Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • @rap (Beitrag 18) - Neues Testament

    11.08.2017, Dr. Wolfgang Klein
    Wenn das Neue Testament an zentralen Stellen (aber nicht überall) absolute Gewaltfreiheit verkündet, dann hat es die Mehrheit der Christen nicht verstanden. Es mag ja sein, dass die Bergpredigt Pazifismus und Nächstenliebe verkündet, dass der Christ auch die zweite Wange hinhalten soll, und dass Christus Reich "nicht von dieser Welt ist". Wenn sich die Christen jedoch konsequent an diese Ethik gehalten hätten, dann gäbe es sie heute nicht als Weltreligion, bestenfalls als unbedeutende Sekte. Die Abkehr von den im NT verkündeten Prinzipien erfolgte spätestens im vierten Jahrhundert mit dem Einsetzen der Heidenverfolgung. Von da an ist die Geschichte des Christentums eine Geschichte der Gewalt, lediglich unterbrochen von Außenseitern wie Franz von Assisi, dessen Orden nach seinem Tod schnell die die üblichen Verhaltensmuster verfiel. Die Aussage, Christen seien bessere Menschen als Atheisten, ist Teil christlicher Propaganda.
  • Es sind noch viele Fragen offen!

    11.08.2017, Klaus Stampfer
    Über den oben geschilderter Fall lässt sich akademisch schön diskutieren. Ob er in der Praxis jemals vorgekommen ist? Als menschlicher Fahrer würde ich voll auf die Bremse steigen und damit die Aufprallgeschwindigkeit so weit wie möglich zu reduzieren und nicht versuchen auszuweichen und eventuell das Auto unkontrolliert in Schleudern bringen.
    Ich denke, dass andere Fälle wesentlich wahrscheinlicher sind. Die Erfahrung aus meiner Jahrzehnte dauernden Tätigkeit als Softwareentwickler ist, dass nicht ausreichend getestete Software potentiell fehlerhaft ist. Im Straßenverkehr gibt es eine nahezu unendliche Anzahl von Situationen. Es ist unmöglich, eine Software mit allen diesen Situationen zu testen. Somit wird es zu Unfällen kommen, weil die Software in vielen Situationen falsch reagiert.
    Zudem ist ein Auto nicht alleine auf der Straße. Am Straßenverkehr teilzunehmen ist soziales Verhalten, d.h. die Verkehrsteilnehmer agieren nicht wie Maschinen immer gleich, halten sich nur bedingt an Vorschriften, zögern oder reagieren impulsiv und kommunizieren mit Gesten. Es ist schon für Menschen schwierig soziales Verhalten richtig zu deuten, für Sensoren und Software noch viel mehr. Wer ist schuld, wenn die Software falsch reagiert? Der Software-Entwickler? Der Autohersteller? Der Autobesitzer?
    Sich exakt an die Straßenverkehrsordnung zu halten kommt dem „Dienst-nach-Vorschrift“ gleich. Es gibt viele Situationen in denen sich Fahrer nicht an die Straßenverkehrsordnung halten, weil es den Verkehr behindert oder weil damit sogar ein erhöhtes Unfallrisiko verbunden wäre. Der Fahrer trifft die Entscheidung und muss eventuell Bußgeld zahlen. Werden die autonom fahrenden Autos zum Verkehrshindernis? Wird ein Programmierer es wagen und in ein autonom fahrendes Autos Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung einzuprogrammieren? Wie wird der Halter des Fahrzeuges reagieren, wenn er einen Bußgeldbescheid bekommen wird, den die Software provoziert hat? Werden die Medien einen solchen Fall („Auto XY verstößt die Straßenverkehrsordnung und Halter muss zahlen!“) nicht groß ausschlachten?
    Es sind noch viele Fragen offen?
  • Schon verrückt

    11.08.2017, Ali Mente
    Schon verrückt diese Verschwörungstheoretiker. Dabei wissen wir doch alle, dass ganz allein Putin hinter allem Bösen auf der Welt steckt.
  • Kohleentstehung

    11.08.2017, carsten
    Entsteht durch Torfbrand nicht unter Umständen auch Kohle. Vielleicht ist ja so unsere Kohle entstanden. Bzw. die Braunkohle, die ja relativ dicht unter der Oberfläche liegt.
    Jetzt in dem Fall würde nur wieder ein Gletscher benötigt werden, der dann über dem verbrannten Torf eine Schicht Sandsediment ablagert.
    Stellungnahme:
    Nein, Kohle entsteht durch Umwandlung von Torf, wenn kein Sauerstoff vorhanden ist und stattdessen hoher Druck und hohe Temperatur herrschen. Bei einem Feuer verbrennt der Kohlenstoff einfach nur - es bleibt Asche übrig.
  • Warum

