Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Zu langes Warten auf die Lösung

    08.03.2007, I. Pester
    Ich finde, dass die Lösung des Preisrätsel nicht zeitnah ist und deshalb das Lösen keinen Spaß macht.
    Antwort der Redaktion:
    Der Verzug von zwei Monaten ist lästig, aber nicht zu vermeiden, wenn man in der Beschreibung der Lösungen die Ideen der Einsender aufgreifen will. Zwei Wochen Zeit muss man den Lesern zum Lösen und Einsenden schon geben, und zum Einsendeschluss ist das nächste Heft schon längst im Druck.
  • Keine Preisrätsel mehr ?

    07.03.2007, Egon Köppel, Kreutzer-Str,2, 50672 Köln
    Sehr geehrter Herr Pöppe, Ihre diesbezügliche Mitteilung hat bei mir große Trauer ausgelöst und ich bitte, die Entscheidung noch einmal zu überdenken.

    Noch etwas zu Ihrer Antwort auf meinen früheren Leserbrief: Sie meinen, daß kein großer Unterschied in der Anzahl der Zuschriften bei schweren und leichten Aufgaben sei, und schließen daraus, daß die leichten als zu langweilig angesehen werden. Könnte man nicht ebenso daraus schließem, daß die schwereren als zu schwierig angesehen werden? Und ich vermute auch, daß die Auslobung von 3(!) T-Shirts nicht gerade zu einer Beteiligung animiert. MfG Köppel

    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Köppel,

    Ihre Trauer kann ich durchaus nachvollziehen; aber Ihre Argumente hatten wir alle schon, und sie haben nicht geholfen.

    Ja, wenn wir, wie bei unserem 25-jährigen Jubiläum, eine Reise nach New York für zwei Personen ausloben, steigt die Anzahl der Zusendungen gewaltig. Aber so viel können wir nicht jeden Monat ausgeben.

    Es ist uns klar, dass die ausgesetzten Preise nicht mehr als eine nette Zutat sind. Jeder Leser kann sich ausrechnen, dass er in der Regel in der Zeit, die er für das Lösen aufwendet, genug Geld verdienen könnte, um sich den Preisgegenstand ganz regulär zu kaufen. Das hält einen nicht davon ab, eine Lösung einzusenden.

    Ich fürchte, das einzige, was unsere Entscheidung noch umstoßen könnte, wäre ein massenhafter Aufschrei aus der Leserschaft.

    Mit freundlichen Grüßen

    Christoph Pöppe
  • Spiegelneuronen bei Walen

    07.03.2007, Jörg Michael, Hannover
    Wie vor einiger Zeit in der Zeitschrift New Scientist berichtet, wurden Spiegelneuronen (wenn auch in relativ geringer Anzahl) mittlerweile auch bei Walen gefunden. Sie scheinen also entwicklungsgeschichtlich deutlich älter zu sein als zunächst vermutet.
  • Fehler in der Zeichnung

    07.03.2007, Franz-Stephan Beyer, Dresden
    Auf Seite 86 der Märzausgabe ist in der Zeichnung der Erdachse ein Fehler. Der Präzessionskegel der Erdachse bewegt sich rückläufig gegen die Erddrehung. In der Zeichnung sind die Rotationsrichtungspfeile falsch herum.
    Antwort der Redaktion:
    Der Leser hat Recht.
  • Mehr Rätsel wie das Hölzchen-Rätsel!

    05.03.2007, Egon Köppel, Kreutzer-Str.2, 50672 Köln
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    an Ihre Preisrätsel habe ich mich nur ganz selten herangetraut, obwohl ich ein Freund von kniffligen Fragen bin. Aber die Hölzchen-Arithmetik machte mir keine Schwierigkeiten. Es würde mich sehr freuen, wenn Sie in Zukunft mehr Preisrätsel bringen würden, die auch von Leuten mit einem IQ unter 150 gelöst werden können.
    Antwort der Redaktion:
    Sind unsere Preisrätsel zu schwer?

