Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Altes Denken und Sarrazin statt Fakten

    16.06.2016, Peter Silberg
    @Dr. Armin Quentmeier
    Ohne Zweifel scheinen Sie ein großer Anhänger grundlastfähiger Kraftwerke zu sein. Das ist dem alten Stromnetz-Konzept geschuldet, bei dem große Kohle- bzw. Kernkraftwerke ins Höchstspannungsnetz eingespeist und den Strom über Hochspannungs- Mittelspannungs- und Niederspannungsleitungen landesweit zu den Verbrauchern verteilt haben.
    Doch die schöne alte Energieversorgungswelt hat sich geändert!
    Über 1,5 Miliionen dezentrale Einspeiser speisen überwiegend in die Niederspannungs- und Mittelspannungsnetze ein. Der Strom wird von dort in die Hoch- und Höchstspannungsnetze hochtransformiert und weitergeleitet.
    Daher kommen schon jetzt neue schutz- und leittechnische Konzepte im Niederspannungsnetz zum Einsatz. Auch werden zunehmend stufbare Transformatoren gebaut.
    Niemand behauptet, dass bereits heute eine lückenlose Stromversorgung mittels Erneuerbarer Stromerzeuger möglich sei. Vielleicht werden auch immer Backup-Kraftwerke nötig sein, um einen Teil der Residuallast zu decken. Aber wir machen den Umbau der Energieversorgung in Deutschland ja nicht zum Spaß. Die konventionellen Kraftwerke verdrecken die Luft und stoßen hunderte Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr aus. Von den Subventionen für Kohle- und Kernkraftwerke erst gar nicht zu reden. Die IEA spricht hier von mehr als 500 Mrd. Doller jährlich.
    Kurzum: Sowohl aus okonomischen als auch aus ökologischen Gründen führt kein Weg an den Erneuerbaren Energien vorbei.

    Abschließend noch ein Zitat: "Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann." (Francis Picabia)
    BTW:
    Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, aber Herrn Sarrazin zu zitieren zeugt schon von einer gewissen Ignoranz...
  • Epigenetik

    16.06.2016, Gudrun Dieckmann
    Ein hervorragender Beitrag über ein sicherlich noch nicht sehr bekanntes Gebiet, das manche Besonderherheit auch in der eigenen Familiengeschichte erklärbar macht. Vielen Dank dafür von einer ewig wissenshungrigen Leserin
  • Säugetier durch Klimawandel ausgestorben

    16.06.2016, Braun
    Erst sterben die Säugetier, dann die Bienen und zum Schluss die Menschen.
    Die finanziell erträgliche Klimamanipulation, bringt alle um, das Schlimme dabei
    das die Staaten noch dafür viel Geld ausgeben, es wird am Ast gesägt auf dem man sitzt.
    Leider sitzt die Forschung auch, auf dem Geisterzug.
  • Allmächtiger!

    16.06.2016, Dominique Boursillon
    Das ist schon ein Rumgehüpfe! Von der SDS-Behandlung zu den Ausführungen von "Sex"-Aktivisten... Wo denken Sie denn hin? Natürlich gibt es nur zwei Geschlechter. Die Behandlung von SDS ist daher auch recht simpel: Ein Junge wird zum Jungen, ein Mädchen zum Mädchen. Das ist quasi axiomatisch. Wo liegt das Problem? Dass man an Babys vielleicht nicht immer erkennt, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist? Das wird´s wohl sein. Vielleicht ist es vereinfachend, aber XY ist ein Junge und XX ein Mädchen. Wenn sonst nichts vorliegt, dann kann man operieren. Was die Aktivisten verkennen ist die Bedeutung der Sexualität in der kindlichen Entwicklung. Ein kleiner Penis, eine große Klitoris, das Fehlen einer Vagina sind für die emotionale Entwicklung von Kindern verheerend. Da können wir doch Gott-froh sein, dass die moderne Medizin den Kindern wenigstens diese Last abnehmen kann. Mädchen lassen sich die Brüste vergrößern, Frauen die Vagina "verjünge(r)n", der Botox-Wahn zaubert Männern wie Frauen jede Falte und jedes Lächeln aus Gesicht und Gesäß. Zwei Dinge noch... Zum einen wurden in der Vergangenheit sicher viele Fehler gemacht, die korrigiert werden müssen. Aber, egal um welches Thema es sich dabei handelt, mit der Bewältigung von Vergangenheit tun sich Gesellschaften immer schwer, sodass diese Dinge viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Da ist ein bisschen Fanatismus sicher nicht allzu fehl am Platz. Zum anderen kennt jeder einen hundertjährigen Kettenraucher und natürlich gibt es auch dem Geschlecht nach richtig operierte, die dann aber doch im vermeintlich falschen Körper sind. Ich sage nur: Das Leben ist kein Ponyhof, manchmal hat man einfach nur Pech... Und das ist nicht zynisch gemeint. Es ist nun mal so, dass 10 % der Menschen Homo- oder Transsexuell sind. So gesehen kann man ein Kind schon "falsch" operieren. Das ist aber kein Plädoyer fürs Abwarten, denn 90 % fühlen sich gut in ihrer früh "angepassten" Haut. Und 90 % sind eine überwältigende Mehrheit. Einzelschicksale sind immer traurig und es sollte das Streben einer jeden Gesellschaft sein 100 % Ihrer Mitbürger zum Lebensglück zu verhelfen. Aber wegen 10 % Unglücklicher 90 % ins Verderben rennen zu lassen, das hat nichts mit Ethik oder verantwortungsvollem Handeln zu tun. Man kann nur froh sein "normal" zur Welt zu kommen, denn als "Krüppel" ist man den Eiferern und Fanatikern hilflos ausgesetzt. Wohin wird uns dieser Wahnsinn noch führen?
  • Erneut Gravitationswellen nachgewiesen

