Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Humanismus!!!

    04.05.2014, Walter Weiss
    Vorab: Den Humanismus als 'Ersatzreligion' zu diffamieren, sollte auch einer jüngeren Rezensentin nicht unterlaufen. Gewiß: Religionen und Humanismus sind nichts Gottgewolltes, sondern allein menschliche Erfindungen (wie Demokratie mit Menschenrechten und einer unabhängigen Justiz), aber Religionen haben durchweg, wie die Geschichte bis zur jüngsten Geschichte und Gegenwart sattsam zeigt, im Ergebnis nur Krieg, Mord, Folter und Verklavung gebracht, von der Unterdrückung ganzer Volksteile - wie der Frauen - ganz zu schweigen. Dem Humanismus kann man 'weiß Gott' nichts dergleichen vorwerfen.

    Im Ergebnis macht die Rezensentin dem Autor einen einzigen Vorwurf, nämlich den, bei allem Positivismus keine Vorschläge zur Rettung der Menschheit zu bringen. Abgesehen davon, dass dies nicht der Titel des Buchs umfaßt, gibt es längst für die gegenwärtigen Hauptmaleste der Menschheit viele gute bis sehr gute Änderungs-Vorschläge. Deren Realisierung aber leider an dem extremen Egoismus bestimmter kleiner Gruppen scheitert, die es mit gewaltigen Mitteln und bestens ausgerüsteten Helfern, notfalls auch mit Gewalt, schaffen, die Politik der Staaten entweder offen selbst zu steuern oder lobbyistisch wesentlich zu beeinflussen. Die Verteilung der fast unerschöpflichen Mittel von unten nach oben im ganz großen Stil als Haupt- und Generalübel sollte endlich gestoppt werden...
  • Systematischer Rechenfehler?

    03.05.2014, Michael Jungnickl, Neunkirchen
    Ich würde eher auf einen systematischen Rechenfehler schließen, der bei beiden Experimenten (Myon und Elektron) auftritt.

    Möglich wäre:
    - Vernachlässigung des Impulsstoßes zwischen beiden Teilchen, wenn das Photon ausgetauscht wird. Das lenkt nicht nur das Myon oder Elektron ab, sondern auch das Proton gemäß dem Newtonschen Kraftgesetz.
    - Vernachlässigung eines masseabhängigen Terms in der Berechnung, der entgegen der Annahme doch nicht Null wird.

    Bitte klären Sie dies, bevor sie wieder solche spekulativen Artikel veröffentlichen.
  • Laktose erobert den Supermarkt

    29.04.2014, Enrico Guenther
    Vielleicht sollte eine Teilüberschrift lauten ,"Laktose erobert den Supermarkt'
    Man muss sich die Frage stellen ,WARUM heute Laktose in so vielen Lebensmitteln
    ist ?! Milchprodukte natürlich . Wurst warum ? Die Industrie gibt uns auch darauf plausible
    Antworten . Geschmack,Reifung und Wasserbindung ...es gibt Probleme
    zu bewältigen ...jaja. Warum hat dann die Leberwurst in unserer Jugend auch geschmeckt, die Salami war auch reif und getropft hat doch auch nichts ? War vielleicht das Ausgangsmaterial besser ? Kann es sein das Qualität Zeit brauchte ? War Schinken auch ohne Wasseranteil bezahlbar ?
    Wer Laktose in rauen Mengen untergejubelt bekommt , braucht sie über
    eine folgende Intoleranz nicht wundern . Auf diese Art erschuf sich die Industrie eine neue Zielgruppe. Ein neues Niveau ist erreicht ! Mahlzeit
  • Quantenmechanik und Quantenphysik

    29.04.2014, Jörg Storm
    Moinsen !
    Aus der Quantenmechanik kommen echte Ergebnisse (Beispiel: Erfindung Laser).
    Aus der Quantenphysik kommt nur Quatsch.
    Es wird zwar immer erzählt, was für sensationelle Ergbnisse die Quantenphysik einmal bringen wird - Ergebnisse sind hier aber nicht nur Mangelware, sondern schlicht und ergreifend nicht vorhanden. Und Meßfehler bzw. Fehlexperimente sind hier nur am Rande zu erwähnen: Besonders schön finde ich immer den Quantencomputer, der zwar alles mögliche und unmögliche können soll, bisher aber umgangssprachlich nur gleichzeitig ausrechnen kann, was 1+2 und was 2+3 ist. Leider kommen bei diesen selben -zugegebenermaßen schwierigen- Rechenaufgaben immer mal wieder unterschiedliche Ergebnisse heraus, was aber der Begeisterung dahingehend, daß diese falschen Ergebnisse immerhin gleichzeitig berechnet wurden, nicht im mindesten dämpft. Der Quantencomputer kann leider noch nicht sicher aussagen, daß 1 Apfel und 2 Birnen = 3 Obst und 2 Äpfel und 3 Birnen = 5 Obst sind. Und solange sind Quantencomputer und damit auch die Quantenphysik meiner Meinung nach eben Müll (egal ob 3 oder 5 Müll).
    Es sei denn, die Quantenphysiker/innen erfinden mal was, daß auch wirklich funktioniert - dann nehme ich diese Aussage gern zurück.

