Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Erste Vorlesung in Volkswirtschaft

    02.11.2015, Paul R. Woods
    Der Professor begann seine Vorlesung für das 1. Semester mit der Ankündigung: Was ich Ihnen vortragen werde, ist eine Ideologie. Sie muss nicht die Ihrige sein und Sie müssen ihr auch nicht zustimmen. Jedoch werden die Inhalte dieser Ideologie in Tests und Prüfungen abgefragt werden und nicht die der Ihrigen.
  • Determinismus von geringerer Bedeutung für die Wirklichkeit

    02.11.2015, Holger Casselmann, Odenthal
    Ein sehr guter Artikel. Dazu noch eine Anmerkung: Ob ein System im strengen Sinn deterministisch ist, lässt sich durch Wiederholung der Anfangsbedingungen und Beobachtung des Verlaufes der Ereignisse feststellen. Das ist zum Besipiel bei mathematischen Funktionen oder logischen Operationen (Computerprogramme) der Fall. In der realen Welt verhalten sich makroskopische Objekte nur annähernd deterministisch und werden durch die Gesetze der Mechanik, Elektrodynamik usw. beschrieben. Auf Quanten- beziehungsweise atomarer Ebene ist aber eine Wiederholung der exakten Anfangsbedingungen unmöglich, da zu jedem beliebigen Zeitpunkt der Quantenzustand beziehungsweise die Anordnungen und Schwingungszustände der Atome in unserer Welt anders sind. Gibt man makroskopischen Systemen "eine Wahl", so ist es mit dem Determinismus vorbei (Würfel, Münze). Damit ist die Diskussion, ob unsere Welt nun deterministisch ist, eigentlich müßig; es gibt keinerlei Möglichkeit, dieses zu beweisen. Deshalb ist auch die Beschreibung des Autors zu den Kategorietrennungen besonders hilfreich: aus deterministischen Subsystemen können nicht deterministische Ereignisse in der übergeordneten Ebene folgen. Die Schuldfrage bei einer Straftat kann nicht einfach auf die zwangsläufigen Vorgänge im Gehirn abgeschoben werden. Der freie Wille ist das wichtigste Gut einer Persönlichkeit und es erscheint lächerlich zu behaupten, dieser sei eine Illusion.
  • Meinungen

    02.11.2015, Ilja
    @Dr. Manfred Schweizer
    Vielen Dank für Ihren kurzsichtigen Beitrag.
    Schülern nur "einigermaßen gesichertes Wissen vermitteln" würde auch bedeuten, die Theorie des Homo oeconomicus ebenfalls aus der Schule zu entfernen. Wissen bedeutet nicht, sich dem Primat der Mehrheit an zu schliessen und wie die Schafe dem Leithammel hinterher zu blöken, sondern eine klare und kritische Auseinandersetzung zu fördern. Das nennt man im meinen Kreisen Kompetenz, dieser Begriff sollte ihnen als Dr. sicherlich etwas sagen.
    Keine der ökonomischen Theorien ist bisher hinreichend empirisch bewiesen, es sind vielmehr Glaubens- und Erklärungsmodelle für komplexe bis chaotische Zusammenhänge.
    Diese werden in den gängigen Theorien so extrem vereinfacht, dass es schon eher als Naiv gelten kann diese auch nur als Erklärungsmodell in Erwägung zu ziehen.
    Inzwischen wissen wir aus der Psychologie, der Soziologie, der Spiele- und Systemtheorie und auch aus der Mathematik, dass keines der bisherigen ökonomischen Modelle hinreichend genau ist, geschweige denn Vorhersagen ermöglicht die über die Qualität eines Orakels hinausgehen.
    Auch das muss gesagt werden dürfen und wir müssen uns damit auseinander setzen, was die jeweiligen Modelle für gesellschaftliche Implikationen induzieren. Es gilt zu erkennen welche Möglichkeiten und Chancen ein breiterer Ansatz der ökonomischen Diskussion bietet und nicht Meinungen innerhalb einer Diskussion zu diskreditieren die für uns alle so entscheidend wichtig ist.
  • q.e.d.

