Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Ha ha ha!!!!!!

    31.12.2008, Schmitt, München
    Da muss ich morgen gleich meinen Chef anrufen und kündigen, weil die Maschinen zu laut sind und es viel zu gefährlich auf der Arbeit ist. Gleich danach geb ich mein Auto weg. Nicht auszudenken, was im Straßenverkehr alles passieren kann. Silvester feiern fällt dann heute wohl auch aus, weil meine Kumpels und ich ne Metal-Fete aufziehen wollten. Judo muss ich auch aufhõren wegen Gefährdung der Halswirbel beim Hnfallen. Am besten leg ich mich den Rest meines Lebens ins Bett, dann passiert auch nix mehr. Aber wahrscheinlich bilden sich dann Blutpfropfen in den Adern. Also auch nix. Was für eine Zwickmühle.
  • Schwierigkeiten bei "Mechanik der Märkte"

    31.12.2008, Dr. Uwe Stroinski
    Michael Springer versucht mit seinem Einwurf den Mythos von der Weltformel für Märkte wiederzubeleben. In der Wortwahl nicht gerade zimperlich stellt er sogar schon die Frage nach dem Wann. Das Wer hat er auch schon geklärt, nämlich die Physiker, "die seit gut 20 Jahren ... gut dotierte Jobs an der Wall Street anstreben."

    Welchen Schwierigkeiten würde man sich bei einer "Mechanik der Märkte" aussetzen? Zunächst würde auf Grund des "abnehmenden Grenznutzens" (diminishing returns - z.B. ein zweites Frühstücksei ist noch in Ordnung, aber ein drittes brauche ich wirklich nicht) die Wirkung (utility) im Lagrangeformalismus konkav und damit der Hamiltonoperator trivial. Ohne Hamiltonoperator hat man keine Zeitinvariante, d.h. kein Marktgesetz. Außerdem ist die den Märkten zu Grunde liegende Symmetrie, die der "Bedarfsinvarianz unter Preisskalierung" (z.B. die Einführung des EURO hat meinen Bedarf an Waschmaschinen nicht verändert). Diese Symmetrie führt zu erheblich anderen Kommutatorbedingungen als die uns wohlbekannte Impulsinvarianz unter Translation.

    Ob solch gravierender Unterschiede lässt sich ganz emotionslos feststellen, dass es zumindest nicht offensichtlich ist, welchen Beitrag physikalische Theorien zum Verständnis der Märkte leisten können.
  • Theorie schon da - leider unbequem

    30.12.2008, Miles Meier, Wiesbaden
    Es gibt bereits eine Theorie, die die „wilden Märkte“ beschreibt. Die Theorie der selbstorganisierten sozialen Systeme. Leider besagt diese Theorie, dass es immer wieder zu per se unvorhersehbaren Veränderungen kommen muss.
    Es ist also so, dass alle Vermutungen, Berechnungen und alle wohlkonzipierten Szenarien bestenfalls zufällig eintreffen. Was man berechnen kann, ist der ungefähre Moment, an dem unvorhersehbare Ereignisse eintreten.
    Die australischen Ökonomen FOSTER und WILDE haben diese Theorie auf den australischen Immobilienmarkt angewendet (FOSTER, J., WILD, P.: Detecting self-organisational change in economic processes exibiting logistic growth. In: CANTNER, V, HANUSCH, H. u. KLEPPER, S. (Hrsg.): Economix Evolution, Learning ans Complexity. New York und Heidelberg, 2000). Besonders griffig dargestellt hat diesen Ansatz der Ökonom Quido Partel (PARTL, Quido: Lenken wir das bereits gelenkte? Zusammenwirken der Selbstorganisation und der hierarchischen Organisation in sozialen Systemen. Münster 1998.)
    Es ist offensichtlich, weshalb dieser Ansatz in der ökonomischen Kaffesatzdeuterei nicht mehr Beachtung findet. Ein Experte müsste sagen: „Ich habe keine Ahnung was passiert, es ist in der Natur der Dinge, dass etwas Unerwartetes geschieht.“
    Die andauernde Unfähigkeit zutreffende ökonomische Prognosen zu treffen, ist meiner Meinung nach ein weiter Hinweis auf die Richtigkeit der selbstorganisatorischen Theorie.






