Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Warum immer wieder das Argument "religiös"?

    04.03.2017, Christian
    Dass Veganern immer wieder vorgehalten wird, ihr Verhalten sei "religiös", ist einfach zu erklären: Die Fleischesser, die so argumentieren, leiden an kognitiver Dissonanz. Sie erkennen ihr eigenes unmoralisches Handeln, projizieren es dann aber mit umgekehrten Vorzeichen auf Veganer. Vielleicht sind manche dieser Menschen aber tatsächlich nicht in der Lage moralische Prinzipien abseits von Religion und göttlichen Sanktionen zu begreifen und anzuwenden.
    Deshalb ist es müßig mit solchen Menschen zu diskutieren. Diese haben eine innerliche Blockade aufgebaut und sind gegen Argumente nahezu immun, weil sie nicht mehr über Inhalte diskutieren, die eben auch eine Auseinandersetzung damit voraussetzen würden. Stattdessen versucht man vermeintlich schlau dem "Gegner" die Worte im Mund zu verdrehen und dessen Motivation in den Dreck zu ziehen.

    Absurder wirds, wenn Fleischesser so tun als seien sie eine unterdrückte Minderheit, während sie mit der rhetorischen Keule über Veganer herziehen. Dabei verstößt allein schon das gegen den kategorischen Imperativ. Noch absurder wirds, wenn Veganern Missionierung vorgeworfen wird. Da sieht man zum einen, dass es mit dem Verständnis für Meinungsfreiheit und Redefreiheit nicht weit her ist. Absurd ist es natürlich auch, weil absolut Redebedarf und Informationsbedarf besteht. Der Artikel und einige Kommentare zeigen wie katastrophal die Informationslage gerade bei Fleischessern ist. Auf der einen Seite beschweren sie sich, dass ständig über Veganer geschrieben wird. Auf der anderen Seite, scheinen diese Menschen keinerlei Informationen aus diesen Artikeln mitzunehmen und verbreiten sogar noch weiter Mythen und andere Falschinformationen. Da darf man dann schon mal an der Intention dieser Menschen zweifeln oder eben der Intelligenz.
  • Zusammenhang zwischen der SpaceX- und der NASA-Mission?

    03.03.2017, David M.
    Ich denke, SpaceX schickt eine Rakete zum Mond, weil es Menschen gibt, die dafür bezahlen. Musk will den Mars besiedeln, das ist das erste große Zwischenziel von SpaceX, und ich glaube nicht, dass er parallel noch eine Ressourcenfressende Mondmission durchführen würde, wenn sie nicht Geld für die Mars-Mission liefert. Dass das Unternehmen so auch erste Erfahrungen bei der Ausbildung von Astronauten sammeln kann, wird sicher auch eine Rolle spielen. Dass es einen Zusammenhang mit Trump gibt, glaube ich nicht.

    @Damian Vollmert: Inwiefern ist Elon Musk denn unsympathisch?
  • weiterentwicklung

    03.03.2017, alphahoggel
    Man kann eine Glasplatte darüber legen, dann trocknet es nicht mehr aus! :)
  • 6 Jahre Steinzeitdiät

    03.03.2017, Michael
    Der Artikel ist etwas einseitig, weil er z.B. die Steinzeitdiät, die ja auch eine Low-Carb Diät ist, gar nicht berücksichtigt.
    Ich folge der Steinzeitdiät nun schon seit 6 Jahren. Ich habe in den ersten 6 Monaten 21 Kg abgenommen und mein neues Gewicht gehalten.
    Meine Gesundheit hat sich durch die Ernährungsumstellung deutlich verbessert.

    Die Idee hinter der Steinzeitdiät ist, dass wir uns in unserer Evolution nicht an die großen Mengen Kohlehydrate die wir nun zu uns nehmen, angepasst haben. Insbesondre nicht an die großen Mengen Getreide.
    Die Steinzeitdiät ersetzt isolierte Kohlehydrate, wie Getreide, Reis oder Kartoffelprodukte durch Salat, Gemüse, Früchte, Fleisch, Fisch, Eier, Nüsse und Satten. Künstlich Zusatzstoffe sind komplett tabu, wie auch weißer Zucker.
  • Low Carb ist nicht gleich High Protein

    03.03.2017, Nadja Polzin
    Vielen Dank für den informativen Beitrag.

    Ich möchte nur ergänzen, dass Low Carb nicht zwangsweise proteinreich sein muss. Moderne Low Carb Konzepte sehen eher mehr Fett vor.

