Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Realitätsabgleich - Back to reality

    29.06.2015, Ernst Hagen
    Lassen Sie es mich anders formulieren: Katzen schaden aufgrund ihrer durch menschliche Zufütterung unnatürlich hohen Bestände dem Vogelbestand mancherorts empfindlich. Vor allem Bodenbrüter sind davon betroffen. Hier gibt es kein natürliches Räuber-Beute-Gleichgewicht, da Katzen im Zweifelsfall am heimischen Futternapf oder im Abfall von Menschen immer genug zu fressen finden. Die Schuld ist insoweit aber nicht beim Tier zu sehen, sondern vielmehr beim Menschen, zumal der Mensch sowieso für das Aussterben der meisten Arten verantwortlich ist (und nicht Katze, Hund und co.).
  • Stimmungsmache

    29.06.2015, Andreas Weik
    Tendenzioeser Artikel. Ich nehme mal an, der Autor besitzt keine Katzen. Ja, Katzen sind Jaeger. Ja, es gibt zu viele von ihnen. Deswegen stimmen die meisten Katzenhalter einer Kastration zu. Leider nicht alle. Und dann sind da noch die Animal Hoarder, denen man leider kaum bei kommt.

    Trotzdem jetzt hinzugehen und das moegliche Aussterben der weissgrau karierten Sumpfhuepfdohle (Name voellig frei erfunden, jede Aehnlichkeit mit tatsaechlich existierenden Singvoegeln ist nicht beabsichtigt) nur auf die Hauskatzen zu schieben, ist etwas sehr kurz gedacht.

    Voellig irrsinnig und geradezu laecherlich ist die Annahme, dass man Halter einer Freigaengerkatze, die ihr Leben nie etwas anderes kannte, dazu ueberreden zu koennen, ihren Liebling im Hause zu lassen, weil sie ja "ueberfahren werden koennte". Hier merkt man die voellige Realitaetsferne.

    Haben sie schon mal mit einer Freigaengerkatze gelebt, und ihr verweigert nach draussen zu gehen? Das ist fuer die Katze Folter. Ich moechte mal sehen, wie sie reagieren wuerden, wenn ich ihnen lebenslaenglich Hausarrest geben wuerde.

    Hier hilft nur weitere Aufklaerung, damit Katzen so schnell kastriert werden wie moeglich, damit sie sich nicht unkontrolliert vermehren koennen. Leider ist trifft dies bei den Messies und Animal Hoardern auf taube Ohren.

    Uebrigens, unsere Katzen bringen nur Ratten und Maeuse nach Hause. Sehr selten mal einen Vogel. Und dafuer haben wir uns ja urspruenglich mit den Katzen angefreundet, oder? Das sie die Unmengen an Ratten und Maeusen im Zaun halten.
  • Geist der Prohibition in der „Zeit“-Redaktion

    29.06.2015, O. Heine
    „Marihuana belastet die Umwelt“ heißt Ihr Aufreißer. Welchen neuen „Krieg“ gegen die Jahrtausende alte Kulturpflanze Hanf (Cannabis), aus der auch Marihuana gewonnen wird, startet Zeit Online alias spektrum.de hier eigentlich ?

    Wer sich ein wenig mit Landwirtschaft auskennt, weiß nämlich um die in Wahrheit bodenverbessernden Eigenschaften des Hanfanbaus, und dass die intensive Durchwurzelung des Hanfackers insbesondere auch positive Auswirkungen auf die Wasserführung des Bodens und die gesamte sogenannte Fruchtfolge hat.

    Dem Leser wird so suggeriert, dass das kalifornische Problem des Wassermangels dem „schlimmen Drogenanbau“ geschuldet ist. Das Problem wird so sehr vereinfacht und einseitig dargestellt und den Befürwortern der Prohibition gegen Cannabis nach dem Mund geredet. Aber das scheint wohl so gewollt: Auch der zeitgleich online zu findende Zeit-Artikel über Drogen allgemein, hier die Volkskrankheit Alkoholismus - „Die Gier nach dem ersten Schluck“ wird präsentiert ausgerechnet unter dem Logo eines Cannabisblattes …

    Liebe Zeit-Redaktion: Was soll dieser offensichtliche "Hass auf Hanf"?
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Heine,

    die Zeit-Redaktion hat hiermit nichts zu tun, sondern nur Spektrum der Wissenschaft.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Was ist die Alternative?

    29.06.2015, tk
    Weiterhin kriminalisieren und damit unregulierten oder ökologisch teuren Indoor-Anbau fördern? Wenn Cannabis endlich als Nutzpflanze behandelt werden würde, könnte man vernünftig planen und die Agrarpolitik abstimmen damit die Belastung für die Umwelt minimal gehalten werden kann.
    Und die Nachfrage ist da, war schon immer da und wird nicht verschwinden - da ist die einzige Option doch den Cannabisanbau in die Raum- und Umweltplanung einzubeziehen.
  • Wenn einem die Argumente ausgehen...