    Die bisherige Erfahrung zeigt, dass die leichteren Aufgaben in der Regel nicht wesentlich mehr Einsendungen auslösten als die schweren. Anscheinend neigen unsere Leser dazu, die zu leichten Aufgaben eher als langweilig und nicht der Mühe wert zu empfinden.

    Wie dem auch sei: Das Interesse unserer Leser am Preisrätsel ist generell so gering, dass wir uns entschlossen haben, es einzustellen. Genießen Sie die letzten Leckerbissen, die wir bis Juni veröffentlichen werden.

    Danach bleibt Ihnen immer noch die "Mathematische Knobelei" unserer Online-Wissenschaftszeitung spektrumdirekt .

    Mit freundlichen Grüßen

    Christoph Pöppe
  • Beschönigendes Diagramm

    03.03.2007, Michael Craiss, Bietigheim-Bissingen
    Im Diagramm mit der Kurve des Kohlendioxidgehalts der Atmosphäre ist der Zeitraum von heute bis zum Jahr 2200 stark gedehnt. Dies vermittelt den Eindruck, als ob der gegenwärtige Anstieg eher moderat wäre. Im richtigen Maßstab aufgetragen würde es sich aber um eine fast senkrechte Linie handeln!
  • Sauerstoffaufnahme bei Haien

    03.03.2007, Leon Schirdewahn
    Da ich gerade an einer Facharbeit über Haie schreibe, beschäftige ich mich sehr intensiv mit ihnen.
    Die Aussage, dass alle bekannten Haiarten ihren Sauerstoffbedarf auch im Ruhen aufnehmen, ist nicht vollständig.
    Haie können im Ruhen "atmen", wenn sie in einer Strömung liegen, die stark bzw. schnell genug ist ( 3-5 km/h mindestens).
    Hinzu kommt, dass sie zwar im Ruhen auch ohne Strömung "atmen" könnten, allerdings nur zeitweise.
    Dies tun sie mithilfe des Sauglochs, mit dem es ihnen möglich ist, eine Zeit lang Wasser anzusaugen, aber wie gesagt nur eine Zeit lang.
    Dass es evolutiv wenig sinnvoll wäre, mit der Strömung zu schwimmen bzw. dass sie dies nicht dürften, kann man, denke ich, ganz einfach widerlegen:
    Wie schnell werden Sie, wenn Sie auf dem Fahrrad Rückenwind haben?
    Ich denke eher schneller. Außerdem fällt es Ihnen ( und dem Hai im Wasser) leichter, schneller zu fahren ( oder eben zu schwimmen). Und das wird ein Hai auch. Die Schwimmgeschwindigkeit wird immer relativ gesehen: Liegt ein Hai in der Strömung gegen die Strömung, so schwimmt er theoretisch, weil das Wasser ihm ja entgegenfließt.
  • Bill Gates Zukunftsversionen, Teil 2:

    03.03.2007, Detelf Haarbrücker, Hamburg
    - 95% der Roboter laufen natürlich mit einem Microsoft Betriebssystem.

    - Die Schnittstellen zur Entwicklung höherer Steuerungssoftware werden natürlich von Microsoft lizensiert.

    - Die Softwaremodule für die Diestleistungen der Roboter werden natürlich über Digital Right Managemant (DRM) geschützt.

    - Damit dies zuverlässig funktioniert, sind diese Programme nur mit DRM-konformer (von Microsoft certifizierter) Hardware funktionstüchtig.

    - Natürlich werden die Roboter von Microsoft ferngewartet, bis hin zur Fernabschaltung.