  • Elefanten im Kölner Zoo

    29.12.2008, Prof. Dr. Gunther Nogge, Hünenstr.34, 51069 Köln
    Die mittlere Lebenserwartung asiatischer Elefanten im Kölner Zoo lag vor dem Zweiten Weltkrieg bei 23,5, nach dem Kriege bei 38,5 Jahren.

    Zwar wurde von 1863 - 2006 kein einziger Elefant im Kölner Zoo geboren, aber es ist auch keiner unter zehn Jahren gestorben. Die Jungensterblichkeit bis zehn Jahre lag also bei 0 Prozent.

    Von den drei seit 2006 geborenen Elefanten hat kein einziger das zehnte Lebensjahr erreicht. Die Jungensterblichkeit bis zehn Jahren liegt demnach bei 100 Prozent.

    Fazit: Die Kölner Elefanten werden heute zwar 15 Jahre älter als früher, und ihre Lebenserwartung liegt sogar 19,6 über dem Weltdurchschnitt. Aber die Jungensterblichkeit bis zehn Jahren liegt zur Zeit bei 100 Prozent.
  • Sehr gut komprimierter, historisch korrekter Beitrag!

    24.12.2008, Dietrich Hahn, München.
    Ein besonderes Lob Ihrer Autorin Vera Spillner! Ihr Artikel "70 Jahre Kernspaltung" hebt sich wohltuend von dem zum Teil haarsträubenden Unsinn ab, den man zur Zeit wieder in den Blättern und im Internet lesen muss. Frau Spillners Beitrag ist historisch einwandfrei, objektiv und vorurteilslos. Man spürt sofort, dass die Autorin die Primärquellen wirklich gelesen hat und sich in der Materie auskennt - im Gegensatz zu vielen wenig kenntnisreichen Journalisten oder sogenannten
    "Historikern", die vornehmlich voneinander abschreiben und dadurch Voreingenommenheiten und zum Teil abstruse persönliche Meinungen multiplizieren. -

    Otto Hahn und Lise Meitner hätten Frau Spillner ihre Anerkennung für diese Arbeit ausgesprochen, da bin ich mir ganz sicher. Ich möchte dies hier ausdrücklich betonen.

    gez. Dietrich Hahn - Publizist (Enkel von Otto Hahn und
    Patensohn von Lise Meitner).
  • Alles andere als emissionsfrei

    23.12.2008, Marcel Hänggi, Journalist und Buchautor, Zürich
    Masdar ist zweifellos ein interessantes Projekt. Emissionsfrei wird die Stadt aber nicht sein, denn sie soll durch den so genannten Clean Development Mechanism (CDM) des Kyoto-Protokolls finanziert werden. Dafür werden die eingesparten Treibhausgas-Emissionen zertifiziert; diese Certified Emissions Reductions können verkauft werden und berechtigen den Käufer, dieselbe Menge Treibhausgas zu emittieren. Um die Reduktionsleistung zu berechnen, wird geschätzt, wie viel eine "normale" Stadt in derselben Region emittieren würde. Im Falle von Masdar wird das sehr viel sein, weil die Emirate der Staat mit den weltweit zweithöchsten Pro-Kopf-Emissionen sind. Die (hypothetisch) eingesparten Emissionen Masdars werden also anderswo auf der Welt (tatsächlich) freigesetzt. Weil die CDM-Methodologie Emissionsreduktionen systematisch zu hoch bewertet (da so genannte Reboundeffekte ignoriert werden), werden unter dem Strich sogar mehr Gase emittiert als eingespart.
    Dasselbe gilt für Dongtan, wobei freilich die chinesischen Pro-Kopf-Emissionen viel tiefer liegen.
  • Unsinn

    21.12.2008, Stefan Mischia,München
    Der Muttermilch schadet die Wärme im Nest weniger als manche Erklärungsversuche der Wissenschaft den Laien.
    Ein zu warmes Nest würde durch Transpiration bei den Jungtieren zur Dehydration führen.
  • Es liegt an uns