    28.06.2015, J Becker
    Dieser Artikel ist überflüssig und zeigt nur das Bedürfnis doch noch etwas Nachteiliges am Stoff zu finden. Mit der Legalisierung wären diese Einwände hinfällig. Dann könnte man gegen Mandeln und Eisbergsalat wettern. Der Spiesser sucht krampfhaft nach Bestätigung für seinen Irrglauben.
  • 3000 Liter pro Quadratmeter???

    28.06.2015, Karl Bihlmeier
    Da kommen Sumpfpflanzen mit weniger aus. Bergen (Norwegen) hat als regenreichste Stadt Europas nur 2500 Liter Regen bei knapp 250 Regentagen im ganzen JAHR.
  • Ein Glöckelein klein

    28.06.2015, Peter Friedrich
    Dem Kätzlein um den Hals gehängt, hilft es wirksam, eventuelle Beutetiere rechtzeitig zu warnen.
  • Das war doch alles reine Grunglagenforschung - manches mehr als 100 Jahre

    28.06.2015, Otto Albrecht
    "Grundlagenforschung in allen Ehren, aber die größten Auswirkungen hat Wissenschaft dort, wo ihre Anwendungen in den Alltag eingreifen."

    Entschuldigung, aber alle 10 genannten Felder waren lange, lange Zeit reine Grundlagenforschung (oder militaerisches Wunschdenken).
    Kein Wissenschaftler hat (so um 1850?) daran gedacht Fluessigkristalle in einer Anwendung zu verkaufen.

    Ohne Grundlagenforschung (Menschen die einfach neugierig sind und wissen wollen wie was funktionoiert - ohne an Geld denken zu muessen) gaebe es heute keine der 10 genannten Anwendungen.

    Natuerlich haben auch frueher schon viele Wissenschaftler ihre Ergebnisse "verkaufen" muessen um zu ueberleben (Goldmacher!) - genauso wie heute die Nanotechnologie als "applied research" verkauft wird haben auch die ersten Astronomen ihre Erkenntnisse als wichtig fuer die "Vorhersage der Zukunft oder Astrologie" verkaufen muessen. Beides ist und war Unsinn.
  • Geht nicht

    28.06.2015, Leonie
    Eine Katze, die Auslau gewohnt ist, kann nicht einfach "im Haus gehalten werden". Der Autor bekennt mit dieser Annahme sein Unwissen über Katzen.
    Sperrt man sie plötzlich ein, werden sie aggressiv und/oder depressiv, nutzen das Klo nicht mehr, sondern verteilen ihre Exkremente als Zeichen des Protests überall in der Wohnung, gerne auch im Bett der Halter.
    Ist ja auch verständlich: an ein Leben im Haus müssen Katzen von Geburt an gewöhnt sein - und selbst dann ist es immer noch eine Form der Tierquälerei.

    Dass Arten durch die Katzen gefährdet werden, kann bisher nicht nachgewiesen werden, wie sogar der Artikel zugibt! Warum also dann die Aufregung?
  • Zur Rezension des Buchs von Bernhard Kegel

    28.06.2015, Britta Sösemann
    ...vielen Dank für die interessante und außerordentlich gut informierende Rezension. Ein spannendes aktuelles Buch über die Viren gibt es allerdings schon: Karin Mölling, Die Supermacht des Lebens. Reisen in die erstaunliche Welt der Viren (2015).
  • Aber immer schön Hähnchen fressen.

    28.06.2015, G. M..
    Es werden jährlich um die 100 millionen Tonnen Schweine und ebensoviele Hühner in Deutschland gezüchtet, gemästet und dann getötet von Maschinen. Wie viele Tiere dass eigentlich sind, wahrscheinlich Milliarden! Die meisten dieser Tiere sehen nie das Tageslicht, die Geschwister mit falschem Geschlecht werden geschräddert und die anderen fressen Tiermehl.
    Das ist eine menschengemachte Hölle die im Gegensatz zu jagenden Katzen aud Profit immer perfider wird. Meine Katze bringt vielleicht fünf Vögel pro Jahr, wieviele Hühner fresst ihr? Ich keine.
  • Die böse Katze

