Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Public-Key-Kryptographie?

    02.03.2016, Marc Sign
    Der Artikel liest sich, als seien Diffie und Hellmann Erfinder der "Public-Key"- bzw. asymmetrischen Verschlüsselung.

    Das ist meiner Meinung nach so nicht richtig; wofür Diffie und Hellmann berühmt geworden sind, ist vielmehr für ein Verfahren, mit dem sich zwei Kommunikationspartner bei klassischer symmetrischer Verschlüsselung auf einen geheimen gemeinsamen Schlüssel einigen können, während sie über eine unsichere Leitung kommunizieren.
    Mit asymmetrischer bzw. Public Key-Kryptographie hat das meiner Meinung nach erst einmal nichts zu tun.

    Interessantes Detail übrigens dazu: Der NSA überlegte damals, Diffie und Hellmann für die Erfindung dieses Verfahrens ermorden oder zumindest verhaften zu lassen, weil sie in der Veröffentlichung des von Diffie-Hellmann-Schlüsseltauschverfahrens eine "Gefahr für die nationale Sicherheit" sahen.
  • Alkohol im Bier krebserregend

    02.03.2016, Karl Mistelberger
    Philipp Hummel schreibt: "Wurst ist aber auch unabhängig von Glyphosat krebserregend. Genau wie übrigens Bier." und verweist auch einen Artikel in Spiegel-Online.

    Pointierter schreibt jedoch Gunnar Ries: http://www.scilogs.de/mente-et-malleo/prost-bier-und-glyphosat/

    - [Glyphosat] Wahrscheinlich krebserregender Stoff im ppm-Bereich im Bier: Kreisch!

    - [Alkohol] Sicher krebserregender Stoff im Bier im Prozentbereich: Noch `ne Runde!
  • Nutzen ist noch größer

    01.03.2016, Matthias Lüpke
    Tatsächlich sind die Supernovae auch dafür verantwortlich, dass sich überall in unserem Universum Elemente finden, die schwerer sind als Helium. Während des Urknalls entstanden nur Wasserstoff und Heliumatome, sowie einige wenige Beryllium- und Litihiumatome. Alle anderen Elemente bis zum Eisen werden durch die Fusionsprozesse in Sternen erzeugt und erst durch die Supernovae im Universum verteilt.
  • Supernova Nobelpreis 2011 und Geschwindigkeit zu Lichtintensität

    01.03.2016, Klaus Moll
    Ich würde gerne wissen, ob der Nobelpreis 2011 nicht für einen anderen Aspekt der Supernova Beobachtung erteilt wurde, nämlich für die Bestätigung der neuen Energie, die das Universum von seinem Schicksal als Big Crunch abhält. Die Expansion des Universums als solche ist ja schon lange bekannt aber wurde nicht als ausreichend empfunden um verlässlich die Schwerkraft zu überwinden die allerdings erst in Milliarden von Jahren zu einem Zusammenziehen desselben geführt hätte. Zweitens wird die Bewegung eines Sterns wohl kaum durch das Hellerwerden seines Lichtes am Standpunkt des Beobachters zu messen sein, dafür sind dann doch die Entfernungen und die Entfernungsänderungen zu gross um eine Rolle zu spielen. Man misst dagegen sehr genau die Wellenlängen des Lichtes im Vergleich zu den Spektrallinie. Für die Grundlage der Nobelpreiserteilung waren wohl die genaue Vermessung einer Anzahl von Novaentwicklungsprofilen einer chilenischen Astronomengruppe eine hilfreiche Vorarbeit.
  • Relativistische Effekte im Erdorbit

    29.02.2016, Marco
    Es gibt einen weiteren relativistischen Einfluss auf die Ganggeschwindgkeit von Uhren in Satelliten oder Raumschiffen in der Erdumlaufbahn: Die Gravitiation, also der Abstand des Objekts zur Erde. Dieser Effekt, dass die "Zeit" in der Nähe einer Masse langsamer vergeht als in der Entfernung, hat in GPS-Satelliten eine größere Auswirkung als der Effekt der relativen Geschwindigkeit. Die Uhren in diesen GPS-Satelliten laufen tatsächlich zu schnell und nicht zu langsam. [Nachzulesen auch hier: http://www.weltderphysik.de/gebiet/planeten/erde/gps/ ]
  • Bitte Klartext