    19.12.2008, Dr.J.Götz
    Bemerkenswerte Entdeckung
    Die Entdeckung der Kernspaltung ist in meinen Augen wirklich eine der herausragenden Entdeckungen der menschlichen Entwicklung. Sie ist für mich ein Beweis, dass wir grundsätzlich in der Lage sind, die uns umgebende Welt zu analysieren, die innewohnenden Gesetzmäßigkeiten zu erkennen und anzuwenden - zum Nutzen oder Schaden.
    Man muss die Kernenergie aber nicht verteufeln und auf ihre Nutzung verzichten, weil sie auch zum Schaden eingesetzt werden könnte. Sehr viele menschliche Entdeckungen können sowohl als auch eingesetzt werden, denken wir z.B. an den Transistor: Computer - Steuerung von Waffen.
    Es liegt an uns Menschen selbst, was wir damit machen.
    Die Kernspaltung kann uns ganz entscheidend helfen, unsere Energie- und Klimaprobleme zu lösen: mit ihr sind wir in der Lage, wesentliche Anteile an der Energieversorgung sicherzustellen. Und zwar so lange, bis in einigen Jahrzehnten die Kernfusion dies Aufgabe übernehmen kann.
    Ich bedaure, dass in der Darstellung von spektrumdirekt dies nicht adäquat dargestellt wird. Die Nutzung der Kernenergie ist auf der Grundlage von 12000 Reaktorberiebsjahren als sicher und verantwortbar einzuschätzen. Und die immer wieder als ungelöst dargestellte Entsorgungsfrage ist in Wirklichkeit eine ungelöste politische Frage, weil der sichere Abschluss der radioaktiven Abfälle von der Biosphäre in tiefen geologischen Formationen machbar und unter Strahlenschutzgesichtspunkten sicher ist.


  • Laufband für Elefanten

    16.12.2008, Eberhard Luedecke Meckenbeuren
    Ich denke, das frühe Ableben der Elefanten hat auch was mit ihrer geringen Bewegungsmöglichkeit zu tun. Ich würde versuchen, den Elefanten ein Laufband entsprechender Größe anzubieten, damit sie mehr Möglichkeit haben, sich ausreichend zu bewegen.
  • Befangenheit und Kritik

    16.12.2008, Dr.-Ing. Adalbert Rabich, Dülmen
    Es wird beklagt, dass die Vergangenheit nicht richtig erforscht wird und dass mehr oder weniger gedankenlos das geistig übernommen wird, was einige andere (Elite) vorgeben. Da rührt der Autor an ein Kernproblem unserer Bildung: die Kritikfähigkeit und das Zulassen von Kritik. Stattdessen wird Meinungsherrschaft betrieben. Wir wissen tatsächlich über vieles wenig und füllen die Wissenslücken mit Thesen oder Annahmen, wobei ich an die realen Geldmengen in Größe, Parkplatz und Vermehrung denke oder an das Klima, wo die paläoklimatischen Verhältnisse in die von Politikern vertretene Ansicht eingepasst werden.
    Kritik ist die Voraussetzung für Fortschritt, Killerphraseologie ihr Untergang. Korrekte Datenanalysen sind so lange dürftig, solange man nicht willens ist, sie auch korrekt zu verwenden. Kontrolle im Finanzwesen kann nur funktionieren, wenn eine Informationsanalyse vorliegt usw.
    Ich hoffe, unsere Bildungspolitik trägt doch eines Tages diesem Mangel Rechnung.
  • Erdkundeunterricht und Geowissenschaften - Einheit in Zwietr

    14.12.2008, Dr. Frank-Michael Czapek, 30916 Isernhagen
    Leserbrief zum Beitrag von Prof. Dr. W. Jacoby: Dynamische Erde: Unser gefährdeter Lebensraum.- In: Spektrum der Wissenschaft, 11/2008, p. 104 – 113 und die sich daran anschließende Leserbriefdiskussion in spektrum online.

    Erdkundeunterricht und Geowissenschaften – Einheit in Zwietracht ?