    11.08.2017, Togar
    sollen den autonome Autos eine höhere Moral besitzen als ein menschlicher Fahrer? Jeder Autofahrer schützt primär ausnahmslos sich selbt wenn ein unausweichlicher Unfall droht, da ist es vällig egal ob die anderen eine Fußgängergruppe oder ein einzelner Motorradfahrer ist. Daher ist die Zufallsentscheidung die beste Wahl..ein menschlicher Autofahrer würde auch nach dem Zufall entscheiden je nach Einstellung, persöhnlicher Moral oder momentanem Empfinden und hauptsache er selbst erleidet keinen Schaden.
    Haften für die Schäden muss definitiv der Besitzer den er überträgt dem Fahrzeug die Steuerung und niemand sonst.

    @Hr. Orso
    Das es keine Atomreaktor angetrieben Fahrzeuge gibt liegt nur daran das es nicht gelungen ist derart miniaturisierte Atomreaktoren zu bauen ( notwendige Reaktionsmasse, Kühlkreisläufe ua) nicht an irgendwelchen Befindlichkeiten sicherheitstechnischer oder moralischer Art. :)
  • Anschlussleistung ist nicht gleich Energieverbrauch

    11.08.2017, Oliver
    Schade dass es nicht mal ein Diplomphysiker auf die Reihe kriegt, zwischen Anschlussleistung und Energieverbrauch zu unterscheiden. Geht man vom durchschnittlichen Fossilstoffverbrauch aus (zBsp für D oder CH) und berechnet man dann dass Stromäquivalent, merkt man schnell dass der benötigte elektrische Energiebedarf gar nicht so gross ist um alle Autos elektrisch zu betreiben. Selbstverständlich muss diese Energie auch erzeugt und transportiert werden, keine Frage.
  • @ Dr. W. Klein

    10.08.2017, rap
    man muß hier aber auch zwischen dem "alten" (dem 4. in der Bibel) und dem "neuen" Bund (dem 5., ist das zumindest biblische Christentum) unterschieden.

    Im alten Bund (mosaisches Gesetz, aber "ohne etwas hinzuzufügen oder wegzutun"!) waren Staat und Kirche eins (ähnlich wie im Islam).

    Im "neuen Bund", angekündigt schon im Tanach/AT, mit ""neuen" allgemeinen Features" (Geistesgaben etc) und absolut gewaltfrei, dagegen gibt's (vernünftigerweise) eine klare Trennung zwischen Staat und Kirche (dass das nicht praktiziert wird ist ein anderes Thema, und schadet klar auch der Kirche, hat die aber scheinbar noch nicht gemerkt).
    https://www.bibleserver.com/search/ELB/neu%20bund/1

    Also zwischen dem "Reich Gottes" der Liebe/des echten Lebens und der "Welt".

    Die Evangelien werden übrigens von polemischen Werken wie "Toledot Jeschu" im Großen und Ganzen bestätigt.

    PS die "Bedienungsanleitung für die Kirche" sind natürlich primär die NT-Briefe (wie, aus verschiedenen Gründen, auch alles andere in der Bibel nicht wirklich trivial).
    Die zumindest offizielle.. biblische Geschichte mit den Heiden (Nichtjuden) beginnt ja erst mit Apostelgeschichte 10.
  • Torf

    10.08.2017, Peter
    Die Torfböden sind übrignes Zeugnisse einer vergangen Warmzeit
  • ... schleifkontakt ...

    10.08.2017, manfred
    ... auf der kirmes fahren die scooter ohne batterie ... evtl. kann die stromschiene in der leitplanke versteckt werden ... hilft auch dem rechtsfahrgebot ...
  • Es wird ganz sicher dann illegale Kits geben

    10.08.2017, Mike Straub
    ... die das Wohlergehen des eigenen Fahrers über alles stellen.
    Der Mensch ist schlecht, auch hier wird sich das zeigen!
  • E-Mobilität

    10.08.2017, Günter
    Ich habe den Eindruck, das Modell von Herrn Ebert ist so konstruiert, um zu zeigen, dass es nicht funktioniert.

