Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Tornados in Deutschland?

    07.05.2015, FKassekert
    ganz neu. Hier heissen die Dinger Windhosen ... Tornados gibts nur in Nordamerika!
    Aber da ja TTIP ansteht, werden wir langsam drauf eingeschossen?
  • Oh je... immer schoen, wenn...

    06.05.2015, Andreas Weik
    ... sich Wissenschaftler auf etwas einlassen, was sie so gar nicht verstehen. Metal ist z.B. mit einem Haufen Untergruppen ueberhaupt nicht langweilig. Und was Bon Jovi und Konsorten gemacht haben, war allerhoechstens AOR (auch "Hairspray-Rock" genannt) und hatte mit Metal aber so wirklich gar nichts am Hut.

    Uebrigens... Rap gibt es schon seit Ende der 70er, wenn auch nicht so populaer wie ab den Neunzigern. Und ja, Synthesizermusik war schon in den 70ern sehr populaer und nicht erst seit den 80ern. Man erinnere sich nur an die zig europaeischen Bands und Musikern aus diesem Genre wie Kraftwerk, Tangerine Dream, Jean Michel Jarre und viele andere.

    Na ja, vielleicht sollte man doch bei dem bleiben, was man am besten kann... ;)
    Antwort der Redaktion:
    Hallo Musikfreund,

    stimmt schon, eine Bezeichnung musste hier präzisiert werden: Am ehesten möchten die Forscher hier so etwas wie den Glam-Metal der 80er als langweilig bezeichnet sehen (und bitte jetzt keine Diskussion über die subtilen Unterschiede zum "Hair(spray)-Rock", da hört dann doch keiner mehr zu! ;-))

    Ein wenig in Schutz nehmen will ich die Forscher aber (trotz ihrer Hip-Hop-Vorliebe): Sie haben tatsächlich ja nicht aufgezählt, wann die allerersten Rap oder Synth-Stücke aufkamen, sondern wann diese Stlrichtungen sich großflächig und mit einigem Einfluss in den Billboard-Charts (Mainstream!) niedergeschlagen hatten.

    Grüße an alle,
    Jan Osterkamp (Redaktion Spektrum.de)
  • Physik für echte Frauen

    06.05.2015, Jana Jansen
    Also, Messer schleifen und leuchtende Eiswürfel machen sind doch wohl Themen für echte Frauen!

    Dämlicher Titel. Aber das Buch klingt gut.
  • Meinung: Mit Transparenz gegen Misstrauen

    05.05.2015, Anja
    Tierversuche - so hat er gedacht
    hat der Doktorvater auch schon gemacht.
    Eingetretene Pfade, die er schon kennt.
    Ob man sowas Fortschritt nennt?
  • Sehr interessant, aber leider selbstwidersprüchlich

    04.05.2015, Armin Jensch
    Diese zwei Aussagen finden sich im Artikel:
    * Alle Bananenpflanzen, egal auf welchem Erdteil sie wachsen, sind genetisch identisch.
    * Kleinbauern pflanzen verschiedene Bananensorten und Getreide an.

    Verschiedene Sorten identischer Bananen ?!? Ich fühle mich verschaukelt. Was stimmt denn nun?

    PS. Die nicht verfügbaren Bananen werde auch ich nicht kaufen. Leider.
  • Selbst "Echte Männer" finden den Titel sehr merkwürdig

    04.05.2015, Hannes
    Sehr geehrte Redaktion,

    ich kann Susis Bedenken gut verstehen. Dass der Buchtitel, zumal mit Muskeln und Auto graphisch unterstützt, auch nur einen Hauch Ironie enthält, ist auch für mich nicht ersichtlich. Vielmehr werden allerplatteste Klischees reproduziert und auch ich kann dieses Buch meiner physikbegeisterten Tochter wohl leider kaum zumuten - schade.