    Zugestanden, Prof. Dr. Jacoby möchte provozieren, – und - ebenfalls zugestanden - er tut dies in der guten Absicht, den Blick auf die schulische Bedeutung der Geowissenschaften lenken zu wollen. Allein, die Sache kann nicht nur mit Verständnis betrachtet werden.
    Aus schulischer Sicht ist es ein immer mal wieder auftretendes Ärgernis, wenn Wissenschaft meint, in der Schule vertreten sein zu müssen. Schule, zumal das Gymnasium, arbeitet zwar in der Zielrichtung einer Wissenschaftspropädeutik, die Fächer im Kanon des schulischen Angebotes jedoch als Miniatur einer Wissenschaft anzusehen, ist fatal einfach gestrickt. Nicht nur das. Ansinnen dieser Art lösen leider immer wieder unnötige Scharmützel auf Nebenkriegsschauplätzen aus, wenn der Pointierung wegen dieser martialische Vergleich erlaubt sei.
    Als vor Jahren ekelhafte Übergriffe auf Mitbürger vietnamesischer Herkunft zu beklagen waren, gab es die Forderung nach einem Fach Völkerkunde. Als vor einiger Zeit eine der gleichermaßen unzähligen wie unseligen Quizsendungen offenbarten, dass kein Unterschied zwischen Astronomie und Astrologie auszumachen sei, rief dies die Zunft auf den Plan, und das Schulfach Astronomie wurde bundesweit reklamiert. (Bis dato ist es tatsächlich im sächsischen Lehrplan verankert, wird künftig aber wohl für entbehrlich gehalten!). Unser föderatives System bringt es tatsächlich mit sich, dass länderweise recht eigentümliche Schulfachkonstellationen anzutreffen sind. So ist auf Betreiben der Wirtschaft in einigen Ländern das Schulfach Wirtschaft eingerichtet worden, hier und da mit dem Fach Politik verknüpft. All dies ist aber nicht wirklich Ausdruck von reflektierter Bildungssicht, sondern eher von Opportunismus und lobbyistischer Befriedigung. Eines steht dabei fest: Wo immer Auswüchse dieser Art greifen, geht es zu Lasten anderer Fächer, bis man erkennt, dass der wohlbedachte Schulkanon keine beliebige Spielwiese von Interessenpolitik sein darf. Statt Durchdringungstiefe im Lernen stellt sich ein Flickenteppich der Beliebigkeit ein. Das Schulfach Erdkunde/Geographie kommt dabei stets unter die Räder. Immer noch im falschen Ruf stehend, ein leichtes, unintellektuelles Fach zu sein, greifen Bildungspolitiker gerne in die Trickkiste der Fachkürzung oder gar der Verdrängung.
    Man stelle sich vor, eine jede Wissenschaft wolle in der Schule vertreten sein… Zugleich beklagt die Öffentlichkeit die angebliche Unmenschlichkeit der allgemeinbildenden Schule, die im Zuge von G8 mehr denn je Paukschule sei. Tatsächlich müssen unsere Oberstufenschüler nicht selten mit einer 36-Stunden-Woche leben, Vor- und Nachbereitung nicht mitgerechnet. Da krümmt sich manch gewerkschaftlich organisierter Arbeitnehmer …
    Immer mehr Forderung nach Unterricht auf der einen Seite, immer mehr Forderung nach Entrümpelung der Lehrpläne auf der anderen…
    Natürlich hat Prof. Dr. Jacoby Recht, wenn er beklagt, unsere Jugend erführe zu wenig von geowissenschaftlichen Inhalten. So betrachtet, erfahren sie aber auch zu wenig von medizinischen Belangen, von rechtlichen, von technischen usf. All diese sind mehr oder weniger in den gängigen Unterrichtsfächern „mit vertreten“. Das kann auch gar nicht anders sein, denn es ist bei aller Bekräftigung des inhaltlichen Ansatzes nicht Aufgabe von Schule, Disziplinen abzuarbeiten. Schulfächer sind allesamt Integrationsfächer. Dies gilt sogar für das konkordatsgeschützte Fach Religion. Und - die Integrationspotenziale müssen gestärkt werden. Ingrid Hemmer hat in ihrem Leserbrief aus Sicht der Geographie dazu schon Entscheidendes angemerkt. Ergänzt und bekräftigt sei hier: Kompetenzorientierung auf der Grundlage von Bildungsstandards steht im Vordergrund. Lernen zu lernen, und dies an fachlichen Gegenständen, ist ein zentrales Gebot von Schule. Dies setzt in erster Linie didaktische Fundamente voraus, nicht aber fachwissenschaftliche, so sehr der Fachlehrer auch ein kompetenter Fach-Vertreter sein muss. Um es aber nochmals zu betonen: Der Erdkundeunterricht ist keine verkleinerte Ausgabe der Wissenschaft Geographie. Wohl aber muss es der Erdkundeunterricht leisten, unseren Lernenden eine fundierte Weltsicht und Einblicke in zentrale Aspekte unserer Erde zu geben. Dies schließt mehr ein als „nur“ geographische Bezüge. Ein Blick in einen jeden Länderlehrplan zeigt, wie geschickt und gut abgestimmt dieses schwierige Unterfangen von unserem Fach mit max. 1,5 Schulstunden in der Woche eingelöst wird. Hierzu brauchen wir jegliche Unterstützung, nicht aber Relativierung oder gar Gegenwind !
    Alles, was uns in dieser Situation Konkurrenz macht, selbst wohlmeinend, ist realitätsfremd und letztlich kontraproduktiv.


