Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Fehlermeldung

    25.05.2015, Cyril
    "Züricher" ist falsch, richtig heisst es: Zürcher.
  • Nun ja...

    25.05.2015, Wizzy
    @Miep, Gliese Sie sind sich da ja sehr sicher. Aber Sie wissen schon, dass die thermische Strahlungswirkung schon etwas modernerer Atomwaffen aus militärischer Sicht als ungleich bedeutsamer eingestuft wird gegenüber Druck- und radioaktiver Wirkung als beim Hiroshima-Typ? Die großflächigen Brände, die dabei entstehen, sind ungleich stärker als bei Vulkanausbrüchen. Und die Wirkung von feiner Asche auf das Klima ist ja von größeren letzteren relativ gut rekonstruiert. Gut genug, um sich vor dem Nuklearen Winter real zu sorgen. Manche Studien nehmen übrigens auch weniger als 100 strategische Sprengköpfe als ausreichend an. Detailierte Informationen: http://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_winter (auch zu #Kuwait_wells_in_the_first_Gulf_War)
  • Panamakrankheit

    25.05.2015, gunnar
    Wieso eigentlich panamakrankheit, wenn der Pilz in Lateinamerika bis jetzt gar nicht vorkommt?
    Antwort der Redaktion:

    Die Krankheit ist nach Panama benannt, weil dort der Pilz zum ersten Mal auftrat. Von dort aus breitete er sich weltweit aus. Die aktuell gefährliche Variante, der Stamm TR4, entstand dann andernorts und hat Lateinamerika noch nicht erreicht.

    Beste Grüße, die Redaktion

  • Ist die Anregung des Positroniums evtl. bereits selbst der Einstieg in neue Physik?

    24.05.2015, S.Kächele
    Ich habe mich nach dem Artikel gefragt, wie denn die Streuung von normalen Protonen am Positronium ausfällt und wie sich der Wirkungsquerschnitt unter Anregung dabei verhält. Wären vergleichende Messungen Proton/Antiproton + Positronium + Anregung(en) nicht möglw. ein direkter Einstieg in neue Physik?
    Antwort der Redaktion:
    Ich bin selbst kein Teilchenphysiker, insofern habe ich da nur begrenzt Expertise, aber meiner Meinung nach sind all diese Vorgänge ganz normale Teilchen/Teilchen- bzw Teilchen/Feld-Interaktionen, nur eben mit Antiteilchen. Materie und Antimaterie unterscheiden sich nur bei Vorgängen mit Beteiligung der Schwachen Kernkraft. Aber auch diese so genannte CP-Verletzung gilt als Bestandteil des klassischen Standardmodells, so dass aus dieser Ecke wohl generell keine neue Physik zu erwarten ist.
  • Schatten

    24.05.2015, Dipl.-Phys. Ulrich Schulz
    Wie erzeugt man denn in einem hellen Raum ein "Schattenbündel", das (den) man dann noch durch ein Prisma schickt? Oder ist das die Physik, die sich in den Köpfen von Dichtern und Philosophen abspielt? Muß das Buch tatsächlich mal lesen.
    Dipl.-Phys. Ulrich Schulz
  • Testosteron ist nicht alles

    24.05.2015, Dr. Georg Stürmer
    So wie ein bestimmter Alkoholpegel bei verschiedenen Menschen unterschiedliche Wirkung zeigt, unabhängig von der Gewöhnung, bis hin zur Alkoholintoleranz! Das Problem: Testosteron ist nur die eine Seite der Medaille, im wahrsten Sinne des Wortes ist auch die andere Seite zu berücksichtigen: der Androgenrezeptor. Das entsprechende Gen liegt auf dem X - Chromosom (!) und modifiziert mit unzähligen Co-Faktoren die Wirkung von Testosteron. Der Blutspiegel von Testosteron alleine sagt daher nicht alles. Allerdings kann mit Cyproteron der Rezeptor kompetitiv gehemmt werden, was unter anderem zur reversiblen "chemischen Kastration" mit Libidoreduktion benutzt wird, ebenso bei starker Akne und androgenetischer Alopezie! Bei trächtigen Ratten verhindert die Gabe von Cyproteron die Ausbildung des männlichen Phänotyps - die Neugeborenen sind alle phänotypisch weiblich trotz teilweise genotypischer XY-Konstitution.
  • Physik muss man nicht "glauben"

    24.05.2015, Robert Orso
    Logik ist die Lehre des vernünftigen Schlussfolgerns. (Wikipedia)

    Sie beruht also auf dem was jemandem zu einem bestimmten Zeitpunkt "vernünftig" erscheint. Insofern unterscheidet sie sich dadurch von der Mathematik, die ausgehend von sehr einfachen Grundgesetzen komplexe und belastbare Aussagen möglich macht.