    Ich muss Sie zudem darauf hinweisen, dass die Meinung der Rezensentin gegen die einer Leserin auszuspielen kein geeigneter Stil ist, mit kritischen Kommentaren umzugehen. Kritik an einem von Ihnen Rezensierten Buch ist keine (persönliche) Kritik an Ihnen. Erstaunlich unprofessionell, dass Sie das so trifft.
    Gute Kenntnisse von physikalischer Populärkultur und selbst Frausein geben ihrer Mitarbeiterin außerdem nicht notwendigerweise höhere Autorität in Fragen der angemessenen Darstellung von Geschlechtsidentitäten - das Thema ist komplex und noch immer nicht hinreichend erforscht.

    Ich muss Sie wohl kaum darauf hinweisen, dass Diskrimminierungen aufgrund des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung nach wie vor ein brisantes gesellschaftliches Thema sind, dem man auch nicht entgeht, wenn man hauptsächlich über wissenschaftliches schreibt - gerade in den Naturwissenschaften führt die ständige "natürlich-total-witzig-gemeinte" explizite Wiederholung dieser ganzen dummen Sprüche zu schokierenden impliziten Grundannahmen darüber, wer was kann, darf oder angeblich will. Die wenigsten dieser Schenkelklopfer haben böse Intentionen - und doch sind sie latent sehr problematisch. Sexismus ist uns allen auf die eine oder andere Art leider ansozialisiert worden und kann nur durch stetige Selbstreflektion und Kritik von außen angegangen werden. Dass sie Susis Kommentar als insgesamt persönlich beleidigend auffassen, kann ich daher nicht nachvollziehen.

    Ich hoffe, ich konnte meine Bedenken halbwegs verständlich darlegen.
    über einen reflektierteren Umgang mit derartigen Themen würde Ich mich in Zukunft sehr freuen. Vielen Dank!

    MfG,

    Hannes B.
  • Kanarische Bananen...

    04.05.2015, oannes
    Was ist mit der kanarischen Banane?
    Kleiner als solche, die wir im Supermarkt kaufen können - aber schmackhafter.
    Ist die genetisch identisch mit der Cavendish?
  • "Auf Honigbienen .... dagegen keinen negativen Einfluss zu haben"

    04.05.2015, H. Müller
    Langzeitversuche haben es erwiesen: Neonicotinoide HABEN negativen Einfluss auf Honigbienen. Auch schon hier zu lesen bei Spektrum. Studie von Henry, z. B., Avignon.

    Wundere mich, wie die Forscher hier bei einem Laborversuch zum gegenteiligen Schluss kommen, bzw. wie dieser Schluss hier kommuniziert wird.

    Die Biene als Bioindikator sollte weiter die größte Rolle spielen. Warum? Die Biene hat eine nennenswerte Lobby, 80 000 Imker in Deutschland, während Hummeln, deren Haltung, Zucht und die Forschung daran, eher einer Handvoll Auserlesener vorbehalten sind.

    Folge: Entgegen der Artikelmeinung könnten gerade deshalb Gefahren übersehen werden. Problem weiterhin: Studien an Hummeln finden quasi als Laborversuch statt (Zelte, Gewächshäuser... das scheint sie attraktiv zu machen, neben ihrer Sanftmütigkeit), bilden eher nicht, wie der Bienenstock des Imkers, das *Feld* ab (zumindest sind mir Feldversuche bei Hummeln nicht bekannt).
  • Einschätzung so nicht nachvollziehbar

    04.05.2015, Dr. Thomas Hartung
    Als historisch sehr interessierter Mensch quäle ich mich ein wenig durch dieses Buch. Ja, es liest sich abschnittsweise interessant. Dann wieder kommt eine Aneinanderreihung von Geschichten, die oft ohne sie zueinander in eine Zeitlinie oder einen Entwicklungsstrang oder in einen wirklichen, mehr als oberflächlichen Vergleich der spezifischen Umstände zueinander in ein Verhältnis zu setzen, aneinander gereiht werden. So misslingt der "große Wurf" und es bleiben einige meist unzusammenhängend aneinandergereihte historische Anekdoten.