    16.06.2016, Möhles, Rainer
    Sollte bei der Kollision zweier schwarzer Löcher die Gravitationswelle nicht am Gravitationsfeld gestreut werden und daher eine Art fernes Donnern entstehen? Die beschriebenen Signale des ersten Ereignisses dagegen brechen sehr scharf ab. Bei relativistischen Näherungsrechnungen entsteht ein sogenannter "Schweifterm", der das Signal verschmieren sollte, oder?
    Wie ist die Meinung der Relativitätstheoretiker?
  • Muskelbeanspruchung in Schuhen vs barfuß

    16.06.2016, Holzbein-Samuel
    Das ist nicht weiter verwunderlich, schließlich läuft man barfuß ganz anders als in Schuhen. Während man in Schuhen hart auf der Ferse auftreten kann, geht dies barfuß nur bedingt, so dass man mehr auf dem Ballen läuft. Beansprucht man nun also Muskelgruppen übermäßig, die man vorher wenig benutzt hat, kriegt man selbstverständlich Muskelkater. Wer z.B. noch keinen einzigen Liegestütz gemacht hat und sich dann beim Bankdrücken verausgabt, wird genauso Muskelkater bekommen wie jmd der sein Leben lang Schuhe getragen hat und nun barfuß läuft. Rückschlüsse auf mehr oder weniger Aktivität der Muskeln lassen sich daraus nicht ziehen.
  • Die KI steckt noch in Kinderschuhen

    16.06.2016, Andreas Grund
    Lange bevor es möglich wurde, mit statistischen Algorithmen (Neuronale Netze) Fachwissen zu generalisieren und praktisch einzusetzen, war es üblich, Expertensysteme manuell zu errichten.

    Die Klassifizierung auf Basis manuell erstellten Expertensystems waren nachvollziehbar und deshalb im Falle eines Fehlers auch schnell behebbar.
    Diese "alte KI" wird weiterhin erfolgreich eingesetzt.
    Leider hat diese Methodik ihre Probleme mit allzu dynamischen Wissensgebieten.
    Konkret: Immer dann, wenn ein Mensch nicht in der Lage war, ein konkretes Regelwerk anzugeben, misslang die Errichtung eines entsprechenden Expertensystems.

    Genau hier sind automatische Lernverfahren überlegen. Sie erzeugen eine Wissensbasis auf Basis selbst gemachter Erfahrungen. Die Formulierung als Regel liegt dann in Form der Gewichtungen des Lernsystems vor und kann sofort genutzt werden.

    Was in der Regel unterbleibt, ist eine genauere Analyse der vom Lernalgorithmus gefundenen Regeln. Der Weg der Entscheidungsfindung ist durch bloßes Betrachten der Gewichtungen nicht nachvollziehbar.
    Hier steckt die neue KI noch in den Kinderschuhen.

    Eine schöne Analogie entdecke ich bei Heranwachsenden, z.T. sogar bei Erwachsenen. Gefragt, warum sie etwas bestimmtes getan haben, antworten viele mit "Weiß ich nicht" oder "Ich wollte das eben".

    Die Fähigkeit zur Analyse und zur verständlichen Darstellung der eigenen Handlungsmotive entwickelt sich erst später im Erwachsenenalter - manchmal auch gar nicht.

    Für viele Fragen ließe sich durch gründliche Analyse eine für Menschen verständliche Erklärung nach dem "Warum" finden. Ob das immer gelingen kann, bezweifle ich stark.
  • Vielleicht

    16.06.2016, Tom
    liegt die längere Lebenserwartung von Frauen auch einfach daran dass wir nach Abzug von Schwangerschaften etc. immer noch 30% mehr für die Gesundheit von Frauen ausgeben???
  • Ungewöhnliche Wortwahl

    16.06.2016, Markus Lauerer, München
    Eine interessante Zusammenschau verschiedener Forschungsmeinungen zum Thema Traumschlaf! Wobei hier natürlich mehr noch als in anderen Bereichen der Neurowissenschaften gelten muss: Über eine mehr oder weniger solide fundierte Theorie ist zumindest aktuell kaum hinauszukommen, daher vermutlich auch die doch recht beträchtliche Divergenz der unterschiedlichen Positionen zur Bedeutung des Träumens.
    Was mich beim Lesen des Artikels etwas stutzig gemacht hat: Im Zusammenhang mit der vorgeschlagenen Funktion des Traums als Möglichkeit des folgenlosen Durchspielens realer Herausforderungen wird wiederholt von einer 'evolutiven' Entstehung dieser Eigenheit gesprochen. Dieses Adjektiv ist mir allerdings eher im Kontext der Sprachwissenschaften vertraut, ich meine, 'evolutionär' träfe das Gemeinte deutlich besser. Ob es sich um einen Übersetzungsfehler handelt oder ob die ungewöhnliche Wortwahl auch im Original so zu finden ist, kann ich an dieser Stelle natürlich nicht beurteilen.
    Antwort der Redaktion:
    Es freut uns natürlich, wenn Ihnen unsere Artikel zusagen.

    Zum Wort »evolutiv«: das Adjektiv ist in der Biologie tatsächlich auch gebräuchlich. Im Herderlexikon etwa wird es zusammen mit vielen Substantiven verwendet.
  • Tiere Töten nur weil es Spaß macht?

    15.06.2016, Robert Orso
    Geht es ernsthaft darum ob es gerechtfertigt ist, dass (manche) Menschen Lebewesen nur aus dem einen Grund töten "weil es geil ist"? Tiere die ohnehin schon gefährdet sind?

    Nur weil diese Menschen GELD haben und es leichter ist an dieses zu kommen, wenn man ihnen den Spaß einfach erlaubt? Und wenn man das Geld schon hat, was kann man damit doch Großartiges machen...

    Sie denken zu klein. Mit dieser Methode könnte man doch noch viel mehr Wohltaten vollbringen.

    Man könnte ja beispielsweise legale Kokain Transporte aus Kolumbien durchführen - in begrenztem Rahmen natürlich und ordentlich versteuert. Mit dem eingenommenen Geld kann man dann viel effizienter gegen die Drogen Kriminalität vorgehen. Außerdem leben die armen Leute dort doch von nichts anderem. Im Grunde wäre das eine Art Entwicklungshilfe. Nur so lange, bis sich dort eine andere Einkommensgrundlage gebildet hat.



    Es gibt so viele Möglichkeiten, sich Sch... schön zu reden und zu vergolden.

    ----
    Deutsches Tierschutzgesetz:
    § 1
    Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.
    ----

    Vergleichbare Gesetze gibt es auch in anderen Ländern. "weil man das immer schon mal machen wollte" ist wohl kein "vernünftiger Grund" im Sinne dieses Gesetzes. Da hilft auch der Paragraph über "waidgerechte Ausübung der Jagd" nicht, denn Jagd ist es nur wenn sie dem Zweck der notwendigen Nahrungsbeschaffung dient oder zur Begrenzung übermäßiger (weil fehl entwickelter) Tier Populationen.

    Dass die Handlung "im Ausland" durchgeführt wird ändert nichts daran, dass wir an diese Gesetze dennoch gebunden sind.

    Nein, ich halte diese Idee nicht für zielführend. Wenn man etwas NICHT will, dann ist eine "begrenzte Erlaubnis" das falsche Mittel um es zu erreichen.

    Ich bin nicht gegen die Jagd. Eine nachhaltige Jagd zum Nahrungserwerb ist der Natur durchaus zuzumuten. Aber ein Tier nur deswegen zu töten "damit es tot ist", ohne Not, ein möglichst großes und möglichst seltenes und dann ist der einzige "Nutzen" ein Foto des tapferen Helden mit dem erlegten Monster und eventuell ein abgeschnittener Kopf?

    Nein. Klares Nein.
    Antwort der Redaktion:
    Anm. d. Redaktion: Dieser Leserbrief wurde gekürzt.
  • Muskelbeanspruchung in Schuhen vs. barfuß

    15.06.2016, Kai Hiltmann
    Wer barfuß läuft, merkt schnell, dass er sich anfangs mehr anstrengen muss, schneller müde wird und in den Füßen gar Muskelkater bekommen kann. Umgekehrt ist das nicht so. Die Folgerung der Forscher scheint mir daher zweifelhaft.
  • Einfach toll

    15.06.2016, Christian Schüller
    Ich finde solche Entwicklungen absolut spannend. Es wäre mal interessant, welche Firmen, in welchem Bereich dazu forschen bzw. generell arbeiten. Leider finde ich nicht wirklich viele Informationen dazu - mglw. stell ich mich da auch etwas dümmlich an.
    Denn an solchen Entwicklungen teilzuhaben, ist in meinen Augen einfach unschlagbar.

    Und das sich der Mensch durch Technik weiterentwickelt und verbessert, finde ich jetzt nicht verwerflich. Aber über ethische Fragen kann man sich den Kopf zerbrechen, wenn die Technik entwickelt ist.
  • stimmt so nicht

    15.06.2016, yurimow
    "... die Symmetrie aber in einer Weise gestört, dass sich das Spiegelbild der einen Form nicht mit dem der anderen zur Deckung bringen lässt"

    eben nicht. Bei chiralen stoffen ist es so, dass das spiegelbild des moleküls NICHT mit dem ursprünglichen molekül deckungsgleich ist. Daher gibt es zwei varianten von denen die eine das spiegelbild des anderen ist.

    Beispiel hand. Das spielgelbild der rechten hand ist nicht deckungsgleich mit der rechten hand, ABER das spiegelbild der rechten hand ist eine linke hand und umgekehrt.

    Oder beispiel schraube: das spiegelbild einer rechtsdrehenden schraube ist keine rechtsdrehende schraube sondern eine linksdrehende schraube.
    Antwort der Redaktion:
    Da haben Sie Recht. Wir haben den Fehler korrigiert. Danke für den Hinweis.
  • 36000km reichen schon, was die Belastung angeht

    14.06.2016, Christian
    @Hannes Partsch:
    Was die Belastbarkeit des Seils angeht (also wieviel seiner eigenen Länge es halten muss) reichen 36.000km locker (da nur auf das unterste Stück die Schwerkraft so wirkt, wie wir es von der Oberfläche kennen, wirkt sogar weniger als das Gewicht von 36.000km).

    Natürlich braucht man mehrere Seile und noch jede Menge Hilfstechnik. Für die prinzipielle Machbarkeit (also ob es überhaupt eine Konstruktion gibt, die als Weltraumlift hält), ist die spannende Frage, ob es ein passendes Material gibt (das sich von der Oberfläche bis zum geostationären Orbit spannen lässt). Das Fliehgewicht muss sich auch nicht so weit jenseits des Orbits befinden. Da kann man dann auch "einfach" mehr Gewicht (oder mehrere Gewichte und Seile) aber entsprechend weniger Strecke nehmen. Der Abstand Erde-Orbit hingegen lässt sich nicht verkürzen, ohne das Prinzip Weltraumlift aufzugeben.
  • Das erste bekannte Säugetier ist wegen des Klimawandels ausgestorben

    14.06.2016, Joachim
    Man darf wohl davon ausgehen, dass es weitere, seltene Arten gab, die nie erfasst worden waren und die ebenfalls ohne den globalen Klimawandel die anderen Herausforderungen wie insbesondere Habitatverschlechterungen gerade noch überstanden hätten.
    Andere dürften wegen lokalem Klimawandel, wie er durch Entwaldung entsteht, verloren gegangen sein.