    1. Verbrennungsmotoren werden nicht einfach zu z.B. 31.12.2029 verboten. Geht nicht, da Eingriff in Eigentumsrecht der Bürger. Denkbar ist ein Zulassungsverbot für Neufahrzeuge (PkW) mit Verbrennungsmotor. Bei Lkw und Baumaschinen oder Traktoren und Mähdreschern kann es ja eine Verlängerung geben. Übrigens, Volvo wird keine neuen Dieselmotoren mehr entwickeln. Die Energiespeichertechnik wird noch viel effizienter werden durch Neu-bzw. Weiterentwicklung. Es gibt noch viele Flächen, die Platz für die weiterentwickelte Photovoltaik haben. Li-Ionenbatterien gehörenschon bald der Vergangenheit an, sobald Batterien auf Kunststoffbasis verfügbar sind. Die Massenwanderung in den Sommerferien ist nicht für die Ewigkeit. Die Einrichtung besonders langer Ferien im Sommer stammt aus der Zeit, als Deutschland noch Agrarland war. Denkbar sind auch mehrere, kürzere Ferienzeiten, die übers Jahr verteilt werden. Zunehmende Schlecht- und v.a. Unwetterperioden könnten die Reiselust in den Süden begrenzen.
  • Erschreckendes Unverständnis zum Thema Wissenschaft

    10.08.2017, Robert Orso
    Gerade auch aus den bisherigen Kommentaren lese ich ein erschreckenden Unverständnis darüber was Wissenschaft tut oder wie nach wissenschaftlicher Methode Erkenntnis gewonnen wird, wie man also "Wissen schafft".

    Niemals wird irgend eine Form der Untersuchung "endgültige Warheit" über etwas gewinnen. Im besten Fall kann man hoffen, über eine Falsifizierung eine bestimmte Idee vollkommen auszuschließen. Auch das geht nur in wenigen Sparten halbwegs gut.

    Was Wissenschaft eben tut ist, aus der genauen Beobachtung der Welt eine Hypothese über die Abhängigkeit von Ursache und Wirkung aufzustellen. Es gilt also eine Vorstellung vom "Ist" Zustand zu entwickeln und wie aus dem "Ist" ein "wird" wird. Anschließend werden aus diesem ersten "Verständnis" Regeln abgeleitet, wie die Welt sich verhalten müsste, falls diese Hypothese zutrifft - im Gegensatz zu einem Verhalten, wenn diese Hypothese NICHT zutrifft. Wenn immer möglich werden Experimente durchgeführt, die das Eintreffen der Vorhersage entweder bestätigen oder widerlegen sollen.

    Aus dem Ausgang dieser Experimente kann man nun abschätzen, wie gut die ursprüngliche Hypothese mit der beobachteten Wirklichkeit übereinstimmt. Bei Diskrepanzen muss zwangsläufig irgendwo ein Irrtum vorliegen. Die Beobachtung kann falsch sein (mehrfach unabhängig wiederholen), das Experiment kann falsch sein (alternatives Experiment entwickeln), die Hypothese kann falsch sein --> neue Hypothese entwickeln. Wissen wird also genau dort gewonnen, wo das Ergebnis NICHT den Erwartungen entspricht, nämlich das Wissen, dass hier irgend etwas nicht stimmt.

    Eine Hypothese, die mehrfach erfolgreich durch so einen Zyklus gelaufen ist und IMMER noch gültige und keine(!) ungültigen Vorhersagen macht, kann man "Theorie" nennen und für eine Weile davon ausgehen, dass sie die Wirklichkeit (vorerst) im Rahmen der Beobachtung richtig beschreibt.

    Jede Theorie ist nur so lange wahr bis sie auch nur ein einziges mal durch ein korrektes Experiment widerlegt wird. In dem Fall muss man die Grundlage nachbessern (Randbedingungen/Wechselwirkungen übersehen?) oder durch eine ganz neue Theorie ersetzen - die aber mindestens alle bisherigen positiven Resultate ebenso korrekt abbilden muss wie die alte Theorie, ohne seinerseits falsche Ergebnisse zu liefern. Sie muss also in jeder Hinsicht BESSER sein.

    Insofern wird Wissenschaft natürlich nicht durch demokratisches Abstimmen wahr, so wie früher Behauptungen Kraft der Autorität der Obrigkeit "wahr" wurden. Irgendwann wird man aber für vielfach erfolgreiche Theorien aufhören eine erneute Bestätigung zu verlangen und sich erst wieder damit beschäftigen, wenn jemand eine Diskrepanz zu erkennen glaubt und das durch ebenso starke Experimente auch belegen kann. Zumindest muss ein Test konstruiert werden können um zu entscheiden, welche Theorie besser ist.

