:
    Es sind etwas andere Polyeder. Kaleidozyklen sind Ketten aus – in der Regel – Tetraedern, die entlang jeweils einer Kante aneinanderhängen und um diese Kante drehbar sind. Jedes einzelne dieser Tetraeder darf starr gedacht werden. Ich habe über Kaleidozyklen in den Mathematischen Unterhaltungen vom Januar 2008 (S. 96) geschrieben.


    Dagegen sind die Elemente von Eva Wohllebens Konstruktionen, die Korpuskel, in sich beweglich. Darüber hinaus müssen sie auch ein bisschen deformierbar sein.



    Christoph Pöppe
  • Ursache von Freiheit - Antwort auf Vera Spillner

    15.07.2009, Prof. Paul Kalbhen, Gummersbach
    Zur Klarstellung von Frau Spillners "Anfrage" verweise ich zunächst auf meinen Leserbrief selbst, dass nämlich der quantenphysikalisch begründete Zufall erst Freiheit ermöglicht und dass ich die Ursache von Freiheit auf geistige Prinzipien zurückführe (wie ja auch Mathematik ohne geistigen Hintergrund nicht erklärbar ist). Sodann bekenne ich mich – für Michael Springer ein "Skandal" – zur "These" des Primates des Geistes im kosmologischen und biologischen Evolutionsgeschehen (mittels statistischer – wahrscheinlichkeitsbedingter - Naturgesetze) entgegen rein materialistisch-naturalistischen Deutungen. Was den "Begriff des Zufalls als Freiheitsgrad" anbelangt, so verweise ich auf Gunter Berauers Buch, das ich angeführt habe und wegen seiner wissenschaftlichen Definition von Begriffen empfehlen kann.
  • Unberechtigte Kritik? Versuch einer Glosse

    14.07.2009, Paul-Gerhard Schank, Berlin
    Da mir die Einwände von Peter Kühn einleuchten (wenn auch das Beispiel der nassen Straße mir nicht ganz glatt zu laufen scheint) und mir bei Karl Hostetters Entgegnung ein Scheunentor offen zu stehen scheint, probiere ich auch mal, an diesem Sprachspiel teil zu nehmen. Also:

    - Prämisse: Wir (zumindest manche von uns) sind überzeugt, ein Universum (eine Mannigfaltigkeit von Erscheinungen) zu beobachten.
    - Erfahrung 1: Auf Grund bestimmter solcher Beobachtungen hegen wir zudem die Überzeugung, dass Beobachtungen nicht überall möglich sind.
    - Erfahrung 2: Wir beobachten uns beim Beobachten, nämlich innerhalb dieses Universums.
    - Schluss: Folglich muss dieses von uns beobachtete Universum für Beobachtungen irgendwie geeignet sein.

    Ich hoffe, es ist mir einigermaßen gelungen, das Zirkuläre sichtbar zu machen: Indem wir einen Teil der Phänomene aussondern und sie "Beobachtungen" nennen, versuchen wir, auf deren spezifische Bedingungen der Möglichkeit zu schließen. Dabei setzen wir aber bereits voraus, dass Beobachtungen selbst wiederum real existieren und nicht bloß unserer Anschauung entspringen. Von dieser angenommenen Realie versuchen wir dann, durch Rückverfolgung der Kausalkette andere Realien zu erschließen.
    Dies alles ist nicht nur empirisch wagemutig, sondern logisch äußerst bedenklich.

    Als Sprachspiel macht es aber trotzdem Sinn und öffnet dem Denken gewisse Spielräume. Insofern ist der Vergleich mit Kants "regulativen Ideen" (die wir niemals mit konstitutiven verwechseln sollten, wie Kant uns ausdrücklich warnt!) durchaus passend.

    Ich möchte nicht versäumen, am Schluss mit Wittgenstein, der ja konsequenter Weise seine Leiter wegwarf, nachdem er oben angekommen zu sein sich wähnen durfte, diese meine Sprosse zu knicken. Oder so.
  • Methan energetisch verwenden

    14.07.2009, Christoph Hiller, Tuttlingen
    Der Artikel ist ausgezeichnet. Man sollte jedoch nicht übersehen, dass der vom Methan erzeugte Beitrag zum Treibhauseffekt mindestens so groß ist wie der des CO2. Das Methan entsteht hauptsächlich beim Anbeu vom Nassreis in Ostasien oder in den Mägen von Rindern. Da bei uns die Kühe den größten Teil des Jahres im Stall stehen, könnte man das von ihnen erzeugte Methan irgendwie auffangen und energetisch verwenden (verheizen), da es nicht anderes ist als Erdgas. Es entstünde so zwar CO2, aber das Methan wäre verschwunden und die Bauern hätten eine zusätzliche Energiequelle. Diesen Einfall habe ich aus dem Film "Mad Max II - Unter der Donnerkuppel". Das Methan aus dem Nassreis kann man dadurch vermindern, indem man die Pflanzen geeignet umzüchtet oder andere Getreidearten verwendet.
  • Warum so kompliziert?

    13.07.2009, R. Gabler
    Nach der klassischen Physik konnte es keinen Freien Willen geben, da, ausgehend vom Anfangszustand, der Endzustand durch die physikalischen Gesezte vorbestimmt war. In der Quantenphysik ist das nicht mehr der Fall.

    Das ist jedoh nur eine Vorbedingung für die Existenz eines Freien Willens. Die zweite wäre die Existent eines "Geistes" oder einer "Seele", die den Quantenzufall beeinflussen können.

    Eventuell könte man jetzt umgekehrt schließen: Da wir wissen, dass wir einen freien Willen haben, muss der Geist die Materie beeinflussen können.
  • Quantendeterminismus - Antwort auf Vera Spillner

    13.07.2009, Stephan Fröde, Wiesbaden
    "Während alles darauf hindeutet, dass wir Menschen determiniert sind (bis auf den quantenmechanischen Zufall, der aber möglicherweise auf so niedrigen Hirnniveaus abläuft, dass er Gedankenprozesse nicht beeinflusst, anders als Roger Penrose es vorschlägt), während also alles auf Determinismus hindeutet, bleibt der Mensch, so Roth, so unvorhersagbar, dass wir im Alltag handeln müssen, als wäre er frei."

    Es deutet nichts darauf hin, dass Menschen oder irgendwelche anderen Lebewesen determiniert sind.

    Es wäre auch eine groteske Fehlkonstruktion, ein deterministisches Lebewesen in einem indeterministischen Universum auszusetzen.

    Ich kann auch nicht verstehen, warum sich Menschen oder irgendwelche anderen Lebewesen so an diesen Determinismus klammern. Dies kann nur eine Form der Angst sein.

    So gesehen scheint es sich beim Determinismus eher um ein psychologisches Phänomen zu handeln.