    01.11.2015, P.U.Baer
    quod erat demonstrandum:
    monströse, intransparente und eigennützige Einflussnahme der Wirtschaft auf Politik und Schule wird angeprangert und daher wird

    nimmt, ganz intransparent, eigennützig und monströs ein Wirtschaftsverband Einfluss auf die Politik, damit in der Schule eine solche Meinung nicht erwähnt wird.

    Unglaublich, wie korrupt unsere Politik ist.

    Daher sollte man eigentlich nicht nur diese Petition unterstützen:

    https://www.change.org/p/an-die-bundestagsabgeordneten-ver%C3%B6ffentlichen-sie-alle-ihre-lobbykontakte?source_location=trending_petitions_home_page&algorithm=curated_trending

    Sondern in Zukunft noch weitegehen, und mal prüfen, wie weit die Lobbyisten auch unsere ganzen Ministerien unterwandert haben.

  • Täglich grüßt das Murmeltier

    01.11.2015, Darwin
    Schon wieder die wöchentliche Anti-Katzen-Missionierung. Das nimmt langsam fanatische Züge an. Irgendwie erinnert mich das an die PETA-Spinner oder Öko-Kampf-Veganer. Katzen wurden im Mittelalter schon einmal verfolgt. Damals wurden sie mit schwarzer Magie, Hexen und den Teufel in Verbindung gebracht. So manchem abergläubischen Menschen ist die Katze bis heute suspekt. Es sind Raubtiere, und die müssen beseitigt werden, denn wenn jemand auf dieser Erde das Sagen hat, dann der Mensch, der eine bessere Vorstellung von der natürlichen Ordnung hat, und diese natürlich allem aufdiktieren muss. Wenn Arten aussterben ist das Teil der Evolution. Gegen die Rattenplage auf Fatu Hiva sind Katzen übrigens ein probates Mittel, allein schon um eine mögliche Ausbreitung der Pest zu verhindern. Der Monarch ist wohl ein Auslaufmodel. Was soll‘s, die Natur hat weitaus schlimmere Katastrophen überstanden. Die "invasiven Arten" sind eine Erfindung der Götter, damit sie zu richten vermögen.
  • Walschule?

    01.11.2015, Ralf Müller
    Eine "school of fish" ist auf Deutsch ein Schwarm Fische und keine Fischschule.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Müller,

    in größeren Gruppen lebende Wale bezeichnet man tatsächlich als "Schule".

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Wirtschaft und einflussnahme

    31.10.2015, Tibor Candel
    Nun, ich bin GESCHOCKT und das ist ohne Frage der nette Ausdruck... Unabhängig von politisch/wirtschaftlicher Einstellung ist alleine die Tatsache das eine Wissenschaftliche Arbeit aus dem Verkehr gezogen wird eine Ungeheuerlichkeit welche mich an Systeme wie im alten Kommunismus oder an die Zeit der Nationalsozialisten erinnert... Ich bin erschüttert... es ist ein weiter weg bis in die Steinzeit aber es gibt wohl Abkürzungen...
  • Sinnfrei

    31.10.2015, Blubb
    Da Springen ein paar Orcas aus dem Wasser und ihr fasselt was von Jagt? Die können auch nur spielen, da war kein anderes Tier zu sehen.

    Mal wieder unnnötiger Trashartikel ^^
    Antwort der Redaktion:
    Lieber Blubb,

    wir empfehlen genaues Hinsehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihre Redaktion
  • Drohung vs. Belohnung

    31.10.2015, B. Lochner
    @Thorsten Irion

    Ihre Aussage widerspricht meines Erachtens nach dem Artikel nicht. Es wird ja explizit darauf hingewiesen, dass der Befund nur für Appelle gelte. Während entsprechendes Training langfristig wirkungsvoller sei.
    So dient positiv gestaltete Motivation dem Mittel- und langfristigen Erfolg, während die Angst eher kurzfristig ein "engagiertes" Mit- oder Nacharbeiten ihrer Kollegen nach sich zöge.

    Soweit zumindest meine Interpretation des Artikels.

    VG
  • Was ist denngesichertes Wissen, vor allem in der Ökonomie?

