Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Ablenkung?

    20.10.2009, Dr. Dieter Meinert
    Kann es sein, dass jemand auf Grund der geringen vorhandenen Impfdosen die Bevölkerung zum Impfverzicht animieren will?

    Dann könnte man auf eine Rationierung verzichten, da für die impfwillige Restbevölkerung die 50,2 Millionen Dosen für die Grundimmunisierung ausreichen würden.

    OK, das klingt gewaltig nach Verschwörungstheorie, aber genau diesen Eindruck erweckt die Tagespresse zur Zeit.
    Vielleicht sollte diese Presse gelegentlich etwas genauer hinsehen, bevor sie anfängt zu schreien.
  • Kosmisches Zusammenspiel

    20.10.2009, Dr. Dieter Meinert
    Wenn man die beiden in diesem Artikel erwähnten Hypothesen zusammen mit der Chicxulub-Hypothese betrachtet, könnte dieses Zusammenspiel
    Meteoriteneinschlag I -> Verdunkelung
    Meteoriteneinschlag II -> erneute Verdunkelung
    Erhöhter Vulkanismus
    Erhöhtes Kohlendioxid
    Erhöhtes Algenwachstum durch höheres Nährstoffangebot
    Umweltvergiftung durch Cyanoalgen
    zum langsameren, aber sicheren Aussterben der Großsaurier geführt haben.

    Vielleicht waren der Chicxulub- und der Shiva-Meteorit aneinander gebundene Protoplaneten, welche, wie Erde und Mond, einen gemeinsamen, leicht verschobenen Orbit um die Sonne beschrieben.
    Dann wären sie innerhalb weniger Jahre hintereinander auf die Erde gestürzt, dies hätte garantiert stärkere Auswirkungen auf das Leben als ein Einzelereignis.

  • 200 000 Dosen Celvapan für ca. 650 000 Schwangere?

    20.10.2009, Max Maier, Erding
    Etwas merkwürdig finde ich es schon, wenn nur 200 000 Dosen von dem adjuvansfreien Serum bestellt wurden. Die Geburtenrate in Deutschland beträgt ca 650 000 pro Jahr. Für alle schwangeren Frauen und alle anderen, die sich vielleicht mit dem adjuvansfreien Serum impfen lassen wollen, reicht diese Menge wohl kaum. Dass sich deshalb jemand fragt, für wen die 200 000 Dosen wirklich bestellt wurden, ist nachvollziehbar.
  • Genau!

    16.10.2009, M. Uhlmann, Chemnitz
    ...und weil die Higgs-Teilchen ja der Materie erst ihre Masse verleihen, werden sie es in dem Fall besonders gut meinen und mit der Masse nicht geizen - nämlich solange nicht, bis genügend Masse zusammengekommen ist. Bis dann endlich ... na was wohl entsteht?

    Richtig! Das schwarze Loch, in das dann alles unwiederbringlich hineinfällt, auch die Higgs-Teilchen und niemand wird je von ihnen erfahren...
  • Hashwerte sind nicht ein-eindeutig

    16.10.2009, Martin Bitter, Mehrhoog
    Das in dem Artikel erwähnte Verfahren, Hashwerte zu verwenden, verringert den Aufwand Dat(ei)en zu vergleichen enorm, ist aber nicht ein-eindeutig. Zwar stimmen Daten, die unterschiedliche Hashwerte erzeugen, mit Sicherheit nicht überein, umgekehrt ist dem aber nicht so. Daten, die gleiche Hashwerte erzeugen, können durchaus unterschiedlich sein (Kollision). Dies liegt letztendlich daran, dass es unmöglich ist die Informationsmenge von z. B. 5kb auf nur 160 bit (SHA-1) oder gar 128 bit (MD5) abzubilden.
    Bei gleichem Hashwert müssen also, um völlig sicher zu gehen, die Originaldaten verglichen werden, d.h. sie müssen zu diesem Zeitpunkt noch zu Verfügung stehen.
    Um den Sachverhalt zu verdeutlichen, verwenden wir exemplarisch Quersummen um Hashwerte zu erezugen.
    Quersumme von 1234 = 1+2+3+4 = 10; Quersumme von 1235 = 1+2+3+5 = 11 → unterschiedliche Daten (Zahlen) führen zu unterschiedlichen Quersummen.
    Quersumme von 1234 = 1+2+3+4 = 10; Quersumme von 4321 = 4+3+2+1 = 10 → unterschiedliche Daten (Zahlen) führen zu gleichen Quersummen.
    Festzuhalten bleibt: Am Schluss einer verantwortungsvollen Suche steht der Vergleich der Originaldaten! Dies bedingt einen erhöhten Aufwand. Ob die Betreiber von Datenfusion diesen Aufwand treiben wollen oder können?
  • Klobürsten der Wissenschaft