    Dabei erschwert das oft fast übergangslose Springen zwischen den Ländern und Zeiten nicht nur die historische Einordnung bestimmter Ereignisse, es macht, weil auf die Darstellung der Begleitumstände meist völlig verzichtet wird, dem Leser eine bleibende Schlussfolgerung aus einem gelesenen Kapitel ausgesprochen schwer. Blitzt dann tatsächlich mal ein völlig neues, interessanteres Detail aus den Geschichten auf, bleibt es oft bei einer unerklärten Erwähnung.

    Gerade das hier als "mit Gewinn zu lesende" bezeichnete Kapitel über Rekrutierung und Fahnenflucht ist hierfür ein gutes Beispiel. Es findet sich tatsächlich eine zeitweise ermüdende Aufzählung von Geschichten, ohne dass die sich dem Leser aufdrängenden Fragen nach Entwicklungen und Gesetzmäßigkeiten tatsächlich thematisiert oder gar beantwortet würden.

    Zusammenfassend sei gesagt, dass dieses Buch gut geeignet ist, sich hin und wieder eine gruselige Geschichte aus historischen Kriegen zu Gemüte zu führen. Ein historische Erkenntnisse herleitendes und diese vermittelndes Werk ist es aber nicht.

    Dennoch lese ich es selbstverständlich bis zum Ende, nicht nur weil der Schreibstil trotz allem relativ angenehm ist, sondern auch, weil es Anregung gibt, sich mit diesem oder jenem Ereignis näher zu befassen. Es vermittelt also zunächst Anregung und dann nachrangig und nur eingeschränkt Erkenntnis.
  • Physik für echte Männer

    03.05.2015, Susi
    Das Buch lässt wissen, dass Physik nur für Männer ist, was der Autor auch im Vorwort sagt. So einen frauenverachtenden Mann lässt man auf Schüler los - das hat mich davon abgehalten, das Buch zu kaufen.

    Schade, es wäre für alle Wissenschaftsinteressierten interessant - solange das Buch nicht eingestampft wird und einen neuen Titel bekommt kaufe ich es sicher nicht :-(
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrte Frau Susi,

    im Buchtitel schwingt Selbstironie mit, er ist ein Spaß. Es tut gewiss nicht not, dem Autor deshalb Frauenverachtung zu unterstellen (zumal das eine sehr harte, persönliche Beschuldigung ist). Die Rezensentin konnte keinerlei frauenfeindliche Töne in dem Werk ausmachen. Über das Vorwort schreibt sie auf meine Nachfrage hin, der Autor lege hier dar, er habe Themen zusammengestellt, die ihn persönlich interessieren - und deshalb sei ein eher männerspezifisches Buch herausgekommen. Auch daran können weder die Rezensentin noch ich etwas Frauenverachtendes erkennen.

    Mit freundlichem Gruß
    Frank Schubert
  • Weitere unsinnige Versuche an Tieren

    03.05.2015, phellange
    um Forschungsgelder zu kassieren für Erkenntnisse die sich am Ende sowieso nicht 1:1 auf den Menschen übertragen lassen. In so einen blödsinn werden Gelder investiert.
  • ... es ist die Tat

    03.05.2015, Hans Bibera
    Ich verstehe nicht, wieso es einer solchen Abhandlung aus der philosophischen Ecke bedarf. Denn philosophisch gesehen ist es immer die Tat, das Handwerk, die/das schlussendlich die Welt umgestaltet. Was wäre das Mundwerk ohne die Tat. Auch wenn sie meist auf die Vorsage des Mundwerks hin passiert, so ist sie immer noch das entscheidend Wirksame.
  • Kleinst-Satelliten doch ein geringeres Problem ! Antwort an Herrn Schiller

    02.05.2015, Klaus Schilling
    Die Space Debris Thematik muß man natürlich ernst nehmen und auch die Klein-Satelliten müssen sich selbverständlich an die UNO-Vorschriften mit einer auf 25 Jahren begrenzten Orbit-Aufenthaltsdauer halten ! Hier ist das Problem dass noch nicht alle Raumfahrt betreibende Länder diese UNO-Richtlinie unterzeichnet haben, was jedoch für Deutschland der Fall ist und damit muß sich jeder deutsche Satellit daran halten.