    Wer´s nicht glauben möchte, schaue sich an, was im neuen Windows Vista implementiert ist.
  • Nicht zu wenig Genies, nur zu wenig Förderung

    02.03.2007, Christina Riemenschneider, 31180 Ahrbergen
    Ich selber gehe auf eine Ganztagsschule und sitze fast täglich bis um viertel nach vier in der Schule. Somit bleibt nur wenig Freizeit und man kann seinen Hobbys nicht nachgehen. Dieses Schuljahr habe ich an den Wettbewerben "Internationale Chemieolympiade", "Jugend-forscht", "Jugend-testet" sowie am "Bundeswettbewerb Mathematik" teilgenommen, doch fehlt mir oft die Zeit, alles unter einen Hut zu bringen. Erfolg habe ich schon - zunächst erster Platz in Chemie, Einladung zum Landeswettbewerb - doch würde ich viel lieber jetzt schon im Labor arbeiten und mich auf bestimmte Themen spezialisieren. Zum Beispiel interessiere ich mich für die posttranslationalen Proteinmodifikationen: Ubiquitinierung und SUMOylierung, doch hilft mir da der Unterricht nicht weiter. Ich hoffe auf eine Besserung des Schulsystems und eine Erleichterung für die Schüler, die etwas leisten wollen.
  • Enttäuschend

    02.03.2007, Götz Werner, Brensbach
    Ich bin enttäuscht, daß Sie sich offenbar vom Anspruch, eine ernstzunehmende wissenschaftliche Zeitschrift zu sein verabschiedet haben. Was hat dieser Artikel mit Wissenschaft zu tun? Das entspricht nicht Ihrem sonstigen Niveau. Und was hat Sie veranlasst, einen Autor zu Wort kommen und für seine Produkte sprechen zu lassen, der mit fehlerhafter, nicht offener Software ein Multi-Milliarden-Vermögen erwirtschaft hat?
    Hoffentlich war das ein einmaliger Ausrutscher.
  • Die Berühmte Kinderfrage WARUM?

    01.03.2007, Guido Waldenmeier, Schorndorf
    Lieber geistreicher Schreiber,
    gehört der "Fortschritt" in Ihrer Denkweise
    nicht auch dazu?Die Illusion, dass man vielleicht mehr durchblickt als andere.
  • Standards brauchen freie Systeme

    27.02.2007, Dr. Stefan Meretz
    Ich bin, gelinde gesagt, erstaunt darüber, dass Sie Bill Gates im redaktionellen Teil Werberaum zur Verfügung stellen. Ausgerechnet der Gründer der Firma, die sich durch kontinuierliches Agieren gegen offene Standards auszeichnet, darf dann über fehlende Standards lamentieren. Das Editorial assistiert: "Lediglich fehlende Standards beim Betriebssystem" beklage Gates. Soll heißen: Nehmt doch das von Microsoft. Diese Firma kennt nur proprietäre Produkte, die andere von der Nutzung ausschließt. Echte Standards werden regelmäßig "ergänzt" bis per Marktmacht das Diktat erreicht ist. Die EU-Kommission hat dieses Verhalten zu Recht mit einer Strafe belegt. Standards verdienen den Namen nur, wenn sie offen und transparent sind. Das erfordert die Offenlegung der Referenzimplementationen. Nur freie Open Source Software kann das gewährleisten. Roboter für jedermann gibt es nur mit einem offenen Betriebssystem für jeden, das offene Standards implementiert - GNU/Linux ist sein Name.
  • Peinlich

    27.02.2007, Pascal Pucholt
    Hier ist Ihnen aber ein peinlicher Fehler unterlaufen, oder wollten Sie tatsächlich Trisomie-23 in der Überschrift schreiben?
    Antwort der Redaktion:
    Hallo Herr Pucholt,



    Hoppla - das war wohl nicht gerade eine Frage des Wollens. Und (fast) schon eher spannend als peinlich, was einem beim Überschriften-Texten so passieren kann, sobald die Finger dem Gehirn davonlaufen. Vielen Dank für den Hinweis - ich habe meinen Lapsus mittlerweile beschämt vertuscht.



    Weiterhin viel Spaß und Gewinn beim Lesen von spektrumdirekt,



    Jan Osterkamp,

    Redaktion
  • Metaphysische Erkenntnisfalle

    26.02.2007, Johannes Schmitz-Sauermann, Walberberg
    1. Würde der Autor seinen Auftakt „Wissenschaft entlarvt Illusionen“ als Illusion oder als Fortschritt einstufen?
    2. Welche Bedeutung haben für ihn generell die Vokabeln „entlarven“, „Enttarnung“, „scheinen“, „lockerer Sprachgebrauch“, „Fachleute“, „ist das wirklich so“ etc., wenn nicht die, dass es einen gesellschaftlich ausgewiesenen Bereich gibt, der so etwas wie Wahrheit, Wissen oder Erkenntnis produziert? Dass es hinter dem Schein ein Sein gibt oder zumindest einige Aussagen wahrer, nützlicher, besser sind als andere?
    3. Da der Autor u.a. Professor für Philosophie ist, sollte es auch in einem polemischen Essay möglich sein, die eigenen metaphysischen Bedingungen und Grundlagen der Argumentation zu bedenken; denn als was tritt hier die Wissenschaft, insbesondere die Biologie und die Evolutionstheorie auf? Als was wird uns das Gehirn hier eigentlich verkauft („ähnel(t) dogmatischen Egozentrikern“)?
    4. Viele Aussagen in seinem Aufsatz entbehren der Begründungen, Erläuterungen, Definitionen und Differenzierungen. Vor allem wäre eine Unterscheidung von Evolution als naturwüchsigem Prozess von der Geschichte als Menschenwerk qua kulturellem Lernprozess schon sinnvoll. Wissensstände werden, soweit ich weiß, nicht von der Natur evolviert, sondern als Traditionen - unter anderem in akademischen Institutionen - überprüft, verändert, erweitert und weitergegeben. Auch scheint mir sein Begriff der Nützlichkeit, den er ja gegen den des Fortschritts ausspielen möchte, gerade einer sehr subjektiven Sphäre zu entpringen und kaum geeignet, seine Tirade gegen Objektivität zu unterstützen. Nebenbei: Ist denn die Naturwissenschaft ohne diese denkbar?
    5. Unterdessen greift die instrumentelle Vernunft schon listig in Naturprozesse ein! Klimakatastrophe – auch Menschenwerk. Gerade die Biologie durch ihre genetischen Eingriffe in die „Welt ‚da draußen’“(!) gebiert ganz ordentliche Illusionen über Machbares und Wünschenswertes, ohne sich für die Folgen zuständig zu erklären – oder?
    6. Wen greift der Autor überhaupt an? Gegen wen will er was verteidigen? Wer behauptet etwa, dass Fortschritt eine (ausschließlich?!) biologische Kategorie sei oder gar einen archimedischen Punkt brauche?
    7. Der Autor vermischt sehr vieles und lässt vieles ungeklärt. Den Fortschrittsbegriff schon hätte er als normativen ausweisen sollen, statt polemisch der Wissenschaft (welche eigentlich?) ‚zersetzende Kraft’ und ‚schonungslose Analyse’ (wem gegenüber eigentlich?) zu attestieren. Ein recht merkwürdiges Wissenschaftsverständis. Ironischerweise widerspricht dies aber der gesamten Textaussage, das Gehirn sei einzige Realität. Denn dies wird ja als objektiv wahr behauptet. Gödel lässt grüßen!
  • Roboter und Windows?

    24.02.2007, Rolf Wroblewski, Bremen
    Wenn ich mir vorstelle, dass Roboter (oder allgemeiner: Haushaltsmaschinen) mit Software aus dem Hause Microsoft betrieben werden soll(t)en, wird wird mir jetzt schon ganz anders. Mit den üblichen Sicherheitslöchern ausgestattet - wozu lässt sich dann z.B. ein Küchenroboter missbrauchen? Oder die andere Seite: welche persönlichen Daten landen dann wo? Und vielleicht sollte man auch eines Herrn Asimov gedenken (Robotergesetze in der Art "Ein Roboter darf keinem Menschen (Wesen) schaden...).
    Bevor Roboter geschaffen werden, sollten erst die allgemeinen Prinzipien festgelegt werden, unter denen sie arbeiten - unabhängig von Staat und Industrie!