Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Brontosaurus?

    08.04.2015, Paul R. Woods
    Darf ich zum Thema das Buch "My beloved Brontosaurus" erschienen bei "Scientific American" empfehlen?
  • Ärzte und Frühchen oder Passanten und Überwachungskameras

    08.04.2015, Gurtmann
    Immer wieder werden solche tatsächlich oder angeblich Dinge entwickelt für einen spezifischen medizinischen Nutzen.

    Leider findet die Massenanwendung leider regelmäßig auf ganz anderen gebieten statt. Das hier beschriebene Instrumentarium ist wie geschaffen zum Einsatz bei ahnungslosen Passanten, z.B. auf Flughäfen, in Einkaufszentren und sogar öffentlichem Nahverkehr.

    Ob es sich durch Gesichtscreme irritieren lässt?
  • Was steckt hinter der Begehrlichkeit/Anfrage?

    08.04.2015, ricardicus
    Weshalb befürworten einige durchaus gut ausgebildete Wissenschaftler das "Eleganz-genügt-Prinzip"? Ich finde, diese Frage muss beantwortet werden, weil sonst unverständlich bleibt, wohin diese Anfrage eigentlich zielt.

    So wie ich den Artikel gelesen habe, sind das Leute, die vor allem im Kontext der Stringtheorie arbeiten, Theoretiker, die eine große Begeisterungsfähigkeit für mathematische Eleganz entwickelt haben. Begeisterung ist ein sehr starker Aktivierungsfaktor für geistige Prozesse und beeinflusst auch ganz natürlich ihre Wertung im Individuum. Diese Kollegen haben große Gedanken gefunden, die viel erklären (würden, wenn sie denn überprüfbar wären). Im Grunde sind die Leute es leid, angesichts ihrer Freude und Begeisterung für ihre intelligenten und weitsichtigen, mathematisch gestützten Visionen, immer wieder die Frage nach der Nachprüfbarkeit zu hören, insbesondere wenn deren prinzipielle Möglichkeit sowieso in Frage stehen könnte.

    Mein Vorschlag wäre, einen gut dotierten und ehrenhaften Preis für die eleganteste in sich schlüssige Theorie auszuloben und bei der Vergabe das Kriterium der Nachprüfbarkeit ganz bewusst hintan zu stellen.

    Ich schlage das ohne jeden Zynismus vor. Die geistigen Leistungen, die zum Gewinn des Preises notwendig sind, müssten von der Wissenschaftlergemeinde als ideenreich und gedanklich weiterführend anerkannt werden. Und in der Tat gab und gibt es in der Mathematik oft genug Entwicklungen, deren Anwendbarkeit sich erst viel später an ganz ungeahnter Stelle verwirklichte. Warum nicht eine Art Fields-Medaille für theoretische Kosmologie und angrenzende Gebiete schaffen?
    Ich glaube, das würde Sprengstoff aus der Motivation hinter der Debatte nehmen.....
  • Kein logischer Weg von Daten zur Theorie

    08.04.2015, Uwe Springfeld
    String-Theorie, parallele Universen und auch die Suche nach der dunklen Materie haben ein bekanntes Dilemma in der Physik deutlich gemacht: es gibt keinen logischen Weg von empirisch erhobenen Daten hin zu einer zwangsläufig richtigen Theorie. (http://ebooknews-press.com/produkt/finstere-wahrheit/) Das Poppersche Kriterum der Falsifizierbarkeit von Theorien ist angesichts der Kosten moderner Experimentalanlagen (z.B. den LHC am CERN in Genf) tatsächlich obsolet geworden. Heute betachtet man Theorien oft als wahr, wenn sie bestätigt sind - will sagen, wenn sie im Alltag funktionieren. Es darf aber bezweifelt werden, ob das ein hinreichendes Kriterum darstellt. Wissenschaftlicher Kreativität läuft es allemal zuwider. Eine Lösung des Dilemmas ist heute nicht in Sicht.
  • Eulerian Video Magnification