    29.02.2016, Gabriele Uhlmann, Braunschweig
    Ich beziehe mich insbesondere auf folgenden Absatz von S. 60: „Fast alle untersuchten Personen wuchsen in Basta und der nächsten Umgebung auf. Hans Georg K. Gebel ist davon überzeugt, dass großfamiliäre Strukturen die Kommunen in der Anfangsphase sozial und wirtschaftlich stabilisieren konnten, was sich auch im Schädelkult, in der Verehrung gemeinsamer Ahnen ausdrückte. „Wenn viele Mitglieder der Gemeinschaft miteinander verwandt sind, reduziert das Konfliktpotenziale. Außerdem steht man füreinander eher ein, als um Ressourcen zu konkurrieren“, meint Gebel. Allerdings folgten nicht alle Megasites diesem Muster. In Kfar HaHoresh (...), das vermutlich der Bestattungsplatz eines solchen Großdorfs war, heirateten etliche Frauen wohl Männer von außerhalb der Siedlung. Isolierte Schädelbestattungen fanden sich jedoch auch dort. Es gab folglich Konventionen, die jeder kannte und die das sesshafte Leben in Ballungsräumen regelten.“

    Die These von den Frieden stiftenden Ahnen mag reizvoll sein. Doch schauen wir uns rezente Kulturen an, in den Ahnen verehrt werden, fällt auf, dass Ahnenverehrung kein Garant für Frieden ist. Manche dieser Kulturen sind sogar ausgesprochen kriegerisch. Das friedliche Zusammenleben wurde offensichtlich von einem anderen Faktor bestimmt und von einem katastrophalen Ereignis beendet. Die Wissenschaftler sollten sich lieber fragen, was davor anders war und was dann passiert ist. Es fällt doch nun wirklich ins Auge, dass die friedlichen Kulturen der Jungsteinzeit ein grundsätzlich anderes Sozialgefüge besaßen, als wir es heute gewöhnt sind. DAS ist die gesuchte „Konvention“. Das Ereignis, das sie änderte, war die Patriarchalisierung. In Kfar HaHoresh haben wir es noch mit einer matrilinearen Kultur zu tun. Wo kein Vater ist, ist keine Patrilinearität und folglich auch kein Patriarchat. Die Frauen hatten Liebhaber in anderen Siedlungen, die sie eben nicht heirateten, wie Frau Benz behauptet, denn dann wären ja die Väter der Kinder in den Gräbern gefunden worden. Es handelt sich demnach auch nicht um Familien, sondern um Sippen, ein soziologischer Begriff, der von der Archäologie konsequent ignoriert wird. Die Bewohner der Siedlung Basta scheinen isoliert gelebt zu haben, dennoch können wir auch hier nicht von Familien sprechen. In matrilinearen Sippen halten sich nur über die Mütter blutsverwandte Personen auf, womit das Konfliktpotenzial nicht nur unter Männern, sondern auch unter den Frauen minimiert ist. Besonders in isolierten Sippen kommt es vor, dass Cousins und Cousinen miteinander Kinder bekommen, weil die chemotaktische Inzestschranke ab diesem Verwandtschaftsgrad nicht mehr wirken muss. Der Menschheit hat das offensichtlich nicht geschadet. Auch in Çatal Hüyük bestätigte die odontologische Untersuchung das Fehlen einer patrilinearen Sozialstruktur beziehungsweise patriarchaler Kleinfamilien; diesen Hinweis vermisse ich im Artikel von Marion Benz. http://www.livescience.com/14824-communal-human-burials-ancient-settlement.html
    Ich möchte auch auf die jüngst vorgestellte Ahninnenwand aus der Pfahlbaukultur am Bodensee hinweisen, die die Stabilität der Matrilinearität der Jungsteinzeit nochmals bestätigt: https://wahrscheinkontrolle.wordpress.com/2016/01/24/die-busenwand-ein-neuer-fall-von-sexismus-in-der-archaeologie/
    Die These der „Frieden stiftenden Ahnen“ lenkt von diesen Befunden geschickt ab. Die Quintessenz der Untersuchung der "Megasites der Jungsteinzeit" ist nicht der Ahnenkult, sondern die Matrilokalität und Matrilinearität, die als "Matrifokalität" zusammengefasst sind. Das ist im Übrigen das natürliche Sozialgefüge der Menschheit, das seit der Altsteinzeit für das Überleben in Frieden gesorgt hat. Die Anthropologin Sarah Blaffer Hrdy, deren Werk vom SdW bereits empfohlen wurde, hat nichts anderes festgestellt. Ich erinnere an meinen von Ihnen freundlicherweise abgedruckten Leserbrief zum hanebüchenen Artikel „Stark als Paar“ (SdW, April 2015), in dem ich schrieb: ‚Auf S. 448 von „Mütter und andere“ in Fußnote 20 schreibt Blaffer Hrdy (2010) (...): „Ich gehörte übrigens zu denjenigen, die schon frühzeitig davon überzeugt waren, dass Menschenaffen zur Patrilokalität neigten. Ich änderte meine Meinung im Verlauf der Arbeit an ‚Mutter Natur’.“’