    Grüße Henri
  • geländegängig

    29.04.2014, Liane
    Sieht ganz so aus, als wäre das eine Option für ein Fortbewegungsgerät auf dem Mars - fragt sich nur, wo man bei so was die wissenschaftlichen Instrumente unterbringen könnte.....
  • Buch Empfehlung

    29.04.2014, Andrée Czjzek
    Ich empfehle allen Betroffenen und BITTE auch Ärzten das Buch 'Schilddrüsen-unterfunktion und Haschimoto anders behandeln' von Datis Kharrazian, einem Arzt, der darin die Stoffwechselwege im Körper, bei denen das normalerweise nicht absorbierte Gluten eine Rolle spielen kann, sehr verständlich und fachlich korrekt beschreibt.
    Das Buch sollte ein 'Muss' für Mediziner sein, denn es eröffnet neue Wege um die URSACHEN vieler klinischer Fälle zu identifizieren und vielen Menschen mit jahrelang ungeklärten Krankheitsbildern durch individuell passende Maßnahmen zu helfen. Das besondere dabei ist eben der Ansatz der 'funktionellen Medizin', die nach Ursachen sucht und eben nicht nur symptomatisch behandelt. Gluten kann dabei tatsächlich eine Rolle spielen, wenn andere Faktoren hinzukommen hilft in vielen Fällen eine Glutennfreie Diät tatsächlich.
    Bin selber betroffen und verzweifelt auf der Suche nach einem Mediziner, der in diesem Sinne arbeitet.
    Mit herzlichen Grüßen, und dem aufrichtigen Wunsch nach guter Besserung für alle Betroffenen,
    A. C.
  • Wärmequelle Heizplatte?

    28.04.2014, Sven E.
    Im Beitrag heißt es:
    "Allerdings ergaben die Experimente auch, dass sich die Wirbel auf der Seifenblase bevorzugt nahe der Pole bilden - was auf der Erde so nicht gilt."

    Da stellt sich mir die Frage, ob das nicht einfach an der Art der Wärmezufuhr auf der Heizplatte liegt.

    Schließlich heizt die Sonne die Erde ja nicht von einer durch den Äquator aufgespannten imaginären Fläche aus auf, sondern maximal immer in Äquatornähe und mit dem Kosinus des Sonnenzenitwinkels abnehmend an den übrigen Orten. Darüber hinaus variiert die Einstrahlintensität ja entsprechend der Erdrotation auch noch im 24-stündigen Tag-/Nachtzyklus.

    Mit freundlichen Grüßen,
    S.E.
  • Begrüßenswerte Entwicklung

    28.04.2014, Anna Schmitz, Tübingen
    Ist wirklich der Eurozentrismus im Speziellen der Grund für eine bisher eher eingeengte Sichtweise auf die Sprachfähigkeit oder eher die generelle Unwilligkeit des Menschen, einen eingetretenen Denkpfad wieder zu verlassen, eine liebgewonnene Hypothese aufzugeben und eine andere Perspektive einzunehmen? Der Unterschied zwischen dem Deutschen und der Neuguinea-Sprache Fore scheint mir nicht wirklich so frappant, wie es in dem Wildschwein-töten-Beispiel dargelegt wird. Auch im Deutschen kommt es vor, dass die Semantik als Teil der Grammatik wirkt. Man muss in dem Beispielsatz "Der Roman liebt den Archivar" nur die beiden maskulinen Substantive durch andere ersetzen, zum Beispiel "Das Buch liebt die Frau". In diesem Fall würden wir den Satz nicht als inhaltlich unsinnig erkennen, sondern automatisch "die Frau" als Subjekt ansehen, weil "lieben" nicht von einem unbelebten Ding ausgehen kann. Die Grammatik liefert in dem Fall keine Hilfe. Vielleicht bedeutet das Fore-Wort, das in dem Wildschwein-Beispiel mit "töten" übersetzt ist, eben nicht "töten im Allgemeinen", sondern speziell "töten durch einen Menschen". Wie würde denn ein Papua es ausdrücken, wenn ein Wildschwein etwas tötet? Und wie würde er im Satz "Der Lehrer tötet den Schüler" unterscheiden, wer Subjekt ist? Dies wäre analog zum Beispiel zu "Das Kind liebt die Frau". Auch hier liefert die Grammatik im Deutschen keine Hilfe bei der Deutung des Satzes. Auf jeden Fall halte ich es für eine begrüßenswerte Entwicklung, wenn auf Grund der dargestellten neuen Ansätze ein weiteres "Alleinstellungsmerkmal" des Menschen in Frage gestellt und die Entwicklung unserer Eigenschaften und Fähigkeiten aus Vorstufen im Tierreich einmal mehr untermauert wird.
  • Richtigstellung