    16.10.2009, Egbert Scheunemann, 22769 Hamburg
    Dieses filigrane, transparente, ins dunkle Nichts des Ozeans gehauchte wunderschöne Ringelwürmchen als "Klobürste" zu titulieren, ist doch wohl Ihre textredaktionelle Fehlleistung des Jahres! Säcke voller Asche auf Ihr Haupt! Fast wäre ich geneigt, Ihnen eine (natürlich fabrikneue) Klobürste zuzuschicken, damit Sie sich diese als Mahnmal ins Redaktionsregal stellen können. Gleich neben dem Wasserkocher und dem Gruppenbild vom letzten Betriebsausflug.
  • Endlich eine Theorie zu Murphy's Law.....

    15.10.2009, Peter Kempf
    Ich empfehle den Autoren, ihren Formalismus auf die bisher nur empirisch abgestützten murphyschen Gesetze anzuwenden. Weiterhin liefert die Theorie einen wissenschaftlichen Unterbau für den Fatalismus.

    ;-)

    Peter Kempf
  • Beachtenswert - keine Scherzabsicht erkennbar

    15.10.2009, Rudolf Uebbing, Dortmund
    Beachtenswert ist der Artikel zum Thema "Higgs-Teilchen aus der Zukunft...." schon, da die ursprünglichen
    Wissenschaftsautoren mehrere mathematisch tiefbegründete Facharbeiten dazu bereits veröffentlicht haben, so dass keinesfalls an eine Scherzabsicht dieser Wissenschaftler geglaubt werden kann.

    Rudolf Uebbing
  • Liebe und böse Higgs-Teilchen?

    15.10.2009, Bernhard Folz, München
    Also, der Test mit dem Kartenspiel ist ja sicher ein interessanter Vorschlag, aber ich bezweifele doch, ob dieser die zugrunde liegende Theorie belegen kann. Um meine Gegen-Theorie darzustellen, gehe ich von drei Möglichkeiten aus:

    1. Die Higgs-Teilchen aus der Zukunft haben das unweigerliche Bestreben, ihre Entdeckung zu verhindern. Auf welche Weise diese Verhinderung geschieht, ist ihnen jedoch völlig gleichgültig. Dann wird der Kartentest wohl den ganz normalen Wahrscheinlichkeitsregeln folgen, denn ob das Experiment wegen der Karten abgebrochen wird oder wegen fortwährender Unglücksfälle, ist ja nun völlig egal.
    2. Die Higgs-Teilchen aus der Zukunft wollen nach wie vor ihre Entdeckung verhindern, sind aber richtig lieb. Dann werden sie dafür sorgen, dass der Kartentest so verläuft, dass der LHC stillgelegt wird. Das spart den Menschen viel Geld und viele Frustrationen. (Die Higgs-Teilchen bekommen allenfalls Gewissensbisse, weil sie Tausende von Physikern und Praktikanten um Ihre Arbeit gebracht haben.)
    3. Die Higgs-Teilchen aus der Zukunft wollen ihre Entdeckung unbedingt verhindern, und sie sind zudem sehr, sehr böse. Dann werden sie natürlich dafür sorgen, dass der Kartentest ergibt, man solle die Experimente fortsetzen. Die Physiker werden dann bettelarm und ihr ganzes Leben lang von Unglücken heimgesucht.

    Fazit: Der Kartentest prüft nicht die Theorie von Nielsen und Ninomiya, sondern ermittelt, ob die Higgs-Teilchen lieb oder böse sind oder ob denen die Sache doch ziemlich wurscht ist! ;-)
  • Das ist kein Kartenspiel,...