    Zudem muss man sagen, dass auch für die allseits propagierte High Carb Ernährung wenig genaues an Wirkung bekannt ist. Trotzdem bekommt sie jeder in der kassengeförderten Ernährungsberatung angedient.

    Die Ernährungswissenschaften sind leider nicht allzu präzise, was in der Natur der Sache liegt.

    Es ist eigentlich müßig zu glauben es gäbe die eine wissenschaftlich beweisbare Ernährung, die für jeden gut ist und gegen alles hilft. Solange das Essen lebt und nicht aus dem Chemiebaukasten kommt ist man auf jeden Fall auf der einigermaßen sicheren Seite (der erprobten Natur) - sofern man das in der westlichen Welt überhaupt noch sein kann.
  • Space Elevator

    03.03.2017, Andokai
    Bin ich der Einzige der da sofort an den Space Elevator denken muss ?
  • Versuch mit Stichprobengröße 1

    03.03.2017, Martin C
    Meine Frau hat im Herbst auf Low Carb umgestellt, 10 kg abgenommen und hält hier Gewicht jetzt seit 4 Monaten stabil.

    Im Gegensatz zu sonstigen Diäten gibt es keine schlechte Laune und kein Gefühl des Verzichts, im Gegenteil, das Essen schmeckt und wir freuen uns drauf.
    Allein das ist schon mal ein sehr signifikanter Vorteil.

    Und das beste ist, meine Frau versteht jetzt endlich, warum ich so gerne Steak und Salat esse, und "Sättigungsbeilagen" vermeide
  • Abbaubarkeit

    03.03.2017, PM
    Das Material klingt sehr interessant, aber wie sieht es denn ökologisch mit der Abbaubarkeit oder den Recyclingmöglichkeiten auf?

    Grüße
    Antwort der Redaktion:
    Dazu gibt es wohl leider noch keine Aussagen, da sich das Material erst noch in Laborversuchen befindet.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
    Spektrum.de
  • Bei mir funktioniert es

    03.03.2017, sandra
    Ich ernähre mich seit 5 Monaten Low Carb - High Fat und fühle mich wunderbar. Habe bisher 10 Kilo abgenommen und habe auch sonst viele Vorteile:
    -Die Haut wird besser.
    -Man hat tatsächlich weniger Appetit und ist sehr ist viel schneller und langanhaltender satt. In dem Artikel wird nicht wirklich darauf eingegangen, dass man die Energie primär über Fette kompensiert., die eben viel länger sättigen als Kohlenhydratkalorien.
    -Das beste für mich: Es dauert ein paar Tage um in die Ketose zu kommen und man fühlt sich schlapp. Es ist nicht dramatisch, aber eben etwas Aufwand verbunden. Gerade dieses Wissen, dass es Zeit und Geduld gekostet hat, um in die Ketose zu kommen, lässt mich nie einen Ausrutscher haben. Das Stück Kuchen wäre es gar nicht wert wieder aus der Ketose rauszukommen. Das ist für mich der beste Vorteil, weil ich sonst bei meinen Abnehmversuchen immer nach ein paar Minuten dachte "ach egal, yolo du isst jetzt das Stück Kuchen ".. Außerdem kann man mit ein wenig selber backen sehr kleckere Low Carb Torten, Muffins etc selber machen. Auch Brot oder Müsli kann man selber machen.
    Und am Ende freut sich mein auf No Fat erzogenes Belohnungszentrum. Himbeeren mit Schlagsahne oder Ofenkäse - alles mit Fett hab ich mir immer verboten, weil es vermeintlich dick macht...dabei ist das Gegenteil der Fall.
  • das könnte den "Klimaleugnern"

    02.03.2017, rap
    ok, eventuell, zu denken geben.

    Ich hab mal grob geraten (irdische Atmosphärenmasse, 400ppm, etc) dass die Menschheit jährlich ca 1-2% des atmosphärischen CO2-Invertars zusätzlich (30.000.000.000 Tonnen!) in die Atmosphäre pustet.

    Macht in 10 Jahren 10-20%, in 20 Jahren 20-40% etc.

    Wenn man dann auch noch weiß das die wenigen vorhandenen Treibhausgase (ppm) die irdische Durchschnittstemperatur von -18°C (Sonneneinstrahlung, Albedo etc) auch frühere optimale +15°C anheben (wir liegen wohl nicht wirklich in der einfachen "habitablen Zone") ist es wohl, zumindest rational und faktisch betrachtet, ziemlich ausgeschlossen dass unsere Versuch uns "per fossil befeuerter Technik zu Übermenschen zu machen" folgenlos bleibt.



  • Wer darf nicht lernen?

    02.03.2017, horst lauterbach
    Die Kirche der Klimakathastrophiker verbietet es aber!
  • Was spricht gegen eine Glosse? Ein übliches journaljstisches Mittel

    02.03.2017, Anke
    das natürlich von der Übespitzung lebt.
    Es ist hier fast mehr die Form als der Inhalt Thema.
    Noch nie gab es eine solche Auswahl an Lebensmitteln. Das bringt die Verantwortung mit sich, pfleglich damit umzugehen. Es wird satirisch dargelegt, dass die Lösung nicht in quasirelegiösen Haltungen liegt, die nicht mehr differenzieren sondern nur womöglich in starren Ge- und Verbotsrastern münden. Man muss sich nicht wirklich auseinandersetzen. Was ist gegen eine solche Aussage einzuwenden?

  • Falscher Umgang mit Statistik

    02.03.2017, Dr. Dieter Spies
    Der Artikel ist sehr interessant und überraschend, aber der Umgang mit der als Beispiel gewählten (medizinischen) Statistik ist natürlich falsch (abgesehen davon, dass eine medizinische Studie nicht mit 160, sondern mindestens mit 3000 bis 4000 Patienten erstellt wird):
    1. Bei einer seriösen Statistik muss die Fragestellung (besser die Hypothese) vor dem Erstellen der Statistik definiert sein. Und dann darf die Statistik nur in Bezug auf diese Fragestellung ausgewertet werden. Nachträglich Teilgruppen o. ä. aus der Statistik herauszunehmen und die Fragestellung abzuändern (ist zwar immer eine Versuchung der Pharmaindustrie, wenn die ursprüngliche Fragestellung nichts hergibt) ist verboten.
    2. Wenn also das Medikament in Bezug auf Männer oder Frauen getestet werden soll, muss eine neue Fragestellung (z. B. „Wirkt das Mittel bei Männern?“) definiert werden und darauf eine neue Studie mit statistischer Auswertung erfolgen. Und wenn in diesem Fall eine neue Studie gemacht würde, dann würden Sie natürlich 40 Männern das Medikament und 40 Männern das Placebo geben und nicht wie in der angegebenen Studie 60 Männern das Medikament und 20 das Placebo (Frauen entsprechend umgekehrt). Dies ist eine Zahlenmanipulation, damit das Simpson-Paradoxon eintritt.
    3. Und wenn Sie zwei Studien machen, eine für Männer und eine für Frauen (mit jeweils 40 zu 40), dann garantiere ich, dass nicht beide Male das Ergebnis lautet: “wirkt nicht“, vorausgesetzt, die ursprüngliche Statistik war seriös gemacht.
  • Zeitangaben

    02.03.2017, gnaddrig
    Faszinierender Fund. Ebenfalls faszinierend, welche (offenbar plausiblen) Erklärungen man für die gefundenen Strukturen findet.

    Eins verwirrt mich aber. Im Artikel heißt es: [...] die sie auf ein Alter zwischen 3,77 und 4,3 Milliarden Jahren datieren. Als dieses Gestein entstand, war der Planet demnach gerade einmal 800 Millionen Jahre alt.

    Wann war die Erde 800 Millionen Jahre alt, vor 3,77 oder vor 4,3 Milliarden Jahren, oder vielleicht irgendwann dazwischen? Man kann die 800 Mio. Jahre ja nur von einer bestimmten Zahl zurückrechnen. Wenn man ein Zeitfenster von 530 Mio. Jahren als Ausgangs"punkt" nimmt, kann am Ende keine präzise "one size fits all" Zahl herauskommen, es muss auch wieder ein Zeitfenster sein, also war der Planet demnach zwischen x und x+530 Mio. Jahre alt.

    Oder weiß man aus anderen, nicht genannten Gründen, dass die Erde zum Zeitpunkt der Entstehung des Gesteins 800 Millionen Jahre alt war? Wie hängt das dann aber mit dem genannten Zeitfenster zusammen und wieso soll das daraus folgen ("demnach")?
    Antwort der Redaktion:

    Bei dieser Zeitangabe ist leider ein "höchstens" verloren gegangen... Die 800 Millionen Jahre ergeben sich als grobe Schätzung aus der Untergrenze der Datierung.

    Beste Grüße, jd/Red

  • Warum auf andere verlassen

    02.03.2017, Ulf Kalbitz
    Wieso ist Trump Schuld wenn er nicht mehr die USA allein 5,4 Milliarden zahlen lassen möchte. Wo ist der Rest der (reichen) Welt, den eine Pandemie genauso betrifft, wieviel zahlt da jeder?