    Ich würde mich freuen, wenn der Verlag mehr Mut beweisen würde, und seinen Leserinnen und Lesern keine kryptischen Botschaften mehr übermittelte, sondern endlich Klartext spräche.
  • Arumentationsschwierigkeit

    29.02.2016, Spoing
    Es ist ein großes Problem wenn gerade in Zeiten der " Lügenpresse" der Journalismus weiter so ungeprüft Sachen übernimmt die ins Weltbild passen. Von Seralini über die Muttermilch bis zum Bier lässt sich keine Selbstkritik erkennen. Es ist wirklich schrecklich das die Grünen auf diese Art der Informationspolitik setzen. Während man selber sehr viel Arbeit investiert um die "Lügenpresse" Schreier zu widerlegen fallen einen auf der anderen Seite die Grünen in den Rücken wenn es in die Ideologie passt.
  • Monsanto

    29.02.2016, Tim
    @ Micha

    Die Firma, die das Zeug auf den Markt gebracht hat und m.W: auch die Patente darauf hält,

    Fast alle Glyphosat-Patente von Monsanto sind ja inzwischen abgelaufen. Wenn jemand von einem Glyphosat-Verbot profitiert, dann Monsanto. Es ist nicht unrealistisch, daß Monsanto den derzeitigen Anti-Hype nicht nur wohlwollend betrachtet, sondern ggf. auch fördert.

    Monsanto ist beispielhaft für eine besonders perverse Auslegung eines kapitalorientierten Geschäftmodells und somit nicht ganz zu Unrecht am Pranger.


    Warum sollte das so sein? Was ist an Monsantos Geschäftsgebaren "perverser" als z.B. an dem von Siemens oder Vodafone?
  • Kritik überzogen

    29.02.2016, Torsten
    Die Untersuchung ist nicht deswegen unglaubwürdig, weil von jeder Sorte nur eine Flasche geprüft worden ist. Der Spektrum-Autor wird ja selbst wohl kaum annehmen, dass das Bier einer Sorte sich von Flasche zu Flasche stark unterscheidet.

    Die anderen Kritikpunkte sind teils stark unwissenschaftlich. Dass einer der Autoren der Studie zuvor politisch tätig war, ist als Vorwurf hanebüchen.

    Unterm Strich kann Spektrum ja nicht widerlegen, dass Glyphosat im Bier steckt. Und wenn es schon fragwürdig sein soll, dass eine Öko-Lobby-Gruppe verantwortlich für die Studie zeichnet - ja, wer darf denn dann noch prüfen? Nur Staat und Industrie?