    26.04.2014, Luc
    Soweit ich weiss, haben Sachsen-Anhalt und Sachsen auch mittlerweile die Rotwildbezirke ganz oder zumindest teilweise abgeschafft. Es macht ja schliesslich keinen Sinn, Wölfe frei laufen zu lassen und Rotwild einzusperren.
  • Sprachgrundlagen ganzheitlich erfassen

    25.04.2014, Paul Kalbhen, Gummersbach
    Beginnt nunmehr auch bei den Sprachwissenschaftlern die partikuläre Erbsenzählerei, indem sie nur die 'Hardware' des Sprachgeschehens betrachten, wie man es bei den Neurowissenschaftlern bezüglich der Gehirnvorgänge gewohnt ist. Zitat: "Menschen verarbeiten nicht qualitativ anders, sondern nur quantitativ" (im Vergleich zum Affen); fehlt nur noch die 'Erkenntnis', dass kein essentieller Unterschied zwischen Mensch und Tier besteht, sondern nur ein gradueller (vgl. SdW H. 4/11). Erfreulich für mich ist der konträre Artikel zur Linguistik "Sprachenvielfalt als natürliches Experiment" (S. 68), der ganzheitlich auch die 'Software' der Sprachgrundlagen erfasst, nämlich den geistigen Hintergrund - Zitat: "Ausnahmen von den Regeln, wie sie der menschliche Geist ... zu entwickeln scheint." Immerhin kristallisiert sich die menschliche Sprache nicht nur in der Literatur, sondern in der Kultur allgemein.
  • Alleinstellungsmerkmal der menschlichen Sprachfähigkeit

    25.04.2014, Jürgen Volkheimer, Brauweiler
    Ein wesentlicher Unterschied zwischen Mensch und Tier ist jedoch, dass jeder (geistig gesunde) Mensch - also auch die Einwohner von Papua-Neuguinea - in der Lage ist, eine Grammatik (wie die deutsche) zu verstehen und zu erlernen. Dem Schimpansen wird das nie gelingen, und dieser Unterschied muss ja irgendwo im Gehirn repräsentiert sein. Demnach gibt es sehr wohl eine Notwendigkeit von einem biologisch basierten Alleinstellungsmerkmal der menschlichen Sprachfähigkeit auszugehen, denn mit einer unterschiedlichen "Gedächtniskapazität" allein lässt sich das nicht erklären.
  • Ozonloch

    23.04.2014, Thorsten Kaluza, Bingen
    Sie schreiben, die Isolation der polaren Luft sei nicht Grund für das Ozonloch, allerdings mitverantwortlich für seine Erhaltung. Meines Wissens ist die Isolation der Luft im polaren Vortex doch [mitunter] einer der Hauptgründe für die Entstehung des Ozonlochs, da die isolierte Luft im Winter stärker diabatisch abkühlen kann, woraufhin sich polare Stratosphärenwolken bilden, in deren Lösungs- und Hydrattröpfchen heterogen katalytisch-ozonzerstörende Substanzen aus ihren Reservoirsubstanzen aktiviert werden. Die unterschiedliche Isolation ist ja auch der Grund für die unterschiedlichen Ausmaße der "Ozonlöcher" auf Nord- und Südhalbkugel.
    Antwort der Redaktion:

    Hier hätte ich in der Tat etwas deutlicher formulieren müssen: Die tiefen Temperaturen tragen natürlich dazu bei, dass Ozon abgebaut wird. Sie sind aber nicht der HAUPTgrund. Denn das sind und bleiben Substanzen wie die FCKW, die weiter in der Atmosphäre vorhanden sind. Ohne diesen Faktor herrschte kein Ozonmangel in diesem Ausmaß über der Antarktis.

    Daniel Lingenhöhl

  • Wirklich so neu?

    22.04.2014, Dr. J. Götz
    Bereits vor rund 30 Jahren sind mir Arbeiten von Fachkollegen bekannt, die aus akustischen, aber auch aus Druck- und Beschleunigungsignalen technischer Systeme - darunter Primärkreisläufe vom Kernreaktoren - Informationen zu gewinnen versucht haben, um auf diese Art und Weise herauszufinden, ob eine Pumpe normal läuft oder etwa ein Lager verschlissen und eine vorbeugende Reparatur angezeigt ist, und zwar mit Erfolg. Wir haben das damals als "Signal-Rausch-Analyse" bezeichnet. Insofern erscheint mir das, worüber hier berichtet wird, als Anwendung von im Grunde Bekanntem mit inzwischen besseren technischen Hilfsmitteln nun auch auf biologische Systeme. Also: was ist so berichtenswert daran?
  • Korrektur zu Mikrowellenhintergrund

    22.04.2014, Jens Kluge
    Stellenweise finde ich die Darstellung von Herrn Unzicker schon ziemlich überzogen. Ist mir schon klar, dass es sich so besser verkauft, als wenn man das Pro und Contra sorgfältig abwägt.
    Zum Beispiel die Supersymmetrie: Sie macht die präzise Voraussage, dass jedes bekannte Teilchen seinen SUSY-Partner hat, und das lässt sich im Prinzip auch nachprüfen. Da werden nicht einfach so willkürlich Parameter eingeführt.

    Übrigens passt ihm auch nicht, dass man inzwischen wahrscheinlich das Higgs-Teilchen gefunden hat, und deshalb postuliert er nun einfach so, man habe überhaupt nichts gefunden.

    Es ist auch nicht wirklich ein Problem, dass der kosmische Mikrowellenhintergrund ein Bezugssystem definiert. Das Machsche Prinzip ist lediglich ein Ausgangspunkt für Überlegungen, die zur allgemeinen Relativitätstheorie geführt haben, aber es wird durch die ART nicht bewiesen.

    Sicherlich sind manche Theorien wie die Stringtheorie arg spekulativ. Wissenschaftler nähren auch manchmal falsche Erwartungen, wie etwa, dass man ernsthaft vor den Urknall zurückrechnen könnte. Aber deshalb alles in einen Topf zu werfen und durch den Kakao zu ziehen, das halte ich für ziemlich dreist.

    Bei nochmaligem Durchlesen fällt mir auf, dass Sie in der Besprechung möglicherweise selbst sagen, dass Herr Unzicker hier über das Ziel hinausgeschossen sein könnte. In der Tat. Auch wenn es mit dem Machschen Prinzip nichts zu tun hat: der Mikrowellenhintergrund stellt kein Problem für die Relativitätstheorie dar (siehe auch hier: http://www.relativitätsprinzip.info/faq/cmb-ausgezeichnetes-inertialsystem.html). Wenn aber schon hier argumentativ geschlampt wurde, dann kann man nicht davon ausgehen, dass das Buch wirklich so hervorragend ausgearbeitet ist, wie am Anfang der Buchbesprechung behauptet.

    Da man davon ausgeht, dass in der Frühphase des Urknalls die Naturkräfte vereinheitlicht waren, war die Gravitationskonstante wohl nicht immer konstant. Sollte sie sich auch heute noch geringfügig ändern, ist ihre Änderung aber jedenfalls sehr, sehr klein. Die eventuelle Änderung muss nicht unbedingt ein Problem darstellen. Nämlich dann nicht, wenn sie so klein ist, dass sich dadurch effektiv nichts ändert. Wo genau soll hier das Problem liegen? Es wird für mich aus der Besprechung leider nicht deutlich, und dieses polemische Buch zu kaufen möchte ich mir gern ersparen.

  • Die Kreiszahl heißt "Pi"

    22.04.2014, Gebhard Melcher
    und nicht "n". Da ist wohl die Korrekturlesung danebengegangen ;-).
    Antwort der Redaktion:

    Keineswegs! Nur ist in der von uns verwendeten Schriftart der Querstrich, durch den sich das kleine griechische pi vom kleinen (lateinischen) n so unverkennbar unterscheidet, etwas kurz geraten, so dass man genau hinsehen muss. (Zu allem Überfluss läuft das rechte Bein unten nicht in einen krummen Fuß aus, wie man es irgendwie gewohnt ist, sondern ist gerade.) Nicht optimal, aber leider kurzfristig nicht zu ändern.

    Christoph Pöppe, Redaktion