    Nun aber um die Kirche im Dorf zu lassen: es werden gegenwärtig über 27 000 menschengemachte Objekte über 10 cm im Orbit verfolgt (tote Satelliten, Raketenoberstufen, etc.). Wenn nun Zusammenstöße zwischen "Normal-Satelliten" passieren, wie 2009 bei der Kollission von Iridium-33 und COSMOS-2251, oder wenn Raketenoberstufen mit ihrem Resttreibstoff explodieren, dann werden mehrere Tausend Kleinst-Satelliten-große Teilchen freigesetzt. Insofern gibt es hier größere Probleme zu lösen als die begrenzte Zahl von Kleinst-Satelliten einzuschränken. Das aktuelle Hauptproblem ist das Anwachsen der Masse im Orbit, dazu liefern die Pico-Satelliten jedoch nur einen marginalen Beitrag. Dennoch wird die Space Debris Problematik hier sehr ernst genommen.
    Bei den Kleinst-Satelliten sind aktuell verschiedene Möglichkeiten der Abbremsflächenvergrößerung -und damit eine Verringerung der Lebensdauer- in Erprobung. Für uns ist ein wichtiger Grund für die Realisierung der Elektroantriebe auf UWE-4, dass damit dann auch die hier mögliche Bahnkontrolle genutzt werden kann, um gezielt in geeignete Absturzorbits einschiessen zu können.
    Übrigens beschäftigen wir uns in Würzburg auch mit robotischem SpaceDebris-Entfernen im Rahmen der DEOS-Szenarien und haben hier Robotik-Simulatoren für die Sensorik zum sicheren Annähern und Andocken eines Service-Raumfahrzeugs im Einsatz.
    Hinsichtlich der von Ihnen angesprochenen Funkfrequenzen muß eine Koordination und Genehmigung von Seiten der ITU eingeholt werden. Die Situation ist eher so, dass die Satelliten unter Störungen unkoordinierter irdischer Sender leiden (wie aktuell gerade im UHF-Bereich), während die andere Richtung der Genehmigung von Funkfrequenzen für Satelliten sehr strikt reguliert ist.

    Also zusammenfassend : Ja diese Thematik des Space Debris ist sehr wichtig, aber gerade bei den Kleinst-Satelliten ist hier ein sehr ausgeprägtes Bewußtsein dafür zu finden.
  • Algenblüten

    01.05.2015, Dr. Gert Latzel
    Die Algen sind keine Blütenpflanzen und daher können sie auch keine Blüten bilden. Es gibt zwar den Begriff "Algenblüte", wenn sich Algen in Seen oder Meeren auf Grund von z.B. nährstoffreichen Gewässern (v.a. Phosphor und Stickstoff) und vorteilhaften klimatischen Bedingungen sehr stark vermehren. Dabei können auch giftige Stoffe ins Wasser abgegeben werden, so dass das Baden in diesen Gewässern gesundheitlich schädigend sein kann (siehe Wikipedia Algenblüte). Die Erscheinungen der "Algenblüte" gehören zu den bekannten Eutrophierungserscheinungen von Gewässern. Da im botanischen Sprachgebrauch die Blüten den Blütenpflanzen vorbehalten sind, sollte man lieber von "Algenblüte" als Pluralwort ausgehen, um nicht vorzugaukeln, dass Algen blühen könnten. Dazu stehen sie viel zu tief in der Entwicklungsreihe von Pflanzen, sie gehören noch zu den Thallophyten.
  • Unfair! :)

    01.05.2015, S.P.Zeidler
    der "Stern" ist vermutlich Blooming vom überforderten Sensor und nicht eine Struktur der Eruption, insofern ist der Bildausschnitt irreführender als sonst.