    08.04.2015, Edgar Loser
    in folgendem Video ist sehr anschaulich und beeindruckend beschrieben, wie man Videosignale verstärken kann um (fast) unsichtbares sichtbar zu machen:
    https://www.youtube.com/watch?v=ONZcjs1Pjmk
    Auch Puls und Atmung von Frühgeborenen wird damit erkennbar.
    Antwort der Redaktion:

    Vielen Dank für den Hinweis auf das interessante Video!
    Red/jd

  • Frage zur Evolution

    08.04.2015, besorgter luca
    Wie ist denn nun das Leben entstanden? Ich stelle mir immer mehr diese Frage. Ich bin kein Gläubiger Mensch, aber irgendwie kommt es mir so vor, als wolle die Wissenschaft, dass man nur daran glauben muss das irgendwie schon so gekommen ist. Weder das Miller Experiment noch andere können diesbezüglich eine zufriedenstellende Antwort liefern. Wie, die Wissenschaft schafft es anscheinend den Anfang allen Seins erklären zu können, und scheitert (bisher) an einfache Chemie? Den etwas anderes war wohl die Evolution nicht. Wieviel Zeit muss vergehen?
  • Lsd

    07.04.2015, maya
    Es tut mir sehr leid, aber ich habe das erste mal 1993 Lsd genommen. Ich war zwar erst 16, habe mich aber tatsächlich zwei Jahre lang vorbereitet, Lsd kundige interviewt ufm. Seit 1993 habe ich nie einen getroffen, gesehen, erlebt, der hängen geblieben ist. Stattdessen sah ich Menschen am Alkohol, Zigaretten oder einfach schlecht gepannschten Mist wie Heroin und ähnliches untergehen.
    Die meisten Todesfälle und gesundheitlichen Langzeitschaden (psychisch und physisch) tauchten tatsächlich bei den Usern von Alkohol und Tabak auf.

    Also, sorry, tödlich und tatsächlich Hirneinschraenkend und eher sexuell diseases fördernt der liebe Alkohol.

    Ich lade gerne jeden mal nach Berlin ein, um live zu sehen, wieviel kaputte der scheisse frönen und dahinsiechen.
    Danach zeige ich gerne gesunde, fitte und fröhliche Lsd Kenner.

    Am besten einfach blind glauben, dass Lsd seeehr gefährlich ist aber vielleicht sollte man auch mal im kkh nachsehen, wo die Langzeitalkoholiker auf den Stationen sind...und dort wo raucherbeine abgeschnitten werden und dann mal sehen wer in geschlossenen psychatrien so ist...

  • Rückfall in die vor-Gallileische Zeit

    07.04.2015, eichelhäher
    Ich habe mich beim Lesen dieses Artikels an die Szene aus "Das Leben des Gallileo Gallileii" erinnert gefühlt, in der die päpstlichen Philosophen den Blick durch das auf die Jupitermonde gerichtete Fernrohr verweigerten. Die bis dahin gängige Methodik, dass es allein aus philosophischen Überlegungen heraus keine Himmelskörper geben KANN, die andere Körper als die Erde umkreisen, machte für sie den Blick durch das Fernrohr überflüssig.
    Eine neue naturwissenschaftliche Hypothese (diesen Begriff ziehe ich hier "Theorie" vor) sollte Erklärungen für Beobachtungen bieten, die andere bisher nicht leisten. Dann wird sie Kandidat für eine Theorie. Wenn die String-Theorie (bisher) keine neuen Erklärungen liefern kann, hat sie (bisher) die Einordnung als naturwissenschaftliche Theorie nicht verdient.
  • 3. Das dritte glas ist nicht voll, es ist ca 1/6 leer..