    Dr. Frank-Michael Czapek
    Vorsitzender des Verbandes Deutscher Schulgeographen e.V. (VDSG)
  • Danke für den Kommentar

    10.12.2008, Ilse Raetsch, München
    Viel möchte ich Ihrem Kommentar "Hirndoping für alle!" gar nicht hinzufügen, sondern Ihnen danken und noch zwei Aspekte hinzufügen: Selbst wenn die Medikamente nicht im klassischen Sinn abhängig machen, werden sie eine enorme psychische Abhängigkeit bewirken. Wer wird sich noch getrauen, ohne seinen Stoff in eine knifflige Situation zu gehen?
    Das andere: Wir leben in einer Zeit der rasanten Beschleunigung. Das Argument, dass wir alle einen unnatürlichen Lebensstil pflegen, ist sicher richtig. Allerdings kann es kein Argument dafür sein, alles noch stärker zu beschleunigen. Unsere natürlichen Grundlagen, sprich die Erde, kommen schon jetzt nicht mehr mit. Muße könnte ein Mittel sein, zur Besinnung zu kommen - ganz persönlich gesehen, aber auch politisch. Für Muße scheinen aber die Pillen gerade nicht gedacht zu sein.
  • Besser Ethik-Doping als Hirn-Doping!

    10.12.2008, Christine Behrendt, Hannover
    Vielen Dank für diesen Kommentar. Das trifft es genau - die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sollten sich den menschlichen Gegebenheiten wieder mehr annähern, anstatt die Menschen künstlich "aufzumotzen" - mit noch unbekannten Risiken und Nebenwirkungen! Wenn der "wissenschaftliche" Kommentar wenigstens den Anschein der kritischen Auseinandersetzung mit den Gegenargumenten gegeben hätte, wäre der Beigeschmack nicht so bitter. So bleibt nur der Eindruck, dass die wirtschaftlichen Interessen auch in der Medizin an erster Stelle stehen.
  • Hirndoping

    09.12.2008, rd.bischoff@tele2.at32110
    Bravo, Tanja
  • Denkhilfen

    09.12.2008, Fritz Kronberg, Rondeshagen
    Ach ja, die bösen Pharmafirmen, die ihre Forschung ja sicher auch ohne irgendwelche Einnahmen finanzieren könnten. Auch die Produktion der noch nicht einmal von Frau Krämer abgelehnten sonstigen Medikamente finanziert sich natürlich von selbst, weshalb sie ja auch kostenlos abgegeben werden müssen. Komischerweise wird der Kaffee zum Wachhalten nicht abgelehnt, wohl weil Frau Krämer nicht weiß, dass der in ihrem Sinne ein Hirndoping darstellt. Vielleicht auch, weil er nicht von Pharmafirmen produziert wird, sondern von armen Bauern in der "Dritten Welt". Natürlich muss auch wieder die 2-Klassengesellschaft herhalten, die immer bemüht wird, wenn jemandem aus der linken Ecke irgendetwas nicht passt. Auch die üblichen Verdächtigungen aus dieser Ecke, die Autoren könnten wider besseres Wissen einen Gefälligkeitsartikel geschrieben haben, fehlen nicht. Wieso fällt Frau Krämer in diesem Zusammenhang beispielsweise nicht auf, dass etwa der so hoch für das Eintreten gegen staatliche Überwachungen eintretende Herr Hirsch Anwalt ist und somit ein vitales Interesse daran hat, dass eventueller krimineller Klientel nicht allzu viel zweifelsfrei nachgewiesen werden kann? Unfair? Das sollte sich Frau Krämer im Hinblick auf ihre eigene Argumentation einmal fragen. Das einzige sinnvolle Argument in Frau Krämers Artikel ist die mögliche Wirkungslosigkeit der Präparate.
    Dem schenkt sie aber selbst nicht viel Beachtung, wohl weil das ihre politisch motivierte Philippika auf ein wenigstens teilweise sachliches Fundament stellen könnte.