    31.10.2015, Hermann Josef Paulus
    Lieber Herr Dr Schweizer,

    ich würde als Gymnasiallehrer und Dozent doch mal gerne von Ihnen wissen, was Sie als gesichertes Wissen ansehen, vor allem in den Wirtschaftswissenschaften?
    Warum sollte eine Sozialwissenschaftlerin nicht in der Lage sein, über ökonomische Sachverhalte zu schreiben?
    Kennen Sie diese Dame?
    Was haben Sie eigentlich für ein Demokratie- und Wissenschaftverständnis?
    Dürfen nur sogenannte Experten über ein Thema schreiben?
    In welchem Bereich haben Sie ihren Doktortiel gemacht?
    Darüber sollten Sie einmal ernsthaft nachdenken!

  • Haha

    30.10.2015, Robert Orso
    * zeichneten "ein monströses Gesamtbild von intransparenter und eigennütziger Einflussnahme der Wirtschaft auf Politik und Schule". Und er fordert, "den Band in dieser Form nicht weiter zu vertreiben".*

    Haha?

    Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es an Situations Komik kaum zu überbieten. In der Neuauflage muss das unbedingt aufgenommen werden.
  • Wirtschaft an Schulen?

    30.10.2015, Dr. Manfred Schweizer
    Wir sollten unseren Kindern nur einigermaßen gesichertes Wissen vermitteln.
    Insofern sind die verschiedenen spekulativen Richtungen in der Ökonomie eh fehl am Platz.
    Was berechtigt denn die Bielefelder Soziologin Bettina Zurstrassen zur Federführung eines Schulbuches über Wirtschaft?
  • Die Goldene Regel

    30.10.2015, Paul R. Woods
    Die goldene Regel lautet: "Wer das Gold hat, macht die Regeln!"

    Und es wird deutlich, warum die CDU (auch als "Club Deutscher Unternehmer" erkennbar) sich gegen die Offenlegung der Lobbyisten im Bundestag gewandt hat.
  • Scheinbar Fremdes erzeugt Unbehagen

    30.10.2015, Bruno Melchert
    Fremdes, das virulent erscheint, erzeugt Unbehagen. Deshalb ist auch die Ablehnung von Flüchtlingen in jenen Gebieten groß, in denen es wenig Zuwanderung aus Afrika und Nahost gibt. So wurde auch der Zustrom orthodoxer Juden nach der Oktoberrevolution in Deutschland befremdlich gesehen, zumal sie sich (wie jede Volksgruppe) in bestimmten Stadtvierteln konzentrieten. Nach 1945 waren es die Türken. Heute sind es die Flüchtlinge.
    Wehe, wenn wie jetzt vorwiegend konservative Politiker dieses Unbehagen ausschlachten! Dabei wäre Aufklärung eher ihre Aufgabe. Wir haben aus dem Holocaust gelernt, wohin dieser politische Populismus führen kann.
    Dieses Fremdeln lässt sich nur durch sachliche Zusammenführung der Menschen beseitigen. Im Rheinland ist das kein Problem.
    Auch die Angst vor dem Koran ist völlig unbegründet. In der Bibel steht Schlimmeres. Nicht alle sind Fundamentalisten.
  • Denkfehler Mustererkennung?

    30.10.2015, Gerald Paul
    Bei dem herkömmlichen Prinzip (Bayer-Matrix) liegt wie beschrieben ein Farbfilter über der Sensorfläche, und läßt auf einer bestimmten Fläche (Pixel) nur eine bestimmte Farbe durch (Rot, Grün, Blau), und man verliert damit also etwas Licht.
    Nach dem neuen Prinzip soll ein Intensitätsmuster erkannt werden. Um ein Muster zu erkennen braucht man doch mehrere Pixel, die dann zusammengefasst die Farbinformation liefern. Das Resultat: zwecks Mustererkennung sind die zur Erkennung der Farbe notwendigen Pixel viel kleiner als bei der Bayer-Matrix. Und damit ist der Vorteil doch eigentlich schon wieder verloren, weil kleinere Pixel = weniger Licht = mehr Rauschen. Und ein anderer Zusammenhang, weil mehrere Pixel zur Mustererkennung notwendig, und diese dann zu einer bestimmten Farbe zusammengefasst werden, steht nicht die volle Auflösung des Sensors zur Verfügung.