    07.04.2015, Otto
    ...so ist eure Ansicht der dinge...


    man sollte nicht vergessen dass die Wissenschaft einst verfolgt wurde, nun verfolgt man "minderwertigere" Ansichten, halbwegs anständig und begründet, bloß dem Menschen nicht begreifbar/ergreifbar - ? ich selbst bin noch kein verifizierter Wissenschaftler, mich treibt eher die Liebe zur Wissenschaft (Philosophie) aber wie soll man zukunftweisende Umbrüche bringen wenn man sich doch nur immer im Kreis bewegt. Ich finde sogar es sollten weitaus mehr Diszipline daran beteiligt sein. Und da gebe ich euch etwas recht und lehne mich etwas weiter aus dem Fenster, denn 2 Parteien sind nicht wissnschaftlich genug, eine war es noch halb sowenig. Es sollten mehr Disziplinen daran teilnehmen, wenn es darum geht "[...] zu wissen was die Welt im innersten zusammenhält.[...]
  • Wir müssen die Anforderungen hoch halten!

    07.04.2015, Devalis
    Also ich muss dem Autor des Artikels zustimmen. Wir sollten ganz klar bei den Theorien unterschieden und trennen. Und alleine der Versuch, in den wissenschaftlichen Kontext etwas einzubringen wie "Die Theorie ist so schön, das genügt" ist ein Stich in das Herz jeden echten Wissenschaftlers.
    War es nicht immer DAS was uns ausgemacht hat? Wir hatten BEWEISE! Entgegen aller Philosophie und Religion konnten wir in der Wissenschaft Fakten vorweisen. Zahlen die belegen oder wiederlegen. Aber zumindest feste Zahlen die überall gleich sind. Egal ob ich den Versuch in Berlin oder in Honkong mache. Und das dürfen wir unter keinen Umständen aufgeben. Weil ohne diese Beweise, ist die Wissenschaft nicht glaubwürdiger als Religion.
    Mag sein das wir dann vieles in die Kategorie "noch nicht überprüfbar" schieben müssen. Aber lieber diese Kategorie schaffen, als die Orbitaltheorie und die Evolutionstheorie auf eine Stufe mit der String Theorie zu stellen.
  • Simpel statt kompliziert

    07.04.2015, ThommyHobbes
    Wozu neue Maßstäbe vorschlagen? Es ist doch so simpel: Was nicht empirisch belegbar ist, muss halt mathematisch-logisch bewiesen werden. Alles was diese Vorraussetzung nicht erfüllt, kann man getrost unter Metaphysik packen. Falls man noch keine Belege hat, ist es halt eine unbestätigte Theorie.
    Nach DER Argumentation könnte man sich ohne weiteres auf "Gott-Argumentationen" stützen. Gläubige, Priester etc. finden ihre eigenen Gerüste auch sehr schlüssig und im richtigen Gewand kann man sogar eine wissenschaftlich nicht widerlegbare Gott-Theorie finden.
  • Fragwürdige Idee ´Multiversum/Blockuniversum´

    07.04.2015, Kinseher Richard
    Die Idee eines Multiversums, bei dem von Anfang an sämtliche möglichen Zustände gleichzeitig existieren und man jeweils von Universum zu Universum ploppt - ist extem fragwürdig. Denn diese Idee setzt extrem gute Planung voraus, und - dass zusätzlich kontinuierlich die Identitäts-Information mit weitergegeben wird, welche Bestandteile zu einem Objekt zusammen gehören. Wenn aber Zusammengehörigkeits-Informationen weitergegeben werden müssen, dann existieren die einzelnen Universen nicht mehr unabhängig voneinander - das ist ein Widerspruch in sich.

    Ich denke, viele Probleme der Physik ließen sich lösen, wenn man endlich versuchen würde, eine Definition für das Wesen der ZEIT zu erstellen.
    Bisher nutzt man einseitig nur die Idee der Zeit-Dauer - und diese Idee ist für viele Berechnungen recht praktisch und brauchbar. Aber was ZEIT genau ist, darsauf ist die Physik bisher jede Anwort schuldig geblieben - und das, obwohl ZEIT eine der wichtigsten Größen in der Physik ist.
    Das Wesen der Zeit wird bisher systematisch ignoriert. Ich schlage vor, das Wesen der Zeit als Energiemenge/-differenz zu beschreiben (Kurzfassung siehe bei DOI: 10.5281/zenodo.15483).
    Stimmt diese Idee, dann hat die Physik ein Problem: Weil es außer der sich dauernden ändernden Gegenwart nichts gibt - dann fällt z.B. die vierte Dimension weg. Wenn Zeit keine Dimension mehr ist, was ist dann ´Raumzeit´?