    28.06.2015, Jörg Binder
    Immer wieder wird ein Sündenbock gesucht, der für ein "Problem" büßen soll. Das zum Beispiel durch den Straßenverkehr jährlich mehrere Millionen Vögel und hunderttausende andere Tiere in Deutschland ums Leben kommen, wird einfach hingenommen und keiner kommt auf die Idee den Straßenverkehr deshalb einzuschränken. Oder das die Landwirtschaft durch die Benutzung von Giften für einen flächendeckenden Ausrottung vieler Lebewesen verantwortlich ist, wird von uns akzeptiert. Aber die "böse" Katze wird jetzt verantwortlich gemacht und muss "bekämpft" werden. Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, als es noch sehr viele bäuerliche Betriebe gab und jeder Bauer duzende Katzen hatte. Niemand kam auf die Idee, das diese Katzen die Wildtierpopulationen negativ beeinträchtigen würden. Bevor wir Menschen wieder mal Unschuldige verurteilen, sollten wir uns mal an die eigene Nase fassen!
  • Vermutlich sind Katzen aber nur ein Teil des Gesamtproblems....

    28.06.2015, Rene Macon
    Ich habe im vergangen Jahr eine Hauskatze verscheucht, die hinter der Einhegung meines Gartenteichs eine meiner Europäischen Sumpfschildkröten aufgebracht hatte und offensichtlich mit den Pfoten traktierte. Europäische Sumpfschildkröten (Emys Orbicularis) sind autochton und stehen unter Naturschutz, Hauskatzen sind es nicht. Katzenhaltende Bekannte berichten, dass ihre Katze regelmäßig halbtote Zauneidechsen (!) mit nach Hause bringt.

    Der Gesetzgeber traut sich nicht an das Thema ran, weil Katzenhalter Wählerstimmen bedeuten. Ein sehr ähnliches Problem stellt sich mit Blick auf unsere Holzplantagen aka "Wälder". Nicht nur die intensive Holzwirtschaft sondern auch die Überflüllung mit "Wild" zur Belustigung der Jagdfreunde führt indirekt (Mangel an Kleinvegetation) und direkt (Wildschweine schätzen z.B. eiweißreiche Leckerlis wie Reptilien und Froschlurche als Nahrungsergänzung) zu Bedrohung gefährdeter und eigentlich naturgeschützter Arten.
  • Marihuana belastet die Umwelt

    27.06.2015, Axxim
    Ähm...nö!

    Marihuana belastet die Umwelt in keinster Weise, allenthalben der Anbau! ... und die Planze ist wie im ersten Beitrag schon erwähnt äußerst genügsam. Wer in Kalifornien Pflanzen indoor zieht, hat vielleicht die Pfanne heiß, wer weiß?

    Schädlich ist Marihuana für die Lunge, wenn man's raucht! Und für labile Menschen ist es auch nicht wirklich ein Bringer.

    Antwort an die Redaktion: dieser >>>

    http://politicalcalculations.blogspot.de/2015/04/is-marijuana-sucking-california-dry.html#.VY7hLGa7_sY

    Artikel bringt denn auch ein bißchen mehr Licht an diese "Studie"!!

  • Fragwürdige Zahlen

    27.06.2015, Jan
    Mindestens die Zahlen aus den USA sind mit deutlichen Fragezeichen zu versehen, wie schon die Zeit vor einigen Jahren in ihrer beliebten Rubrik "Stimmt's?" (die sich der kritischen Analyse von Großstadtlegenden widmet) herausgestrichen hat:

    http://www.zeit.de/2013/12/Stimmts-Katzen-Voegel

    Außer acht gelassen wird bei entsprechenden Studien ferner der Gesundheitszustand der erbeuteten Tiere. Dieser wäre jedoch sehr aufschlussreich: Denn Raubtiere (und da ist der Stubentiger, wie auch der von Jägerschaft und Naturschutzverbänden noch stärker dämonisierte wildernde Haushund keine Ausnahme) erbeuten in der Regel bereits geschwächte Tiere und tragen so zur Gesunderhaltung der Bestände bei. Weshalb ja auch Luchs, Wildkatze, Wolf und Co. zumindest von Naturschützern (weniger von den Jägern, die sie als Beutekonkurrenten sehen) willkommen geheißen werden.

    Zeit also, dieses Thema stärker unter einem wissenschaftlichen Blickwinkel und weniger auf der ideologischen Ebene zu betrachten.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Jan,

    ich habe zu diesem Thema schon ein ganzes Buchkapitel geschrieben:

    http://www.wiley-vch.de/publish/en/books/ISBN3-527-32866-1/short/?sID=294orism2r5ttsk56r2sfplkq4

    (Verzeihen Sie die Eigenwerbung)

    darin gehe ich ausführlich auf die Thematik ein. Ich werde demnächst einen größeren Artikel auf Spektrum.de zum Thema bringen und dabei auch genauer auf die Zahlen eingehen. Es mehren sich jedenfalls die Studien, die einen negativen Einfluss der Katzen feststellen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl