Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Anpassung als Schlüsselbegriff

    10.03.2015, Paul Kalbhen, Gummersbach
    Allen Kritikern unter den Leserbriefschreibern (Weiss, Kirschmann, Hostettler) an Ian Tattersalls Beitrag zur Evolutionstheorie möchte ich entgegenhalten, dass sie meiner Meinung nach das Wesentliche seiner Studie übersehen haben, nämlich den Einfluss des Klimawandels auf die Entwicklung des Menschen. Die Rückkopplungen zwischen Selektionsdruck und Umwelt, die trotz aller Zufälligkeiten die Evolution vorangetrieben haben, sollte man meines Erachtens besser durch die Definition 'Anpassung' statt durch 'Selektion' kennzeichnen.
    Zur Fülle des Lebens im Evolutionsgeschehen schreibt der Biophysiker Thomas Görnitz: "Wir postulieren, dass das Entstehen, die Entfaltung und das Überleben von allem, was überhaupt lebensmöglich ist, als Grundmaxime der kosmischen Evolution anzusehen ist." - Und zum Menschen als letztem Glied in der Evolutionskette: "Ein Wesen, das zur Selbstreflexion fähig ist, nimmt daher notwendigerweise eine Sonderstellung in der Evolution ein." ("Der kreative Kosmos", Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2002, zusammen mit Brigitte Görnitz)
  • @michael metternich

    10.03.2015, michael m.
    zitat: "Und solange Vertreter von Wirtschaftsinteressen oder Anhänger der amerikanischen Tea-Party-Bewegung die globale Erwärmung überhaupt in Zweifel stellen, werden Fortschritte kaum zu erwarten sein."

    hmmm, der EPA-chef Gina McCarthy konnte vor kurzem bei einem hearing des senats keine antwort auf die frage geben, welches/welche IPCC klimamodelle geeignet sind um vorhersagen der globalen mitteltemperatur zu tätigen...

    aber da ist bestimmt auch die wirtschaft und die tea-party-bewegung schuld... ;)
  • Bitte zitierte Paper auch lesen!

    10.03.2015, Robert
    Die hier zitierten Zahlen stimmen einfach nicht. Bereits der Abstract des Papers der Autoren um Peter Schwarz sagt, dass der optimale Vitamin-D-Spiegel in dieser Untersuchung bei ca. 70 nmol/L lag. Oberhalb von 100 nmol/L (und nicht ab 40 nmol/L !) scheint ein hoher Vitamin-D-Spiegel von Nachteil zu sein.
    Antwort der Redaktion:
    Doch, die zitierten Zahlen stimmen (falls ich mich nicht verrechnet habe zumindest). Bitte werfen Sie einen Blick auf die Einheiten.
  • guter wissenschaftsjournalismus sieht anders aus...

    10.03.2015, michael m.
    warum wird nicht erwähnt, das die modelle, trotz der vom IPCC mit jedem Klimabericht nach oben geschriebenen genauigkeit, immer mehr von der realität abweichen?
    gemäß NOAA haben die modelle ein problem:
    “The simulations rule out (at the 95% level) zero trends for intervals of 15 yr or more, suggesting that an observed absence of warming of this duration is needed to create a discrepancy with the expected present-day warming rate.”
    quelle: http://www1.ncdc.noaa.gov/pub/data/cmb/bams-sotc/climate-assessment-2008-lo-rez.pdf
    gemäß Lawrence Livermore National Laboratory haben die modelle ein problem:
    “The LLNL-led research shows that climate models can and do simulate short, 10- to 12-year “hiatus periods” with minimal warming, even when the models are run with historical increases in greenhouse gases and sulfate aerosol particles. They find that tropospheric temperature records must be at least 17 years long to discriminate between internal climate noise and the signal of human-caused changes in the chemical composition of the atmosphere.”
    quelle: https://www.llnl.gov/news/newsreleases/2011/Nov/NR-11-11-03.html

    also warum sollen die modelle nun auf einmal plausible ergebnisse liefern, obwohl diese den >18jährigen stillstand (RSS-datensatz)in der globalen erwärmung nicht vorhersagen konnten?

    und warum gibt es eigtl. keinen signifikanten unterschied im anstieg der letzten 3 erwärmungsphasen und trotzdem stellen smith et al eine beschleunigung fest?
    ***
    aus dem abstract: "The rate of global-mean temperature increase in the CMIP5 (ref. 3) archive over 40-year periods increases to 0.25 ± 0.05 °C (1σ) per decade by 2020, an average greater than peak rates of change during the previous one to two millennia"
    die post-normalen wissenschaftler kommen also zu einem anstieg von 0,25 ± 0.05 °C (1σ)...
    warum wird hier davon nichts geschrieben und welchen einfluss dies auf die qualität bzw aussagekraft der 'ergebnisse' hat?
    ***
    die post-normalen klimawissenschaftler berechneten in dieser studie, wie schnell sich die temperatur zwischen 1850 und 1930 veränderte und dann wurden diese änderungen mit proxidaten verglichen...
    warum wird hier nicht darüber geschrieben, das dies ein typische apfel-birne-vergleich ist? die verwendeten proxis lassen diesen vergleich NICHT zu, da diesen die benötigte auflösung fehlt (man beachte die fehlerbalken, wenn die proxis auf jahreswerte runtergebrochen werden).
  • Fundierte Wissenschaft vs. Panikmache vs. Negierung

    10.03.2015, Michael Metternich
    Das Problem bei der Klimaerwärmung ist: Nichts genaues weiß man nicht. Und wenn auch an der globalen Erwärmung inzwischen kein Zweifel mehr besteht, so gibt es doch die unterschiedlichsten Thesen über die Zeiträume, mögliche Benefits oder den Einfluß der Menschen auf die Veränderung.

    Und solange Vertreter von Wirtschaftsinteressen oder Anhänger der amerikanischen Tea-Party-Bewegung die globale Erwärmung überhaupt in Zweifel stellen, werden Fortschritte kaum zu erwarten sein.
  • Schade

    09.03.2015, Gerhard M. Buurman
    Diese Rezension beschreibt jenes ebenso falsche Ziel, zu dem sich die "Realisten" versteigen ... die Wahrheit liegt auch hier dazwischen. Eine Zeitschrift mit diesem Titel sollte sich gerade bei diesem Thema um eine ausgewogene Kritik bemühen.
  • Ägypten

    09.03.2015, Jürgen 56
    Die Vogelzäune in Ägypten sind sicher mehr als 700 KM lang.
    Größter Vogelzaun der Welt. Dagegen ist Zypern eine Kleinigkeit.
  • Zu den Vergewaltigungen

    09.03.2015, HB
    Mitochondriale DNA wird von der Mutter vererbt. Es hätte also eine Neandertalerin es Täterin bedurft. Und das ist im Tierreich und in der Kriminalstatistik eher selten. Ergo kann man davon ausgehen, dass es einvernehmlich war. Ist das nicht schön? ;)
  • Erratum

    08.03.2015, M. Luta
    Schöner Artikel. Leider ist beim Inhaltsstoff eine Silbe verloren gegangen. Er lautet richtig Glycyrrhizinsäure.
    Antwort der Redaktion:
    Vielen Dank für den Hinweis - wir haben den Fehler korrigiert.
  • Nicht nur Krampfanfaelle

    08.03.2015, Zlatan Becic
    Nachdem ich den Artikel gelesen habe, bin ich mir sicher, dass der Genuss von Lakritz auch Migraene ausloesen kann. Ich wollte es nur nicht wahrhaben, weil ich nicht auf meine geliebten Lakritze verzichten wollte.
  • Take only your impressions, leave only your footprints

    07.03.2015, Jutta Paulus
    Das ist das Motto, welches in den US-amerikanischen Nationalparks gilt. Auch wer bspw. eine Lizenz fürs Canyon-Rafting haben möchte, muss nachweisen, dass seine Gruppe nicht nur sämtlichen Müll, sondern selbstverständlich auch Exkremente wieder mitnimmt, um die empfindliche Umwelt nicht zu belasten. In manchen Parks wird streng geahndet, wenn jemand den vorgegebenen Pfad verlässt, bspw. im Arches National Park, da sonst die Kryptogamen, wichtiger Bestandteil des Ökosystems, geschädigt werden.
    Und das soll am Everest nicht möglich sein? Die Menschen zahlen Unsummen für das Erlebnis, den höchsten Berg der Erde zu besteigen, da kommt es auf eine Gebühr für den "Kacketräger" auch nicht mehr an, oder?
  • Anrüchiges Problem

    07.03.2015, Günther Bauer
    War es nicht Luis Trenker, der schon vor Jahrzehnten sagte, das Matterhorn sei zugeschissen?
  • Fazit zum lachen

    06.03.2015, Sven
    "Damit wird letztendlich die Geschlechtsidentität des Einzelnen der sinnvollste Parameter sein", resümiert Vilain. Mit anderen Worten: Wenn Sie wissen wollen, ob jemand männlich oder weiblich ist, scheint es das Beste zu sein, einfach nachzufragen. " - Ein Schelm wer jetzt schlechtes Dachte. Genau das bringt es auf den Punkt. Musste etwas lachen irgendwie, aber treffender konnte man den Text wirklich nicht treffen. Danke dafür, war sehr interessant :)

    MFG
  • Sibirische Methankrater

    06.03.2015, Dr. Manfred Bühner
    Die wahrscheinlichste Erklärung wird in Ihrem Artikel gar nicht genannt:
    Unter der Permafrost-Zone der Nordhalbkugel befinden sich riesige Schichten von Methanclathrat, einer sog. Käfigverbindung von Methan und Wasser. Sobald entweder der Druck fällt oder die Temperatur steigt, zersetzt sich dieses Methanhydrat, und gasförmiges Methan wird frei. Diese Freisetzung findet explosionsartig statt, da das Methan unter hohem Druck steht. Eine klassische Gasexplosion durch Verbrennung mit Sauerstoff findet dabei nicht statt, da das Methan so leicht ist, dass es in der Atmosphäre schnell steigt und keine Zeit hat, sich mit Luft ordentlich zu vermischen, was für eine Verbrennungs-Explosion nötig wäre.
    Das berühmteste Beispiel für derartige Methanfreisetzung ist das sogenannte Bermudadreieck. Die von dort berichteten "mysteriösen" Unfälle sind auf große Methanblasen zurückzuführen, die aus der Zersetzung des Methanclathrats stammen, das im Schelf vor der Küste der US-Bundesstaaten South Carolina und Georgia in ca. 200 m Tiefe liegt.
    Auch die russischen Methanvorkommen in Sibirien stammen ursprünglich aus Clathratschichten.
  • Hallo Herr Hage,

    06.03.2015, Gert Weigelt
    Dann schauen wir mal den neuen Experimenten am LHC in Genf gespannt entgegen. Wie diese auch immer ausgehen, eine "Faß" würde ich deshalb nicht aufmachen. Allerdings kann ich gern Alternativen anbieten, wenn die "CDM"-Hypothese einen "schweren Schlag" abbekommen sollte.
    Bis dahin viele Grüße und gespanntes gemeinsames Warten.