    Geht man davon aus, dass nur die Gegenwart als sich dauernd ändernder Übergangszustand existiert, dann wäre damit auch das Problem der ´Existenzerhaltung´ (einzelne Objekte bleiben bestehen) wie auch die Möglichkeit des ´Identitätswechsels´ gelöst (gleiche Identität trotz dauernder Veränderung).
  • Es gibt keine wahre Theorie

    07.04.2015, Richard Herrmann
    Bisher sind alle Theorien an der Praxis gescheitert. Klassische Mechanik wurde durch Quantenmechanik abgelöst, diese wurde durch Quantenfeldtheorie abgelöst, diese wird durch... usw. Insofern hat jede Theorie eine begrenzte Lebensdauer. In der Physik des 23. Jahrhunderts wird die Stringtheorie womöglich nur eine Marginalie der Geschichte sein. Und trotzdem ist keine dieser Theorien falsch. Es ist alles eine Frage des Geltungsbereichs und der subjektiven Beurteilung: Wann bin ICH, der Fragesteller, mit einem Ergebnis zufrieden?
  • Multiversen

    07.04.2015, Leser
    Multiversen ergeben sich zwangsläufig aus einigen Versionen der Theorie der Inflation, und diese Theorien sind auch falsifizierbar. Nicht jede Aussage einer Theorie müssen falsifizierbar sein, die Theorie muss es sein.

    Schon Newtons Gravitationstheorie macht Aussagen über die Bahn von Planeten in Galaxien *heute*, deren Licht und erst in Milliarden Jahren erreichen wird - und Newton hatte noch nicht einmal ein Konzept einer Galaxis oder vom Alter des Universums. Er hätte natürlich sein Gravitationsgesetz explizit auf des Sonnensystem beschränken können. Dass er es nicht tat, lag daran, dass er die Theorie wir sie war als, genau, "ausreichend elegant und aussagekräftig" empfand.
  • Das könnte ein Eigentor werden...

    07.04.2015, ART
    Der Versuch, bestimmte theoretische Modelle durch Umdefinieren der notwendigen Ansprüche an eine Wissenschaftlichkeit zu adeln, könnte nach hinten losgehen. Der Artikel führt eben jene Modelle an, die in mir seit zwei Jahrzehnten stets Zweifel und Schauer wecken - über die beteiligten Wissenschaftler. Genau so lang vergleiche ich die Situation in der Kosmologie mit der vor über hundert Jahren, als in der (Astro-)Physik nur noch dieses Problem mit der Lichtgeschwindigkeit bestand und zu allerlei spekulativen, letztendlich aber in die Irre führenden Modellen führte. Statt immer neue Ideen jenseits einer praktischen Überprüfbarkeit zu entwickeln, muss man das Bestehende endlich kritisch hinterfragen. So würde ich das potenzielle Eigentor der Befürworter einer "neuen" Wissenschaftlichkeit begrüßen, wenn hierdurch - nicht nur ihre - "Theorien" mit scheinbarem Erklärungsvermögen aufgrund einer Beliebigkeit ihrer Parameter als eigentlich unwissenschaftliche Spekulation abgelehnt würden, um so endlich den Blick auf das Problem frei zu machen. Damit meine ich nicht, dass man solche "Theorien" aus der Debatte ausschließen soll - als Ansätze für Ideen sind sie durchaus brauchbar - sondern ihnen offiziell einen anderen Status erteilt, damit nicht der Eindruck entsteht, mit ihnen wäre die Problemlage bereits gelöst worden.