    Physik ist die Repräsentation der Mathematik in der Wirklichkeit und sie kümmert sich nicht darum, ob wir etwas als "vernünftig" ansehen oder nicht. Das spannende an der Quantenphysik ist ja eben die Tatsache, dass die geltenden Gesetze im kleinen den Erfahrungen des Alltags widersprechen. Insofern muss sich der "gesunde Menschenverstand" gelegentlich der Beobachtung beugen. Dem Einen mag es "logisch" erscheinen, dass man nach dem Tod in den Himmel kommt, dem Anderen, dass vom Vollmond bestrahltes Wasser mit kosmischer Energie aufgeladen wird, oder dass die Alltags Erfahrung, ein Objekt kann nicht gleichzeitig an zwei verschiedenen Orten sein, in der Größenordnung der Quantenwelt weiterhin uneingeschränkt gültig ist.

    Die Aufgabe der Wissenschaft und in diesem Fall der Physik ist es, diese naheliegenden und "logischen" Schlussfolgerungen akribisch zu prüfen und den Glauben von der Wirklichkeit zu unterscheiden. Manchmal mit überraschenden Resultaten. Mit zunehmender Erkenntnis ändert sich dann auch die Ansicht was "vernünftig" und demnach "logisch" ist.

    "Gleichzeitig an zwei Orten" verwendet allerdings zwei Begriffe, die im Quanten Umfeld nicht zwangsläufig die gleiche Bedeutung haben wie in der Makro Welt. Raum und Zeit, Gleichzeitigkeit und Ort sind für Quantensysteme weder unabhängig noch gemeinsam genau bestimmbar. Die gemessenen Ergebnisse lassen sich in das Vokabular unserer Makro Welt aber am klarsten mit "gleichzeitig an zwei Orten" übersetzen. Mangels direkter Erfahrbarkeit haben wir Menschen für Quantenvorgänge kein Vorstellungsvermögen entwickelt und auch nur unzureichendes Vokabular um es abzubilden. Die Mathematik hat das Problem nicht und die Messungen zeigen uns, dass das Universum im Kleinen sehr genau mit den zugegebenermaßen skurilen mathematischen Vorhersagen übereinstimmt. Viele moderne Techniken, die uns selbstverständlich geworden sind funktionieren nur WEIL Quanten gelegentlich an mehreren Orten gleichzeitig sein können, oder sie sich den gleichen "Raum" mit anderen Quanten gleichzeitig teilen. Diese Experimente dienen nicht (mehr) dazu diese Eigenschaften als richtig oder falsch zu untersuchen, sondern auszuloten wo und wie die seltsamen Eigenschaften der Quanten in die uns bekannten klaren Trennungen von ja ODER nein, tot ODER lebendig, links ODER rechts über gehen.

    Schrödinger hat das Beispiel der Katze ja gewählt WEIL sie selbstverständlich(?) bei einem echten Versuch nur lebendig ODER tot sein würde, nie beides gleichzeitig, während aber der Zustand des diesen Umstand auslösenden Quants sehr wohl beides gleichzeitig sein kann. Das Niemandsland dazwischen gilt es zu kartieren.
  • Genau!=)

    23.05.2015, Rainer Zufall
    Zumal der "Mündungsblitz einer Plasmakanone" grob genommen auch richtig wäre...
  • Selig sind die,...

    23.05.2015, Rainer Zufall
    die, wie sie oben erwähnten, "glauben" - denn Glauben erfordert kein Wissen.
    Leider haben sie dann auch noch die Wahrheit eingestreut und spätestens da muß
    sich die Wissenschaft zurückziehen, denn Glauben und Wahrheit sind Dinge mit denen
    sich Religion/Philosophie abgeben. Wissenschaft wird eine Hypothese solange favorisieren, solange sie nicht durch eine bessere Hypothese ersetzt werden kann.
    In diesem Sinne: schauen sie sich das altbekannte Doppelspaltexperiment an und
    fragen sich dann bitte, wo die die Wahrheit bleibt, wenn ein einzelnes Teilchen an
    beiden Spalten gleichzeitig mit sich selbst interagiert und ein Interferenzmuster
    erzeugt. (In Internetsprech: "Where is your God now?" - God im Sinne ihres Logikglaubens(0/1)). Ist nicht böse gemeint, doch hab ich das Nörgeln an Theorien satt, solange nicht mit der Kritik auch andere Lösungsansätze erörtert werden..
  • Quatsch

    23.05.2015, Miep
    Schon ein kleiner Vulkanausbruch belastet die Atmosphäre mit weitaus mehr Rußpartikeln. Die Folgen eines begrenzten nuklearen Schlagabtauschs mit Luftdetontionen von 300-5000m wären (zumindest für das klima) vollständig bedeutungslos.
  • Beispiel Golf-Krieg 1991

    22.05.2015, Giese
    Während dieses Krieges hieß es unter prominenten Klimaforschern: Die USA dürften keinesfalls in Kuweit militärisch eingreifen. Dann müsse man nämlich damit rechnen, dass Sadam Hussein alle Ölquellen anstecken ließe. Als Folge würde weltweit für 10 Jahre keine Sonne scheinen und es überall Missernten und Hunger geben - Was geschah? Die USA griffen ein, Saddam Hussein ließ sämtliche Ölquellen anzünden. Und was geschah mit dem Klima? Nichts, was man als normaler Mensch hätte bemerken können.
  • Technofossilien