    Die Haltung und Prüfmethoden des BfR sind schon von namhaften Wissenschaftlern in Zweifel gezogen worden. Der Spektrum-Autor wünscht nun umfassende Aufklärung. Seine Kritik zielt aber nicht gegen Staat und Industrie, die bislang keine transparente Untersuchung vorgelegt haben (und die sich gemeinsam hinter den Richtwerten des BfR verstecken) - sondern ausgerechnet gegen die Gruppe, die nun den Anstoß für Untersuchungen geben wollte.

    Spektrum wollte mit diesem Artikel gegen den Strom schwimmen. Dahinter steckt wohl die Absicht, sich selbst im Vergleich zur übrigen Presse etwas größer zu machen. Überzeugend ist das aber nicht.
  • Falsches Bild

    29.02.2016, Lukas Sulzberger
    Spannender Artikel. Der Dilophosaurus hatte wohl nicht so viel Glück in seinem Leben. Leider ist Ihnen scheinbar ein falsches Bild zum Artikel gerutscht. Auf dem Bild ist ein Titanophoneus zu sehen, ein Therapside (kein Dinosaurier) aus dem heutigen Russland, welcher etwa 60 Millionen Jahren vor Dilophosaurus lebte.
    Antwort der Redaktion:
    Vielen Dank für den Hinweis - ich ergänze das Bild um den Hinweis, dass es ein Symbolbild ist. Leider gab es zum Artikel kein passendes gutes Bild.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Methodik des BfR?

    28.02.2016, Karl Mistelberger
    Philipp Hummel schreibt:

    "Das Bundesinstitut weist auf die niedrigen gefundenen Mengen hin und rechnet vor, dass man selbst von dem am stärksten belasteten Bier noch 1000 Liter am Tag trinken könnte, ohne dass eine nach der Methodik des BfR gefährlich hohe Dosis zu Stande käme."

    Eine solche Methodik des BfR existiert nicht. Vielmehr legt die European Food Safety Authority einen ADI-Wert (Erlaubte Tagesdosis) für Glyphosat fest.

    Das Bundesinstitut für Risikobewertung wiederum weist in einer Notiz darauf hin, dass man selbst von dem am stärksten belasteten Bier noch 1000 Liter am Tag trinken könnte, ohne dass die erlaubte Tagesdosis überschritten würde.
  • Relativität der Zeit

    28.02.2016, carsten
    Zitat oben : Wie Einstein bewies, vergeht die Zeit für Objekte in Ruhe schneller als für solche, die sich relativ dazu in Bewegung befinden.

    .. in Beschleunigung befinden müßte es eigentlich heißen ...

    ich meine, wenn die Zeit ein anderes Tempo bei nahe sich der Lichtgeschwindigkeit bewegenden Objekte hätte, wäre ja die Aussage hinfällig, dass die Zeit relativ sei .. sondern dann wäre sie im Weltraum absolut und dann eben nur bei der Raumdehnung durch die Schwerkraft und durch künstlich erzeugte Beschleunigung.

    Es wären interessante Versuche nachzuprüfen, ob wir eine Raumzeit haben, oder doch nur eine Sonnensystemzeit oder doch ein totales Potential des Weltraumes zur Zeitrelativität, das dann natürlich auch einen Überlichtgeschwindigkeitskontext beinhalten müßte. So Versuche sind glaube ich noch nicht durchgeführt worden. Also .? Kann ein sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegendes Objekt einen Lichtstrahl mit Lichtgeschwindigkeit ausstrahlen.? Funktioniert das auf der Erde ,im Orbit der Erde, im Orbit des Sonnensystems, innerhalb der Galaxie und außerhalb der Galaxie .. das sind interessante Fragen, über die man heute nur im Rahmen von Theorien sprechen kann .. das fehlen obiger Versuche führt auch dazu, dass der normale Mensch die Relativitätstheorie gar nicht verstehen kann, weil da einfach viele Denklücken sind.
    .
  • Risiko Glyphosat

    28.02.2016, Hans Schneider
    Es ist einfach lächerlich sich über Glyphosphat im Bier aufzuregen, wo doch erst bei
    1000 Liter Bier pro Tag Gefahr droht. Außerdem wird ja nur Spuren von Glyphosat bis zum 300-fachen des für Trinkwasser festgelegten Grenzwerts nachgewiesen.
    Aber zum Glück war die Lobbyarbeit des Umweltinstitut München nicht erfolgreich. Am 25. Februar 2016 stimmten 446 Abgeordnete des Deutschen Bundestags dagegen, das Herbizid Glyphosat zu verbieten. Da kommt doch der Artikel in Spektrum.de "Meinung: Glyphosat im Bier, die Klickmaschine" genau richtig. Sonst hätte dieser Beschluss vielleicht beunruhigen können. Es ist doch sowieso falsch die Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung zu kritisieren sitzen doch in der "Pflanzenschutzmittel-Kommission" dieses Amts Mitarbeiter von Bayer und BASF, die sich doch gut auskennen. Zwar deckte die Süddeutsche Zeitung auf, dass sich dieses Amt vorwiegend auf manipulierte Untersuchungen der Hersteller beruft, aber das ist doch auch nur Lobbyarbeit.
    Weltweit wurden 2012 718.000 Tonnen Glyphosat-haltige Produkte ausgebracht. Das ist doch eine winzige Menge wenn man bedenkt, was der Erdball wiegt.Matthias Liess vom Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung hat vielleicht recht mit der Aussage: "Glyphosat wirkt im wesentlichen als Pflanzenvernichtungsmittel, und wir sind ja keine Pflanzen". Komischerweise wirken viele Planzenstoffe gegen verschiedene Krankheiten des Menschen. Das ist sicher eine Fehlentwicklung der Natur. Wenn immer mehr Menschen an Krebs und Allergien erkranken liegt es sicher an dieser Fehlentwicklung, die beim Menschen Unkrautvernichtungsmittel wirken lässt.
  • Soviel Inkompetenz...

    28.02.2016, Dirk Braun
    Da der Kommentator Peter Frei am meisten in der Richtung: desto weniger Ahnung desto mehr Sendungswille,
    demonstriert hat und einzelne Punkte zur Demonstration durchnummeriert hat will ich die mal etwas nüchtern kommentieren:
    In Punkt
    0 /1 zeigt der Kommentator das er nicht weiß was eine Metastudie ist oder welcher Art die einzureichenden Studien sind ( in erster Linie standardisierte(!) Tierversuche, dokumentierte Feldversuche und ebenso standardisierte(!) Invitro-Testreihen, ... ) Wenn der Kommentator von seiner auf Meta-Ebene eingeschränkten Denkfähigkeit auf Zulassungsverfahren schließt ist das höchst bedenklich.
    Der Antragsteller muss damit zeigen das das Produkt keinen übermäßigen Schaden verursacht und bezahlt die Studien natürlich auch selbst, soll der Steuerzahler Monsanto & Co die Kosten abnehmen ?
    Soll der Steuerzahler die TÜV-Kosten übernehmen, damit wir sichere, unabhängig geprüfte, Autos haben ?
    Daneben (!) berücksichtigt die Zulassungsstelle bei Folgezulassungen wissenschaftliche (!) Studien die zu dem Produkt von externen Seiten erstellt wurden
    Glyphosat ist kein (großes) ökologisches Problem sondern ein Vehikel religiöser Fundamentalisten im Kampf gegen (grüne) GMO

    In (1) erfindet er eine "WHO-Studie", gemeint ist vermutlich die Bewertung einer Unterorganisation die einen begründeten Verdacht erkennt aber noch nicht mal sicher eine Schadwirkung wie bei Sonnenstrahlung oder Ethanol feststellen konnte. Und das die Unterorganisation genau wie die WHO selbst keinerlei Vermutungen über Mengen angestellt hat ab denen eine Schädigung möglich ist. Auch wenn es Peter Frei nicht glaubt: eine Stunde in der Sonne verursacht nicht zwangsläufig Krebs

    In (2) zeigt Peter Frei das er die Geschichte von Herbiziden nicht kennt: das einzige Herbizid bzw. herstellungsbedingte Verunreinigungen desselben, das bei sachgerechter Anwendung starke Gesundheitsschäden hervorgerufen hat war 2,4,5-T.
    Statistik beruht auf quantifizierbaren Sachverhalten nicht auf Halluzinationen, selbst das ist Peter Frei nicht bekannt

    (4) Prüfungen auf Pestizid Rückstande finden nur Stichprobenartig statt und der Großteil aller Pestizide (in Kindersprache 'natürliche' Abwehrstoffe genannt) ist von der Prüfung ausgenommen.
    Und der Artikel hat nicht den Eindruck vermittelt das der Autor welche eingesehen hätte, wenn Peter Frei so etwas herausließt sollte er doch mal seine Lesekompetenz kritisch hinterfragen

    (5) Wenn eine Studie aus politischen Gründen erstellt wurde ist der Veröffentlichungszeitpunkt genauso
    politisch motiviert, klar. Die meisten Studien sollten aber wissenschaftlich motiviert sein.

    (6) Selbst die Stiftung Warentest evaluiert ihre Bewertungskriterien und sucht nicht gezielt einen Punkt heraus um ein Produkt zu diskreditieren. Wenn die Stiftung z.B. eine Untersuchung Pestizide im Bier machen würde hätte sie nicht ein einziges herausgegriffen sonder eine Vielzahl untersucht und im Idealfall sogar die 'natürlichen' mit einbezogen. Das Ergebnis hätte denn halt nur nicht zur Religion des Auftraggebers gepasst

    (7) Selbstverständlich hat nicht jeder Abgeordnete tiefere Einsichten über alle Themen über die er entscheidet.
    Die Abgeordneten der Grünen sind ja nun augenscheinlich stumpf einer schrillen Ideologen Lobby gefolgt, aber selbst die werden vermutlich ein reines Gewissen haben

    Und noch ein paar Kurzbemerkungen:

    @ Wolf Polzin:
    "Obwohl sich die Gifte [nach Traumvorstellung von Wolf Polzin] im Körper akkumulieren" ist noch niemand am selbst produzierten Formaldehyd gestorben, merkwürdig oder ? Nüchtern betrachtet akkumulieren sich Giftstoffe genau dann wenn sie Nutzstoffen zu ähnlich sind und deswegen 'gesammelt werden. Hat aber nichts mit Glyphosat zu tun. Die Beistoffe werden in der Produktzulassung berücksichtigt, da gibt es a) sehr viele und b) die stumpfe Aussage Faktor 1000 ist selbst bei den Talowaminen Murks c) und 1000 mal von ungefähr 0 .. naja Mathe

    @ Martin Ziebell:
    Das "Umweltinstitut" ist, vornehm gesagt, nicht sonderlich kompetent. Einfach mal eine Wikipedia Seite aufschlagen die von dem Verein gebastelt wurde z.B. Nachbau_(Saatgut) (Stand 2015) und wundern, oder auch nicht.
    Testen Sie doch mal Ihren Urin auf Solanin, Sterkobilin oder gar DHMO (Hauptbestandteil von Agent Orange).

    @ Jared J. Myers:
    Gemüsegarten im Sprühnebelbereich ist sicher unmöglich genauso wie bei einem natürlichen Herbizid oder wenn der Pflug den Garten mitumpflügt. G. wird aber praktisch nicht über die Wurzeln aufgenommen, sonst wäre eine Aussaat im Anschluss nicht möglich, also Wasser ist kein Problem in der Hinsicht.
  • Schon mal jemanden aus der Zukunft getroffen?

    27.02.2016, Robert
    Nein? Q.e.d., es gibt keine Zeitreisen in die Vergangenheit.

    Und kommt mir jetzt nicht mit Michael Jackson... ;)