    14.10.2009, Heiko Drawe, Germering
    ... das ist ein preiswertes Experiment.
    Es sollte durchgeführt und das Ergebnis veröffentlicht werden.
    Beste Grüße
    Heiko Drawe
  • "Missing Link"

    12.10.2009, Andrea Kamphuis
    Sehr geehrter Herr Jahn,

    vielen Dank für Ihre kritischen Anmerkungen zum Ida-Hype! Die Tendenz zur sensationalistischen Selbstvermarktung in den Naturwissenschaften erfüllt mich mit Sorge, weil so unter Umständen eine "PR-Rüstungsspirale" in Gang gesetzt wird und Forscher, die ebenfalls bedeutende, aber unspektakuläre Arbeit leisten, es immer schwerer haben, in der Öffentlichkeit und bei potenziellen Geldgebern Anerkennung zu finden. Gut zu wissen, dass andere solche Übertreibungen ebenfalls skeptisch sehen - (auch) dazu ist Wissenschaftsjournalismus da.

    Mit freundlichen Grüßen
  • Retroviren XMRV

    09.10.2009, Dr. Klaus Moll
    Sie schreiben, dass 3,7 Prozent der Gesunden den XMRV Virus in sich tragen, also demzufolge etwa 250 Millionen Menschen. Dann aber kommt an anderer Stelle eine Zahl für alle Retroviren von 10 Millionen Menschen. Woher dieser Unterschied?

    MfG
    Klaus Moll
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Moll,



    entschuldigen Sie meinen Fehler. Die Forscher haben tatsächlich in 3,7 Prozent der untersuchten gesunden Probanden das Virus gefunden; die Kommentatoren Coffin und Stoye schlossen aus diesem Wert auf "rund zehn Millionen Menschen in den USA" und "vielleicht Hunderte von Millionen Infizierter weltweit". Letzteres trifft ganz gut die von Ihnen korrekt angemerkten etwa 250 Millonen Menschen. Ich war leider unaufmerksam und bin mit den Zahlen durcheinander geraten, ohne dann noch einmal darüber nachzudenken. Ich habe die Korrektur im Text eingefügt.



    Herzlichen Dank für Ihre Anmerkung,

    mit freundlichen Grüßen

    Jan Osterkamp (Redaktion spektrumdirekt)

  • Kooperation bei Marktgeschehen

    09.10.2009, Manfred Peters, Hamburg
    Die Autoren wollen die Evolutionstheorie zur Analyse und sogar Vorhersage von Marktgeschehen nutzen. Dabei wird die Evolution als das Zusammenspiel von Konkurrenz - Mutation - Auslese verstanden. M. E. fehlt darin ein wichtiges Element: Kooperation. Das erinnert mich doch ein bisschen an Sozialdarwinismus.

    Der Artikel ist aber sonst sehr schön!!!
  • Hirnloses Zufallsprodukt? - Frage zu Herrn Wollschläger

    09.10.2009, Prof. Paul Kalbhen, Gummersbach
    Zum Leserbrief von Herrn Dipl.-Ing. Peter Wollschläger habe ich folgende "kleine Anfrage":

    Die beiden zuerst genannten Komponenten fasst die Physik m. E. unter dem Begriff der statistischen Naturgesetzlichkeit zusammen - doch wer soll den Zufallsgenerator programmiert haben, oder soll er selbst ein "hirnloses Zufallsprodukt" sein?
  • Bitte um fundierte Recherchen

    09.10.2009, Prof. Dr. M. Gross
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    In diesem Artikel wird u.a. auf die Röntgenkristallografie eingegangen, die "schon Watson und Crick" eingesetzt hätten. Jedem Wissenschaftsjournalisten sollte die Tatsache bekannt sein, dass diese Technik, die entscheidend zur Strukturaufklärung der DNA beigetragen hat, nicht von den beiden sondern von Rosalind Franklin und Maurice Wilkens eingesetzt wurde.
    Von den Artikeln, die auf dieser Plattform veröffentlicht werden, erwarte ich höhere Genauigkeit, als dies vielleicht in normalen nicht wissenschaftlich orientierten Medien der Fall ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    M. Gross
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Prof. Gross,



    vielen Dank für Ihren Hinweis. Natürlich haben Sie
    Recht: Die Beschreibung der DNA-Struktur vorn James Watson und Francis Crick beruht auf den röntgenkristallografischen Arbeiten von
    Rosalind Franklin und Maurice Wilkens. Ich habe die Passage im Artikel entsprechend angepasst.



    In unserem Dossier "50 Jahre Doppelhelix"haben wir 2003 die etwas tragische Rolle von Rosalind Franklin bei der Entdeckung der DNA-Struktur ausführlich dargestellt.



    Mit freundlichen Grüßen



    Andreas Jahn

    Redaktion spektrumdirekt