    22.05.2015, Gabor Paal
    Lieber Herr Schwägerl,
    danke für diese konstruktive Entgegnung. Meine Verwunderung über die "Mensch-Maschine-Interaktion" war in meinem Argument eher ein Randaspekt - ein Symptom, das mir aufgefallen ist, aber letztlich für meine zentrale These eine untergeordnete Rolle spielt.
    Um das aber nochmal zu klären: Ich habe kein Problem, die Hinterlassenschaften der Technosphäre ("Technofossilien") als mögliches geologisches Merkmal des Anthropozäns zu akzeptieren. Aber die "Mensch-Maschine-Interaktion" ist ja ein sehr spezieller Aspekt, bei dem schwer erkennbar ist, weshalb er als gegenüber der übrigen Technosphäre noch einmal besonders herauszuheben wäre. Ob ein Kabel der Datenübertragung im Internet dient oder als simple Stromleitung, scheint mir auf der Ebene der Anthropozän-Abgrenzung irrelevant. Das entscheidende Eigenschaft von Technofossilien ist doch die "Gemachtheit", die in ihrer "artifiziellen" Morphologie und den Materialien zum Ausdruck kommt. Inwieweit Techniken unser Konsumverhalten beeinflussen, ist wieder eine ganz andere Frage bzw. ein komplett anderes Argument, das mich aber eher noch weniger überzeugt, da es sich hier m.E. um einen klassischen Kategorienfehler handelt. Alles mögliche beeinflusst schließlich unser Konsumverhalten, und zwar weniger auf der materiellen als auf der immateriellen, semiotischen Ebene. Sprich, Sprache, Bilder, Werbung, soziale Einflüsse. Aber das meine ich mit Ausfransen: Wenn man das alles zu den Merkmalen des Anthropozäns rechnen würde, dann wäre es gleichbedeutend mit "Kultur" oder "moderne Zivilisation", und das hätte dann aus meiner Sicht Charakterzüge eines Zirkelschlusses: "Die menschliche Zivilisationsgeschichte hat ein neues Erdzeitalter eingeläutet, dessen Merkmal alles ist, was zur menschlichen Zivilisationsgeschichte gehört." Damit täte man dem Konzept nach meiner Überzeugung keinen Gefallen. Deshalb war die "Mensch-Maschine-Aktion" für mich symptomatisch für das Gesamtproblem, das ich sehe.
    Viele Grüße
    Gábor Paál

  • Ganteföhr

    22.05.2015, Eckardt
    Ich habe dieses für den Volksgebrauch geschriebene Buch gelesen, mehrfach auch nachgeschlagen.
    Prof. Ganteföhr beteiligt sich an der allgemeinen Diskussion zum Thema Klima , Energieversorgung und Wohlstand. Nichts Anderes beansprucht das IPPC.

    Die nicht fassbaren Unsicherheiten bei der Beschreibung und der Vorhersage von Klimaänderungen fordern geradezu zu Widerspruch auf gegenüber der ( besonders in Deutschland) vorgeschriebenen Meinung. Das ist notwendig und begrüßenswert !
    Insofern haben Ganteföhr und Vahrenholt ihre wissenschaftliche Berechtigung.

    Kritikwürdig ist dagegen die Empfindlichkeit der CO2 - Fanatiker !
    -
  • Wer's glaubt, wird selig!

    22.05.2015, Oliver Seidl
    Wem soll man glauben, wenn die Quantenphysik das Bestehen logisch unmöglicher Sachverhalte behauptet – der Physik oder der Logik? Ich glaube der Logik und ihrem Nichtwiderspruchsgesetz, das keine empirisch widerlegbare Hypothese ist, sondern eine notwendige Wahrheit, die in allen möglichen Welten gilt. Es steht a priori fest, dass das logisch Unmögliche physikalisch unmöglich ist; und somit kann es keinen vernünftigen Grund geben, einer physikalischen Theorie Glauben zu schenken, die das Märchen von Schrödingers Katze als Tatsache behauptet. Ebenso undenkbar ist es, dass zwischen einem Ding und ihm selbst ein Abstand größer als 0m besteht. Ich bestreite nicht die Gültigkeit der Messdaten, sondern deren theoretische Interpretation, die nicht richtig sein kann, wenn sie auf unlogischen Annahmen beruht.
  • Erstes Bild?

    22.05.2015, O. Meckes
    Und was ist mit dem ersten Foto der sich beissenden Fische? Dazu steht gar nix. Da es vom selben Fotografen stammt wie das letzte, ist anzunehmen dass die das runde "Nest" gebaut haben.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Meckes,

    vielen Dank für Ihre Mail. Ja, es handelt sich um die Fische, die das Nest bauen, das weiter unten zu sehen ist. Diese Informationen sieht man leider nur, wenn man mit dem Mauszeiger über das Bild fährt. Das müssen wir technisch ändern.

    Mit freundlichen Grüße
    Daniel Lingenhöhl