    Einsteins Allgemeine Relativitästheorie ist so ein Fall, ebenso die Quantenmechanik. Das funktioniert so gut, dass es auch unter den extremsten Bedingungen auch nicht die kleinste Diskrepanz zeigt. Das macht sie wohl zu sehr brauchbaren Werkzeugen zur Beschreibung der Realität, nicht zwangsläufig "wahr". Wer eine nachprüfbar "bessere" Theorie hat darf vortreten und einen Nobelpreis entgegen nehmen.

    Dass es Studien und "Studien" gibt, ändert nichts daran. Komplexe Sachverhalte mit kleinen Stichproben und ohne exakte Festlegung der Randbedingungen und zu testenden Eigenschaften erklären zu wollen ist keine Wissenschaft, bestenfalls ein Kuriosum das eine gewisse Tendenz aufzeigen kann - nicht muss.

    Wer immer noch behauptet "Wissenschaft ist auch nur irgend eine Meinung", dem ist nicht zu helfen.
  • Motörhead eine Metal Band?

    10.08.2017, Sascha
    Musikexperten sind uneins ob Motörhead als Metalband einzustufen ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Motörhead#Stilistische_Einordnung

    Egal, Cheers auf Lemmy und Lemmysuchus!
    Stellungnahme:
    Ja, ich bin mir auch nicht zu 100 Prozent sicher, aber Lemmy wird in der Metal-Gemeinde verehrt, also habe ich Motörhead dort einsortiert ;-)
  • Glauben inder Wissenschaft

    10.08.2017, Günter
    Ohne Wissenschaftliche Erkenntnisse bleibt uns der schiere Glauben. Und glauben heißt nichts wissen. Da bevorzuge ich den "Glauben" in der Wissenschaft, solange er nachprüfbar ist oder mir plausibel erscheint.
    "Glaube" in der Wissenschaft fußt auf statistischen Wahrscheinlichkeiten. "Glaube" außerhalb der Wissenschaften kommt aus uralten Überlieferungen (Koran, Scharia, Bibel etc.). Deshalb bevorzuge ich den "Glauben" in der Wissenschaft.
    Glaubensinhalte aus uralten Überlieferungen werden durch Interessengruppen wie Priesterkaste, Episkopat, Politiker, religiöse Oberhäupter etc. beeinflusst. Der "Glaube" in der Wissenschaft unterliegt auch Einflüssen von Interessensgruppen (z.B. Klimawandel). Wissenschaftliche Ergebnisse kann ich auch negieren, wenn ich sie unglaubwürdig finde ohne als "Ungläubiger geköpft" zu werden.
  • Kein Dilemma

    10.08.2017, Robert Orso
    Das Risiko hat der zu tragen, der seine eigene Entscheidung an eine Maschine delegegiert, keinesfalls ein anderer. Heißt: Die Insassen werden bei der Bewertung der Folgen gar nicht berücksichtigt und bei der Bewertung möglicher Personenschäden Dritter darf keiner zugunsten eines anderen auf die Abschussliste kommen. Das verbietet also Lenkbewegungen auf eine Person zu.

    Es haftet der Eigentümer in vollem Umfang, Fahrer gibt's ja keinen. Eine Ausrede "ich kann nix dafür, die Software, der Hersteller, der Programmierer,.." gilt nicht. Wer bestimmt, dass der Computer entscheiden soll trägt die vollen Konsequenzen wie wenn er persönlich so entschieden hätte. In dem Fall gibt's keine "höhere Gewalt", keinen Haftungsausschluss, keine Risiko Abtretung. Und damit Firmen sich mit Firmenfahrzeugen nicht rauswinden können, hält der oberste Entscheidungsträger persönlich den Kopf hin. Das sollte übrigens für alle Firmenentscheidungen gelten.

    Die Möglichkeiten der Manipulation sind jedenfalls endlos. Von amok fahrenden "Terror Autos" über "automatische Entführungen", flächendeckende Blockaden durch Viren in der Software, ... Am PC erwischt's nur die Daten. Im Auto sind Personen das Ziel. Schöne neue Welt.

    Es hatte gute Gründe, warum die Vorstellung der '70er, Fahrzeuge "im Jahr 2000" mit kleinen Atomreaktoren fahren zu lassen nie eine Chance auf Umsetzung hatte.